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Aus dem Kreis Sann. Münden

Hann.-Münden. Der Zugmit Gras auf dem Dmhr". Seit Tagen liegt auf einem Abstellgleis des Mundener Bahnhofs ein Eisenbahnwohnzug. Der Zug führt 56 Mann, einen Küchenwag-n, einen Biirowagen und eine Sieche von Wohn-, vezw. Quar- iierwagen. Die Sagen staben Ofenheizung, sie er­halten ihre elektrische Beleuchtung durch einen rasch hergestellten Donveranschluß an die oberirdische Lei­tung in der Näde der Bahn. Die BerpfleMNg er­folgt durch den Küchenwagen. Die Arbeiter fahren nur über Sonnabend und Sonntag in ihre Heimat. Zurzeit werden fast sämtliche Weichen im Bereiche des Mündener Bahnhofs erneuert. Das Gras aber, das auf dem Süchenwagen wächst, hat sich auf einer Ervschicht angefiebelt, die gegen Temperaturen ange­bracht wurde.

Hann.-Münden. Bon der Forstliche« Hochschule. Die Forstliche Hochschule, die zurzeit unter dem Rek­torat des Bodenkundlers Prof. Dr. Süchting steht, hat nach dem soeben veröffentlichten Verzeichnis «n lausenden Wintersemester insgesamt 95 Studierende, während im Sommersemester die Zahl wie gewöhn­lich höher war uns 100 überschritt. In der Lifte be­findet sich diesmal sogar eine Hörerin. Die hiesi­gen höheren Schulen wurden dieser Tage durch den Musikreferenten beim Provinzialschulkolleaium Han­nover zum Zwecke einer Revision de- Musikunter­richts besucht.

HannMünden. Wvgesperrung. Wegen Aus­führung von Reparaturarbetten tottb der öffentliche Weg DransfeldHoher Hagen bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Umleitung über Hoya.

Ans dem Kreise Wolfhagen

Sand. Silberne Hochzeit. Mühlenbesitzer Phi­lipp Friedrich tonnte mit seiner Gattin dieser Tage das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Das Jubel­paar liest seit langen Jahren die K. N. N. Wir gra- t-ulieren herzlichst.

Aus dem Kreis Melsungen

Melsungen. Diebe im Keller. In einer der letz­ten Nächte brachen Diebe bei einem Anwohner der Kasseler Landstraße in den Keller ein und entwende­ten Lebensmittel wie Speck und eingemachte Früchte und Fleisch. Der Einbruch wurde erst bement, als der Eigentümer des Kellers von einer Reise zuvück- itehrte.

Ein Schwindler verhaftet

in Gensungen.

In Gensungen konnte ein gerissener Schwindler dingfest gemacht werden. In Wabern hatte er sich als Sohn von Fabrikant P.-Gensungen au »gegeben und Geld geliehen. Bet der Firma Prinz in Gensungen hob er für Landwirt K-Böddiger einen Vorschuß für das Milchgeld ab, um dann beim Gensunger und Felsberger Arzt als Sohn eines Kollegen vorzu- sprechen, um eine Anleihe aufzunehmen. Eine Nach­frage bei diesem Arzt brachte den Schwindel ans Ta­geslicht und den Schwindler hinterschwedische Gar­dinen".

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Gensungen. Sturz mit dem Fahrrad. Der Schrei­ner H. von hier stürzt« auf dem Heimweg am Dorf­ausgang von Beuern mit seinem Rad. Er fiel so un­glücklich, daß et sich einen Bruch der Hand zuzog.

Gensungen. Hochbetrieb auf der Zeche. Nachdem sich die gute Brennkraft der Heiligenbergbraunkohle erwiesen hat, herrscht jetzt tagtäglich Hochbetrieb auf Zeche Heiligenberg. Ein Lichtblick in unserer Zeit der Wirtschaftsnot und Absatzstockung.

