Einzelbild herunterladen
 
  

Handel Wirtschaft Börse

Dienstag, den 15. Dezember 1931

Hessische Handelszeitung

Kasseler Neueste Nachrichten

nmmiiiniiittiinnnnnflniiim

14. Dezember

Berliner 'Devisenkurse

n

Brief

Seid

68.93

ttnnl. M.

iue

In Kürzet

;e

Ro

biS 155.50.

frankfurter Produktenmarkt

statt.

Ausländische Devisen-Kursc.

schwach

220.00

Loubouer Goldpreis. Der Londoner Goldpreis beträgt am 14. Tezembcr für eine Unze Feingold 118 kh 9 d 86,6875 RM. für ein Gramm Feingold demnach

Das neue ab 14. 12. die bedeutet prEii, Leiiviel zahlt«!

Belga . Lei

170.57

08.74

2.523

69.070

81.080

82.180

3.063

35.44

80 83

113.01

bl.050

Die barte Tatsache, dass das Ausland uns nichts mehr borgt, bat wenigstens das eine Gute und Heilsame gezei­tigt. datz von einem Bubgetausgleich durchPumpen im Ausland«" Abstand genommen werden mutzte. Der Reichs- finanLminister tonnte die Tatsache vermerken, datz seit dem Itovember vorigen JabreS kein Pfennig mebr im In­land oder im Ausland geborgt worden ist. Diese Fest­stellung berechtigt, wie die Berliner Handelsgesellschaft in ihrem letzten Birtfchaftsbericht betont, zu einem gewtstcn Optimismus. Der Rückgriff auf dek Kapitalmarkt ist der öffentlichen Hand jetzt in Deutschland weitgebend versagt, und man kann den Zwang zur Selbsthilfe. so bart er auch in die wirtschaftlichen Verhältnisse eingreift, in gewisser Htn- snht als heilsam bezeichnen. Immerhin liegt der Haushalt von 1931 mit 94* Milliarden RM um 2,6 Mill. RM niedri­ger als 1980, obwohl die andauernde Wirtschaftsschrnmpfung und rie wachsende Arbeitslosigkeit Einnahmen und Ausga­ben Mutig auseinander trieben. Die RevarationSent- lastung für das Reich und die Reichsbahn in Höhe von 1250 Mill. RM sowie der Rückgang der Steuerautetle der Län­der haben uaturgemätz die Etatsgestaltung des Reiches zu­letzt erleichtert, jedoch infolge der Steuerrückgänge nicht Len Budgetausgleich bringen können, den man bei Beginn des Hooverejahres noch erwarten zu können glaubte. Der Pro- zetz der staatlichen Fiuanzsanierung Lars mit der notdürf- tigeu Deckung der Ausgaben keineswegs als abge­schlossen betrachtet werden. Zwar dürfte der Grundsatz sparsamster Berwaltuug unter dem barten Druck der letzten beiden Jahre weitgebend in der Ausgabeugestaltung der einzelnen Instanzen Eingang gesunden babe«, doch erscheint der Berwaltungsapparat in stch immer noch nicht das wünschenswerte Matz der Einfachheit und Billigkeit er­reicht zu haben.

In Reich smart

Privatdiskont Wo

iw er. Weizen: Dezember ogaen: Dez., danach

Dez. 150-151, Älärz 156

14. Dezember

Tagt Geld 7 Wo

e Robinet! bat beschloßen, nfir i» »erBieten. Das r vom Goldstandard nach dem Länder, vor allem Englands.

Waren und ihre Preise

luu Frc. .

100 Kr. .

100 isl Kr.

100 Latte

100 Frc.

100 Lewa

Paria . . Prag Reykjavik

Riga .

Schwell

Sofia . <

liche. Der von den Valutaentwertungeu ausgehende» preisdrückenden Tendenz fteben preissteigernde Einftüffe gegenüber, die in der. zum Teil allerdings nur vorüber­gehende». starken Aufwärtsbewegung der Preise einzelner Rohstoffe und Lebensmittel ihre» Grund haben dürfte». Auch scheine» gröbere Verschiebungen in de» Qualitäten der Ausfuhrwaren vorgekommeu zu fein. Der Durch­schnittswert der ansgesührte» Lebensmittel ist gestiegen, der der Rohstoffe und Ferttgwaren nur wenig gesunken. Gleichwohl stnd alle Warengruoven am Rückgang der Aus­fuhr beteiligt, am stärksten jedoch Rohstoffe und Serttg- waren.

