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Hessische Abendzeitung

Kasseler Abendzeitung

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Kasseler Neueste Nachrichten

Summer 270*

Oiensiaa / Mittwoch 17/18. November 1931

21 Jahrgang

Grandis Besprechungen in Washington

Lteberaus herzlicher Empfang des italienischen Außenministers / Kanzler und Sozialdemokratie / Oer mandschurische Konflikt vor dem Völkerbunösrat

Das Thema: Europäische Mißstände (Eigener Drahtbericht.)

wo man nicht mehr wisse, ob man es nur mit einem oKnflitt oder mit dem Krieg zu tun habe.

Schulden, Abrüstung, Sicherheit

Bon Staatssekretär z. D. Frhr. v. Rheinbaben.,

Neuhork, 12. November.

Der italienische Außenminister G r a n d i, der gestern in Reuqork eingetroffen und dann nach Washington weiter gereift ist, hat sowohl in Neuyork als auch in Washington eine ausgesprochen herzliche Auf­nahme gefunden. Die gesamte Presse verweist in die­sem Zusammenhang bezeichnenderweise auf die fro- ftige Atmosphäre, die den Washingtoner Besuch Lavals umgab.

Die offizielle Begrüßung Grandis durch Präsident Hoover, für die ursprünglich nur wenige Minuten vorgesehen waren, dehnte sich zu einer halbstündi- genfr.eundlichen Unterhaltung im Weißen aHuse aus. Rach dieser Unterhaltung gab G r a n d i eine Er­klärung ab, die in den Worten gipfelte:Gerade in einem Augenblick wie den jetzigen empfindet man auch das stärkste, daß das Wohl des einzelnen zugleich das Wohl aller ist, und daß das Unglück des einzelnen nie­mals das Glück anderer sein kann. Die Interessen aller Böller sind auf das engste miteinander verknüpft." Grandi betonte sodann erneut, daß Italien den Was­hingtoner Besuch Lavals mitherzlichster Teilnahme" verfolgt habe. Diese Bemerkung ist durchaus dem Sinne Hoovers, der sichtlich bemüht ist, auch nur den Anschein einer antifranzösischen Stim­mungsmache zu vermeiden.

Am Abend weilte Grandi im Hanse des Staats­sekretärs S t i m s o n, wo eine längere Aussprache mit diesen und B o r a h stattfand. Ob diese Unterhaltun­gen über einen freundschaftlichen Meinungsaustausch hinausgehen, erscheint zweifelhaft. Immerhin glaubt Reuyork Hera'd Tribüne" zu wissen, daß die Was­hingtoner Regierung versuchen wird, sich mit Italien über eine Zusammenarbeit auf der Genfer Abrüstungs­konferenz über die Anbahnung eines französisch-italie­nischen Ausgleiches in der Flottcnfrage und über die Ergänzung des Hoover-Laval-Abkommens in der Frage der internationalen Schulden zu verständigen.

Das andere Europa

Rom, 17. November.

Die hiesigen Blätter gaben eine Anzahl amerika­nischer Pressestimmen zum Besuch Grandis wieder. Associated Preß" stellt fest, daß die M i ß st ä n d e in Europa, die aus den dauernden Schwierigkeiten Deutschlands herrühren, den Mittelpunkt der Unter­redungen zwischen Hoover und Grandi bilden wer­den. Rach der Ansicht der zuständigen Stellen halte Grandi den Vorschlag Hövers über ei» Moratorium für sehr gut, befürchte aber, daß die Vereinigten Staaten durch die Verzögerung der Annahme des Vorschlages verletzt worden feien. Grandi wünsche daher, den Vereinigten Staaten zu beweisen, daß außer dem Europa, das an dem Buchstaben von Ver­sailles bzw. des Versailler Vertrages hänge, noch ein anderes Europa vorhanden sei.

