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Hessische Abendzeitung

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Neueste Nachrichten

Nummer 223*

Mittwoch, 23 September 1931

21 Jahrgang

Noch keine Entspannung im fernen Osten

Extratour der japanischen Generäle? / Russische Interessen gefährdet / Oie Wiedereröffnung der Londoner Börse / Notverordnung erst nächste Woche

Amerikanisches Fazit

Von Or. Paul Rohrbach

Japanischer Vormarsch auf Eharbin

Eigener Drahkbericht.

London, 23. September.

Neber die Lage in der Mandschurei veröffentlicht T ly Telegraph" mehrere Meldungen seiner Korre­spondenten im fernen Osten. Ei« Bericht aus Tokio besagt, Japan halte jetzt die strategischen Punkte in der Mandschurei völlig unter feiner Kontrolle. Die japanische Regierung habe sich vor der vollendeten Tatsache gebeugt, vor die sie durch ihre militärischen Befehlshaber gestellt worden sei. Daß diese die Na­tion hinter sich haben, stehe außer Zweifel. Die Re­gierung habe zwar gestern versichert, daß die japani­schen Truppen nicht über Tschangtfchun hinaus nach Norden vorrücken würden; aber die 4000 in Chardin lebenden Japaner seien in ernster Gefahr, und im Notfälle würden die Japaner zweifellos in die russische Interessensphäre ein­dringen. Eine Besetzung von Charbin würde die russische Eisenbahnverwaltung mit der Mandschurei abschneiden.

Der Korrespondent desDaily Telegraph" in M u k d e n meldet, die japanischen Militärbehörden träfen Vorbereitungen zur völligen Besetzung der Mandschurei einschließlich ver chinesisck>en Eisenbahnen und Häfen. Die ausländisckien Banken in Mukden hätten bis auf weiteres geschloffen.

*

Diese Kombinationen über die Pläne Japans werden durch eine Meldung des Schanghaier Bericht­erstatters desPetit Paristen" bestätigt. Auch dieser stellt die baldige Besetzung Chardins durch die Japaner in Aussicht. Die chinesische Be­völkerung von Chardin sei gegen die Japaner sehr aufgebracht und habe gestern Bomben gegen das japanische Konsulat, die Koreanische Bank, das Ge­bäude einer japanischen Zeitung und einer japani­schen Gesellschaft geschleudert. Opfer seien nicht zu beklagen. Die Menge habe auch japanische Läden mit Steinen beworfeit.

Der japanische Konsul in Charbin habe dem Kom­mandierenden der japanischen Armee um Hilfe ge­beten, unter Hinweis daraus, daß die in Chardin lebenden 4000 Japaner sich in Gefahr befänden. Der Kommandierende General habe die verfügbaren Truppen der zweiten japanischen Division angewie­sen, sich für den Abtransport nach Charbin bereit zu machen. Man berichte sogar, daß er den Abmarsch­befehl erteilt habe, obwohl die Regierung von Tokio zögere.

Oie japanische Lesart

London, 23. September.

Times" meldet aus Tokio: Gestern abend einge- troffenen Pressetelegrammen zufolge, sind japanische Truppen nach Charbin unterwegs. Abgesehen von diesen Vormärschen, sind im besetzten Gebiet noch kleinere Scharmützel, aber keine größeren militärischen Vorgänge von Bedeutung zu verzeichnen. Gegenwär­tig hat Japan 14 000 Mann in der Mandschurei, da­von 3900, die in den letzten Tagen von Korea dorthin gesandt wurden. Vertragsgemäß wird Japan 15 000 Soldaten in der Mandschurei zum Schutze der südmandschurischen Eisenbahn haben. Solange diese Zahl nicht überschritten wird, entsteht nach japani­scher Auffassung keine internationale Frage.

