Einzelpreis 20 Pfennig
Nr, 256
Sonnabend, 31. Oktober ' Sonntag,!. November 1931
21. Zabrgang
Hessische Abendzeitung
. ?E<chak>z, und Kumtlien-An-elgen die 30 mm - Sette 11 Vfenm- er.in» An,einen NN» Staffel das Wort 7 4. Auswärtige Kleine Anzeigen die .”0 mm breite Zeile 11 4 Anzeigen tm HePametetl die <8 mm breite Zeile 15 * Onerrgebtibr 25 4 tbei Zustellung 85 4). - Flir das Erscheinen »an Anginen in bestlinmlen Ausgaben, an befonderen Plätzen und für televiwnifch erteilte Auftrige keine nungsbetrage innerhalb von 5 Tagen zahlbar Geriansnand Staffel. - Postscheckkonto öwnffurt a jjl 6380
Kasieler Abendzeitung
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Sammelnummer 6800 .Zunftifche sprech,lunden Dienstag und freitags 17—19 Uhr Kölnische Strafte 10. I
Internationale Jinanzkonferenz im Dezember?
Der französische Ministerpräsiöent am Montag wieder in Paris / Telephonische Unterredung Lavals mit Brüning geplant
Oeuisch-sranzöMche Gespräche Im Kreise marschiert...
Eigener Dradibericht.
W. P. Fast ist es so, als seien wir in den letzten
Paris, 31. Oktober.
Nach der Berliner Reise des deutschen Botschafters in Paris, v o n H o r s ch, die in der französischen Hreffe ein starkes und befriedigendes Echo gefunden hat, widmen die Blätter ihre ganze Aufmerksamkeit der Frage der kurzfristigen Kredite, die im Februar rückzahlbar werden.
Allgemein wird hervorgehoben, daß Frankreich in Ueberemstimmung mit dem Reich Mittel und Wege finden müsie, Deutschland aus der augenblicklichen Krise zu Helsen. Einige rechtsstehende Organe machen freilich gewisse Vorbehylie. So erklärt das „<3cbo bc Paris" u. a., es bestehe kein Hinderungsgrund, daß Frankreich an einer geme.nsamen Rettung Deutschlands mitarbeite. Alleroings müsse dies tm Rahmen des möglichen und unter ganz bestimm en Bedingungen geschehen. Man müsse deshalb »ja Deutschland zunächst einmal eine gesunde Finanz politck verlangen und die Versicherung, daß nickt je?e Neuwahl sich zu einem neuen Wutausöruch Frankreich gestalte.
In Kreisen der französischen Berichterstatter an Bord der lr3§Ic de France" wird allgemein oetont daß nichts Ernstes unternommen werden könne fte dor Deutschland weht seine ausländischen Ver Pflichtungen wieder aufnehme und die Privatbanken n cht die Wiederaufnahme der Rückzahlungen der .Kredite durch,üi,rlen Erst oanu sei eg möglich an eine ernste Prüfung der Fragen zu gehen, öie 3>e knrzlrist gen Kredite angiitgen, und die große De zember-Konferenz vorzubereiten, deren R-ch'- lin en nach Rückkehr und nach Rücksprache mit dem deutschen Botschafter aufgestellt würden.
In diesem Zusammenhang erklär' man in der Umgebung des Ministerpräsidenten, daß Laval 6c reits jetzt die Absicht durchblicken lasse, sich nach sei ner Rückkehr telefonisch mit dem Reichskanzler in Verbindung zu setzen, um durch eine neue Geste den Beginn normaler Beziehungen zwischen Frank reich und Deutschland anzukündigen. Die erste europäische Regierung, die über das Ergebnis seiner Washingtoner Besprechungen unterrichtet würde, so betont der Sonderberich erstatter des „Petit Parisien" werde auf alle Fälle die Reichsreg erung sein.
Der Autzenpolitiker des „Petit Par-.ssea" meldet ferner, daß die Londoner Regierung, sicher demnächst wieder einen Delegierten nach Paris ent senden werde, um erneut Fühlung ia der Rcpara tions- und Schuldenfrage zu nehmen. Das Schul den- und Reparationsproblem werd» unverzüglich Gegenstand wichtiger Erörterungen und namentlich einex in'ernationalen Konferenz fern, die wahr scheinlich im Dezember zusammentreten weroe.
