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Kasseler Neueste Nachrichten

Kaffeler Abendzeitung JÄk Hessische Abendzeitung

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Summer 281 * Dienstag. 1. Dezember 1931 21 Jahrgang

Das Rätselraten über die Notverordnung

Neue Gehaltskürzung im Januar? / Das Loch im Reichsetat / Kommunisten fordern wieder Reichstagseinberufung / Das Ergebnis der Flan-in-Reise

denn dann würde wieder Kapital nach Deutschland fließen und Deutschland wieder in den allgemeinen Kreditumlauf eingespannt werden. Nur auf diese Weise könne es zahlen.

China für neutrale Zone

London, 1. Dezember.

Die chinesische Regierung hat, wie die Morning Post" meldet, den Borschlag Briands auf Errichtung einer neutralen Zone in der Mand­schurei angenommen. Entsprechende Anweisun­gen seien bereits nach Tschingtschau ergangen. Das chinesische Außenministerium teilt mit, daß die aus­ländischen Beobachter zur Prüfung der Lage bereits in Tschingtschau eingetroffen seien.

Anläßlich der Einführung Wellington Kus als Außenminister, betonte Präsident Tschiangkaischek die Friedensliebe Chinas und gab der Hoffnung der Re­gelung der mandschurischen Frage mit Hilfe des Völ­

kerbundes Ausdruck. Kus erklärte die territorialen Rechte Chinas in der Mandschurei müßten unberührt bleiben.

London, 1. Dezember. Wie das japanische Ober­kommando in Mulden mitteilt, hat General Ma einen Vorstoß von Hailun nach Tsitsikar unternommen. Starke japanische Truppenteile sind daher von Mulden nach Tsitsikar, das erst vor kur­zem von dem großen Teil der japanischen Besatzungs­truppen geräumt worden war, in Marsch gesetzt worden.

Der japanische Rückzug in dem Gebiete der Peking- Mukden-Eisenbahn wird nach Meldungen aus Mukden fortgesetzt, obwohl die Chinesen große Truppenver­schiebungen zwischen Tsitsikar und Tahuschan vorneh­men. Japanische Flieger wollen 1200 Mann chine­sischer Infanterie, 1000 Mann Kavallerie und 50 Ge­schütze in der Nähe von Tahuschan festgestellt haben.

Immer neue Gerüchte

(Von unserer Berliner Schriftlettung).

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Eine lustige Neujahrsumfrage: Der beste Witz Georg Hermann: Wir Alten und ihr Jungen.

Steuern, namentlich der Einkommensteuer, zu rech­ne« ist. Dieses Defizit läßt sich nicht durch neue Steuern beseitigen, sondern muß durch weitere Senkung der Ausgaben ausgeglichen werden. Aber der bisherige Weg der schematischen Senkung der Ausgaben, namentlich der Personalausgaben, zeitigt große Bedenken. Er muß ersetzt werden durch organische Sparmaßnahmen. Sie erfordern endlich die seit Jahren notwendige Inangriffnahme der Reichs- und Berwaltungsreform. Auf vielen Ge­bieten hat der Reichssparkommissar in seinen Gut­achten erhebliche Ersparnismaßnahmen durch Verein­fachung der Verwaltung nachgewiesen, ohne daß man bisher den Mut gehabt hat, diesen Weg zu gehen. Er mutz aber entschlossen eingeschlagen werden, denn nur aus diesem Wege läßt sich schließlich der Aus­gleich finden.

Schulden in der Krise.

Rundfrage an die Führer der deutschen Wirtschaft über Aussichten und Möglich­keiten im Jahre 1932.

G. A. Bauer, Reichsmini st er a. D.: Die wichtigste Forderung auf dem Gebiete

schastlichen Wirkungen. Es wird eines sehr viel um­fassenderen Schrittes bedürfen, um endlich in der Welt, und damit auch für Deutschland, einen Zustand wieder herzustellen, der die freie Entfaltung der wirtschaftlichen Kräfte ermöglicht.

Ich darf auch bei dieser Gelegenheit ein weiteres Wort, das über die Reparationsfrage hinausgreist, hinzufügen: ein großer Teil der Welt ist heute schon der Ueberzeugung, daß für das Elend, das über Europa wie über die ganze Welt hereingebrochen ist, vor allem auch der auf der Kriegsschuldlüge aufge­baute Versailler Vertrag verantwortlich zu machen ist. Solange es ein deutsches Volk gibt, wird sein nationales Bewußtsein sich gegen den Inhalt dieses Vertrages zur Wehr setzen. Im Interesse der europäischen Völkergemeinschaft mutz und wird daran zweifle ich nicht eine Lösung gefunden wer­den, die dem Gedanken der fruchtbaren Zusammenar­beit der Völker einen neuen Austrieb gibt.