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Auf Grund der vorliegenden Meldungen kann man sich des Eindrucks nichi erwehren, daß die japanischen Generäle in Mukden Politik auf eigene Faust machen. Auch die nachstehende Meldung aus Washington scheint das zu bestätigen:

Der japanische Botschafter Debuchi hatte eine län­gere Unterreduna mit Staatssekretär Stimson über die Lage in der Mandschurei. Er erklärte, daß Japan die Mandschurei als integralen Teil Chinas anerkenne. Die japanische Regierung bemühe sich, die Zwischen­fälle möglichst zu lokalisieren. Es handele sich um be­dauerliche Zusammenstöße der Truppen, nicht aber um eine von der japanischen Regierung angeordnete militärische Aktion.

Oder sollte es sich bei diesem Herumreden um die Schuldfrage nur um ein gut einstudiertes Spiel handeln?

Nicht die Ruhe verlieren!

Englische Blätter zur Börseneröffnung.

London, 23. September.

Die Londoner Blätter zeigen über die jüngsten Er- eigniffe auf dem Gebiete Der englischen Finanz- uird Währungswirtschaft nach wie vor völlige Ruhe und tun ihr Bestes, um dieses Gefühl auch im Publikum aufrecht zu erhalten. Sie weisen darauf hin, daß die heutige Eröffnung der Fondsbörse den besten Beweis für das unerschütterliche Vertrauen lie­fere, das in die finanzielle Zukunft des Landes ge- fctet ivcrbc

Financial Times' sagt, die Aussichten über die Haltung des englischen Publikums am heutigen Tage

seien nicht ungünstig, es müffe aber damit gerechnet werden, daß ausländische Inhaber britischer Staats­papiere zu Realisierungen schreiten würden, nachdem den Papieren die Goldunterlage entzogen worden sei. Das Blatt hebt ferner in einem Leitartikel hervor, die Folgen des Beschluffes der Börsenerössnung wür­den sich sehr schwer abschätzen lassen; man müsse sich darauf gefaßt machen, daß heute auchin ganz si­cheren Staaten Kursverminderungen eintreten können.

,Times" warnt die Inhaber britischer Staatsan­leihen vor derT o r h e i i', ihren Besitz nur aus dem Grunde zu veräußern, weil das Land die kostspielige und wirkungslose Politik aufgegeben habe, das Pfund Sterling durch Ausnahme neuer Anleihen über seinem natürlichen Niveau zu halten. Das, Blatt erinnert an Frankreich, dessen Kredit sich nach Eintritt der Entwertung des Francs und nach Ausgleich sei­nes Budgets ständig gebessert habe.

Hoover und Laval

London, 23. September.

Der diplomatische Korrespondent desDaily Tele­graph' erfährt, daß die Einladung Hoovers an Laval zu einem Besuche in Washington durch die englische Krise beschleunigt worden wäre. An­fänglich habe der Präsident mit dem französischen Ministerpräsidenten die Möglichkeit besprechen wollen, eine Einigung in der Abrüstungssrage noch vor dem Zusammentritt der Abrüstungskonferenz herbeizufüh­ren. Jetzt könne man aber annehmen, daß sich die Besprechung in erster Linie um Finanzfragen drehen würde. Weiter würde es natürlich möglich sein, daß man einen Zusammenhang zwischen diesen und der Abrüstung entdecke.

th. Berlin, 23. September.

Das Programm sürden Besuch der fran­zösischen Minister in Berlin ist jetzt endgültig vereinbart worden. Die beiden französischen Staats­männer werden von ihren Mitarbeitern begleitet sein. Als Begleiter des Ministerprästdenten Laval werden fein Bürochef und ein anderer höherer Beamter des Ministerpräsidiums mit nach Berlin kommen, wäh­rend Briand von Unterstaatssekretär Berthelot und zwei weiteren Beamten des französischen Auswär­tigen Amtes begleitet ist Da auch der neue fran­zösische Botschafter Poncet zu den politischen Unter­haltungen hinzugezogen wird, umfaßt die franzö­sische Delegation acht Mitglieder.

