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Nummer 280 *
Montag, 30. November 1931
21. Jahrgang
Oie letzten Vorbereitungen zur Notverordnung
Vor Abschluß der Kabinettsbesprechungen / Ein Ltmschuldungsgesetz für die Gemeinden? / Flandins Londoner Besprechungen
Soziale Reformen durch Gesetz
Ton unserer Berliner Schriftleitung.
Ein Zwischenfall im Palais Royal
(93Ott unserem Korrespondenten.)
zustande
Rerchstagsabgeord den Vorsitz führte, klärung ab, daß ii
und die verfchie-
tischen Wege fortgesetzt werden, aber es sei wahrscheinlich, daß noch weitere Zusammenkünfte zwischen den verantwortlichen Ministern beider Nationen stattsinden würden.
Die Londoner Presse rechnet säst durchweg damit, daß der französische Handelsminister Roll in schon in den nächsten Tagen nach London zur Erörterung der Zoll- und Handelsvertragsfragen kommen wird.
Berlin, 30. November. Der Umbau Vereinfachung in der Verwaltung der
ist, erschien demnach als eine wahre Kraftprobe der religiösen Chauvinisten den gemäßigten Kreisen gegenüber. Eine Zeitlang schwankte der Kardinal-Erzbischof: da fiel mit gewaltigem Lärm Herr Coty ein, schrie nach Skandal und Verrat an Frankreich — und nun fügte sich Mgr. Verdier, indem er erklären ließ, sein Gewissen verbiete ihm, an einer Veranstaltung mitzuwirken, die einen politischen Charakter erhalten habe, und einen so „zarten" Gegenstand wie die Entwaffnung behandle!
französischen Eeneralstabs zum Siege verhalf, den italienischen Senator S c i a l o j a, den Franzosenfreund Politis, griechischer Gesandter in Paris, die Vertreter der Kleinen Entente Titulescu und Osufky, dazu die Deutschen v. Rheinbaben, Dr. G. Schreiber, Frau Dr. Lüders, Dr. Kirchhoff.
Eine ziemlich große Rolle sollten die verschiedenen Kirchen bei der stark moralischen Kundgebung spielen: Außer dem Prälaten Dr. Schreiber war der Zen- trumsführer Dr. Kaas selber als Redner angemeldet, die katholische Partei Frankreichs, der „Partei dömo- crate populaire" hatte ihren Führer Abg. Pözet entsandt, und die Weltvereinigung der Kirchen war durch Lord Dickinson vertreten. Umso merkwürdiger erschien es, als das Organ der Pariser Erzdiözese, das „E ch o de Paris", mehrere Tage vor dem Zusammentre-
lich, daß im Aeltestenrat im Laufe der nächsten Wochen eine Mehrheit für einen früheren
Zusammentritt des Plenums käme.
Amerikas Sachverständige unterwegs!
Neuyork, 30. November.
Drei hervorragende amerikanische Finanzsachverständige sind heute an Bord der „Olympic" nach Europa abgereist, und zwar der Präsident der Chase National Bank, Albert Wiggin, der Präsident der B. I. Z., Gates Mac Earrah, und der Finanzsachverständige Walter Stewart. Der Letztgenannte wird amerikanischer Vertreter im Beratenden Ausschuß der B.J.Z. sein. Er soll die Fähigkeit Deutschlands zu Reparationszahlungen prüfen. Wiggin ist amerikanischer Vertreter im Ausschuß der ausländischen Gläubiger Deutschlands. Er soll die Frage der eingefrorenen Kredite behandeln.
ten des Kongresses eine heftige Kampagne eröffnete und die ganze Veranstaltung als eine „moralische Kriegserklärung an Frankreich" bezeichnete. Man wußte, daß der Kardinal-Erzbischof Verdier selber durch die Stimme des berühmten Kanzelredners P. S a n s o n in der Schlußsitzung des Trocadüro eine segnende Ansprache halten wollte; der Angriff des „Echo de Paris", hinter dem die stärksten Kräfte des konservativen französischen Katholizismus stehen,
denen Sozialversicherungszweige soll, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, nicht durch Notverordnung erfolgen, sondern man beabsichtigt, ihn auf dem Wege der normalen Gesetzgebung durchzuführen. Alle daran intereffierten Stellen, wie Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Gernein- den und Länder sollen dazu gehört werden, und man hofft, in eingehenden Aussprachen eine Verständigung zu erzielen und vor allem den Widerstand der Länder, die gewisse Beschränkungen ihrer Hoheitsrcchte befürchten, zu beseitigen.
Die Regelung auf dem Wege der ordentlichen Gesetzgebung bedeutet natürlich, daß die Verwirklichung der Pläne sich noch einige Zeit hinzichen wird.