Adolf Hitlers Monroe Doktrin für alle Deutschen!

Meine Bewegung kennt jede von Kaufmann zu Kaufmann gemachte private Schuldverpflichtung an. Das Recht, ein Voll aber aus politischen Gründen für unabsehbare Zeilen mit Tributen zu belasten und dadurch zum Dauerbankrotteur zu machen, wird die nationalsozialistische Bewegung niemals anerkennen. Meine Partei ist nicht eine Bewegung der Verzweif­lung, sondern eine Bewegung der Hoffnung. Wir glauben, daß wir aus streng legalem Wege die Macht in Deutschland erobern werden. Unsere Parole wird dann heißen: Der Welt geben, was wir ihr gerechter­weise schuldig sind, dem deutschen Volke aber sichern, was es als souveränes Volk zum Stben braucht. Wir wollen nichts anderes als eine Monroe-Doktrin für alle deutschen Männer, Frauen und Kinder unter dem Motto: Deutschland den Deutschen." (Aus Hitlers Er­klärungen an die amerikanische Presse.)

Sportteil:

»Der

tb. Berlin, 1. Dezember.

Je näher der Termin herankommt, an welchem die neue Notverordnung verkündet werden soll, um so eifriger und nervöser wird vor allem in einem Teil der Berliner Presse das Rätselraten über ihren vermutlichen Inhalt betrieben. Wenn es nach dem Kanzler gegangen wäre, würde auf der ganzen Welt niemand ein Sterbenswörtchen über die Absichten der Regierung erfahren haben, aber ob es im Interesse des Reichskabinetts liegen würde, wenn die deutsche Wählerschaft, der der Kanzler seinerzeit eine Neube­lebung der Wirtschaft unter Vermeidung neuer Be­lastungen versprach, dann plötzlich statt dessen mit einer Nowerordnung über neue Steuererhöhungen überrascht würde, diese Frage scheint sich Dr. Brü­ning nicht vorgelegt zu haben. In der Zwischenzeit ist jedoch durch viele Kanäle, die auch mit den drako­nischsten Maßnahmen der Reichskanzlei nicht ganz zu verstopfen sind, mancherlei in die Oeffentlichkeit ge­langt, und man muß schon sagen, daß die Regierung nur dankbar sein kann, wenn die Oeffentlichkeit auf das, was ihr in der neuen Nowerordnung bevor­stehl, langsam und schonend vorbereitet wird. Wenn sogar das vom Arbeitsminister Dr. Stegcrwald in­formierte BlattDer Deutsche" » fen ausspricht daß die neuen N.otver-'K^na « «V» chtschcr.' 71'.

Oberpräsident a. D. v. Batocki, Königs­berg L P r.: Die Preisscheere bedroht den deutschen Bauern . . .

Vom englischen Markt immer mehr Verdrängt überschütten einige Länder Deutschland zu Schleuder­preisen mit Butter, Käse, Geflügel, Eiern und auch mit Schlachtvieh, das in Deutschland selbst überreich­lich erzeugt wird. So öffnet sich gegen die bäuerlichen oeutscher Erzeuger dieser Waren in einem sie vernich­tenden Maße die Preisscheere. Rur deren Schließung kann unsere Bauern und Siedler vor dem Zusammenbruch bewahren. Auf die Dauer freilich kann weder die Landwirtschaft »och die übrige Wirt-

lokalen Teil:

Regierungsrat Dr. Heinrichs: Auflösung von Landkreisen in Hessen-Waldeck

Eine Rundfrage: Wird das neue Jahr in Kassel Preisabbau bringen?

Entwurzelte finden eine Heimat

men auf dem Wege der ovdentlichen Gesetzgebung durchgeführt werden.

Hinsichtlich der vom Wirtschaftsbeirat angekündig­ten M i e t s e n k u n g hat sich herausgestellt, daß sich bei einer Senkung der dkeubaumieten in Höhe von 10 Prozent ein Verzicht auf Verzinsung und Antorti- sation der sogenannten I b-Hypotheken ergibt, und daß ein Betrag von 105 Millionen Mark erforderlich wä­re. Dazu kämen noch etwa 40 Millionen Mark, die dort gewährt werden müßten, wo besonders teuere Baukosten festgestellt werden. Eine lOprozentige Her­absetzung der Altwvhnungsmieten würde einen Be­trag von rund 350400 Millionen Mark erfordern.

