Slnzelprels 10 Pfennig
Kasseler Neueste Nachrichten
Kasseler Abendzeitung .ML Hessische Abendzeitung
erfdjehtttno8nreff« n>B$entn$ feSSma! niiümitteaS. Hbtmnement6trret8: Mir Oen Mona« 2,80 X bet tret« Btt» jk Styeteenoreffe: Geschäfts and FamiNen-Anzetgen Me 80 mm»Bette H Pfennig. Kleine Anzeigen «ab
gejuns tnS ©an», in 6er OeftbaflSfteUe abgeboll 2.10 X Durch die Po» monatlich 2.30 X auSfchlieblich Zu. rtX Al Kassel das Wort 7 A, Auswärtige Kleine Anzeigen die 80 mm breite Zeile 11 A. Anzeigen im Reklameteil 6tt itellungSgebüw:. 3n Fallen von höhere, Gewalt besteht kein Ansvruch aus Lieferung der Zeitung oder auf lö’gK 1 78 mm breite Zeile 45 J Offertgebübr 25 A (6ef Zustellung 85 Jl. — Für da» Erscheinen von Anzeigen Ul
Rückzahlung bed Bezuasvreises. Verlag. »Lrifilettung und Druckerei: Kölnische Strohe 10. — Telephon: \VV>/ bestimmten Ausgaben, an besonderen Plätzen und für telephonisch erteilte Aufträge keine Gewähr. Rech»
kaurmelnuntnter 8800. Suthtiftbe Sprechstunden Dienstag und Freitags 17—19 Uhr Kölnische Stvahe 10. L nungsbeträge innerhalb von 6 Tagen zahlbar Gerichtsstand ffaffeL — Postscheckkonto Frankfurt a. M 888a
Kummer 219*
Freitag» 18. September 1931
21 Lahrgang
Grandi soll den deutschen Besuch erwidern
Oer Ouce unabkömmlich / Oie Schweiz gegen den Handelsvertrag mit Deutschland / Oie Beratungen über Bankenaufsicht und Aktienrechtsreform
Misetermin: Anfang Oktober?
Eigener Drahtbertchi.
Paris, 18. September.
Der römische Korrespondent des „Temps" meldet, Mussolini mürbe sich wegen des Gegenbesuchs der italienischen Minister itt Berlin in den nächsten Zogen mit der deutschen Regierung in Verbindung setzen. Mussolini habe zwar die Einladung Brünings, nach Berlin zu kommen, angenommen, ohne den Zeitpunkt sestzulegen; aber in der nächsten Zeit werde es ihm nicht möglich sein, nach Berlin zu kommen. Dafür werde aber der Außenminister Grandi Anfang Oktober, also einige Tage nach Laval und Bri- and, in Berlin eintreffen und zugleich im Name» des Duce den deutsche» Ministerbesuch in Rom erwidern.
Llm -en deutsch-schweizerischen Handelsvertrag
th. Berlin, 18. September.
Die Meldungen über eine beabsichtigte Kündigung des deutsch-schweizerischen Handelsvertrages am 1. Oktober für den 1. Januar nächsten Jahres durch die Schweiz haben in allen politischen und wirtschaftliche» Kreisen Berlins Erstaunen und Verstimmung hervorgerufen. Die Gerüchte, die in Genf umliefen und bereits von dem Vollzug der Kündigung wissen wollten, sin zwar von der Schweizerischen Tepeschenagentur dementiert worden, aber auch dieses Dementi läßt erkennen, daß die Gerüchte durchaus reale Grundlagen haben.
