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Handel Wirtschaft Börse

Kasseler Neueste Nachrichten

Hessische Handelszeitung

Montag, den 23. November 1931

Das nennt sich Bankier!

DieVziarniung desdeulscWIte

Ein neuer Fall von Mißwirtschaft einer Bank

> heraus zu nehmen und damit eine on zu erreichen. Sämtliche Anteil« Gesellschaft befänden sich im Besitz Wicklietzend erklärte die Berwal- re Ausschüttung zur Seit nichts s«> von der ferneren Entwicklung des

Agrarfragen

Die Ernährung des deutschen Volkes ist nicht gefährdet

Neues Sonknrsversahren: Gutsvächter Otto Rodrian in Güntersen: K.-B. R.-A. Leopold in Uslar: Anmeldefrist

biS 19. 13.

Zum Fall Hausbesitzer-Bank

Die Dredner

Roch ei« GlSubigerschutzverband.

Bank tritt in den Vorstand ein.

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Hafer

Waren und ihre Preise

In Kürzet

aier Produktenbörse

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per Dez.

Viehmärkte

Berliner Devisenkurse

30. November

Brief

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Stattftischen Reichsamt für bex 17. tattta Indexziffer der Graßhaubels- M lv6.fr gLAenübek bcr itm 04

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ben Sfseutl lies tm Okto!

»r wenig zurüagega«- 13 582 587 RM gegen

31. November

227.00-23Q0(

21. November

Tlgl. Geld «>/,»/»

10.50-1160 1050-11.00 24 00 -30 GC 25 00-28 00

Is Reldumart Privatdhkont tfih

M

d anscheinend aussichtsreiche Bestrebung n ck e r t e r m i n b ö r s e u von Magde> die nun schau fast vier Monate ««schloß wieder zu eröffnen.

Winterroggen Winterweizen Sommergerste

Bei der Berliner Banksirma Marens n. Co. find grobe Devotnuterschlagnnge» entdeckt worden. Die Inhaber der Bank stad »e« Kriminalbeamte« ein­gehend vernommen worden.

Seltsames Doppelspiel der Ereignisse: An dem Lage, da der Finanzskandal der B a n k für H a n d e l und Grund, besitz offenbar wurde, mutzte das Publikum auch von schweren Depotuntcrschlagungen bei der einst angesehenen Berliner Bank Marens «. Co. auf der Jägerstrabe in Kennt­nis gesetzt werden. Einer der Inhaber der Bank, der Ban­kier Marcus, hat schon vor einigen Wochen einen Selbst­mordversuch unternommen. Er konnte jedoch gerettet wer- den und liegt jetzt immer noch krank darnieder. Sein Kom- vaguon Schreiber hat in einem stundenlange« Verhör »u- gebeu wüsten, dah umfangreiche Veruntreuun­gen in der Bank vorgekomwe« sind. Schreiber behauptet jedoch, an den Devotunterschlagungen unschuldig zu fein. Die Verluste, die die Sunden des Bankgeschäfts durch die Be­trügereien der Inhaber und durch die unglaubliche Mttzwirt- schaft der Bank erlitten haben,

seien in die Millionen.

Bevor der Haftbefehl gegen die Haitvtfchuldigen verhängt wird, soll erst die Büchcrvrüsung beendet werde«. Die bet- den Inhaber der Bank stehen vorläufig unter scharfer poli. zeilicher Kontrolle.

Durch den neuenFall Marcus-Bank' ist Las Vertraue« des deutschen Publikums auf die Banken erneut schwer er- tcküttert worden. Bisher'war eS üblich, ü-tz die Besitzer vou Effekten ihre Wertpapiere den Banken zur B e r w a h- r u n g ins Safe oder ins verschlosseneDepot über­gaben. AuS verschiedenen Gründen begnügten sich die Weri- vavierbesttzer auch damit, ihre Papiere in offene Depots zu legen. Die Versuchung »u Veruntreuungen liegt hier be­sonders nahe. Das sogenannte Depotgesetz vom 5. Juli 1896 verpflichtete wenigstens den Bankier, die ihm zur Verwah­rung übergebene» Wertpapiere und Wertgegenstände geson­dert von seinen eigene« Beständen aufzubewahren. Der Bankier, der von dem Kunden den Auftrag zum Ankauf von Wertpapieren erhält, ist auch gesetzlich dazu angebalten, dem Kunden nach erfolgtem Kauf ein Stückeverzeichnis zu sen­de«. Im Fall Marcus u. Co. lag es wahrscheinlich so, dah der Bankier die angekaufteu eWrtpaviere garnicht erst in die Depot» seiner Kunden gelegt, sondern sie für sich selbst ver­wendet hat.