Feuer in Röhrenfurth

In dem Wohnhaus des Arbeiters Seitz brach aus bisher unbekannter Ursache Feuer ans. Trotz ange­strengter Löscharbeit konnte man nicht verhindern, daß das Innere des Hauses fast vollständig aus- Lrannte. Der Verlust ist für die Familie recht hart.

Aus -em Kreise Rotenburg

Rotenburg. Die leidige Spielplatzsrage. Wie be« kannt, war seinerzeit in der Spielplatz frage seitens des Magistrats der Anregung aus Kreisen der Bür­gerschaft, den Neustädter Kirchplatz zum Spielen fret- zugeben, entsprochen worden. Nun aber wird in letzter Zeit vielfach über Auswüchse geklagt, welche sich ergaben. Erst in diesen Tagen wurde ein vor­beigehender Bürger durch einen Fußball ernst ver­letzt. Di« Polizeibeamten sind angewiesen worden, dem Treiben auf dem Kirchplatz erhöhte Aufmerksam­keit zu schenken. Eine vorteilhafte Beränderung im Stadtbild« vollzieht sich durch die gegenwärtig vor­genommene Ausmauerung der Ruine der ehemali­gen Heßschen Mühle. Die Reste sind bis auf die Grundmauern abgetragen worden, so daß der ge­plante Ausbau zu einer Schrotmühle beginnen konnte.

Lispenbausen. Die Gemeitwevertretung tagte. In der Turnhalle fand eine Gemeindevertretersihung statt. Dem Antrag eines Einwohners, aus der Wald- äenossenschaft auszuscheiden, wurde mit dem Vorbe­halt zugestimmt, daß bet Gemeinde durch den Aus­tritt keinerlei Mehrkosten entstehen. Ein Antrag der Erwerbslosen, den Ledigen als Mnterhilfe je 10 Mk. und den Verheirateten je 20 Mt. zu gewäh­ren, wurde, soweit es die Ledigen betrifft, abgelebnt. Ein weiterer Antrag, ihnen unentgeltlich drei Meter Hartholz aus dem staatlichen Forst ju überlassen, wurde an die Oberförsterei weitergeleitet. Für Er­werbslose wind der Preis für die Tadel arte auf 10 Psg. ermäßigt. An der Nürnberger Sttaße wird «ine Straßenlaterne angebracht.

Sontra. Goldene Hochzett. Rentenempfänger Wilhelm Holzhauer und Ehefrau Katherine feiern am 26. November das Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilar« erfreuen sich noch bester Gesundheit.

Keine Schlachtsteuer

im Kreise Rotenburg.

Im Kreise Rotenburg a. F. wurde in letzter Zeit das Gerücht verbreitet, daß vom Kreise eine sogen. Schlachtsteuer in Hökhe von RM. 615 erhoben wer- den sollte. Wie der Vorsitzende des Kreisausschusses dazu nunmehr amtlich bekannt gibt, entbehren diese Gerücht« jeoer Grundlage.

Segelflugpruppe auch in Bebra

Groenhoss sprach in der Turnhalle.

Vor einiger Zeit ist auch in Bebra eine Segel« slieaergruppe gegründet worden. Auf dem Triesch bei Sol; steht ein gutes Fluggelände zur Verfügung. Dort konnte schon eine Anzahl gut verlaufener Flüge mit dem in der Trieselmannschen Mühle erbauten Segelflugzeug aus geführt werden. Die Gruppe zählt bis jetzt 20 akkioe und zahlreiche passive Mitglieder. Der Bau eine» UnlerkunstS- und Äufbewahruna-ge- bäudeS bei dem Fluggelände ist geplant, da tm Som­mer dort eifrig «etoult werden soll. Di« Gruppe, die dem Deutsthen Luftfahrt-Verband angehort, trat am Sonnabend zum ersten Male mit einem Vor­tragsabend in der Bebraer Turnhalle vor die Oes- jentlichkeit. Nach einem Lichlbilbervortrag vo« kunst-

r Donnerstag, 26. November 1931

Kasseler Neueste Nachrichten

«die 3-1 Beilage *

malet Ecke« über das Fliegerloben auf der Wasser­kuppe sprach der bekannte Segelflieger Groenhoff über seine Flüge und die Expedition auf das Jungfrau- joch. Es ist zu wünschen, daß die Sogelflugbewe- gung auch hier einen starken Aufschwung nimmt, und vaß die junge Gruppe in ihren ernsthaften Bestrebun­gen recht tatkräftig von allen Zeiten unterstützt wird, damit auch Bebra bald auf dem Gebiet des Segel- flugs sich einen guten Ruf erwerben kann.