Es ist richtig, daß die deutsche Handelsbilanz im Verkehr mit der Schweiz stark aktiv ist. Es wurden im Jahre 1930 für 627 Millionen deutschen Waren nach der Schweiz exportiert, während die Schweizer Ausfuhr nach Deutschland nur 255 Millionen betrug. Im ersten Halbjahre dieses Jahres betrug die deutsche Ausfuhr nach der Schweiz 258 Millionen, die Schweizer Ausfuhr nach Deutschland nur 93 Millionen. Aber dieser aktiven deutschen Handelsbilanz im Verkehr mit der Schweiz steht eine Zahlungsbilanz gegenüber, die völ
lig passiv zu ungunsten Deutschlands ist, auch wenn sie sich nicht genau ziffernmäßig errechnen läßt. In großem Umfange gehen deutsche Zinszahlungen für private Schweizer Kredite nach der Schweiz. Ferner werden große Geldbeträge jährlich durch die deutschen Reisenden in die Schweiz gebracht.
Es ist nicht bekannt, daß Schweizer Wirtschaftskreise schon seit einiger Zeit dahin streben, daß entweder ein Einfuhrverbot für bestimmte deutsche Waren erlassen, oder aber, daß Kontingente für einzelne Warengruppen eingeführt werden. Einfuhrverbote oder Kontingente sind aber im Rahmen des deutsch-schweizerischen Handelsvertrages nicht vorgesehen, und die Gewährung derartiger Ausnahmen an die Schweiz würde sofort entsprechende Forderungen aller anderen mit Deutschland im Handelsverkehr stehenden Staaten nach sich ziehen.
Da ein deutsches Rachgeben im Rahmen des Handelsvertrags also nicht stattfinden kann, mutz mit der Möglichkeit einer Kündigung gerechnet werden, wen» die matzgebende» Schweizer Kreise nicht zu einer Abänderung ihres Standpunktes kommen. Zu diesenl Zwecke haben bereits Besprechungen gestern zwischen dem deutschen Außenminister Dr. C u r t i u s und dem Schweizer Bundesrat Motta in Genf stattgefunden.
Gerade die Schweiz als Völkerbundsland müßte sich, so meint man in deutschen politischen Kreisen, an die wiederholt erteilten Ratschläge und Empfehlungen des Völkerbundes halten, wonach Einfuhrverbote vermieden werden sollen. Der ganze Vorgang zeigt aber, zu welchen wirtschaftlichen Verwicklungen das SY st em der politischen Schulden geführt har, unter dem die deutsche Wirtschaft in zunehmendem Maße genötigt war, den Export zu forcieren und die Einfuhr fremder Waren abzudrosseln. Das Baseler Bankenkomitee hat bereits seinerseits erklärt, daß bei der Fortdauer des Systems der politischen Schulden, Deutschland noch stärker genötigt sein würde, den Export zu forcieren. Man wird dieses System entsprechend den Vorschlägen des Banken-Komitees der Revision unterziehen müssen, denn sonst wird Deutschland durch Zwangsmaßnahmen fremder Staaten von den Absatzmärkten abgeschnürt werden, auf die es angewiesen ist.
Bankenaufficht und Aktienrechtsreform
Bekanntgabe der neuen Notverordnung wahrscheinlich schon morgen
th Berlin, 18. September.
Der.sogen. Reunerausschuß, der aus führenden Bankfachleuten zur Vorbereitung der Verordnung über die Bankenaufsicht eingsetzt ist, hat gestern wieder eine Tagung abgehalten, nachdem im Reichskabinett der Entwurf der Verordnung bereits durchgearbeitet worden ist. Die Verhandlungen über diese Frage sind jetzt soweit fortgeschritten, daß wahrscheinlich am Sonnabend eine Notverordnung bekannt gegeben werden kann, in der sowohl die Frage der Bankenaufsicht, wie auch die k l e i n e A k t i e n r e ch t s r e f o r m, d. h. die stärkere Heranziehung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern zur Verantwortung und Haftung, die Erweiterung der Publizitätsverpflichtungen usw. geregelt werden sollen.