Aufgabe der deutschen Justiz mntz es fein, die Verstöße der Bankiers gegen das Recht so schnell wie Mötzlich zu untersuchen. Die Beschuldigten sollten sofort zur Verantwortung gezogen werden. Es geht nicht an, Latz man mit dem Vertrauen des Volkes weiter so frevelhaft spielt. Auch die deutschen Bankiers wüßten ein Interesse daran haben, die unwürdigen Elemente aus ihrem Gewerbe zu entfernen. Solche Bankiers, wie sie bei der Marius- Bank ihr Spiel trieben, sind die Totengräber der deutschen Privatwirtschaft.

Tie*« i Eng-

den. Ferner böte auch die gegenwärtige Nahrungsmittel- einfuhr noch die Möglichkeit zu wettgehender Devisenein- fparung. Der Redner streifte sodann die

Fragen der gegenwärtigen Handesvolitik

und führte aus, daß eS bei einer Reihe von Zöllen nicht mehr auf die absolute Zollhöhe ankomme, sondern daß der Zweck des Zolle» hier lediglich die Abriegelung der Einfuh­ren vom Binnenmarkt und die Sicherung des Absatzes der Jnlandserzeugung sei.

Ein besonders schwer zu lösendes Problem bilde die Frage der landwirtschaftlichen Verschuldung: es sei zu Soffen, dah die Ausführungsbestimmungen zur letzten Ost- hilfeverordnun« hier sowohl den Bedürfnissen der ostdeut­schen Landwirtschaft als auch der übrigen beteiligten Wirt­schaftskreise weitgehend Rechnung tragen würden.

Gesamtnote befriedigend

Die Beschaffenheit der deutschen Getreideernte 1931.

| Heimische Wirtschaft

Damms n. Streit. Das Vergleichsverfahren übe« das Vermögen der Firma Bankhaus Damms u. Streit in Kassel alleiniger Inhaber Bankier Lud­wig Streit in Kassel, ist infolge Bestätigung des Vergleichs aufgehoben worden.

Kasseler Genossenschaftsbank e. G. nt. b. H. Wie wir hören, ist es der neuen Bankleitung bisher möglich gewe­sen. die Bankoerpflichtungen von 800 000 RM. auf 70 000 RM. abzudecken. Einige Grundstücke, die der Genossen­schaftsbank aus Hovotbekenbefitz zugefalle» sind, konnte» inzwischen veräuhert werden. Wege» der Veräußerung de» Homberger Basaltwerks G. m. 6. H. t» Homberg (Bezirk Kastel) schwebe» immer noch Berhaud- lungen. In einer demnächst einzuherufendeu Jahres­hauptversammlung soll u. a. über Me Möglich­keit der Veräußerung des Homberger Basaltwerkes ver­bandelt werde«.

Anstelle des plötzlich verhinderte« Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft Dr. h. c. Martin Schiele sprach Dr. Axel S ch i n d l e r, der Leiter der Preisberichts­stelle beim Deutschen Lanüwirtschaftsrat am 20. ü. M. in der Weltwirtschaftlichen Gesellschaft, Berlin, überAgrar­fragen".