Es bestehe der Eindruck, daß die Unterredungen zwischen Hoover und dem italienischen Außenminister einen wirklichen Erfolg haben würden. Beide Staa­ten seien der Ansicht, daß die Besprechungen das Ver­trauen Deutschlands wieder heben könnten."News Nork Herald Tribüne" schreibt, daß die amtlichen Wa- shingwner Kreise darauf vertrauen, daß der Besuch Grandis die italienisch-amerikanische Zusammenarbeit aus der Abrüstungskonferenz günstig beeinflußen werde.

Keine Ergebnisse!

Die Ratstagung in Paris.

Paris, 17. November.

Die außerordentliche Session des Völkerbun­de s, tn der über die mandschurische Frage verhandelt Wird, hat gestern begonnen. Die gesamte Pariser Mor­genpresse widmet der Tagung breitesten Raum. eDr Petit Parisien" erklärt u. a., daß die von aller Welt erhofften greifbaren Ergebnisse, wenn es solche geben sollte, erst später eintreten könnten, da sie auf dem Wege eines langwierigen Meinungsaustausches vor­bereitet werden müßten. Die Schwierigkeiten bezögen sich hauptsächlich auf den fünften Punkt der japanischen Forderung, daß die Japan durch die mandschurischen Verträge eingeräumten Rechte gewahrt werden müß­ten. Es wäre eine Uebertreibung zu behaupten, daß große Fortschritte gemacht worden seien, doch könne man immerhin feststellen, daß der allseitige lebhafte Wunsch zu einer Lösung der Streitfrage vorhanden sei. In jedem Falle müsse außerordentlich vorsichtig gehan­delt werden.

DerFigaro" hebt in diesem Zusammenhang her­vor daß der Kanonendonner aus der Mandschurei höchst eindringlich an die Tatsachen erinnere. Die Lage in dem Fernen Osten sen an dem Punkt angelangt.

Oie Außenpolitik vor der Kammer

Berlin, 17. November.

Am heutigen Dienstag wird in der Kammer die große außenpolitische Aussprache er­öffnet. Auf Wunsch des Ministerpräsidenten sind die verschiedenen Anfragen verbunden worden, sodaß man nach der Reihe über die Washingtoner Be­sprechungen die finanzielle Lage, die Abrüstunas- frage, die französisch-sowjetrussischen Beziehung-n, die Tätigkeit des Völkerbundes, den mandschurischen Konflikt und über die Ergebnisse der Verhandlungen in Paris, London und Berlin reden wird.

Bisher haben sich 15 Interpellanten zu Wort gemeldet, wobei die Anfrage des Radikal­sozialisten Bergery die Aussprache eröffnen dürfte. In politischen Kreisen rechnet man damit, daß die außen­politische Aussprache diese Woche' ausfüllen wird, und daß Laval, Briand und Flandin kaum vor Freitag das Wort ergreifen.

Biscount Snowden. Snowden hat den Titel Vis­count erhalten. Er wird somit seine parlamentarische Tätigkeit im Oberhaus weiter ausüben können.

21 Stahlhelmer bei einer Geländeübung verhaftet. Als eine Abteilung des Oberhausener Stahlhelms in der Nähe der Zeche Haniel eine Geländeübung ab­hielt, schritt die Polizei ein und nahm 21 Stahlhel­mer fest. Die Verhafteten wurden dem Polizeigesäng- nis in Bottrop zugesührt.

die wir bereits gestern berichtet haben, finden nach wie vor starke Beachtung. DerVorwärts" gibt sich heute Mühe, diese viel beachtete Stelle aus der Darmstädter Rede Brseitscheids genau zu interpretie­ren. Er stellt zunächst den Wortlaut noch einmal fest, aus welchem hervorgcht, daß Breitscheid ver­schiedene politischeWenn" angewenüet hat, um die Möglichkeit der Beseitigung von einem der zahlrei­chen Hindernisse zwischen SPD. und KPD. zu kenn­zeichnen, und derVorwärts" bemerkt dazu: Schon aus diesem Wortlaut ergibt sich, daß

Breitscheid keineswegs alle Hindernisse als gefallen ansieht,

und daß er keineswegs die antifaschistische Kampf­front als geschloffen ansieht. Was schließlich von Verhandlungen zwischen Sozialde­mokraten und Kommunisten erzählt wor­den sei, beruhe, wie «n Vorwärts ausdrücklich festge­stellt wird, in allen Teilen auf Erfindung.

