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Kasseler Sport-Zeitung

Kasseler Neuefte Nachrichten / Dienstag, den 8. SevLemb er1931

ligt sein werden. Oberleutnant von Noftiz. der bekannte ausgezeichnete Lpringreiler in zum Svringuail der Kapai- lericschule Hannover kommandiert worden. Dagegen wurde Oberleutnant M o m m vom Springstall Sannover ,u sei­nem Regiment zurückkommandiert, Die neueröffnete Reichsfachiwule für Kaorausououng und P,eroehattung" zu Berlin Rnhleben tzat ihre Tätigkeit mit einem Kabrlehrer- Ausbildungskurfus eröffnet. Gründung des xl agd- reitklubs Düvvel in Berlin. An dem Sitze der Deutschen Reittchule des Majors a. D. Bürkuer auf Rit­tergut Dllvvel bei Zehlendorj/Weit ist am 5. September her Jagdreitklub $ tippet gegründet worden. Tas Reichs- treffen der Deulichen Reiterjugend zu Ber­lin am 3. und 4. Oktober findet in den weitesten Streiten der reiterlichen Jugend großes Jntereste. Bon allen Teilen des Reiches werden sich junge Kräfte daran beteiligen.

(Sport in -en (Schulen

Reichsjugendwettkämpfe des RG. II.

Das Realgvmnastum II führte feine Reichsjugendwett- kämvfe im Lause der vorigen Woche auf der Hefsenkamvf- badn und den Waldauer Wiefen durch. Die Ergebnisse: VI. 1. Brofamle (6b) 61 >4 P. V. 1. Walther (5e) 71% P.. 2. Persch 15a) 71 P., 3. Bommhavdt (69% P. IV. 1. Zippel (4b) 66 P., 2. Lange (4b) 64V, P.. 3. Bird (4a) 59% P. 11. III. 1. Tannenbaum 64% P., 2. Umbach 61% P.. 3. ilieutz 58 P. O. III. 1. Fröhlich 58 P.. 2. Korner 57% P., 3. Boß 50 P. U. II. 1. Woelm 72 P 2. G. Siebert 67% P.. 3. Braune 67% P. O. II. 1. Danner 78% P., 2. Luckhardt 74 P., 3. Schubert 71 P. U. I. 1 Lange 75% P., 2. Hofer 72 P., 3. Spengler 65 P.

Was gibt es 7lenes7

. Kür das 7. Hoheusyburg-Reuneu am nächsten Sonntag wird mit einer Teilnehmerzahl von rund 190 ge­rechnet.

Der B a ne ris ch e Segelflngwettbewerb. der i« dieser Woche auf dem Ochsenberg ftattfiaden sollte, wurde wegen der schwierige« wirtschaftlichen Lage abge- blafe».

Rnrmis Weltrekordverfnch über 5000 Meter itt Hclnngsors mißglückte, ba die Bahn infolge eines Daner- rennens völlig durchweicht war.

Brauch konnte imLanf ,,C «er d « rch Stock­holm" aichts ausrichten. Der Ki«ne Toivo«««« gewann die 25 Km lange Strecke in 1:26:43 gegen feine Landsleute Äuokka und Swilä.

Die Klotteumeifterfchaften im Handball nnd Fußball wurden am Sonntag in Kiel ausgetrage« und faden iedesmal die Mannschaften des LinienschiffsHessen" kegreich.

Kasseler Abendsportfest

am Mittwoch den 9. September auf der Heffenkampfbahn

Tas morgige Abendsportfest des VfL. Selsen-Preutzen hat tm wahren Sinne des Wortes eine Relordbesetzuug eriahre». Auf der Rückreise von Paris geht Teu,sw>ands Seimraibteiitelitc in Kassel an den start, die siegreichen Landerlämpser stellen sich den Kasseler Turn- und Sporian- Vangern vor. die sich diese glänzende Gelegenheit, unsere Olyinpiahofsnungen für das kommende Jahr kennen zu lernen, nicht entgehen lassen werden.

