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Kasseler Neueste Nachrichten

Seite 2 - 1 Beilage

Unsere Heimat

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von ihnen betreuten Empfänger von Arbeitslosen- und Krisenunterstützung erwerben Im allgemeinen wird die Annahme auch solcher Gutscheine durch die Ar­beitslosen freiwillig sein. Sofern endlich Ge­meinden sich entschließen sollten, die Annahme von Gutscheinen am Stelle einer Barunterstützung vorzu-

Sn der Not hilf dir selbst!

Bon Justizobersekretär Rexheuser, Weimar.

ü»* Kochendörffer

Slioerwaren «»misch« streu««

WM WanduhrEn. MM KMoDOta* wS

irischen Schlag, daß er abstürzte. Seitdem war seine Gesundheit zerrüttet. Er litt stark an epileptischen Anfällen, die ihm den Tod auf den Schienen ge­bracht haben. Den Eltern bringt man allgemeine Teil­nahme entgegen.

Llebersahren und tödlich verletzt

Ein Schmied aus Allendorf a. E.

Der Sägeschmied 8. aus Allendorf an der Eder wurde von einem Auto auf der Straße erfaßt, an­scheinend in dem Moment, als er die Straße über­queren wollte. Man sand ihn tot auf der Straße liegen.

Zn eine Sämaschine gefahren

Tödlicher Verkehrsunfall bei Bellnhausen.

Der Maurermeister Grebe aus Herzhausen fuhr zwischen Bellnhausen und Sinkershausen in eine Sämaschine. Der Bedauernswerte trug bei diesem Sturze dermaßen schwere Verletzungen davon, daß er g e st o r b e n ist. Er hinterläßt Frau und Kinder. Der Familie bringt man allgemein Teilnahme ent­gegen.

Aus dem Kreis Hofgeismar

Veckerhagen. Verbesserter Kraftpostplan. In der ReichSkraftpoftverbindung Veckerhagen Münden ist infolge zahlreicher Beschwerden insofern eine Aende- rung eingetreten, als die -Kraftpost jetzt bereits mor­gens um 6,25 Uhr von Veckerhagen abfährt (bisher um 7 Uhr); dadurch wird der Anschluß an die Frühzüge nach Kassel, Halle und Hannover erreicht.

Sunnowend Nohmiddaag noh emme kommen, um Imme so 'n bar Hasen vor de Kirrnesfeier ze schießen. Nix kamb vorn Dehdor gelägener, alz wie bisse Jnn- ladunge. verschdännigde sinnen Freintz Chrisch- doff un am anneren Daage dibbelden die Beiden los.Die Beiden" Ls eigendlich nit d'r richtige Us- druck. Es waren ennen viere, dann f« hodden jeder

Sachleistungen für Arbeitslose

Es wird berichtet:

Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermitt­lung und Arbeitslosenversicherung hat sich in seiner Sitzung vom 22. Oktober mit der Frage der Gewäh­rung von Sachleistungen in der Arbeitslosenfürsorge und der Verbilligung des Lebensbedarfs für die Emp­fänger von versicherungsmüßiger Arleitslosen- und Krisenunterstützung beschäftigt. Ihre Zahl der Emp­fänger beträgt zur Zeit annähernd 2,5 Millionen unter Einrechnung der Angehörigen, die zu den Fami­lien der Unterstützungsempfänger gehören 5,56 Mill. Menschen.

Naturgemäß kann die Reichsanstalt nicht dazu übergehen, an Stelle der Barünterstützungen Sach­leistungen in Natura zu gewähren, also etwa Brot zu verteilen oder dergleichen. Es kann sich viel­mehr nur um die Einrichtung eines Systems von Be­zugs- oder Gutscheinen handeln. Im allgemeinen wird die Gewährung von Sachleistungen, wie der Vor­stand annimmt, am einfachsten durch Ausgabe von Bezugsscheinen durckigeführt werden können. Der Arbeitslose ist bei diesem Verfahren in der An­nahme des Bezugsscheines frei und muß dem Einzel­händler die verbilligte Ware unter Vorlage oder Abgabe des Scheines selbst bezahlen. Soweit Ge­meinden oder Gemeindeverbänd« verbilligte Lebens­mittel auf Gutscheine abgeben wollen, dürfen die Arbeitsämter die Gutscheine zur Abgabe an die

