CDochenbdlage
der Kasseler Deuesten Dacbrlcbten
die Jrau
Dummer 264
Freitag, den 4. Dezember 1051
FDem Kind wird dldr und Deins bleibt dünnl
Die Apotheke der ßausfrau
VonIlseRenz.
Da ist z. B. die Frage: Warum der kleine Paul nicht sicher werden will. Vielleicht weil sein Vater auch schmal und groß gewachsen ist — oder ernährt ihn die Mutter nicht genügend kräftig? Diese Frage existiert wohl schon, solange Eltern leben und wird sich auch in Zukunft immer und immer wiederholen Sie wäre leicht zu beantworten, wenn eS eine allgemein gültige Kost für jede Altersstufe der Kinder gäbe. Sie ist schwer zu beantworten, da tatsächlich die erbliche Körperstrukmr, die allzu große Güte oder Nachlässigkeit der Mutter, ihre Fähigkeit, eine gehaltvolle, nicht zu schwere Kost zu bereiten — kurz, lausend kleine Tinge, die im Charakter und in der Kör- perbeschaffenheti der Ellern begründet sind, eine wesentliche Rolle bet der Entwicklung des Kindes spielen. Bemerkenswert bleibt, daß sich Kinder in den »reisten Fällen den Lebensbedingungen ihrer Umgebung anpassen. So finden wir beiden wohlgenährte- sten Ellern die blühendsten, kraftstrotzendsten Kinder — umgekehrt bet weniger eßlustigen Familien blaffe, schmale und mäkelige Sprößlingc.
Und diese wohlgenährten Eltern — warum wurden sie dick? Abgesehen von Krankhettserscheinungen oder einer ungenügenden Drüsenfunktion einzig und allem durch die Beschaffenheit ihrer Mahlzeiten, durch eine rnangelnde Lust an der Bewegung und am Sport. Dicke Mütter lieben trotz aller Beteuerungen: Wir essen fast garnicht — aufschwemmelldc Speisen. Ihre Tische sind überladen, ihre Kinder lernen den Wert des Essens zu schätzen und die Freude am Essen zu kultivieren. Andere Familien kaufen vielleicht qualitativ ebcnsogute Lebensmittel ein, aber sie verabscheuen »Quantitäten von Butler, schwere Saucen, Süßigkeiten und fette Cremes. Die Lust oder Unlust am Essen, als Macht der Gewohnheit, addiert die Pfunde. So ist das Gewicht des Kindes nicht allein abhängig von seiner erblichen Körperbeschaffenhetr, sondern vielmehr von der Art und Dauer seiner Speisen. Bei dem Heranwachsenden Menschen ist es schwer, die gewohnte Kost zu ändern. Ein Mensch, der sich nie für Nachspeisen und Süßigkeiten begeisterte, wird selbst von dem schönsten, gebackenen Strudel zum Essen nicht verlockt. Ein anderer, der von Kindheit an mit Leckerbissen überschüttet wurde, wird nur schwer auf sie verzichten können. Dieses Wichtig- oder Unwichtignehmen des Essens ist, unbe
merkt vom Einzelnen, fast immer der Grund für: Dick und Dünn.
Nur zu leicht aber versuchen wir uns über das Dicker- und Dünnerwerden unserer Kinder mir der Feststellung: Das Kind ist seiner erblichen Veranlagung nach naturgemäß dünn, — hinwegzutäuschen, ohne eine Aenderung der Mahlzeiten oder der Lebens- sormen in Betracht zu ziehen. Der beste und verläßlichste Anzeiger für des Kindes Entwicklung ist und bleibt die Waage — eine strenge Kontrolle der abgenommenen oder zugenommcnen Pfunde. Wenn wir nicht in den ersten zwei Lebensjahren ständig das Gewicht prüfen, bleiben wir vollkommen im Dunkeln über den körperllchen Fortschritt des Kindes. Da Helsen keine Zufallsmeinungen, wie: Babn scheint dicker geworden zu sein, oder Baby hat nicht zugenommen. weil es so sehr gewachsen ist, oder Baby Hai so leichte Knochen — all diese Entschuldigungen erklären nicht den wahren Sachverhalt.
