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Handel / Wirtschaft / Vörfe

Kasseler Neueste Nachrichten

Hess ische H andelszeitung

Donnerstag, 1. Oktober 1931

Der Druck auf die Preise

Das Konjunktur ins litui über die Preisbewegung

Heimische Wirtschaft

?ä»er genötigt, »rod tue Röhr«riM«ßerei

Kampagne im vorigen

Gesichertes Bausparen?

Ab 1. Oktober Reichsaufsicht über die Bausparkassen

Berliner Devisenkurse

30. September

In Reich «merk

6eln

Brief

.490

.420

nicht

14790

Waren und ihre Preise

Frankfurter Produktenmarkt

flau

225.00-227.50

8.75

Baumwolle 6,96 Dollar-

16.73

170.14

1320-134°

11.10

1170

bereits

die

gestellt.

16.34

1.89

58.68

82.370

3.047

37.91

99.90

!.58

1.16

14.Ö1Ö

1»

amt im Interesse der Fache bei der Zulassung streng genug verfahren.

Koggenkleie ....

Bremen, 30. September, cent» nominell lBortag 7,02).

69 25 59.25 2.51

2 48

97.04

82.51

82.51

C.21 3.74 16.40 16.40

5(192

16780

16.380

4.209 0.231

1.498

169.83

5.445

Verschärfte Devisenbestimmungen. Die Devisen­abzüge bei der Reichsbank haben in den letzten Ta­gen ziemlich stark zugenommen, was vor allem aus die Ablösung der Mariguthaben auf Grund des Stillhalteabkommens zurückzuführen ist. Um die De- visenansorderungen einer genauen Kontrolle zu un­terwerfen, will man eine entsprechende Verschärfung der Devisenbestimmungen vornehmen. Die Veröfsent- lichung der verschärften Bestimmungen steht in Kürze bevor.

Wie aus holländischen Finan,ereilen verlautet, ist von mehreren holländisch-'tr Banken eine ärgster? Geldsendung nach Sraukreich vorbereitet worden, die durch die in den Idtien Tag n eingetretene lei^tte Ad'ckwachunq t » Holländischen Guldens gegenüber dem frauBsi- >®en Oranten oerantast» ist.

80.00

67.50

59.01

2.49

2.46

96.66

82.19

RN

Berliner Geldsorten- und Notenkurse

35. September

Umbau des Sparkassenwesens

AnfchluH an die Reichsbank. / Besprechungen tat Re'chs- wirtschaftsministerium.

Wie wir erfahren, schweben zur Zeit Verhandlungen über eine grundlegende Aenderung in der Organisation de» deut­schen Svarkaffeuwefens. Es wird daran gedacht, daS Svit» zeninstitut der Sparkassen, die Deutsche Girozentrale, in engere Verbindung mit der Reichsbank ,u bringen und zugleich bas Svarkaffeuroesen einer st ä r k e reu Reichsaufsicht zu unterstellen. Die entsprechen­den Maßnahmen würden auf dem Wege der Notverordnung getroffen werden. Durch einen derartigen Umbau würde das Verhältnis der Sparkasten zu den Gemeinden lockerer werden, wodurch vorausstchilich die Frage der künftigen Haf­tung für die Svarkaffen aufgeworfen würde. Bon den Ge­meinden wird gefordert, daß bei Durchführung der er­wähnten Pläne das Reich sich au der Haftung für die Svar- kaffeu beteilige. Zu einem Abschluß sind die Besprechungen, die im Reichswirtschaftsministerium über das Projekt mit den beteiligten Stellen der Länder und Gemeinden geführt werden, noch nicht gediehen.

Die

Alt wc-

kxrausgegebenen Rechnungsabschlüsse und Geschästsberichte zu unterbreiten. Das Reichsaufsichtsamt hat alle diese Unterlagen sorgfältig zu prüfen und wird, wenn ste zu Beanstandungen keinen Anlatz bieten, die betreffenden Bausparkaffen »um Geschäftsbetrieb zulasten. Alle Bau- sparkaffen, welche diese Prüfung beim Reichsaufsichtsamt nicht bestehen, haben unverzüglich in Liquidation zu treten.

Bestimmte Vorschriften über die Geschästsvraris der Voufparkaffeu enthält das Gesetz dagegen nicht.

