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Kasseler Neueste Hachr'ckien
Dienstag, 1. Dezember 1931
Anfere Heimat
Aus dem Kreise SÄmalkalSen
Die Sprache verloren
niederliegt.
Aus dem Kreise Eschwege
Stoljenbera überbrachte der Wehr tage die Glückwünsche der Stadt,
Lin Tag im Meißnerhaus
ist kur, ..zählt:Dte Eheleute Ktreyne^!
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Wetter«
Die neue Lesmona 6010 • Auch ohne Mundstück, dick und rund
Konzemfrei!
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Bis zuletzt spürt man's
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Aus dem Kreis Hofgeismar
Hofgeismar. Die Winterhilse im Kreise bat 10 Eisenbahnwagen mit Kartoffeln, Obst und Gemüse in einer Gesamtmenge von 2500 Zentnern geliefert. Man rechnet mit einer weiteren Lieferung.,
Hümme. Unglücksfall. Bei Stammen glitt ein Hofgeismarer Kraftwagen infolge der Nässe aus und fuhr gegen einen Baum, wobei das Auto stark beschädigt wurde und die Insassen zum Teil schwere Verletzungen erlitten.
Heute begehen der Arbeiter Paul Arndt und seine Ehefrau, geb. Färber, Kettengaffe 1, das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Der Silberbräutigam ist durch seine langiährige Samaritertätigkeit (er gehört der hiesigen Arbeitersamariterkolonne seit der Gründung an) eine bekannte und beliebte Persönlichkeit.
Am 2. Dezember feiert Herr Fritz Heitmann und Frau, Obere Karlstraße 28, silberne Hochzeit. Das Silberpaar ist treuer Leser der „Kasseler Neuesten Nachrichten", und auch wir gratulieren herzlich.
Aussichten für Mittwoch, den 2. Dezember:
Noch Zunahme des, Frostes, Dunst- und Früh, nebelbtldung mit Aufklären, trocken.
Wetterlage steht unter dem Einfluß eines ausgedehnten Hochdruckgebietes, das sich quer über Zentraleuropa erstreckt Die aus seinem Kern über Polen ausfliestenden kontinentalen Luftmassen über- iluten^ianz Deutschland und bringen stärkeren Frost
Am 2. Dezember begeht der Fleischermeister Emil Löwenstern, Kassel, seinen 75. Geburtstag. 43 Kahre gehört der Jubilar, das Muster eines 'treuen Kollegen und zuverlässigen Geschäftsmannes, der Innung an. Sein freundliches und bescheidenes Wesen verschaffte ihm viele Freunde und trug nicht wenig dazu bei, daß sein streng rituelles Geschäft sich aus kleinsten Anfängen zu beachtlicher Höhe entwickelte. Neun Kinder waren dem in glücklichster Ehe lebenden Jubilar beschieden, die er alle zu brauchbaren tüchtigen Menschen erzog. Leider blieb sein Sohn Julius, den er ,ich zum Geschäftsnachfolger erzogen hatte und der zu besten Erwartungen berechtigte, vor dem Feind. Nunmehr hat der immer rastlos Schaffende seit Beginn dieses Jahres seinem jüngsten Sohn Leopold sein Geschäft übertragen, doch läßt er es sich auch heute noch nicht nehmen, von allen gern gesehen, an jedem Marktag den Schlacht- und Viehhof zu besuchen und den Einkauf zu überwachen. Möge er noch lange in körperlicher und geistiger Frische seinem Berufsstand erhalten bleiben.