Gefahr steht. . .. .WWW! WWW schädigte kann Ersatz des ihm zugefügten Scho nur verlangen, wenn der im Notstand Handelndi Gefahr verschuldet hat. So handelt nicht wider: , lich, wer einen Hund tötet, der ihn oder einen Dritten wütend anfällt. Hat der Handelnde aber die Gefahr verschuldet (z. B. den Hund gereizt), so ist er scha- densersatzpflichtig.

Gewisse an sich rechtswidrige und verbotene Hand­lungen, sind nicht widerrechtlich, wenn sie zum Zwecke der

SelLsthilfe

Hier herrscht der Gedanke, daß der Notstand unter Um- ständen ein Recht gibt, in die Eüterwelt unbeteiligter Dritter einzugreifen. Wer nämlich eine fremde Sache beschädigt ober zerstört, um eine durch sie drohende Gefahr von sich oder einem anderen abzuwenden, han­delt nicht widerrechtlich, wenn die Beschädigung ober die Zerstörung Mr Abwendung der Gefahr erforderlich loben nicht außer Verhältnis zu der Der durch die Notstandshandlung Be- 'lobens

geschehen. Unter Selbsthilfe versteht das Gesetz die eigenmächtige Verwirklichung eines Anspruchs durch Angriffshandlungen. Im allgemeinen ist der Ein­zelne falls sich sein Anspruch nur im Wege des Zwan­ges durchsetzen läßt, auf die Hilfe der staatlichen Organe angewiesen, die in den von der Rechtsordnung vorgeschriebenen Formen einzuschreiten verpflichtet find. Falls jedoch ihr Einschreiten nicht rechtzeitig zu erlangen ist, oder falls die staatliche Mitwirkung zu Unrecht abgelehnt wird, ist der Fall erlaubter Selbst­hilfe gegeben. Gestattet ist zum Zwecke der Selbst­hilfe die Wegnahme, Zerstörung ober Beschädigung einer Sache, die Festnahme des fluchtverdächtigen Schuldners, um die gefährdete Zwangsvollstreckung in sein Vermögen zu sichern, sowie die Beseitigung des Widerstandes des Verpflichteten gegen eine Handlung, die er dulden muß. Solche Selbsthilfehandlungen sind jedoch nur dann nicht widerrechtlich, wenn (wie be­reits angedeutet), obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig

6.13: Wettermeldung, Morgengomnastik I nnS II

Frübkonzert auf Schallvlatten

e?u8frautn»gzaämIttag, veranstaltet vom frankfurter Hausfrauenverein e, B. 1. Wochenschau: 2. Bon der «ochtante:Ueöer Diätkost" »onra«: Diätköchtn: ein produktiver Frauenberuf" von Tbesta 15.50lelöföon Trier: ..Landschaft in Not" Ter Deut.

fche Weinbau spricht Befuch auf der Donräne AvelSbach bet Trier cr , , ,,

Ritter am Steuer

.. . überfährt einen Mann und läßt ihn liegen.

Auf der Provinzialstraße bei Rossenbach wurde ein 24 Jahre alter Mann von einem Auto über­fahren. Man fand ihn auf der Straße tot liegen. Der Kraftfahrer ist, ohne sich um den Mann zu küm­mern, weitergefahren.

Tod auf -en Schienen gefunden

Tragisches Geschick eines jungen Mannes.