Di« Einftthr Hai sich werimätzig ntH 482 Mill. RM auf de« Stand vom Oktober gehalten.

Mengenmätzig ist ste um 4 v. H. gestiegen, da die Durch­schnittswerte erneut zurückgegangen sind. Während diese Mengenzunahme der Gesamteinsuhr sich im Rahme» der Saisonbewegung hält, bat die Einfuhr von Rohstoffen we­sentlich mehr zugenommen (um rund 18 v. H.) als saison- mätzig (etwa 7 v. H.s zu erwarten war. Die Erklärung für diese Steigerung dürfte im wesentlichen wohl auf Bor- eindeckunge» zurückzuführen fein, die durch die vorüber­gehende Unsicherheit bezüglich der weiteren Preisentwicklung an einzelnen Rohstoffmärkte» veranlatzt worden find. Die Einfuhr von Lebensmitteln und von Fertigwaren ist im November gesunken. In der Einfuhr aus den einzelnen Ländern stnd wesentliche Berschiebunge» nicht festzustellen. Zugenommen hat die Einfuhr aus solche» Länder», die für de» Rohstoffbezug von besonderer Bedeutung stnd, wie China (Oelfrüchtes und die Bereinigten Staate» von Ame­rika (Baumwolle). Die Einfuhr, aus in der Hauptsache Lebensmittel liefernden Ländern (wie Italien »nb die Nie­derlande) ist zurückgegangen.

Der Aussuhrüberschütz ist von 388 Mill. RM auf 256 Mill. RM im November gesunken. Unter Berück­sichtigung der Revarations-Sachliesernngen übersteigt der Wert der Ausfuhr denjenigen der Einfuhr um 267 Mill. Reichsmark.

Wellen, märk. ab Station Roggen, märk. ab Station Braugerste ......

Futtergerste ... Hafer, märk ab Station . Weizenmehl Roggenmehi

Weizenkleie .. Roggenkleie .« Viktoriaerbsen . . « . Kleine Speiseerbsen . » . Futtererbsen ....»» Peluschken . Ackerbohnen

Wicken .«**»

Lupinen blaue . . » « .

gelbe . . i « .

Seradella, neue . .

Leinkuchen. Basis 37% . . Erdnußkuchen 50 %

Erdnußkuchenmehl 50% .

Trockenschnitzel . .

Extr. Sojaschrot 46 %

ab Hamburg . . . . » ab Stettin . . . > »

Kartoffelflocken > - >

3000-38-00 2500-5600 800-5.25 3-75-4.00 3.75-4.00

12J5-13XO

aktton auf die gestrigen t----------

* ' waren die wenigen Kurse, di« man gegen gestern abend kaum verändert, beurteilt.. zwar die., tj

Berliner Produktenbörse

Heutiger Frühverkehr still.

Heutiger Freiverkehr

Kaum verändert.

Jst durch Exportsteigerung die Arbeitsloseflftäge zu lösen

Buenos Aires . Cauada. . . Japan . . . « Kairo . . . Konstantinopel London . . . Neuyork . . Rio de Janeiro. Uruguay Amsterdam . .

Spanien .... 100 Peseten

Stockh. Gothenb. 100 Kr. .

Tallinn (Estl.) . . 100 estn Kr.

Wien . , 100 Schill

14.580

W

1/0.23

41.880 80X2

13.290 78.92

16520 12.*7u 6.3.680 60.920 82X20

3X57 35.36 80.6/

112.79

50.950

verlang! rativtu, vermindert bat. a uf Antrag erfol mehr als ein Zehntel

r" G rn nübesitz und Betriebsvermögen''erfolgen, wenn die Wertminderung mehr als ein Zwanzigstel oder mehr als 25 000 RM beträgt. Wertpapiere etc. werden stets nur nach dem Steuerkurs- oder Berkauiswert vom 31. Dezem­ber 1980 berechnet.

31.00lo9 00

ms.