Der Vortragende führte aus, daß die durch Wirtschafts­krise und Arbeitslosigkeit hervorgerufene Schrumpfung der Kaufkraft bisher hauptsächlich erst in einer Senkung des Preisniveaus der nicht preisgebunöenen Güter der Lebenshaltung sich ausgewirkt habe. In 1. Linie seien hiervon Nahrungsmittel und unter diesen die Agrarerzcug- ntsse betroffen worben. Die Landwirtschaft habe als. Bereit» in größerem Maße vorgeleistet, und die zuständigen Stellen sollten sich nunmehr auch einmal mit der Senkung der übri­ge» Lebenshaltungskosten, die nahezu SO Prozent der Ge- samUebenshaltungskosten ausmachen, und insbesondere mtt den gebundenen Preisen für Wohnung, Heizung, Be- leuchtung und den Tarifen der zumeist städtischen Bersor- gungsbetriebe befasse». Die Preisentwicklung für Agrar­erzeugnisse und landwirtschaftliche Produktionsmittel habe in de» letzten Jahre» nach einer vorübergehend etwas günstige­ren Entwicklung wieder zu einer weiteren Verschlech­terung der landwirtschaftlichen Produktionsbediugungen geführt. Auch hier beständen noch bedeutsame Aufgaben zur Senkung der Preise für landwirtschaflliche Betriebs­mittel. Der Redner erörterte sodann die Behauptungen,

daß die Ernährung des deutschen Volkes im laufen­den Wirtschaftsjahr« gefährdet sei

und kam zu dem Ergebnis, daß zu irgendwelchen Befürch­tungen aus diesem Gebiet keinerlei Anlaß bestehe. Die deutsche L.ndwirtschaft habe in den lebten Jahren ihre Pro­duktion nicht unerheblich zu steigern vermocht und der E i n- fubrbedarf Deutschlands an Nahrungsmitteln fei dem­entsprechend bedeutend »urückgegange«. Während int Jahre 1927 noch eine Lebensmitteleiusuhr in Höhe von rd. vier Mrd. RM ersorderlich war. fei in diesem Jahre mit einer Verringerung auf etwa 1.6 Mrd. RM zu rechnen: diese Entwicklung sei allerdings »um Teil aus das Sinken der Preise am Weltmarkt »urückzuführen. Unsere heutige Devi- lenlage müßte durch einen Einfuhrbedarf, wie er noch vor wenigen Jahren erforderlich war. beträchtlich verschärft wer-

9003000MÄS l»ord. Krieg« brw.

12003000 11.11926)

. 1 Pap. Peso . 1 Can Doll . 1 Yen . .

1 ägypt. Pfd . Iturk Ptd . 1 Ptd. Steil. . 1 Dollar . 1 Mürel«. . 1 Gold Pes. . . 100 Gulden . 100 Drachmen . 100 Belga

. 100 Lei . 100 PengO , 100 Guldsi . 100 flnnl. M.

100 Lire . 100 Dinar

100 Lltae 100 Kr.

100 Eskudo . 100 Kr. . . 100 Fra. . . 100 Kr. . . 100 tel Kr . 100 Latte . 100 Frc. . . 100 Lewa

100 Peseten

100 Kr. . . 100 eatn. Kr. . ioo Sohin

Athen . » . Brüssel « . Bukarest . . .

Budapest . « Daniig . . .

Helsingtore. « Italien . .

Jugoslawien Kaunas (Kowno) Kopenhagen Lisaabon-Oporto Oslo , . . Parte .... Prag .... Reykjavik . , Riga . « , Schwei« . . . Sofia .... Spanien . . . Stookb. Gothenb. Tallinn (E«tl.) . Wien ...

Wellen, märk. ab Station Roggen, märk. ab Station Braugerste

Futtergerste Hafer, märk ab Station . Weizeumeh. ..... Roggeumehl

Weizenkleie .....

Roggenkleie .....

Viktoriaerbsen . . . > Kleine Speiseerbsen . - . Futtererbsen ..... Peluschken . . . Ackerbohnen ..... Wicken ...... Lupinen, blaue . . . . gelbe . . . > .

Seradella, neue Leinkuchen. Basis 87% . . Erdnußkuchen 50 % Erdnußkuchenmehl 50 % . Trockenschnitzel . . Extr. Sojascbrot 40 %

ab Hamburg . . . . . ab Stettin . . .