10 Höhepunkte weist das umfangreiche Programm des Adendiportsestes auf. Der Sprinterlampf über 100 und 200 Meter zwischen Jonath, dem Sieger von Paris, und dem Frankfurter Eidracher, Sieger von Bern, an dem sich noch Mährlein-Franksuri und die beiden Bochumer Schu­macher und Mense beteiligen, kann sehr leicht eine lieber» raschung bringen. Metzner, Borgmeier und der vorzügliche Duisburger Bergmann unternehmen im Verein mit den beiden Kasseler« Stoppet und Loewenbaum einen Angriff aus den 300-Meier-Rekord. Das 800-Me,er-Feld mit Dr. Pelzer, Danz, Kaufmann und Vach dürste die Sensation des Abends bilden, lieber 1500 Meter erscheinen Krause, Wichmann, der Stettiner Helpapp und die heimischen Ath- leien Eisfeld Walperf, Christoph und Döring am Start. 2000-Meter-Rekordvenuch unternehmen Schaumburg, Syring und Diekmann, begleitet aus der Strecke von den Kasfelern Echeyy-ng, Rosengarten und Tölle. Der Clou des Abends wird die 4 mal 100-Meter-staffel bilden, die zu einem Zweikampf Eintracht Frankfurt und Tus Bochum werden wird, begleitet von einem Kampf um den dritten Platz per Drei Kasseler ^-Vereine. Deutschlands Meister Maser trifft im Speerwerfen auf die in dieser Konkurrenhz hervor­ragenden Zehnkämpser Sievert nnd Eberle, drei Werfer, die sämtlich die 60-Meter-Grenze bereits erreichten. Jin Diskus wird Sievert dem Kasseler Publikum einmal die 45-Meter-Würfe vorwerfen, Eberle, Mäfer, Junghenit und Schocke bewerben sich um die Plätze. Den dritten Rekord­versuch unternimmt Beschetznik, Deutscher Meister und Rekordmann über 110 Meter Hürden, seine Konkurrenten sind Welscher Frankfurt, Sievert, Eberle und der Kasseler Sobottka. Der zehnte Höhepunkt ist der IM-Meter-Lauf für Frauen, in welchem Lent Thymm-Jtinker auf die Westdeutsche Meisterin Erkling treffen wird, sowie auf die besten Staffelet Säuferinnen.

Diese zehn Konkurrenzen bilden die Höhepunkte des Abend- fportfestes, dessen giatzmen zehn weitere lokale Konkurren­zen bilden. Ins gesamt sieht das Programm 15 Läuse vor, 5 technische Konkurrenzen und nur so wird es möglich, innerhalb von 96 Minuten das gesamte Programm abzti- wickeln. Beginn der Veranstaltung ist auf 6 Uhr festgesetzt, die wichtigsten Konkurrenzen werden in der Zeit von 6,30 Uhr bis 73,0 Uhr ausgetragen. Ain Dienstag nachmittag um 3 Uhr trifft die Mehrzahl der LSitderkämpfer von Paris kommend in Staffel ein. Es wäre ein würdiger Auf­takt für die große Abendveranstaltung, wenn Staffier Sport­anhänger sich in großen Schare« zum Empfang auf dem Hauptbahnhof cinfinben würde.

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neu lieferten. Boot 1 würbe zum Sieger erklärt, weil bei dem Abmessen der Bohn ein technischer Fehler unterlaufen war, der Boot 1 zugute kam

Zwilchen den Rennen zeigten die Damen ihre Kunst int stilriiderti. Doppelvierer: 1. Damenrudervereinigung 1928 Main, 62 P., 2. Kasseler Frauenruderverein 1. Boot 57 P., 3. Kasseler Frauenruderverein 2. Boot 45 P. Dop­pelzweier: 1. Kasseler Fratienrnderoerein 2. Boot 66 P 2. Staffelet Frauenruderverein 1. Boot.

Für den Schüler-Doppelzweier hatten R. G. II und O. R. II gemeldet. Da die O. R. II abmeldete, fiel der Preis kampflos an das R. G. II. In die durch den Ausfall des Doppelzweier-Rennens entstan­dene Pause war ein 2. Schüler-Vierer gelegt worden. Der in diesem Rennen als mittleres Boot führende R. G. II- Bierer ging stark in die Jnnenkurve, wodurch sich das 1% Langen zurückliegende W. G. benachteiligt sühlte. Da der schiedsrichter hierin eine Behinderung anerkannte, wurde aut nachträglichen Protest des W. G. die Wiederholung die- ieS Rennens am Schluß der Regatta angeordnet. Da ein Ruderer des R. G. II sogleich nach dem Rennen nach Hause fahren mußte und es nicht möglich war, diesen Ru­derer aus feinem Borort rechtzeitig herbei,urusen, konnte sich das R. G. II an der Wiederholung des Rennens nicht beteiligen. Es siegte W. G. mit % Länge über R. G. I. Im ersten « ch ü l e r - Btererrennen fand eine Kol­lision zwischen O. R. II und W. (8. statt. Bei neuem Start machte das R. G. Il Fehlstart. Als der Starter ein neues Startkommando geben wollte, erklärte die O. R. II, nicht mehr mitfabren zu wollen und fuhr ab, das W. G. ließ sich verblüffen und folgte dem Beispiel des O. R. II. Tas R. G. II startete dann ordnungsgemäß und erwarb i:u Alleingang den Preis.

