Handel • Wirtschaft • Börse
Kasseler Neueste Nachrichten
Dienstag, den 1. Dezember 1931
Hessische Handelszeitung
Trotz Süllhaltung
22.0 Mill. Auslandsschulden getilgt / Ein Interview mit Dr. Luther
Die Bilanz der Umsatzsteuer
Der Anteil der einzelnen Berufsklassen
Zahl der Veranlagten
Industrie
664.144
Handel ft. Verkehr 646.073
Waren und ihre Preise
30. November
28,00
Berliner Devisenkurse
Seid
Brief
Ü.S8
I.C2
«ehr ruhig
81.220
226.50-227.50
113.01
69.060
1:
Landwirtschaft Insgesamt
100 estn. Kr.
100 Schill
100 100 100 100
100 100
100 100 100 100
100 100
100 100
30. November
Tagt Geld 9o/o
437.603
2.194.136
Peseten Kr. .
Danach brachte die Industrie mehr als die Hälfte (ca. 56 Prozent) der Umsatzsteuer auf, Handel und Verkehr — bei nahezu der Hälfte aller Veranlagten — ca. 37 Prozent, di« Landwirtschaft ca. 5 Prozent.
In Reidismsrk Prfvatdfskont 8P/o
81.97
7.393
41.86C
15.120
14.770
4.217 0.246 1.802
169.27
,21523 73.420
«7
zwar im letzten fahren roui
1 Pap. Peso
1 Cau Doll
1 Yen
1 ägypt. Pfd.
1 türk Ptd
1 Ptd. Slerl.
1 Dollar
1 Milreis.
1 Gold Pes. .
100 Gulden
100 Drachmen
100 Belga .
100 Lei . >
100 PengS . »
100 Gulden >
flnnl M. Lire Dinar ■ Litas Kr.
Eskudo Kr. . . Fra. . • Kr. . . isl Kr. Latte Frc. . «-
ÄngeMts der Tatsache, daß di« Reichsregierung an di« Erhöhung der Umsatzsteuer als .letzte Reserve" denkt, ist eine Statistik des Statistischen Reichsamtes über Umfang und Verteilung der Umsatzsteuer von aktuellem Interesse. Nach der Umsatzsteuerveranlagung 1980 ergibt sich für das Kalenderjahr 1929 ein steuerpflichtiger Umsatz von rund 134,6 Milliarden RM und ein Umsatz st euerveran- lagungssoll von. 1009 Mill. RRk. Der von der Umsatzsteuerstatistik ermittelte Gesamtumsatz, d. i. der steuerpflichtig« Umsatz zuzüglich des steuerfreien, stellt sich für den entsprechenden Zeitraum auf rund 188 Mill. RM. Bei Einbeziehung der Kleinstbetriebe haben gegenüber dem Ergebnis der Veranlagung 1928 der steuerpflichtige Umsatz und das Umsatzsteuersoll eine
Steigerung um ruub 11 v. H. erfahren.
und zwar hat der steuerpflichtige Umsatz um 12,6 Milliarden RM zugenommen, die Umsatzsteuer um 94,4 Milliarden RM. Der Gesamtumsatz hat eine Ausweitung um 28L Milliarden RM — 14,1 v. H. erfahren. Auch die Zahl der Beranla- gungssälle hat die erhebliche Zunahme von rd. 245 000 — 12,6 v. H. erfahren: diese Erscheinung erklärt sich vornehmlich aus der Ausweitung des Umsatzes der einzelnen Betriebe, die cs mit sich brachte, Latz zahlreiche Betriebe, die in früheren Jahren mit ihrem Umsatz unter 5000 RM blieben, Liese Grenze überschritten haben.
Die stärk st e Aufwärtsbewegung um 30,7
bzw. 30,2 v. H. weisen die Gruppen „Elektrotechnische Indu
strie" und „Maschinen" auf. Bei der Gruppe „Lederindustrie und Linoleumindustrie" wurde eine Verminderung des Gesamtumsatzes um 1,5 u. H. beachtet. Bei den der Gewerbeabteilung .Lnduftrie" zugerechneten Gewerbegruppen
Kassel hat die dicksten Schweine
1.560
10.18
14.730
4.209
0.244
1.798
168.93
5.195
58.49
steuerpflichtig 73L Mrd.
48,4 „
6,9 „
181.0 „
Gesamtumsatz 87,6 Mrd.