Kartoffelflocken , > , >

10.50-11.00

24.00-30.00

25.00 28.00

17.00-20.00

17.00-19.00

-ieReicksbahuau- 285 Millionen RM er-

Amcrikas Antwort

auf die britische Einfuhrbeschränkung.

Affociated Preß meldet aus Washington: Die R» wird die sofortige Erhebung von Ausgleichs» auf britische Einfuhrwaren entsprechend den Zöllen, d land auf amerikanische Erzeugnisse erhebt, anordnen.

Buenos Aires . Canada. . . . Japan . . . Kairo . . . Konstantinopel London . . Neuyork . . Rio d« Janeiro. Uruguay . . Amsterdam . .

. Di« vom <

»«HM« mitJ06.fr gegenüber der'SotrooAe'nm'M $to« zent gesunken. An dem Rückgang nnd die I Überziffern für all« Hauvtgrnvven betelligt.

Gruudloie Evtztcbuug der Prokura ist widerrechtlich. Eine grundlose Entziehung der Prokura braucht sich nach einem Urteil des Reichsarbeitsgerichts vom 10. August 1981 (51/81) ein im Dienstvertrag angeftellter Prokurist nicht ge­fallen zu lassen.

fidten Aituliät der Universität Rostock in Änerkennnna^sei- «er Verdienste um bte beuhrne Bolfswir nbatt bte Würde ett.es DofMrs bet Wirtickaflswisienickaften ehrenhalber ver- lieh«» worden, ------

Heutiger Frühverkehr abwartend.

Berlin, 23. November. Der Markt lag sehr abwartend. Geschäft infolgedessen kaum entwickelt. Am Lreferungsmarkt nannte man für Weizen und Roggen im allgemeinen Sonnabend-Schlußvrreiie, nur für Dezember-Werze« lauten die Gebote 1 RM niedriger.

Amtliche Notierungen vom Vortog

Magdeburger Zuckeruotieruugen vom 81. November, h l. Mehlis prompt ver 10 Tage, per sof. und k 31,50. Tendenz ruhig.

mit sofortiger Wirkung di» ans weiteres gesperrt.

Rach der Feststellung des. Berendes iflenilüf^ Feuer- versicherungsaustalten sind die Leistungen für Brand»

»äbufmbäst.» mtt efc Stammaktien auf 10,14 Mill. RM vor.

,.ÄiäS'äÄM Höf

Trust LZ. erwürben worben ist, nuumebr in deu BesiL

Zwangsvergleichstermin: Konkurs Kaufmann RSmntz in Kassel, 14. 12.

Flucht aus dem Schilling

Reichsbank verweigert Ankauf von Schillingnote«.

Mr die nächsten Tag« dürfte, wie cs bereits am Sonrwben» der Fall war, der freie H a n b e I in österreichischen Schillingen unterbunden werden. Bereits am Tonnabendmorgen wurden seitens der Reichsdanf und der Berliner Großbanken ein Anlauf österreichischer Schilling- Noten verweigert. Tiefe Maßnahme beruht aus der Tatsache, daß in den letzten Tagen eineFlucht aus dem Schilling in die Reichsmark' stattfindet und der Reichsdanf fortlaufend größere Mengen österreichischer Noten angeboten werden. Da die Bestände der Reichsdanf an österreichischen Valuten Bereits beträchtlich angewachseu sind, ist an eine Aufnahme des Notenangebotes erst wieder, zu denken, wenn es ermöglicht wird, daß die Reichsdanf ihre Bestände realisieren tonn, zumal durch bte in Oesterreich verhängte $ebi 1enftierre es her Reichsbanf nicht mög­lich ist, über ihr österreichisches Makdepot frei zu verfügen.

J0004500M..E.,.

Ivord. Kriege) bzw.

