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Kasseler Sport-Zeitung

Kasseler Neueste Nachrichten / Donnerstag, den 19. November 1931

Kassel in Halle knapp geschlagen

Kußbattstädtespiel Hatte-Kassel 3:2 (Irl)

Am Bußtag fanb in Halle auf dein 96er Platze zum drit­ten Male »er Städtekarnps im Fußball zwischen Halle und Kaffel statt. Wie schon beim letzten Male, blieb auch dies­mal die Hallische Mannschaft mit 3:2 (1:1) zwar knapp, aber dem Spielverlauf nach verdient siegreich.

Während Kassel auf den Internationalen Weber und aus Siebert (beide Kurhessen) verzichten mutzte, die durch Grotz- berndt und Mertens ersetzt waren, trat die hallische Elf in der angekundigten Aufstellung an. Zirka 67000 Zuschauer bekamen ein spannendes Spiel zu sehen.

Die Hallenser fanden sich bald zusammen, allerdings waren in der Mannschaft auch einige Mängel festzustellen. So waren der rechte Verteidiger und rechte Läufer glatte Versager, auch der Halblinke dürfte für derartige Spiele zu alt sein. Kassel zeigte eine ansprechende, gute Gesamt­leistung. Sehr gut war der Torhüter Heßler, der seine Mannschaft vor einer höheren Niederlage bewahrte. Auch der rechte Läufer Schröder ragte aus dem sonstigen Mannschaftsgefüge hervor.

Spielverlauf:

Vom Anstoß an fand sich Halle sofort gut zusammen. Zu­nächst wurden aber keine zählbaren Erfolge erzielt, da der Sturm keine plazierten Torschüsse anbringen konnte. Kassel machte sich dann frei, seine gute rechte Seite konnte sich aber nicht recht entwickeln, da der linke Läufer und linke Vertei­diger Balles, beide die besten Spieler ihrer Elf, ganz aus­gezeichnet waren, und jede noch so gut gemeinten Angriffe der Kasseler zunichte machten. In der 26. Minute ging Kas­sel durch den Mittelstürmer Jordan in Führung, der aus dem Hinterhalt placiert einschotz. Halle konnte jedoch noch vor dem Wechsel durch den Halblinken ausgleichen. Ein Elfmeterball, von dem gleichen Spieler geschoßen, ging über die Torlatte.

Nach der Pause griff Kaffel zunächst stark an, fand sich aber nicht richtig zuiammen. In der 10. Minute riskierte der hallische Internationale Meißner einen hohen Ball, den der sonst gute. Kasseler Torhüter Heßler falsch berechnete, sodaß der Hall im Netz landete. Zehn Minuten vor Schluß erzielte Halles Mittelstürmer Thomas ein drittes Tor, doch konnte Jordan für Kassel noch einmal erfolgreich sein, sodaß sich das Endergebnis 3:2 für Halle stellte.

Göttingen 05 schlägt den Altmeister

L SC. 05 Göttingen SC. 03 Kaffel 3:0 (2:0).

Etwa 2000 Zuschauer bekamen ein selten schönes Spiel «l sehen. So zeigten die 03er ein bestechend schönes Pah- spiel, schnell im Tempo und immer gut durchdacht. Die Göttinger dagegen hatten das bessere Schlußdreieck und einen Sturm, der seine Stärke in kräftigen Torschüßen ausdrückte, der daher immer viel gefährlicher war als wie die 03er Stürmerreihe, die zwar in vorbildlich breiter Front angrif­fen, aber zu lange mft dem Schuß zögerten. Das war dann allemal für Sroda und Reichstein eine erwünschte Gelegen- bett, dazwischenzusabren. Aber auch der ungenaue Torschuß der 03er trug dazu Bei, daß diese das mindestens verdiente Ehreuwr nicht erzielen konnten. In der Göttinger Läufer­reihe war nur Wendland ein schwacher Punkt, dafür aber

kämpfte Alb. Müller als Mittelläufer ganz hervor­ragend. Das 03er Schlußdreieck samt Läuserreibe arbeiteten unermüdlich und konnten immer wieder das Spiel nach vorn verlegen, wo dann jedesmal das Spiel zu sehr in die Brette gezogen wurde. Tie Göttinger Halbstürmer dagegen hielten sich zurück, bedienten dann sleitzig ihre Außen und quittierten jede Flanke mit rasantem Torschuß. Anfänglich dominierten dieOSer beängstigend und hätten sie nicht eine so schlagsichere, taktisch ausgezeichnete Verteidigung vor sich ge­habt, so hätte es Erfolge gehagell. Was nützte aber alles Kombinieren, alle Ecken und Sttafstöße, wenn der scharfe, genau plaziette Torschuß fehlt. Dann kamen auch die Göt­tinger zu einer Ecke. Klapprotb schießt diese prächtig, Schanze sängt den Ball zwar, läßt ibn aber fallen und Mufiatowski schiebt ein. 1:0 sür 05!

