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2 Seite 6. Beilage

Kasseler- Neueste Nachrichten

SonnaSend/Somttag, 21/22. November 1931

Brauerei-Divide d n

Starker Rückgang der Brauereierlrägniffe in Mitteldeutschland.

Wie aus Fachkreisen mitgeteilt wird, ist daS a« 80. Sep­tember beendete Geschäftsjahr 1930'31 eines der schleck elten seit vielen Jahren. Der Bierausstos, ist bet allen Braue­reien stark zurückgegangen. Gu geleitet« GroKbrauereien haben einen Rückgang um 2640 Prozent zu verzeichnen. Rack zuverlässig durchgeführten Erhebungen belastet die Bicrkteuer jetzt jedes hl Lagerbier ab mitteldeutscher Braue­rei mit 22 RM. Infolge der verschärften Geldknavvbert und vergrößerten Arbeitslonskeit muhten wett« Schickten der B«> völkerung den Biergenutz auss äuherste «tnsckrLnken. Der Monat Oktober 1931 hatte bisher den tiefsten Stand im Durchschnitt der ießt-n fünf Jahre. Der November dürfte eine weitere leichte Verschärfung bringen.

Die Dividende naussichlen sind weit ungünsti­ger, als üch vermuten lieb. Viele mitteldeutsche Brauereien werden das Geschäftsjahr 1930'81 ohne Dividend« abschlietzen müssen. Auch nicht eine einzige mitteldeuocke Brauerei dürfte in der Lage sein, die vorjährige Dividende aufrechizuerhalten, Eine Reihe Grokibrauereien wird da­gegen ihre Dividende halbieren müllen. Aberselbst dies« ba'bierte Dividende werden selbst die groben Brauereien nicht ohne Jnansnruchnabme von Bankkrediten bezahlen können, weil die Geldeingänge aus dem Gastwirtsgewerbe schon seit längerer Zeit sehr schlevvend find. auhcrdem von dieser Seite kalt überall dringlichst Kredit« angesorderi wer­ben muhten, die au» zwingenden Gründen nickt abgelebnt werden konnte».

Der Svar- «. Darlebnskafse«verein Niedervellmar dielt kürzlich seine Herbktversammlung ab. ES ist im verslossenen Jahre gelungen, di« Kredit- unh Darlebnsgeschäs'e oüne Zuhilfenahme der Zentrale abzuwickeln. Die Svareinlagen haben fick im Rahmen des letzten Jahre» gehalten.

Konkurs in Rüdd-ngshanse» lOberh.i. Ueber da? Ver­mögen des Bäckermeisters und Gastwirt» Hermann Müßig in Rübdingshausen ist vom Amtsgericht Homberg (Oberb.l das Konkursverfahren eröffnet worden. Verwalter Kauf­mann Herman» Seitz-Homberg. Anmeldefrist 10. Januar.

Die Preiswaage

Tastversuche nach einem neuen Preisniveau

Die Lebensmittel- und Rohstoffmärkte neigten im allgemeinen zu weiterer Abschwächung, dock sind die Preisrückgänge nur gering und haben zuletzt teilweise wieder einer gewissen Erholung Platz gemacht. Während die Metallmärkte eine neue Baisse durchmache», sind an den Getreide- und Kolonialwarenmärkte» schon wieder Ansätze zu neuen Preisbesserungen zu verzeichnen, und die Textil- märkte sind mehr oder weniger stabil. Mau gewinnt den Eindruck, daß die Svekulation sehr zurückhaltend geworden ist und nur vorsichtige Tastversuche nach einem neuen Preis­niveau unternimmt. Diese Entwicklung ist in einem Augen­blick erfreulich, wo sowohl PreiSetnbrüche als auch Hausse­bewegungen. di« in der statistische» Lage deS Marktes keine Rechtfertigung finden würden, nur die herrschende Nervosi­tät in der Weltwirtschaft steigern und die Konsolidierung aufhalten könnten. Interessant ist, dab der chinesifch-java- «ische Konflikt zur Stützung der Preise beiträgt. Die Not­wendigkeit der Bervflegung und Bewaffnung der Truvven hat bereits aus die Reis, und Bleimärkte einen günstigen Einfluß ausgeübt. Hingegen mußte der Zusammenbruch der Silberhausse auch auf die übrigen Warenmärkte in un­günstiger Weise abfärben.