85,3 „
7,5 „
183.6 „
ergab sich eine Zunahme des Gesamtumsatzes um 18.9 v. H„ des steuerpflichtigen Umsatzes um 10 v. H„ die Zahl der veranlagten Betriebe erhöhte sich um 7,4 v. H. Für die Gewerbeabteilung Handel und Verkehr insgesamt wurde eine Steigerung des Gesamtumsatzes um 14,4 v. H. des steuerpflichtigen Umsatzes um 9,3 v. H. festgestelll: die veranlagten Betriebe haben eine zahlenmätzige Zunahme um 9 v. H. erfahren.
Die Verteilung der Umsätze auf
die einzelnen Kernssklassen wird durch nachstehende Tabelle illustriert:
Reichsbaukpräsideut Dr. Luther hat dem Berlin« Bertret« der „Associated Preß of America", Louis P. Lochuer. folgendes Interview gegeben:
Die Gold- und Devisenabgaben der Reichsbank in den abgelaufenen Wochen sind sowohl in Deutschland wie auch im Ausland stark bemerkt worden. Vielfach ist die Meinung verbreitet, Deutschland müsse unter dem Stillhalteabkommen angesichts der Aktivität sein« Handelsbilanz fei» n$n Gold- uni Devisenoorrat sogar aufsüllen können. Dieses sogenannte Stillhalteabkommen enthält indessen so viele Ausnahmen und Lücken, datz sich daraus die ungünstige Entwicklung des Gold- und Devisenbestandes du Reichsbank zum grötzten Teil erklärt. Zahlen, die die Reichsbank vor einiger Zeit bekanntgegebe« bat, zeigen, datz du entscheidende Einsluh aus die Devisenbilanz von den Kreditrückzahlungen ausgeht. Diese Kredttrück- zahlungen betragen vom 31. Juli — dem Stichtag, von de« ab di« Stillüaltung läuft — bis Mitte Novembu erheblich mehr als eine Milliarde RM. In du Periode vom L September bis 15. Novembu entfallen von den gesamten Devisenabgaben der Reichsbank in Höhe von 1920 Mill. RM nur 900 Mill. RM auf den Warenverkehr, dagegen 1020 Mill. RM aus den Kapitalverkehr,
und von diesen 1020 MUI. RM sind 720 Mill. RM Kreditrückzahlungen.
Ohne diese Kreditrückzahlungen hätte die Reichsbank statt eines Devisenverlustes von 510 Mill. RM einen Zugang von 210 Mill. RM ausweifen können. Daraus wird deut- lich, datz Deutschland in seinem Bestreben, das Aeußerste zur vollen Erfüllung seiner Schuldverbindlichkeiten, beson- dexs auch du von ihm im Stillhalteabkommen übernommenen Verbindlichkeiten zu tun, zur Zeit seine Kräfte überspannt. Deutschlands gutu Will« kann das Problem nicht lösen.
Da die Zahlen bisher der Oeffentlichkett größtenteils unbekannt waren, ist man teilweise zu der irrtümlichen Annahme gekommen, die unbefriedigende Devisenlage Deutschlands sei wesentlich durch Kapitalflucht und Devi - senhinterziebungen Beeinflußt. Ich will dieser Auffassung gegenüber gar nicht das entscheidende Gewicht daraus legen,
datz Zwaugsbewirffchaftuugeu nie eine« 100vro,eu- iigen Erfolg habe« können.
Denn eine ZwangsbewirtfLaftung darf nicht so weit gehen, daß sie Leu normalen und gesunden Handelsvukehr in unerträglich« Weise behindert. Wie groß Lu Nutzeffekt der Devisenbewirtschaftung in Deutschland bisher war, darüber läßt sich annähernd folgendes sagen. Wenn — was an sich ganz unmöglich ist — in der Periode vom 1. September bis 15. November der Außenhandelsüberschuß in voller Höhe sich in Deviseneingang umgewandelt hätte, selbst dann hätte ein solch« Deviseneingang nicht ausgereicht, um die Zahlungen aus dem Kapitalverkehr in Höbe von 1020 Mill. RM zu Lecken. Denn der Außenhandelsüberschuß hätte in diesem angenommenen Falle etwa 920 Mill. RM betragen (September und Oktober zusammen 750 zuzüglich Schätzung für Len halben November). Es hätten also felbst dann immer noch 100 Mill. RM gefehlt! Kein Ai, «j günstig« Devifeneingang könnte alfo auf die Dau« Kreditrückzahlungen im bisherigen Tempo möglich machen!