Das ist vielfach nicht mit Unrecht bedauert worden. Der Gesetzgeber glaubte ober mit Rücksicht auf die noch im Flutz befindliche Entwicklung des Bauiparkastenwesens in Deutschland von einer Schematisierung der Bewegung durch bürokratische Vorschriften absehen ,u müssen. Es versteht stch aber von selbst, daß stch aus der Genehmi- gungsvraris des Reichsaufsichtsamts heraus sehr bald ge­wisse allgemein gültige Richtlinien für die Einrichtung und die Arbeitsmethoden der Bausparkasten Herausbilden werden. Die Bausparkassen werden bald merken, datz nicht diejenigen Institute die größten Eha»- cen beim Reichsaus sichtsa mt haben, welche die raffinier­teste Reklame mit der ..Gemeinnützigkeit^, mit der Zins- lofigkeit des Baukapitals usro. zu machen verstehen, son­dern diejenigen, welche nach solidesten Grunsät- » e n geführt werden und in ihren Prospekten und nament­lich auch in ihren Bilanzen die klarsten und erschöpfend­sten Auskünfte zu geben pflegen.

Ein schwerer Mangel im Gesetz ist das gehlen jeder Borschristen über die Onalifikatian bei

Leiters einer Bausparkasse.

Gerade mit Rücksicht aus die Tatsache, datz zahlreiche Zusammenbrüche durch die Ignoranz und durch die Ge- wistenlosigkeit leitender Persönlichkeiten herbeigesührt wor­den sind, hätte eine Bestimmung über die Eigenschaften des Bausparkafsendirektors unbedingt im Gesetz mitaufge­nommen werden müssen. Es ist dringend zu wünschen, datz solche Bestimmungen aus dem heute nicht mehr un- gemöhnlichen Weg einer Notverordnung nachträglich noch erlösten werden. Zumindesten kann das Reichsaufsichts-

8K iföP 16.67

29. September 21000 - 213.00 185.00-187.00 157.10-172.00 14900-15600 135.00143 00 26.75-32.00

Bon den Bausparkassen standen in Deutschland bisher nur bte öffentlichen Bausparkassen unter Gtaatsaus- stcht. und zwar aus dem Grunde, weil diese den Spar­kassen augegliedert sind, welche der Aufsicht der einzel­nen Landesregierungen (in Preußen dem Ministerium des Innern) unterstehen. Dagegen waren alle privaten Bausparkassen bisher von jeder behördlichen Beaufsichti­gung frei. Jeder, der Lust hatte und das Zeug in stch fühlte, konnte eine Bausparkaste ins Leben rufen und die Spargelder der breiten Massen für seine rein private Gründung in Anspruch nehmen. Zahlreiche private Grün­dungen haben durch besonders rasche Beschaffung von billi­gem Baukavital zweifellos ebenso segensreich gewirkt wie durchweg die össentlichen Bausparkassen. Ungleich zahl­reicher sind aber die Fälle der S ch w i n d e l Unterneh­mungen auf dem Gebiet des privaten Bausparkafsen- wesens. und der D e v a h e i m - S k a n d a l hat die mit dem Bausparkassenwelen zusammenhängenden, von uns bereits vor mehreren Wochen geschilderten Gefahren der gesamten Oefsentlichkeit zur Genüge zum Bewußtsein ge­bracht. Der Fall Tevaheim ist gewissermatze» die letzte Mahnung an die Behörden gewesen, im Intereste der All­gemeinheit die Bausparkassen nicht länger ohne Aufslicht zu lasten und diese so schars wie nur irgend möglich zu handhaben.

Am 1. Oktober wird das Reichsgesetz, welches die vvi- naien Bausparkassen der Reichsaufsicht unterstellt, nun endlich in Straft treten. Bon diesem Tage ab brauchen alle privaten Bausparkaffen zum Geschäftsbetrieb die

Erlaubnis des Reicksaussichtsamts für Privatversicherung.

Alle diese Institute haben dem Aufsichtsamt ihre» ®e< schästsvlan einzureichen. In diesem Geschäftsplan müssen Angaben über den Zweck der Bausparkasse. über den Bezirk des Geschäftsbetriebes, der Gesellschaftsoertrag, die allgemeinen Spar- und Darlehnsbedingungen, beson­ders aber auch Berechnungen, durch welche der Nachweis von der Erfüllbarkeit der Angaben über die Wartezeiten geführt wird, enthalten sein. Außerdem sind dem Reichsaufsichtsamt alle durch die Bausparkaffen zur Aus­gabe gelangenden Drucksachen, snsbesondere die Werbe­schriften, sowie alle seit dem Bestehen der Baulparkaffe

1 Pap.-Peso

1 Can. Doll.

I Yen . .