Wenn das Kind wirklich dünne Knochen hat, was natürlich in Betracht gezogen werden umtz, so hatte es diese Knochen ja schon vom ersten Tage seines Daseins an Jein kleineres Gewicht zeigte ia schon bei der Geburt seine körperliche Zartheit an, aber seine Entwicklung müßte trotzdem im Vergleich mit anderen, kräftigeren Kindern in gleichem Maße vor- wärtsschreitem Wird das Kind größer, und mag es noch so dünn sein, es wird immer, wenn es gesund ist. an Gewicht zunehmen. Auch das zarte, schmal- knochige, seinen Eltern gleichende Kind ist imstande, zuzunehmen. Das zeigen die Jungens und Mädels, die nach einem Ferienaufenthalt in Lust, Sonne, Kost und Lebensveränderung zum Erstaunen der Eltern frisch, kräftig und wohlgenährt nach Hause zurückkehrcn.
Laßt uns ehrlich sein — ein Kind mag die Veranlagung zum Dickwerdcn ober Dünnbleiben in sich trage» — es ist im Grunde bei einem gesunden, gehaltreich ernährten Körper gleichgültig, ob er schlank bleibt oder das Gegessene in Fett umsetzt. Nur sollte immer wieder die Kontrolle der Eltern dann einsetzen, wenn das Kind plötzlich durch Unlust am Essen Krankheitserscheinungen oder ine Notwendigkeit einer Kostveränderung ankündigt, oder wenn es durch sein Mäkeln an den vorgesetzten Speisen die allzu große Nachsichtigkeit der Erzieher seinen Wünschen und Launen gegenüber ausplaudert.
(Danner,
die mich zu töten versuchten
Von Lady Dorothy Mills.
Auf meinen Reffen in fernen Gegenden haben eine Anzahl von Männern versucht, mich zu toten, und zwar auf die verschiedenste Weise: mit Messern und Aorten, mit Gewehren und Stöcken, mit ihren bloßen Händen, mit Gift und durch „Zauber" und zwar aus den verschiedensten Gründen: aus Liebe und aus Haß. um Geldes und um Nahrung willen, aus Eifersucht und aus Aberglauben. , , ,
Von diesen verschiedenen Mordversuchen hat mir der kalte Stahl den unangenehmsten Eindruck hinterlassen. Vor nicht langer Zeit fand ich mich in einem maurischen Lass zu Biskra in der Gesellschaft von einigen jungen Arabern und Mischlingen, die augenscheinlich zu viel getrunken hatten. Liner dieser Kerle trat mit einem frechen Lachen vor mich hin und suchte mich zu küssen indem er mich fest in seine Arme schloß. Ohne zu bedenken, wie unklug ich handelte, gab ich ihm einen starken Schlag auf die Nase, so daß das Blut herausspritzte. Unter braunen Menschen blitzt das Messer oft schneller auf, als man denkt, und so war es auch hier: der kalte Stahl fuhr wenige Zoll an meinem Hals vorbei. Glücklicherweise hatte ich die Geistesgegenwart, mich nicht zu. bewegem Diese ruhige Haltung wurde durch ein fröhliches Gelachter der Burschen belohnt; dse Hand, die bas Messer erhoben hatte, fiel schlaff zurück, und mein Gegner verkroch sich von den andern verhöhnt, in eine Ecke des Cafes. Nicht lange danach wurde ich in einem Gäßchen von Tunis von einem unheimlichen Gesellen, der es augenscheinlich auf meine Handtasche abgesehen hatte, mit einem schweren Stock angegriffen, aber ein kräftiger Stoß vor den Magen setzte ihn rasch außer Gefecht. . „ ,
