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Nummer 233*

Moniaa. 5. Oktober 1031

21 Jahrgang

Genf nochmals vor dem Reichskabinett

Dor der Beilegung desFalles Curtius" / Oie parlamentarischen Aussichten der Regierung / Präsident Hoover für fünfjährige Flottenrüstungspause

Brüning spricht im Reichsrai

(Von unserer Berliner Schrifllettung).

In England nach dem Pfundsturz

Von unserem Londoner 6. k>.- Korrespondenten.

th. Berlin, 5. Oktober.

Nachdem das Reichskabinett am Sonnabend bis in die späten Abendstunden die Erörterung der neuen Notverordnung weitergeführt hatte, ist der Sonntag sitzungsfrei geblieben. Heute sollen die letzten Be­schlüsse über die Notverordnung gefotzt werden, damit diese Verordnung am Dienstag den Ministerpräsidenten der Länder vorgelegt werden kann. Die öffentliche Sitzung des Reichs­rates, an der die Ministerpräsidenten-teilnehmen, ist auf Dienstag vormittag 11 Uhr anberaumt, und man erwartet, daß der Kanzler in dieser Sitzung eine grotze proprammatische Rede halten wird, die in Bezug auf die sachlichen Einzelheiten der Notverordnung vom Reichsfinanzminister Dr. Dietrich ergänzt werden soll.

In der heutigen Kabinettssitzung wird außerdem die Debatte über Genf zu Ende geführt werden, die am Sonnabend begonnen hat. Man nimmt an, daß in der heutigen Aussprache auch eine

Klärung desFalles Curtius" erreicht werden wird, wobei vorläufig noch nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden kann, in welcher Weise diese Angelegenhit geregelt wird. Es gilt in unterrichteten Kreisen als durchaus möglich, daß der Kanzler die bisherige Solidarität mit dem Außenminister Dr. Curtius trotz der inzwischen aufgetretenen Schwierigkeiten aufrechterhalten wird, und daß es infolgedessen doch nicht zur De- mission des Außenministers kommen wird, lieber» raschungsmomente sind freilich immer noch möglich, doch beachtet man unter anderem den Umstand, daß die Parteien der Regierungsoppofltion zwar Miß­trauensanträge gegen das Gesamtkabinett, nicht aber speziell gegen den Reichsaußenminister eingebracht haben, woraus sich wiederum der Hinweis auf die Gesamtverantwortung des Kabinetts für die Außenpolitik und für das Nichtzustandekom­men der Genfer Zollunion ergibt, sodaß also keine unmittelbare Notwendigkeit zu einer Demission des Außenministers Dr. Curtius gegeben wäre.

Die parlamentarische Situation.

Die große Rede, die der Kanzler am morgigen Dienstag im Reichsrat halten wird, dürfte zugleich eine Art Einleitung zu der die nächste Wcche bevor­stehenden Parlamentstagung sein. Man fragt sich in politischen Kreisen, ob es gelingen werde, den Reichstag nach einer Sitzungsperiode von 12 Wochen wieder zu einer langfristigen Vertagung zu bewegen, und ob man die jetzige Regierungsmchrheit in der Zwischenzeit Zusammen­halten kann, obwohl sich besonders auf dem rechten Flügel der bürgerlichen Mittelgruppen allerhand Absplitterungstendenzen bemerkbar machen, und ob­wohl bei den Sozialdemokraten die jetzt perfekt ge­wordene Linksabspaltung natürlich auch zu neuen Schwierigkeiten und zu einer verschärften Einstellung der Gesamtpartei gegenüber dem Kabinett Brüning führen mutz. Es kommt hinzu, daß der einflußreiche Zentrumsabgeordnete von Pap en, der aus dem rechten Flügel dieser Partei steht, bei einer öffent­lichen Versammlung den Rechtsabmarsch des Zentrums gefordert hat, während gleichzeitig bei den Sozialdemokraten der linke Flügel sich als eigene Partei konstituiert hat.

Beide Momente sind natürlich eine Erschwerung für die Situation des Kabinetts Brüning, ober man hält es trotzdem für möglich und in manchen ffrei» sen sogar für sehr wahrscheinlich, daß Dr. Brüning gemeinsam mit dem Außenminister und mit seinem ganzen Kabinett über die parlamentarische Klippe hinüberkommen wird, die jetzt in Gestalt des Reichstagszusammentritts bevorsteht. Es läßt sich jedoch nicht leugnen, daß diese Stimmungsmomente keineswegs allgemein geteilt werden, sondern daß m anderen Kreisen wiederum recht erheblicher Pes­simismus herrscht.

Keine Amerikareise Brünings

Berlin, 5. Oktober.