Endlich zeigen auch die 05er Stürmer, daß sie ein Stür- merspiel verstehen. Der Ball gebt vom Rechtsaußen nach Mustatowski. der ibn sofort Ladusch zuspielt, ein Tritt, der Ball liegt für Heise schußbereit und schnell zappelt der Ball im Netz. 2:0! Mtt ungebrochener Energie kämpfen die Stothosen weiter, aber alle Anstrengungen der Gäste, Tore zu erzielen, nutzen nichts. In der zweiten Halbzeit rechnet man mit Erfolgen für 03, aber nun steht den Odern auch noch das Glück zur Seite. Wieder zieht 05 davon. Klavv- roth haut einen Erdrutscher, Musiatowski springt drüber weg, ebenso Ladusch nur Heise, der völlig ungedeckt steht, quittiert das seine Manöver mit unhaltbarem Torschuß. Dann lassen die Göttinger nach, wodurch 03 an der Göttin­ger 16 Meter-Linie Fuß faßt. Jetzt sieht man auch Tor­schüße, mutz jedoch nun erkennen, daß Knaus auch ein Hüter von Format ist, der heute nicht zu schlagen war. G. H.

Amtliche Nachrichten

Bvm Bezirk Heffeu-Hanuover. Gau Kaffel (Fußball).

1. Gauklaffe Gr. A. Rommerode Wildungen 5:2. Tura Sportklub 03 3:10, Sport Spielverein 3:2, Her- mannia Immenhausen 6:2, Großalmerode Volkmar­sen B. zu spät angetr.. Tura Svielverein 3:3.

2. Gauklaffe Gr. Al. Nordshausen Melsuklgen 1:5, Hessen-Preußen Niederzwehren 2:1.

Gruppe A2. Sport Hessen 09 4:2, Liebenau Tura T. n. angetr., Svielverein Sport 0:0.

Gruppe Bl. Sport Sportklub 03 4:1, Svielverein Sermannia f. Bericht, Tura Hessen-Preußen ausgefallen, Kurhessen Elgersbausen Elg. n. angetr.

Gruppe B3. Flechtdors Warburg W. n. angetr.. Cor- bach Volkmarsen B. n. angett., Mengeringhausen Arolsen 1:4.

Gruppe Meißner. Wickenrode Lichtenau 3:6.

Gruppe Niederheffeu Al. Unshausen Neukirchen 0:16, Nassenerfurth Borken 2:1, Arnsbach Zweiten 8:2.

Gruppe A2. Genfungen Zennern 0:3, Pfaden Obervorschütz f. Bericht, Gudensberg Wabern 2:5.

Gruppe A3. Anraff gegen Mehlen M. n. angetr.

Gruppe Schwalm A. Oberaula Loshausen 7:1, Wa­senberg Treysa 7:3, Zella Schrecksbach ausgefallen.

Gruppe Bl. Merzhausen Hausen 4:0, Olberode Obergrenzebach 2:3.

Gruppe Homberg. Sondheim Raboldshausen 2:5.

Karl Uhl, Kassel, Trensaerstr. 4.

Sport in der Heimat

Zeugamt Kaffel gegen

H S D.Eintracht" Hedemünden 2:0

Am Sonntag trafen sich auf dem Sportplatz in Hedemün- den das Zeugamt Kassel und die Mannschast H. S. B.Ein­tracht" zu einem Freundschaftsspiel. Wegen des späten Spielbeginns einigte man sich auf eine Spielzeit von 70 Minuten.

Zeugamt Kaffel trat mit 2 Mann Ersatz an. Schon in der 13. Minute erzielte der Halbrechte für Kaffel das erste Tor. Der Schiedsrichter gab Hedemünöen kurz darauf Ge- legenbett durch einen Elfmeter den Ausgleich zu erzielen, der aber großzügig von Hedemünden verschenkt wurde. Nun wurde der Kamvf etwas schneller, bei dem Kaffel verschie­dene Torchancen nicht auszunutzen verstand. Kurz vor Halbzeit schoß der Kaffeler Halbrechte das 2. Tor.

Die 2. Hälfte war etwas ausgeglichener. Bei der Ber- teidigung, die sehr gut war, zersplitterte fast jeder Anprall der Eintracht. Die Stürmerreihe Hedemündens gab sich alle Mühe, das Ehrentor zu retten, doch der Torwart war aus seinem Posten.

Beide Mannschaften lieferten sich ein äußerst faires Sviel. Der Schiedsrichter konnte im allgemeinen nicht gefallen. Das 3. Tor wurde nicht für Kassel entschieden, obwohl der Halb­linke nicht abseits stand.

1. Bezirksklaffe, Gruppe Fulda.

Die »weite Serie brachte gleich am 1. Svielsonntag Ueberra Übungen, indem die beiden Favoriten Punkte laßen mutzten. Reuhos verlor gegen Künzell mit 3:2 und trat an SvB. Alsfeld, der in Elm mit 3:3 nur einen Punkt retten konnte, die Tabellenführung ab. Künzell hat da­durch wieder besseren Änschlutz an die «vitze erhalten, ebenso Bebra, das auf eigenem Platze gegen «cklüchfern kaavv mit 1:0 Sieger blieb. Wegen des Totenionntags und der' Pokalspiele am 29. November werden die «viele erst am 6. Dezember fortgesetzt.