I ägypt. Pfd. . 1turk Pld

1 Pfd. Sterl. , 1 Dollar . .

1 Milreis . . , 1 Gold Pes. .

100 Gulden

100 Drachmen

100 Belga . .

100 Lei . .

100 Peng» . >

100 Gulden >

100 fluni. M. < 100 Lire . .

100 Dinar . >

100 Litas . .

100 Kr. . .

100 Eskudo

100 Kr. . . .

100 Pro. . .

100 Kr. . . >

100 1*1. Kr. , 100 Latte . . 10Ö Frc. . . .

100 Lewa <

100 Peseten

100 Kr. .

100 estn. Kr. .

100 Schill. .

81.99

7.455

Die Wahrung Dänemarks, die eben erst von der Goldwährung losgelöst worden ist, steht heute um 1< Prozent unter dem normalen Stand.

Sovereign es . . .

20 Francs-Stücke . . . . Gold-Dollars Amerika». 1000-5 $ .

do. 2 u. 1 $ .

Argentinische . . . . .

Brasilianische . . . . .

Canadische Englische große .

do. 1 Pfd. Sterl. u. darunter . Türkische Belgische ..... Bulgarische ..... Dänische .....

Danziger .....

Estnische Finnische ..... Frauzosiche . ... .

Holländische . ... .

Italienische große . . . .

do. 100 Lire und darunter . Jugoslawische .

Norwegische Oesterreichische große

do. 100 Schill, und darunter . Rumänische 1000 u. neue 500 Lei

do. unter 500 Lei . Schwedische .

Schweizer große .

do. 100 Frs. und darunter . Spanische Tschechoslow. 5000 K

do. 1000 Kr. und darunter . Ungarische

Weizen, märk. ab Station Roggen, märk. ab Station Braugerste . .

Futtergerste Haler, märk ab Station . Weizenmehl .....

lioggenmehi ..... Weizenkleie ..... Roggenkleie ..... Viktoriaerbsen Kleine Speiseerbsen . » Futtererbsen . . . Peluschken ..... Ackerbohnen ..... Wicken . ..... Lupinen blaue . ... » ., gelbe < . . . .

Seradella. neue .eiukucheu. Basis 37% . . lirdnußkueben 50% . .

Erdnußkuchenmehl 50% . Trockeuschnitzel . . Extr. Sojasehrot 40%

ab Hamburg.....

ab Stettin .....

Kartoftelflocken

1320-13.40

16^20^6 30 ftif

30. September

208.00-21100 183.00-18500 157.00-172 00 149 00-156 00 133.00 141.00 2675-32 00 25.10-28 75 10.50-10 75

9 25-9 50

2000 -27 00

Die Stillegung des ^ffaagonbau der Pinie» H,smatttt.Bus»«erke AG ,um l. Oktober d. As. ist unvermeidlich gewordeu. da sich bk Beschäftig»»« nicht gebessert bat.

Verbilligte Sartoffelabgabe a» Erwerbslose. Die im Retchsmimsteriurn für Ernährung und Landwirtschaft gc-

In Kürzet

I» Berlin haben Verhandlungen von Vertretern der » us laudsweizen vermahlende» Mühlen stattgefunden in deren Verlaus eine grundsätzliche »int» «uufl zustande kam. daß eine besondere Gesellschaft zur au-tenmäßigen Verteilung der von der Dentscken Geirei- dovaudelsgeiellichaft erworbenen 200 000 Tonnen USA. Weizen gegründet werden soll.

Buenos Aires . Canada. . . . Japan .... Kairo .... Konstantinopel London . . . Neuyork . . Rio de Janeiro. Uruguay . .

Amsterdam Athen .... Brüssel . Bukarest ... Budapest . Danzig .... Helsingfon. , Italien . .

Jugoslawien Kaunas (Kowno) Kopenhagen Liisabon-u porto Oslo .... Parte ....

Prag ....

Reykjavik . - Riga ....

Schweiz ...

Sofia ....

Spanien .... Stookh.-Gothenb.

Tallinn (Estl.) . Wien . . .

Tendenz

Weizen (Hessen u. Prov. Hessen-Nassau unu Unterfranken), Durchschnittsquali­tät, hl. Gewicht v. 74 Kg. gut, gesund und trocken........

Roggen (Hessen, Prov. Hessen-Nassau u. Untertrank.) Durchschn.-Qual.. hl. Ge­wicht v. 7071 kg. gut, gesund u. trock.