Pferdesport

Ouerseldeiuritt über 600 Kilometer von 1800 Reiter«.

Eine neue Erscheinung im deutschen Reitsport sind die gro- ßen Ouerfeldein-Stafettenritte, die im Borjahr durch den Reiterbund Thüringen mit einer Stafette von allen Teilen Thüringens nach Altenburg eingeleitet wurden. In diesem Herbste finden noch drei große Ouerfeldein-Stafettenritte statt, derienige der thüringischen, provinzial-sächsischen, sretsiaat-tachiiichen und norübaveriichen ländlichen Reiter am 20. eeptember; ferner derjenige nach Magdeburg am 20. eeptember, an dem 1800 Reiter der Provinz Sachien betei-

(Sport in der Heimat

SteffelS Sprinter im Kampf. Auf der H e f f e n f a m p f= bahn gaben sich gefterit abend die schnellsten Staffelet Sprinter aus Turner- und Sportlerlager ein Stell­dichein, um die wirklich besten Läufer zu ermitteln, die an Sen Sprintkonkurrenzen bei dem Abendsportfest teil« nehmen sollen. Rach mehreren Ausfcheidungsläufen guali- fiäierten sich Röster, Lohre, Straft und Knappe für den 100 Meterlauf und Röller, Straft, Lohre und Lvwenbaum für den 200 Meterlauf. dk.

Rudern

Regatta beim R. C. Kurheffcn-Kaffel.

Am Sonntag brachte der R. C. Kurhessen feine diesjährige Clubregatta zum Austrag. Wegen des ichlcchtcx Wetters hatten sich wenige Zuschauer eingefunden, die aber voll auf ihre Kosten tarnen. Die Rennen wurden eröffnet mit einem Doppel-Zweier, den Boot 1 (Liebeck, Haase, St. Beck) mit einer Länge gegen Boot 2 und 3 ge­winnen konnte. Im 2. Dtennen, 1. Gig-Biere r, blieb Boot 2 mit Gerstung, Goßmann, Weickardt, Heil, St. Sein- stus knapp Sieger gegen Boot 3 und Boot 1. Den 2. Rennvierer gewann überlegen Boot 1 mit der Mann­schaft (Friedrich. Leich, Liebeck, Hellwig, St. Engelhardt) ge­gen Boot 2 (Pörschke, Riebeling, .Strufe, Haase, St. Ger­stung). Den 7. Gigvierer gewann in sehr schönem Stil Boot 1 (Drewensteot, Scheyhing, Menget, Edelmann, St. Weinhold) gegen Boot 2. Jin 1. Rennvierer mußte sich der siegreiche Leichtgewichtsvierer (Beck, Dumke, Stoh- mami, Schmidt, St. Wild) durch die kräftigere Mannschaft IHaegemann, Schneggenburger, Albert, Slrnppa, St. Wein­hold) geschlagen bekennen. Den A l t - H en- r e n - D o v- tz e l z w e i e r gewann Boot 2 (Sauer, GröK-Tt. Leich II) Segen Boot 3 (Höhmann, Schulz, St. Menzler) mit einer Länge, gegen Boot 1 mit mehreren Längen. Den Schluß bildete das Achterrennen, das für dös Publikum nwhf «ine besondere Sache war, da sich die Boote ein totes Ren-

Bezirkssporttag in Heiligenrode

Am Sonntag fand der Sporttag des 4. Bezirks (Gau Nordhessen) in Seiligenrode statt. Tie Veranstal­tung litt unter dem fchlechten Wetter.