Das Reichskabinett wird heute wieder zusammcn- treten, um die weiteren Teile des Wirtschaftsprogrammes zu beraten. Neben den schon bekannten Plänen zur Umgestaltung der Hauszinssteuer, der Arbeitslosenversicherung usw. stehen jetzt auch weitere Fragen der Wirtschaftspolitik zur Debatte. So liegt dem
Reichskabinett eine Vorlage vor, die mit dem Ziele einer Rückführung geflüchteter Kapitalien den Reichsfinanzminister ermächtigen soll, bestimmten inneren Anleihen größere Steuerfreiheit zu gewähren. Dabei ist an eine innere Anleihe der Reichsbank gedacht, die durch die Ausgestaltung mit Steuerfreiheit besonders günstige Anleihemöglichkeiten für abgewanderte Kapitalien bieten würde.
OerNeichstarif der Gemeindearbeiter
bis 31. März verlängert.
Berlin, 18. September.
Tie Verhandlungen des Gesamwerbandes mit dem Arbeitsgeberverbände Deutschlands haben, dem „Vor- Arbeitsgebervcrbände Deutschlands haben, dem „Vorwärts" zufolge, das Ergebnis gehabt, daß die.Reichsmanteltarifverträge der Gemeindearbeiter und Straßenbahner bis zum 31. März 1932 verlängert werden. Von diesen Verträgen werden rund 300000 Gemeindcarbeiter betroffen.
Vor dem Abbruch der russisch-französischen Paktverhandlungen
London, 18. September.
Der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" erfährt, daß die russisch-französischen Verhandlungen über den Nichtangriffspakt verbunden mit einem Handelsvertrag kaum noch Aussicht auf erfolgreichen Abschluß haben. Die wenigen Franzosen, unter ihnen Berthelot, die noch an eine andere Möglichkeit geglaubt hätten, machten sich angesichts der „Doppelzüngigkeit Rußlands" keine Illusionen mehr.
Als Grund für den Zusammenbruch der Verhandlungen führt der Korrespondent die offene Unterstützung Deutschlands durch Litwinow in der Abrüstungsfrage und die Ablehnung der polnischen Vorschläge für einen Polnischen Nichtangriffspakt mit Rußland an. Rußland hätte bei dem Vorschläge eines französisch-russischen Nichtangriffspaktes nur die Absicht gehabt, Frankre-ch von Polen zu trennen und sich Handelsvorteile zu verschaffen. Der polnische Gegenvorschlag und seine Ablehnung durch Rußland, habe Frankreich gezwungen, die Interessen seiner östlichen Verbündeten Polen und Rumänien zu schützen, woraus sich der Zusammenbruch der französisch-russischen Verhandlungen ergeben hätte.
Französische Zugeständnisse?
Die Flottenverhandlungen mit Italien.
Paris, 18. September.
Der außenpolitische Berichterstatter des „Journal" befaßt sich mit der Ankunft des englischen Flottensach- verständigen in Genf, die mit den französisch-italienischen Bemühungen zusammenfalle, aus der Sackgasse herauszukommen. Die Lage scheine sich jetzt einiger» mögen auf zuklären. Die letzten französischen Bor schlage hätten in italienischen Kreisen einen A»«Kige» Eindruck hervorgerufen. Obgleich der
Inhalt dieser Vorschläge noch streng geheim gehalten wird, will man wissen, daß Frankreich sich bereit erklärt habe, keine Ersatzschiffe vor Ende 1936 bezw. nicht vor der endgültigen Entscheidung der Abrüstungskonferenz in Angriff zu nehmen. Man ist außerdem französischerseits nicht abgeneigt, die Unterseebootstonnage von 75 000 auf 53 000 Tonnen herabzusetzen.
Tie Gerüchte über diesen neuen Vorschlag müssen jedoch mit größter Vorsicht ausgenommen werden, da man sich schlecht vorstellen kann, daß die französische Regierung schon jetzt neue Zugeständnisse macht, ob- Sleich sie weiß, dqß sie auch auf der kommenden Ab- rüstungskonfercnz zu solchen gedrängt werden dürfte.
Frankreich und die
englischen Schuhzollpläne
Paris, 18. September.