Am 22. Oktober meldet« in Hümme ein durch Hof­geismar fahrender D-Zug, daß ungefähr 150 Meter vom Bahnwärterhause hinter Hofgeismar ein lieber« fahvener liege. Wie durch die Bahnmeisterei und Polizei festgestellt wurde, war der Getötete der 30jäh- rigc Elektromonteur Kurt Anschütz. Ein grausames Schicksal hat grade diesen jungen Mann hart betrof­fen. Nüchtern, solide und fleißig trat er während des Krieges nach beendeter Lehrzeit bei der Kriegsmarine als Schiffsjunge ein. Nach dem Kriege mußte Kurt A. seinen ihm lieb gewordenen Seemannsberuf auf­geben. Im Basaltwerk Wistberg erhielt er später bei Arbeiten am Mast der Starkstromleitung einen elek-

auch in den ges^mäßigt .. , _

ist befugt, alle Vorteile zu genießen, die er sich durch den gesetzmäßigen Gebrauch des Rechts verschaffen kann. Die Ausübung eines Rechts ist aber unzulässig, wenn sie einzig und allein den Zweck haben kann, einem anderen Schaden zuzufügen (Verbot der Schi­kane). So ist es beispielsweise unerlaubt, auf seinem Grundstück einen Brunnen zu graben, lediglich zudem Zwecke, dem Nachbar das Wasser zu entziehen.

Wie die Ausübung eines eigenen Rechts im allge­meinen zulässig ist, so ist der (Eingriff in einen frem­den Rechtskreis grundsätzlich unzulässig und daher rechtswidrig. Ein solcher (Eingriff macht den Han­delnden verantwortlich, sei es zivilrechtlich, sei es strafrechtlich. Einen Äusnahmesall allgemeiner Art stellt

das Recht der Notwehr

dar. Dos Gesetz geht davon aus, daß die Abwehr eines rechtswidrigen Angriffs selbst dann nicht wider­rechtlich, mithin erlaubt ist, wenn die Abwehrhand­lung ein fremdes Recht verletzt. Die Bedeutung er­laubter Selbstverteidigung liegt sowohl auf dem Ge­biete des Strafrechts als auch auf dem des bürger­lichen Rechts. Das Strafgesetzbuch bezeichnet die durch Notwehr gebotene Handlung als eine nicht strafbare, das Bürgerliche Gesetzbuch erklärt die durch Notwehr gebotene Handlung als nicht widerrechtlich. Daraus ergibt sich, daß an eine durch Notwehr gebotene Hand­lung alle diejenigen Nechtsfolgen nicht geknüpft wer­den können, welche Widerrechtlichkeit des Handelns zur Voraussetzung haben. Unter Notwehr versteht das Gesetz diejenige Verteidigung, welche erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden Die Ueberschrei- tung der Notwehr ist nach dem Strafgesetzbuch nicht strafbar, wenn der Täter in Bestürzung, Furcht oder Schrecken über die Grenzen der Derteio-gung hinaus« gegangen ist. Aus der kriminellen Straflosigkeit folgt hier aber nicht die zivilrechtliche Rechtmäßigkeit. Die in Überschreitung der Notwehr begangene Handlung bleibt eine widerrechtliche. Es finden daher die alb gemeinen Regeln über Schabensersatzpflicht wegen un­erlaubter Handlungen Anwerbung. Wer z. B. je­manden, der ihn oder einen Dritten räuberisch anfällt, in der Abwehr verletzt, ist nicht schadensersatzpflichtig; wohl aber haftet er, wenn et fahrlässig die Notwehr überschritten hat.

Das Gesetz kennt außerdem einen zivilrechtlichen Notstand.

De Kirmessuppe

Bieh br befolgen Zrdb des Gehalts- und Lohn­abbaus, b'r Arweibslosigkeid sowie br Nodverord- nungen kann enr sich nix besonneres mehr nit erlau- wen. Bun wägen wie frisher hin un Widder ins Deahbet gehn, das hodd uffgeheerb. Wannohr fce Steife vor de Btlljobder, b'r Garbrowe un vor's Programm nit runnergehn, (bann missen sich be mshrschden das Doühber vun bruffen ahnguggen.