Putschgerüchte in Budapest
Budapest. 30. November.
In Budapest waren am Sonnabend mittag Gerüchte über zahlreiche Verhastungen verbreitet, die auf die Aufdeckung einer großanaelegten kommunistischen Verschwörung oder eine • geplanten Rechts- putsches zurückgeführt wurden. Auf Anfrage bestätigt die Polizei jedoch lediglich, daß eine große geheimzuhaltende Aktion im Gange sei, über deren Zweck nichts mitgeteilt werden könne.
Die Untersuchungsbehörden haben am Sonnabend und Sonntag die Verhöre fortgesetzt. Im Interesse der weiteren Erhebungen wollen aber die Behörden vorläufig wesentliche Mitteilungen über die Strafsache nicht machen. Aus demselben Grunde wird auch von der Bekanntgabe der Namen der in Haft befindlichen Personen Abstand genommen. Tie in einigen Blättern genannten Namen sind unrichtig. Unter den Verhafteten, deren Zahl 40 nicht übersteigt, sind mehrere Personen, die zu Beginn der Konsolidierungsperiode in den 1920-er Jahren mehrfach verhaftet wurden, ausnahmslos ganz einflußlose Personen.
Im Anfang der Untersuchung tauchte der Verdacht auf, daß die Verschwörung sich auf die Besetzung solcher Gebäude richtete, deren Ausplünderung für die Beteiligten materiellen Nutzen bedeutet hätte. Tie Verhöre haben aber Angaben auch dafür geliefert, daß die Verhafteten bei dem geplanten gemeinsamen Verbrechen den Schein einer politischen Aktion Vortäuschen wollten und auch die Besetzuilg öffentlicher Gebäude planten, um hierdurch eine schwere Störung des normalen Ganges der Verwaltung und dadurch größere Wirrnisse hcrbeizuführe«
ondon, 30. November.
Amtliche Mitteilungen in Tokio, die durch die Nachrichten aus Mukden bestätigt werden, besagen, daß General Honjo, der japanische Oberbefehlshaber in der Mandschurei, den japanischen Truppen in Befolgung der Anweisungen der japanischen Regierung den Befehl zum Rückzug nach Mukden erteilt hat.
In Durchführung des japanischen Truppenrückzuges sind, wie die „Morning Post" aus Mukden meldet, bereits etwa 200 mit Truppen und Ausrüstungsmaterial beladene Eisenbahnwagen von der Tschingtschau-Front eingelaufen. Von den übrigen Truppen wird berichtet, daß bereits der größte Teil bis auf die Höhe von Sin- minfun zurückgezogen sei. Auch von Tsitsikar sind weitere Truppen eingetroffen.
Eine Abteilung japanischer Soldaten ist nach Dairen in Marsch gesetzt worden, von wo sie zur Verstärkung nach Tientsin befördert werden sollen, um die Besatzung der japanischen Konzession angesichts der noch immer unruhigen Lage in Tientsin zu verstärken. Die Chinesen in Acntsin haben wie ^News Chronicle" meldet, alle japanischen Bedin-
lluier Pariser Dr. Kt-Mitarbeitet gibt tu seinem Artikel interessante Einblicke in die Arbeit, die hinter den Kulisse» der Pariser Abrüstnngskonserenz „geleistet" wurde, lieber die Zwischenfälle, mit der diese Kundgebung am Freitag abend im Troeedero ans- klang, haben wir bereits berichtet.
Dr. Pz. Paris, 29. November.
„Richtige Schnäbel gibt es nur in Paris," schreibt ein nationalistisches Blatt, voller Spott und Hohn über die mehr als 1300 Delegierten, die aus allen Ländern der Erde nach Paris gekommen sind, um eine Art Generalprobe zu der Genfer Abrüstungskonferenz zu veranstalten. Die Sache schien anfangs ziemlich harmlos zu sein: eine moralische Kundgebung, wie man ihr in unserer redelustigen Zeit so oft begegnet, von den französischen Behörden stillschweigend geduldet oder sogar gefördert, da sie im Grunde nur die „Friedensliebe Frankreichs" vor aller Welt dartun konnte. Gemäßigte oder sogar ausgesprochen patriotische Männer der Linken spielten eine führende Rolle: Senator de Jouveuel war Leiter des Internationalen Aktionsausschusses, H e r r i o t Vorsitzender des französischen Org'anisationskomitees Paul-Bonconr Präsident einer Studiensitzung, die sich mit dem „Wie?" der Abrüstung beifassen sollte. Von fremden Persönlichkeiten bemerkte man in erster
Nachlesern ersten Erfolg setzten die Nationalisten ihren Feldzug fort und brachten die Angelegenheit auf das rein politische Gebiet. Der Außenminister Briand hatte zugesagt, di« Führer der Delegationen im Palast des Quai d'Orsay feierlich zu empfangen. Dieser Akt einfachster Höflichkeit wurde als „verstecktes Manöver gegen die Regierung Laval" bezeichnet, und Briand sah sich veranlaßt, auf jede Feierlichkeit zu verzichten, da der Kriegsminister Magi not sich bereits zu einem kleinen Kabinetts sturm rüstete. Zugleich wurde auf eine ganze Reihe von Persönlichkeiten mit großem Nachdruck eingewirtt, damit sie sich jeder Beteiligung an dem verpönten Kongreß enthielten, und von den unter französischem Einfluß stehenden Politikern blieb eigentlich nur der griechische Gesandte Politis fest; seine Ausführungen trugen übrigens einen rein juristischen Charakter und hatten mit der „moralischen Vorbereitung zur Abrüstung" nichts zu schäften.