Wintergerste, neue Ernte . . .

Hafer inl. . ,

Hafer ausl <

Weizenmehl, südd Spez. 0 . . . .

Weizenmehl, niederrhein. Spez. 0

Roggenmehl. 60 Prozent Ausmahlung

Weizenkleie

Berliner Produktenbörse

Heutiger Frühverlehr stetig.

Berlin. 1. Oktober Marktlage für JnlanSbrotgetreid« stetig Das Angebot tst gering, die Nachfrage jedoch weiter zurückhaltend Dte Lieferungspreife Höri man gegenüber gestern abend um ca. 1 Mark erholt. Effektiv« Ware liegt bet besserer Nachfrage gleichfalls stetiger.

Amtliche Notierungen vom Vortag

Stillegung Bet bett Vttberus fche» Eifeumerken. Buderus'schen Eisenwerke sehen sich infolge Mangels Auftrage» und Uebernillung der Läger genötigt, zwei fentltche Betriebszweig«, und zwar dte Röhreiigteßerei und das Z«rnentwerk. am 91. Oktober stillzulegen. Bon Oer Rtaßnähme werden etwa 400 Arbeiter betroffen.

Viehmarkte

Frankfurter Viehmarkt vom 1. Oktober. Der Austrieb des heutigen Ncbeumarktes bestand aus 107 Rindern. 904 galbspt. 486 Schafen, Schweinen. B-rglichcn mit dem Autirteb des Nebentnarkles der vergangenen Woche waren

Rinder weniger, 72 Schweine weniger. 200 Kalber mehr. 186 Schafe mehr angctrieben. Preise.- Kälber: a). b) 4851, c) 4347, d) 3512; Schafe: a) 3337. bi 2532; sd)meine: ai, bl öS58. r) 5457. b) 5256, «) 4853. Markiverlaus; Kalber und schaf« langsam; Schweine ruhig.

Sttfelntetfi i» Biedenkopf. Ter Markt brachte 5B0 Ferkel aus. Die Preil« waren im allgemeinen gedrückt. Es wurden bezahlt für 4 Wochen alte Ferkel 5 Ult. 56 Wochen alte 812 Mk.. und darüber 1215 Mf.

Pferdemarkt in Gieße»., Gestern fand in Gießen Pfcrde- markt statt, der mit 179 Pferden und 22 Fohlen beschickt war. Unter dem Druck der allgemeinen Wirttchastsnott hatte auch der Geschäftsgang kehr zu leiden. Für gute Tiere wurde» 1100 bis 1200 RM bezahlt, für Pferde mittlerer Dualität wurden 800RN-, für leichtere Pferde 500 bis 600 RM erzielt. Fonlen kosteten 200300 RM. Der Umsatz war in Anbetracht der ganze» Verhältuiffe nicht allzu groß

dte Kampagne tm vorigen Fahre mit einem Brennkontin- octtt von "ur 50 Prozent eröffnet werden mutzte. Bei voller Ausnutzung dieses Jahresbrennrechtes ist ein Kartoffelver­brauch durch dte landwirtschaftlichen Brennereien in Höbe von etwa 2 Mill. Tonnen zu erwarten. Unter Berücksichti­gung der Tatsache, daß gewöhnlich nur etwa 1213 Mill sonnen Kartoffeln, d. b. noch nicht einmal ein Drittel einer Nocuialernte, marktmäßig bewegt werden und somit für die Kartonelvreisgesialtunq maßgebend sind, kann angenom­men werden, daß die günstigeren Verweriungsmöglichkeiten bezw. der angestrebte Mehrverbrauch, eine sühlbare Ent­lastung des Kartoffelmarktes zeitigen werden.

Ausländische Devisenkurse.

Lottvon, 30. September. Neuyork 38714, Montreal 449La, Amsierdanl 965, Baris 9837, Brüste! 2755, Junten 7675, Berlin 1650. Schweiz 4300, Spanien. Kopenhagen 1800, Stockholm 1712-4, CSIo 18Ö0.

Pari», 30. September. London 9825. Neuyork 2539, Belgien 355. Spanien 228%, Italien 128'-, Schwei, 497, Kopenhagen.565. Holland 1020%. Oslo 560, Stockholm 568.