Die französischer. Minister werden am Sonntag früh in Berlin eintreffen, mittags findet ein Früh­stück im Außenministerium und abends ein Empfang beim Reichskanzler statt. Am Montag nachmittag wird die deutsche und die internationale Presse emp­fangen. am Abend ist ein Empfang in der franzö­sischen Botschaft und am Dienstag vormittag erfolgt die Abreise nach Paris.

Das Thema der Besprechungen werden neben dem grundsätzlichen Problem der deutsch französi­schen Zusammenarbeit auf breite Sicht vor allem die Wirtschaftsfragen fein, die ttfrä) die letzte Phase der Weltwirtschaftskrise und der deutschen Krise aufgeworfen sind.

Es wird sich darum handeln, zunächst einmal die Atmosphäre zu schassen, in Der besonders die Finanz­fragen gelöst werden fallen, soweit sie mit der inter­nationalen Politik Zusammenhängen. Das trifft in erster Linie auf den Diskontkredit, den die in­ternationalen Banken der Reichsbank zur Verfügung gestellt hatten und der im November abläuft, zu. Weiterhin auf die Umwandlung der noch in Deutsch­land befindlichen kurzfristigen ausländi­schen Kredite, die zwar bis Mitte März durch das Stillhalteabkommen gesichert sind, bis dahin aber durch langfristige Kredite ersetzt werden müssen. Fer­ner werden in den Besprechungen alle Fragen, die mit Der engli; chen Krise Zusammenhängen, er­örtert werden muffen. Schließlich wird auch zur Sprache kommen, ob in diesem Winter eine große Gold- und Reparativ ns konferenz möglich ist, bei der die Regelung der Reparationsfrage nach Ablauf des Hooverseierjahres erörtert werden müßte. Selbstverständlich werden aber auch die grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten eine Rolle spielen, die be­sonders auf der letzten Völkerbundstagung bemerkbar waren, soweit es sich um Die Vorbereitung der Ab-

An Bord desPresident Wilson".

Ich bin auf dem Ozean zwischen San Franzisko und Honolulu. Soll ich sagen, was der stärkste aHer Eindrücke für mich auf der Reise durch Amerika vom Atlantik bis zum Pacific gewesen ist, so muß ich be­kennen: Die Depression 6er Wirtschaft und die De­pression der Menschen. Ein Zeichen dafür, das zu­nächst sonderbar erscheint, das mir zuletzt noch in Dan Franzisko 'bedeutet wunde: Der Amerikaner hat angefangen zu sparen. Normalerweise tut er das nicht, sondern gibt sein Geld aus oder kauft Stocks, Aktien und ähnliche Papiere, mit denen er spekuliert oder deren Dividende er genießen will. Was man in guten Zeiten, als Die Göttin Prosperity regierte, auf diesem Gebiet gewöhnt war, dafür nur zwei Bei­spiele, die ich zufällig in Chicago genannt bekam. DieUSA. Gypsum Co.' hat vor der Krise, bei 23 Millionen Dollar Kapital, 8,4 Millionen Reingewinn gegeben, und dieCommonwealth Edison Co.' bei 109 Millionen Kapital 18,4 Millionen Reingewinn in einem einzigen Jahr!

Das nannte der Amerikaner Prosperität, und das hat im großen uns ganzen sieben Jahre gedauert. Jetzt kommt es vor, daß Leute, die noch einen Ver­dienst haben, entbehrliche Dinge verkaufen umb das Geld auf die Sparkasse tragen, für den Tag, wo der Mann vom Chef die Mitteilung erhält: ,/Sie brau­chen in der nächsten Woche nicht mehr zu kommen!'

Um bei den Merkwürdigkeiten zu bleiben: Der Amerikaner flickt jetzt seine Anzüge und Schuhe und stopft feine Strümpfe. Wenn es Prosperität gibt ober etwas, das halbwegs so aussieht, wird alles, was schadhaft geworden ist, einfach weggeworfen.

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rüstungskottf erenz und um den Charakter des Londoner Abrüstungsvertrages handelt.