22OO-28.5U w-w 16.00-18.00

3500 3600 33.2o-34.25

35.00 35.75

33.25-34.00

1100-12.50 13.00-15.00 22.00-2700 120012.20 12.00-12.10 1210-12.20

6106.20

W o

12.50 12.70

Wieder Bankst atze mit Reichshilfe. Dte Handels­bank e. G. m. b. H. in Chemnitz, dte L B. noch 9 Prozent Dividende verteilen zu sollen glaubte, ist, wie in einer ao. GB. bekannt wurde, stübungsbedürfttg geworden. Das Reich hat stch ü. SrfL Stg. entschlossen, eine Aussallburg- schaft von 750 000 RM zu übernehmen und dte Retchsbank zur Einräumung eines Liauidttätskredi!/ von 1 Mill. RM 6u veranlasse».

Späterer Protest gegen »»tarifliche Entlob»»»«. Wenn ein Angestellter erst nach langer Zeit Einblick tn den tut ihn zuständigen Tarifvertrag gewinnt und dabei zu der An-

Das Ausland borgt nichts mehr

Zwang zur Selbsthilfe im staatlichen Finanzwesen

Starker Ausfuhrrückgang

Nur 256 MilL Ausfuhrüberschuß im November

gür das verschrottete englisch« Luftschiff R 100, das rund 11 Millionen RM gekostet hatte, rechnet man mit einem Erlös ans Altmetall und Motoren i» Höhe vo» nur rund 110 000 RM.^

»0 Prozent der Arbeiter in bett Ber«ixig- te» Staate» herinnen stch »ach einer Angabe des ame­rikanische» Gewerki-imitsbnttdes ohne Arbeit, ,,-nr de» Än- s-»a des neue» Fabres erwartet «a» ly, Millionen Ar­beitslose.

schufiskrife erreicht fei und mit vielleE toottta SvätfrSSiabr oder Sommer 1982 etwas erträglichere Wvtt- schastsoerhältuisse haben würde», gab ,

Klöckner t» der G.-B. der Klöckner-Werke ÜL-G. Ausdruck.

*

Das grösste Unternehme». Ost ob er f ch I« - f i e n s und Polens überhaupt, die Frtedenshütt« tn Kat- ist in »e-dücke Sch vierigleite» gerate» und hat dte ich« Getchättsauf sicht beantrag«» müssen: man hofft

Tendenz ........

Weizen (Hessen u. Prov. Hessen Nassau unu Unterlranken), Durehschnittsquali- tät, hl. Gewicht v. 74 kg. gut. gesund und trocken .........

Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau u.

Lnterfrank.) Durchschn. Qual. bl. Ge wicht v. 72 kg. gut, gesund u. trocken

Wintergerste, neue Ernte.....

Hafer inl. - -

Hafer ausl. . ... . . .

Weizenmehl, siidd. Spez. 0 in Austausch-

VfilSfiD .«* »

Weizenmehl, südd. Spez. 0, Sondermahlg.

Weizenmehl, niederrh. Spez. 0 In Aus­tausch weizen ...........

Weizenmehl, niederrh. Spez. 0, Sonder­mahlg. .........

Roggen mehl 60 Prozent Ausmahlung .

Welzenkleie ........

Roggenkleie

Erbsen, je nach Qual, für Speisezwecke Linsen, je nach Qual, für Speisezweoke Heu. südd., gut. gesund, trocken . . . Weizen- und Roggenstroh, drahtgepr. . . Weizen und Roggenstroh, gebündelt . .

Treber, getrocknet

durch schleunigste» energischen Abbau der übersetz- tenBierfteuer» geschaffen werden. Nur so findet au der Fiökus feine Rechnung weil durch die Belebuim des Bierkonfums nicht nur die Biersteuer, sondern auch alle an­deren Steuern in der Brauindustrie lelbft und in den zahl­reichen mit ihr als Schlüffelgewerbe verflochtenen Wirt­schaftszweigen ergiebiger fliehen werde».

sicht kommt, datz dieser ihm gegenüber nicht richtig angewen- dei worden ist. so kann er »ach einem Urteil deS Landes­arbeitsgerichts Berlin vom 8. Avrtl 1931 (103 S o92/81) An­sprüche wegen Verzichts aus Tarifgehalt nach längerer,äei nicht mehr geltend mache», er konnte stch rechtzettig «men Abdruck des Tarifvertrages verschaffen.