J00O-8OO0HH 7111916)

'H.vgrii 9SOOJÜSOOM (mrdknegel; etfig bzw. 'Sag 8000-2500081 M (111926)

Stadtberger Hütte N.-G. r. 8.. Niedermarsber». Di« GB. aenÄmiate bie Bilanz per 31. Oktober 1930, bie Liguida- iionseröffnunasbilanz per 1. November 1930 sowie bie Bi­lanz per 30. Juni 1931 unü erteilte AufsichtSrat, Borstauö unh Ltouiöator einstimmig Entlastung. Auf Anfrage er­klärte die Verwaltung, es fei beabsichtigt, bie »och vorhande­nen Vorräte an Zwischenprodukten und vor alle« bte Sup- serbestänbe auf den Halben weiter in Form von Kupfer- zement zu gewinnen und diesen Kupferzement zu schmelzen und zu verkaufen. Ein Erlös sei aber nur bet einem Kuv- fervreis von über 60 RM vorhanden, da bte «oelbstkosten etwa 60 RM betragen. Entsprechend der Genehmigung der letzten GV fei im laufenden Geschäftsjahr ein Teil der Im­mobilie». namentlich der Grundbesitz. in eine Jmmvbr» lienverwertungSgesellschaft eingeüracht dem Zweck, diese sehr schwierig zu verwertenden Immobi­lien au8 der Lianidation heraus zu nehmen und damit eine übersichtlichere Ltauidation zu erreichen. Sämtliche Anteile dieser neu gegründeten Gesellschaft befände« sich tm Besitz der Stadtberger Hütte. Abschließend erklärte bte Verwal­tung. daß sie über weitere Ausschüttung zur Seit nichts sa­gen könne, weil alles von der ferneren Entwicklung des KuvservresseS abhänge.

3e der Auschtsrntssitz»«« der Berliner Kindl- Brauer«! «7-G B «Fit«, ift hetcklosieu worden, der o. GB. eia« gegen das Boriabr um 6 Prozent geringer« Dividende, d. h. 16 Prozent ans die StammaktiU ntti> 18 Prozent auf die Stamm-Prwritats-Aktie» vorzulchlage».

»le wir hören, sollen Ende dieses, Monats J 8 m { Urne Steinbruche d er Bereinigt«« Schl «fi­sche« Grauitwerke G. m. b. H.. Breslau, stillgelegt werden. Durch diese Maßnahme kommen bei den Werken, bie vor einigen Fahren noch 5000 Memchen beschatttgte«, die letzte« 100 Arbeiter »nd Angestellten zur Entlassung.

*

Es geht los!

'Mrozentisse Einfuhrzölle in England auf zahlreiche Fertig- und Halbfertigwaren.

Kam» neu» Stunden nach der königlichen Zustimmung »U dem Gesetz über die anormale Einfuhr bat das Handels­amt tn Uebereinstimmuna mit dem Schutzamt bereit« die erste Verfügung veröffentlicht. Dann belegt es auf Grund der ihm erteilten Ermächtigung mtt Wirkung vom 25. No-

AuSländische Devisen-Surse.

Paris, 21. November. London 9560, Neu vor k 257544, Belgien 354*<4, Spanien 217, Italien 13114, Schweiz 496J4, Holünd 1025H. Prag 7580, Rumäme» 1615, Berlin 607.

Zürich, 21. Nov. Paris »14, London ISS«, Belgien 7184 Spanien 4375, Holland 206^4. Stockholm 104, Oslo 104. Prag 1523, Warschau 5720 Athen 080, Konstantinopel'280. Buka­rest 306, PrioatdiSkontsatz Inl.llk.AiE 5M, Japan 2M, CH». B-nkbiskont S, Tägl. Geld 1J4. MonatsgeÜÄ. 8 Mo- natSgeld SK.

Schweiz 1930K. Stockholm 1860, Oslo 1860.

Amsterdam 2148, Berlin 591417, London 960~»1, Neunorf 219,2596. Paris 974,7576,36. Belgien MO 0455, Madrid 311000 Buenos 64-05.