Der Getreidemarkt

bewegt sich jetzt in ruhigeren Bahnen. Die Liauitationen, die der fvrunghaften Hausse in Cbikago gefolgt waren, haben nachgelassen und neuerdings wieder gröberen Ein­deckungen Platz gemacht, obwohl die Ernteberichte aus Uebersee günstiger lauten. Chinesische Weizenkäufe wirken vreisbeiestigend. In Deutschland ist die Tendenz recht gut behauptet. Man schätzt jetzt den deutschen Einfubrbedarf an Brot- und Futtergetreiüe für diese Saison auf 34 Mill. Tonnen (gegen nur 500 000 Tonnen vor einigen Monate»!)

Am Buttermarkt

bat sich die Lage weiter verschlechtert. Die Meiereien, die sich bisher hauptsächlich mit Milch- und Sahnelieferung be­faßt batten, sind jetzt mit großen Butterangeboten am Markt. Auf der anderen Seite läßt der Konsum in jeder Beziehung zu wünschen übrig, und überdies ist daS Angebot aus dem Ausland sehr dringend. Umso erstaunlicher muß die vom Margarinetrust dekretierte Heraufsetzung der Mar- garinevretfe anmuten, die 58 Pfg. beträgt. Der Konzern-Außenseiter, ite Margarine^abrtk Walter Rau, hat die Erhöhung der Mindeftprcise allerdings nicht mitge­macht, sodaß die Durchführung dieser Maßnahme ans län­gere Sicht einigen Schwierigkeiten begegnen dürfte. Unter dem Geüchtspunkt des Preisabbaus ist die rücksichtslose Dik­tatur-Politik des Konzerns jedenfalls aufs schärfste zu ver­urteilen.

Die Zuckermärkte

sind lustlos und schwach. Bei unverändert»! Gefamtlage. Kaffee konnte vorübergehend etwa» auzieh«». doch be­schränkte sich di« lerchte Belebung der Nachfrage auf febr milde und ganz billige Sorten, während mittlere Qualitä­ten vernachlässigt blieben. BiS zum 7. November sind in Brasilien nicht weniger als 1,946 Millionen Sack Kaffe« der sinnlosen BernichtungSpoltttk anheimgeiallen. Am Teemarkt 16 die Tendenz eher schwach, die Borräte sind heute mit 907 Millionen 168. um 28 Millionen lbs. gerin­ger als zur gleiche» Zeit des Vorjahres, haben damit aber immer noch kaum eine Normalhöhe erreicht. Am Kakao- markt konnte sich eine Erholung der Preise, die mit dem späte» Einsetzen der Accra-Ernte »usammcnhing, nicht auf- rechterhalte».

A« Metallmärkte

sind ausgesprochen schwach. Das ersolglose Ende der Kuv- ferkonfere», war stärker al» irgendein anderer Faktor. DaS amerikanische Exportkartell war gezwungen, feinen Preis aus den Rekordtiefstanb von 6% d pro lb herabzusetzen. Man erwartet einen verschärften internationalen Preiskampf zwischen Belgiern und Amerikanern nach dem Scheitern der gemeinsamen Restriktionspläne. Die Aussetzung der mo­natlichen Kupferstatistik hat ebenfalls einen sehr ungünstigen Eindruck hinterlasien, da man hieraus auf die schwache Po­sition des Kartells schließen mußte. Die Interventionen des Zinnvools erwiesen sich wieder einmal als nutzlos. Blei uMt ebenfalls schwach, namentlich aus die Nachricht hin, daß die amerikanische Produktion im Oktober mit 41 300 Tonnen um rund 16 000 Tonnen größer als im Vor­monat war. Die kleine Belebung des Geschäftes hatte also schon genügt, um der ganzen Drosselung der Produktion ein

Ende zu bereiten. Am 3 i n n m a r k t war eine lebhaftere Kauftätigkeit aus England zu beobachten, die aber nur aus Voreindeckungen in Erwartung englischer Zinkzölle beruhte.

