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Tiummer 273*

Sonnabend-Sonntag, 21.'22.November 1931

21. Jahrgang

Das Echo des deutschen Memorandums

Paris hat Bedenken, London erkennt die Notwendigkeit des deutschen Schrittes an / Noch keine Beschlüsse des Völkerbunds zum mandschurischen Konflik

Das neue deutsche SOS"

(Eigener Drahtbericht).

London, 21. November.

Daily Expreß" schreibt zu dem deutschen Memorandum in einemDas neue deutsche SOS" überschriebenen Leitartikel u. a.: Es wirst ein son­derbares Licht aus die Ereignisse, daß Deutschland diesen Schritt gerade in dem Augenblick unternom­men hat, wo seine Ausfuhr nicht nur seine Einfuhr bei weitem übersteigt, sondern auch größer ist als die aller anderen Länder. Dies ist gewöhnlich ein Index des Wohlstandes, wenn die Bedingungen normal wä­ren. Sie stnd es aber nicht. Es sei in jedermanns Interesse, daß

Deutschland davor bewahrt werde, der finanzielle Seuchenherd des Kontinents zu werden.

Times" geht in einem Leitartikel über die deut­sche Note ausführlich auf die Geschichte der deutschen Krise ein. Es ist seit langem klar, so sagt das Blatt, daß keine Wahrscheinlichkeit dafür bestehe, daß Deutschland alle die fällig werdenden Verbindlich­keiten einlösen kann. Eine Uebereinkunst über die kurzfristigen Kredite könne indessen nur erreicht wer­den, wenn die verschiedenen in Frage kommenden Regierungen sich bereiiertlären, wenigstens vorläufig auf ihre Ansprüche aus Reparationen zu ver­zichten. Es bestehe guter Grund zu der Hoffnung, daß di« französische Regierung in der Tat eine freimü­tige Aussprache über die allgemeine Frage von Deutschlands Zahlungsfähigkeit im Lichte seiner Ver­pflichtungen unter dem Stillhalteabkommen nicht ver­hindern werde. Das Blatt unterstreicht dann die im Wiggins-Laywn-Bericht niedergelegten Erkenntnisse.

Die ganze Frage der Priorität der Reparationen den Handelsschulden gegenüber erscheint zum min­desten ein wenig akademisch Im Augenblick bestehe

für Deutschland keine Möglichkeit, nur die unge­schützten Annuitäten und außerdem feine Aus­landskredite zurüüzuerstatten.

DieFinancial Times" bezeichnet den Schritt der deutschen Regierung als unbedingt notwendig und durchaus geeignet, Befriedigung auszulösen. Das Blatt sagt: Eine Menge Beweis­material hat gezeigt, daß Reparationen und die mit ihnen verbundenen interalliierten Kriegs­schulden der größte SteindesAnstoßes sind. Das Memorandum bezieht sich nicht gesondert auf die Frage der Priorität zwischen den Regierungs­und den privaten Verbindlichkeiten. Das ist gut, weil nur eine Untersuchung freiesten Ausmaßes die Grund­lage für ein Gebäude bilden kann, das die Probe der Zeit bestehen kann.

Wer nichts erklärt, stimmt zu"

f Kritik an der ftanzöfischeu Regierung.

Paris, 21 November.

Der Text ves deutschen Memorandums wird von der Presse ganz oder in Auszügen veröffentlicht. Bisher beschäftigen sich jedoch nur einige Blätter kri­tisch mit der Frage. Do erklärt der Außenpolitiker

desEcho de Paris": Die Reichsregierung hat wohl eingewilligt, die Formeln des Aoungplanes zu gebrauchen, um die Revision der Reparationslasten zu erhalten, aber sie hat zugleich Sorge getragen zu bemerken und das sei der wesentliche Punkt des Memorandums, daß es sich unter den gegenwär­tigen Umständen um etwas ganz anderes als die Her­absetzung der Reparationslasten handele. Das Blatt deutet an, daß für Deutschland praktisch die R e p a - rarationen zu existieren aufgehört hätten.