Llm die Reichstags-Einberufung

Die Kommunisten haben inzwischen einen Antrag auf Einberufung des Aeltestenrates zur Be­schlußfassung über einen vorzeitigen Zusam­mentritt des Reichstages eingebracht, lieber diesen Antrag wird noch im Laufe dieser Woche entschieden werden, aber man kann schon jetzt damit rechnen, daß die Sozialdemokraten im ge­genwärtigen Stadium der Entwicklung ei­nem solchen Anträge noch nicht zustimmen werden. Etwas anderes ist es natürlich, ab die So- ttadt dem (»«"»deinen der Ro verord-

Unfer autzenvolitischer Mitarbeiter Dr. Paul Rohr­bach tedt beute die Berichte über feine Studienreise mit «ttöfithrunaen fort, die für die Seurteilnna der f-rnSMichen «ragen manches neue Material bringen.

Kpi* -<*nen wtedexboit her Anaekla

; Oktober

A. Artur Kuhnert: Abenteuer im Schneesturm Friedrich Schnack: Wie sich meine Wunschinsel ver­wirklichte

F. Müller-Partenkirchen: Reambd nix mehr Otto Ehrhart-Dachau: Von Schlingenstellern, Karpfen und Lawinen.

große Augenblick", Kasseler Sportsleute erzählen von ihren interessantesten Kämpfen des Jahres.

Politik ist meines Erachtens: Internationale Ver­ständigung, Beseitigung der Reparationen und Ab­rüstung.

Walther Lambach, M. d. R., Berlin: Stärkung der Staatsgewalt!

Nach außen wird im neuen Jahr der rücksichtslose Kampf um die Befreiung von den Tributen und eine tragbare Regelung der Verzinsung und Rückzahlung der privaten deutschen Verschuldung gegenüber dem Auslande im Vordergründe zu stehen haben. Von uns wird dieser Kamps mit dem Ziele geführt, die französische Hegemonie über Mitteleuropa auszudeh­nen. Es geht also um mehr als um Geld, es geht um Freiheit und Leben eines Volkes. Deshalb ver­langt dieser Kampf auch höchste Anspannung aller Kräfte.

Aber Kraft ist nicht gleichbedeutend mit Leiden­schaft und Erregung. Im Vorstadium der Befreiung eines Volkes ist verhaltene Energie wichtigeres vor­zeitig verbrauchte. So erfordert das neue Jahr im Innern rücksichtslose Zusammenfassung aller Kräfte und jene Stärkung der Staatsgewalt, die allemal cin- tritt. wenn sie sich die besten Volkskräfte einzuglie­dern vermag.

Handelsteil:

Prof. Dr. Ernst Wagemann: Schuld und

Unsere Nenjahrsbeilage, in btt einige unserer ständigen politischen und feuilletonistischen Mitarbei­ter das interessanteste Erlebnis des vergangenen Jah­res schildern, soll ia ihrer rückwärts gerichteten Frage­stellung und was bleibt unver­

gessen?" zeigen, daß von einem verflossenen Jahr meist nicht das Dunkelste und Traurigste in der Er­innerung zurückbleibt, sondern jene Ereignisse, die den Einzelnen persönlich am stärksten bewegt nnd geför­dert haben. Die positiv gerichtete Erinnerung nimmt uns die schwere Last der Vergangenheit ab und schenkt uns treue Kräfte für die Zukunft.

In der Neujahrsbeilage kommen zu Wort:

Dr. Walter Thum: Abschied von einem Minister Dr. A. Pütz-Paris: Eine Zigarette rettet das

Briand-Jnterview

K. H. Görbing-Moskau: Empfang bei Kalinin E. Popoff-London: Der verkannte Kenner A. Kornhuber-Wien: Ausgewiesen aus Prag W. P.: Der dreizehnte Juli

Hanns Martin Elster: Mein stärkstes Literatur- Erlebnis

Dr. Fritz Stege: Gibt es heute nochstärkste Er­lebnisse"?

Kasimir E d s ch m i d : Millionenstadt im Urwald Rens Kraus: Frühstück beim Räuberhauptmann Hermann Hesse: Ein Singalese verfolgt mich

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Maßrrao m en der Regierung an Schärfe des Ein- > '»)?«-» -

E r i ch K o ch - e s e r, M. d. R., Berlin: Deutsch­land muß auf Illusionen verzichten, die Welt auf politische Zahlungen ...

Die Forderung der Stunde an das deutsche Volk ist, auf die Illusion zu verzichten, daß ein System­wechsel uns etwas anderes bringen könne als Ver­wirrung, Bürgerkrieg und Verarmung, daß es sich mit Entschlossenheit auf das Lebensniveau einrichtei, das nach den Verwüstungen der Kriegs- und Infla­tionszeit allein möglich ist und daß es seinen Ver­waltungsapparat durch eine Reichsreform sparsam und schlagkräftig gestaltet.