Wie wir erfahren, ist Direktor Schar »berg. Abtei- lunaSdirektor bei der Dresdner Bank, Berlin, m den Vor­stand der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz A.- G.. Berlin, delegiert worden. Zum Schutze der durch die Bank für Sandel und Grundbeilb A.-G. Geschädigten Hai sich ein BerLand gebildet, der beabsiäniat, die vorhandenen Vermögenswerte für die Gläubiger sicherzustellen. Der Berbaitd hat Rechtsanwalt Dr. K r e p mit der Wahrneh­mung seiner Interessen beauftragt. Adresse: Gläubiger, verband der Bank für Handel und Grundbesitz A.-A., 8c. lin W. 9, Bellevuestraße 5. Außerdem besteht bekanntlich ein Gläubigerverband unter Leitung von Rechtsanwalt Dr. Adon vom Berg, Berlin.

Konsum- und Sparverein Hersfeld. Bei 9068 Mitglie­dern betrug der Umsatz im 80. Geschäftsjahr rund 448 806 RM. An Rückvergütung kann der Verein 17988 RM an seine Mitglieder ausschütten. Die Spargelder des Voreius haben 60 000 RM überschritten. An Steuer» mußte der Verein 0735 RM zahlen

Svar- und Darlehnskassenverrin Ottrau. Infolge, der Wirtschaftsnot haben sich, wie in der Herbstversammlung mitgeteitt wurde, die Spareinlage» um rund 30 000 RM verringert.

ReiriebSmiederaufnadm«. Der Hessen-Massatttsche HStten- verein hat in dem feit Sommer stillgelegten WerkAma­lie" die Arbeit wieder ausgenommen.

R«»« Beraleichsverfabreu. Pferdehändler Albert Stein in Wetter lH.-N.): B.-P. Juftizrat Auth in Marburg: Ber- aleichstermin 9. 12. Ludwig Heller G. m. b. H in Bad Liebenstein: B.-P. R.-A. Äö.er i» Bad Satzungen, Äeraleichsiermin 1. 12.

Neues Beraleicksversahre» in Kassel: Krau Maa, T S r- n e r . Inhaberin der Firma Josef Käufer: 8.«v. Kaufmann Zimmer: Bergleichstermiu 17. 12.

Herabsetzung her Devisenkontingente. Die Bestrebungen der maßgebenden Stellen, eine bessere Ausnutzung der ausländischen Rembourskretzite herbetzuMdren haben jetzt zu einer Verfüguna des RetchÄvIrtschafismlnisters geführt, nach der di« Devisenzuteilung für Einfuhr- zwecke im Dezember auf höchstens 75 Vrozeut des bisherigen Betrages berabgeletzt wird. Die Em- !u>hrsirmen werden anaehalten, ihre» barüber hin«uskieben­den Devisenbedarf durch Inanspruchnahme bisher unbenutzter Remboursfrebite zu decken. I« Ein^lfällen. ht denen eine derartig« Beanspruchung von Rembourskrediten nicht mcgstch ist, kann das Devisenkontingent vom RslchSwtrtschaftsmim« fier erhöht werden.

Heutiger Freiverkehr

Weiter schwach.

Berlin, 23. November. Die neue Woche Eröffnete in kebr abwartender Haltung. Nachdem schon am Sonnabend nach- miPgg niedrigere Kurie zu Sören waren, schien dte Tendenz auch tm heutigen Bnrmittagsverkehr weiter cber zur Schwäche zu neigen. Die allgemeine Situation wird immer noch als r-wt ungeklärt anges»hen. Stärker angeboten schei­nen die Ak'ien der AEG. zu sein, während Siemens wider­standsfähiger zu sein scheint. Am Pfandbriefmarkt war eine Tendenz noch nickt ,u erkennen. Am Dev tse« markt hört« man: PfundeKabel 3.72K PtvndeSchweiz 19,'7. PfundeMailand 72^6, Pfunde-Spanien 43,80, Pfunde Paris 95*4.