Selbstverständlich ist abu öie Annahme, Latz ein Außenhandelsüberschuß sich sofort in Devisenanfall verwandelt, ganz unzulässig. Zwischen dem Grenzübertritt der Ware und dem Hereinkommen des Exporterlöses vergehen durchschnittlich mehrere, sagen wir drei Monate. Du Exportüberschuß Deutschlands in den vorhergehenden Monaten aber war uheblich guinger, z. B. im Juli 230 Mill, gegen 380 Mill, im Oktober. Andererseits dürste der Ausruf zur Ablieferung bereits vorhandener Devifen feinen — dem Wefen nach einmaligen — Ertrag in der Haupffache beretts im August geliefert haben. Wenn bei Liefern Sachverhalt von Anfang Septembu bis Mitte Novembu nach einer Segnung der Reichsbank etwa 510 Mill. Devifen ans dem ExpoSüüufchutz abgeliefert worden sind, so zeigt Las,
daß Deutschland deut Ziel enter «ollen Devifen- ersassung recht nahe gekommen ist.
Trotzdem bat vor kurzem die Reichsregierung aus Antrag der Reichsbauk die Bestimmungen du Devisenordnung erneut verschärft, weil Reichsregiuung und Reichsbank von sich aus alles tun wollen, was in ihr« Kraft steht, um die Devisenlage Deutschlands aufrechtzuerbalten. Die Lösung LeS Problems aber liegt Bier nicht. Vielmehr spiegelt sich in den sehr hoben Srebitrückzablungen, die die Ursache der bauernden Devisenvuluste sind, die politische Gesamt- entwicklung und die weltwirtschaftliche Lage, die noch immer, wenn auch setzt in begrenztem Umfange, tenen Run der Gläubig« aus Deutfchland sich fortsetzen läßt, du Anfang Juli begann. Eine Lösung, die wirklich hilft, zu finden, follte umfo eher möglich fein, als Deutschland feit „origen Herbst annähernd 5 Milliarden RM also erheblich mehr als 1 Milliarde Dollar an bas Ausland bereits zu- rückgezahlt hat.
17.00-20.C0 1100-12.50 13.00-15.00
1340-13.60
Der Zechen »«band hat den Lobntarif für 6 en Rnbrbergban mit der vorgesehenen vierwöchigen Frist znm 3L Dezember 1931 wieder gekündigt. Der Lohntarif wer vom Reichsarbettsminift« am vergangenen eonnabenti bekanntlich für verbindlich «klärt morden.
Buenos Aires . « Canada. . .. . Japan .....
Kairo . . .
Konstantinopel . London . . . »
Nenyork . .
Rio de Janeiro. .
Uruguay . . . Amsterdam . . . Athen . » • . Brüssel e • • Bukarest , , , Budapest > • . Danzig . . < .
Helsingfors. , . Italien . . . j ugoslawten . . Kaunas (Kowno) Kopenhagen Lissabon-Oporto Oslo Paris . . . , . Reykjavik ", i * Riga . 4 , »
Schweis . , , .
Sofia . , , , ,
Spanien . . . .
Stockb. Gothenb. Tallinn (Eatl.) . . Wien . . . , .
iamtbeiras b« zu Protest gegangenen Wechsel »ns 50 gegen 32 Mill. RM gestiegen.
*
Die Rabl der Einkommen 86« eine Million Dollar ist in den Bereinigten Staaten feit 1929 nm >61 auf 119 gesunken. Das Nettvvolks-inkommen zeigt im B«- «tadjin 1^» für das Jahr 1930 eine Abnahme um <071
Tenaens
Weizen (Hessen u. Prov. Hessen-Nassau ann Unterfranken). Durchsohnittsquali tät, hl. Gewicht v. 74 Kg. gut gesund und trocken
Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau u.
Lnterfrank.) Durehschn. Qual. hl. Gewicht v. 73 kg. gut, gesund u. trocken
Wintergerste, neue Ernte ...... Hafer inl. ... .
Hafer ausl.
Weizenmehl, sndd. Spez. 0 in Austauschwelzen ,
Weizenmehl, südd. Spez. 0, Sonderns big.
Weizenmehl, niederrh, Spez. 0 In Austauschweizen ...........
Weizenmehl, niederrh. Spez. 0, Sonder- mahlg. ..........
Roggenmehl 60 Prozent Ausmahlung Weizenkleie
Roggenkleie ......
