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Kasseler Aeaesse FachrkLi«,

Seite 2 1 Beilage

Bitte billiger

der Besuch wird wachsen!

Offener Brief an den Herrn Intendanten des Gtaatstheaters

einfachen Platz, Wie II.

Rana Seite bei einer Aida-

Parkett 5,30 bis 5,80 Mark

i. Im R.- ', hoch im

Nach Osten hin

Figuren oder Gegenstände zu fe- reck des großen Bären nannten die

(liefere Heimat

en »ewmmgw potne» ^«rtoiifeKHinti." ' höheren Schutt gem S'e6enemlueIetnMlbani>el u aen Menschen in !lt6erroeffc konnten im -sevtembc

wenn ein Platz im II. kostet. Und es ist ein

Weitere ungünstige

Arbeitsmorltenttvicklung

hen. Das Viere- _

Araber nasch-Bahre, die drei Sterne des Kopfes be-

' unter 2,30 Mark zu haben ist. Eine solche Preis- setzuna steht in ganz offenbarem Widerspruch zu den pekuniären Gegebenheiten der meisten Theaterbe­sucher.

Man bezahl, heute für den billigsten Platz in der Berliner Staatsoper 1 Mark. In Kassel gibt man 1.60 Marl.

Durch Vie Vermittlung der großen Besucherorgani­sationen Berlins erhält man ausgezeichnete Plätze in den Roinhardttheatern und in der Staatsoper be­reits für 3, Mark. Und praktisch ist die Situation in Berlin so, daß auch Nichtmitglieder dieser Orga- Msationen solche Karten leicht erhalten können.

Sie müssen in der Kasseler Oper für einen mitt­leren Platz ungefähr M. 4,50 anwenden. Gegen ,Sie tu ein Großkino, so erhalten Sie dort schon einen

Einer unserer Seiet macht folgende bemerkenswerten Ausführungen:

Sehr verehrter Herr Intendant!

Seien Die bedankt für die treffenden Worte, die Sie am Donnettztaa vor Beginn der Oper im Staatstheater sprachen. Es sei Ihnen und ich glaube int Namen aller Besucher ,u handeln, wenn ich dies sage gern bestätigt, daß Ihr schönes Haus sich heute wieder einen führenden Platz unter den großen Bühnen Deutschlands erobert hat. Tie Staffelei Staatsoper steht an guter Stelle unter den ersten Opernhäuser des Reiches. Neuinszenierun­gen, wie die Walküre, wie Aida, die aus höchstem Niveau stehen, ausgezeichnete Aufführungen oft ge­spielter Repertoireopern, wie Meistersinger und Ri- goletto, der Widerhall endbich, den diese Leistungen ?in führenden, auswärtigen Zeitungen gesunden ha­ben, dies alles ist Beweis für die hohe Geltung 'Unseres Staatstheaters.

: Sie haben Recht, sehr verehrter Herr Intendant, wenn Sie sagen, daß das Abonnement das Rück- ; grat eines normalen Theaterbetriebes sei. Sie dür­fen aber nicht vergessen, daß auch der Kassenverkauf ein maßgebender Faktor im Wirtschastsgesüge eines Theaters ist. Kassel, heute mit Vororten eine Stadt von rund 200000 Einwohnern st groß genug, Kas­senkäufer in ausreichendem Maß zu stellen! Es gibt Tausende, die aus den verschiedensten Grün­den nicht gewillt sind, ein Abonnement zu nehmen.

Aber diese Tausenden, deren Interesse da ist, die sich gerne öfters einen Theaterbesuch gestatten möch­ten, schließen Sie aus, wenn Sie die gegenwärtigen -Kassenpreise beibehalten. Es geht Nicht an. für einen

schließt sich Fuhrmann,Perseus um> Stier an. Pega­sus, Walfisch, Wassermann und Steinbock leuchten im S.-Quadranten.

der praktischen Arbeit ein anderes, meist besseres Charakterbild ergeben als in der Schule. ,