Schwieriger als gegen solche offenen Angriffe kann man sich im afrikanischen Urwald gegen die geheimnisvollen Maßnahmen der Medizinmänner schützen. Der schwarze Zauberer ist nicht nur ein hervorragender Giftmischer, sondern, er übt auch auf das abergläubische Volk durch Suggestion eine furchtbare Fern- Wirkung aus. Ein afrikanischer Medizinmann wollte mich im Niger-Gebiet nur deswegen vergiften, weil er auf mich eifersüchtig war. Ich hatte mit Hilfe von etwas Riechsalz einen jungen Eingeborenen von einer nicht vorhandenen Krankheit befreit, die in einem Fluch bestand, den der Zauberer des Ortes auf ihn geworfen. Der Mann wäre wahrscheinlich durch diese» Zauber gestorben: aber ich erweckte in ihm den Glauben, daß mein Zauber größer sei. Der Medizinmann hatte es auf seine Frau und sein Geld abgesehen. Ws der Mann gesund wurde, legte er es darauf an, mich zu vergiften. Ich fand nicht nur ver- qiftete Amulette Über meinem Zelt und an meiner Lagerstätte, sondern auch Gift in meiner Nahrung, ta in meinem Tabak, und ich war nur froh, möglichst rasch das Dorf zu verlassen und mich diesen unheimlichen Attentaten zu entziehen.
ßieh in die EDelt
Als deutsche Fliegerin über drei Erdteilen.*)
Anfang August 1931 bezwangen die Münchener Gebrüder Schmid in 33 Stunden die eisgepanzerre Nordwand des Matterhorns und vollbrach en damit eine an die klassische Zeil der Gebrüder 3riflmonBi) gemahnende alpine Großtat. Ende August 1931 bewältigte die Berliner Fliegerin v. Etzdorf mit ihrem kleinen gelben „Kiel in die Welt mutterseelenallein die 10000 Kilometer lange Strecke von Berlin nach Tokio in 11 Tagen und
stellte sich damit an die Spitze der deutschen Streckenfliegerinnen.
Das sind Leistungen, die nur unter restlosem Einsatz einer ganzen Persönlichkeit möglich wurden. Bedeutet die Tat der Münchener Führerlosen die endgültige Lösung eines alpinen Rätsels durch jugendliche Beut« — •) Bon Mars« c. libboif. Mit einem Geleitwort von »ros-lior Dr. Hugo Junker-. Mi, 34 Abb 'dunaen und
Karen. Ganzleinen 8.ÖO RM Union Ternsche Ber- lagssesellfchast. Zweigniederlassung Berlin SW 19.
sche Bergsteiger, so ist der Tokio-Flug der Berlinerin schon deshalb von internationaler Bedeutung, weil dieser Flug nach dem Fernen Osten von einer, und zwar der ersten auf dieser Strecke alleinfliegenden Frau bewerkstelligt wurde und weil diese einzigartige rein sportlich erscheinende Frauenleistung sich — wirtschaftlich gewertet — gleich den Flügen des „Gras Zeppelin" zu einer gewaltigen Propaganda für die deutsche Industrie auswirkt. Es ist daher auch von allgemeinem Interesse, daß die sympathische deutsche Spitzenfliegerin nun in einem Buche Gelegenheit bietet, sie auf dieser stolzen Ostasienfahrt und ihren mitunter recht dramatischen Flügen: nach den Kanarischen Inseln und der afrikanischen Wüste, über gefährliche Sümpfe, weite Steppen, über tuns hochragende Gebirge (Alpen. Atlas, Balkan, Karpathen und Pyrenäen) und sechs Meere (Atlantischer Ozean, Marmarameer, Mittelmeer, Nordsee, Ostsee, schwarzes Meer) zu begleiten und sie als verteufelt ganzen Kerl und zugleich als die ein-ige deutsche^Fliegerin kennenzulernen, die das Segelflug-, ^stwKtug-, Kunstflug- und Verkehrsflugexamen bestand. Marga v. Etzdors'S „Kiek in die Welt" wird auch als Buch seinen Weg finden. Glück ab!