Der Direktor des republikanischen Landesaus- fchufles Robert Lueas, ließ Washingtoner Meldungen zufolge in einer Rundfunkrede durchblicken, daß der deutsche Kanzler und Außenminister Dr. Cur- tius zu einem Besuche in Washington eingeladen werden sollten.

An maßgebender Stelle in Berlin wird zu dieser Meldung erklärt, daß sowohl Brüning als auch Curtius angesichts des umfangreichen Arbeiispro- gramms für Okwber von Berlin nicht abkömm­

lich seien, so freundliche Ausnahme auch dieses Ge­rücht in Berlin gefunden habe.

*

In der erwähnten Rede führte der Direktor des Republikanischen Parteibüros, Roben Lueas, u. a. folgendes aus: Nach dem Besuche Lavals wird, wie man erwartet, der deutsche Kanzler Gast des Präsi­denten sein, und auch er wird mit seinem Gastgeber eine Besprechung haben, die sicherlich von großer Be­deutung für die ganze Welt sein dürfte. Daß nachein­ander die mächtigsten Persönlichkeiten aus jedem der drei bedeutendsten Länder Europas die Einladung des Präsidenten zu einer persönlichen Rücksprache an­genommen haben, legt sowohl Zeugnis für die Füh­rerstellung Amerikas unter den Großmächten der Welt als auch für den Einfluß und die Be­deutung ab, die Präsident Hoover genießt und auf die wir stolz fein können.

Obwohl die Zeitungen diese Ausführungen Lucas über den Besuch Brunnings in großer Aufmachung melden, besteht doch allgemein die Anschauung, daß Lueas lediglich eine parteipolitische Wahlrede hielt, ohne im Auftrage des Weißen Hauses zu sprechen.

Oie Kathedrale von Reims w'eder eröffnet!

Paris, 5. Oktober.

In Anwesenheit zahlreicher Staatsbeamter und einer Reihe hoher Würdenträger wurde am Sonn­tag die berühmte Kathedrale Saint Remi in Reims durch den Erzbischof von. Reims wieder eröffnet. Die Kathedrale war während des Krieges bekannt­lich stark beschädigt und ist jetzt wieder vollständig hergestellt worden.

London, 5. Okwber.

Reuyork Times" meldet, daß Präsident Hoover nächste Woche eine wickstige Erklärung erlaffen werde die sich auf eine fünfjährige Rüstungs­pause für die Flotten beziehe. Es werde erwartet, daß die Erklärung auch die Frage der Besteuerung berühren und Maßnahmen enthalten werde, die zur Stabilisierung der Marktlage dienen sollen.

Reuter fügt hinzu, die Tatsache, daß der Präsi­dent am Sonnabend mit dem Sekretär des Schatz­amtes Mellon, die internationale Finanzlage und mit einem hervorragenden Reutzorker Finanzmann die europäische Wirtschaftslage erörterte, läßt die Vermutung gerechtfertigt erscheinen, daß er irgend­einen neuen Schritt erwägt.

Lord Readings jReife nach Paris

London, 5. Oktober.

Zum morgigen Pariser Besuch des briti­schen Außensekretärs Lord Reading schreibt der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph":

Bei den englisch-französischen wie bei den darauf folgenden französifch-amerikanifchen Unterredungen werden nicht nur Reparations- und Kriegsschulden­fragen, sondern auch Fragen der Währung und der internationalen Schulden jeder Art eine hervorragende Rolle spielen. Auf diesem Spezial­gebiet hat Lord Reading eine Sachkenntnis, wie sie bei Außenministern im allgemeinen nicht zu finden ist. Es ist bestimmt anzunehmen, daß sein Meinungs­austausch mit den französischen Staatsmännern sich auf Abrüstungsfragen nur insofern beziehen wird, als die Abrüstung nach amerikanischer Meinung mit einer eventuellen Revision der Kriegsschulden ver­knüpft ist.

Von dem Besuche des englischen Außen­ministers Lord Reading in Paris ver­spricht man sich, wie der Pariser Korrespondent der Times" in einem offensichtlich von englischer Seite inspirierten Berichte ferner fagt, eine Beseitigung der Mißstände, die in Frankreich durch das englische Ab­gehen vom Goldstandard entstanden seien. Eine eng­lische Zusicherung, daß die englischen Märkte inner­halb der durch die Notwendigkeit gezogenen Grenzen, großen Tellen der französischen Industrie eine faire

London, Anfang Oktober.