Figaro" ist ebenfalls bedenNich. Die Reichsre­gierung halte im Grunde genommen unverändert ihre These von der Revision der Zahlungsfähigkeit und der Gesamtliquidierung der Reparationen und kurz­fristigen Kredite aufrecht. Man wundere sich, daß die französische Regierung dieses Doku­ment ohne Protest habe hinnehmen kön­nen. Man habe zwar Wert darauf gelegt festzustellen, daß es sich um ein einen einseitigen Charakter tra­gendes Dokument handele. Aber ein Sprichwort sagt bereits: Wer nichts erklärt, stimmt zu.

Auf -em Wege zur

Aeparationskonferenz

th. Berlin, 21. November.

Der deutsche Antrag auf Einberufung des beraten­den Sonderausschusses der B. I. Z. in Basel ist nun­mehr gestern sowohl in Basel als auch bei den betei­ligten Regierungen überreicht worden.

Wie wir bereits gemeldet haben, ist dieser Antrag in Gestalt eines Memorandums gekleidet. Die ent­scheidende Stelle des deutschen Antrages ist darin zu erblicken, daß der Ausschuß das Problem in seiner Gesamtheit und unter Berücksich­tigung aller seiner Faktoren prüfen solle und daß er dabei insbesondere auch berücksichti­gen solle, daß die Frage der privaten Verschuldung Deutschlands rechtzeitig, vor Ende Februar nächsten Jahres, neu geregelt sein mutz. Ebenso wichtig ist die Feststellung der Regierung, datz die Wirtschafts­lage und die Währung in Gefahr gebracht werden könnten, wenn der Transfer ununterbrochen weiiergehei Bemerkenswert ist ferner, datz die Regie­rung zu dieser Feststellung hinzufügt, diese durch den Youngplan vorgeschriebene Erklärung werde der Sach­lage gegenwärtig nicht mehr gerecht, sondern man müsse darüber hinaus die Gesamtlage berücksichtigen. Deutlich wird dabei der Unterschied zwischen der gegenwärtigen Zeit und der Zeit des Inkrafttretens des Koungplanes gekennzeichnet.

Das deutsche Memorandum ist selbstverständlich eine ausschließlich von der deutschen Regierung abge­gebene Erklärung, sodaß es sich nicht um eine gerne« same deutsch-französische Feststellung handelt, aber man darf mit Sicherheit annehmen, daß die Fran­zosen an der Formulierung unseres An­trages nunmehr nichts auszusetzen haben wer­den. Auch hat der deutsche Botschafter in Paris Ge-

Nach wre vor Unklarheit in Genf

(Eigener D

Paris, 21. November.

Außenminister Vriand hatte gestern neue Unter­redungen mit dem japanischen Vertreter Po! hi - s a w a und dem chinesischen Delegierten I z e. Abends fand eine geheime Ratssitzung statt, in der aber noch keine endgültigen Beschlüsse gefaßt wurden. Die Dis-, kusston drel,t sich jetzt um die Frage eines Waffen­stillstandes. Es verlautet, daß Sze vorläufig noch den Standpunkt vertritt, daß die Entsendung eines Untersuchungsausschusses nach der Mandschurei von der gleichzeitigen Räumung der süd- mandschurischen Zone begleitet sein müsse.

Der amerikanische Beobachter Generals Dawes hat den hiesigen Vertretern der amerikanischen Presse erklärt, daß die Vereinigten Staaten an der Beile­gung des Streitfalles lebhaft interessiert seien. Die Vereinigten Staaten könnten an einer Aussprache über die Auslegung der Vülkerbundssatzungen selbstver­ständlich nicht teiknehmen, da sie dem Völkerbund nicht angehörten. Die Vereinigten Staaten müßten sich in jedem Falle die volle Freiheit ihres Urteils wahren.