Sie Baumwollmärkte

sind ziemlich schwach. Die chinesische Nachfrage nach Jan- cashirc-Fabrikaten ist schon wieder im Abebben begriffen. Auch ägyptische Sakellaridis-Sorten sind angeboten, obwohl man sich aus eine Verminderung der ägyptischen Baumwoll­ernte um 5 Millionen Ballen tn 1931'33 gefaßt macht. Die Wollvreise sind gut gehalten bei verhältnismäßig be­friedigenden Umsätzen in Bradford. Der Durchschnittspreis für Wolle, der bei den Oktoberversteigerungen tn Australien erzielt wurde, war 8,45 d pro lb. Nach der Statistik des australischen MaklerverbandeS sind vom 1. Juli bis zum 81. Oktober 1,765 Millionen Ballen australischer Wolle in die australischen Läger abgeliefert worden gegen 1.498 Millionen Ballen in der gleichen Zeit deS Vorjahres. I u t e ist ver. häliniSmäßig lest. Die Belebung der Geschäftstätigkeit in Dundee hat dazu geführt, daß die Arbeitslosigkeit unter den Spinnern und Verarbeitern von Inte während des vergan­genen Monat» um 40 Prozent gesunken ist. Di« Jute- Ernte in Bengalten beläuft sich auf nur 5,5 Millionen Bal­len gegen 11.2 Millionen Ballen in der Vorsaison.

Waren und ihre Preise

Berliner Produktenbörse

Eher schwächer.

Berlin. 31. November. Zu« Wochenschluß lag auch der heutige Vormittagsvertebr sehr ruhig uni abwartend. Kurse wurden zwar noch nickt genannt. Stimmungsmäßig war eS aber im Einklang mit den AuSlandSbörfen und den Rück­gängen an den Warenmärkten eher schwächer. Am Devi­se n m a r k t nannte man: PfundeParis 95%, Pfunde Mailand 72,70. PfundeSchwei» 19%. PiuudeSpanien 44 PfundeKabel 3,74 ca.

Amtliche Notierungen vom Vortag

Wellen, mark, ad Station Koggen, mark, ab Station Braugerste ......

Futtergerste......

Haler, märk. ab Station .

Weizenmehl ......

Roggeumehi

Weizenkleie ..««»

Roggenkleie .«« Viktoriaerbsen . .. » > Kleine Speiseerbsen ... Futtererbsen ...... Peluschken . . . z . Ackerbohnen ...... Wicken .

Lupinen, blaue . gelbe . . - - »

Seradella, neue ..... Leinkuchen. Basis 37% . . HrdnuBkuchen 50 % . .

Erdnubkuchenmehl 50 % .

Trockenschnitzel . .

Extr. Sojaschrot 46 % ab Hamburg ..... ab Stettin . . « »

Kartotteltlocken . .

WeizenauSfuhr sch 154,5. Jan. 150.5 Wert. Ro bez. Dez. 113,5, Gersiebezuge »»erhältlich.

19. November 2C. November

228 00 221

1360-1390

itims

228.00

201.00

175.00

16600

152.00

10.50-1100 1050-11.00 24-0030 00 25 00-28 00 1700-20.00

10 iO

eine Nov. 153,5 bez., Dez. igenaussuhrscheine: Nov. 113.5 >chctue und Maisbezugsscheme

Handelsrechtliche LieferungSaeschafi« an der Berliner Produktenbörse vom 20. November. W c i>« »: De, 241 bis 240, May 350249. 5R o g g e »: Dez. 210.^-209^. Marz 216,5£15. Hafer: Dez. 163,5160, März 173169,5.

Ermäßigung der Mais-Monovolvreis« vertagt. Der Per- waltungsrat der Reichsmaisstelle bat tn seiner gestrigen Sitzung beschlossen, daß die derzeitigen Monopolverkauis- presse für Mais bi» zum 30. 11. -mMietzltch unverändert bleiben. Die nächste Sitzung des Verwaltungsrats der Rcichsmaisstelle findet am 30. 11. statt. Der Berwaltungs- rat war sich bei keiner Beickluniassuna darüber klar, daß bei der Preisbildung für den Monovolmats aus den Preis für ausländische Kuttergerste Rücksicht zu neh­men fei. der sich aus der geplanten unmittelbar bevor- ktehenben Neuregelung der Futtergerstenetnsuhr ergeben werde. Die notwendige Prüfung der Krage, die hiermit für den inländischen Gerste- und Hasermarkt entsteht, macht es

notwendig, daß die Kestsetznng der neuen MonovolverkaufS- vreise für Mai» noch um einige Tage verschoben wird.

