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Hessische Abendzeitung

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Kummer 236*

Pomtereffaa, 8. Oktober 1 931

21 Jahrgang

Brüning bei der Neubildung des Kabinetts

Heuie noch Abschluß der Verhandlungen? / Geßler beim Kanzler / Oie Volkspartei rückt von Brüning ab / Parlamentsmehrheit gefährdet

Scharfer Vorstoß der OVp.

Von unserer Berliner Schriftleitung.

th. Berlin, 8. Oktober.

Der Reichskanzler Dr. Brüning hofft i m Laufe des heutigen Tages sein neues Kabinett fertigstellen zu können. Er Hai schon gestern eine Reihe wichtiger Verhandlungen mit den bi Betracht kommenden Persönlichkeiten geführt und wird heute mit dem früheren Reichswehrminifter Dr. G e tz l e r, der erst heute früh in Berlin eintrifft, ebenfalls eine Besprechung haben, in der cs sich um die Uebernahme des Reichsinnenministeriums durch Dr. Geßler handel!. An der

Kandidatenliste

so wie ste in den letzten Tagen bereits genannt wurde, hat sich nichts geändert. Der Kanzler wird das Außenministerium übernehmen. Staats­sekretär Joel wird Justizministcr, Geheimrat Schmitz kommt für das Verkehrsministerium und der frühere preußische Landwirtschaftsminister Pro- feffor Warmbold für das Wirtschaftsministerium in Betracht. Mit beiden Persönlichkeiten hat der Kanzler aussichtsreiche Verhandlungen geführt, wobei allerdings das letzte entschei­dende Wort noch nicht gesprochen wurde, da der Kanzler die Kabinettsaufstellung selbstverständlich in einem einheitlichen Akt durchführen möchte und zu­nächst heute die Verhandlungen mit Dr. Geßler, mit dem er gestern bereits telephonisch Fühlung nahm, zu Ende fuhrt. Sonstige neue Kandidaten sind nicht auf­getreten und es ist anzunehmen, daß es bei den hier erwähnten Veränderungen der Reichsregierung sein Bewenden haben wird.

Oinge'deys Absage

Dieser Umstand hat aber bereits parteipolitische Schwierigkeiten im Gefolge gehabt. Der Kanzler hatte gestern auch eine Unterredung mit dem Führer der Volkspartei, dem Abgeordneten Dingeldey, der ihm erNärte, daß die Volkspartei an einem so wenig umgebildeten Kabinett kein Interesse habe und sich an einem derartigen Kabinett nicht beteiligen werde.

Nachdem gerade die Deutsche Volkspartei seit mehr als einem halben Jahre immer wieder die Umbil­dung der Regierung verlangt hatte, ist es natürlich Politisch sehr bedenklich, daß diese jetzt in Angriff ge­nommene Umbildung der Deutschen Volkspartei nicht genügt, sondern daß die Volkspartei eine weit­gehende Rechtswendung und einen grundsätzlichen Neuaufbau der Regierung verlangt. Der Kanzler hat den Auftrag zur Kabinettsneubil­dung vom Reichspräsidenten zwar in der Form ange­nommen, daß diese Neubildung ohne parteimäßige Bindungen erfolgen soll, und es wird von Regie­rungsseite versichert, daß trotz der Erklärung des volksparteilichen Vorsitzenden der Auftrag des Reichspräsidenten unbeirrt durchge- führl wird. Trotzdem muß der Kanzler natürlich gewisse parlamentarische Rücksichten nehmen, denn

eines der Hauptmotive, welche Dr. Brüning über­haupt zur Umbildung seines bisherigen Kabinetts veranlaßten, ist ja die Hoffnung gewesen, daß es unter Umständen leichter sein würde, mit einem umgebildeten und etwas weiter nach rechts orien­tierten Kabinett die bisherige Reichstagsmehrhrit beisammenzuhalten, da das seitherige Kabinett aus­einanderzufallen drohte. Wenn nun die Deutsche Volkspartei dem Kanzler die Gefolgschaft verwei­gert, so würde die Rechnung Dr. Brünings bereits ins Wanken kommen.