,, Y- Dre Gerüchte, die von einem Abbau bezw von starken Einschränlungen des Opernbetriebes des Kasseler Staatstheaters wissen, wollen nicht verstummen Der Intendant des Staatstheaters gibt zwar stets neue beruhigende Erklärungen ab, aber die Tatsache bleibt bestehen, daß sich die vom Finanzminister
gestrichenen Zuschüsse, die sich auf etwa 450 000 Mark belaufen
sollen, im Betrieb des Theaters auswirken müssen. Man hat schon häufig vorgeschlagen, durch gewaltsame Reduzierung des Personals den Etat auf eine Basis herabzudrücken, die eine Weiterführung der Oper ermöglicht. Man hat auf überflüssige Doppelbesetzungen hingewlesen, obwohl eine normal arbeitende Oper, die zum größten Teil auch noch die Kräfte für die Operette stellen muß, kaum ohne Variationsmöglichkeiten in der Besetzung auskommt. Auch
die Kapellmeisterfrage
wird eifrig diskutiert, wobei es nahettogt, bet einem etwa notwendig werdenden Abbau nach dem Kasseler BerufsaLter der betr. Kapellmeister vorzugehen: demnach Ware Wohl mit einer Rückkehr von Laugs an das OPernpult zu rechnen, was die große Aiibänger- schaft dieses verdienten Dirigenten iebhast begrüßen wurde. Wenn man ferner Wilhelm Franz Reuß gegen Abravanel ausstnelen will, so würde zweifellos eine Versetzung von Reuß, die gerüchtweise verlautet, m Kassel auf ganz erheblichen Widerstand stoßen.
Diese ganzen Fragen werden durchkreuzt von der tatsächlich vorliegenden Absicht der Regierung, durch
Zusammenlegung der beiden Staatstheater in Kassel und Wiesbaden
eine radikale Vereinfachung herbeizuführen, die natürlich finanziell sich stark auswirken würde. Man denkt bei dieser Radikalkur an einen gerechten Austausch der Kräfte in Kassel und Wiesbaden. In dielen Tagen soll die Entscheidung über diese Austausch- bezw. Zusammenlegungspläne erfolgen.
wurde gegen ... __ . germeister Luck gewählt.
echte SOLO. Sie kostet zwar nur 3V3 Pfennig, aber immer wird es Ihnen schwer, sich zum Schluß, davon zu trennen, so gut ist sie.
'Ms die Inflation alle gcfcfiä°6yerr Unterstutzungseenrichtungen zerschlug, schuf er die Rosenstockhilfe, jenes große soziale Hilfswert
Nach Neuordnung der kirchlichen Verwaltung wurde Rosenstock als Vertreter in den LandesArchen- tag entsandt, wo er sich keineswegs darauf beschränkte, die behänderen Interessen seines Standes zu vertreten, sondern u. a. als Mitglied des Finanzausschusses am Auf- und Ausbau der hessischen Landeskirche fleißige und tüchtige Mitarbeit leistete.
70 Jahre ist nun Roseirstock. Seine Lebensarbeit ist reich gesegnet. Begeisternde Kraft, starker Mut, Verständnis und Lieb- für die Armen und Bedrückten sind der Kern seines Wesens. Niemand kann sich einer solchen Persönlichkeit entziehen. Nichts besseres können wir ihm deshalb wünschen, als daß er uns noch recht lange erhalten bleibt!
Melsungen. Aufhebung einer Straßensperrung. Die Sperrung des Lanöweges Konnefelo — Neumorschen — Beiseförth für den Lastkraftwagenverkehr wiro aufgehoben.
Treysa. Vom Knüllgebirgsverein. Als Nachfolger von Herrn Heimmbächer wunde Postmeister Niemann mit dem Amte des 1. Vorfitzenden betraut. Bankvorsteher Nutze wurde als schrtstsuhrer^anstelle von Lehrer BraM geimihli. Wegen 2er sonne' - wendfeier am Knüll bleiben die Beschlüsse Vorbehalten. ______
Der Obermonteur Brünner vom Wolshagene Kreiselektrizitatsamt verunglückte bei Arbeiten Transformatorenhaus Ehlen derart, daß er Sprache verlor uno mit schweren Verletzungen
as wird aus der Kasseler Oper?
Lage noch ungeklärt
Aus -em Kreise Die-enkops
Biedeickopf. Gegen den Abbau des Realgymnasiums. Der Elternbeirat des Gymnasiums Hai in^e^ ner aemeinsamen Aktion mit dem Verein der freunde der höheren Schule zu dem Abbau des hiesigen Gymnasiums Stellung genommen. Man . bat eine Entschließung verfaßt, die an oas Provmzialsckullol- leaium in Kassel unterbreitet werden soll und in der Darauf hingewiesen wird, daß inr^Btedenkopf Notwendigkeit der Beibebaltmig der Lchule^nnkan t werben müsse, ea man feit d/m Ausbau der ^ das. Anwachsen ver Oberstufe denllich «ofgm Man will ferner versuchen, mit Beginn o . wahres eine Schülerautoverbindung mit den Gemein den des nördlichen Kreises herzustellen und damit die Verkehrsverhälinisse zur Schule zu verbessern.