Der zweite Erlaß vom Februar Ä1 betritt! die Schüler-Auslese in den öffentlichen höheren und mittleren Schulen. Aus eine besondere Aufnahme­prüfung beim Uebergang von der Grundschule m weiterführende Schulen soll grundsätzlich verzichtet werden. Die Entscheidung über dte Ausnahme de» Schülers soll sich gründen auf die Zeugnisse, die das Kind während des Grundschulbesuchs erhalten hat und ans das von dem letzten Klassenlehrer er­stattete eingehende Gutachten. Nur wenn die Zahl der ausnahmesuchenden Kinder die Zahl der verfüg­baren Plätze übersteigt, ist eine Prüfung vorzuneh­men. Die Entscheidung, ob ein Kind die mittlere oder höhere Schule besuchen darf, liegt also ganz in der Hand des Grundschullehrers. Hier kann bei den heutigen scharfen politischen Gegensätzen eine Gefahr liegen. Es wird überhaupt schwer sein, bet zehnjährigen Kindern definitiv zu sagen, ob sie für die Ausbildung aus einer höheren Schule geeignet sind. Ta s ner durch die verschiedenen Lebrerper- söMchkeiten die Schüler verschieden beurteilt wer­den sind gegen diese Auslese schwere Bedenken gel­tend zu machen. .

Ist ein Kind nun ly dte höhere Schule ausge­nommen, setzen sich die Röte fort, denn nun treten die Bestimmungen des Erlasses über die Bewährung in der n.-♦elften "'alle d»" mittleren oder '"Heren Schule in Kraft. Wer nach dem Urteil der Klassen- konseren, frühestens nach halbjährigem Besuch die­ser Klasse für die Ausbildung auf der höheren oder mittleren Schule sich als Nicht geeignet erweist, mutz die Schule wer lass en/ Das wird dazu füh­ren, daß die einzigen Kinder und die Kinder be­güterter Eltern jede nur mögliche Nachhilfe erhalten werden, um sie auf der höheren Schule zu halten. Die Kinder, die sich nur langsam in neuen Verhält­nissen und mit neuen Menschen zurechtsinden, wer­den im Nachteil sein, selbst wenn sie gut begäbt sind. Es werden sich große Härten zeigen, die manches Lebensschicksal besiegeln werden.

Sehr scharf sind auch die Bedingungen dieses Erlasses für die Auslese in den höheren Klassen der mittleren und höheren Schulen.

Die Erlasse sind nicht dazu angetan, ungetrübte Freude bei den Eltern hervorzurufen. Jedenfalls ist es richtig, daß sie die Erlasse kennen lernen und sich dagegen wehren. H-

Die Benennungen der auffallendsten Sterne stam­men aus der Zeit der blühenden orientalischen Sternkunöe. Man glaubte an den Stern­stellungen 7"

_ __ ... ... Unding, daß ein sehr ein­facher Platz, wie III. Rang Seite bei Opern nicht

.Aufführung 4,80 Mark zu fordern. Es ist zuviel,

Ernste Müttersorge

Eine Stellungnahme zu den Grimmr-Erlaffech, '

bedeuten. . .,

«ZKS » ft

be§ für Erziehung und Selbsterziehung sagen.

STJä."ä.

der Klassenkonserenzen nur .gegebenenfalls den Schülern und Eltern In geeigneter Form- Mitteilung zu machen ist. Da« wurde doch wahrscheinlich bedeuten, datz nach ledern Zeugnis die Ettern zu dem Lehrer ptlgern würden, umi He »e urteilung ihres Kindes zu erfahren Der.arm» Ley rer, der sowieso schon mit Arbeit überhäuft -st.

soll er zeitlich die Auskünfte ermöglichen^ ttutzer dem hätten sie auch nur geringen Wert denn ue tei­len das Charakterbild nur -m geeigneter Form mit. Soll das beißen, das den Eltern nur harm­lose Dinge -gesagt werden sollen? Die Eh-aranert stiken haben nur Zweck, wenn.den Eltern die Mög­lichkeit gegeben wird, sie eventuell iu berechtigen. Es muß deshalb aefordert werdett, daß sie den Eltern abschriftlich mitgeterlt werden.

Auch wenn ein Schüler zum Eintritt 'N -men Beruf ein Führungszeugnis braucht ist ihm Vies durch die Klassenkonseren, m der Form einer Eya rakieristik auszustellen. Dasselbe 'st der Fall vm Schülern, welche die Schule wechieln. Hier kann eine Gefahr liegen, denn man wird dem Kinde nicht mehr unbefangen gegenübertteten. Außerdem kann der Ueberaang in den. praktischen Beruf erfchwer! werden, was doch bei den heutigen Verhältnissen durchaus nicht im Interesse der Heber"» liegt Wir wissen auch, daß die jungen Menfchen ...

gebnissc erzielt werden. Die verstürkte Anforderung von Aushilfen lägt erkennen, daß der Personalbedarf allgemein nur sehr vorsichtig und zögernd gedeckt wird.