Tas Aktionskomitee für Wirtschafts- und Zoll- fiagen hat den Handelsminister ersucht, schleunigst mit England, dem Hauptkunden Frankreichs, Verhandlungen aufzunehmen. W-nn die von der englischen Regierung geplanten Zolle angenommen würden, würden Repressalien unausbleiblich sein. Nötigenfalls müsse man England vorteilhafte Zollsätze zubilligen.
Der französische Handelsminister hat übrigens, wie Havas aus Genf meldet, bereits mit dem Vertreter des englischen Handelsamtes Fühlung genommen und ih auf die Erregung hingewiesen, die die Nachrichten über neue Schutzzollmaßnahmen Englands in Frankreich hervorgerufen hätten. Minister Rollin-Habe erklärt, er wolle nicht glauben, daß England sich zu derartigen Maßnahmen, die für die Interessen beider Länder schädlich wären, entschließen könnte.
Wenn Nelson das wüßte...
Randbemerkungen zu dem Streik der englischen Atlantikflotte
London, im September.
Ein englischer Dreadnought der Atlantikflotte, der „Repulse" etwa oder der „Jron Duke": riesige, Waffen- und stahlstarrende schwimmende Festungen, lang, niedrig, mit massigen, geduckten Aufbauten und zahllosen Drillingstürmen aller Kaliber. Blendend sauber ist solch ein englischer Schlachtkreuzer, alle blanken Teile mit Persennings verhangen, die Decks geschrubbt. Die Mannschaften gekleidet in leuchtendes Weiß. Arn Heck flattert träge der „Union Jack".
lieber die Decks, in den Mannschaftslogis schrillt die Bootsmannspfeife: „Klarschiff! Die Flotte läuft aus!"
Keine Antwort! Nirgends das sonst übliche Haften und Laufen Hunderter beschäftigter Männer. Keine Hand, kein Fuß rührt sich. Die Leute räkeln sich in den Kojen und Hängematten. Irgendwo klingt dünner Gesang auf, ein verbotenes Lied, gesungen nach der Melodie „O Tannenbaum . .
Ein paar Offiziere, sehnige Gestalten in kurzen Jacken, peinlich sorgfältig gebundene Schlipse unter den halbsteifen Kragen, machen sich an der Maschine zu schaffen: langsam läuft sie an, langsam hebt sic den riesigen Backbordanker aus dem Grund. Er wird festgemacht, wieder läuft die Maschine an, die Kette des Steuerbordankers strafst sich, läuft blickend über die Rollen, auch der Steuerbordanker kommt hoch.
Und plötzlich stehen zwei, drei Dutzend Matrosen an Heck, machen sich ihrerseits an der Verankerung zu schaffen, lösen die Halteblöcke des Backbordankers, und während der Steuerbordanker noch langsam heraufkommt, gleitet der auf Backbord mit leisem Klirren wieder in die Tiefe . . .
Aus der Ferne, aus dem Bauch des gepanzerten Riesen, klingt dünn und unüberzeugt die Melodie des „O Tannenbaum . . ."
*
12000 englische Matrosen meutern! Ein noch nie dagewcsener Fall in der Geschichte der englischen Marine! Nicht einmal 1918, als es in Deutschland immer wieder hieß: die englischen Dreadnoughts haben die rote Fahne gehißt!, wurde mit solcher verbissenen Konsequenz von der Mannschaft jeder Befehl der Vorgesetzten überhört wie jetzt. Und das Eigenartigste an dieser Meuterei ist, daß eigentlich alles sehr ruhig, fast gemütlich vor sich geht.
Die Offiziere werden gegrüßt wie immer, es werden die vorschriftsmäßigen Wachen gegangen, es herrscht Ordnung und Sauberkeit auf den Schiffen. Sowie aber ein Befehl gegeben wird, ist plötzlich niemand da, der ihn ausführt! Nur in den engen, winkligen Gängen stehen die weitzeingcwickelten Leute herum, Hände in den Taschen, Pfeife im Mundwinkel, und sehen lachend zu, wie die Offiziere sich ärgern!