Der flandbufe
Bon Henny.
Es ist ost darüber gestritten worden, daß die Frau durch ihre serbstgewollte Gleichberechtigung mit dem Mann nun eigentlich auch all der Vorrechte verlustig ginge, die ihr als dem „schwachen Geschlecht von einst ohne weiteres zugesmnden wurden. Es sind das aber all bie unzähligen Kleinigkeiten im täglichen Leben, auf die keine Frau verzichten well. Kleinigkeiten übrigens, die trotz allem immer noch als Selbstverständlichkeit zur guten Erziehung jeden Mannes gehören, mit ein klein wenig Charme seinerseits aber — etwas mehr als gerade nur eben «ttte Erziehung" bedeuten können — für die Frau jene Atmosphäre von ein bißchen Verwöhntsein schaffen, die sie braucht, um immer wieder neue Spannkraft zu haben. Denn trotz aller betonten Selbständigkeit: Sie ist eben doch irgendwo im tiefsten Grunde ihres Wesens das .schwache Geschlecht" geblieben.
Zu diesen Kleinigkeiten gehört der Handkuß. Im Berufsleben nicht angebracht, daher nicht üblich. Ein kollegialer Händedruck unterstreicht die sachliche Grundlage, auf der Mann und Frau heute nebeneinander' schaffen. Aber am Nachmittag beim Tanztee oder am Abend in Gesellschaft, wenn man einmal ganz Frau sein will, .nur" Frau, gut angezogen und gepflegt aussebend, ohne Berufssorgen, dann ist der Handkuß gewissermaßen Bestätigung dafür, daß es einem gelungen ist, die Atmosphäre des Berufs und der Arbeit abzustreifen und sich mit jenem charmanten Fluidum ein wenig gespielt lässiger Sorglosigkeit ,u umgeben, das immer wieder Eindruck macht. Jede Frau ist tm Grunde Schauspielerin und darum paßt der Handkuß so gut zu ihr Er verfehlt nie seine Wirkung, weil man sich einbilden kann, er sei nicht nur eine Geste der Höflichkeit, sondern es stecke doch wohl ganz im Geheimen eine klein«, ritterliche Huldigung dahinter, so ein« kleine Huldigung, wie sie jede Frau einmal braucht, und wie sie sich delikater als im Handkuß kaum ausdrücken läßt. So ein Handkuß kann den alücklick-en Stolz ersten Erfolges wecken, er kann aber auch für eine Frau zum befreienden „v;a“ werden auf die banae Frage vor dem Spiegel, ob das Leben ihr noch etwas w bieten habe, — kurz, er birgt in feinen feinen Nuancierungen alle Möglichkeiten des Erfolges.
Ob 'es richtig ist. durch solch ein .Geständnis" dem »starken Geschlecht" allzu deutlich zu zeigen, wie sehr wir doch im Grunde genommen all die kleinen Zeichen der Verehrung brauchen? Nun, wenn wir es auch nicht sagten, — sie wiffen e$ ta doch! Sie verfolgen ja schon lange schmunzelnd unsere Rück- emwicklung von der »vermännlichten* zur weiblichen Frau mit den langen, weichliniaen Kleidern Wenn uns auch die Zeit zwingt, tagsüber mit allen Kräften sachlich für einen fPetuf zu arbeiten — am Abend find wir dann wieder nur Frau, so wie es zu allen Jahrhunderten gewesen ist.
Von Dr. Curt Kayser.