Die jetzige Vaae auf dem kaufmbnnischen Arbeitsmarkt wird gekennzeichnet durch eit für die Miellen Vermittlung des DHV. errechnete Andrangsziffer tBcwerber aut eine neugemeldet« »teilet 78,7 im Sevtember 1931 gegenüber 79,3 tut August 1931 und 32,5 im Sevtember 1930.

Kasseler Bauanträge

Verzeichnis über die bei dem Stidt. Baupolizriamt eingegan- gcnen Bauamrägc in der -eit Bpm-16. dis 3». Scffewtbct 1931.

Schmidt. ©. <A.: Meniching u. Spier), baulich« ««nderungen Obere Karlstratze 4.

Konsul»- und SvlUvcrein (A.-: Paul Hcfnbüs), Ladeveinbau in das Haus Barvelcbcnslrahe 7.

Stoll, .JSJ«Uei. Kegieruugsrat M. Kind), Wotznung»- teilung int Hause Hobettzolternftratz« 17b.'

Tr. Sützmann (Dipl.-Jng. Kurt Preiß), Errichtung einer Garage Jürstenslratz« 15

Rvcnania-Ossag, Mineralölwerke, Beisetzung einer Shell­pumpe von Kohlcustratze 270 an di« BaunSberaüratze, Eck«.

Cler Deutsch« Benztw- und Petroleum-Geselltchaft, Tank­stelle fl. C. Erundstllck der KraftverkehrsgesellschaftHessen', Gardedukorpspigtz.

JornS, Äug, <A.: C. Brock«), Berbreiteruna der Garagen­einfahrt und Anlage einer Warmwasserheizung Klein« Rosenstratze 6.

Jcppe, A Lehrer («.: GS hm«), Errichtung eine» Zwet- sainilienwohnhaufer Neckarweg 6.

Steinbach, Just. (Hart Hartung), Tachg«schotzauSbau Struth 47.

Beimmann, Otto. Berandaanbau au der Südseite der Houses Kaiser-Friedrich-Strahe 33.

Koch, Paulin« (A.: Stmttte), Errichtung einer Stützmauer Schlangenweq 9.

v. Buch Oberstleutnant, Herstellung einer Einfriedigung Philosophenweg 64

Heil, Karl (H. Eichler, Parkstratze 8), EinfamilienwohnhauS Neubau Wurmbergstratz«.

Skuvin, Franz, Wolfhager Straß« 78, Entwässerungsanlage zum Berkausshäu-chen Ecke Schiller, und Freptagstraß«.

Stöbt, Werke A.-G, Errichtung einer Wartehalle mit Ver­kaufsraum vor dem Hallenbad Leipziger Straß«.

Tbielemann, A. (datta u. Groh), baulich« Acnderung«n Kafirnalsaasse 44 und Artilleriestratze 23.

Dr. Gotthilf und Lewinlobn Mus. Wöll, Sedanstratz« 4), bauliche Acnderungen am Werkstaitgebäud« und Einrichtung einer Waschküche im Keller Grüner Weg 44.

Bögler. W., Oberregierungsrat (©. Sattler, Tannenkuppe 9), Errichtung einer Garage Schloßteichstraße 10.

Sternschnuppen fallen

In den Nächten vom 12. bis 30. Oktober.

Fixsternhimmel int Oktober: In der Dämmerung werden als erste Fixsterne Arktur im Westen, Wega unv Doheb im Zenit, Kapella am NO.-Horizoni und Formalhaut tief im SW. sichtbar. Gegen 22 Uhr ist bereits Aktur untergegangen, Fomolhaut neigt sich dem Horizont entgegen, Kapella jedoch ist heraufge­rückt. Den W.-Quaöranten füllen die Sternenbilder

guten Platz für M. 1,50. Es liegt mir fern, die Leistungen Ihres Hauses mit dem im Kino Gebote­nen vergleichen zu wollen. Es ist nicht möglich, zwei so verschiedene Kunstgattungen wie Theater und Film mit einem Maß zu messen. Die prakttsche Tatsache bleibt aber leider bestehen, daß Tausende, die gerne in das Theater gehen würden, sich dem Kino zuwenden, weil sie eben dort einen ungleich niedrigeren Eintrittspreis zu bezahlen haben.