Berliner amllick« Butternotiernngen »mischen Erzeug« und Großhandel vom 21. Rov. 1. Qual. 1,10, 3, Qual. 1,, abfallende Qualität 0.90. Tendenz: sehr ruhig.

Magdeburger Zuckernotierungen vom 20. November.

Gemahl. Mehlis prompt ver 10 Tage, per Nov.-Dez. 31,8581.50. Tendenz: ruhig.

Januar Halle.

wolle (3.503.60 k kg reingewaschen

Merino 89 Mon. Wollen 5060 (S

Merino irungen: dis. S.

Wollauktion Berlin »am 20. November. Angeboten ca. 2300 Ztr., in lebhafter Stimmung wurde bei weiter gestiege­nen Preisen alles verkauft. Man bezahlte im Durchschnitt: Merino 1012 Mon. Wollen 5564 Mark je Ztr. Schmech-

Mitteldeutsche Hänieauktiou in Leipzig vom 20. November. Auktionsbesuch gut,. Berkaus unregelmäßig uni rußig. Ochsen- und Rinderhäute verzeichneten gegenüber der letz­ten thüringischen Auktion AvfchlSge von 510 Prozent. Für das tbür.-bavr. Gefälle wurde» folgende Preise erzielt (tn Pfennigen): Ochienhäut«: 8049 Pfund, schwarz« mit Kopf zur., rot« mit Kops zur.. 5058 vid. schw, m. S. 2931 t. z., rote m. Kopf 4"2%42%, 6079 Pro. schwarze m. K. 4041 t. z., rote m. K. 5054, 8099 Hfd. schwarze m. K. 87%, rote mit Kopf 4243% L z 100 u. m. Pfd. rote mit Kopf 4213% t. z. Rinderbaute: 3049 Pfd. schwarze m. K. 32%34 t. z., rote m. K. 42%51% t »., 5059 Pfd. schwarz em. K. zur., rote m. K. 5258% größ­tenteils zur., 6079 Pfd. schwarze m. K. 3640, rote m. K. 495|5514 größtenteils zur., 80 u. m. Md. tote mit Kopf

Viehmarkte

Berliner Scklachtviehmarkt vom 20. November. Ochsen: vollfleischige ausgemäftete höchsten Schlachtwerts, jüngere 3840. ältere. sonstige volltleischlge jüngere 3538. äl­tere fleischige 8284, gering^genahrte 9880: Bullen: jüngere vollrleischig« böckste» Scklacktwert» 3835, sonstig« vollfleischige oder ausgemästete 3134, fleischige 2980. ge» ttnä genährte 9638: Kühe: jüngere vollslettckige böcksten SchlsachtvertS 9630, sonstige volltletschtge oder ausaema- itete 2125, fleischige 1020. gering genährte 1915. K ä r- f e n: vollsletschige ausgemästete höchsten SSlachtwens 84 bis 36. vollileischige 2833, fleischige 2226: Fresser: mäßig genährtes Jungvieh 9228; Kälber: Doppellen­der bester Mast, beste Mast- und Saugkälber 5464, mtttl. Mast- u. Saugkälber 8452, geringe Kälber 9030. _ Schafe: Mastlämmer und jüngere Mastbammel ai Weidemast b) Stallmast 3730, mittlere Mastlämmer, ältere Masthammel 3336. gut genährte Schafe 2325, fleischiges Schafvteh 2838, gering genährtes Schafvich 18 bis 23. Schweine: Fcttsckweine über 800 Pfd., vollsl. von ca. 240300 Pfd. 45, vollst, von ca. 200940 Pfd. 4244 vollsl. von ca. 160200 Pfd. 3842, fleischige Schweine von ca. 120160 Pfd. 8538, unter 120 Pfd., Sauen 8780. Auftrieb: Rinder 2196, darunter Ochsen 709, Bullen 476 Kühe und Färse» 1011 a) zum Scklachthof direkt 148, b> Auslindsrinder. Kälber 1530 a) jum Schlachthof direkt 9, b) Auslandslälber, Schafe 417 a) zum Scklachthok dir. 41' bi Auslandsschafe, Schweine 111112 a) zum Schlackt"."» dir. 1542 b) Auslandssckweine 860. Marktverlaus: Bei Rindern glatt, bei Kälbern rußig, gute Kälber knapp, bei Schafen und Schweinen ruhig.