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Paris, 31. Oktober. Es steht nunmehr fest, daß der Dampfer „Isle de Franc" mit dem französischen Ministerpräsidenten an Bord am Montag vormittag um 9 Uhr in Le Havre einläust, so daß Ministerpräsident Laval und die französische Delegation jgegen 13 Uhr in Paris eintreffen werden. Laval wird über das Ergebnis seiner Reise zunächst dem Ministerrat und alsdann den Bereinigten Kammerausschüssen für Auswärtiges und Finanzen ein Exposs erstatten.
Mussolini gegen den Korridor
Königsberg, 31. Oktober.
Die „Königsberger Allgemeine Zeitung" bringt folgende Mel-dung aus Rom: „Auf eine Anfrage der „Königsberger Allgemeinen Zeitung" über Mussolinis Standpunkt in der Frage des Polnischen Korridors Wirtz von maßgeblicher Seite erklärt, daß die Abschaffung des Korridors eine der Kardinal st andpunkte einer Revision des Versailler Vertrages bilden würde. Es sei seit längerer Zeit die Ueberzeugung des Duce gewesen, daß der Korridor einen wunden Punkt auf der europäischen Landkarte darstelle, der dauernd internationale Beunruhigung verursacht und noch ernste Schwierigkeiten bereiten wende. Die Gründe für diese Ansicht Mussolinis lägen in der Tatsache, daß der Korridor Deutschland in zwei Teile zerschneide, schwierig zu lösende Probleme für die deutsche Regierung schasse und einen Zustand ständiger Erbitterung zwischen Deutschland uns Polen herbeigeführt habe.
Obgleich Mussolini noch nicht mit der Erklärung in die Oeffentlichkeit getreten sei, daß der polnisck)- Korridor eines der in allererster Linie zu lösenden Probleme darstelle, erfährt die „United Preß", daß der Duce einen Vorschlag zur Beseitigung der Korridorfrage machen werde, sobald sich ein geeigneter Zeitpunkt hierfür ergebe."
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Rom, 31. Oktober. Die italienische Regie rnng Hai dem Generalsekretär des Völkerbundes miigeteilt, daß sie dem Plan eines Rüstungs
feierjahres zustimme und sich verpflichte, chn anzuwenden.
Die amtliche Mitteilung fügt hinzu, daß die italienische Regierung, die der Völkerbundsversammlung durch ihre Abordnung einen Vorschlag unterbreitet hatte, der aus eine genauere Anwendung des Rüsüngswafsenstillstandes hinzielle, bereit sei, der aus verstehender Erklärung hervorgehenden Verpflichtung in dem gleichen Geiste nachzukommen, von Ernt ihr Vorschlag befeelt war.
Revision des
italienischen Handelsvertrages
Berlin, 31. Oktober.
Der deutsch-italienische Handelsvertrag gibt feit längerer Zeit zu Beanstandungen Anlaß. Die Verhandlungen, die in dieser Frage zwischen der deutschen und italienischen Regierung geführt worden sind, dürften nunmehr dazu führen, daß eine gewisse Revision des deutsch italienischen Handelsvertrages ins Auge gefaßt wird. Wie verlautet, ist beabsichtigt, eine deutsch-italienische Abordnung einzusetzen, die diese Frage klären soll.
Die deutsch-schweizerischen Handelsvertragsverhandlungen werden nach den neuesten Nachrichten wieder günstiger beurteil' ^4 erscheint nie . isgesch'yssen, daß doch nvch'vin'e irr; - gung zwischen Deutschland und bet Schweiz in Öen strittigen Fragen erzütt wird.