Niemand wird von einem großen Theater, tote dem Ihrigen fordern, daß es seine Eintrittspreise denen eines Kinos angliche. Wohl ober kann man im Hinblick auf die Verhältnisse und Gebunden­heiten unserer Zeit fordern, daß die Theaterpreise nicht in einem geradezu schreienden Gegensatz zu den Möglichkeiten der Besucher stehen.

Durchschnittspreise von 5., 6. und 7. Mark find heute eine Unmöglichkeit in sich. Sie mögen früher Sinn gelebt haben, als die Höh« des Eintrittspreises guasi eine Prestigefrage war, und als man solche Preise auch noch tatsächlich bezahlen konnte. Heute sind sie sinnlos geworden.

Die Berliner Staatsoper, das Hamburger Opern­haus, die Oper in Königsberg haben ihre

Kassenpreise bis zu 40 Prozent herabgesetzt.

Darum, sehr verehrter Herr Intendant, treiben auch Sie eine zeitgemäße Preispolitik. Schaffen Sie Ein­trittspreise von 5.. 3. 2 und 1. Mark. Die liegen immer noch über den wirklich billigen Preisen der Abonnements und entsprechen dennoch weit mehr unserer Zeit, als die Preise, die momentan noch gefordert werden. Das Interesse des Publi­kums ist da. Das beweisen nicht nur die ausver- kausten Nachtvorstellungen, das beweist auch der nahezu ausverkaufte 2. und 3. Rang bei der Nach mittagsaufführung des Rigoletto. Das beweisen die endlosen Beifallsstürme, die die Neuaufführung der Toten Augen begrüßten. Ich spreche letztlich nur eine Binsenwahrheit aus, wenn ich sage, daß ein gutbesetztes Haus bei niedrigen Preisen mehr em- bringt, als ein mäßig besetztes bei hohen.

Daher sehr verehrter Herr Intendant: Setzen Sie die Kassenpreise herab. Wer streichen Sie nicht Kleinigkeiten, sondern

reformieren Sie gründlich. Ein Theater, nm das unS, wie Sie richtig sagten, viel, Städte des Reiches beneiden, darf nicht zu Grunde gehen, »ur weil man es versäumt hat, zur rech­ten Zeit wirklich durchgreifende Maßnahmen an- zuwenden. Helfen Sie uns, Herr Intendant!'. Geben Sie uns die Möglichkeit, unser schönes Theater durch häufigen Besuch zu unterstützen!

Hans Hartleb.

gene Unterstützung, des Krankengeldes ufto. nachzu- aen. Ohne diesen Nachweis kann eine wettere

Jung der Anträge nicht stattsinden. Wer die ge­setzte Frist nicht einyält muß mit der Ablehnung des Antrages rechnen.

Aus dem Kreis Wihenbausen

Witzenhaufen. Treue im Dienst. Der Schasmei- fter Wilhelm Nolte ist seit 40 Jahren ununterbrochen bei dem Oberamtmann Ehrbeck in Wendershausen " Witzenhausen. Lehrerjubiläum. Sein Mähriges Lehrerjubiläum beging Lehrer Hördemann von hier Die Glückwünsche ver Schule überbrachte Rektor Fischer in einer schlichten Feier. '

Witzenhauscu. Bon der Landwirtschaftsschule. 3m kommenden Winterhalbjahr beginnt der Unterricht Mittwoch, den 4. November 1931, vormittags 10 Uhr.

Großalmerode. Personenftandsaufnahme. Die nach dem Reichseinkommenstcuergesetz angeordnete jährliche Personenstandausnahme ist in diesem Jahre nach dem Stande vom 10. Oktober vorzunehmen.