Amsterdam, SO. September. Berlin 5815, London 964. Network 248,63, Paris 980. Belgien 3465. Schwei, 4875, Madrid 22oO, Oslo 5500, Rosenhagen 5500. Stockholm 5700, Wien 34'0. Privatbiskoniiatz">*.3

Zürich, 30 September. Paris 2010. London 2000. Neu. uork 510 Belgien 7120, Italien 2500, Spanien 4600. Hol­land 204.60. Berlin 120, Sten 7167250, Stockholm 115, O-lo N0 Kopenhagen 11J. Sofia 370, Prag 1513, Warschau 5735. Buda»«» 9002)4, Belgrad 903. Athen 660, Buenos- Aires 12854, Japan 251, Monatsgeld 250.

pslogenen Verhandlungen über die Verbilligung von 9ar» Unfein für Unterstützungsempfänger sind zum Abschluß ge­bracht worden. Danach haben sich der Kartoffelgroß- und Kleinhandel bereit erklärt, vom November d. 3. ab biS aus weiteres Eßkartoffeln an Unterstützungsemmanger (Er­werbslose, Krisen- und Wohlfahrtsunterstützungsempfänger) in Berlin zu einem wesentlich verbilligten Preise abzugeben. Bei d--m gegenwärtigen Preisstand der Sv->isekcttofs-ln ist daraufhin mit einer Verbilligung nm annähernd 1 RM je Zentner zu rechnen.

Tic Lebenshaltungskosten im September

, Die Reichstn d e r 11 f f e r für die "eben-t-rltuv >s- kosten (Ernährung. Wohnung. Heizung, Beleuchtung. Be- tieiuuttg uno.Sonstigri Beo»-, t oeiäutt nm uam oea tteJungen des Ltattstnchen Reichsamtes für den Durch- f*itrit deg :l'ionatc\ s:e»lember auf 134.0 gegenüber 134.6 tm Bormonat; der Rückgang beträgt somit 0.7 Prozent. An dem Rückgang sind hauptsächlich dte Bedarfsgruppen Er­nährung und Bekleid u na beteiligt. Es sind zurück- gegangen Sre Jnderziffern für Ernährung um 1.0 Prozent am 124.9 für Bekleidung um 1.2 Prozent auf 135.8. für ..sonstigen Bedarf" um 0,4 auf 183,2. Die Indexziffer für Setzung und Beleuchtung ist um 0,9 Prozent auf 147,4 ge- fttegen. bte Indexziffer für Wohnung Hai sich nicht geändert. In der ,indexztiter für Ernährung sind weitere Preisrück­gänge ha»vts->chl''h für Kartoffeln n»d e m ü f < eetreten, die durch Preiserhöhungen für Fleisch und Kleisch- waren towie für Sier nur zum Leit ausgeglichen wurden. Die Erhöhung der Ausgaben für Setzung hängt mit dem wetteren Abbau der Sommerrabatte zusammen.

, .Die wäbruttgspolitisch«» Ereignisse tm Ausland st<li. «i- das »onjuukturinstiint in feinem

91a6ett.®are»lttälIte noch nickt Pretstchwankungen an de» Rohltots- ia der vergangene» Woche tm ganze» -ls tn bet letzte» Zeit vor Ei»stell,tug der engl chen G-ldzahlungen. Dte dentschen Vre - habe», wie die GroKhaudelsinderziffer zeigt. Rückgang »ngesghr tm gleiche» Tempo wie fortgesetzt.

Seit Mitte August ist die Gesamtindexziffer der Großhan­delspreise von HOL auf 108,3 gesunken (1913 = 100); sie tst gegenwärtig niedriger denn je seit 1924. Dabet hot sich jedoch der Preisrückgang aus Teilgebieten erheblich langsamer durchgesetzt, als man vielfach ermattet hatte. In­des ist anzunehmen, daß die Anvaffung der Preise an die veränderte Kreditlage noch nicht überall abgeschlossen ist, zu­mal die Auswirkungen der Kreditkrise aus die Betriebsmit­tel der Unternehmungen noch nicht in vollem Umfang in Erscheinung getreten sind. Andererseits hat die Tatsache, datz sich der Preisdruck nicht ruckartig, sondern nur allmäh­lich durchsetzt, sowohl für die Schuldner als auch für die Gläubiger gewisse Vorteile: Zweifellos sind vorerst zahlreiche Zusammenbrüche vermieden worden, die bei einer plötzlichen Entwertung der Warenvorräte kaum zu umgehe» gewesen wären.

Di« einzelnen Märkte.