Erbsen, je nach Qual, für Speisezwecke Linsen, je nach Qual, für Speisezwecke Heu. südd.. gut. gesund, trocken , . Welzen- und Roggenstroh, drahtgepr. . . Welzen und Roggenstroh, gebündelt . . Treber getrocknet
Berliner Eiernotieruugen vom 80. November. Festgeftellt von d« amtlichen Eiernotierunaskommifsiön. Deutsche Eier: Trinket« vollfr. seit.: Sonderklasse,üb« 65 ar. 15. ftl. A über 60 st. 14, ftL S über 53 gr. 123-17 Kl. 6 leichtere 10%;
»er amtliche Butternotiervngerr zwischen Erzeug« handel vom L Dezember. 1. Qual. 1,07. 2. Bttti.
1.—, abfallende Qualität 0.90. Tendenz: ruhig.
Magdeburger Zuckernotierungen vo« 80. Rooembtt. Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage —, per Dez. 81,50, per Jan. 31,65. Tendenz: ruhig, stetig.
Welzen, märst, ab Station Roggen, wirst, ab Station Braugerste . . .
KÄ al> Station . Weizenmehl ...... Roggenmehl «»,»». Weizenkleie ...... Roggenkleie
Viktoriaerbsen . . • » ■ Kleine Speiseerbsen . . . Futtererbsen Peluschken . . • > • Ackerbohuen ..... Wicken ...... Lupinen, blaue • . . . . Seradella.’neue ‘ Leinkuchen Basis 37% . . KrdnuBkuchen 50 % ErdnuSkuehenmehl 50 % . Trockenschnitzel . . Extr. Sojaschrot 46% ab Hamburg ab Stettin . . . . .
Kartoffelf locken
Bank der Tandwirte, Corbach
7 % gegen 9 % L 8. / Erhöhte Abschreibungen.
von 143 869 1143 5501 RM. denen 88 772 Rüst Handlungs- Unkosten und 38 703 RM Steuern gegenubersteben. nach 12 979 U. V. 6787) RM Abschreibungen und Zufstbrung zur Sonberrücklaae mit einem Reingewinn von 19 781 (29 365) RM einschließlich. 6365 RM Vortrag ab. Hieraus soll eine Dividende von 7 Prozent gegen 9 «rojent i. 2s aut das A.-K. von 200 000 RM verteilt werden. jOOO RM sollen der gesetzlichen Rücklage tugefübrt werden, die sich dadurch vo» 120 M0 aus 125 000 RM erhöht, wahrend 6« Rest von 781 RM vorgetragen wird.
Nach dem Geschäftsbericht war für das verttoi- ferne Geschäftsjahr zwar eine geringe rückläufige Bewegung
In Kürzet
RM Ueberickuß ritte Dividende von 5 (i. i »orzufchlageu.
Was kostet das Leben?
Der LebenSh-llungstndex im November. "•«
Die Retchsindexziffer für die vebenshattungskoften (Ernährung, Wohnung, Heiziing. Beleuchtung. Bekleidung und ..Sonstiger Bedarf"! beläuft sich nach den Feststellunae» des Statistischen Reichsamtes für den Durchschnitt des Monats November auf 181,9 gegenüber 133,1 im Vormonat: der Rückgang beträgt somit 0,9 Prozent. An dem Rückgang sind hauptsächlich die Bedarfsgruppen Ernährung und Bekleidung beteiligt.
Es sind zuruckgegangen öie Indexziffern für
Ernährung um 1,3 Prozent auf 121,8 Betl toung 1,7 Prozent auf 181,9
„sonstigen Bedarf" 0,5 Prozent auf 181L
Die Inder,iff« für Wohnung hat sich nicht geändert: die Indexziffer für Heizung und Beleuchtung ist mit 149,0 nahezu unverändert äeblieben. Ju der Gruppe Ernährung sind hauptfächlich die Ausgaben für Fleisch und erleifmnmten sowie für Milch und Milcherzeugnisse zurückgegangen. Die Preise für Lier, Kartoffeln und Brot haben tm Reichsdurchschnitt angezogen.
Berliner Produktenbörse
Heutiger Frühverkehr stetig.
Berlttt. 1. Dezember. Grundstimmung stetig. Für das ziemlich geringe Julandangebot sind Sie Fordttungeu er. Höht. Am Lieferungsmqrkt nannte man für Brotgetreide gestrige BörfenfLlußpreise Geld. Luch Has« ist behauptet.