Joh, in sone Nachbvorschbellunge vor 20 bis 50 Femtften, boh kannsbe mo>h rinngehn, bachde ich bieh mäh, un stiwwelbe noch d'm Ftiehrichsbladöz, um mäh im Vorverkauf ne Deahderkahrde ze sichern. Ich braube mimten Augen kaum, alz ich schont vun br Keenigstrohße us 'n langen Zug Menschen stehn sachch, der sich vum Deahbet vis noch br Bellewieh Henne zochch. Na, bachde ich bieh mäh, bu kannsd's joh moh browwieten un stillde mich hinnen ahn. Alz ick) noh ftunnenlangem Wahrden, Driggen un Tchiewen ahn br Kaffe kamb, flehdebe br Kassieret mach ins OhrAusverkauft!" Ich glodbzbe emme ins Gesichde, sptoh kinn Word nit un zochch bebriebb .Widder Heien

Joh, joh, es äs nuhrd eümoh so, das Deahbetgehn hodd äwen uffegeheerd. Ich seddzbe mich brheime hinne, stiggöde mäh be Diffe in be Schnubde un gungk in minn eigenes Deahbet br Erinnerungen, -das kosbeb nix un mr hodd so sinne bescheidene Frei- be. Dohdrbieh fiel mäh folgende Kommedie in, die

Held bäh los; ich muß nu eimoh Hasen hon atn bohdr- mibbe bajba.

Wie sich br Dehdor rimmedrehde, um de Audworb vum Schorsche, ähtem Eheknibbel, abzuwahtden, War br Kerle wie vom Aehrbbo>dben vetschwunnen. lannbe sinne Ahle un nix War emme verhaßdet, Wie be üägliche Garüienenbrebigt.

Aes blewW dem Dehdor un dem Ehrischdoff nir annetes iwWetig, als be Schnwdde ze Hahlen un sich ins Unvermeidliche ze schicken. Wll daß be des Hus vun Besuch gerabbeltz vull war, muHden bie Beiden sich noh nt Schnarchecke rmmegucken. D'r Ehrischdoff fand uff'n Heibodden imn Eckelchen 'ne Unnetkunfb, während dr Dehdor in d'r Kiche uff'n Kannebeh Bladd; fand. Die drei Tackeln mußde b'r Dehdor, d'r Uffsichb wägen,- mibbe nehmen.

Doh nun d's Kachinka den ganzen Daag gebradd- zelb un gebrutöjelt hobbe, kamb us d'r Kiche de lieb« lichsben Woblgeriche. Die brei Ridden schbteggeben habet ähre Nohsen hoch in be Hehchede un schnub- betoen alle Ecklerchen us. Dt Dehdor kunnde nit inschlohfen, will baß alzzu in einem hin das Was­ser, was be emme im Mulle jeiammenltef, abbudd- zen mußte.

Endlich schlief in. dräumde, wär Im Schlaraffenland un be geschbiggoden Hasen tarnen kombenieweise ahngeriggcd. Alz awer nähcher hinsahch, metkode, daß es gar kinne Hasen nit Waren, sonnern ludder Dackeln. Se schbitzben sich ahn den Bach, in dem Milch floß un schebbeden un schleggevden, daß äs nuhrb sonne Ahid holde. D'r Dehdor wachde drohdtuff uff un metnbe nit anner« her, alz wann bie drei Dackeln bissen Motdsspiddakel verursachen dähbeu. Vor Miedigkeio schlief aWer soford Wibber in. .. .

Imme Uhre dreie rabbelde b r Wecker in d'r na» wenahnliegenden SchloofsaduwWe vum Schorsche. Es war noch stocviusdere Rachb. D'r Dehdor sprang soford uff, um Imme sich ahnzeziehen un btehde das Lichd ahn. Sinn erschdet Blick fiel uff bie brei Hun­ne schberrde Mull un Rohse uff. Kottsverdo- toerie, Was War dann nuhrd mitt den Aehlends- ridden bassierd? Se lagen alle drei anennanner ge- breßd un hodden so dicke Wänsde, alz Wann se jenen Momangk bladdzen wullden. ,^)oh, Was äs bann nuhrd lose, Was hobbd däh dann usgefressen?" sahbe br Dehdor. Häh giggede sich in dr Kiche imme un sahch uff einmoh in br Ecken großes Dibben. D'r Teckel lag örnäwen. Jidzb gungk emme 'ne Schdall- Icidetne uff D's Kathinka hodde for'de Gäfde schont be Subbe gekochd. Die hodden, als bremse, die Ridden usbalboWerd. Se hodden ben Deckel bieh Siebe geschowwen un sich immer be Subbe gesterch. Nu fiel dem Dehdor au sinn Traum Widder in.