Die Jndexzifser der reaaiblen Warenpreise, yje von «nfana 3uni bis Mitte Juli von 66,0 aus 70,8 11913 100) gestiegen war, trt seitdem wieder auf 56,9 ge- innkeu. Dte Prette der übrigen industriellen Rohstoffe und Halbntareu haben sich dte,em neuerlichen Rückgang bislang »ur zum Teil angeichloffe». Am weniasten sind di« ver- ban d 11 ch ger « g e lten Preise gesunken. Dabei ist freilich zu berücksichtigen:

... '- Tie geregelten Preise sind in ifir-r Gesamtheit beim lefcten Äonjunkturanstleg Verhältnismätzi- wenig gestiegen. E haben aegenwarrig oen tienten siauo oes oautc» ibzti ^^breffioii.l tm Durchichnttt um 5,5 v. H. unter!chrttten.

,3; 9tt zahlreichen Fallen scheinen die ossiziellen Berbands- pretie tm Konkurrenzkamvk unterboten zu werden, was sich tedoch tm einzelnen der zahlenmäßigen Erfaffnng entzieht.

An den Märkten der industriellen Fertigwaren sind die Listenpreise der Produktionsmittel, deren Rohstoffe überwie­gend pretsgebunden sind und für die z. T. dos gleiche rote tut dte gebundenen Rohstoffvreise gilt, in den letzten Mona- t,en ebentalls nur wentg zurückgegangen. Die Preise der Kon, nm guter ISausrai und Klctduna), die zum gro- Pa.Ze'l aus auslandticheu Rohstoffen mrt börsenmäßtger Preislitldung heraesiellt werden, und dagegen beschleunigt geiunfen. Die Preise der l a it d w i r t, ch a < i l i ch e n f,e -fin6 M ganzen gleichfalls gefüllten (da- faiwitmatzige Preisrückgänge für Kartoffeln urtb satfonbedtrigte Preiserhöhungen für Bi eh und Bieh- erzeugntsie in der Indexz,fier ,»m Teil ausgeglichen). Die Getrelü^reiie.sind foaar im Gegensatz tu der Bewegung an den Aitslandsborfen in den letzten Wochen etwas ge- stlegeu. Hierzu durfte u. a. die Bereitstellung verbilligter Kredite für di« Landwirt,chaft beigetragen haben.

Gefamtauanium von ca. 250 000 Tonnen Flocken vorgesehen lein. Die Finanzierung der Proüuktipn und zeitweiien La- gerung tst noch nicht apfchließend geregelt, kann jedoch als S^ten. 4-«r Absatz oer Kartotselslocken wird ntckt mehr durch die Deuttche Getreide-Sandelsgesellschaft vorge- nommen werden, ,andern voraussichtlich durch die Kartofsel- tlockeu-Zentrale. Dte Verwertung der Kartosfelflocken wird wiederum durch Verkopplung mit einer Zollverbilligung für uuttergerite erleichtert werden. Durch Einführung des Bei- mitchiingszwanges für Kartofselstärkemehl glaubt man einen K a r t o f s« l m e h r v e r br a u ch von 6700 000 Tonnen erreichen zu können die Kattoffelflocken-Aktion dürfte wie- derum die Verwendung von 1,25 bis 1,50 Mill. Tonnen Kartoffeln sicher,tellen.

Die Erhöhung des Spirit us-Beimifchungs- zwangs ,» Treibstoffen auf 6 Prozent ermöglichte die gestietzung des Zahresbrennrechtes auf 70 Prozent, während

Berlin, 30. September. Elektro lytkupser 69,75 RM für 100 Kilogramm (Vortag 69.75).

Vom Futemarkt. stach dem Wochenbericht der Jnter- effengemeinschaft Deutscher Z ute-industrieller G. m. b. H.. Berkin, lag am Robiutemarkt Ealcntta fester und London sehr fest bei guten Umsätze». Firns kost«»: Sept. Oki. Berfchifsung L. 19,15/ je ton, Okt./Nov. Benckiffung L. 19,15/ je ton. Der Fabrikaiemarkt in Dundee zeigte leödaftes «eidinit bei steigender Tendenz. Am Markt war das Geschäft in Garnen im allgemeinen ruhig. Dagegen konnten in Ge.veocn und Säcken größere Umiab« zur Lie­ferung in den nächsten Wochen erzielt werden.

Das Kartoffelprogramm

Die Maßnahmen zur Erleichterung des Kartosfel- absatzes.