Nun, was sagen Sie zu unserem Pfunde? Wie weit wird es noch fallen? Wird's bei uns ebenso werden, wie's in Deutschland war?" Mit solchen und ähnlichen inquisitorischen Fragen wird zur Zeit in England jeder Fremde von Ladenbesitzern, Bankangestellten, Autobusschaffnern usw. begrüßt. Sie sind fast Ersatz geworden für das sonst üblicheNice weither! und all die anderen traditionellen Begrützungssormeln. Doch ebenso wie das stets wohlgemut klingendeHow do you do?", so werden auch diese Lamentationen über den Pfund­kurs nichts weniger, als in klagendem Tone vorge­bracht. Alles ist eher Scherz, Belustigung und Ulk. Als wollten die Briten sagen:Welch' ein unbezahlbarer Spatz, das Pfund fällt! Das Leben ist doch noch lebenswert, öfter all--*. Wenn zwei das Gleiche

tun, so ist es eben durchaus nicht dasselbe. Die Brtten wissen es: so schlimm wie's 1923 in Deutschland war, kann's bei ihnen nie werden. Sie werden nun eine Weile mit der für sie neuartigenKursentwertung" spielen. Doch sie werden hierbei vorsichtiger fein, als andere es gewesen sind. Es liegt nicht in der Natur des Briten sich zu berauschen. Selbst bann nicht, wenn es sich um ein so betörendes Rauschgift handelt, wie dasjenige oer Inflation.

*

Wenn also das, was zur Zeit in England vor sich geht, durchaus keinJnflationsrausch" in unserem Sinne genannt werden kann,, so ist eine sehrfreu­dige Ueberraschung" über das unerwartete Fallen des Pfundkurses dennoch nicht zu verkennen. Die Wirkungen dieses, im Grunde komplizierten, finanztechnischen Ereignisses erweisen sich als so augenscheinlich, datz selbst der ignoranteMann auf der Straße" sie begreift und willkommen heißt: Steigen sämtlicher Börsenpapiere, Besserung der

Möglichkeit böten, würde einen sehr wohltuenden Einfluß ausüben.

Dor -er Auflösung

-es englischen Parlaments

London, 5. Oktober.

Die Blätter erwarten allgemein, daß die P a r l a - mentsauflösvng am Mittwoch oder Don­nerstag erfolgen wird.

Heber die Haltung Lloyd Georges herrscht völlige Unklarheit. In politischen Kreisen werden ver­schiedene Ansichten vertreten. So wird auch von der Möglichkeit gesprochen, datz Lloyd George von seinem Krankenzimmer aus »nergifdj für die Sache des Frei­handels kämpfen werde, datz er aber die entgültige Entscheidung Sir Herbert Samuel überlassen und sich passiv verhalten werde, wenn dieser seine Entscheidung nicht billige. Lloyo George beabsichtige bann auch, ben Vorsitz ber Liberalen Partei niederzulegen.

Pessimist Cmllaux

Paris, 5. Oktober.

Der ehemalige französische Ministerpräsibent Caillaux hielt auf einem Festessen der republika­nischen Ortsgruppe des Kantons Lude eine Rede, in bei er Die französische Finanzlage als absolut nicht zu optimistischen Schlußfol­gerungen geeignet, bezeichnete. Die Kapital­verschiebung, die zunächst gegen Frankreich und bann zugunsten Frankreichs ftattgefunben habe, könne sich morgen wiever gegen Frankreich richten. Man müsse sich beängstigt fragen, wie man ben französischen Haushalt ber kommenden Jahre ins Gleichgewicht bringen wolle. Es fei eine absonderliche Illusion, wenn man glaube, daß dieser Schulden dien st recht bald wieder in der Form ausgenom­men werde, in ber er ursprünglich bestanden habe. Sicher habe dieser Dienst an bet allgemeinen Welt­krise mit Schuld. Französischerseits aber habe man ben noch größeren Fehler begangen, die Zahlungen aus dem Doungplan unter die regelmäßigen Einnah­men zu buchen und sehe sich darum heute gezwun­gen, die Lücke durch ein vorläufig noch nicht klares Mittel wieder auszufülle«.

Ausfuhrmöglichkeit für britische Waren, Zunahme der Jndustrieaufträge, allgemeine Belebung von Handel und Wandel. Was will man mehr?

Die Freude hierüber ist besonders bei jenen Boule­vard-Blättern groß, die schon seit Jahren wilde Pro­paganda für Schutzzölle und Tarife machen. Diese Zeitungen sind jetzt völlig aus dem Häuschen geraten. Sie tragen viel dazu bei einen Teil ber Volksmassen künstlich zu berauschen. Unb alle Nach­richten, bie bie Segenswirkungen des Pfundsturzes illustrieren, bringen sie in sensationeller Aufmachung. Und in der Tat, wahre Freudensnachrichten wissen sie täglich aus allen Gegenden Englands zu melden: der Kohlenexport nimmt rapide zu; der Absatz von Eisen unb Stahl ist wieder in Schwung gekommen; in Lancashire sind Dutzende von Baumwollspinne­reien wieder eröffnet worden; die Wollindustrie hat enorme Austräge erhalten; in allen Häfen haben so und soviel britische Warenschiffe, die seit Monaten leer lagen, wieder die Fahne gehißt; die ausländischen Konkurrenten hören merklich auf, England mit Dumping-Waren" zu überfluten; viele von ihnen werben lieber kontraktbrüchig, als daß sie ihre Waren gegen verbilligte Pfunde liefern; bessere Ausblicke überall, wohin man auch schauen mag. Und das alles hat mit seinem Sterben ber gepriesene Goldstandard getan . . ,