. In Verbindung mtt be« endgültigen Schätzungen über dte Mengenerträge wichtiger Felb?rüch:e sind in diesem Jahre erstmals im ganzen Deutschen Reich durch die amt­lichen Saaienstandsbenchteritatter auch Ermitttunaen über die Beschaffenhett der Ernleergebnisse bei den Hauptaetreibe- arten voraenommen wurden. Rad, Mitteilung des Statisti­schen Reichsamts haben sich dabei folgende Qualitätsbeur- teilungen im Verhältnis zur Gesamternte ergeben: Win- terroggen 50 Prozent gut, 84 Prozent durchschnittlich, 16 Prozent gering: Winterwetzen 42,5 Prozent gut. 34,8 Prozent durchschnittlich, 22,7 Prozent gering: Som­me rg e r ft e 40 Prozent gut, 36,7 Prozent durchschnittlich, 23,3,$ro?ent gering; Hafer 87.3 Prozent gut. 36 Prozent durchschntttltch, 26.7 Prozent gering.

Unter Zugrundelegung dteser Prozentanteile entfallen von der Gesamternte der Hauvtgetreidearte» folgende Mengen auf die einzelnen Qualitätsklassen:

3,3&.t6ÄTl.® t 1,6 Mill, t 1,3 Mill, t 0.8 Mill, t 1,0 Mill, t 0,9 Mill, t 0,6 Mill, t vuiu 2.3 Mill, t 2,2 Mill, t 1,7 Mill, t

Nack diesen Ergebnissen ist bie Qualität der diesjährigen Getreideernte im großen und ganzen befriedigend ausgefallen. Sie ift nach den Beurteilungen in Preußen, für das Vergleichszahlen vorliegen, fpwohl bei Roggen als auch bei Sommergerste und Haier besser als im Vorjahre. Bei Winterweizen bleibt jedoch die Qualität der diesjährigen Ernte etwas hmter der der vorjährigen zurück lAnteil der ...geringen" Qualität 24 Prozent gegen 22 Prozent iw Bor- lahre).

vcmber eine große Anzahl von Fertig- und Halbfertigware» mtt einem Zoll von 50 Prozent des Wertes.

Es handelt sich u. a. um folgende Artikel: Töpferware», Glaswaren, Metallmöbel, Messer und Scheren, Rasiermesser und Rasierapparate, Werkzeug, Staubsaiwer, Runüfunkav- parate, Schreibmaschinen, Fabrikate aus Wolle. Alpaka und Kaschmir, Gewebe, Plüsch, Flanelle, Decken, Schals, Tev- piche und Vorleger, Strümpfe aus Seide und Kunstfeide, ganz- und teilleinene Taschentücher, Handschuhe aller Art mit Ausnahme von Gummihandschuhen, Pamer, darunter Pack- und Einwickelpapier wie auch Seidenvavier, Mäntel und Ueberzieher mit Ausnahme von wasserdichten Mänteln und Leder- und Gummimänteln, Männer- und Knabeu- bekleidung, Reifen für Motorräder, Absätze und Sohlen teilweise oder ganz aus Gummi, Linoleum und andere Fuß­bodenbedeckung. Parfümerien und kosmetische Artikel so­wie Toilettenarttkel.

Kasseler Schlachtviehmartt vom 23. November. Ohne Gewähr.

Die Zahl bei auf dem Markte «um Berkaus stehende» Tiere: y Ockfen, 28 Bullen, 57 fiuoe, 67 Rinder, zusam­men 156 Stück Großvieh: 467 -sd)meine, 189 Kälber. 2 Scka- fe/Hämmel.

Die Zahl der feit dem letzten Markte dem Schlachlhos« direkt, ohne Benutzung des Schlacktviehwarktes zugefübrie« Tiere: 4 Lchfen. 9 Bullen. 30 Kühe, 11 Rinder, zui. 52 St. Großvieh: 353 Schweine, 80 Kälber, 80 sckase-Hämmel.

Schlachtviehpreife für 50 kc Lebendgewicht:

Ochsen: vollfleischige ausgemästete höchsten Scklacht- werts jüngere 3436, ältere 3133, tonsttge vollileifchige jüngere 3032, sonstige Ochsen nickt notiert.

Bullen: jüngere vollfleilchtge höchsten Scklacktwerts 3536, sonstige vollsleischige ober ausgemästete 3032, flei­schige 2520, gering genährte.