Die Aeußerungen Dingeldeys sind gestern abend durch eine parteioffiziöse Kundgebung der Deutschen Volkspartei noch im einzelnen darge­legt und erörtert worden Es geht daraus hervor, daß die Volkspartei zunächst nicht die Absicht hat, sich der- eigentlichen Rechtsopposi­tion, also den Nationalsozialisten un>d den Deutsch­nationalen, anzuschlietzen, sondern daß sie ein selb­ständiger politischer Faktor bleiben will. Aber sie er­klärt, mb sie nur einem Kabinett, welches sich von sozialistischen Einflüssen vollkommen frei hält, ihre Unterstützung geben wird. Sie »erlangt, daß die sogenannte nationale Opposition an der Regierung beteiligt und zur Verantwortung herangezogen wird. Diese Erklärung ist keine Kampf­ansage, sie enthält aber die Mitteilung, daß auf die Unterstützung der Volkspartei nicht zu rechnen ist, und damit würde die Mehrheitsbildung im Reichs­tage gefährdet fein.

Skepsis bei den Sozialdemokraten

Bor allem aber hat diese Erklärung zur Folge, daß die Sozialdemokraten natürlich noch viel miß­trauischer als bisher geworden sind. TerVor­

wärts^ befaßt sich heute fdjr eingehend mit dieser Angelegenheit und bringt sie in Zusammenhang mit i>en Bestrebungen aus Unternehrnerkreisen, die von den Sozialdemokraten alsSoziale Reaktion" angesprochen werden. In einer Zusammenkunft, die zwischen Industriellen und volksparteilichen Politi­kern dieser Tage in Berlin stattgefunden habe, sei das Wort ausgesprochen worden:Es handelt sich um den Kampf mit klaren Fronten zwischen der nationalen Opposition auf der einen Seite und den vereinigten Gewerkschaften auf der anderen Seite". Aus dieser angeblichen Aeußerung zieht derVorwärts" den Schluß, daß es sich hier um eine Kampfansage an die gesamte Arbeiterschaft handele, und daß die natio­nale Opposition mit der sozialen Reaktion Hand in Hand gehe. Jedenfalls habe der Kanzler nun die Wahl, gegen diese Tendenzen den öffentlichen Kampf aufzunehmen, oder kampflos einem Kabinett Hugen- berg das Feld zu räumen. Diese Aeußerungen des Vorwärts" lassen erkennen, wie skeptisch man in so­zialistischen Kreisen der weiteren Entwicklung entge- gensioht.

Rückwirkungen auf Preußen?

Trotzdem ist man in Zentrumskreisen na­türlich bemüht, die Sozialdemokraten davon zu über­zeugen, daß das neu umgebildete Kabinett Brüning fein reaktionäres Kabinett fein wird. Sollte es trotzdem nicht gelingen, die Sozialdemokraten bei der bisherigen Mehrheilsgruppe zu halten, sollte es viel­mehr zu einer Trennung der SPD. von dem bishe­rigen Brüning-Mock kommen, so würden wahrschein­lich Rückwirkungen auf Preußen eintre­ten, weil das Zentrum, falls die Sozialdemokraten demnächst dem Zentrnmskanzler die Gefolgschaft ver­weigern, seinerseits in Preußen nicht mehr den bis­herigen Wert auf eine Zusammenarbeit mit der

Paris, 8. Oktober.

Hebet die am gestrigen Mittwoch in Paris anläß­lich der Anwesenheit Lord Readings geführten französisch - englischen Besprechungen glaubt die Agentur Havas berichten zu können, daß bei dem allgemeinen Meinungsaustausch die verschie­densten Fragen behandelt worden seien, darunter der Berliner Besuch der französischen Minister und die bevorstehende Besprechung Lavals mit Präsident Hoover.