Aus -em Kreis Witzenhausen

Witzenhausen. Vorn Wafferbauamt. Nach einet Bekanntmachung der Wasserstraßendirektion in Han­nover ist die Entnahme von Pflanzen, Schlamm, Erde, Sand, Kies und Steinen aus der Werra insofern be­schränkt, als dazu die Genehmigung des Preußischen Wasserbauamts erforderlich ist.

Fritzlar rüstet zur 1. Werbeschau!

Ermutigt durch die Werbeschauen in den kleinen Städten unserer Provinz, mehr aber noch, um dem Publikum bet kleinen Stadt und der angrenzen-, den Dörfer die Leistungsfähigkeit der dem Klein- handeksverband angeschlossenen Geschäftswelt besser vor Augen zu führen, entschloß sich auch der Kauf­männische Kreisverein Fritzlar in seiner letzten Ge­neralversammlung, am 29. November in den Räu­men der Kaiserpfalz zu Fritzlar eine große Werbe- schau zu veranstalten. Schon lind die Vorbereitungen im vollsten Gange und wenn nicht alles trügt, kann die hiesige Geschäftswelt diese erste Schau, die mit großen Unkosten verknüpft ist, als einen Erfolg bu­chen, der sich sicher im Weihnachtsgeschäft erstmalig zeigen wird. Die Werbeschau in Fritzlar soll dem Wunsche des schwer um seine Existenz kämpfenden EinzelhandelsSauft am Platze!" besonderen Aus­druck verleihen. Die Ausstellung wird am 29. No­vember, vormittags 11 Uhr mit einer Führung durch dieselbe eröffnet. Mehrere große Lieferfirmen wer­den die Ausstellung durch Präparationsvorführungen und Probeabgaben vervollständigen. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Mehr aber noch win­ken dem Besuchet von Stadt und Land herrliche Pteisgegenstände. Der 300. Besucher erhält kostenlos ein Porzellan-Tee-Service, der 600. Besuchet 6 ge­schliffene Weingläser mit modischem Tablett, der 1000. Besucher ein elegantes Teegecdck mit 6 Servietten, der 1500 Besucher 1 Paar elegante Salamander-Da­menschuhe utilb der 2000. Besuchet 1 Peddigrohr-Korb­sessel. *

Fritzlar. Erbensjubiläum. Ihr 25jährig«s Ordens­jubiläum in der Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern konnte Schwester Herminegild feiern. Die Jubilarin war lange Jahre in der Krankenpflege und als Kinderschwester tätig.

Fritzlar. Hohes Alter. Bäckermeister Karl Schade feiert feinen 81. Geburtstag. Er erfreut sich noch gu­ter Gesundheit. Herzlichen Glückwunsch.

Wabern. Schäferjubiläum. Anläßlich [eines 50- jährigen Dienstjubiläums wurde dem Schäfer Joh. .Heinrich Göbel aus Wabern von der Landwirtschafts- fammer Kassel die goldene Ehrenmedaille für 50j-ih­rige treue Dienste verlieben und durch Landwirt- schastsrat Schwend und Bürgermeister Morsch seiet- lichst überreicht.

Riedervorschütz. Kartoffeldiebe. Einem kleinen Landwirt sind annähernd 35 Zentner Kartoffeln aus der Miete gestohlen worden. Von den Tätern fehlt jede Spur, doch wird angenommen, daß sie in der Nähe wohnen.