Ein großer Teil dieser Fragen kann natürlich nicht durch eine deutsch-französische Fühlungnahme geklärt werden, fonoern bedarf weiterer internationaler Ver­handlungen.

Große Notverordnung"

erst nächste Woche

Die Arbeiten der Reichsregierung zur Fertigstel­lung des großen Wirtfchaftsprogramms fpielen sich gegenwärtig hauptsächlich in den Ressorts ab. Die' Absichten der Regierung, die große Notverord­nung bereits Ende der Woche vor dem französischen Ministerbesuch zu veröffentlichen, werden sich nicht mehr verwirklichen lassen. Die Besprechungen der zu­ständigen Ressorts über die einzelnen Kapitel der Notverordnung sind zwar ziemlich weit gediehen, aber das Reichskabinett wird sich als Gesamtheit mit den einzelnen Fragen erst wieder beschäftigen, wenn sie in den Besprechungen der Fachministerien fertigge­stellt und formuliert sind. Infolgedessen werden int Laufe dieser Woche noch täglich Ressortbesprechungen stattfinden, und erst Anfang der nächsten Woche wird in ein oder zwei Kabinettssitzungen die Vorlage endgültig verabschiedet werden.

Bis dahin muß dann auch die Entscheidung über die künftige Leitung der Außenpolitik gefallen sein. Der Reichsaußenminister trifft am Don­nerstag mittag wieder in Berlin ein. Eine Kabinetts­beratung kann frühestens am Freitag über die Außen­politik stattfinden, d. h. als. zwei Tage vor dem Ein­treffen der französischen Minister in Berlin. Infolge­dessen wird die Frage eine große Rolle spielen, ob eine Entscheidung über die Außenpolitik vor oder nach dem französischen Besuch getroffen werden soll, wobei das Bestreben des Reichskanzlers dahin'geht, den Eindruck einer Krise im Außenministerium vor dem französischen Besuch zu vermeiden.

Dr. Hest operiert. Der Führer der Zentrums- fraktion des Preußische Landtags. Dr. Heß, unter­zog sich in einem Berliner Krankenhaus, in dem er sich seit längerer Zeit befindet, einer Operation. Die Aerzie sahen sich genötigt, die Amputation eines Beines vorzunehmen.

Wer Amerika in guten Zeiten gesehen hat, erkennt es kamii wieder. Wie oft habe ich gesehen, daß je­mand mit hohlen Wangen und bittenden Auge« einen Vorübergehenden ansprach:Ich bin so hung­rig!' Hunderttausende im Lande haben kein Obdach, sie schlafen auf Zeitungspapier nachts in Parks un­ter freiem Himmel und sehen zu, wo sie Übertags in einer Wohltätigkeitsküche eine Mahlzeit bekommen.

Die große Kapitulation, die Die amerika­nische öffentliche Meinung in diesen Tagen und Wo­chen in der gedrücktesten Stimmung hat vollziehe« müssen, ist die vor der Einsicht, daß auch Der kom­mende Winter noch ein Krisenwinter, ein Notwinter sein wird. Damit tritt eine ungeheuer schwere Frage, Deren Gewicht für dieses Land der Europäer zunächst nur halb begreift, an die Nation und Regierung her­an: Kommt dieDole", die gesetzliche Pflicht, Arbeits­lose und Erwerbslose aus öffentliche« Mittel« zu unterhalten?

Nicht nur die Arbeitgeberschaft ist mit Hand und Fuß Dagegen, nicht nur die Regierung versucht noch, sich gegen diebole zu wehren auch das nationale Empfinden vieler Amerikaner sträubt sich gegen ein solches Stück zwangsweiserEuropäisierung'. Es ist aber schon so gut wie sicher vorauszusehen, daß zum mindesten eine sehr große Bundesanleihe nötig fein wird, um die 67 Millionen Erwerbslose wei­ter zu erhalten. Entwickelt sich daraus, was viels befürchten, ein System der dauernde« sozialen Zwangsversicherung, wie in Deutschland und Eng­land, so werden sich daraus tiefe Rückwirkungen auf die amerikanische Wirtschaft und allmählich auch auf den amerikanischen Charakter ergeben.