Die Forderung der Stunde an die Welt ist, daß sie durch Verzicht auf politische Zahlun­gen die Verzweiflungsstimmung im deutschen Volke überwinden hilft und durch eine verständige Ordnung der Weltwirtschaft und durch einen Verzicht auf die politischen Eingriffe der Friedensverträge in die Weltwirtschaft vazu beiträgt, daß die Existenzbedin­gungen für ein menschenwürdiges Dasein der Kul­turvölker gesichert werden.

Oer chinesische Boykott

Von Dr. Paul Rohrbach.

hört an den Grenzen der Nisderlassung «ms. ®S Mt einen internationalen Stadtrat, mit starker englischer Majorität, der alle Verwaltungskompetenzen a^tt

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Oie Wirtschaftssührer:

Dr. Krupp von Bohlen und Halbach. Vorsitzender des Reichsverbandes der Deutschen Industrie:

Was die Reparationsfrage betrifft, so hat die Ent­wicklung dieses Jahres mit aller Deutlichkeit gezeigt, daß die Reparationen nicht nur für Deutschland eine unhaltbare Belastung darstellen, sondern daß sie auch weltwirtschaftlich besehen ein Wahnsinn sind. Das Hoover-Feierjahr war der erste Schritt in Auswir­kung der Erkenntnis dieser unheilvollen w^twirt-

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>D suc Jahr ymeinzugehen. Nur rbeit, die ihre Wurzel in der Liebe zum GanzKff'in dem Mllen zur Einigkeit und zur Gerechtigkeit hat, gewinnen wir die Freiheit und die Wirtschaftliche Gesundi ng, verbunden mit mehr Glück und Frieden, für un.er notleidendes Volk. (Der Handelsteil unserer heutigen Ausgabe bringt weitere Aeutzerungen von bekannten Wirtschaftsführern). Oie Kommunalpolitiker: Dr. Mulert, Präsident des Deutschen Städtetages: Reich, Länder und Gemeinden müssen nach einer einheitlichen großen Linie Zusam­menwirken!

In dieser Zeit, in der es darauf ankommt, alle Kräfte der öffentlichen Körperschaften auf die Erhal­tung der Arbeitslosen einzustellen, ist eine tatkräftige Zusammenarbeit aller öffentlichen Stellen dringend gebD.cn. Reich, Länder und Gemeinden dürfen nicht nebeneinander arbeiten und ihre Haushalte dadurch sanieren, daß sie sich gegenseitig Einnahmemöglichket- ten wegnehmen und Lasten zuschieben; nur ein Zu­sammenwirken nach einer einheitlichen großen Linie kann die öffentlichen Körperschaften für die kommen­den schweren Aufgaben rüsten. Die Gemeinden ver­langen zugleich eine gerechtere Regelung des Finanz­ausgleichs; eine Stärkung kommunaler Selbstverant- wortung ist nur durch die Schaffung einer klaren Verantwortlichkeit auf dem Gebiet der Gemeinde­finanzen möglich.

Oberbürgermeister Dr. Goerdeler-Leip- zig, Reichskommissar für die Preis­senkung: Die Kommunen brauchen eine einheitliche Arbeitslosenfürsorge!

Die wichtigste Forderung aus dem Gebiete der Kommunalpolitik ist die nach einer Reform der ge­samten Arbeitslosenfrage. Die Dreiteilung: Arbeits­losenversicherung, Krisenfürsorge und Wohlfahrtser­werbslosenfürsorge ist vollkommen unorganisch. Not­wendig ist eine einheitliche Arbeitslosenfürsorge. Ihre Kosten müssen von Reich und Gemeinden nach be­stimmtem Schlüssel getragen werden. Die Fortdauer des bisherigen Zustandes, der praktisch die steigende Zahl der Arbeitslosen den Gemeinden aufbürdet, muß mit Sicherheit dazu führen, daß die Gemeinden selbst bei rigorosester Sparsamkeit, die sachlich geboten ist, verbluten.

Oie Militärs:

von Mackensen, Generalfeldmarschal!, Falkenwalde bei Stettin: EinigkeU ..,

Einigkeit aller wehrhaft vaterländisch denkenden Deutschen im Kampf gegen die Schändungen des Versailler Diktats und die drohende Entsittlichung weiter Schichten des Volkes.

Generaloberst a. D. Heye, ehem. Chef der Heeresleitung:

Fort mit Versailles und damit Erlangung der Wehrhoheit!

Konteradmiral a. D. Brüning haus, M. d. R.: Versailles verhindert lebe wirkliche Ab­rüstung.

Da die Flottenabrüstung nur einen Sinn hat, wenn sie sich in den Rahme« der allgemeine« Weitz-

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