Amtliche Notierungen vom Vortaa
2300-3000 25 00-28 00
WM 1650 1800 17 00-2 00 11.00-12-50 13.00-1500
13.60-13.80 13:00-13.30 13.00-13.20
6.10^13-00
35 75 36 75
33.75-34.76
35.75 -36.50
33 75-34.50
8 75-839O3
W:W
Zum Kasseler Schlachthof kommen die dicksten Schweine wie die soeben veröffentlichte Statistik der Durch- schnittsschlachtgewichte ergibt. Das Durchschnittsgewicht der seit Januar 1980 in den großstädtischen «chlachthöfen Deutschlands geschlachteten Schweine schwankte zwischen 64 und 107 Kg. Letztere Zahl wurde aus Kassel gemeldet und
*— letzten Vierteljahr 1980. In den übrigen Viertel- twe allerdings dieses Durchschnittsgewicht nicht er« rercht, trotzdem blieb Kassel der Schlachtort der schwerste« Schweine. Erfahrungsgemäß schwankt in den einzelnen Jahreszeiten das Schlachtgewicht und zwar unter den Einflüssen des Futtermarktes und der wechselnden Nachfrage nach Schweinefleisch verschiedener Qualität. In den Sommermonaten verlangt der Konsument mehr mageres Fleisch zum sofortigen Verbrauch, in Len Herbst- und Wintermona- ten steigt der Bedarf an schweren Schweine» zur Herstellung von Dauerwaren usw. 1931 wirkte außerdem noch aus die Verringerung Les Durckschntttsschlachtgewichtes die zunehmende Schweinezucht und die Senkung der z-chweinepreife, unter deren Druck die Züchter sich zu einem früheren zeitigeren Verkauf veranlaßt sahen.
Am niedrigsten ist das Gewicht im allgemeine» im zweiten Vierteljahr, am höchsten im vierte». Im Kasseler Schlackttzos wogen die Schweine durchschnittlich im ersten Vierteljahr 1930 108 Kg., im zweiten 94, im dritten 102 und im vierten 107 Ka. In den drei Quartalen 1981 betrug das Durchschnittsgewtcht 96, 90 und 100 Kg. Aehtilich hohe Gewichte weisen Plauen, Stettin uttr A —* “~
niedrigsten ist das Dur-bschnittsgew bürg und Nürnberg. Im allaeme schweine am schwersten in Mittel--------—
übrigen Teile Les Reiches, besonders der Süden, fallen dagegen stark ab. k -ke.
Heimische Wirtschaft
G. I. Schröder Schmirgelwerke A^G„ Ha»n.-Müttde«. Die G.B. genegmigte den Abichluß per SÖ. 6. 31, der einen Verlust von 108 028 RM ausweift. Zur Bornchhme von Sonder-Abschreibungen in Höhe von 689 421 RM beschloß die GB die Herabsetzung des Aktienkapitals von 2 Mill. RM um 1,2 auf 0,8 Mill. RM durch Erwerb von 1,2 Mill. RM »um Kurse von 30 Prozent aus dem Besitz der Aktionäre
frische fielet: Kl. B über 58 ar. 12; auSfortierte kleine Schmutzeier 7—8. AuslauLset«: Dänen: 18« 14, 17er 1814: Holländer; 68 ax. IV/,. 60—62 gr. 14. In- und äus- lärtdffche Kühlhäuser«: extra große 11—11^4, große 81/. biS 10k, normale 7—71^7 Witterung: Frost. Tenbenj: etwaß freundlicher. Die Preise verstehen sich in Relchs- pfennio je Stück ob Waggon oder Lag« Berti» nach Berliner ufancen.
.ÄSW'Ä ÄS
--,iR5irUausfuhr scheine Dez. 156,50, Jan. 158.50, Febr. M^^na^uhr,che^117Äe^Ge^ebezugssLine . , Berliner Kartoffelnotiernngen vom 36. November. Svei- ’e£ax?°IteIn weiße 14—1.5, rote 1,5—1,7. OLenwälder blaue "si^^A.Selbtlettchtge außer Niere» 1,9—2.2, Kobrik- karwffeln in Ptg. 7—8,5 je Stärkevrozent.
Frankfurter Produktenmat kt
Mängelrüge und PrüfungspiliLt Das Reichsgericht «- klärte in einem Urteil vom 11. Juli 1931. es müsse bet einem Haitdelskauf dem Käufer die Möglichkeit einer restlosen Prüiung — bei Maschinen durch Ingebrauchnahme — gegeben werde». Bloße Besichtigung einer Malchine i. B. erfüllt nicht den Begriff der tunliche» Untersuchung, auf 6er sich dann eine Klage wegen Mängelrüge aufbauen könnte. Kann aus bestimmten äußeren Gründen innerhalb einer gewissen Zeit eine derar'iae eventuell mit Ingebrauchnahme verbundene Prüfung nicht staltsinden, fo muß die P r ü f u n g s f r i st gegebenenfalls verlängert werden.