Borussia Fulda Heßeu-Hersfeld ausgefallen!

Das für Buß- und Bettag abgeschlossene Gesellschasts- fviel obiger Mannschaften mutzte leider noch am Dienstag abgesagt werden, da denBorußen" die Austragung öle- fes Spieles von selten der städtischen Behörde und zirletzt auch vorn Regierungspräsidenten untersagt wurde. Das Sviel findet an einem der nächsten spielfreien «onntage statt.

Fußball im Fulda-Eder-Gau.

Nachlese vom Souutag: Treysa Wasenberg 3:7'.! Die Frage nach dem voraussichtlichen Gruppe »meister ist wie­der vollkommen offen. Oberaula Losbausen 7:1 (1:0). Der letztiährige Gaumeister Oberaula zeigte sich wieder von der besten Seite. Schrecksbach II. Röllshansen I. 2:1. Olberode Obergrenzeback 2:3 (0:2). Wa'enberg IL Meugsberg I. 3:1. Frankenhain I. Treysafl. 1:1. Lenderscheid Raboldshausen 4:0 (2:0). Rabolds­hausen hat durch diese 'Niederlage alle Aussicht auf den Gruvvenmeister verloren. Unshausen Neukirchen 1:16!! Spiele am kommenden Sonntag: Treysa Zella: Schrecksbach Loshausen: Oberaula Wasenberg: Merz­hausen Schrecksbach IL; Hausen Olberode: Ober- «renzebach Röllshqusench Wasenberg Gilserberg: Mcngsberg Allendorf: Allmuthsbausen/Hülia Len­derscheid, Sondheim Raboldshausen. Berndshausen Rengshausen Beiserhaus: Rengshausen Sv. B. Berge.

Handball i« Fulda-Eder-Gau.

Die 2. Serie im 4. Bezirk hat begonnen. Maden Wichdorf 2:0. Maden zeigte erhebliche Fortschritte im Zusammen,viel. Fritzlar II. Wolfershausen-Deute II. 3:5 (3:3). Obermöllrich Geismar 1:0. Heimars- bauieu Zn'chen II. 1:3. Singlis I. Woliersban- sen-Dente L 10:1. Singlis dürfte sicherer Meister werden.

Stadttbeater Göttiugeu 1. SC 05 Göttingeu Alte Her­ren 4:4 (1:1). Dieies Sviel. bei dem die Prominenten des Stadttheaters und die alten Kanonen des 1. SC 05 die Par­teien bildeten, wurde zu einer Duelle köstlichen Humors. Dereinsichtsvolle" Schiedsrichter wußte so prächtig zu diri­gieren, daß die Bühnenlieblinge zur höchsten Freude ihrer Verehrer gleichwertig abschniüen.

S. «. G. Tnfvo 2:7 (1:2).

Die Göttinger Svielvereinigung, die das Handballspiel neu in ihr Programm ausgenommen und schon gute Erfolge zu verzeichnen hat, verpflichtete den Stadtmcifter Tufpo zu einem Wohltätigkeitsiptel und zeigte in diesem Sviel, datz fte, bei weiterem fleißigen lieben, bald zu den Svitzenmann- schaften aufrüden wird. Die «VG. war im Felde der Tuspo ebenbürtig, taktttch sogar etwas überlegen Leider fehlte dem sonst vorzüglichen Jnnensiurm, der vlazierte Tor­wurf. Aus der anderen «eite ist der Torwart zu klein, so­daß er durch hohe Würfe leicht aeickfagen wurde. Sehr gut «ehrte der reckte Verteidiger ab. Bei der Tufvo gefiel be­sonders ihr Flügelspiel, dnrck das ne weit gefährlicher wurde als durch enges Dreiinneniviel. Alles in allem ein Erfolg der jungen, sympathischen Mannschaft der S. B. G.

Dillich I. Welferode I. 2:1.

Am Sonntag machte Tillich feilt letztes Verbandsspie! Es entwickelte sich auf beiden Seiten ein hartes Spiel. In der zehnten Minute geht Dillich durch Elfmeter in Führung.

Kurz vor Halbzeit konnte Mittelstürmer Sohn das zweite Tor schießen. Durch einen schönen Durchbruch schießt Wel­ferode das Ehrentor. Nach Halbzett fallen keine Tore mehr. Somit hat Dillich ohne Punktverlust die Herbst-Serie be­endet.

Römersberg I. Zimmersrode I. 8:2. Römersberg mußte Ettatzgeichwächt antreten, war aber während des gan- zen «vieles dem Gegner in allen Phasen technisch überlegen. Römersberg II. Zimmersrode II. 3:1.