DerOuotidien" hebt hervor, daß in den Kreisen des Rates nach der Annahme des Untersuchüngsvor- jchlages durch Japan eine deutliche Entspannung zu

a h t b e r i ch t.)

bemerken sei. Der Rat nähere sich dem Abschluß sei­ner Arbeiten, wobei man allerdings nicht sagen könne, daß damit die mandschurische Frage bereits end­gültig geregelt sei. Aus der japanischen Ant­wort sei die Tatsache besonders wichtig, daß Tokio nicht mehr auf der Notwendigkeit direkter Verhand­lungen mit China bestehe. Ferner ser Japan grund­sätzlich zur Räumung der besetzten Punkte außerhalb der mandschurischen Eisenbahnzone bereit, wenn China in der Lage sei, die japanischen Staatsangehörigen zu schützen.

Die folgende Meldung aus Tokio beweist aber, daß entgegen diesen Aussüi rungen desQuotidien" auch.über die Haltung Japans noch keine völlige Klarheit besteht:

Tokio, 21. November. Der japanische Vertreter in Paris hat die Weisung erhalten, jeden Vorschlag eines Waffenstillstandes in der Mandschurei abzulehnen, da ein solcher nur gemacht werden könnte, wenn ein Kriegszustand bestünde. Ferner würde er es den Chinesen ermöglichen, Streitkräfte von mehr als 200 030 Mann gegen 15 000 Japaner zu- sammenzuziehen, und Japan verhindern, sich gegen Soldaten- und Ränberhordeu zu verteidigen.

I legenheit gehabt, mit den dort anwesenden Vertretern I Englands und Amerikas über das gleiche Thema zu unterhandeln, und er hat sich dabei die Zustimmung I auch dieser beiden Länder zu der Formulierung unse­res Antrages gesichert.

Dem Ausschuß ist somit die Möglichkeit gegeben, das Reparationsproblem auch unter Berücksichtigung des Umstandes zu prüfen, daß Deutschland noch er­hebliche Milliardensummen privater Auslandskredite zu begleichen hat. Dagegen ist niemals beabsichtigt gewesen, de» Ausschuß mit der Aufabe zu betrauen, seinerseits eine praktische Lösung der Kredit­frage zu suchen. Das wird die Ausgabe des gleichzei­tig tagenden Stillhalteausfchusses sein.

Man kann schon jetzt als feststehend ansehen, daß auf die Beratungen der beiden Ausschüsse eine große Regierungskonferenz folgen wird, deren Zusammentritt lediglich vom Arbeitstempo des Base­ler Ausschusses abhängig fein wird. Es ist damit zu rechnen, daß dieser in etwa 14 Tagen zusammentritt und dann io12 T-me Arbeitsdauer benötigt.

Die deutsche Regierung wird selbftverMnotich be­strebt sein, auf dieser kommenden Reparationskonse- renz eine definitive Lösung der Reparations­frage anzustreben, schon aus dem Grunde, weil ein neues Provisorium die Wiederherstellung des finan­ziellen Vertrauens unter den Völkern schwer behin­dern würde.

Aus dem Nebeneinandergehen der Reparations- nnd Kreditfrage ergibt sich, datz auch die beiden

Ausschüsse, der beratende Sonderausschuß in Basel und der zunächst nach Berlin eingelavcne Stillhalteausschutz, ihre Arbeiten nebeneinan­der ausführen müssen, und es dürfte sich jetzt bald Herausstellen, daß der Sonderausschuß niajt in oer Lage lein wird, ein abschließendes Votum über die Reparationsfrage abzugeben, ehe nicht der Stillhalte­ausschuß sein Gutachten über die Regelung der Kre- ditsrage abgegeben hat.

Sonderausschuß am 1. Dezember?

Amerikas Vertreter: Walter W. Steward.

Basel, 21. November.

Der Sonderausschuß der BIZ. dürste, wie in Basel verlautet, voraussichtlich am L Dezember zum ersten- mal zusammentreten. Die Benennung der Vertreter durch die Gouverneure der sieben Zentralnotenbanken dürfte wohl Anfang der nächsten Woche erfolgen.