Ausländische Devisen-Kurse.
ZLrich, 30. November. Varis 2016, London 1812, Neu» gort 515% Belgien 7155, Italien 26.52’4, Holland 207,15, Berlin 122,20, Stockholm 100, CSIo 99, Kopenhagen 98, ÄOfa 373, Prag 1580, Warschau 5760, Budapest 9002’X, Belgrad 905, Athen 650, Konstantinopel 260. Bukarest 907, Buenos Aires 133, Japan 254. Offz. BankdiScont 2, Tagst Geld 1K, Monatsgeld %. 3 Monatsgeld 254.
London, 30. Novemtzer d.cuhorr 343,50. Montreal 404, Amsterdam 856, Paris 8787, Brüssel 2481, Italien 6662, sj’&rüaa “*■
Paris, 30. November. ^London 8781,50, Neuhork 2558, Belgien 355, Spanien 214,37, Italien 131,80, Schweiz 496,25, Holland 1028, Stockholm 480, Prag 75eO. Warschau 2864t
Amsterdam, 30. Rovember. Berlin 5900, London 847. Neuhork 249,12. Paris 973,50, Belgien 3/52,50, Schweiz 4830. Italien 128^ Madrid 2110, Oslo 4700, Kopenhagen 4770, Stoccholm 4775, Wien 3525, Prag 737. PrwaldiSko« L54. LLglGZ Geld Einmona rgeld lÄ. - “
Willi Schröder, Direktor Heinrich Schröder und Jngenreur Curt Georges unter Ausrechnung von Forderungen. Tie zur Verfügung gestellten Aktien werden eiugezogen. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Fabrikdesitzer W e n ö- l e r, Hann.-Münden. Aus Anfrage erklärte die Verwaltung. daß der Absatz sich nicht erheblich verschlechtert habe. Es Tel möglich, auch weiterhin mit der Belegschaft von 15i Mann den Betrieb ausrecht zu erhalten, seit etwa 2 Monaten werde 43 Stunden pro Woche gearbeitet.
Kammgarufpiunerei Mühlhaufe» »oll befchäftigst Die Verwaltung der Kammgarniptnnerei Mühllmuien G. m. 6. H. teilt entgegen einer durch ein Korrespondenzbüro verbreiteten Nachricht mit, baß das Werk bis jetzt noch immer voll beschäftigt fei, und datz bisher wedtt ein Stille- gungsantrag gestellt worden fei, noch Latz beim gegenwärtigen Auftragsbestand an eine Stillegung in Ltt nächsten Zeit zu Lenken fei.
Schuhfabrik FerLiuaub Rinne A.-G. in, Hefsifch-Olden. darf. Der Fabrikant Fr. Z w i ck n in MalanS (Graubun- benj hat die Vergleichsguote der Gefellschaft, die bekanntlich 39 Prozent beträgt, unter der Bedingung aaranttttt. datz die Masse an ihn verkauft wird. Dieser Vorschlag dürfte angenommen werden.
Reue BergleichSverfahreu: Tabakwaren-Groh- und Klein- Handlung Richard Hausmann in Eisenach: V.-P. Bücherrevisor Fischer: Vergleichstermin 21. 13. — Lebensmittel- Handlung Lisette O ch s in Biedenkopf, V.-P. Dipst-Kaufm. Wagner.
Mangels Masse eiugeftellst Konkurs Autoschlosser Phil. Stichling in Eisenach.
,. .Beraleichsoerf ahre» Hugo Sie tauber, Gemifchtwareuge- fchast, Weimar b. Kassel. Im Verkündungstermin am Montag gab bas Amtsgericht die Bestätigung des Vergleichs von 30'Prozent bekannt. Damit ist das Vergleichs- versahren rechtskräftig.