Heff.-Lichtenau. Wcasperrung. Der Laüdenback- weg' von ser sogen. Hühnerwiese bis zur Staats­grenze wird wegen Instandsetzungsarbeiten von Don­nerstag, den 1. Oktober v. Is. bis aus weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt.

der Leher, des Schwans und des Adlers an. Quadranten steht der große und kleine Bär, Zenit Kepheus und Kassiopeia. Nach Os

Oberkaufungen. Helft Rot und Elend lindern. Viele Familien werden nicht in der Lage sem, sich ausreichend zu ernähren. Der Vaterländische Miauen« verein, Ortsgruppe Oberkaufungen mochte, wie es seine selbstgewählte Pflicht vorschreibt, der Rot ent­gegenwirken und beabsichtigt für die Wintermonate die Einrichtung einer öffentlichen Küche. Es ist vor­gesehen, jeden Mittag gegen ganz geringes Entgelt an bedürftige Familien und Einzelpersonen Mittag­essen zu verabfolgen. Natürlich kann der Verein sein Vorhaben nur zur Durchführung bringen, wenn er nicht allein bei seinen Mitgliedern, sondern bet allen, die dazu in der Lage sind, tatkräftige Unterstützung findet. Es werden daher in den nächsten Tagen allen, von denen angenommen wird, daß sie zur Hilfe fähig und bereit sind, Listen zur Einzeichnung vor­gelegt werden. Am besten dient man der Sache da­durch daß man sich verpflichtet, jeden Monat eine bestimmte Summe oder Menge an Lebensmitteln zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus werden na­türlich jederzeit Spenden an Geld, Lebensmittel und Kleidung gern entgegengenommen.

Oberkaufungen. Hauszinösteuerstundung. Alle Sausbesitzer und Mieter, welche für 1931 Anträge auf tundung von Hanszinssteuern gestellt habe» werden ausacsordcrt, bis spätestens 5. 10. ihr Einkommen und dasjenige ihrer Angehörigen durch Vorlage der Verdienstbescheinigungen, Nachweise über etwa bezo-

4*. Die neuen Erlasse des Ministers Grimme haben '"entscheidende Aenderuugen im Schulwesen bewirkt.

Rm vielen Eltern haben sie Bestürzung hervorge­rufen Der Verband Deutsche Frauenkultur ent­sprach vielen Wünschen feiner Mitglieder, als er an einem Aussprache-Al end ihnen Gelegenheit gab.bie Erlass« im Wortlaut kennen zu lernen und Für und ^Der'ersteErlaß betrifft die Ausgestaltung der 'allgemeinen Urteile in den Schulzeugmssen Di Noten für Betragen, Aufmerksamkeit und Fleiß sol­len in Zukutift wegfallen, sowohl in den regelmäßi­gen Schulzeugnissen als auch in den E>gangszeug- nissen. An ihre Stelle soll eine Eharakter.stik tteten, welche die Klassenkonserenz zweimal im Jahre sest- ,.legt. Diese Charakteristik soll sich über die körper­liche und geistige Entwicklung des Schulers, über .seine häuslichen VerMtnisse (?), fein Verhalten innerhalb und außerhalb der Schule, seine Stellung . in der Klassengemeinschaft, seine Arbeitsweise, seine

Neigungen und Begabungen, sein Verhallen, '-Spiel und Matiderung ufto. aussprechen und solche ' Tatsachen festhalten, die für die spätere Führung des

Schülers bedeutsam werden können.

' Als Vorteil dieser Charakteristiken kann angesehen wer^n. datz das Werturteil über d .e Schttwr mch mehr in feststehenden Formen zmammengepretzl wird Der Lehrer muß sich viel intensiver als frü­her mit dem Schüler bes^ftigen, wenn er ihm m einem Charakterbild Gerechtigkeit widerfahren lassen will. Wie ist eine solche Arbeitsbelastung aber mog- bei einer Schar von 50 bis 60 Schülern? Ist die Beurteilung oberflächlich, verfehlt fa hren Zweck und eine gewissenhafte Charakteristik aller Schnier »vird eine starke Gewissensbelastung für den Lehrer

nat-Töchter. Man dachte an einen Trauerzug, vorn die Bahre, hinterher die Töchter oder Klageweiber. Der Polarstern, den äußersten des kleinen Bären, nann­ten sie kutb-Achse eines Mühlsteins. Bei dem Ver­gleich der Himmelwelt mit einer ewigen Mühle erhielt der Polarstern viesen Namen, da er in der Himmelsachse liegt.