Nachdem auf diese Weise di« Luft gereinigt war, trat der Kongreß am Donnerstag zu seiner ersten Studiensitzung zusammen. Der Andrang aus allen Ländern der Erde war ungeheuer, die Masten _ der Delegierten, die mehr als 50 Millionen Menschen vertraten, stauten sich in den Wandelgängen und bis auf das Dach des „Palais-Royal", der prunkvollen, ehemaligen Residenz der Könige, heute als Sitz bes- Völkerbundamtes für geistige Zusammenarbeit exterritorial und keineswegs, wie die natw- nalistischen Blätter behaupten, von dem „bis zur Schwäche gutmütigen Frankreich" dem Kongress zur Verfügung gestellt. Die Morgensitzung, die dem Warum?" der Abrüstung gewidmet war, verlief unter dem Vorsitz des ehemaligen englischen Unterstaatssekretärs Noel Baker ungestört; nach den einleitenden Erklärungen Lord Cecils, der das Dilemma „Abrüstung oder Untergang stellte und den Vegrützungsworten de Jouvenels, der die Abrüstung als den ,tiefen Wunsch der ungeheuren Mehrheit des französischen Volkes" bezeichnete, sprachen nacheinander der Vorsitzende Baker („Briand, der große alte Mann des Friedens"), der französische Katholik Bois at der Engländer Dickinson, die Reichstagsabge- ordnete Frau Dr. Lüders, der Grieche Politis und der Führer der französischen Kriegsverletzten, Renö Cassin. Sämtliche Ausführungen bewegten sich in Gedankengängen, die man hier als „gutmeinend" zu bezeichnen pflegt: allgemein-pazifistisch ohne besonderen Charakter, abstumpfend in ihren gleichlautenden Wiederholungen.
th. Berlin, 30. November.
Heute werden die in der vorigen Woche geführten Kabinetts, und Ressortbesprechungen i n t e n s iv f or t g es e tz t werden, da man für Ende dieser Woche mit dem Erscheinen der neuen Notverordnung rechnet. Jedenfalls soll vor dem Beginn der für den nächsten Montag, 7. Dezember, angesetzten Verhandlungen des Beratenden Sonderausschusses der BIZ. in Basel die Arbeit an den finanz- und wirtschaftspolitischen Aufgaben im Inneren abgeschlossen sein, die in der neuen Notverord- nilng ihren Niederschlag findet. Die Meldung der Berliner Blätter, daß die Vorarbeiten der Refforts bereits beendet feien, hat sich als verfrüht herausgestellt. Vielmehr ist am Sonnabend lediglich ein Zwischenbericht von dem augenblicklichen Stande dieser Arbeiten erstattet worden, und auch im Laufe dieser Woche werden, wie gesagt, die Kabinettssitzungen und Ressortberatungen noch andaucrn, um für Ende der Woche eine Beschlußfassung zu erreichen.
Ueber den Inhalt der neuen Notverordnung ist inzwischen noch nichts Neues bekannt geworden, sondern es bleibt bei den bisherigen Erwartungetl, daß man mit einer Lockerung der Lohn- und Preisbin- dungen, mit der Erhöhung feer Umsatzsteuer und evtl, mit der Wiedersiwfüchruna der Kapitalertragssteuer zu rechnen hat. Ferner wird wahrscheinlich der Versuch gemacht werden, ein U in sch u l du ngs g e setz für bie Gemeinfeen mit in Hie Notverordnung aufzunchmen.