Kreizgemicke nochemoh. Was machesd be dann, daß d's Kathinka nix merleb?" dachoe br Dehdor. nahrnd be Wasserkelle, zabbebe Wasser, fillde das Dibben vull un tlabbebe das Dingen miibbn Deckel Wiibber $u. Dann zochch sinne Kläddahsche ahn, Weckode midd Mieh un Nohd be Hunne uff un Wolkdc aggerahbe zur Kichendähre rus, alz au schont d'r Schorsche erschien. D'r Dehdor mufcoe nu bibblema- bisch vorgehn un bohdrvot sorchen, baß kinne Lunde nit roch iwWetschödbebe ben Schorsche mit aller- hano Fragen un kamb midd emme so beh a beh uff be Strohße.

M.iddlerer Wille kamb au b'r Ehrischdoff. rtb- belbe sinne Augen, als sinnen Ridde sahch: ,,^oh, Was äs bann . . . . Widder kam nit. Dr Dehdor gab emmen heimiglichen Ridbenstoß un flißdetüe emme unnet Augenzwinkern zu:Halo be Schmtdbe. Solch üohvor, Wanns nuhtb iWesd gehd, daß du be brei Ridden hinnen behälsd!" un dohdrbieh krichde br Dehdor bn Schorsche unnenm Arm un se dibbel- ben alzzu vorneweggen. Alz sich br Dehdor unnerwe- gens moh immervtehde, Wär Vahle vor Lachen tusgeblabbzd. Kinn Kilometerstein un kinn Aebbel- baum war sicher: Die drei Hunne lägden alzzu ähre Fisiddenkahrden ab, un ähre Wänsde murren immer nadierlichet. Dohdrzu dem Chrischbosf sinne fragende Fiesahsche! Aes Warn Bild zum mahlen.

Die drei Waid männer hodden diessesmoh Glicke gehrr.d. Mit vier Hasen di-vbelden se heim. Vor d'm Dorfe gab br Dehdor dem Schorsche be Hasen un sahde:Mäh Wolln glich uff Kassel machen, grieß binne Ahle." D'r Ehrischdoff tnubberbe noh was vun Wägenn Ftiehschdigge. Dr Dehbot verabreickde emme awer den zweiiden Rivbenstotz. Se verabsckne- beben sich, un uffn Heimweg verzählde sinn Er­lebnis vün wägen b r Bullfongksubbe.

'n bar Wochen druff braf" dr Dehdor ben Schorsche.Na. Schorsche/ sahde,Wie Wat's dann uff br Kirmes?"

Och, ganz scheene! D'r Hasenbrohden War vor- ziechlich au d'r Qucddfchenkuchen un Schmandkuchen ho-d geschmeckod. Nuhrd immer eins kunnde tmnne Ahle nit brimwerweggentummen. Das war de Lull- jongsubbe. Mudd unzen Metzgar hodd sich minne Ahle glich verktach)"

Jo. worimme sann?" heichelde br Dehdor.

Am Ahnschdanb ahngekummen, zochch d'r Schorsche erschdemoh sinne Bobdelche Zielwaffer ruß un die Dreie genehmig>den sich etschbn Kotzen. Jeder gungk nu uff sinnen Blad;. Dem Dehbot sinn Ridde gig- gebe en so vun br Siebe ahn, all wann sprechen wullbe:Dehbot, ich glaube, mäh honn Heide den Weg tmmefunfb gemachb." Se waihrbeden un Wahr­beben, aWet kinnet Heerde vum anneren. daß be Bichse losknallde. Aggerohde alz Wann sich de Hasen oerabrebeb Hodden, äs War kinnet mt ze lähn. Bloß einet, ganz briwwen am Walde, son Neigieriger, schreggede sinne Lefsel in be Hehchede un glggebe midd sinnen neugierigen Lichdem ZU ennen rckvwer, alz wann ennen zugahken wullbe:Ufr eich Kai- selänet Windbiedel honn mäh azgetahde noh ge- wabrbeb!*, bretbe sich rienme, jeigbe ennen rinnen . . . . sagen mäh mich Blume, un hosdenitgesehn,

war vetschwunnen. .