. Alburger Sportfreunde II. Warburger Gumn Tv Sum erften Mal stellten sich die Gymnasiasten im Fußball vor und zeigten durch ihren glatten Sieg über die k^ÄÄkn.' Öa6 f,C ne6en H°ndball »i£n Bu'

Giuglis Wolfershaufeu/Deute 10:1 (4:1).

en mußte in «inglis eine recht hohe 'N jeder- dis zur Pause war das Sviel ziemlich aus- und gewann b"ftebig' blS äum 2d,Iu6 tonangebend

Turnerhandbatt im Gau Waldeck

$cr Ganmeifterklaffe des Gaues Waldeck 'S man am 29. NobÄntuft

«Äff''* beginnt. Der Sonntag brachte

Gaumeister A-Klaffe:

To. Kleinern To. Alt»Wild«ugeu 4R (1-2) Bis y*errh/bauie zcwen beide Mannschaften ein ausgeglichenes >ildungen behauvtet die Führung. Kleinern ?"wMldelt in der 23. Minute.einen Freiwurs zum Tres- den Wttdungen Einivruch «nlegt. Ein Unent- tvare den beiderieitigen Leistungen gerechter ge­worden. «chiedsrichter war Paul, Mandern.

B-Klaffe:

Mengeringhansen L To. Höringhausen I. 5:1 yj- Aer Kamps zweier körperlich gleichwertiger Mann­schaften iah bis zur Halbzett Mengeringhaufen in Front, das gegendas Gästedreieck hestige, erfolgreiche Angriffe . HorumHausen war in der Ballbehandlung über­legen, un Feldiviel dem Gegner durchaus ebenbürtig, ver- agre aber vor dem gegnerischen Tor, da es unentschlossen spielte. Krümmel, Elleringhausen, leitete sehr gut.

, ?t> ElleringHansen I. To. Corbach 1850 II. Corbach trat nicht an Ellering Hausen erhalt kampflos die Punkte.

To. Elleriughanseu Jgd. To. Twiste J«d. 1:2 (1:0). Gegen die erst kürzlich aufgestellte Jugend Elleringbausen taa.n Twiite dank größerer Spielerfahrung und befreien Zuivlels einen knappen Sieg erringen. Elleringhausen Jgd. spielte recht angriffsfreudig.

tt < frt l. To. Mengeriuughauken S»8. Arolsen Jk 1:4 (1:2). Arolsen war der neuen Turnermannschaft technuck überlegen. Besonders gut war die Verteidigung und der linke Tturmflügel. Mengevingshaufens rechter «türm .zeigte nch recht angriffsfreudig: doch der Gästehüter patte viel Glück bei den Angriffen. Der «chiedsrichter leitete einwandfrei.

Aus den Vereinen

_ Film- Mttb Vortragsabend des VfL. Heffeu-Preutzen. Ter VfL. .Heßen-Preußen veranstaltet am Freitag, den 20. Ziovember, 20 Uhr, im kleinen Stadtvarksaal einen Film- und Vortragsabend. Es ift dem Verein gelungen, zwei der neuesten Leichtathletiksilme für diesen Abend zu bekommen:Die Deiuschen Leickiathletikmeffterschasten 1934 , .Ein tfilm von historischem Wett, da er die ersten gemein,amen Meisterschaften der Turner und «portler zeigt. Der zweite Filin:Europäische Leichfathfetikklafre in der Zeitlupe" bringt deuticke, finnische, italienische, otterre.ichuche und ungarische Meister in glänzenden Zeitlu­penaufnahmen. Diese beiden Filme werden ergänzt durch einen Film vom Kasseler GrotzstaffellaufWilhelmshöhe Kaffel und einige andere kleinere Filme aus dem Ar- ckio des veranstaltenden Vereins. Studienrat Junghenn wird über die Entwicklung der Kasseler Leichtathletik als die Grundlage allen Sports sprechen. Im Anschluß an die Filme geielliges Beisammensein mit Tanz. Freunde und Anhänger des Vereins haben Zutritt, der Eintrittspreis betragt 20 Psg. -sr-

... Werbeabend der Deutsche« Jugendkraft Fritzlar. All- labrlich nach Beendigung der Wettkämpse versammelt die TFK Fritzlar ihre Anhänger ,u einem Ilnterhaltungs- und Werbeabend In der Begrüßungsansprache banfte der Präses der TJK. Kaplan Seim nochmals allen Mitglie­dern, die nck beim Bau des DJK.-Svorfvlatzes. der in die­sem Jahre serttggeftellt wurde, in uneigennützigster Wette zur Verfügung gestellt hatten. Neben turnerischen Vor­führungen riglicher Art vor allem «fielen die Hebun­gen am Pferd, die Pyramiden und das Bodenturnen wurden einige kurze Lustspiele aufgeführt. -m.