eier Monaten im Streife gewandert. Damals im Juni marschierten wir los, die Hooverboischafl in der Tasche uno tauseitz Wünsche und Hoffnungen im Herzen. Das Wuiider aus Amerika halte unserem Ueberlegen, unserem Prüfen und Schwanken ein Ende bereitet. Der Weg, der uns von den Unzulänglichkeiten des Poungplans fortführte, war, so dachten wir wenigstens, frei, und was wir in jenen Tagen glaubten, war auch die Ueberzeugung der Verständigen im Ausland. Der Noungplan schien tot zu sein, er war an seinen Unzulänglichkeiten an seinem Unvermögen, der krisenhaften Erscheinungen auf reparationspolitischem und wirtschaftlichem Gobiete Herr zu werven, gestorben, und es schien kein Zurück mehr zu geben, es war nur noch ein Vorwärts denkbar, das die Haager und Pariser Stomprom.ffe bald in Vergessenheit geraten lassen mutzte. Ein rheinisches Blatt erinnert jetzt an das Wort eines englischen Politikers, der in jenen Tagen mit dem Wort „Der Noungplau ist tot, untz keine Macht tzer Welt Wirtz ihn jemals wieder beleben können", dem allgemeinen Empfinden Ausdruck gab. In dieser hoffnungsfrohen Stimmung begannen wir den Marsch, und wenn sich auch gar bald auf unserem Wegk die ersten Hindernisse zeigten, wenn tzie Schwierigkeiten auch von Woche zu Woche wuchsen, so blieb uns doch inmitten aller Gefahren die tröstliche Grw'ßheit, daß niemand es wogen fö’-V.
Rad der »Weltgeschichte zurückzudrehen, weil "dieser Versuch die große Krise, die nicht allein die deutsche,
Oie Siillhaliesrage vordringlich!
Der Sonderausschuß des Wirtfchastsbeiraies nimmt die Arbeit auf
th. Berlin, 31. Oktober.
Die allgemeine Aussprache im Wirt- s^chastsbeirat ist gestern abend, unter- dem Borsitz des Reichspräsidenten von Hindenburg, beendet worden. Nunmehr werden in per kommenden Woche die Ausschüsse des Wirtschaftsbeirates in die einzelnen Arbeiten eintreten. Es handelt sich dabei um die Frage der Löhne und Preise, um die Zinssenkuug und um die Arbeitsbeschaffung. Zunächst ist jedoch gestern abend bereits ein anderer Sonderausschuß eingesetzt worden, der schon heute früh unter dem Borsitz des Reichskanzlers die Arbeiten ausnehmen wird. Es handelt sich dabei um eine kleine Kommission zur Behandlung des Stillhalteproblems. .Dieser Kommission gehören folgende Mitglieder des Wirtschaftsbeirates an: Der Kölner Bankier Pferd- menges, der Generaldirektor des Allianzkonzerns Schmitt, d«r Generaldirektor der Z. E. Farben Geheimrat Schmitz und Dr. Silverberg.
Die Einberufung dieses Sonderausschusses hat zunächst Uebqrraschung hervorgerufen, da vorher nur Ausschüsse für andere oben erwähnte Fragen in Aussicht genommen waren. Da jedoch im Augenblick die Stillhalte - Aktion als ein durchaus vordringliches Problem anzusprechen ist, und da heute überdies Besprechungen zwischen dem Reichskanzler und den maßgebenden Persönlichkeiten des Auswärtigen Amtes mit dem in Berlin eingetroffenen Botschafter von Hoesch über die gleiche Frage stattfinden werden, so lag es nahe, auch einen Ausschuß des Wirtschaftsbeirates mit dem gleichen Problem zu befassen. Die Reichsregierung kommt dadurch in die Lage, auch die Anschauungen des Wirtschaftsbeirates zu diesem wichtigen Problem kennen zu lernen und zu berücksichtigen, wenn sie heute abend dem deutschen Botschafter in Paris die notwendigen Instruktionen für seine für Montag bevorstehende Unterredung mit dem aus Amerika zurückgekehrten französischen Ministerpräsidenten Laval gibt. Man ist allgemein der Ueberzeugung, daß das Reparationsproblem sich nicht mehr von der Frage der Rückzahlung der kommerziellen Schulden trennen läßt, und nachdem diese Anschauung auch in Amerika und Frankreich allmählich durchgedrungen war, ist es selbstverständlich, daß man die Stillhalteaktion, die im wesentlichen- wirtschaftlichen Charakter trägt, von einem Sonderausschuß des Wirtschaftsbeirates behandeln läßt, während gleichzeitig im Auswärtigen Amt die Frage einer neuen deutschen Initiative in der Reparationsfrage besprochen wird.