Sonderzüge gut Leipziger Frühjahrsmesse 1932. In den letzten Tagen sand in Leipzig eine internationale eonier« zugkonferenr für die Leipziger Früh,abrsmesse IM statt. Die von dieser Konferenz beschlossenen Berkebrsmahnab- men sehen 15 Messe-Sonderzuge aus dem Ausland vor. Ausserdem wurde» für das Inland 20 LM-Zuge mtt 9 Flügelzügen beschlossen.

«erlitt. 15. Dezember. Trotz wieder, matten Neum^s - im- * A°e?^7un?liP

taxiert, doch wären die wenige» Kurse, die man bisher hören konnte, gegen gestern abend kaum verändert Ma» ' die inner- und augerpolktlsche sstfualtoa

etwas günstiger. Es bleibt jeboch abzuwarten, ob auch bte Auslandsverkäufe, die hauvtiach'ich in der letzten Zeit zu den Knrsabfchwächungen gerührt haben, Nachlassen werden. Das Geschäft war vorläufig sehr unentwickelt... Au» am Pfandbriefmarkt war noch keine Tendenz zu Boren. Am Devisenmarkt horte man: PfundeParis 87%, PfundeSchweiz 17,70. PfundeMailand 67%, Pfunde-» Spanien 41 ea., Pfunde-Kabel 8,44% ea.

Die Außenhandelsergebnisse für den Monat No­vember lassen bereits die schwere Beeinträchtigung erkennen, di« der internationale Warenaustausch durch währungs- und handelspolitische Maßnahmen in der letzten Zeit erfahren hat. Die Ausfuhr beläuft sich im November auf 738 Mill. RM; dazu kommen noch Reparations-Vachlieferungen im Wert von 11 Mill. RM (Vormonat 13 Mill. RM). Dieses Ergebnis bedeutet gegenüber Oktober einen R ü ck - g a n g der Ausfuhr um fast 130 Mill. RM oder b e i- n a h e 15 v. H.

Davon durste, entsprechend der Entwicklung in den Vor­jahren. rund ein Drittel aus saisonmähige Einflüsse zurück- zusühren fein; denn der regelmätzig im Juli beginnende Anstieg der Ausfuhr dauert im allgemeinen nur bis Ok­tober, von November an fällt dann die Ausfuhr bis Fe­bruar stärker ab. Zwei Drittel der Aussuhrabnahme, rund 75 Mill. RM, stnd saisoumähig nicht zu erklären. Diefe Verminderung stellt zweifellos die erste Auswirkung der Adsatzerschwernnge» dar, di« dem deutsch«» Export im Ausland bereitet werden.

Insbesondere läßt stch der die Ausfuhr hemmende Einflutz der zahlreichen Balutaentwertunge» Bereits deutlich erken­nen. Die Ausfuhr nach den Ländern mit entwerteter Va­luta hat im allgemeinen im November stärker als im Durchschnitt abgenommen. Beispielsweise ist die Aussuhr nach Dänemark um 25 ». H.. nach Schwede» um 21 v. H.. nach Britisch-Jndie» um 37 v. H nach Argentinien um 92 v. H. gesunken, während der Rückgang der Ausfuhr nach Frankreich, Italien, der Schweiz und der Tschechoslo­wakei sich zwischen 10 und 16 v. H. bewegt. Eine Aus­nahme hiervon bildet zunächst noch die Ausfuhr nach Grotzbrita unten, die im November im Hinblick auf bte inzwischen durchgesührten Zollmatznahmen »och zuge- nommen hat. Die Ausfuhr nach Ruhland beginnt eben­falls zu sinken.