*

Doch ehe der Rausch noch verflogen ist, beginnen sich auch schon gewisse Anzeichen ber Er­nüchterung zu zeigen.Die Lebensmittel-Preise werden nicht steigen!", erklären dieselben Boulevard- Blätter, bie dem britischen Bürger täglich von den Segnungen des Pfundsturzes berichten. Doch bie Lebensmittel-Preise steigen bennoch! Wie sollten sie es auch nicht: Mehr als bie Hälfte aller in England gebrauchten Lebensrnittel kommen aus dem Auslande; sie müssen mit ausländischem Gelbe bezahlt werden; dafür aber hat man nun mehr Pfunde herzugeben; die Schlußfolgerung ist klar wie der Tag! So beginnen denn die Händler in den Lebensmittel-Geschäften Londons genau die gleichen Redensarten zu gebrauchen, wie sie unsereins einst in Deutschland, Oesterreich, Rußland und anderen Län­dern des Jnflationselends zur Genüge gehört hat: Heute verkaufe ich die Ware noch zum alten Preise. Aber morgen muß mehr gezahlt werden. Der Kurs ist zu sehr gesunken . . ."

Auch das Einwechseln ausländischen Geldes gibt Anlaß zu Reibereien und Unredlichkeiten aller Art. Der britische Bankier kann sich nicht an den Gedanken gewöhnen, daß er für deutsche Mark ober schweizer Franken mehrgnteenglischePfunbe"her- geben muß als zuvor. Die Londoner Banken haben infolgebeffen nie den Kurs gezahlt, der an den ent­sprechenden ausländischen Börsen gültig war. Wäh­rend das Pfund in Berlin mit 15 Mark und in Bern mit 18 Franken notiert wurde, gaben die Londoner Banken selbst in den kritischsten Tagen das Pfund nie billiger, als zu 18 Mark oder 20 Franken her.

In ebenso reichlichem Maße, wie die Nachrichten über die Segnungen des Pfundsturzes, beginnen die bei jedem Kurssturz üblichen Hiobsbotschaften einzu­laufen. Gerade jetzt, zu Winters Anfang, sind Kohle unb Petroleum teurer geworden. Die Warenhausbe­sitzer erklären, sie können bei ben jetzigen Preisen nur so lange bleiben, bis bie Vorräte reichen. Die Zahl ber Arbeitslosen ist nach dem Pfundsturz keineswegs gefallen, sondern in ber letzten Woche um weitere 25000 Mann gestiegen. Ueberall hört man vom Auf­tauchen einer neuen Sorte von Kaufleuten, bie Eng­land bisher nicht gekannt hat: Spekulanten in Valuta und Lebensrnitteln! Die Regierung hat angekündigt, sie wird gegen diese böswilligen Elementerigorose Maßnahmen" vornehmen. Die Preise für Fahrkarten nach dem Kontinent sind scharf heraufgesetzt worden. Die Eisenbahngesellschaften ver­öffentlichen überall Plakate:Briten, verbringt Eure Ferien daheim und helft die Pfundwährung stützen!" Von allen Enden der Welt strömen die sonst so reise­lustigen Engländer in Massen nach der Heimat zu­rück.Spare n!, ist die allgemeine Devise der einst sprichwörtlich reichen Briten. All die großen Damen der Aristokratie, die für den November und Dezem­ber, wie üblich, ju Bällen unb Ealaempfängen ge= laben hatten, sagen sämtliche Veranstaltungen ab. Unb manche patriotische Briten fordern gar, in offe­nen Briefen an die Tageszeitungen, ihre Mitbürger auf in diesen Tagen der großen Not, all ihre Golb- sachen nach bem Schatzamt zu tragen unb es, zur Ver­mehrung bes staatlichen Golbschatzes, von ber König­lichen Münze einschmelzen zu lassen .. .*

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.Dor einem wetteren Abgleiten ins CHaoS kann Englanb nur eine neugewählte, wirkten nationale Regierung retten, die das Pfund stabilisieren, Schutzzölle einführen unb für bie Winschasi pes Britischen Reiches eine gesunde Basis schaffen wird".

Konferenzen im Weißen Hanfe

Hoover für fünfjährige Flottenrüstungspause?