Aus -em Kreise Homberg

Homberg. Kreisbauernversammlung. Die Herbst- generafoerfammlung »er Kreisbauernschaft Homberg war gut besucht. Nach der Begrüßung des 1. Vorsit­zenden sprach Beterinärrat Dr. Mench-Homberg über Unfruchtbarkeit der Rinder*. Der Kteisbuchstellen- teiter machte seht interessante Ausführungen über Einheitssteuer une Buchführung". Zum Schluß sprach Landwirt Vetter-Wanfried über den Kampf der Laiikwittschast in der Politik. Seine Aussüh- rungen fanden reichen Beifall. Mit dem Gesang des Deutschlandliedes wurde die Tagung beendet.

Aus dem Kreise Kirchhain

Kirchhain. Ausbruch der Rotlaufseuche. Unter dem Schweinsbestand des Landwirts Konrad Bingel ist di« Rotlaufkeuche ausgebtochen. Schutzmaßnahmen sind angeordnet.

Aus Waldeck

Immighausen. Bon der Winterhilfe. Die Samm­lung für die Winterhilfe bat ein sehr erfreuliches Ergebnis gehabt. Insgesamt wurden 58,5 Zentner Kartoffeln, 21,5 Zentner Roggen, 5,80 Zentner Wei­

zen, 3,25 Zentner Erbsen, 11 Pfund Speck und 20 Mk. in bat gesammelt.

Aus Dem Streife klslar

Uslar. Die Stadt vergrößert stch. Die Einwohner- zahl unserer Stadt hat in den letzten Tagen bee Stand von 3015 erreicht, eine Zahl, die noch ni« er­reicht worden ist. Die gestiegene Einwohnerzahl ist auf die in unserer Stadt blühende Holzindustrie zu­rückzuführen.

Auto gegen Lichtmafi

Die Stadt im Dunkel.

In Borgentreich kam ein Kraftwagen in einer Kurve infolge zu schnellen Fahrens ins Schleudern und rannte gegen einen Mast der elektrischen Licht­leitung. Durch die Wucht des Anpralles wurde der Wagen erheblich beschädigt, während bi« Insassen mit dem Schrecken und leichten Verletzungen davonkamen. Ferner wurde die Lichtleitung zerstört, so daß die Stadt für Stunden im Dunkel lag.

Einbrecher in Frankenberg

Nachts haben Diebe der Gastwirtschaft und Bäcke­rei A. Weller in Frankenberg einen Besuch abgehär­tet. Tie Langfinger taten stch an den vorgefundenen Eßwaren gütlich und raubten die Kassen von Gast­wirtschaft und Bäckerei aus, wobei ihnen jedoch nur zirka 15 Mark in die Hände fielen. Außer anderen Kleinigkeiten erbeuteten di« Einbrecher auch 200 Zi­garetten.

Muffelwild im Kreise Frankenberg

Ein Mufflon-Bock wurde vorn hiesigen Förster G. Seschossen. Der Bock hatte sich der Piermünder Schaf- erde angeschlossen und ließ sich nicht vertreiben. Die ursprüngliche Heimat der Mufflons sind die hohen Bergketten Sardiniens und Korsikas.

Aus -em Kreise Vie-enkopf

Niedereisenhausen. Lichtbildervorträg«. Hier und in Wolzhausen sanden Montag und Dienstag Licht- bildervoriräge statt, die das ThemaWarum Abrü- ftotng behandelten.

Achenbach. Rekordschwein. Von einem Land? wirt wurde ein Schwein geschlachtet, daß das statt­liche Gewicht von 5 Zentnern und 7 Pfund hatte. In drei Jahren hat das Tier insgesamt 66 Ferkel zur Welt gebracht.

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Großfeuer in Bettenhausen

Zwei Scheunen mit Stallungen abgebrannt.

Die Scheunen und Stallungen der Besitzer R. und H. in Bettenhaus«» in der Rhön gingen abends in Flammen auf. Die Wohnhäuser konnten gerettet werden. Der Besitzer R. wurde unter dem Verdacht der Brandstiftung festge­nommen.