-. Klemes Theater. Heute, Dienstag, wirb «t stark et* »mtztgten Preisen £—.30 dis —.90) der Schwank in 4 Akten „Ter Raub der Sabrnerinnen" von Iran, und Paul «chöntbau aufgeführr. Karten sind noch für alle Plabgat- hingen zu baden.
Die Erstaufführung Les Spiels In 3 Akten „Juwelen» raub in der Karntnerurahe" von Ladislaus Fodor, dem bekannten Verfasser des beliebten Lustspiels „Arm wie eine ^rchenmaus findet morgen, Mittwoch, den 2. Dezember, abends 8 Uhr, statt. Inszenierung Dr. Hans von Sil». Bühnenbilder Hellmuth Schubert.
Schmalkalden. Die Gagfah-Siedlung, d. h. die neuentsianoenc Angestellten-S'.edlung, die von der Reichsanstalt für Angestellieuversicherung unterstützt wird, beging in einer stimmungsvollen Feier un LU- tberkeller ihr Richtefest. — Die Industrie- und Handelskammer verwandte sich bei der Hauptverivaltung der Reichsbahn für die hiesige notleWende,<;ndustne. Di« Reichsbahn teilte nunmehr mit, daß |te öie zu- tändigen Beschaffungsstellen auf die Notlage tn unse- erem Kreise hingewiesen habe.
Seligenthal. Atm hauptamtlichen Burgermmster wurde gegen die Proteste der Bürgerlichen der Dur
Am 1. Dezember feiert der Eisenbahn-Invalide Eeorg Werke in mit seiner Gemahlin Silberhochzeit. Sie find treue Leser der „Kasseler Neuesten Nachrichten", denen wir alles gute wünschen.
Aus -em Kreis Hana. Münden
Han». Münden. Die Langemarck-Feier der Forstlichen Hochschule vereinte mit der Prosefsorenschasi und zahlreichen Gästen aus Stadt und Bürgerschaft, an der Spitze S. Magnifizenz der Herr Rektor Prof. Dr. Schüchting und Bürgermeister Dr. Haarmann, die gesamte Studentenschaft der Hochschule, tzinen stimmungsvollen Rahmen gab der ernsten Stunoe die Mitwirkung des Streichorchesters unseres Gymnasiums unter Studienrat Glatze!. Als Redner führte ein Mitglied der Feldjägereigesellschaft, ftu6. ior. Köhler, in die Tage von Langcenarck zurück, gab einen historischen Rückblick, sprach vom inneren Sinn der Feier, die an allen deutschen Hochschulen an jene zu Tausenden gefallenen Komiliionen erinnere, weil junger deutscher Idealismus sich an ihrem Heldentum entzünden müsse.
Speele. Seelsorgers Abschied. Mit der Vollendung seines 70. Lebensjahres tritt Pastor Möller von hier nach fast 45jähriger Amtstätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand, lieber 25 Jahre wirkte er in der hiesigen Gemeinde und versah gleichzeitig die Pfarrstelle von Wahnhausen. Im Nebenamt bekleidete er die Posten des Vorsitzenden und des Kassenführers der Spar- und Darlehnskasse sowie des Schied smannes.
Löwenlylgen, Kreis Münden. Keine Steuerstundung mehr. Der hiesige Gemeindeausschutz beschloß, Gemeindesteuern nicht mehr zu stunden. Durch die Aufhebung des Gutsbezirks sind der Gemeinde grotze Wegebaulasten auferlegt worden.
Dransfeld. Die Kieswerke der Provinz Schleswig-Holstein, Basaltwerk Dransfeld, haben den Betrieb in dem Steinbruch am Hohen Hagen eingestellt.
Erfolg -er Winterhilfe
im Kreise Münden.