Verwendung deutscher Wolle

Die Erörterungen der ReickSreNorts zu den Anträgen der Landwirtschaft, bet allem amtlichen und halbamtlicke» DvL- bedarf eine Beimischung von durchschnittlich 50 Vro»ent deut» scher Wolle zu steigern, sind nunmehr su einem vorläufige» Abschluß gebracht worden. Dte Elnfübruna eine» Cer- wen dungszwaugeS in der.Weise, daßtu allen Fällen die Beimischung eine» bestimmten Prozentsatzes deutscher Wolle angeordnet wirb, ist aus verschiedenen Gründen abgelehnt worden. Dagegen sollen ine Liefe­ranten der Tuche zu erhöhter Verwendung deutscher Wolle bei der Anfertigung der Unisormtuche dadurch veranlaßt werden, daß in de» Angeboten künftig Angaben darüber verlangt werden, wieviel deutsche Wolle bei Anfertigung bcr Tucke verwendet werden soll. Um den weiteren Wünscke» der Landwirtschaft gerecht zu werben, die die Absatzschwierig­keiten für deutsche Wollen auf die ihrer Ansich' nach zu hoben Anforderungen an die Keinheit der zu den Behörden- tuchen zu verwendenden Wolle zurückführt, wirb, soweit das nickt schon 6l»fier geschehen ist, bei den einzelnen Uniform- tnchsorten gevriifr werden, inwieweit die Herabsetzung der verlangten Wdllseinheiten möglich ist. Es wird dabet das Ziel verfolgt, ip möglichst großem Umfange auf A-Wolle mit Betmifchung «tnes aewisien Prozentsatz«» von A-B-Wolle» zurückzugehen. Ennvrechende Anregungen sind auch an die Länberbebördeu und an die Kommunaibebürde» ergangen.

Heutiger Freiverkehr

Heutiger Akrühkverkehr schleppend.

Berlin, 91. November. JnlandSmarkt von den flaue« Neberseemeldunaen nur wenig beeinflußt. Das Angebot zur Bromotverladung in Brotgetreide und Hafer ist zwar etwa» stärker, die Korderungen sind aber zunächst nock we­nig nachgiebig. Infolgedessen bleibt daS Gefckäft schleppend, da die Gebcke niedriger lgu'en. Am LieferungSmarkt nennt man für Weizen 0.50 RM unter gestrigem BWenfdOuß liegende Brieforeife. Roggen und H-sser werden auf gestri­gem Börsenschlußniveau gesprochen. Gerste auf unveränder, ter Marktlage.

.........

Berliner Devisenkurse

20. November

T«gt. Geld tW*

h> Reldi smart Privatdiskont Vie

Buenos Aires . Cauada. . . . Japan . . . Kairo . . . Konstantinopel Loudon . . . Neuyork . . Rio de Janeiro. Uruguay . . Amsterdam . < Athen . , ,

. 1 Pap.-Peso .

. 1 Can voll .

. 1 Yen ... . 1 ägypt. PM. . . 1 turk Ptd

. 1 Pfd. SlerL .

. 1 Dollar . . . 1 Milreis. . , . 1 Gold Paa. , . 100 dulden . 100 Drachmen

Brüssel ... 100 Belga . Bukarest « , , . 100 Lsi Budapest . > . 100 Pengö .

Dauzig . ... 100 Gulden

Helsingtore. » . 100 fluni. M.

Italien ... 100 Lire . .

Jugoslawien . . 100 Dinar « Kaunas (Kowno) . loo Litas Kopenhagen . 100 Kr. , Llssabon-Oporto . 100 Eskudo Oslo .....100 Kr. . .

Paris . . Prag . . Reykjavik Ä« : Sofia . s

Spanien . . . .

Stockh. Gothenb.

Tallinn (EsU.) . .

Wien . . . . .

100 Pro. . s 100 Kr. . .

100 isl Kr.