4

Neuyork, 21. November. Ter Gouverneur der Neuyorker Bundesreservebank, Harrison, gab bekannt, daß er aufgrund eines Ersuchens der BIZ. den Vor­sitzenden des Direktorenrates von Case Pomeroy u. Co., Walter W. Steward, zum amerikanischen Mitglied des Beratenden Sonderausschusses <' tt Ijabe, den die BIZ. auf Veranlassung der t « Regierung unter den Bestimmungen des Doun^. .cs einberufe.

Novemberstimmung...

W. P.Wir begriffen, daß über allem Sichtbaren ein Etwas ist, daß jedes Opfer lohnt. . . Wir standen auf und gaben uis. Und werden auferstehen, wenn ihr bereit seid, euch zu geben!" So läßt Thor Goote, einer von den wenigen, die in ihren Kriegs­büchern in seelische Gebiete Vordringen und neben der Schilderung der Schlachten und Gefechte das Kriegs e r l e b n i s erfassen und gestalten, die toten Soldaten des Weltkrieges sprechen. Ihre Mahnung ergeht an uns alle, an die Kameraden von damals, die dem Grauen der Schlachtfelder entronnen stnd, an die Millionen, die in der Heimat litten und dul­deten, und an die junge Generation, die seit den Kriegsjahren herangewachsen ist. Sie stellt Forde­rungen an uns, aber sie gibt auch Trost, weil sie an das rührt, was nicht allein dem Sterben der zwei Millionen Männer im Feldgrau, sondern was auch dem Tode überhaupt einen Sinn gibt. Denn das ist der Sinn jedes Opfers, daß es bei denen, für die es gebracht wird, den Opfermut weckt und den Opfer­willen stärkt, und das ist der Sinn allen Sterbens, datz es dem neuen Werden den Weg freimacht.

Es ist in diesen Novembertagen viel Dunkel, viel Verzweiflung und viel Hoffnungslosigkeit um uns urd in uns. Und doch: Wer nach den Gründen der Klagen und Anklagen, die unsere Zeit erfüllen, forscht, wird erkennen, daß der Streit weniger um die poli­tische Zielsetzung als um die Methoden, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll, geht, und er wird seststellen müssen, daß zwar der Opferwille im deut­schen Volke zweifellos wächst, daß aber in der Beant­wortung der Frage, ob dieser Wille heute richtig ein­gesetzt und gelenkt wird, dieMeinungen weit ausein­andergehen. Diese Erkenntnisse und Feststellungen mögen, wenn man auf die Zukunft blickt, vielleicht tröstlich sein, heute ist die Situation jedoch so, daß die neuen Energien, die geweckt stnd, zunächst nur zur Verschärfung des innerpolitischen Kampfes bei­tragen. und datz über diesen Streitigkeiten das große Etwaschas jedes Opfer lohnt, fast in Vergessenheit gerät

Diese Woche, die mit dem Bußtag und dem Toten­fest zur Selbstbesinnung und zur Einkehr mahnt, hat uns ein beinah vollständiges Kompendium der poli­tischen Fragen, mit denen sich das deutsche Volk aus­einanderzusetzen hat, gegeben. Von A bis Z, von den wichtigsten außenpolitischen Zielen und den autzen- polilischcn W verständen bis zu den großen und klei­nen Schwierigkeiten ans inner- und Parteipolitischem Gebiete, reichte diese Uebersickt. Voran steht natür­lich wie sollte es in einer Zeit, die auch dem letz­ten Volksgenossen die Lehre vom Primat der Außen­politik beigebracht hat, anders sein der Kampf um die Freiheit oder, deutlicher gesagt, um die Befreiung von den Fesseln, in die das deutsche Volk, der deut­sche Staat und die deutsche Wirtschaft durch Versail­les geschlagen wurden. Heute liegt das Schwergewicht dieses Kampfes wieder wie so oft in dem letzten Jahrzehnt auf dem Gefechtsabschnitt Reparationen. Nach langem Hin und Her ist durch die Pariser Ver­handlungen das zustandegobracht worden, was die OptimistenEinigung" nennen, was ht Wirklichkeit aber höchstens das häßliche WortKompromiß" als Etikett verdient. In der Form hat Frankreich