Stiftuu-sfest bei Bar-Sochba. Die Lettung des Turn- und Sportvereins hatte das am Sonnabend in den Sälen der Loge in der Kölnischenstraße veranstaltete Stiftungsfest zu einer schönen Werbung für den jüdischen Svorfgedanken ausgebaut. Der harmonische Verlauf des gelungenen Ab'nds wird jedenfalls dem Verein viele neue Freunde zu­geführt haben, ein Erfolg, der den angestrengten Bemühun- I gen des ersten Borsitzenden Dr. Levy vollauf »u wünschen 1

wäre. Die Reihe der fportlichen Vorführungen eröffnete nach einem Vorspruch die Mädchenabtcilung mit Bodentur- nen und Barrenübungen, es folgten gymnastische Hebungen und Pferdturnen der Knaben, dem sich eine von der Damen- aoteilung gezeigte Lauffchule und eine sehr eindrucksvolle Tanzvorfuhrung anschlotz. Als Abschluß brachte die Herren- abteilung einige geschickt gestellte Pyramiden. Der erste Vor­sitzende richtete an die Versammlung mahnende Worte und forderte alle Eltern gut, gerade in der Schwere unserer Zeit ihre Jungens und Mädels zu Bar-Kochba zu schicken, um hier in turnerischer und sportlicher Ausbildung den Körper lur.die Anforderuiigen des Lebens zu stählen. Zu dem ver- gnuglichen Teil des Abends leitete eine von einem Mit- «Itebe des Vereins selbst verfaßte Revue über, die den leb­haftesten Beifall sand. Wie man dem Schreiber dieser Zei­len versicherte. soll das muntere Bar-Kochba-Bölkchen noch viele frohe «tunden, hindurch bis in den ganz frühen Mor­gen hinein fein Stiftungsfest gefeiert haben. dk

Vereinsmeisterschaften

im Schwimmen

beim Reichsbad« Tur«- und Sportverein Kaffel.

Am 16. November fanden im Städt. Hallenschwimmbad die Vereinswettkämpse im Schwimmen statt, die gut beschickt waren und zu denen sich auch zahlreiche Zuschauer eingesun- den hatten. Unter Leitung deS Vereinsschwimmwarts Fritz Adolph zeigte die noch innge Abteilung ein ersreuliches sportliches Können und frischen Kampfgeist. Das Ergebnis der Wettkämpfe:

Brustschwimmen 50 Meter: Männl. Jugend bis 14 I.: 1. Groß 1,01, 2. Hühneri 1,11.

Beliebig Schwimmen 50 Meter, männl. Jugend bis 14 Jahre: 1. Groß 1,13, 2. Hühner! 1,14.

Brustschwimmen 50 Meter, weibl. Jugend bis 17 Jahre: 1. Frl. Liese 1,24, 2. Frl. Kersten 1,30.

Brustschwimmen 50 Meter für Damen: 1. Frl. Macken- roth 1,09, 2. Frl. llcko 1,14.

Beliebig Schwimmen 50 Meter für Damen: 1. Frl. Mak- kenroth 1,14, 2. Frl. Ucko 1,25.

Brustschwimmen 50 Meter männl. Jugend bis 17 Jahre: 1. Trott 0,81, 2. Humburg 0,86.

Beliebig Schwimmen 100 Meter männl. Jugend bis 17 Jahre: 1. Trott 1,78, 2. Humburg 2,12.

Brustschwimmen 100 Meter für Männer: 1. Geisinger J 1,84, 2. Nolte 2,23. t

Beliebig Schwimmen 100 Meter für Männer: L Seim» rofh 1,72, 2. Kraft 2,10.

Beliebig Schwimmen 50 Meter Männer über 40 Jahre: 1. Eggert 0,99, 2. Salier 1.15.

Kunstspringen: 1. Weißmann 16% P., 2. Geisinger 15% Punkte.

Streckentauche»: 1. Geisinger 29 Meter in *4 Sek., 2. Leimroth, 10 Mele» in 12 Sek.

Arbklicr-Tuni. und SvoMuno

Eintracht Kaffel schlägt Wilhelmshöhe 06 8:1 (5:0).

An der Holländischenstraße erlitt gestern Wilh. eine kata­strophale Niederlage, an der der Sturm und auch Verteidi­gung Schuld tragen. Von den Läufern überragte Leck als Mittelläufer. Die Eintrachtels spielte nach langer Zeit wie­der wie aus einem Guß. Der Sturm hat durch Herein- nahme von Becher bedeutend an Durchschlagskraft gewon­nen. Gleich nach Beginn kann Wilh. einen Strafstoß, von Aschenbrand gut geschossen mit Müh und Not unschädlich machen. Die linke Ecke von Eintracht wird von der Läufer­reihe gut gefüttert. Der Erfolg bleibt nicht aus. In der 7. Minute fchießt Meckbach ein. Etwas später ift es Wen­del, der dem Torwächter mit einer langen Sache das Nach­sehen gibt. Wilhelmshöhe kann sich bei Eintrachts Verteidi­gung nicht durchsetzen. Immer besser spielt die Fünfen^ Eintrachts. In der 35. Minute ist es wieder Meckbach der zu 3:0 einsendet. Bis zur Pause verschasfen Meckbach und Becher eine 5:0 Führung.