Endgültiges läßt sich über feen Inhalt der neuen Notverordnung selbstverständlich noch nicht sagen, aber man rechnet damit, daß eine neue Gehaltskürzung diesmal noch nicht in die Notverordnung ausgenommen wird, sondern feaß dieser Plan für das nächste Jahr zurückgestellt bleibt. Neben feen Arbeiten fees Reichskabinetts wird im Laufe dieser Woche auch eine
verstärkte parlamentarische Tätigkeit einsetzen. Eine ganze Reihe von Ausschüssen wird ihre Arbeiten fortsetzen bezw. wieder aufuehnten, wobei vor allem der Haushaltsausschuß des Reichstages im Vordergründe steht, ber alsbald nach dem Erscheinen der neuen Notverordnung eine große finanzpolitische Debatte beabsichtigt. Besonderes Interesse wird im Zusammenhänge mit feer neuen Notverordnung auch dem Aeltestenrat des Reichstages zukommen, der möglicherweise dann in der Frage der Einberufung fees Reichstagsplennms eine andere Haltung als bisher einnehmen wird.
Es wird sehr viel davon abhängen, wie die Sozialdemokraten sich zu der neuen Notverordnung einstellen, denn von ihren Stimmen ist es selbstverständlich abhängig, ob eine vorzeitige Einberufung des Reichstagsplenums in Betracht kommt. Es kann jedenfalls heute noch keineswegs mit voller Sicherheit gesagt werden, daß ber Reichstag wirklich bis zum 23. Februar vertagt bleibt. Wenn die Sozialdemokraten feie neue Notverordnung nicht für tragbar halten sollten, so wäre es vielleicht durchaus mög -
Ganz anders aber war bie Luft am Nachmittag, wo im überfüllten Saale — bie Journalisten mußten hinter der Tribüne teilweise auf dem Boden sitzen — ber Reichsta^sabgeordnete Freiherr v. Rheinbaben "* ' ' ' !. Er gab zunächst bie energische Er-
. baß in ber Abrüstung jetzt bie Stunde bes Handelns gekommen sei, was in französischen Kreisen deutliches Murren heroorrief; es folgte dann bie sensationelle Rede des belgischen Vertreters in Genf, Rolin, bie mit außergewöhnlicher Schärfe gegen bie
London, 30. November.
Die privaten und geheimen Unterredungen zwischen dem französischen Finanzminister F l a n d i n, dem englischen Außenminister, dem Handelsminister Run- ciman und dem Schatzkanzler Sir Neville Chamberlain, dauerten bis Mitternacht. Sie fanden, wie der „Daily Herald" herausgefunden hat, in einem Zimmer des Hotels „Metropole", das von Sir John Simon »orvestellt war, statt. «
Flanbin unterrichtete, wie bie „Times" melbet, bie französischen Vertreter ber Presse bahin, baß sein Besuch rein privater Natur sei. Er habe nicht bie Absicht, Verhandlungen zu führen und werde auch nicht die Frage ber englischen Zolltarife erörtern. Hinsichtlich ber finanziellen Fragen werde er sich auf eine Erläuterung des französischen Standpunktes beschranken wie er vom Ministerpräsidenten Laval in ber Kammerrebe bargelegt worben sei. Die französische Regierung habe den Wunsch, mit der englischen zusammenzuarbeiten, um eine Lösung ber Krise zu finden, die durch die deutsche Zahlungsunfähigkeit verursacht worden sei.
Nach der .Morningpost" findet am heutigen Montag eine Kabinettssitzung statt, auf der die Ergebnisse der Besprechungen erörtert werden sollen. .Daily Herald" zufolge sollen bie währenb des Wochenendes begonnenen Besprechungen auf dem üblichen diploma-
Politik im Londoner Hotelzimmer (Eigener Drahtbericht.)
qungen angenommen, einschließlich derjenigen ihre Truppen 10 Km. von Tientsin zu entfernen. Der amerikanische Konsul in Tientsin hat nach Verhandlungen mit den japanischen Behörden, die Frauen und Kinder aus der Methodistenmission entfernt, die in der neutralen Zone in ber Nähe ber chinesischen Stabt gelegen ist unb daher bei Unruhen besonders gefährdet ist.
Noch keine Fortschritte!
Völkerbundsrat und chinesisch japanischer Streitfall.
Paris, 30. November.
Ter Völkerbundsrat bat auch im Lause seiner Sonntagssitzung keinerlei Fortschritte in der Behandlung des chinesisch-japanisckfen Streitfalles ,u verzeichnen. Der chinesische Vertreter, Dr. S z e, hat von seiner Regierung noch keine neuen Anweisungen erhalten und beharrt daher immer noch auf Festsetzung eines Termines sowohl für den Beginn des Rückzuges der japanischen Truppen wie auch für die Beendigung der Räumung. In Völkerbundskreisen rechnet man aber damit, daß der neue chinesische Außenminister seine unnachgiebige Haltung aufgebeu werde.
Japanischer Rückzug auf Mukden
Eigener Drahtbericht.
L'niL-Lord Cecil, der in Genf - den Thesen des .
und der zugleich das Blatt des Große