Planeten: Merkur geht etwa 1 Stunde vor der Sonne au.s, seine Helligkeit ist sie des hellsten Fix­sterns. Am 18. steht er oberer Konjunktion mit der Sonue. Venus ist uichl beobachtbar. Auch Mars ist nicht sichtbar, er geht kur; nach der Sonne unter. Jupiter taucht gegen Mitternacht aus dem Dunst des Horizonts. Saturn verschwindet anfangs um 22,5 Uhr, daun gegen 20,5 Uhr. Uranus stehl am 11. in Opposition zur Sonne. Nachts ist er nicht sicht­bar. Neptun erscheint erst nach Mitternacht.

Mond: Letztes Viertel: 4., Neumontz: 11., Erstes Viertel: 18., Vollmond: 26. Vorübergänge: 1. Alde­baran, 5. Pollux, 6. Jupiter, 7. Regulus, 17. Saturn, 28. Aldebaran.

Sonne: Uebergang am 24. in dar Tierkreiszeichen Skorpion. Diklination 1. gl. 2,7 Gr., 15. gl. 8 Gr., 31. gl. 3,7 Gr. Am 11. findet eine partielle Son­nenfinsternis statt. Leider ist sie nur in Südamerika sichtbar.

Als Iternschnuppenschwarm fallen In den Nächten vom 12. bis 30. die Geminiven. Der AusstrahlungS- ort liegt tief im NO.-Horizont. W. Strohmeier.

<s. O. A. und Metallindussrietarife

Wie uns der Gewcrkfchaftsbund der Angestellten (E.D.A.) mitteilt hat der V e r b a n d der M e t all- industriellen Kassels und benachbarter ^u- dustriebezirke die <8 e h a l t s t a f e l f ü r d i e A n ge­stellten zum 31. Oktober und den Man lei t a r if- v e r t r a g zum 31. Dezember d. I. g e k ü n d r g t. Dte

Der Zweheener Weg. Der Bürgersteig tm Zweh- rener Weg wird, wie auf ein Eingesandt tn denK. N 31. mitgeteilt wird, noch in diesem Herbst etnge» ebnet und mit Kohlenschlacke eingedeckt. Die vorhan­denen Löcher werden mit Kaltasphalt ausgefüllt. Im kommenden Frühjahr soll der Bürgersteig einen Asphaltüberzug erhalten.

Dt. Kolonialgefellschaft. Montag 18.30 Uhr tat HerkuleSbräu, Obere Königstr., zwanglose Zusainmen- kunft.

Neuer Domkapitular. Dor Bischof von Fulda hat den Domp räbendanten Anton Wohlgemuth zum Domkapitular ernannt. Der neue Domkapitular steht tm 44. Lebensjahr und ist in Hünfeld geboren,

Personalveränderunge« bei den Reichs-Diszipli- narvehörden. Wiederernannt wurde: das rtchternche Mitglied der Reichsdisziplinarkammer tn Kassel, Land­gerichtsrat Dr. Eisen mann in Kassel. An Stelle von ausscheidenden Mitgliedern neuernannt: Zum Präsidenten der ReichsdiszrpUnarkammer tn Kassel den bisherigen stellvertretenden Präsidenten Landgerichts« direktor und Amtsgerichtsrat Bachmann tn Kassel, zum stellvertretenden Präsidenten der Reichsdtfztplt- natfammer in Kassel das bisherige stellvertretende Mitglied Landgerichtsdirektor Uhlendorf in Kassel, zum stellvettretenden richterlichen Mitglied der Reichs- disziplinarkammer in Kassel, Amtsgerichtsrat Funk in Kassel.

Dte wirtschaftliche Bebent»«« »et Kaninchen,«cht.

..Kaninchenfleisch mutz Volksnabruna «erden', wat: Me Parole der Deutschen Kaninchenzüchter ,n der Borkriegözeit, aber nur roenia Einfluß bat diese Parole auf die deutsche Vevölkeruns aehabt. umiomebr zur Zett des Krieges 1914/18. Ta mutzte auch so mancher Se nschmecker die Güte des Ka­ninchenfleisches zu ichtztzen. Dte Erzeugntstt aus der D-ut. scheu Kaninchenzucht betrugen tm Sabre 1928 allein 50 Mill. Mark, «ine Dumme, die noch gesteigert werden könnte, wenn

Volkswobl Kassel. Unterneustadter Ktrchvtatz. Gastitütte Wilde» Wasser, eine Werbeveranstaltung statt, zu welcher Kreunde und Gönner der Kaninchenzucht herzlich etngeladeu sind. Der Gintritt ist unentgeltlich.