Nach dem Wechsel hatten die Wilbelmshöher umgestellt und mit Erfolg. Mit riesigem Eifer sind sie Bei der Sache Sie werden gleichwertig. Aber auch dies geht ohne Erfolg vorüber. Das einzige Tor für sie fällt durch einen Elfmeter. Bis zum Schluß ist Eintracht noch dreimal erfolgreich. 1000 Zuschauer hatten sich eingefunben.

Weitere Resultate:

Eintracht II. Wilbelmshöbe II. 4:1.

_ ' , I. Jugend Wilhelmshöhe 1:0

1. Knabeu-Emtracht Wilhelmshöhe Knabe« 0:2.

2. Jagend Eintracht Schwarz-Weitz Jugend 4:1

-Om»

*

Arbeiter-Fußball: Dillich Welferode 2:1. Dillich ist hiermit als Sieger aus der Herbstserie ohne Niederlage hervorgegangen. Waber« I. Mosheim I. 1:3. Mos­heim gewann verdient durch bessere Stürmerlefftungen. Waber« II. Mosheim II. 1:0.

Sport im Reich

Der Bußtag, von jeher ein Tag der Freundschafts­spiele im Fußball, Handball und Hockey, brachte auch dies­mal wieder äußerst lebhaften Svielbetrieb. Darin tat sich besonders Berlin hervor, dessen Turner und Sportler sich in vielen Tressen mit Auswärtigen matzen. Dabei haben die Reichshauvtstädter nicht sonderlich gut abgeschnitten, was aus folgender Zusammenstellung hervorgeht: Fuß­ball: Hamburg Berlin in Hamburg 2:1, Stettin Berlin in Stettin 3:1, BSV. 92 Eintracht Frankfurt 1:2, Tennis-Borussia München 60 0:2, Norden-Nordwest Chemnitzer BC. 2:3, Viktoria Preußen Stettin 10:0. 1. FC. Neukölln DFC. Prag 2:2, BV. Luckenwalde Ein­tracht Leivzig 4:3 (sämtlich in Berlin); Dresdener SC. Hertha-BSC. in Dresden 4:3. Hockey: Hamburg Berlin in Hamburg 3:3.

Dresdener SC. Hertha-BSC. 4:3 (0:1). Vor einer großen Zuschauermenge spielten in Dresden D«C. und Sertha-BSC. miteinander. Die Dresdener siegten mit 4:3 (0:1). dock entspricht dies Ergebnis nicht dem Spielverlauf: die Dresdener waren teilweise eine ganze Klaffe bcffer und hätten einen höheren Sieg verdient. Gehlbaar im Hertha- Tor verhütete eine größere Niederlage.

Teunis-Borussia München 60 0:2 (0:0). 12 000 Zu­schauer sahen in Berlin ein schnelles und schönes Spiel, das von den Niünchenern noch höher hätte gewonnen werden können, obwohl die starke Tennis-Verteidigung in ganz großer Form war.

Hamburgs Stadteis besiegte Berli« vor 15 000 Zuschauern in Hamburg mit 2:1 (0:0). Das von dem Kölner Schieds­richter Dr. Bauwens geleitete Sviel nahm einen äußerst interessanten Verlaus, zumal die Chancen ziemlich verteilt waren. Zunächst waren die Berliner Überlegen, brachten aber ihr Tor erst nach der Pause zustande. Als dann die Hamburger vom Publikum mächttg annefeuert wurden, ge­langen ihnen 2 Tore, die beide unhaltbar waren. Bedenkt man, daß die Berliner längst njcht ihre beste Mannschaft zur Stelle hatten, so ist dies knappe Ergebnis sehr ehrenvoll für sie.

Stettin besiegte eine andere Berliner Fntzball-Stadt-Elf in «tettin mit 3:1 (0:1). In den ersten 30 Minuten spiel­ten die Berliner überragend und schossen auch das erste Tor. Dann jedoch kamen die Stettiner auf und erzielten nach der Paule 3 Tore nacheinander. Der Sieg der Pommern war verdient.

Der mitteldeutsche Butztagssußball brachte eine Reihe Repräsentativ- und Freundschaftsspiele. In Chemnitz gab es eine Überraschende 2:7-Niedcrlage einer Leipziger «*a6t= Els durch Chemnitz. Eine Leipziger B-'Mannschaft schickte eine Hallenser B-Elf mit 6:1 gefchlagen beim. Die A- Mannfchaft von Halle besiegte in einem ausgeglichenen Sviel Kassel mit 3:2. Slavia Prag war beim SuBC. Plauen zu Gaste und holte sich einen 2:0-Sicg.

Das «orddeutsche Fußballprogram« am Bußtag war recht unterhaltsam, zumal es überall interessante Privat- spiele gab. Einige Ergebnisse: Borussia Harburg VfB. Braunichweig 2:1, Phönix/Polizei Lübeck Holstein Kiel 2:4, Bremer Oberliga Bezirksliga 2:3, Bremerhaven Bremen 6:1, Garnison Oldenburg «tadtmannschast

«t, auch eine Expedition der Frauen, siebe« Leichtathletiuaeu bestehen wird.