Die französischen Minister hätten wohl mühelos ihren englischen Kollegen davon überzeugen können, welches Interesse nicht nur für Frankreich und Deutschland, sondern für ganz Europa der Annähe­rungsversuch habe, der durch die Bildung der deutsch - französischen Wirtschaftskom­mission konkrete Form angenommen habe. Weit davon entfernt, den Interessen der übrigen Staaten Abbruch zu tun, werde diese Kommission, wie man hoffe, den Weg für Wirtschaftsabkommen vorbereiten, die nicht nur Frankreich und Deutschland, sondern auch andere Mächte und in erster Linie England inter­essierten.

Die Washingtoner Reise Lavals habe gleichfalls nicht außerhalb der Erörterung gelassen werden können, namentlich nach den neuen Erklärun­gen Hoovers betreffend die Weltwirtschafts- und Fi­nanzkrise. Aber da hier jede eingehende offizielle Un­terlage über die amerikanische Absicht fehle, hätten die Staatsmänner beider Länder sich nur mit den Mög­lichkeiten für die Lösung des Schulden- und Repara­tionsproblems befassen können. Was die Ab­rüstung anlange, hätten die französischen Minister nur die ständige These der französischen Regierung bestätigen können, die die Herabsetzung ihrer Rüstun­gen von Sicherheitsgarantien für Frankreich abhängig mache.

Schuldensrage wird erörtert!

Bei dem Amerikabefuch Lavals.

Paris, 8. Oktober.

Die Absicht Hoovers, mit dem französischen Ministerpräsidenten insbesondere das P r o b l e m der Reparationen und der internationalen Schulden zu besprechen, hat in der französischen Oeffenilichkeit schon zur Bildung einer Einhei'sfront geführt, die dagegen Stellung nimmt, daß auch der

SPD. legen würde. Derartige Andeutungen aus Zentrumskreisen sollen selbstverständlich einen Druck auf die Sozialdemokraten im Sinne der weiteren Unterstützung des Kabinetts Brüning ausüben. Es fragt sich aber, ob angesichts der Schwierigkeiten, die die SPD. mit ihrem linken Flügel hat, dieser Druck ausreichend fein wird.

Oie neuen Männer

Der voraussichtliche neue Wirtschaftsminister Prof. Dr. Warmbold (im Bilde) von 192021 Land- wirtschaftsminister im preußischen Kabinett Steger- wald. Er steht im 63. C bensjahre und hat früher landwirtschaftliche Organisationen geleitet, bis er 1919 Direktor der Domänenabteilung im preußischen Land­wirtschaftsministerium wurde. Nachdem er Minister gewesen war, ging er 1922 als Vorstandsmitglied zu den Badischen Anilin- und Sodawerken und von da zu den I. G. Farben. Heute steht er an maßgebender Stelle der Kali- und Stickstoff-Industrie.

Geheimrat Dr. h. c. Hermann Schmitz, der als neuer Verkehrsminister in Betracht kommt, steht im 50. Lebensjahr. Er ist gegenwärtig Finanzdirektor der I. G. Farben und hat feit einer Reihe von Jahren wichtige Anfsichtsratsposten und sonstige Aemter in der Deutschen Industrie inne.

Suriius' Abschied

von der Wilhelmpraße.

Berlin, 8. Oktober.

Der Außenminister Dr. Curtius wird bereits heute die Fühning der Geschäfte des Auswärtigen Amtes niederlegen und sich auf mehrere Wochen nach Badenweiler begeben. Die bisherigen Mitteilungen, daß er in nächster Zeit einkommiffarifches Amt im Dienste der auswärtigen Politik, sei es in der deutsch-französischen Kommission, fei es in der Ab­rüstungskommission, übernehmen werde, bestätigen sich nicht. Dr. Curtius hat nicht die Absicht, in einer derartigen Funktion tätig zu fein.

*

Renyork, 8. Oktober. Obgleich die gesamte Presse Hoovers neueste Aktion einstimmig als einen glän­zenden Schachzug bewundert, tauchen bereits Zweifel auf, ob der Fonds von 500 Millionen Dollar zur Sa­nierung der notleidenden Banken genügen wird.

