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Kasseler Neueste Nachrichten
Donnerstag, 26. November 1931 1
3m Banne -es Aor-lichis
r Elchjagh im hohen Norden.
Der Ur ist dahin und der Wisent, uns blieb nur noch der Elch als einziges Großwild. Auch der wäre aus Deutschland längst verschwunden, wenn ihm in Ostpreußen nicht eine Hegestätte bereitet worden wäre.
Einen Elch zu strecken, ist jedes Jägers Wunsch. Und darum ziehen sie hinaus in die slandinavischen Reviere — und und häufig enttäuscht. Andere Jagd- Verhältnisse, andere Menschen, ein anderes Land.
Und so zog auch Otto Schulz, der Verfasser des Buches »Im Banne des Nordlichts", (Verlag I. Neumann, Neudamm. In Leinen 15.— Mark) einst hinaus, ein Jäger, dem die Heimat jagdlich zu eng geworden, in Norwegens Sümpfe und Berge — und sand Nicht mehr zurück! Ein ganzes langes Jägerleben durfte er dort verbringen. Eins mit der Natur, eins mit den einfach schlichten Menschen; und es hat sich gelohnt. Für ihn, der eine Großwild- strecke erzielen durste wie Wohl selten ein Jäger, für uns, die wir ihm das erste Kapitel seines Buches als Glchmonographie verdanken. Er schoß nicht bloß, er beobachtete und beobachtete genau. Und seine Monographie wird in ihren Einzelheiten eine
Fundgrube für die Wissenschaft werden. Darüber ist kein Zweifel. Es existiert kein Buch, das so genau über die Lebensweise des Elches Aufschluß zu geben vermag.
Monographien sind leicht trockene Wissenschaft, viese ist es nicht. Sie wirb belebt von den unendlich vielen Jagdschilderungen, die meisterhaft hineingeflochten sind: Jagdabenteuer mit Elch und Bär, die ein reichbegnadeter Weidmann schauen durfte. Die Mühscligteilen, die durch das Land und die Jagdart bedingt sind, werden geschildert, das Volk, so einfach schlicht wie es lebt, die Jäger, die sich in den Menst des fremden Gastes stellen und sich für ihn aufopfern. Wir hören von den sagenhaften Lemmingen wir erleben des Verfassers Erfahrung mit domestizierten Tieren und schauen vor unserem geistigen Auge das atemraubende Erlebnis der Jagd auf Schneehasen.
Das Buch ist reich mit Zeichnungen des bekannten Elchzeichners Jürgen von Wolff und hervorragenden Photographien ausgestattet.
Liebe unter Eskimos
Peter Freuchens Roman »Ivalu".
Peter Freuchen, der bekannte Arktisschriftsteller, hatte Mit seinem letzten Roman »Der Nordkaper"
einmütig begeisterte Anerkennung gefunden. Sein neues, gleichfalls im Safari-Verlag erschienenes Buch »Ivalu" spielt wieder im hohen Norden. Inmitten einer, in ihrer Abgeschlossenheit fast trostlos und doch auch wieder gewaltig anmuicnden Natur, die ihre Bewohner zu einem entbehrungsreichen, gefahrvollen Nomadenleben zwingt, wächst Ivalu, das Eskimomädchen, aus. In den durch Anschauung und Gesetz der Eskimos vorge zeichn et en Bahnen verläuft ihr Leben, bis das Zusammentreffen, mit den weißen Männern ihrem Schicksal die entscheidende Wendung gibt. Ihre Liebe zum weißen Mann, gegen die sie machtlos ankämpft, läßt sie weit über ihre Siammesgenossen hinauswachsen. Leidenschaftlicher Kainpf entbrennt um ihre Person. Wer alles Leid, alle Widerstände und alle inneren Hemmungen, denen sie als Tochter der Arktis unterworfen ist, zwingt sie nieder, um dem weißen Eindringling anzugehören und damit die Erfüllung ihres Daseins zu finden.