Erfreulicherweise ist auch im Kreise Münden die Sammlung von Lebensmitteln erfolgreich gewesen. Mehrere Geschäftsleute haben sich zu monatlichen Lieferungen von Hülsenfrüchten, Reis und dergleichen bereit erklärt. Anerkennung verdient aber auch die Sammeltätigkeit auf dem Lande. Es sind bisher etwa 322 Zentner Kartoffeln und 90 Zentner Hülsenfrüchte und Steckrüben zusammengekommen. Der Landbevölkerung, die damit in allen Orten unseres Kreises ein so großes Verständnis für die Not der städtischen Bevölkerung gezeigt hat, gebührt uneingeschränkter Dank.
Tagung -es Kreislan-vun-esMün-en
Eine bedeutsame Tagung des Kreislandbundes bereinigte auf dem „Bergschlößchen" in Münden eine weit größere Anzahl von Mitgliedern als sonst. Herr Eitzfeld stellte fest, daß man angesichts der ungeheuren Ehgennot der Landwirtschaft die Winterhilfe nicht offiziell unterstützen könne, wohl aber jedem einzelnen Berufsgenossen ans Herz lege, mitzuhelfen. Der Vorstand blieb nach Wiederwahl derselbe, anstelle des Herrn Binder- Meensen wurde Utermöhlen-Meensen gewählt. Die Unwetterkatastrophe und ihre Auswirkungen streifte Geschäftsführer Cafelitz. Zu begrüßen und zu unterstützen seien der neuentstandene Junglandbund und der ländliche Reiterverein für dey Kreis Münden.
„v.t ..........gte,
der einen ruhigen und soliden Eindruck macht, dies Geständnis. In epischer Breite erzählt er folgendes: Nachdem meine Frau gestorben war, führte ich im Hause der Frau Kirchner Weißbinderarbeiten aus. Als es zur Abrechnung kam, geriet ich mit Frau Kirchner ins Gespräch und sagte zu ihr: „Ich habe keine Frau, du hast einen Mann und doch keinen Mann. Sollen wir uns nicht zusammentun?" Frau Kirchner erwiderte, man könne sich das ja einmal überlegen. Einige Zeit später erklärte sie mir ihre Bereitschaft zur Ehescheidung, denn ihr Mann kümmerte sich um seine Familie überhaupt nicht.
So ging das längere Zeit, bis sie eines Tages wieder von ihrem Mann zu sprechen anfing. Sie sagte mir aber nicht die Wahrheit, sondern verschwieg mir, daß Kirchner bereits in der dritten Woche des Oktobers nach Hause zurückkehren wollte.
Ich traf den Jungen der Frau Kirchner mit einem Handwagen auf der Dorfstraße. Auf mine Frage, wohin er wolle, erwiderte der Junge, fein Vater sei zu-
Eschwege. 70 Jahre Freiwillige Feuerwehr. Die Freiwillige Feuerwehr beging im Itadtpark ihr 70- jätzriges Bestehen. In seiner Begrüßungsansprache wies Branddirektor Eid. Döhle auf die Unterstützung hin, die die Kreis- und die Stadtverwaltung von jeher der Feuerwehr habe zuteil werden lassen. Bürgermeister Dr. Stolzenberg überbrachte der Wehr zu ihrem Jubeltage die Glückwünsche der Stadt, Branddirektor Ichüßler-Hersfeid die des Kurhessi- schen Feuerwehrverbandes und der Freiwilligen Feuerwehr Hersfeld, Kreisinspektor Schneider die der
Kreisverwaltung und Gymnasiallehrer a. D. Engelhardt die der hiesigen Turnvereine. Das Ehrenzeichen für 40jährige Zugehörigkeit zur hiesigen Freiwilligen Feuerwehr wurde den Kameraden Adsutant Fran; Schwarzkopf, Ernst Steinmetz und Otto Hu- ther und das für 25jährige treue Dienste dem Stei- aerführer Albert Götting überreicht. Die Veransial- tung wurde int übrigen mit Darbietungen der Feuerwehrkapelle, des Männergesangvereins Harmonie uns des Turnvereins Eschwege 1861 sowie lokal-humoristischen Vorträgen und Vorführungen ausgefüllt.