Es ist bekannt geworden, daß Präsident Hoover tatsächlich die Absicht hatte, in der am Dienstag, im Weißen Hause ftattgefundenen Konferenz eine zweijährigeVerlängerungdesMorato- riums vorzuschlagen, was aber am Widerspruch verschiedener Senatoren und Abgeordneter, insbeson­dere der demokratischen Vertreter scheiterte.

DaS Staatsdepartement ist von dem Pariser ame­rikanischen Botschafter unterrichtet worden, daß La­val bereit sei, die Schuldenfrage zu be­sprechen. Die Franzosen würden jedoch keiner Mo­ratoriumsverlängerung zustimmen, ohne gleichzeitig festzulegen, was den weitere« Feierjahren zu folgen habe. Die NcnyorkcrTimes" erklärt, Hoover sei nach wie vor gegen eine beträchtliche Schuldenverminderung oder gar völlige Streichung.

Europa soll Initiative ergreifen

London, 8. Oktober.

Die Mitteilung Hoovers, daß er mit Laval die Tribut- und Schuldenfrage besprechen werde, so mel­det der Washingtoner Vertreter derTimes", sei nicht überraschend gekommen, sei aber doch sehr inter­essant. Dem Präsiidenten nahestehende Kreise erklär­ten, er halte nach wie vor an der Auffassung fest, daß die weitere Initiative in dieser Angelegenheit von Europa von Deutschland ko m - men müsse und zwar entweder in Form eines An­trages auf Ernennung eines Ausschusses zur erneu« ten Nachprüfung der Frage der Zahlungsfähigkeit oder in Form einer neuen Moratoriumserklärung. Hoover werde dann solange nichts tun, bis der Kon­greß Gelegenheit habe, die Lage auf Grund der Moratoriumsertlärung vom 20. Juni zu beraten. Zahlreiche Mitglieder des Kongresses halten eben­falls an der Idee fest, daß Europa entsprechende Zuge­ständnisse hinsichtlich der Abrüstung mache« müsse.

Auch Kreuzer?

Bo« Rens Kraus.

Vor einigen Wochen sagte mir Torsten K r e u g e r, Ivar des Schrecklichen Bruder und Kompagnon:Wir glauben an Deutschland. Wir glauben, daß die Schwierigkeiten sich ordnen werde«. Mit Deutschland steht und fällt Europa. Kan« man in Deutschland nicht mehr Geschäfte mache«, so wird es auf der ganze« kapitalistischen Welt fein Geschäft mehr geben. Nein, das kann nicht fein!" Diesem be­denkenlosen und stark akzentuierte« Vertrauensvotum für Deutschland folgten ein paar Worte besonderer Anerkennung für Brüning.

Das war im Sommer. Das war in den Tage« des Bankenkrachs, der Börsensperre, der internationa­len Mark-Hysterie. Auszahlung Berlin war überall gestrichen, deutsche Noten wechselte fein Schalterbe­amter der Welt. Allein dieser Kreuzer sagte:Wenn Deutschland will, bleibt die Marl das beste Geld der Welt. Und Deutschland wird wollen. Wir glauben nicht, daß es sich selbst aufgibt!*

Liebenswürdigfeit, dem deutschen Besucher gegen­über? Freundliche Stimmung, die aus einem Abend in der magazin-berühmten Schären-Villa, nach einem Herrendiner und einer Mondscheinpartie im Motor­boot von selbst erwächst? Sentimentalität? Politif? Gesinnung?

Nein: Geschäft und nichts anderes! Die Geschäftspolitik des Schwedentrusts ist gerade in den ärgsten Stunden in jenen, die der Gast miter­lebte eine solche des Vertrauens auf Deutschland gewesen. Mit Politik schlechthin hat das nichts ztt tu«. Beinahe wäre man versucht zu sagen: im Gegen­teil! Torsten Kreuger ist Generalkonsul der polnischen Republik. Er hat sich um die wirtschaftliche Expansion Polens in Skandinavien bis hart an die Grenze der Gefährdung gewisser deutscher Wirtschaftsinteressen verdient gemacht. Hier sei nur an das große Projekt der Errichtung einer polnisch-schwedischen Fähre er­innert, die, beabsichtigt ober nicht von ihm wahr­scheinlich nicht, von den Polen sicherlich doch die Fähre Saßnitz-Trällaborg, also den deutsch-schwedi­schen Verkehrsweg niederzukonkurrieren bestimmt ist.