Wenn man sich über die Möglichkeiten einer An­näherung zwischen Sozialdemokraten und KPD. ein genaues Bild machen möchte, so braucht man nur noch die kommunistische Prefle zu beachten, um zu erken­nen, daß diese Annäherung vorläufig in weitem Fel­de liegt, denn dieRote Fahne" spricht davon, daß es die Aufgabe der Kommunisten sei, die so­zialdemokratische Front politisch zu- schla gen, damit der Faschismus vernichtet werden könne. Die Sozialdemokraten seien der Hauptfeind »er im Proletariat, und gegen die Sozialde­mokratie muffe mder Hauptschlag in der jetzigen Pe­riode des Klaffenkampfes geführt werden. Diese Aeutzerungen der kommunistischen Preffe sehen nicht sehr nach einer Annäherung zwischen SPD. und KPD. aus. Immerhin wird man, unabhängig da­von,

die Drohung der SPD., den Kurs der Regie­rung Brüning eventuell nicht mehr zu unter­stützen, durihaus ernst nehmen

müffen, und deshalb kommt auch der Unterre­dung erhöre Bedeutung zu, die tute nachmittag zwischen «em Reichskanzler und Ver­tretern der Soziald»mokratie stattfin­den soll. Ursprünglich war dafür lediglich das Thema der Bekämpfung des Terrors in der politischen Pro­paganda vorgesehen, aber unter den jetzigen Umstän­den wird selbstverständlich die gesamtpolitische Lage besprochen werden, und der Kanzler wird sich darüber orientieren können, wie weit er in Zukunft noch auf di« Unterstützung der SPD. rechnen kann.

In der Hochstimmung der Völkerbundsversamm­lung vom September 1924, als das berüchtigte Gen­fer Protokoll fertiggestellt war, schmetterte der dama­lige französische Ministerpräsident Herriot die große Trilogie über die Versammlung hinweg in die inter­nationale Oeffentlichkeit: Schiedsgerichtsbar­keit, Sicherheit, Abrüstung! In unzähli­gen Abhandlungen und Formulierungen hat diese Trilogie seitdem die Atmosphäre der Genfer Welt beherrscht, aber bekanntlich hat sich sehr bald heraus- gestellt, daß jeder normal begabte Student des Völ­kerrechts nach wenigen Monaten des Studiums ohne Schwierigkeit in der Lage ist, diese drei Begriffe in der unehrlichen Phraseologie von Gens so durch­einander zu wirbeln, daß je nach Bedarf praktisch nichts herauskommt! Noch heute steht dem Verlan­gen Frankreichs und seiner Freunde nach vermehrter Sicherheit" vor jeder Herabsetzung der Rüstungen (heute nennt man das vielfachOrganisation des Friedens") die von,Deutschland, den Angelsachsen und Italien vertretene These gegenüber, daß eben gerade eine energische Herabsetzung der Weltrüstung die Sicherheit der Völker automatisch vermehren würde.