Alles Wahrden hodbe linnen Zweck nit. Midd in* gezochchenen Kebben dibbelden s« unvetrichdebet Dinge Widder beim. .

Dr Schorsche sproh uff'n ganzen Heimweg kinn Worb nit, will daß schont ahn be ©arbienenbre. bigö vun sinnet Kachinka, Was be sinne Ahle as, denken mutzbe un Wovor eklige Manschedben hodde. Die schdunb schont in br Husdähre. Je näh­cher bie dreie kamen, um so gteeßer Wunen ähre Glodldzauzen. t .

Ach, bu Tod im Dibben, Wo sinn bann de Ha­sen? gahkode se schont vun weidem. Alz se be leeren Rucksäcke zeigben, ballerbe se los: verdehbelden Nixnuddze, däh Hannaten, glauwcid däh dann viel- lichde ich kennde Minnen Besuch nuhrd Salzkarduf- feln un Häringe ohndieben. Vun wägen ab noh Kas-

z. B. ein Gastwirt einem Fremden, bei ihm mit der Zeche durchgehen will, seinen Schirm ober Stock ober eine Reisetasche wegnehmen um sich wegen seines An­spruchs zu sichern. Es ist selbstverständlich, daß die Selbsthilfe nicht weitergehen darf, als zrr Abwendung der Gefahr erforderlich ist. Der Gläubiger darf bei­spielsweise dem Schuldner nicht drei Sachen wegneh- men, wenn er nach Lage des Falles durch Wegnahme einer dieser Sachen seinen Anspruch befriedigen kann. Durch die erlaubte Selbsthilfe wird der Berechtigte nicht Richter und Vollstrecker in eigener Sache. ' Er muß sich vielmehr alsbald mit entsprechenden Anträgen an das Gericht wenden und die Entscheidung über das Vollstreckungsrecht diesem überlassen. Das ist jedoch nicht erforderlich, wenn durch den Selbsthilfeakt nur bet einem bereits bestehenden Rechte entiprechende Zu­stand wieder hergestellt wird, z. B wenn der Eigen­tümer seine Sache dem Dieb wieder abnimml. Im Falle der Festnahme des Schuldners ist, sofern er nicht wieder in Freiheit gesetzt wird, der persönliche Sicher­heitsarrest beim Amtsgericht zu beantragen. Diesem ist der Festgenommene unverzüglich vorzuführen. Wer von bet Selbsthilfebefugnis Gebrauch macht, tut dies auf eigene Gefahr. Er ist, ohne Rücksicht auf Verschulden, dem anderen Teile zum Schadensersatz verpflichtet, wenn die objektiven Voraussetzungen der Selbsthilfe nicht gegeben waren.

Aus dem Landkreis Kassel

Niederkaufungen. Silbernes Dienstjubiläum. Herr Ludwig Lich.e feierte fein 2Ljähriges Jubiläum tm Dienste der Reichsbahn. Als langjähriger Leset und Agent unserer Zeitung verdient er bie besten Glück­wünsche.

Aus dem Kreis Hann. Münden

Hann.-Münben. Vom Schlachthof. Zum Trichinen- fchauet am städtischen Schlachthof wurde der Versor- gungsanwätlet Heinrich Umland gewählt. Umland hat eine 12jähtige Militätzeit hinter sich.

Haun.-Münden. Bon der Forstlichen Hochschule. Am 2. November beginnt das Wintersemester der Forstlichen Hochschule. Der erste Einttagungstag ist der 28. Oktober, der zweite der ? November.

Dtansseld. Schüsse in die Telephonleitung. Stö­rungen in der Telephonleitung gaben der Post Ver­anlassung, der Ursache nachzuforschen. Wie festgestellt wurde, war das Kabel in Güntersen und bei der Molkerei in Bartetode vermutlich durch Schüsse beschä­digt worden.