Eschwege. Studienrat uny Intendant. Ein seltenes Jubiläum konnte Studienrat Dr. Hindenlang begehen. Als Leiter des Kunst- und des^ Volksbil- dungsvereins veranstaltete er in diesem Jahre die 500.'Aufführung. Durch die aus theatralischem und musikalischem Gebiet vorbildliche Tätigkeit des Kunst- utio des Volksbildungsvereins hat der Jubilar Eschwege den Namen einer Kunststadt verschafft, der an allen Kunststätten unseres Vaterlandes und in allen Künstlerkreisen einen guten Klang hat. In uneigennütziger Weise, allein im Dienste der Allgemeinheit, hat Dr. Hindenlang diese riesige Arbeit geleistet.
Aus dem Kreise Rotenburg
Obersuhl. Einbruch. In der Nacht auf Sonn- abend statteten Diebe dem Postgebäude einen Besuch ab. Dadurch, daß sie den obersten Flügel eines Fensters gewaltsam öffneten, gelangten sie in den Kreissparkassenraum und von hier in den Postraum. Nachbarn, die ein Gepoche vernommen hatten, verscheuchten die Diebe. Es fiel ihnen nichts in die Hände, da die Postagentin die Wertzeichen und Barmittel unter ihrem Kopfkissen hatte.
Aus -em Kreise Homberg
Homberg. Unterhaltungsabend des Hessischen Bolksbundes. Vor einer zahlreichen Hörerschar sprach Wilhelm Ide über „Hessens Eigenwert". Das Streben nach Eigengeltung kann nur aus Eigenwert erwachsen. Datz Hessen Eigenwert besitzt, zeigte der Redner in dreifacher Hinsicht, in der Landschaft mit Ihren sagenreichen Felsgebibden, schlichten Bergen, heiligen Wäldern und uralten Ringwällen, mit den Städten, Dörfern, Rathäusern, Kirchen und Burgern Sodann beruht Hessens Eigenwert in seiner ruhmreichen Geschichte und in seinem bodenständigen,, kernhasten Volkstum. Der Redner fand packende Worte zu den von der Lichtbildstelle Kassel zur Verfügung gestellten Bildern, darunter die Aufnahmen von Walther Goebel besonders die Schönheit der alten Bergstadt Homberg vermittelten. Die Stadtkapelle Lüdtke wirkte in selbstloser Weise unentgeltlich mit.
Aus -em Kreise Ziegenhain
Treysa. Unser einziges Industrieunternehmen, die bekannte Maschinen- und Pflugfabrik W. Helwig, Söhne, wird in den nächsten Tagen im Einvernehmen mit den Gewerbeaufsichtsbehörden chren Betrieb bis auf weiteres einstellen, nachdem schon bischer Kurzarbeit eingeführt werden mutzte.
Treysa. Die BautStigkeit war in diesem Jahre recht rege. 16 Wohnhäuser mit 29 Wohnungen sind neben einer Anzahl anderer Bauarbeiten zur Ausführung gekommen. Da auch in den Vorjahren genügend neue Wohnungen hergestellt wurden, ist die Wohnungsnot endlich behoben. Es mangelt nur noch an ganz billigen Wohnungen. - .
ellenbach ansässig sind, lebten längere Zeit voneinander getrennt, wil der Mann im rheinisch-westfälischen Industriegebiet Arbeit gefunden hatte. Längere Zeit hörte Frau K. nichts von ihrem Mann, der zuerst anstatt chr Geld zu schicken, von chr Geld gefordert hatte.
Während der Abwesenheit des Mannes lernte Frau K. den jetzigen Angeklagten kennen und trat zu ihm in nähere Beziehungen. Deist redete Frau K. immer zu, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen und ihn zu heiraten. Nach anfänglicher Neigung zu diesem Plan, lehnte Frau K. jedoch die Werbungen des Angeklagten ab.
Anfang Oktober hörte Frau K., daß es ihrem Mann sehr schlecht gehe und die erklärte sich damit einverstanden, daß K. wieder nach Hause zurückkehre. Der Angeklagte, mit dem Frau K. die Dinge besprach, wollte ibr das ausreden. Aber am 21. Oktober erschien K. wieder im Hanse seiner Frau. Es kam zu einer Aussprache und Aussöhnung zwischen den Eheleuten.