Die Attswittkmr« der Preisbewegung

a» sde» Wert der »ussubr ist diesmal eine sehr unterschied-

Beizenatusfuhrfchelne Dez. 151,o0 G..Jan. 152,50 Wert. Rogenausfuhricheine 114 Wert; Gerstebezugsichetne neue sofort 84750 bea., Jan. 24 hei.; M-isbezugSschetne ohne

Zürich, 14. Dezember. Paris 2014, London 1765, Neu- nort 518%. Belgien 7140, Italien 2635, Spanien 4290, Hol­land 207.40, Berlin 122. Stockholm 9400, Oslo 9300, So» pcnbazen 9400. Sofia 372, Prag 1520, Warschau 5755. Budapest 9002%. Belgrad 905, Athen 640, Konstantinopel 253, Bukarest 805, Selsingfors 900, Privaibiseonlsab Inl. VA, Ausl. 5(4, Buenos Aires 127, Japan 240, Ofiz. Bank-, drseont 2. Tägl. Geld 154. Monatsgeld 54. 3 Monats, gelb 2)4.

London, 14. Dezember. Neuhort 344,12, Montreal 422,50, Amsler.: am 852. Paris 8768, Brüssel 2471.50, Italien 6700, Berlin 1449,50, Schweiz 1765, Spanien 4081.

Paris, 14. Dezember. London 8775, Neuyork 2548,50, Belgien 354,25, Spanien 214,50, Italien 130,50, Schweiz 496,75, Holland 1029,50. S.ockbolm 488.

Amsterdam, 14. Dezember. Berlin 5880, London 853, Neuyork 247,12, Paris 971,50, Belgien 3440, Schweiz 4827,50, Italien 1282.50, Madrid 2090, Oslo 4650. Ko­penhagen 4725, Stockholm 4750, Wien 3o25. Prag 737, Prtvatdiskontfatz 148, Tägliches Geld ü. 1 ° Monatsgeld 1,

Die letzte» mitteldeutickeu vauteverstetgeruugen IM. Der Schutzoerbanü der Häuteverwertungen Mttleldeutich- lands G. m. b. H. tn Kassel bringt aus de» beide» lebten diesjährige» Häuteversteigerungen, der thüringischen om 17. und 18. Dezember in Leipzig 58 700 Aück Grosmebhaute und Felle zum Ausgebot, und zwar 21 000 Stück KalbttRe, 22 000 Stück GrotzviÄhäute. 15 000 Stück Schaffelle (das ®e= 'fälle der hessischen Platze wird hierbei mitoerfteiaert) und 700 Stück Rohhauie, und der h e s si f ch « n Versteigerung am 21. Dezember in Kassel 82 600 Stuck Grotzviebbaute und Felle zum Ausgebot, und »war 16100 Ktuck Kalbfelle. 16 020 Stück Grotzviehhäute und 300 Stuck Rosshaute. Dte Häuteversteigerungen in Frankfurt a. M. und in Mainz am 22. Dezember bilden dann überhaupt den Schluß des Haute- versteiserungsjahres 1931.

Berlin. 15. Dezember. Marktlage für Anlandbrotgetreid« still. Geschäft kommt kaum zustande. Die Lieferunasvretse werden für Weizen und Roggen nominell unveranden ge­sprochen. Auch efetitoe Ware liegt still und wird kam» umgesetzt.

Amtliche Notierungen vom Vortag

Da damit gerechnet wirb, datz am 17. T^wmber die neuen Eiieuvrefte beschlossen werben, bat man beim Draht­verband ». m. b. H, Düsseldorf, für bt" 19. Dezember eine Sitzung der Preiskommilsson in Anssscht genommen, »m über eine eniforechenbe Senkung bet Drahtpreise z» berate». *

Die Preussische Landespfandbriefanstalt hat mit Wirkung vom 10. Dezember 1931 de» Zinssatz für die van ihr herausaegebenen Zwifchenkretite °.on,:, ^rDie?1 «uf 7 Prozent herabgesetzt. Taueben wirb, wwb'sher, et» Uttfnfteubeitrog von 1/12 Prozent pro Äonot schoben.