Rundfunk

Wir höre» em drittes, be« 87. Jj

Srenkfurt-Kassel: M

mA ihre

Refrain-

Paull

19.05: Arr-tevortraa:Die Erziehung de» Kin-es zur eei- fügen Gesundheit"

19.85: Nachrichten auS K

19.45:Musikalische ®ru:

Bedeutuna, Vortrag von HanS Rosbaub. ,

90.16: Manon, Over in vier Akten und sechs Silbern, Tert von yenri Neilhae und Philwv Gille, Musik von I. Massenet l Deutsch von Ferdinand Onnrbert)

22.00: Deutsche Humoristen: Otto Julius Biervaum Svrecher: Carl Struve

22.4523.30: Tanzmusik der Funkkavelle Haar gelang: Sans Hanus

6.15: Wettermeldung, Morgengamnastik l mA II W Anschließend: Frühkouzert auf Schallvlatten

15.2& ^ie^uitg'°ünd"^dung: Elteraftunbe Zur Dchii- leranmeloung: ..On welcher weiterführenden Schule soll ich mein Kind anmelden?" Ratschlage von Mit- lelfchullehrer W. Kldvvel und StuitenKreftor Dr. Schramm

16.00: Aus 6em (fafe Sacher: Unterhaltungskonzert bet Ka-

17.05: Son ^esbaöen: ftonjerf des Stiidt. KurorchesterS

18.40:Die biologischen Voraussetzungen der Berufswabl", Berusskundltcher Vortrag von Obermebizinalrat Dr.

Königswusterhausen: 90.00: Sus Neuvvrk: Worüber man in Amerika svricht (Kurt G. Sell). 90.15: Von Breslau:Buschiade" in Wort und Ton. 21.30: DaS Buch Tobias", Singfabel von Herrmann Mvftar. -'> Königsberg-Heflsberg: 20.35: Äoneert. Lan­ge n b e r a: 20.15: ..Bom Hundertsten ins Tausendste". <> Wien: 20.00: $nn R6In: Bom Hundertstem ins Tausend­ste. «unter Abend. <$> Rom: 31.00;Clo-Clo", Overerre von Fr. Lehar.

Stadt «in-

Ir di«

9480 Mk. und Baurat Hilmer 8538 Mk. Er bekomm« also nicht 25 000 Mk sondern 1*2389 Mk. und habe statt drei Studenten, was man behauptet, nur einen wohnen.

Marburgs Oberbürgermeister erklärt

Aus dem Marburger Stadtparlament.

Ei» Goldwarengeschäsl in unserer Itavt wurde von Einbrechern heimgesuwt, denen 95 RM. in bar sowie 30 goldene Herrensitzelringe im Werte von 600 Mk. in Vie Hände fielen.

Marburg. Vom Gedenken der Tote«. Wie jedes Jahr, so hatte sich auch in diesem fast die gesamt« Be­völkerung zur Totengsdenkfeier auf dem Friedhof eingefunben. Dort waren Vereine, Studentenschaf. ten und die Reichswehr erschienen. Die Reichswehr- kapelle spielte einige Musikstücke und der Männerge- fangoerein Liedertafel brachte einige f<fcSne Chöre zu Gehör. Pfarrer Veerhoff hielt di« Gedächtnisrede. Es folgten dann die Kranzniederlegungen der Ver­eine, der Stadt, d^r Studentenschaften und anderen Bünden. Mit dem Trauermarsch der Reichswehr- kapelleMorgen in das kühle Grab" endet« die Feier.