Tendenz: Freundlich
Hebet die allgemeine Aussprache, die im Wirtschaf sbcirat gestern zu Ende gegangen ist. find amtliche Mitteilungen nicht gemacht worden. Man er
fährt jedoch aus einer Meldung der „Vossifcheu Zeitung", daß die Debatte in einem Geiste geführt wurde, 6er ä« geroiffen Hoffnungen für den weiteren Berlauf der Verhandlungen berechtigt. Insbesondere ist hervorzuheben, daß sowohl der Kanzler, als auch die Setteeier der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer einmütig den Standpunkt vertreten haben, daß jeder Versuch einer einseitigen Lösung des Problems der Löhne und Preise abgelehnt werden muß, und daß vielmehr beides gemeinschaftlich und unter gegenseitiger Abwägung der Zn- teressen behandelt werden müsse.
Besonders bemerkenswert ist noch die Tatsache, daß die Ausführungen des Reichsbankpräfidenten Dr. Luther über die absolute Notwendigkeit, die Stabilität der Reichsmark aufrechtzuerhalteu, bei den Mitgliedern des Beirates ebenfalls volles Verständnis und volle Zustimmung gesunden hat.
Oie erste Sitzung
Berlin, 31. Oktober.
Der Stillhalte-Ausschutz des Wirtschastsbeirates ist heute vormittag um 10.30 Uhr in der Reichskanzlei zu seiner ersten Sitzung zusammengetrelen. Der Kanzler hat außer den gestern bekaniitgegebenen vier Hauptmitgliedern auch noch einige Spezialfachleute hinzugezogen, und zwar außer dem Reichsbankpräfidenten Dr. Luther noch acht führende Männer aus der Bankwelt. Weiter nimmt natürlich auch der Reichsfinanzminister an der Sitzung teil. Besonders wichtig dürfte auch die Anwesenheit des Botschafters von Hoesch sein, der über die politische Seite des Problems besonders gut informiert ist.
Die Dringlichkeit dieser Stillhalteberatungen spiegelt sich deutlich in der heutigen Auslandspreise wieder, tzie in erster Linie von dem Thema der kurzfristigen Schulden beherrscht toi ob. Das zeigt jedenfalls, wie nottoendig es ist, einen wohlüberlegten Aktionsplan auszuarbeiten. Er wirs im Prinzip tzarauf hin- auslaufen müssen, daß die Kreditabzüge, die über die Stillhaltevereinbarungen hinausgehen, wirksam ab- gebremst werden. Autzervem wird man die Möglichkeit einer rechtzeitigen Verlängerung tzes Still- halleabkommens ins Auge fassen und überlegen müssen, ob nicht ein Teil dieser kurzfristigen Schul- tzen in langfristige Anleihen umgewantzelt werden kann.
Die Beratung dieser Dinge wird bis etwa Mitte nächster »Woche dauern. Vorher können die anderen Ausschüsse schon deshalb nicht zusammengestcllt werden, da dieselben Persönlichkeiten in verschißenen Ausschüssen tätig sein müssen, so z. B. der Reichsfinanzmini stcr und der Reichsbankpräsident. Unter diesen Umständen hat der Kanzler es für richtig gehalten, die Arbeit zunächst aus die Stillhaltesrage zu konzentrieren.
sondern auch die Weltwirtschaft erfaßt hatte, ins Unermeßliche steigern müßte.