Verlustliste der Wirtschaft

eMfi berC ^laS^S »-^ Gebr Alleudorff G. m. b. H. in Schönebeck, genötigt ge­sehen. ihre Gläubiger um ent Stillhalteabkommen zu bit­ten. Sn der Gläubigerversammlung wurde beschossen, zu­nächst bis Ende Januar 1932 sttllzuhalten. Der Bergletchs- vorschlag soll bei voller Beirtedigung der Glaudtger am Stundung auf ein Jahr gehen. -

Entgegen Blänerme'idung-n..wonach «iM. Sameruna und Kapttalerhöhuna der Schuhfabrik Eouslueutia A.-tzL> Koblenz a. Rh., in Aussicht gestellt worden war, sieht uck die Gesellschaft gezwungen, tbre Zahlungen einzustelle». ®6$ro^byinutÄiäÄfÄ.. Dessambat seine Z-b- lungen eingestellt und bas ^ergleicksverfabren beantoaS.

Die feit 29 Jahren bestehende Lors«ttfabr,k Bett» Bog«. Inh. Josef Selten, Berlin, bte zehn Malen m Berlin und im Reich unterhält, ist lautKonfekttonari' w AahlungS. schwierigkeite» gerate» und hat sich an dte Gläubiger ao- M ÄÄ »Ä'&ÄteS. Ä^«tt»ib0nein3Mt?fL LSlN^srifZes uAftWIMn^skLa E-S^abaIa'^- «SM M, S, SSMWK.K gleich mit ihren Gläubigern an. wobei bte Betriebe betder Firme» aufrechterhaUe» werden solle».

«-218.50

175.00

152.53 160.00

tarLsfeln weihe 1.4-1.5. tote 1.6-18, Odenwälder blaue 1,7 bis iS, andere gelbfletschige außer Nteren 22L. Fabrtk- karwffeln in Pfg 8,259,2o je «tärkeprozent.

Heimische Wirtschaft

BmchLtte Kur Hessen insolvent. Die Bauhütte Kurheflen G. m. b. H. in Kassel hat heute ihre Zah­lungen eingestellt. Die Gründe hierfür liegen in der Ungunst der wirtslbastlichen Verhältnisse im Bauge­werbe. Hierzu kommt, daß sich bei einem größeren Bauvorhaben eines privaten Bauaustraggebers durch die Bankenkrise im Juli dieses Jahres eine Fehl­finanzierung ergeben hat, wodurch die zur Verfügung stehenden Betriebsmittellredite ausgeschöpft wurden, Die Gläubiger sind davon benachrichtigt, daß ein g e- richtliches Vergleichsverfahren ange­strebt wird. Durch den vorhnadenen Auftragsbestand von etwa 250 000 RM hofft man, den Betrieb auf­recht erhalten zu können.

Zementwareufabrik Victor Lauck Hardt insolvent. Die Zementwarenfabrik Victor Lauckhardt in Kassel hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Verbindlichkeiten lassen sich noch nicht übersehen, da gegenwärtig noch an der Ausstellung des Status gearbeitet wird. Es wird ein Vergleich angestrebt. Der Betrieb soll weiter- gesührt werden.

Rene SonkurSverfaLreu: Zisarrenfabrrk E. Kl in g - f v o r in Giessen und bereu Inhaber Adolf und Wilhelm Klingspor; K.-B. in allen drei Konkursen R,-A. EngisS; Anmeldefrist bis 28. 12. Tischlermeister Karl Arnold in Göttingen; K.-B. Bankprokurist Hofer, Anmeldefrist bis 8. Januar.

Neues Beraleichöverfähr«»: SSubwarenbandlung F Lampas in Nidda; B.-P. Bankbeamter Ubl: Beraletchs- texmiit 4. Jan.

Zwauasvergleichslermin: Konkurs Schokoladenwaren- grotzbanduins Ludwig Knobel i» Kassel, am 11. Jan. Konkurs Drogist Emil Seltner tu Kassel-B., am 11. 1.

Aufgehobene Lonkursverfahreut Karusselfabrikant Franz Gundel wem i» Wutha; Nachlaß Frau Auguste Seyh in Barchfeld.

«ufgebobene Bergleichsverfabren: Gautz-Weber-Drogerte Inh. Drogist Gerhard Zachow tn Göttingen; Kaufmann Wilhelm Stamm in Mellrichstadt.

ft fiKTB

1936 und für das Betriebsvermögen bis. 1933 gelten, kn- nen Neuveranlagungen per 1. Januar eines leben Jahres verlangt werden, wenn sich das Verwogen ro e f e n 111 6 ' - - «--*. Die Neuoeranlagung mutz laen, wenn sich das Vermögen um l oder nm mehr alS 50 000 RM »er« feststellungen der Einbeitswerte

Seine Devisenkurse em 24. Dezember. Wie die Reichs, bank mitteilt, siitset am Donnerstag, den 24. ü. M. (Weib- nacbtstzeiligabeuö) eine Notierung von Deouenkunen nicht

SOS der Bierbrauer

Die Biersteuerquelle vor dem Versiegen.