3.10 3.00 .20
Weltkrise und deutsche Wirtschaft. Bor Pros. Dr. fikdu» ard Lukas, Tübingen. Verlag I. C. B. Mohr (Paul ®te« decki Tübingen. 1931, 67 S. Oktav. Die vorliegende Abhandlung, aus einem Vortrage hervorgegangen, stellt sich Sie Aufgabe, die Erscheinung der Krise auf die Eigenart ihrer Auswirkung im Wirtschastsprozeb und auf die Umstände und Ursachen hin zu untersuchen, die diese Auswirkung bestimmen. Sie besaßt sich mit den Gefahren der eigettaefetz- lichen Einschrumpfung des Wirtfchaftsvrozesses und mit de» Schwächen, die in diesem Zusammenhänge unser heutiges Kreditfvstem erkennen läßt. Nach einer Darstellung der innerwirtschaftlichen und der weltwirtschaftlichen Kouwonett- ten, die für die Gestaltung unterer gegenwärtigen Wirtschaftslage enffcheidend waren, werden öie Folgerungen gezogen, die sich aus Liesen Zusammenhängen mehr ober minder zwangsläufig für die weitere Entwicklung zu ergeben vermögen.
38. November
ÄÄ
143.00 148. OC
Verlustliste der Wirtschaft
am* L,«, s -äs
an. Man hasst, bet einem Vergleich die Verbindlich ketten ruhig aowickeln zu können.
Die Bank für Handel und Gewerbe in Neuwied hat ihre Schalter für Auszahlungen geschlossen. Zur Wahrung der Juterecssn der Gläubiger wird das Bergleichsversahreu beantragt werden.
Die Maschinen- und Fahrzeng-Fabriken Alfeld-Delligsen Sl.-G„ Alfeld «Leinei, teilt mit. /aß sic uch veranlaßt $£■ scheu hat, ihre Zahlungen einzustellen. Dte Geiellichafl wlpd das gerichtliche Äergletchsoerfahren beantragen. Das Unternehmen verfügt auch heute noch üb« einen guten Auftragsbestand aus dem In- und Auslände, dessen Ftuanzie» tuns allerdings auf größte Schwierigketten stoße.
Das Bankhaus Herzfeld n. Co., Hannover, bat sich gezwungen gesehen, feine Zahlungen einzustellen. Es wtrd die Erösfnuna des gerichtlichen Vergleichsverfahrens mtt dem Ziel der Liauidatio» beantragt werden.
Heutiger Freiverkehr
Weiler Tendenz zur Schwäche.
Berlin, 1. Dezember. Nachdem an der gestrigen Abenb- börse beretts ein- bis ,weiprozenti«e Rückgänge einaetieten waren, da zu den Hochstkurfen vkötzftch in einigen Waren- aattungen Material an die Märkte kam, neigte der heunge Bvrmittaasvttkehr stimmunasmäßig eb« weiter zur Schwäche, ohne baß sich bisher Geschäft entwickeln konnte. Die wiederum sehr schwache Haltung der deutschen Paoiere an b« gestrigen Neuvorker Börse mannte zur Zurstckbal- tung. Auch die anhaftende Pfundschwäche gab zur Besorgnis Antatz. Am Devisenmarkt war»n ß-ute znner- läfsige Kurse noch nicht zu hören. Aus Zürich wird für Pfunde gegen Schweiz ein Kurs von 17.20 gemeldet.
Viehmärkte
Kasseler Schlachtvieh markt nom 30. November.
Die Zahl der am dem Markte zum Berkaus ftehendeu Tiere: 22 stchien, 65 Bulle». 91 Stube, 98 Rinder, zusammen 2/1 Stuck Großvieh: 585 Schweine, 239 Kälber, 8 «chafe/Hämmel.
Die Zahl der seit dem legten Markte dem Schlachibofe direkt, ohne Benutzung beS Schlachtviehmarktes zugesührleu Tiere: 1 Ochse, §, Bullen, 27 Kühe. 16 Rinder, zuf. 42 St. Großvieh: 257 Schweine, 72 Kälber, 56 SchafeHämmel.
Schlachtviehpreife für 50 ke Lebendgewicht: Cif en: vollfleischige ausgemaftete höchsten Schlacht- w-rts, jüngere 30—32 RM (8 S:ucki, ältere —, sonstige voll- fleffchige lungere —. allere — fleischige 25—28 (6), gering ... B u Ile n: iüngere vollfleffchtg« höchsten Schlachtwerts >0—31(5), sonstige vollfletschige ober ausgemästete 25—28 (19). fleitoige 20-24 (19). gering genährte —.
Ku he: Iüngere vollfleifchige höchsten Schlachtwerts 28 (9ft sonstige vollfkeischige ober ausgemästete 22—26 (21). fleiichige 18—21 (20), gering genährte -.
„ F VJt N (Kalbinneui: vollfleifchige ausgemäftete Höch, ^^^Elachlwerts 30—33 (16), vollfleijchige 26—29 (22). flelschtge 20—2o (17).
8 r t V ° r: Mäßig genährtes Jungvieh 10—15 (5).