Rahmen des Winterprogramms der Reichsregierung werden, nne WTB-Handelsdienst erfährt, verschiedene Matz- nahmen zur Forderung der g e ro c r b I i rb e it .« a r t o s - e I u e r ro c r i a ng getrosten werdeir. Es handelt sich s"?» um eine Beroichnuna. welch- die Beimischnna van Kartoffelstärke zu Weizenmehl vorsieht und ferner um die üies,aa-,ge Gestaltung Ovt Karko,,eitiocken-Artion.

Tie Seimen g u n g o o n Kartoffelmehl soll nbnttd) geregelt werden rote die Verwendung von Fnlands- weizen durch das Bermahlungszivangsgefetz. doch fpll der Ä s c ^iv Kartoffelstärke nicht wie ursprünglich gefordert bei den Mühlen, tonbern tn vollem Einverständnis mit den beteiligten Gewerbezweigen bei der Herstellung von B a ck - c au6 ESeizenmehl erfolgen. Der Berwendungs - durfte maximal über 5 Prozent nicht hinansaehen. wooei es den Backern fretge,teilt fein wird, das auf ihre ^,i.'M^si'^°rheitung entfallende Ouantum von Kartof- h.. eeÖInnerbaIb gewisser größerer Zeitspannen in beliebigem Mischungsverhalinis zu verwenden, lieber die bisherigen Bestimmungen des Lebensmittelgesetzes hinaus- Sehnde Verfügungen tollen in der neuen Verordnung nick rn' äh S. Setgronren von der Beimischung freibleiben könnten. Die PreiSverhältniffe zwischen Weizen- und Kartofselstärkemehl gestatten im übrigen durch die Bei­mengung eine V e r b ! l I i g u u g des W e i z e n g « b ä k- V den Bereits erfolgten Backversuchen wird die

»-.stolitat des Gebäcks durch bte Beimischung nicht beein­trächtigt.

ttm die Aufnahmefähigkeit der Kartoffel-Trock- u ft t i e zu erhöben, ist in diesem Jahre eine ?nbiV r'.ucV ft,t" n»ie im Vorjahre für den Absatz bet Kar- toifelHodeu vorgeiehc». Wie verlautet, soll wiederum ein

6n«t

20.46

Haubelsrecktliche Liefernngsgeickäft« en der Berliner vrobttttenboric vom 30. September. Weizen: September 'L--236,50 Okt. 223,50223,25, Dez. 226 B.: Roggen: ®epi. 198, Okt. 194,50194, Dez. 195.a019a B.: Hafer: z-evi. 1452)0. Okt. 144,50. teä. 147.

®«liner amtliche Sttttettt»tler»n»ett zwischen Erzeuger «ttb Grotzhaudel vom 1. Oktober. 1. L-ual. 118, z. Oual. l,0o, abiallende Onalilät 0.91. Tendenz: sehr ruhig.

Berliner Btttterberickt vom 30. Septemver. a,eutfchc Butter war in den letzten Tage» schwer abtetzbar. Wenn auch die deutsche Produktion weiter klein blieb, so mußten die hiesigen Notierungen den Auslandspreisen angevaßi werben. Es war aus biefem Grunb« die gestern eingetre­tene Ermäßigung von 8 Prozent für alle Oualiiäten nidu »u vermeiden, gnfolae des Rückganges der schwedifchen Krone wird auch in Malmö eine Notierungserhöhung er­wartet. Tie Nachfrage ist säst schwächer geworden. Die Verkaufspreise des Großhandels skird heute: Zn- landsbiitter la. Qual, in Ztr.-T. 136140 RM. Fnlands- butter 2. Qual. 123125, Auslandsbutter dänische 144147. Kleinere Packungen entsprechender Aufschlag.

Magdeburger Zuckeruotieruttgett vom 30. September. Gemahl. Mehlis prompt per 10 Tage 31,50. Tendenz, stetig.

Geld

20.38 16.16 4.185

4.20

Tie Zahl >"er Arbeitskafeu iu England be­trug am 21. September 2 811 615, was eine Zunahme um 22 585 gegenüber der Vorwoche bedeutet.

Tie Sermaun r » » k e r - A - G . i4 r « n f f n r t a/M. weist für das Geickäftsj-Hr 1936 »ach 2 555 58« RM Abschreibungen einen Gesamtverlust von 4 845 586 RM aus. Zu dessen Deckung wird eine üavitM^rae,etzuug auf 3 MUl. NM. durch Eiuzichuua non j Mill. RM. Aktien nnb Znfammelllegnng der restlichen Aktie» rm Verhältnis vo» 5:3 vorgefchlage».

Heutiger Börsenbeginn

Roch fein Geschäft / Reue Banktnsolvenzen.