Aus dem Kreis Wihenbausen

Witzenhaufen. Magazinverpachtung. Das städtische Magazin in der Oberen Mühlstraße ist zu verpachten. Interessenten Wollen sich im Rathaus (Zimmer 4) melden.

Bad Sooden-Allendotf. Feuetwehtübung. Am Sonntag, ben 25. b. M nachmittags 2 Ulbr finbet eine Uevung der freiwilligen PflichtseuerWehren des Ot sieils Sooden statt. Zu etfcheinen haben alle männlichen Personen vom 17. bis 50. Lebensjahre.

'.chterscheinen hat Bestrafung zur Folge.

Bad Sooden-Allendotf. Zwei Einbrüche. Zn bet vorletzten Nacht wurde in bas in Sooden gelegene Wurst- und Fleischwarengeschäft von Ed. Groskurth ein Einbruchsoiebstahl verübt. Der Dieb hat sich durch bas Fenster bet Ladentür Zutritt zu verschaffen gewußt. Es fielen ihm bie bort lagernden Eßwaren in Höhe von etwa 60 Mk. in die Hände, mit denen er ungesehen verschwinden konnte. In letzter Nacht wurde in das Gartenhäuschen des Herrn Kronschell eingebrochen. Hier erbeutete der Täter nut einen Rock, der ihm des Mitnehmens wert erschien.

von Dr. Paul Lasen

19.05: Von Mannheim:Meister kovteren Meister^. Vortrag von Dr. G. 9. Harilaub .

19.45:Sunvechnik für alle", Vortrag von Profestor Rie- merrschneroer

20.00: ReiSssendnng: Schwaben AuSführenl^: Da« ge­samte Sunk-Ensemble, das Ptzilbarmomsche Orchester fBttttnwirt

21.30: Alte Meister Konzert de« PbtlSarmonischen Orche­ster« Stuttgart

SönigSwufterbausen: 21.00: Richarb-Wagner- Konzert. 22.50: Volkstümliches Orchesterkonzeri. \-> - nigsberg-Heilsbera: 20.00: Aus Stuttgart: Reichs­sendung: ..Schwaben'. 21.40: Konzert. «> Langen- berg: 20.00: Von Stuttgart: Reichssendung: ..Schwaben". 21.35: Von der ftlöte zur Pauke (2). <$> Wien: 20.00: Aus Stuttgart:Schwaben". 21.45: Vorträge aus zwei Klavieren. R o m: 21.00:Der Troubadour , Over von Verdi.

Worimme bann'?* gabtebe b'r L Pund Fleisch, hibbsch vorchwachsen, Ahl: gekochd un kinn Feddauge war ..

Mäh honn se joh alle uffgeMdüerb. Wo aWer be Feddaugen gebleWWen sinn, baß Wissen müh Heide noh iritl*

Sallde au nit Wissen," bachde 6 Dehdor, un ver- krieme-oe sich. Fritz Charwath,

ähren Dackel Vieh sich.

Alz in...... 'nem Dorfe bieh Kassel

ahn kamen un sich biehm Schorsche melden tmhoen, proh zu ennen:Aso, minne lleWen Waidgenos- en, mäh missen vor'n Sunndsag 'n bar Hasen sonn, bohdrmidde mäh unzen Kirmesgäsben au was ahnschdänniges ahnbioden kennen."

Das Wummäh schont machen," sahbe b r Dehbot. Petkniegd un puppenlusidig zocbchenbie breie, jober us- getisdüd midd ähret Knallbichse unn Rucksack, los. Die drei Dackeln karrjäckerden vorneweggen.

Aus dem Kreise Rotenburg

Sebra. Bom Lastauto angesahten. Eine junge Rabsahtetin Würbeon einem Lastauto in bet Kas­seler Straße angesahten. Sie Würbe zu Boben ge­schleudert und erlitt -ir Knochensplitterung am Unterarm, so daß sie sich in ärztliche Behandlung be­geben mußte.

Bebra. Freiwillig Sanität Kolonne vom Rot:» Kreuz. Ein neuer Ausbildungslehrgana wirb unter Leitung des Kolonnenatztes Dr. Göring abgehalten. Der Unterricht, bet am 3. November beginnt, Wirb kostenlos erteilt.