100 Latta .

100 Fre. . .

100 Lewa « 100 Peseten 100 Kr. . .

100 estn. Kr.

100 Schill. .

Seid

Brief

Ausländische Devisen.«urse.

cont

Ne: Hol

Pari» 3013%, London

London, 20. November. Neuyork 373.75. Montreal 422. Amsterdam 930,75, Bari» 9556, Brüssel 2700. Italien 7RT Schweiz 1924, ettonien 4403, »opeithag«» 18a5, Stockholm 1843, OSio 1846,50.

Paris, 20. Novemdcr. London 9569, Neuyork 2555.75, Breien 3-4,50. Dvamen 21 <,50, Italien 131,70, Schwee, 151750 Holland 1026, Stockholm 519, Prag 7580, Rumänien

Amsterdam, 20. November. Berlin 5915. London 933,

Neuyork 249.25, Paris 975 Belchen 3455. Schwel, 4845,

NWS L

Gehen Sie zumPfau"

E< ift das größte Pelzhaus der Provinz »ud das Haus der billige» Preise.

»Entschuldigen Si«', sagte er freundlich, .es ist nicht ganz leicht, darüber zu sprechen. Mer mir ist, als o6 ich Ihnen allez sagen könnte. Diolet ist eine Frau mit vielen guten Eigenschaften. Ach bewundere sie sehr. Und ihr liegt sicher was an mir. Trotzdem zweifle ich ost daran, daß Violet einer wirklich gro­ßen Zuneigung fähig ist. Sie haben hell« Augen. Janet, und werden das selbst bemerkt haben. Violet hat ein stark ausgeprägtes Besitzgesühl und liebt es, über mich zu versügen. Ich finde das ja auch sehr nett obwohl ich nicht recht weiß, ob ich ihr ein Recht dazu geben kann... Janet, es liegt mir viel daran. Ihnen das jot sagen gerade Ihnen!"

Janet gab es einen Ruck und sie fühlte sich ver­anlaßt, weiterzugehen und den Kopf gesenkt zu hal­ten. Sie horchte aus den ernsten und warmen Ton seiner Werte.

.Janet, Sie sind so jung und ich tue wohl un­recht daran, mit Ihnen über solche Sachen zu spre­chen. Ich weiß auch nicht, warum ich es tue. Wer ich habe schrecklich viel Vertrauen zu Ihnen. Ich bilde mir ein Sie müßten mich verstehen. Gerade Sie mit Ihrer kindlichen Unnahbarkeit... bie^r zä­hen Hülle von Stolz und Schüchternheit um sich oft machen Sie mir den Eindruck eines kleinen Mädchens!*

Janet zuck e ein bißchen zusammen. Fast dieselben Wone hatte si« gestern schon einmal gehört und während Cranbourne in seiner behntsamen und über­legenen Artweitersprach, verglich sie die jetzige Si­tuation mit einer andern aus jener merkwürdigen Au'.ofahri mit Lytton Prahcott. Und dann fiel ihr noch etwas ein. Der Gedanke faszinierte sie sie gingen gerade langsam über die fleine Lichtung. so daß sie kaum mehr auf das hörte, was er sagte. Verstohlen, so daß Dick Cranbourne es nicht merken konnte, sah sie auf seinen unbedeckien Krys. . . .das soll eine Perücke sein. dachte sie und plötzlich war sie mitten in einem enden Kampf mit ihrer Lachlust, Sie preßte die Lippen zusammen und be- km fast keine Lust.

Es dauerte nicht lange, bis Cranbourne ihre ver- Kiderte Stimmung merkte. .Was haben Sie denn?" Mgte er befremdet und sah sie an.

In diesem Augenblick gab Tarka einen hoben '-ffien Laut von sich. Er stand mi ten aus dem Weg. «ne Vorderpfote anaezogen. und spähte mit bewog- ten Nüstern und funMnden Augen tn das Dunkel ves Dickichts, an dem sie eben vcrbeigegangen waren.

.Still", sagte Janet. Sie kannte ihren Hund.