. Berlin. 1. Oktober. Im heutigen Bormittagsverkebr konnte sich vorläufig »och kein Geschäft entwickeln. Man nannte aber bereits Kurse, die sich etwa auf gestriger Basis bewegten. Einerseits teilt es an Anregungen, ande­rerseits hielt die Unsicherheit betr. neuer zu erwartender Zahlungsschwierigkeiten an. Es kriselt letzten Endes über­all. und so sah iich auch heute wieder eine klein« amerika­nisch« Bank und di« Deutsche Bolksbank tn Bremen ge­zwungen, ihre Schalter zu schließen. Man nannte bisherig« Kurse: Farben 93k494, AEG. 4041, Siemen. 1025 b,s 103^ und Salzdetfurth 13234. 8vroze»tige Pfandbriefe werden zu 808154 Prozent genannt. Am Devisen­markt hörte man: LondonParis 99VI, LondonMai­land 7754, LondonSpanien 4354, LondonSchweiz 2054. LondonAmsterdam 954, LondonKabel 3Ü4.

Die. am 1. Oktober fällige» Zinse» ans ... denlicke» Auslaudsanleihen sind bereits durchweg bezahlt. Die Reichsbank hat die für diese Zwecke erforderliche» Devisesbeträge glatt zur Verfüg»»»

Stadtiiche Werke, Eschwege. Der Gesamtertrag des Elektrizitätswerks nt lft>0 gegen uoer dem Bor- lähr um 31 500 RM. gestiegen. Der Stromabsav Hai sich von 2 899 664 auf 3 016 2215 Kilowattstunden erhöht. Der G a s a b s a tz Hai infolge der schlechten wiriichafilichen Lag« eine leicht« rüdtottfige Entwicklung aufzuweifen. Ter Gewinn stellt« sich aus 1352 RDL. der zur iDiinberung des Verlustvortrages von 11000 RM. verwendet wurde. Wie beim Gaswerk, fo hat auch beim S a ff« t ro e r £ das Rohrnetz erweitert wenden müffen. Die Bilanz der Betriebsverwaltung als Dachgesellschaft der städtischen Werke weist gegenüber her Siadtkaff« ein« Stei­gerung der Verpflichtungen auf 340 000 RM. aus. In 6en nächsten Fahren ist jedoch mit einem Kapitalrückstutz au bi« Stadt zu rechnen, da die durch die Erweiterung der Werke entstandenen Betriebsfchulden an Lieferungen fast rostlos abgedeckt sind und größere Bauten in den nächsten Jahren nicht notwendig werden.

Die Firma Reeb-Dilleuburg hat den bei Marienberg gelegen«» Bruch an die Westenvaldbrüche nerfautt Wirt­schaftliche Gründe sollen bet dem Berkans maßgebend ge­wesen fein.

Die Lage der Hanauer WirischgfL Die Pfundkrise und die Abkehr einer ganzen Reibe europäischer Länder von dem Goldstandard hat die auf Export eingestellte Hanauer Auweleninduttrie nicm uuetycuum uetruite». »ne Aussichten im Inland sind für dieses Fahr fo gut wie er­ledigt. Nun kommt der Ausfall von England und einer Reihe anderer Länder hinzu, deren Fehlen sich jetzt bei dem Weihnachtsgeschäft sehr störend bemerkbar machen wird. Auch in anderen Industriezweigen wird stark über den Grad der Befchäktigung geklagt. Vor allen Dingen liegt die Z i c- getinbuftxie völlig darnieder. Es sind verschiedene Zahlungseinstellungen erfolgt, und auch das Zentralin- ft i t u t der Ziegeleibesider rund um Sana» mit einer Jah­resproduktion von 40 Millionen Steinen hat sich zur Ein­stellung feiner Zahlungen genötigt gesehen. Im Zusam­menhang mit der schwierigen Lage in der TabakinduSrie sind die Auftragseingänge bei der Holz- und Aickeliorm- inbustrie sehr mäßig. Das gleiche gilt für die Ehrowogra- phifche Branche und eine Reihe von Nebenindnstrien.

Neues Kottkttrsv«rfabreu: Georg Gumblein in Gie­ßen. K.-B. R.-A. Dr. Satz. Anmeldefrist bis 10. 10.

Aufgehobene Kouknrsoersabreu: Kaufmann Heinrich Heinemann in Kaffel, Ehefrau Amalie Barthel iu Kaffel.

81.480 82.530

3799 100.10 W