Nächtliche Kämpfe in Rotenburg.

. . . aber nur auf ausländischem Zeitungspapier.

Man schreibt uns:

Eine feltsame Berühmtheit erlangte unser Städt­chen jüngst im Auslände, und zwar infolge 6er be­kannten Vorgänge, welche sich im August im Anschluß an die Scheidernann-Versammlung abspielten Be­kanntlich hatte damals Herr Scheidemann einen Burschen hinter bie Ohren gehauen. Diesen Auftritt nehmen nunmehr verschieüene Blätter des Auslan­des, darunter der PariserMatin" und die deutsche ZeitungSentinel and Adviser" in Cleveland-Ohio zum Anlaß, ihren Lesern allerhantd Dinge vorzusetzen, bie sich überhaupt nicht zugettagen haben. So weiß die amerikanische Zeitung u. a. von schweren Kämpfen zu berichten, Welche angeblich die g a n - ze Nacht hindurch in unserer Stadt getobt ha­ben sollen. Die Revolverangelegenheit Wirb so var­gestellt, als ob der betreffende Jugendliche als Ant­wort aus die Ohrfeige zur Waffe gegriffen habe u. a. mehr. Diese Sache beweist wiederum, Wie die deut­schen politischen Ereignisse im Auslande beobachtet und dann entstellt gegen uns ausgeschlachtet Wernen. Möchte bie deutsche Oesfentlichkeit daraus ihre Lch- ren ziehen.

Rundfunk

Sir bBten am Dienstag, den 27. Oktober:

Frankfurt.Kassel:

Ein vom Gesetz allgemein anerkannter Grundsatz zu erlangen ist unb ohne sofortiges Einschreiten die lautet: Soweit jemand ein Recht hat, darf er dieses Gefahr besteht, daß die Verwirklichung des Anspruchs "*1 *"gen Schranken ausüben und er vereitelt ober wesentlich erschwert werde. So kann

_______________________Montag, 2" Oktober 1931

schreiben, hat der Vorstand der Reichsanstalt die Vor­sitzenden der Arbeitsämter ermächtigt, einen Teil der Arbeitslosenunterstützung allgemein in Sachleistun­gen zu gewähren. Diese Ermächtigung ist zunächst auf die Gewährung von Gutscheinen aus V r o h unb an­dere Eetreideerzeugnisse beschränkt.

mr d'r Dehdor, was ben Bekennüer vun mäh un son Jäger vor dem Herrn äs, verzähid hodd.

Eines scheenen Daages, es War tot HerWesd tm vorichden Johr, fiöjb d'r Dehdor brheime in (inner StoWWe. las in b'r .Mffeler Neisben Nohrich- bett", daß be Kirmes feiern uff 'n Lande ähren Jnzuch Hahlen dähöen. NäWen emme lag uffn Fußbobben br Waldmann, \oai be sinn Tackel äs. ,-Joh," sproh laude vor sich Henne,so 'ne Feier kenndeA be gu WohWidder utibbernachen!" Al; wann nun Koder as verschdannen hodde, sprang uff, schltgzerde sinnen Schwanz riwwer un niwwer un Icgjebc mLb (inner Zunge alzzu in einem hin (inne Schnubde ab, alz Wann häh sich schont uff de Kirmesknochen freien dahde.

Es War so'n richdiggehendes Kirmeswedder. De Sünne schien so scheene vum blauen Hftnmel, daß dem Dehdor vor Iwbber Wanners- und Ja.S«rsluso das Herze im LieWe nuhrd so bubberbe. Uff einmoh rabbelde be Schelle ahn der Borgangksbahre. Dr Sriefbräger tarn un orachde emme ne Po/Stahrbe. So. joh, wannechr mr vum Fuchs spricheb, as ha in ®T Dr^Äorsche, Was ben Jagbbächder äs, schrobb fei ^s^WtoebF riTJribTn'^Web iwWer amme sallde midd sinnem Freinde Chrifchdofs am Rachd hier un morchen tu aller Herrkott--srich dtb