Der Schwedentrust, der infolge seiner welt- verzweigten Interessen heute genau so ein japanisches Unternehmen ist wie ein amerikanisches, ein kontinen­tales wie ein schwedisches, kann feinen Leitern den Luxus nationaler Sympathien nicht gestatten. Er hat in Polen etwa 130 Millionen Mark als Anleihe in­vestiert, ungefähr ebensoviel wie Ungarn und Rumä­nien, nicht viel weniger in Jugoslavien. Er hat Peru und Esthland, Ecuador, Bolivien, Lettland und neben­bei noch das Deutsche Reich sich verschuldet, dieses, wie man weiß, durch eine Staatsanleihe von 600 Millionen Mark. Sein Risiko.ist über die ganze Erde verteilt, feine Produktion desgleichen. Seine In­teressen schon längst dem Zündholzmonopol der Welt entwachsen, erfassen Erz und Elektrizität genau so wie Heinere Industrien, Zellstoff und Kugellager, ebenso wie den internationalen Grundstücksmarkt, auf dem er der weitaus größere Besitzer und Spekulant sein dürfte, lieber sechzig Prozent des europäischen Erzge­schäftes unterliegen feiner Kontrolle. Weil das aber noch immer nicht genug ist, haben die Schwede« auch die nordafrikanische Erzproduktion übernommen, die bisher in französisch-bolländischen Händen lag. Jede Rothaut, die sich ihre Pfeife in Brand steckt und jeder Eskimo, der sein Lagerfeuer anzündet, entrichtet Kreuzer seinen Tribut. Die japa ische Zündholzin- dnstrie, genau wie die indische ist nichts anderes als eingetarntes" Zweigunternehmen jenes gigantischen Betriebs, dessen Herz in einer luxuriösen Villa in den Schären von Stockholm schlägt.

Soll nun auch Vieser zugleich gewaltigste und präziseste Apparat des kapitali­stischen Zeitalters zusammenbrechen? Die Nachricht, daß der Schwedentrust die Zahlung der jetzt fälligen Zwischendividende verschoben hat, gibt den hundertzüngigen Gerüchten natürlich neue Nah­rung. Das Standardpapier der Kreuzer-Werte, die Svenska-Aktie, notiert an -den internationalen Börsen nicht viel mehr als ein Drittel ihres Kurses am letz­ten offiziellen Börsentag. Nun auch 'Kreuzer? Nach Wiener, Berliner, Pariser Mammuibanken, nach Lortz Khlsants, des britischen Schiffahrtkönigs Zusammenbruch und nach Rothschilds rühmlosem Abgleiten auch Ivar Kreuzer, der reichste Europäer?

Man muß Gerüchten mißtrauen. Aber Tatsachen darf man seststellen. Tatsachen: es ist feine Frage, daß die weit über die Goldmilliarden- grenze gehenden Staatsanleihendes Schwedentrusts eingefroren sind. Noch ge­hen die Zinsen pünktlich ein. Aber das Kapital ist immobilisiert, bis nicht eine allgemeine wesentliche Entspannung der Weltwirtschaftslage eintritt. Im vorigen Jahre konnte der Schwctzentrust noch fünf- zehn. Prozent Dividende ausschütten. Nicht gerade zur äußersten Befriedigung seiner Aktionäre, die mit zwanzig- _ und fünfundzwanzigprozentigen Dividen­den verw^nt waren, aber immerhin, wie man zuge-

pariser Gespräche

Eigener Drahtbericht.

ungeschützte Teil der i'.., «Kationen in eine etwaige Verlängerung des Moratoriums mit einbezogen würde.