In dieser Unklarheit oder besser Gegensätzlichkeit, die seit vielen Jahren die internationale Erörterung durchzieht, bereitet sich Die Welt nun auf die große internationale Abrüstungskonferenz des kommenden Jahres vor. Rechtzeitig und wahrschein­lich von größtem Einfluß auf die praktische Gestal­tung der Dinge hat jetzt der in den letzten Wahlen so erfolgreiche englische Ministerpräsident seinerseits eine neue Trilogie in seiner Guild-

Diese Frage ist deshalb von besonderer aktueller Bedeutung, weil, wie an anderer Stelle berichtet wird, am Donnerstag der Hauptausschutz des Reichstages Zusammentritt und tn einer voraussicht­lich langen Arbeitsperiode alle die zahlreichen Anträ­ge zu behandeln hat, die während der letzten kurzen Reichstagsseffion. zur Abänderung der Notverord­nung eingebracht werden. In diesen Anträgen ist naturgemäß sehr viel Konfliktsstoff enthalten, und es kann daher in den Sitzungen des Hauptausschus­ses jederzeit zu parteipolitischen Auseinandersetzun­gen kommen. .

Die Sozialdemokraten haben es außerdem voll­kommen in der Hand, im Aeltesienrat einen eventuellen Antrag auf vorzeitige Einberufung des Plenums durchzusetzen,

denn im Laufe des Sommers hat es sich gezeigt, daß alle die Anträge auf Einberufung des Reichstagsple­nums int Aeltestenrat immer nur mit Wilfe der So­zialdemokraten abgelehnt worden sind. Zpllte die SPD. sich jetzt eines Tages anders besinnen, so wür­de man mit einer frühzeitigen Einberufung des Reichstages zu rechnen haben, woraus sich selbstver­ständlich ein offener Konflikt entwickeln müßte. Vor­läufig wird man aber abwarten müssen, wie sich die Weiterentwicklung vollzieht.

Frankreich und der Baseler Ausschuß

Paris, 17. November.

Nach der Ansicht einiger Blätter sind in der Un­terredung des deutschen Botschafters mit den franzö­sischen Finanzminister am Montag erneut einzelnen Fragen hinsichtlich der Einberufung des BJZ.-Aus- schuffes erörtert worden. Den Zusammentritt dieses Ausschüße werde deutscherseits kein Hindernis berei­tet werden, da Deutschland das Schwergewicht auf die spätere Regierüngskonferenz verlegen wolle. Während die französische Regierung in der Frage der ungeschützten Reparationszahlungen nicht nachgegeben habe, werde sie anscheinend gegen die gleichzeitige Tagung eines privaten Bankierausschus­ses zur Untersuchung der eingeforenen Kredite nichts einzuwenden haben.

Im Gegensatz dazu sagt Marcel Mutin imEcho de Paris"' zu den Schwierigkeiten in den deutsch- französischen Verhandlungen: Wenn ein Antrag über die Einberufung des BJZ.-Ausschuffes die Still- haltesrage berühren sollte, werde die französische Regierung zweisellos ihre Vorbehalte hinsichtlich der Zuständigkeit des Ausschusses anmelden. Andernfalls solle der französische Vertreter für den BJZ.-Aus- schuß, der dann am Montag zusammentreten könne, sofort ernannt werden.

Hallrede geprägt:Das wirtschaftliche Chaos Euro­pas kann nicht ohne Regelung »er Reparationen und Kriegsschulden überwunden werden; die Verei­nigten Staaten haben zum Ausdruck gebracht, daß diese Fragen einen unmittelbaren Einfluß auf die Abrüstung haben und die französische Regierung macht geltend, daß diese wieder von der Sicherheit abhänge; das Problem der Sicherheit aber wirft sei­nerseits die Frage der Aufrechterhaltung des status quo in Europa auf." Diese Sätze sind das Wichtig­ste, Wahrste und Klarste, was von einem unmittelbar beteiligten leitenden Staatsmann bisher über die Verbundenheit der vor uns liegenden Entscheidungen über weltweite Probleme gesagt worden ist. Zum Unterschied zu mancher früheren Aeußerung engli­scher Staatsmänner in der Nachkriegszeit handelt es sich diesmal wohl kaum nur um eine freundliche Geste, um Stimmungsmache oder um eine schöne Redner-Formulierung. Nach Macdonalds Ansicht geht es diesmal ums Ganze und bis zum Beweise «es Gegenteils können wir berechtigterweise anneh­men, daß auch die Konservativen mchr als während der auswärtigen Politik Chamberlains dafür eintre­ten werden, daßFaktor England" sein Gewicht in die Wagschale der kommenden internationalen Aus­einandersetzungen werfen wird. Di« Meutereien in der Flotte und der Sturz des Pfundes waren doch wohl allzu ernste Anzeichen dafür, worum es sich letz­ten Endes jetzt auch für England dreht!