Auch dieser Trost ist uns genommen wortzen Es hat sich eine Macht gefunden, die sich mit dem, was Naturgesetz zu sein schien, wioersetzt, tzie das Z u r ü ck erzwingen will, und tzie wie Shylock auf ihrem Schein besteht, weil sie, vom Unheil fast ganz verschont und von dem wirtschaftlichen Chaos zunächst nicht gefährdet, immer noch ohne Risiko ihre macht- politischen Sortierungen über die Interessen der Allgemeinheit stellen kann. Pierre Laval, ver französische Ministerpräsivent, tritt als Arzt ans, der den lebensunfähigen und nicht ohne Grund schon totgesagten Aoungplan wieder beleben will, und — was noch bedenklicher ist — Herbert Hoover, der Mann, von dem man einst hoffen durfte, daß ifjen die großen wirtschaftlichen Zusammenhänge und tzie großen wirtschaftlichen Notwentzigkeiten aufgegangen seien, weiß im Augenblick nichts Besseres zu tun, als abzuwarten, wie der Patient auf diese Versuche mit künstlicher Atmung und anderen Wiederbelebungsmitteln reagieren wird.
Das ist tzas eine und zwar das wichtigste Ergebnis der viertägigen Verhantzlungen, die tzer zähe Au- vergnate im Weißen Hause und anderswo mit ven amerikanischen Staatsmännern gehabt hat. Es fällt auf der Aktivseite des französischen Hauptbuches noch mehr ins Gewicht als die Abmachungen, durch die tzie Diktatur tzes Goldes fürs erste noch einmal gesichert ist, und es mildert auch den Schmer; über jenen Passivposten, der durch Herbert Hoovers entschiedene Weigerung, Frankreichs krankhafte Sehn- .sucht nach neuen Sicherheiten, sei es durch Abschluß eines K.onsultativpaktes oder durch Einführung einer Sanktionsklauftl in Den Kellogg- pakt, zu stillen, entstanden ist. Hier stimmte freilich etwas in Lavals Rechnung nicht: Das Selbstbewußt- fein der Amerikaner ist trotz aller wirtschaftlichen Sorgen tzoch noch zu stark, als daß politische Zugeständnisse von solcher Bedeutung wie sie die Garantierung tzes französischen Machtstandes darstellen würde, von ihnen zu erreichen wären. Aber mag auch tzieser Mißerfolg deshalb besonders ärgerlich sein, weil er eine Neuauflage der Abfuhr ist, die Briand seinerzeit bezog, als fein Garantiepaktplan zum Kelloggpakt umgestaltet wunde, so wird sich tzoch die französische Politik auf ihre Art über diese Enttäuschung hinweghelfen: Sie wird die Zahl Der Lautsprecher, mit denen sie ihr Sicherheilsgeschrei verbreitet, vevdoppeln. und sie wird ihr Möglichstes tun, um die Arbeit tzer Abrüstungskonferenz noch mehr als bisher zu erschweren. Und über allem bringt Laval die angenehme Gewißheit mit nach Hause, daß der Mann im Weißen Hause diesmal die politischen Geschäfte, die Frankreich bei der Behano- lung der Reparationsfrage stets besonoers am Herzen liegen, nicht fo unangenehm wie früher stören Wirtz.
Die Währungs- und Abrüstungsfragen sollen gewiß nicht in ihrer Bedeutung herabgesetzt roetoen, das wichtigste und bedeutendste Ergebnis, das die Washingtoner Verhandlungen für uns hinterlassen haben, ist aber tzoch die mit sanften Worten verkün-
Beachten Sie besonders folgende Artikel:
Hauptblatt:
Lotte Gubalke 75 Jahre alt (Feuilleton)
Kasimir Edschmid: »Auf einer Insel im Minet- meer iCypern)
Er will tzas Rätsel des Lebens lösen (Der Nobelpreisträger Otto H. »Warburg)
2. Beilage:
Zwei Maler radeln zum Eismeer Deutsche Musikerporträts: Hugo Kaun. Der Zusammenbruch des tzentschen Idealismus
3. Beilage:
Der Wiener Kongreß in der zeitgenössischen Presse
4 Beilage:
Zoozmann: Der wortkarge König Wie wird tzer Winter?
5. Beilage:
BUtzerbogen: Friedberg (Oberhessen)
6. Beilage:
Händels „Judas Makkabäus
Pros. Dr. Wagemaun: Weltkrise und Kreditmechanismus.
»Deutsche Politiker
heißt eine Serie von Charakterbildern, mit deren Veröffentlichung tzie Kasseler Neuesten Nachrichten tzemnächst beginnen.