_ K al her: Do-w.'U-nder bester Mast —. beste Mast, und 31—35 (30). mittlere Mast- und Saugkälber 2« biS 39 (121), geringe Kalb« —.
Schafe: Nicht nott-ri.
ÄjtSSSffÄ-JÄÄUB .A ivlche unter 120 Pfund —, Saue» 33—43
Die «rette sind Marktpreise für nüchtern aewoaene Tiere und fchlietzen sämtliche Spesen des Handels ab Stall fti: 8>kacht, Äarkt- nnb Berkaufskoften, Umsatzsteuer sowie be» mäfTcn li-b also wesentlich $reWeruE„tbO&er6IeM$C8r ,t8It6t M W «Deuben
Schweine wurden verkauft: 5 tu 47 RM, 14 zu 46, 14 zu 45, 29 zu 44. 86 zu 48 . 78 zu 42 32 zü 41 05 ,u 40 3 zu 89. 12 m M. 2 zu 87, 31 ,u S6. ? zu 35. Sauen wurden verkauft: 1 zu 45, 3 zu 48, 1 zu 40’ 4 »u 41 1 ,u 89. 1 zu 38. 2 M 87. 1 ,u 85. 1 w 34. 1 zu 33.1 zu 81.
Frankfurter «iehmarkt vom 10. November. Der Auftrieb
Mk 1619 Rindern, darunter 858 ^5ch'kn. 171 Önneir 580 Hüben. 4d Färsen, ferner 589 Äolbein unö 191 e4cfen, 5818 Schweinen, darunter 269 aus S(Shtauen. Verglichen mit dem Austrieb beä letzten Hauptmarkte.s waren 29 Rinder. 473 Schweine. 103 Schafe mehr angetrieben, dagegen standen 163 Kälber weniger zum İ/Eaus. NWeick wurbst: Achsen: al) 30—33, a2) 26-29. 61) Bullen: -) 27—30. b 22—26, Kühe: a) 23—26. b) 20-22. cl 14—19: Karsen: a) 80—33. b) 26—29, c) 22 b!» An^er: bi 89—42, e) 84—88 d) 28-33: 2eSafe: al) 24—27, b) 20—28 Schweine: a) —, bi 45—17. t) 43-46, b) €1—45. e) SS—44. f) — euuen nnb Eber 34—36. Veralt- ®en mit Le« Preisen des letzten Haunimarkies waren fe.n nnb Kalber ie 2 Mark, --ckafe unb Schweine ie 1 Mark niedriger, während Bullen und Kühe ihren Preisstand Se- hauvten konnten. Marktverkauf: Rinder rusiia. Ilebttstand: Kalber Und Schafe tchlevvend. geräumt: Schweine fchlen- venb. lleberftand Fleifchgrotz''anLe!svreise: ^ckfenfteisch
melsleisch —, Lchwernefteifch 55—60. Geschäftsgang sang fall».
Nunmehr ift beim Amtsgericht, Berlin.Mtttk offUiell der Antrag auf Eröffnung des gerichtlichen Bergleiasver- fahrens von der Berliner Bank für Handel und Gewerbe A.-G. gestellt worden, nachdem bereite vor etwa einer Woche vorsorglich ein solcher Antrag ringe« reicht worden war.
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des Umsatzes zu verzeichnen, jedoch ift der GeschäftSumsana gegen das Vorjahr nicht zurückgeblieben, sondern hat noch eine geringfügige Ausdehnung erfahren. Senn der Rein- gewinn auch nur eine verminderte Dividendenausschüttung gestaltet, so ift dieS auf stärkere Abschreibungen, besonders auf Wertpapiere, und Rückstellungen zurückzuführen. DaS Tätigkeitsfeld der Bank hat sich nicht geändert. Aus dem Vorstand der Bank ist Direkror Toensmann ausge- schiede». für ihn wurde Gutsbesitzer Fr, Emde in Bünighausen .der Vorsitzende bes Vorstanbs der Deutschen Sand- wirischaftlichen Sauptgenossenschaft e. G. m. b. H., Corbach. in den Vorstand neu gewählt.
Aus der Bilanz: Aktiva: Bankguthaben 95 362 (142 488), Wechsel 268 561 (158 507), Wertpapiere 186 432 (178 421). Schuldner 1717 280 (1843 831) RM. Passiva: Bankschulden 188 580 (94 917). Gläubiger in lausender Rechnung 653 334 (788 105). Depositen und Spareinlagen 1 154 510 (1 185 265) RM.