Prüfen wir von unserem deutschen Standpunkt ans nun kurz die neue Trilogie. Augenblicklich wird in schwierigen Auseinandersetzungen irgendwie und irgendwann wohl eine neue Kommission ge­schaffen werden, welche die deutsche Finanzlage so­wohl nach der Richtung der festgefrorenen 7 Milliar­den kurzfristiger Kredite als dem Ersatz des Aoung- plans untersuchen' soll. Schon am 4. Mai d. Js. hat der amerikanische Präsident Hoover gesagt:Von all den Vorschlägen für den wirtschaftliche» Wiederaufbau der Welt kenne ich keinen, der an Not­wendigkeit und Bedeutung mit einem erfolgreichen Ergebnis der Abrüstungskonferenz vergli­chen werden kann." Wenn er es während des Be­suches des französischen Ministerpräsidenten in Ame­rika für richtig gehalten hat, diese seine grundsätzliche Ueberzeugung nach außen hin nicht zum Ausdruck zu bringen, so kann mart wohl aus dem ganzen Ver­lauf der Zusammenkunft den Schluß ziehen, daß 'er den damaligen Zeitpunkt dafür nicht für geeignet hielt. Er mußte zunächst die Lavalschen Vorschläge für ein Hineinziehen Amerikas in eineOrganisie­rung des Friedens" nach französischen Wünschen zu­rückweisen, für die Festigung her amerikanischen Goldwährung eintreten unv die Haltung des Kon­gresses im Dezember abwarten. Wes aber spricht dafür, daß die amerikanische Politik sich vorbehält, ihren großen Trumpf, chren stärksten Druck als finanzielle Weltgläubigermacht e r st w ä h- renb der Abrüstungskonferenz auszu­spielen.

Wenn das aber so ist, dann werden wir bis zum Beginn der Abrüstungskonferenz wohl neue Gutach­ten und Untersuchungen über Deutschlands finan­zielle Lage vernehmen, aber kaum vor jener endgül­tigen Entscheidung sichen, die der englische Minister­präsident soeben als notwendig bezeichnete. Oder anders herum: Ist es vorstellbar, daß etwa in den ersten Monaten 1932 irgendeine erträgliche Abma­chung über die großen Finanzfragen zustandekommt und dann etwa im Mai die Abrüstungskonferenz scheitert, weil Frankreich sich unter irgend einem Vor-

Beachten Sie besonders folgende Artikel:

Hauptblatt

Hans Franck: Das Buch der 6521 Toten.

Paul Graeners neue OperFriedemann Bach"

1. Beilage

Sic. Lieberknecht-Kassel: Beugung vor der Bahv- heit.

2. Beilage

Erster Artikel unserer SerieDeutsche Politiker" Bilderartikel: Wenn wir Kupserknaben wanoeru Trader Horn entdeckt Afrika. 2. Teil.

3. Beilage

Curt Hotzel: Die heilige Landgräfin. Zum 700. Todestag der hl. Elisabeth.

Handelsteil: Sterbender Wohnungsbau.

Sozialdemokraten bei Brüning

Bo» unserer Berliner Schriftleitung.

1h. Berlin, 17. November.

Die Aeutzerungen des sozialdemokratischen Frak- tionsvorsttzenden Dr. Br eit scheid über eine eventuelle Kursänderung der Sozialdemokratie, über