Zu den Pflichten der Hausfrau gehört es, auch für die kleinen Unfälle und Erkrankungen des Alltags gerüstet zu [ein. Nicht immer kann ja der Arzt sofort zur Stelle sein, nicht immer ist auch seine sofortige Hilfe vonnöten. Deshalb ist es zweckmäßig, wenn die Hausfrau in einer kleinen Hausapotheke sich all das bereit hält, was sie für die erste Hilfe notwendig braucht.
Da hat sich z. B. beim Spielen ein Kind in den Finger geschnitten. Was tun? Es ist falsch, den blutenden Finger unter die Wasserleitung zu halten, ober, wie es so oft geschieht gar abzulecken. Auch das Auflegen eines Heftpflasterstrei ens auf die frische Wunde ist gefährlich. Man la je vielmehr die Wunde ein wenig ausbluten, bestreiche bann die Wunbränder mit etwas Jodtinktur und verschließe das Ganze am besten mit entern vorrätig gehaltenen, keimfreien Verbandpäckchen, einem Schnellverband resp. mit einem Stückchen tauberer Verbandgaze, die mit einer Mullbinde darüber festgehalten wird.
Brandwunden, die häufig in der Küche erworben werden, bedecke man statt aller anderen Mittel mit einer der Hausapotheke entnommenen sogenannten „Brandbinde". Einen Holzsplitter, der in den Finger ober einen anderen Körperteil eingebrungen ist. suche man, wenn er aus der Haut herausragt. mit einer Pinzette zu entfernen. Doch ist es nötig habet, einen Zug entgegengesetzt der Richtung, in her der Splitter eingebrungen ist, auszuüben. Gelingt die Entfernung nicht, oder bricht der Splitter ab, so suche man sofort den Arzt auf.
Manche Kinder, aber auch ältere Leute neigen zu Nasenbluten. Statt aller sonst beliebten Maßnahmen hole man aus der Hausapotheke ein Stückchen saubere Watte und ein Fläschchen mit Wasserstoffsuperoxyd. Man übergieße ein nicht zu kleines Stück Watte mit dieser Flüssigkeit und stopfe damit die blutende Nasenseite fest' aus. Kommt so bie Blutung nicht als» halb zum Stillstand, bann muß natürlich sofort der Arzt gerufen werden. Die vielbeliebte „blutstillende Watte" ruft manchmal schädliche Nebenwirkungen hervor und ist deswegen nicht zu empfehlen.
Auch einem Ohnmachtsfall gegenüber braucht bie «rau nicht hilflos dazustehen. Flache Lagerung ranken, eventuell mit tiefliegendem Kopf, Oeff- nen aller beengenden Kleider und etwas scharf riechende Flüssigkeit (Essigathec, Gau de Cologne) unter die Nase gehalten, werden gewöhnlich zur Behebung ^^Nicht selten kommt es durch Ausgleiten auf dem Fußboden u. dgl. zu schmerzhaften Verstauchungen oder gar zu Knochenbrüchen. Bis der Arzt kommt, ist tm ersteren Falle Ruhigstellung des betreffenden Gliedes und Umschläge mit verdünnter essigsaurer Tonerde (ein Eßlöffel auf eine Taffe Wasser) am Platze. Bei Verdacht auf Knochenbruch muß gleichfalls für Ruhigstellung des Körpergliedes durch Anlegen einer mit Watte gepolsterten Pappschiene, bie mit einigen Binden angewickelt wird, gesorgt werden.
Schueßlich ist auch ein Fieberthermometer vonnöten bas im Zweifelsfalle die Ernsthaftigkeit einer plötzlichen Erkrankung unb bie Notwendigkeit rascher ärztlicher Hilfe feststellen läßt.