Die Resignation vor den Forderungen des letzte« Winters fällt der öffentlichen Meinung um so schwe­rer, als es ja einen Augenblick schien, als ob mit dem Hooverplan die Wendung zum Besseren komme« würde, nach der ganz Amerika sehnsuchtsvoll auf- schaute. Die Welle des Optimismus sank aber hilflos zusammen, als sich zeigte, daß die Vereinigten Staa­ten nichts gegen die Hartnäckigkeit Franks r e i ch s ausrichten konnten. Man fühlt das in Ame­rika noch tiefer, als man es sagt, und man wird es den Franzosen nicht vergessen. In der zweite« Augustwoche empfing der Präsident Hoover den re­publikanischen Senator Hebert, der direkt von einet Reise nach Europa zum Studium der Arbeitslosen­versicherung zurückgekehrt war. Die Demokraten, die wahrscheinlich in der nächsten Kongreßsesston die Ein­führung der Versicherung beantragen werden, hatten die Reise durchgesetzt. Hoover hat zu erkennen ge­geben, daß er sich der gesetzlichen Festlegung von Staatszuschüssen auf jeden Fall widersetze« wird; der Einführung von Versicherungs-Pflichtbei- trägen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wie es scheint, nicht. Ein Vertrauensmann Hoovers, James W. Hook, hat am 13. August auf einer industriellen Versammlung scharfe Ermahnungen an die Wirtschaft gerichtet, sie solle freiwillig einen Reservefonds gegen die Arbeitslosigkeit schaffen; wo nicht, so drohe die dole", und bann würde man sehen, was man zu tragen bekäme!

Ei ne weittragende Entscheidung kann man schon so gut wie gefallen ansehen. Der sehr populäre Gouverneur von Pennsylvanien, Gifford Pinchot, hat sich in Detroit, der Stadt der schlimmsten Ar­beitslosigkeit, in einer großen und eindrucksvolle« Rede für eine Bundesanleihe von mehreren Milliar­den Dollar für die Ernährung der Arbeits­losen (direkt so, nicht auf dem Umweg über Rot- standsarbeiten) ausgesprochen. Pinchot ist Hoovers Parteigenosse, Republikaner, er gilt auch als einer der möglichen Präsidentschaftskandidaten. Außer sei­ner Rede hat er eine lange Adresse an die Arbeits­losen selbst gerichtet, mit dem scharf formulierten Be­kenntnis: der Staat muß euch den Unterhalt geben, wenn ihr keine Arbeit habt, denn ihr»seid feine Bür­ger! Es hat viel geschehen müssen, bevor ein füh­render amerikanischer Politiker ein solches Bekennt­nis ablegte. Wenn also kein Wunder in Der Wieder­belebung der Wirtschaft kommt, so wird die große Er­nährungsanleihe wohl Tatsache werden, und das Ge­fühl wird bleiben: wir sitzen im selben Boot mit Europa! Auch das andere wird vielleicht bleiben, mit dem ein Amerikaner mir gegenüber grimmig explo­dierte:To hell with France." (Zur Hölle mit Frank­reich.)

Die große Krise hat noch einen zweiten bösen Aspekt in Den Getreide- und Daumwollgebieten des Westens und Südens. Die diesjährige Baumwoll­ernte ist so reich, und der Preis ist so tief gefallen, daß offen darüber Debattiert wurde, ein Drittel der Ernte zu verbrennen! Die Verzweiflung ist um so größer, weil ncch ein ungeheurer Vorrat nicht ver­kaufter Baumwolle von der vorige« Ernte da ift Diese Massen drücke« de« Preis bis tief unter die

3m Vordergrund: Wirtschastssragen!

Oie Themen für die deutsch-französischen Besprechungen