Nach der Wahl der Beisitzer der MieteinigungS- amtes für das Geschäftsjahr 1932 und Ersatzwahlen zu mehreren Aussckmssen sand di« Anschasfung einer Rechenmaschine eine lange Aussprache. Besonders viel Arbeit «nachten di« Statistiken, di« jetzt sehr oft angefordert würden. 600 Mk. seien vorgesehen. Der Preis betrage aber 1500 Mk. Man war verschiedent­lich der Ansicht, eine Menschenkraft dafür einzusetzen, tonnte jedoch sich nicht durchsetzen. So wurde der Antrag mit geringer Mehrheit angenommen. Die Behringwerke hatten einen Antrag an die Stadt «in« gebracht, wonach die Stadt die Gasleitung-_ Gemeinde Marbach bis zum Behringschen Gut legen soll. Die Gemeinde Marbach hat zu dieser Anlage 2600 RM. bewilligt. Den Bewohnern, die an dieser Leitung liegen, soll zu angemessenem Preis Gas ge­liefert werden. Den Rest von 9600 Mk. trägt die Stadt Marburg gegen die Sicherung, falls die Beh­ringwerke trotz der Anlage der Gasleitung umzi-ben, müssen sie eine entsprechende Summe der Baukosten tragen. Ta viele Marburger Arbeiter und Angestellte dort Arbeit sinden, ist der Antrag angenommen war- den. ES folgten noch einige Anträge auf Kauf und Tausch von Grundstücken.

Arn Dienstag fane> die letzte Stadtverordneten­sitzung in diesem Jahre statt. Es sind in das Stabt« Parlament für Telegrapheninspektor Karl Rehrmann Eisenl^ahninspektor Karl Köhler und für Gastwirt A. Hildemann Bäckermeister Ludwig Schweinsberger emgetreten. Nach der Beschlußfassung über die Gül­tigkeit von Ersatzwahlen zum Magistrat hatte man über den Antrag auf Heranziehung von Berussmusi- kern zu städtischen Veranstaltungen zu beschließen. Da Marburg eine Reichswehrkapellc hat, ist diese oft zu Veranstaltungen der Stadt herangezogen worden. Dadurch sind oft die Berufsmusiker geschädigt wor­den. Es wurde beschlossen, in Zukunft nach Möglich­keit zu den städtischen Veranstaltungen Kerussmusiker zu nehmen. In dem nächsten Antrag sollte der alte VfB.-Platz an der Lahn südlich von Marburg als Freibao hergegeben werden. Dieser Platz war frü­her schon als Freibad benutzt worden. Marburg hat aber doch ein «ommerbad, so vatz dieser Antrag ab­gelehnt wird. Ein anderer Antrag befaßte sich mit der Ausgabe von Freikarren zu stätischenVeranstaltun. gen. Von Seiten der Staotoäter wurde der Verwal­tung vorgeworfen, bei städtischen Veranstaltungen Freikarten in großem Maße auszugeben. Oberbürger­meister Müller verneinte dieses aber. Man habe nur besonderen Gasten Freikarten gegeben. Die Abstim­mung ergab, daß in Zukunft diese Freikarten weiter «len werden sollen. Der nächste Antrag ging auf erring der für die Erhebung der Hundesteuern bestehenden Vorschriften. Die Hundebesitzer, die 100 Meter von der Stadt entfernt wohnen, sollten wie­der eine ermäßigte Hundesteuer bezahlen. Dieser An­trag wurde abgelehnt. Sodann wurde Auskunft über die Grundsätze, nach denen in den vergangenen Jahren die HauSzinssteuer vergeben wurde, erteilt. Ter nächste Antrag lautete auf Auskunft über die Angleichung der Geballer der höheren städtischen Be­amten an die Gehälrer der Reichsbeamten. Ta Ge­rücht« über die Gehälter der höheren Beamten ver Stadt Marburg herumgehen, war diese Anfrage sehr wichtig. Ter Oberbürgermeister gab hierzu offen Au-künft. Gs sei kein Angleich ver Gehälter an die bei Reiches, sondern es fei eine Herabsetzung. Die­ses sei durch die Notverordnung geschehen. Danach bekomme er, Oberbürgermeister Müller, im Jahre 12 389 RM. «hinzu tomeiu noch eine Aufwandsent­schädigung und Wohnungsgeld), Bürgermeister Voß

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Auch ohne Mundstück

Wappen

Von den Berghängen Ost-Mazedoniens kommt

zu uns der kostbarste Zi- garettentabak der Erde. Schwerlich können des­

halb andere Zigaretten so wertvoll sein, wie unsere

Täglich gewinnt sie sich mehr treue Freunde

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