Eine« oeue« Weltrekord stellte im beidarmige« «totzeu mit 240,4 Pfund *er Stuttgarter Federgewichtler Schäfer aus.

Bob van Klaveren, der Europameister im Leicht­gewicht, fertigte im Haag seine« belgische« Heranssorderer Henry Scilly über 15 Runden knapp nach Punkten ab.

Oldenburg 4:2, Arminia Hannover Werder Hannover (.Pokalsmel) 9:0.

Die Fußballspiele in Siidoftdeutschland standen im Zei­chen der Winterhilfe. In Breslau wurde vor 3000 Zu- i(Bauern ein Spiel zweier Auswahlmannschaften ausgetra­gen, das der Norden mit 2:1 gegen Südost gewann.

Westdeutsche Fußball-Gesellschaftsspiele.

Der Bußtag brachte im westdeutschen Fußball eine Reihe von Geiellickaftsivielen.

Der westdeutsche Meister Fortuna Düffeldorf traf in Esten vor etwa 10 000 Zuschauern gegen Schwarz-Weiß Esten an und holle nur einen knappen 3:2 (l:l)-Sieg hcr- au8. Zwei Tore schoß Köbierski. Bei Esten warBumbas" «chmidt, der in der Läuferreihe spielte, immer noch gut.

Schwarz-Wem Esten Fortuna Düsseldorf 2:3, Esten West 81 MBB. Linden 2:4, Werden 08 Westfalin Herne 2:2. BV. Siovvenberg SB. Höntrop 4:4.

Was gibi es Neues?

f'ertba Wunder schwimmt Weltrekord. I« men des Sächsischen Kreis-Schwinnnsettes in Planen unternahm Hertha Wunder-Leipzig einen Weltrekordversuch im 200 Nards Brustschwimmen. Unter offizieller Kontrolle legte die Meisterschwimmerin die Strecke in 2:57,1 Min. zu­rück und unterbot damit die bestehende Bestleistung der Olymviasiegerin Hilde Schrader um 7/10 Sekunden.

Schönrath nach Amerika. Der frühere deutsche Schwergeunchtsmeifter Hans Schönratb-Krefeld will noch i« diesem Monat eine Reife nach Amerika antreten. Der Deutsche steht drüben nufer der Obhut des Managers I. H. Smith und soll schon im nächsten Monat seinen ersten Kamvf in U S. A. liefern. Schöurath geht nm einige Jahre ,u spät nach Slmcrika. Heute ist der Krefelder fchon stark per« branchf und abgekamvft, sodatz ihn kaum «och größere Er­folge beschiede» sei« dürften.

Swatofch wieder fvielberechtigt. Der öster­reichische Internationale und langjährige Sfnrmfübrer der Svielvereinigung Löln-Sül, 07, Ferdi Swatosch. ist nach einer Mitteilung des Westdeutschen Svielverbaudes ab L Januar nächsten Jahres sür den Svortclub Soundorn wie­der spielberechtigt.

Im Stuttgarter Sechstagereuue« bildete« nach la Runden »ter Paare dir Spitzengruppe, und zwar Richli/Buschenbagen 343 P.. Charlier/Deneef 252 P.. Ehmer/Kroschel 75 P., sowie Ransch/Hiirfgen 66 P.

Die DSB. plant, a> " ' " ' ~

die voraussichtlich aus NO______________________________

zu de» Olympischen Spiele« «ach Los Angeles zn entsenden.

Was unsere Leser wünschen

Ist das Gerechtigkeit?

Warum kommen bei der Verteilung der Winterhilfe nur Wohlfahrtsempfänger in Frage? (iielten wir staatlichen Unterstützungsempfänger denn nichts? Obwohl wir zum größten Teil weniger Unterstützung bekommen als die Wohlfahrtsempfäuger. Dafür, daß wir uns nach illotftands- arbett gedrängt haben, um die Stadt zu entlasten, werden wir nun bestraft, indem wir weniger Unterstützung bekom­men und von allen Notunterstützungen (wie Winterhilfe, Kohlen und Lebensmittelgmscheinenf ausgeschloffen und. Jc bitte den Magistrat doch Gerechtigkeit walten zu lasten und uns den Wohlsahrtsemvfängern gleichzuttellen. H.

Gastwirtesorgen in Kassel.