»eamten-iversonatrachrichten. (Aus dem Amtsblatt! Ernannt: ü«r Wus-umSauss«h«r y l«» « d.a r t b d«t dem Hessischen LandeSmuleum zum MuIeumS-Oberausseber Sn den R u b est a n d versetzt: Vizeprüsident des berpriisidiumS Boickart in Kassell U« 6c ttia 8 c« dem Studiendirektor Tipl.-Ang. Schonemann di« Lei­tung der diesigen Höheren Techm,Hen «taatslehranstalt für Hoch- und Tiefbau. -

Sei u ttübe nbS o n niag, 124. Oktober 1931

Kündigung^wird neben einer weiteren P^schleck)te- runq der Wirtschaftslage mit de» durch den Wah- rungswechf'el in den verschiedenen Landern geschaffe­nen neuen Verhältnissen begründet. .Ferner hat der Arbeitgeberverband für Oie Textilindustrie von Kassel und Umgegend e. V-. nachdem er die Gehalts­tag bereits zum 30. 9. gekündigt halte nunmehr auch den Manteltarif zum 31 ^ejember * 3- S-kurw gt

Nach Meinung des E.D.A. bezüglich der Kündigung der Metallindustrielleu g-ht die Begründung in bei­den Fällen fehl, da durch dte Senkung der Gehalts­sätze und durch das Kurzarbeitsabkommeu die einzel­nen Jndustrieunte rnehmungen ttne Ersparnis am Ge­haltskonto von 1518 Prozent verbuchen konnten. Das gleiche gilt für die Textilindustrie. Hier ist unter Vorsitz des stellvertretenden Schlichters eine freie Ver­einbarung abgeschlossen worden, die erne das uvltä>e Maß weit überschreitende Herabsetzung der Taris- gchälter mit sich brachte.

Wo ist Koch?

Die Polizei meldet: , ?

Am 25. 7. war der Invalide Heinrich Koch aus Hannover, Scheffelstraßel4, mit der Stütze R. aus Hannover nach Kassel gefahren, um sich die Um­gebung Kassels anzusehen. Die beiden fhegen ich einem Hotel in der Bahnhofstraße ab.

Am 28. 7. ist der Bräutigam der R.. der stellungs- lofe Fritz W.. aus Hannover nach Kassel nachgetom- men. und mit den beiden zusammengetroffen. Alle drei besuchten gemeinsam einige Lokale und gerieten gegen Abend in Streitigkeiten. Koch trennte sich dann von W. und der R. und übernachtete in einem anderen Hotel. Am nächsten Morgen haben dann W. und die R. den Koch zufällig auf der Straße wieder getroffen, und gemeinfam gegen mittag ein Lokal in der Wilhelmshöher Allee aufgefucht; dorr hat sich Koch entfernt, um Besorgungen zu erledigen. Er kehrte jedoch nicht, wie er versprochen hatte, ju den beiden zurück und wird seitdem vermißt.

Am 26. und 28. 7. soll Koch einige Bekannte irt Raffel besucht haben, deren Namen und Wohnungen sich bisher nicht haben ermitteln lassen. Im Inter­esse her weiteren Ermittelungen nach dem Verbleib des Koch werden die Personen, die Koch in der ge­nannten Zeit vielleicht besucht hat und dte sonst An- gaben über seinen Verbleib machen können, dringend gebeten, sich auf dem Polizeipräsidium Kassel, Zim­mer 80, zu melden.

' SB» M

brachten der Stur, des engt. P,und-Kuttes

Der Bewerberzugang. der wiederum aus sau allen ~.irt- fchasisgruvpen kommt, hat die gleiche Hohe nue im Monat Anguss Metalltndustrie, lertiUroeige. 'Srvtzüandel- llrvon und i'ebensmitteleinzelhandel haben In «rftcr time weitere ^°«u°Ä,auktr«ge bat «eaentiber dem Borinona- eine Steigerung erfäbren. Öertonat reurben P°rntäm.Iitb Vertoussvmonal. y

icr bessere Vermittlungser-