Frau K. brach die Beziehungen zu Deist ab. Sie weigerte sich, den mehrfachen Aufforderungen des Angeklagten zu einer Aussprache nachzukommen und ließ sich außerhalb ihres Hauses nicht mehr sehen.
Am Abend des 30. Oktober waren die Eheleute K. gegen 10.30 Uhr zu Bett gegangen. Gegen 12 Uhr wachte Frau K. von einem Geräusch im Hause aus und weckte ihren Mann. K. stand auf und trat aus dem im ersten Stock liegenden Schlafzimmer auf bett Gang hinaus. Als er das Licht angedreht hatte, sa her den Angeklagten auf dem Gang vor der Schlafstube stehen. Er verwies ihn des Hauses und drohte, daß dem D. etwas passieren würde, wenn er nicht gehe. D. wandte sich ab und erwiderte auf die Drohung: „Oder Str!"
Im Hause K. kehrte wieder Ruhe ein, aber etwa gegen 1.30 Uhr wurde Frau K. erneut wach. Die weckte ihren Mann wieder, der nochmlas das Schlafzimmer verließ. Das elektrische Licht ließ sich nicht anknipsen, weil D., der wiederum in das Hans eingedrungen war, vorher die Sicherung berausge- schranbt hatte. Im Dunkel fiel D. nun den Ehemann K. an und
brachte ihm mit einem großen Messer zwei lebensgefährliche Stiche in den Unterleib und einen Stich in das Gesicht bei.
In erbittertem Ringen konnte K. den D. bis an die Treppe befördern und ihn durch einen Stotz zum Abstürzen bringen. Mit lautem Gepolter fiel D. die Treppe hinunter und verschwand bann. Der Ehemann K. brach kurz daraus auf dem dunklen Hausgang zusammen und erlag einige Tage später seinen schweren Verletzungen im Landeskrankenhaus Hersfeld.
Bei seiner Festnahme und im Laufe der Vorunter- üchung hatte D. immer bestritten, noch ein zweites Mal in das Haus der Eheleute K. eingedrungen zu sein. Vor allem bestritt er, der Täter zu sein, der >en Ehemann K. tödlich verletzt hatte. Als der Land-
Blickershansen. Auflösung der Schule. Wir ton hören, wird die hiesige Schule mit dem Ablaute dieses Jahres aufgelöst und der Gertenbacher Schule an- gegliebert. Darum wird Lehrer Tanner von hier nach Gertenbach »ud Lehrer Stockheim von Gertenbach nach außerhalb versetzt. Durch diese Umstellung sind 20 Schulkinder bekrönen.
Aufteilung -es Ketses Melsungen?
Seit einigen Tagen laufen in Melsungen Gerüchte von einer beabsichtigten Aufteilung des Kreises Melsungen um wodurch eine gewisse Beunruhigung tn die Bürgerschaft hineingetragen worden ist. Landrat Noelle hat sich nach Berlin begeben, um an zuständiger Stelle Erkundigungen über etwaige Absichten in dieser Richtung einzuziehen und evtl, sofort gegen die Absicht einer Aufteilung des Kreises vorstellig zu werden Sollte tatsächlich die Absicht der Austeilung des Kreises bestehen, so dürfte sich ein Proteststurm aller Kreiseinwohner gegen die Aufteilung ergeben.
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Süultlersvkele Polter: Neues Kabareu-'Program»», 16.30 n.
„ , 20.80 Uhr: Tanz.
Prinzeuauelle: nachmittags Konzert, abends Tanz.
Evans. Rerernsbaus, Köln. Str.: Konzett des Kölner Kammerorchesters, 20 U6r.
Heute. Dienstag: !
Kleines Tbealer: „Raub der Sabinerinnen', 20 Ubr. Cdassalla-Lrchtspiele: „Zwischen Nacht und Morgen".
Fraueuklub. Overnsttatze: Weihnachtsmesse des Künstlerin» nenuereins. 10—19 Ubr.
Landesmnlenm: Lichibstder-Vortrag H. Ritter. Frankfurt:
„Ltreiszüge durch oen Svessart" (Hessisch-Waldeckischer Gebirgsveretn), 20 Uhr.