»Freie Bahn dem Tüchtigen" wäre wohl eine den jetzigen Zeilen bessere Losung, als manchem streb­samen Menschen einen Strick z-u drehen. Demjeni­gen, der sich eine selbständige Existenz gründen will durch Erössnung eines Gastsüflenlotals, wird vom Gastwirteverband wegen Konkurrenzneid im voraus der Garaus geniacht, entweder durch Eingaben bei den Behörden die Konzession nicht zu erteilen, oder die Gastwirte betreten den Weg der Oessentl:chkeit und singen kn den Tageszeitungen Klagelieder über ihr Gewerbe. Hochkonjuktur ist in keinem Gewerbe und Deutschland hat Gewerbesreiheit. Verkaufsläden werden jederzeit eröffnet, da wird der Nachbar we­gen der Konkurrenz nicht gefragt, deshalb sollen die Behörden nicht so engherzig sein, wegen, der drohen­den Konkurrenz dem Nächsten die Wirtschaftskonzcs- sion nicht zu erteilen. Nochmals »Freie Bahn dem Tüchtigen", er bezahlt auch Steuern und hat auch ein Recht zum Leben.

Eine Stimme aus dem Volke.

Statt. Lesehalle.

Zu öem EingesandtSperrt uns nicht die Lesehalle" in Nr. 264 der Kasseler Neuesten Nachrichten vom 10. d. M. möchte ich als unbeteiligter Beobachter folgendes ausführen: Ich besuche ab und zu, manchmal vormittags, manchmal tn den Abendstunden die Lesehalle I in der Holläudiickenstraße. Die Anregung zur anderweiten Festsetzung der Lesesfunden kam von einem übergroßen Teil der Besucher selbst. Es haben sich doch 146 für eine Verlegung der Lesestunden in die Zeit von 59 Uhr abends und nur 10 für eine Beibehal­tung der gegenwärtig bestehenden Lesestunden ausgeivrockeii. In den «ommerirrraten dürfte die Zeit von 610 Uhr abends angebracht fein, in den Wintermouafen. wo es früher

dunkel wird, nicht. Geht mast jetzt abends zwischen 5Z46 Uhr die Holländischestratze entlang, so kann man vor dem Eingang zur Lesehalle eine ganze Anzahl Personen stehen ,ehen, die auf Lessniing der Lesehalle warfen. Kommt man dagegen zwischen 910 Uhr in die Lesehalle, so kann man die Perioncn, die noch lesen, an den Singern abzählen (manche mut auch ichon da und schlafen) und dürsten diese Leser den Aufwand an Licht und Heizung in dieser Stunde nicht recht­fertigen. Zu empfehlen wäre auch, die Zeit für die Be- Nutzung der Leiehalle an den Wochentagen vormittags von rr-p USr unö an den Sonntagen von 1012 Uhr, feftzu- bie Leitung der Städt. Lesehalle allen Wünschen der Bemcher gerecht werden, dann kann sie die Leiehalle von morgens 9 bis Mitternacht geöffnet halfen und auch dann durste es an Unzufriedene» nicht fehlen.

Ein Leser.

Eine Ursache bet Krise und ihre Beseitigung.

Auf das unter vorstehender Ueberschrift betitelte Einge- lanfit vom 13. d. M. betr die weiblichen Arbeitnehmer welche von Haus aus in guten Verhältnissen leben usw. rann ich nicht umhin, an dieser Stelle folgende wahre Tat- iache vrerszugeben.

Ich.wurde Mitte d. I. bei einer hiesigen ftaatl. Behörde vorläufig als Kanzlei-Aushilfs-Angestellter eingestellt. Diele Angeftellfenftelle welche ich versah, galt nicht als AushilsS- Angestelltenftelle, sondern als planmäßige.

Nach dreimonatlicher Beschäftigung wurde mir ungefähr gegen 10 Uhr norm, der Bescheid gegeben, daß ich mit Ab­lauf des Tages entfallen sei, da anderntags meine bisherige «teste von einer ledigen Dame von Bad Wil­dungen besetzt würde.

. Alle Versuche bei meinen Vorgesetzten um Wefterbeschäf- tigung waren vergeblich. Ich als Verheirateter und hier wohnhaft mußte einer ledigen Dame von Auswärts Platz machen und muß heute wieder dem Wohlfahrtsamt zur Last liegen.

Der Winter naht.

Nun kommt die Not unserer Singvögel um Nahrung und Wohnung. Wenp die kleinen Sänger am Tage bei Regen und Kälte sich mühsam ein wenig Futter gesucht haben, fo weiß manch kleines Vögelchen nicht, wo es unterichlüpsen kann, um das Köpfchen ins Gefieder zu stecken, «omft ist es Pflicht, den Tierchen zu helfen und überall Nistgelegenheiten einzurichten, denn auch diese Geschöpse haben ein großes Recht auf ein warmes Rnhevlätzchen tn kalter Winternqcht. Darum die große Bitte an mitfühlende gute Menschen . Rich» tet geschützte Futterstellen ein, gebt reichlich Nistgelegenhei» ten unserer nützlichen Vogelwelf, welche doch auf die Barm­herzigkeit der Menschen angewiesen sind. Der Segen hier­für wirb bestimmt nicht ausbletben.

M. Sommer, Mitglied des Hess. Tierschutzvereins. Ich nehme gern jedes Quantum Winterfutter entgegen ütö» nigsvlatz 55 vir.)