Der Deutsche Br auer-Bund e. 95., schreibt uns: I» höchster Not erhebt daS im Deutschen Brauer-Bund ver­körperte Braugewerbe seine Stimme, um die zuständigen Instanzen zu veranlassen, noch in letzter «stunde das Steuer berumzuwerfeu und den mit der dreimaligen Bter- steuererböbuna des oeranngenen Jahres beschrittenen Irr­weg, der zu einem völligen F e h 11 ch l a g tn fiskalischer Beziehung und zu einer schweren Erschütterung des Brau- unb Gastwirtsgewerbes geführt hat, endlich auszugeben. Der durchschnittliche Absatzrückgang von 40,8 Prozent im letzten Quartal lätzt de» Grenzwert von 31,5 Prozent, bei dessen lieberschreite» sich die vorjährige Erhöhung der Retchsbter- itener um 46 bis 50 Prozent in ein Mtnüeramkommen ver­wandelt, schon weit hinter sich (1931 Juli 20L Prozent, September 12,4 Prozent. Oktober 164 Prozent).

Lässt man den Wei» steuerfrei, so darf bas Bter ntcht zu Tode gesteuert werben. Was dem W t n z e r recht tst. mutz auch für den Gersten- und Hopfe »bauer btlltg jein. Bor der Stachen Erhöhung der Btersteuer tm Jabre 1930 bezog das Braugewerbe von der deutschen Land­wirtschaft Werte in Höhe von rund /i Milliarde 3M. nämlich 25 Mill. Str. Gerste und 250 000 Ztr. Hopfen. Mn Absatzruckaang von 40 Prozent, wie er beute schon vorltegi. der sich aber, wenn nicht schleunigste Abhilfe erfolgt, tn .«firne auf 5060 Prozent erhöbe» wird, bleutet etnen Minderverbrauch von 10 Mill. Ztr. Gerste nnd. 100 000 Str. Hrwftn. Abbau der Bi->rsteuer steigert den Bterabsatz, be­lebt de» Gersten- und Hopf en markt und ergibt zugleich höhere Steuererträge für den Fiskus. Abhilfe kann nur

12. Dezember

209.00-211-00 188.00-191-00 151.00-16400 14700-150.00 131.00 139.00

27-00-3125 26.00-2800

9.25-9-50

975-10.25 2300-3000 2400 -27.00 1700-194 0 12 oO19 CO i6z88Ä 11.00-1250 13.00^1500 12.00-12.20 12.00-12.10

12.50-12.70

w 41.960 80.18 13.310 79.08 16.560 12.490 63.820

Mnkrier vollft. grir.: Sj Mtere

Lager Berlw nach Berliner llfanee».

Magdeburger Zuckernotierungen oom 14. D««mb«r. GemaSL Mehlis prompt per 10 Tage, ver Dez. 31chv. Tendeu»: ruhig.

Viehmarkte

Kasseler Schlachtviehmarkt vom 14. Dezember.

Amtlicher Bericht.

MS «SM.ZM'SK men 191 Stück Großvieh; 460 Schweine. 220 Kalber 3 ^Die^abl^der seit dem letzten Markte dem Schlachtbofe B "h&TiltS. S*M"8mÄ. W-«.

Ochsen: vollfleifch. ausgemasteie höchsten «chlachtwetts riinaere 3135 RM (5 Stuck), ältere. sonstige oollflei- iÜMwe - ältere 25-28 (5). fleischige -, gering ge-

B u l l e n: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtweris 303-2 (5). sonstige vollfleischig.e oder ausgemasteie 26 28 (15) fleischige 2325 (13). gering genährte 1820 (2).

Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwerts g« ga (Qi sonstige vollsleiichige oder ausgemasteie 2125 (18) fleifiöige 18°0 (16). gering genährte 1817 47). 18 S är i c n (Kalbinnen): vollileifchige auSgemästete Höch, ste» Schlachtwerts 33 (9), vollfleifchige 2832 (32). tlei- fe s f e r: Mässig genährtes Jungvieh

» x 1 h tf Donv-ii-nder bester M"it. beste Mast- Saugkälber 34^38 (231. mUttae und Saugkälber

2933 (104), geringe Kalber 2226 (62).

1 & roVf n e:4 »etffcbroeine über 300 PkunbLebendae. miifit 43 16. vollfleifchige Schweine von ea. 240800 Pfd. 4144. solche von ea. 200240 Pfund 3943. icidie von ea. 160200 Pfund 3742, fleischige Schweine. Sauen 40 6:%4t3e Preise sind Marktvreife wr nüchtern gewogene Tiere und fchlietzen sämtliche Svefen des Sandels ab Stall für Nacht Markt- und Verkaufskosten, Um,absteuer sowie! den natürlichen Gewichtsverlust ein. müssen sich »lfo weientlich über die Stallvreife erheben,

'M a r k t v e r l a n f. rufeiß. man .

Schweine wurden verkauft: 1 Stuck -u^RM.i ,n 47, 11 zu 46, 17 zu 45, 66 zu 44, 103 zu 43, 77 zu 42, 41 ZU 41. 56 zu 40. 25 zu 89. 9 JU 88. 11 W 8 < -

Sauen wurden verkauft: 1 totua zu 43 RM, 3 zu 4~. 2 zu 41. 5 zu 40.

Frankfurter Viehmarkt vom 14. DezemK. Der Auftrieb des Hanpivicbmarktes bestand aus 1701 Rindern, herunter 360 £ Chien 220 Bullen, o81 Kühen. 496 Farfen ferner 60o Kälbern. 186 Schafen. 5^13 Schweinen, darunter 270 Litauer Verglichen mit dem Auftrieb bei letzten Hauptmarktes waren beute N Rinder und 6 Schafe mehr angetrieben dagegen Nanden 332 Schweine und «°l^^maer mm BerkaM Notiert wurden: Otykkn: ou40 aZt 2b2U, nj> ä

b8 25' Bullen: a) 2528. b> 2024; Ä & be : 23 brS

26 h)'2iv-22. e) 14-19: 8 8 r t e n : a) 29-32. h) 26-28 c) 22N; Kälber: b) 4043 «) 3539, d) 2834: SCtiofe- al) 2427. bl 1823: Schwei ne : b) 4446 c) 4346 dV 4245 e> 3642, n. Sauen und Eber 3838. «erglieben mit den »reifen des letzten H°um. markier konnten L-cbfen um 1 M. und Kälber um 2 -3 M an,leben daoegen verloren Bullen und Schafe 12M. Schweine. Süd« und Färsen blieben bebauptet. Marttver. lau" Rinder rubia. Ueberftand Kälber. Schafe und Schweine ruhig ausverkautt. Flleifcharossbanb elf. pfeif«: Cc6fenfleif» T 48-54. do. II 40-48. Bullenflcif» 4548 kubfleifch I. do. II 3038. tro. TTI 2030. Sltifr fleisch i und tt 5060. Hammelfleisch 5060, Schweinesle,sch äß-öa. SesschättsgMia langjam.

1 Pap. Peso 1 Cau Doll.

1 Yen . . 1 ägypt. Ptd. I turk Ptd 1 Ptd. Sterl.

1 Dollar 1 Milreis. . 1 Gold Pea. 100 Gulden Athen . , , . 100 Drachmen

Brüssel . « « 100

Bukarest , . , . 100 Budapest , , . 100 Pengö . Danzig . 100 Gulden

Helsingtora. » » 100-----

Italien ... 100 Lire Jugoslawien . . 100 Dinar , Kaunas (Kowno) . 100 Litas Kopenhagen . 100 Kr. Llssabon-Upcrto . 100 Eskudo Oslo 100 Kr. .

3V Millionen

SMMillionen

Für den Binnenmdrkt beschäftigte Erwerbstätige

VI Mlttei-oder irmittolbar fürdie Atttfuhr beschüffigt