<£t spürt jemanden*. Sie Llieheu stehen und sahen sich um

.Es ist nichts!* sagt» Cranbourne nach einer Weile. Und fuhr leise fort: .Wes. was ich will, Ja­net, ist, daß Die Vertrauen zu mir halben. Sie hab^n eine traurige Zeit verlebt und es ist wohl nicht un­recht, wenn ich sage irgend etwas liegt noch in der Lust. Ich habe mich bemüht, Ihnen zu he sen. Aber jetzt ist noch nicht die Zeit, darüber zu sprechen. Ich hofle. Sie werden es eines Tages erfahren. Und ich meine oft. daß Sie gerade jetzt einen guten Freund brauchen. Bitte Sie dürfen mich nicht falsch ver­stehen ich biete Ihnen meine Kameradschaft an. Sie sollen mir ohne Rückhalt vertrauen! Schlagen Sie ein, Janet!*

»Da ist jemand!* sagte Janet plötzlich. Sie hatte nach wie vor in die dunflen Bäume gesehen.Da bewegt sich etwas!*

- Tarka schoß mit Hellem Laut in das Dickicht.

»Ach, lassen Sie doch!* sagte Cranbourne ärger- bich und hielt sic mit sanftem Griff fest. »Ja oder nein Janet?*

Sie machte sich los. .Tarka!* schrie sie und lies ihm nach in dar Dickicht hinein. Sie sprang über die Steine und schlug die dunklen Aeste beiseite, im­mer dem Laut nach, den Tarka gab.

.Was machen Sie denn?* rief Craübourne hinter ihr.

^ch will Tarka fangen!* schrie sie im Laufen. Aber das war nicht ganz ehrlich. Denn sie Hane zwischen zwei Baumstämmen, trotz der Dunkelheit, einen Augenblick lang erkannt, daß die Gestalt^ die sich in rachen Sprüngen durch das Dickicht drückte, die einer??rau war. Und ein wütendes Verlangen war in ihr. sestzustellen, wer da verborgen gestanden hatte und jedes Wort des Gesprächs gehört Huben mutzte.

Aber im Augenblick war wenig Aussich',^ ihrer habhaft zu werden. Sie schien dem jungen Mädchen weit vcraus. Tarifs Bellen klang immer entfernter. Janets ungeübte Augen durchsuchten das Gewirr M»n Jels^löcken und Büschen. Sie schrak vor Schat­ten zurück, die sich dann als barMos herauestellten. Sie lies und «prang mit aller Straf'. Hinter sich hört« sie das Prasseln, mit dem der Major ihr durch das Gebüsch folgte. Das Gelände stieg an. Nach einer Weile stand sie keuchend still. .Tarka!' schrie sie so laut sie konnte Ganz von fern, unverkennbar aus welcher Richtttng. kam ein kurzes Gebell.

,Waz haben Sie denn?* Cranbourne hatte sie

fügte tt hinzu: »Wenn er in einer halben Stunde nicht da ist dann werde ich eine Rettungsexpeditio« organisieren*.

Si« warteten. Sie saßen auf der Terrasse und horchten in den Wold. Ueber den Horizont glitt in regelmäßigen Abständen ein Lichtstreifen durch hie Nachtüuft von irgendeinem Leuchtturm her.

»UebrigenS*. sagte Tante Be.sy, sich plötzlich er- imterad .yfanet Hast du heute in meinem Schreib­tisch gekramt?*

»Ich in deinem SchreiDttsch?*

«Ja. Kind Ich mache dir durchaus keinen Vor­wurf. Ich möchte es Artz wissen!*

»Ich habe einen Brief a» Kate geschrieben. Aber ich habe die Schnbilade nicht ausgemacch.*

^Sicher?*

»Mer Tante Betsy! Warum sollte ich dir das verschweigen?*

»Ra. Kind, schon gut ich glaub er vtr ja Wcr es ist so merswürd'-g. Denken Sie sich, Martin, je­mand muß in meinen Sachen gewühlt haben!*

.In war für Sachen?*

.Ach ich bi» doch so ein sentimentales altes Frauenzimmer. Und ich habe stets einen Pack alt-^e Briefe bet mir, mit einem Golldfaden zusammenge­bunden. Und als ich heute aachmit ag die Lade, in der ich das Zeug habe, zufällig öffne e, da war der S»b«t gelöst und aller war in Unordnung... komische Geschichte... na*. sie konnte ein Gähnen nicht ver­bergen .Kind findest du es sehr her-ilos, wen« ich schlafen gehe? Ich bin so unbeschreiblich mMe... gute Nacht!* Sie kützte Janet und flüstert« ihr zu: .Er wird ja wiederkourmem Liebling!' Dann ging sie hinaus.