seine Ansprüche durchgesetzt, die Reichsregierung hat den Antrag auf Einberufung des beraten­den Sonderausschusses der Baseler Bank eingebracht, und die klapperige Apparatur des Aoun^plPtes ist damit wieder in Betrieb genom­men. Wer in der Sache, obsiegen wird, steht heute noch in den Sternen geschrieben. Es hat keinen Zweck, sich Illusionen darüber zu machen, daß dieser Weg, der jetzt beschritten ist, mit gesährlichen Stei­nen dxs Anstoßes besät ist, und wenn auch manches, was von der französischen Presse in ihrem glänzend organisierten Feldzug als unumstößliche Forderung vorgetragen wild, propagandistisch godacht ist, so muß man sich unter allen Umständen daraus gefaßt ma­chen, daß Frankreich nicht nur das Schema, sondern auch den Inhalt des Youngplanes mit dem ganzen Einsatz seiner reichen Machtmittel verteidigen wird.

Die Frage, ob es denn in aller Welt für uns kei­nen anderen Ausweg gab, ist daher nicht einfach mit einer Handbewegung beiseite zu schieben. Man hat daran erinnert, daß nicht allein der Gläubiger, son­dern auch der Schuldner Trümpfe im Spiel habe, und daß die Bindungen, die zwischen beiden bestehen, eine gegenseitige Abhängigkeit hervorriefen. Das ist zweifellos richtig, aber es ist die große Tragik der deutschen Politik, daß dieses Trumpf- gerade in dem entscheidenden Spiel mit Frankreich am wenig­sten zu bedeuten hat. Auch hier bleibt freilich die Tat­sache bestehen, datz eine deutsche Bankerotterklärung Frankreich empfindlich treffen würde; dessen sind sich die Männer um Laval und Francois-Poncet wohl bewutzt, und alles, was sie unter der Rubrik Entgegenkommen" eintragen, ist letzten Endes auf diese Erkenntnis zurückznführen. Aber vor der Schä­digung Frankreichs steht die Vernichtung Deutsch­lands, und die starke innere Verbundenheit der Re­parationszahlungen und der privaten Kredite, die auf die Haltung der anderen Gläubiger stärksten Einfluß ausgeübt hat, ist kein ernsthaftes Argument für Frankreich, weil Der französische Kreditgeber an Deutschland nur noch in geringem Um­fange interessiert ist. Deshalb kann Frankreich in allen Verhandlungen diese Verbundenheit leugnen, und deshalb kann es seine ganze, Energie auf das politische Geschäft konzentrieren. Die deutsche Re­gierung hat in ihrem Memorandum mit Nachdruck gefoivert, daß der Baseler Sonderausschuß an den großen Zusammenhängen nicht vorübergehen dürse; ihre Folgerung hat alle Vorzüge der Logik für sich, denn es ist klar oder es müßte doch klar sein, daß zwischen Staat und Wirtschaft nun einmal eine un­lösbare Gemeinschaft besteht, und daß die Last des einen auch die Last des anderen ist. Aber wir haben es ja immer wieder erlebt, daß die Politik der Logik widerspricht und so wird alles davon abhängen, ob es gelingt, den französischen Widerstand mit Hilfe Englands und Amerikas, die beide aus wohloerftan- denern eigenen Interesse am gleichen Strange wie Deutschland ziehen, zurückzudrängen. Die Verhand­lungen des Baseler Ausschusses werden die endgül­tige Entscheidung noch nicht bringen, um so notwen­diger ist. daß unsere Vertreter mit aller Energie darum bemüht stnd. sich nicht durch Vorentscheidungen festlegen zu lassen, die die zukünftige Arbeit mit bösen Hvpotheken belasten. Vor allem: Die Einbe­rufung des Baseler Ausschusses, zu der sich die Reichs-