Kühe: jüngere vollsleischige höchste» SchlaLtwerts 3033, sonstige vollsleischige oder ausgemaftetc 2529, flei­schige 2024, gering genährte.

Färsen lKalbtnneal: vollsleischige <msgemaa..e Höch- ste» Schlachtwerts 3135, vollfleischtge 2780, fleisch. 2026

Fresser: Mäßig genährtes Jungvieh 1619.

Kälber: Dovvelender. beiter Masi beste Mast- und Saugkälber 3438, mittlere Mast- und Saugkälber 3833, geringe Kälber 2487.

Sckase: Richt notiert. .

Sckweine: Fetifchwetne über 300 Pfund Lebendge­wicht 4347. vollfleischige Schweine von ea. MO300 Pid. 4247, solche von ca. 300240 Ptd. 40-46. solche von ea. 160200 Pfund 8842, sonstige Schweine nicht notiert

Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Kracht, Markt- «nd Berfausskosten, Umsatzsteuer lowte den natürliche» Gewichtsverlust ei», müsse» sich alle wesentlich über die Stallvreifx erheben.

Marktverkauf: Das Angebot von Großvieh gegen letzten Markt etwas weniger, dagegen war bcr Antrieb von Kälbern größer. Alles in allem dem Monatsende etttspre- ckend mittelmäßig.

Frankfurter Biebmarkt vorn 23. November. Der Aus­trieb deS Hauvnnarkles bestand aus 1590 Rin.dern. darunter «« Ochsen, 178 Bullen, M Mhe, 450 Janen, ferner 702 albern, 87 Schafen, 4s1j «ckweinen. Verglichen mtt dem uftrieb des Hauvimarkies der vergangenen Wocke waren 222 Rinder mehr, 762 -ckwrine weniger. 219 Kälber mehr- 44 Schafe weniger anaetrieben. Preise: Ochien: al) 32 6f| 35, a2) 28-31. b) 2427; Bullen: a) 27^80. b) 2226; Kühe: a) 2527, b) 2124. e) 1520: {Innen: a) 8235, b) 9631. e) 2327; Kälber: «), B) 4043, e) 3539, bl 2834; tzchafe: aj 2427. bl 20-23; Lchweute: a> -. bi 4817, cT 4547. bl 4447, e) 404«, f) 3541. Markt. verlaut; Rinder. Salti er. Schweine, Schafe ruhig.

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Weizenaussuhricheine Nov. 153.5 bez.. Dez. 154,5 bei. u. G., Jan 157^ B. Roggenausfubrfcheine Rov. 118, Wert Dez. 114 Wert. Gerstebezugsfcheine 53 nom. Maisbezugsichetne

Haudelsrechttich« Lieseruuasgefchäst an der Berliner

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Hafer: Dezember 163, Mär, 171,75.

Berliner Butterbericht vorn 21. Rovember. Obwohl die Kovenhager und Malmöer s)!ottcrungen am Donnerstag unveranberi blieben, stellte sich dock die Butter aus Mei en Ländern infolge des weiteren Abqleitens der Kronenkurie um einige Mark billiger als in der Vorwoche. .Dannr Butter in dringend angeboten, während Schweden im Lande selbst eine bessere Nachfrage ,u verzeichnen bat und die Pro­duktion nicht allzu groß ist. Jmolgedeffen . konnten bte ichwediscken Erporteure nicht immer die au6 Deutjcklam vorliegenden Aufträge erfüllen. Die Berliner Notterungs- kommission war beute gezwungen, infolge der gesunkene» «uslandsoreife eine Ermäßigung von 4.RM für 1. uno Qualitäten vorzunehmen. Absallende Sorten wurden un­verändert notiert. Tbe Ver kaus»vr e i f e des Groß. Handels find heute In Ztr.-Tonnen l« 100 Pik Jnlandsbut- ter 1. Qual, 128-132, 2. Qual. 118-122, «u-Iandsbutter, dänische 130133, kleinere Packungen entlvrechender Auf­schlag . - ----------

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