.Wollen Sie nicht auch schlafen gehens* fragt« Major Cranbourne leise. Ein Schweigen voller Ver­achtung war die An wort.

Endlich machte Onkel Martin sein Wort wahr. Er verteilte Taschenlampen an die Dienerschaft und Bmit Cranbourne und Janet in den Wald. Ten or verloren sie sehr bald aus den Augen. Janet schrie sich heiser, aber das einzi-e. was ihr antwor­ten. waren die Rufe der anderen Gruppen, die nach Tarka suchten. Schließlich zerriß sich Onkel Marti» im Gedüich die Hose. Damit war seine Gedu d end» gültig erschöpft. Er richtete dem Lichtkegel der Lampe auf das Loch in feinem Beinkleid trrtb sagte klüglich: .Liebes, gutes Kind, es ist doch wirklich lächerlich es soll schon vorgekommen sein, daß ein Hund eine ganze Nacht herumgesttolcht ist!*

l^ortsetzuna Mat )

eingeholi und lachte: .Tigerjagd im Dschungel wie?*

.Rein eS war wirklich jemand da!* sagte Ja­net besttmmt. die Hände auf ihr klopfendes Herz ge­preßt. .Wir müssen ganz niche an der Stelle vor- beigegaagen fein*.

Der Major sah sich prüfend um. Tatsache ist, daß dieser Jemand weg ist. Wenn er überhaupt da war.*

.Es war jemand da!* wiederholte sie. Und sah ihn an: eine Frau!*

Er tat einen Pfisf der Überraschung. .Sind Sie WtY*

*$8er kann das gewesen sein?*

Si« antworte e nicht.

.Gerade heraus*, fragte er leis«: »Sie dachten an Violet?*

Sie zuckte die Achseln.

Er dachte nach und schüttelte den Kops.

Sie flüsterte: .Ober*

.Oder ?*

»Ader das ist auch nicht sehr wahrscheinlich*.

Er verstand. .Martha Hop«? Sagen Sie, haben Sie sie erkannt?*

Leder nicht!* seufzte sie. .Es ist so dunkel und sie lies so schnell*. Es fröstelte sie.

Er bemerkte es und sagte: »Ach das sind alles Hirngespinste! Weiß Gott, wer das war! Vielleicht jemand aus dem Dors. Jedenfalls im Augenblick können wir nichts machen...'darf ich fragen, was Sie weiter Vorhaben?*

.Meinen Hund will ich!* sagte sie und rief lange nach Tarka. Sie gingen eine Weil« durch das Ge­strüpp wei er. Sie bekamen keine Antwort.

»Er wird schon wiederkommen!* sagte der Major betzütigend. .Sie brauchen kein« Sorge zu haben!*

Aber Janet war in Sorge. SMießlich kehrten sie um und gingen zum Schloß zurück immer wieder den Namen de- Hundes rufend. Am Parktcr machten sie für eine Viertelstunde halt und rauchten. Tarka kam nicht. Dann stiegen sie langsam die Höh« hinauf Der Mawr schien ziemlich verdrietzlich. .Sie sind mir noch eine Antwort schuldig!* fing er einmal behu.sam an.

.Aber doch nicht jetzt!* sagte sie ärgerlich und er schwieg verletzt.

Zu Haus war Tarka auch nicht. Janets Nervo­sität stetgerke sich. Me redeten ihr gut zu. Mer Tarka blieb verschwunden und sein Erscheinen wäre das einzige gewasen, was sie hüt e beruhigen können Es war ganz bunt et geworden und sie fing an zu weinen.

,Du bist eia großes Kindl* sagte Onksl Martin schließlich.

.Das weiß ich und es ist mir gleich!' schluchzte sie störrisch. .Wer ich habe Angst um meinen Hund!* Sie kam sich maßlez vereinsamt vor.

.Er kommt sicher von selbst wieder!* versicherte Onkel Martin. Und auf einen Blick tya Tante Betsy

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