Zwingend und packend hat Peter Freuchen diese Liebesgeschichte zweier Menschen fremden Mutes, fremder Sitten und Anschauungen, gestaltet. Ein großer Zuq menschlichen Verstehens um die im Innersten schlummernden Triebkräfte jedes Einzelnen, sei er Eskimo oder Europäer, geht durch das Buch dieses herben nordischen Erzählers. _________
Peter Dörfler: „Apollonias Sommer"
Dörflers Kraft wächst von Werk zu Werk. Auch von seinem neuen Roman „Apollonias Sommer", der die Fortsetzung und den Abschluß von Dörflers letztem Werk „Die Lampe der törichten Jungfrau" bildet, gilt, was über dieses geurteilt wurde: „Man muß schon bis Jeremias Gotthelf zurückgehen, um in der Breite und Tiefe des Vorwurfs und in der epischen Behandlung des Stoffes eine ähnliche Kraft am Werke zu wissen". Indem die Schicksale der schwäbischen Müllerstochter, ihr Kampf gegen die ichsüchtige Sippe und ihr Ringen mit den neuen Formen in Handel und Industrie zur Zeit des Frankfurter Parlaments und der Einigungskrioge einem glück- begnadeten Abschlüsse zustreben, spiegelt Dörflers neues Buch Sitten und Zustände der Menschen einer sorgfältig gezeichneten Epoche und einer durch innere Verbundenheit lebendig gemachten Landschaft wider. Aber über der vielfarbigen Handlung steht das an keine Zeit gebundene Symbol, das Dörflers Künst- lerschast in schönem Lichte zeigt. Denn was ist seine Wollonia anderes als das junge Weib unserer Tage, das sich, ausgeschlossen von Ehe und Mutterschaft, mit kraftvollem Entschluß in den Strom des Werte schaffenden Lebens einzuflechren drängt und dem in > -r—,'aauna doch eine Erfüllung entgegenreist!
(Das Buch erschien bei G. Grote in Berlin. — Kart, u-v. ^arl».
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Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen.
Am Mittwoch, den 25. cL M. wurde nach langen, schweren, mit großer Geduld ertragenen Leiden, meine mmggeliebte Frau, unserer Kinder treusorgende Mutter, och west er, Schwägerin und Tante
Marie Grenzebach
geb. Stornier
im Alter von 48 Jahren aus unserer Mitte gerissen.
In tiefer Trauer s
Konrad Grenzebach nebst Kindern.
Kassel (Hartwigstrahe 19), den 26.November 1951.
Die Beerdigung findet Sonnabend, den 28. November, vor. mittags 11.30 Uhr, von der Kapelle des Hauptfriedhofs (Karolinenstrahe) aus statt
Kassel, den 26. November 1931.
Die Beerdigung hat in aller Stille in Hofgeismar stattgefunden.
Gottesdienst:
Freitag abend 4,00, Sonnabend morgen 8,30, Sonnabend nachm. 3,30, Säb-> bath-Ausgang 5,08, an Wochentagen (nur Synagoge Rosenstr.) morgens 7,15, abds. 4,00 Uhr.
FamiM-lMMH m Kasel Todessäll«: Marie Breichaupt. geb. Trope. 84 Zabre.
MMMiteo von aoiwäm
Geburten:
Coria»: Ebba Noll, u. Karl Noll. Stu- dienrat: 1 Sohn.
Qkosongomingo: Reinhard H. A. , Schneider u. Elifa-
beth, geb. Reinhard, 1 sohn.
Todesfälle:
Biedenkopf: Wilhelmine Brübl, geb. ©immer, 80 Jahre.
Darmstadt: Kranz
Metzler, 80 Zahr«.
Marburg: Ludwig Weik.
RieherwalL: Johannes Welk, 71 3.
Wiesensew: Karl c Element, 18 Jahre.
Witzenbause«: Luise Hauser, geb. Rode, 76 Jahre.
Witzenhause«: Friede.
Bauvel, 87 Jahre.
F-rsthans am Braud: Georg Reitz, 89 I.
Am Totensonntag entschlief in Hofgeismar unsere liebe Schwiegermutter und Großmutter
Christine Boß
geb. Brandt
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Familie Boß.
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Der Strumpf den man schenkt