Grobe Worte! Drohungen? Nein! Zum mindesten die jüngeren Offiziere stehen mit dem Herzen (hier und da vielleicht sogar offen ausgesprochen!) auf Seiten der Mannschaft. Nur die Inhaber der höheren Befehlsstellen — und die altgedienten Maate natürlich — haben zunächst einmal Wutanfälle bekommen, als sie die Klageschriften der Mannschaften
erhielten, in denen neben Beschwerden — auch Drohungen standen! Sie lehnten es — kurzsichtig genug — rundweg ab, „Verhandlungen" mit ihren Untergebenen zu führen, drahteten (soweit dies noch möglich war, da auf einigen Schiffen die Funkerbuden außer Betrieb gesetzt, nicht demoliert, wurden) langatmige Berichte an die Admiralität und drohten im Uebrigen harte Arreststrafen an.
Hätte man, wie z. B. auf dem „Aork" von Anfang der Matrosenbewegung an versucht, den Mannschaften klar zu machen, daß die Lohnkürzungen ja nicht von den Offizieren oder der Admiralität verfügt seien, sondern von dem Marineministerium, und daß nur Verhandlungen und Auseinandersetzungen mit diesen Stellen für beide Parteien befriedigende Ergebnisse herbeisühren könnten, dann hätte man wahrscheinlich in aller Ruhe nach Hause fahren können! Und es wäre nicht zu dem gekommen, was die englische Presse heute als „offene Meuterei" anspricht. —
Um was es eigentlich bei den Gehorsamsverweigerungen auf der Atlantikflotte geht, war anfangs nicht ganz klar. Denn selbst der nie an Bord eines Kriegsschiffes gewesene Binnen-Engländer wußte vom ersten Tage an, daß es sich bei den Matrosen nicht allein um Kürzungen-der Löhnung dreht. Die Herabsetzung des Soldes für Vollmatrosen von 4 auf 3 Schilling pro Tag-und der Maate von 7 auf 6 Schilling ist nur der letzte Anstoß gewesen, einer lange schon herrschenden stillen Unzufriedenheit offen und eindeutig Ausdruck zu geben.
Die Verärgerung sitzt tiefer! Sie ist auch schon zu alt, um durch bloße Versprechungen und unverbindliche Erklärungen aus der Welt geschafft zu werden. Man wird in der Admiralität — wohl oder übel — daran gehen müssen, den Dingen auf den Grund zu gehen und das Marineministerium so unter Druck zu setzen, daß die eigentlichen, bis heute unausgesprochen gebliebenen Forderungen der Mannschaften freiwillig erfüllt werden!
Da ist zunächst einmal das nachgerade vorsintflutlich anmutende Beschwerderecht der Matrosen. Nicht etwa, daß ein ungerecht behandelter Mann sich hinsetzen und seinem Kommandanten oder dem Geschwaderchef schreiben kann: das und das ist passiert! Sondern er müß die Beschwerde seinem nächsten direkten Vorgesetzten „mit der Bitte um Weitergabe" übergeben — auch dann, wenn dieser direkte Vorgesetzte der Mann ist, über den er sich beschweren will!
Weiter! Die Prügelstrafe. Herr Wallace, der Romanfabrikant, tritt zwar für sie ein, was aber kein Beweis dafür ist, daß diese mittelalterliche Strafe auch heute noch angebrachi ist. Angeblich ist die Prügel- trafe — von Churchill — „nach deutschem Muster" eingeführt worden. Inzwischen aber Hai es sich bei den englischen Seeleuten herumgesprochen, daß es bei der deutschen Flotte niemals eine Prügelstrafe gegeben hat! Außerdem wird sie — besonders bei „Achtungsverletzungen" häufig so grausam angewandt, daß die Bestraften ins Lazarett überführt werden mußten.
Und schließlich: Verpflegungsfragen! Die Mannschaft wünscht, daß nach deutschem Muster (diesmal stimmt das Vorbild!) aus ihrer Mitte eine Küchenkommission eingesetzt werde, die über die Zusammenstellung des Speisezettels gleichberechtigt mit den