Die Apotheke der Hausfrau wird also zweckmäßig folgende Gegenstände enthalten muffen: An Verbandmaterial: 2 Mullbinden, 2 Cambricbtnden, 1 Brandbinde, 2 Verbandpäckchen oder 1 Schnellverband, 1 Rolle Heftpflaster, 1 Paket Watte und 1 Paoo- schiene. An Flüssigkeiten: je 1 AMtzen Alkohol, Jodtinktur, essigsaure Tonerde, Wasserstoffsuperoxyd, S-Aether ober Eau de Cologne, sowie an Jnstru- en: 1 Schere, 1 Pinzette und 1 Fieberchermo- tneter
Alle diese Gegenstände, die man für wenig Geld in der Apotheke ober Drogerie zu kaufen bekommt, bewahre man in einem verschließbaren Schränkchen
auf an dessen Tür man zweckmäßig ein Inhaltsverzeichnis mit Gebrauchsanweisung für leben einzelnen Gegenstand anbringt. Dann wirb man auch vor Verunreinigung, Verderbnis ober gar Verwechslung geschützt sein.
EDaium und ED dl in der ^üche
Das Jahr ist nun ganz sachte in den Herbst über» gegangen. Wir wollen uns jetzt mit den Nahrungsmitteln der kalten Jahreszeit beschäftigen, mit Fleisch nild Fett, un6 den warmen Getränken. Zunächst einmal Fleisch.
Was wissen Sie vom Fleisch?
Warum soll man das Fleisch immer quer zur Struktur schneiden?
Weil es aus Muskelfasern besteht, bie vorn sog. Bindegewebe zuchmmengehalten werden.
Warum liefert ein unv dassebe Tier nichi nur zartes, sondern auch zähes Fleisch?
Weil das von 6er Arbeit abhängi, bie 6er Körperteil zu verrichten hatte, aus 6em ein Stück Fleisch stammt. Alles, was stark in Anspruch genommen wird, ist zäh.
Warum wirb ein zäheres Fleisch geschmort oder im Topf gebraten?
Weil langsames Dämpfen in feuchter Hitze das Bindegewebe erweitert, so daß die Fasern leichi getrennt werden können.
Warum kann man zähes Fleisch durch Einlegen in eine Weinessig-Mischung oder durch Kochen in Tomatensaft zart machen?
Weil das Bindegewebe durch Säure erweicht wird.
Warum brät eine gute Köchin das Fleisch erst mal an, ehe sie zur weiteren Behandlung schreitet?
Weil sich an der Außenseite des Fleischstucks eine knusperige Kruste bildet, sobald das Fleisch einer starken Hitze ausgesetzt ist. Diese Kruste schließt den Braten ab und hält den Saft um Fleisch zurück.
Warum soll zerschnittenes oder zerhacktes fletsch so rasch wie möglich verwendet u. zubereitet werden?
Weil die stark vermehrten Schnittflächen ein besonders gefährliches Einfalltor für Bakterien sind.
Warum ist frischgeschlachtetes Fleisch fade und geschmacklos?
Weil es erst ein paar Tage „abhängen" muß, um gewisse Säuren zu bilden, die ihm dann den charakteristischen Geschmack geben.
Warum soll man ausgekochtes Suppenfleisch nicht in den Abfall werfen, sondern weiter verwenden, z. B. als Fleischsalat, Fleischküchle?
Weil durch das Auskochen wohl die Duft- und Geschmackstosse, aber nicht alle Nährstoffe herausge- zoaen werden. _
Warum soll man auch Leber und Hirn zur Er- "^^e? l^diese^ Drüsenorgane reich an Vitaminen sind unb gewisse Stoffe enthalten, die zur Blutbildung und Gehirnernährung dienen. kos.
Sie heutig Nummer umiatzt 14 Seiten
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Serantwortlt» für den oolttitoen Teil: Dr. ® a 11 e t P e b n t: für das Feuilleton: German M. B ° n° m für den lokalen Teil: Dr Hans stoachi m G laber, für den Heim-.teil: « u b o t f ® i ä f e r: für' Oanbtf Dr. Sans Langendera: für den Svoriteil. Ser» bert 5 o e t 6: Photo - Redakteur: 6 b uarb S6 - --
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