Fünfkampf, Oberstufe: 1. H. Ludwig-Großalmerode 72 P. 100 in: 1. Baumann-Oberkaufunsen und Gobel-Seili- geurode 11,7. 200 m: Göbel-Seiligenrode 24,9. 400 m: Röth-Wolfsanger 54,9. 1500 m: Schäfer-Landwehrhagen 4,36,4. 5000 m: Herwig-Crumbach 17,05,3. Hochsprung: 1. Ludwig-Großalmerode 1,65 m. Weitfvrung: Keidler-Heili- genrode 5,50. Stabhoch: Ludwig 3 m. Schleuderball: Keid- ler 44,70. Kugelstoßen: Boll-Großalmerode 10,95. Stein- stoßen: Boll 6.35 m, Diskus: 1. Boll 32,40 m. 4 mal 100 m: 1. Hefllgenrode 50 Sek. 3 mal 1000 m: 1. Wolfs- anger 9,46,2. Olnmpische Staffel: 1. Wolfsanger 4.22,5.

Turuerinne«: Vierkampf: 1. Skolz-Waldau 52 P. Trei- fampf: 1. l)ioSner=Cberf auf ungen und Lückert-Heiligen rode 27 P. Weitfprung: Brehm-Oberkanfungen 3,60. Hoch- fprung: Brehm 1,25. 75 in: Silingauf-Obertausungen 12,4. Ballweit: Älingauf 38 m.

Dem Sporttag waren die Bezirksjugendwettkämpse an- geichlofsen. J.-Turnerinnen, Jahrgang 19/20: 1. Kvch-Hei- ligenrooe 53 P. 17/18: Althans-Oberkaufungen 59 P. 15/16: Gutheil-Waldau 75 P. 13/14: Tchgal-ltzroßalmerode 65 P. I.-Turner: 19/20: 1. Streckert-Äolfsanger 61 P. 17/18: Trnbe-Grotzalmerode 56. 15/16; Pfannkuch-Heiligen- rode 90. 13/14: Hassel-Helsa 98 P.

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Bezirksiugeudmettkämpse des 1. Bezirks tGa« Nord- hesienj. Am vergangenen Sonntag trug der 1. Bezirk des Gaues Nordhessen leine diesjährigen Bezirksjugendwett­kampfe aus.

Tie 1. Sieger von jeder Klaffe: Mädchen 1012 Jahre Zeuch, Dora, Nordslmusen. 1214 Jahre: Bohne, Marie, Niederzwehren. 1416 Jahre: Brede, Johanna, Oberzweh­

ren. 1618 Jahre: Walpert, Elisabeth, Oberzwehren. Knaben: 1012 Jahre: Bürger, Conrad, Elgershausen. 1214 Jahre: 1. Henkes, Nordshaufen. 1416 Jahre: 1. Schmidt, Hans, Kirchbauna. 1618 Jahre: Baumgardt, Walter, Kirchbauna. -x-

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Fußball-Nachlese

Die füdbauuoversche 1. Bezirksklafle.

,, Die ausgetragenen Verbandsfpiele der ersten Bezirks- klasse brachten neben erwarteten Siegen auch einige lieber« 1/0cdnirgen: Witzenbausen Blau-Weiß Göttingen 1:8! = E. Weende Germania Osterode 1:3. Sv. V. Lauler- bera .BkB Northeim 2:1. S. C. Efchwege Uslar 3:1. Petershutte Holzminden 3:2. g. H.

Futzball t« Niederheffe«: Schwarz-Weiß Zennern I. Blau-Wein Wabern I. 2:4. Blau-Weiß Wabern II. -chwarz-Welß Udenborn I. 2:2. Obervorfchütz I. 1. F. E. Union Gudensberg 5:2. Sportverein 1911 Fritzlar II. 1. ». C. Maden 2:2. Neukirchen I. Zwesten I. 8:0. Trok-

-1-- r Arnsbach I. 3:3. Sportfreunde Borken I. Rot-Weis Homberg II. 2:4.

Fulda-Eder-Ga«. .rntzball bet Gruppe Homberg. Die Verbands,viele begannen am letzten Sonntag und brach­ten folgende Ergehn,sie: Mühlbach Raboldshausen 4:2 U:0). Wahsmuthshaufen Allmuthshausen 1:3 (0:2). sondheim I. Lenderscheid I. 2:7 (0:4). Rengshausen Rengshausen (Beiierhanss 0:1 (0:0). To. Berge Tv H-mbera e. B. 1862 2:2 (0:1). Mühlbach II. Rabolds- banten II. 0:1 (0:0). Wahsrnnthshaulen II. Allmuths- hauicn II. 1:2 (0:1). Brendshausen/Mörshansen Rengs-

Georg Hild t

Ein tragisches Geschick Hai unseren Freund. den lang* jährigen Fußballobmann des Kasseler svort« e l u b § 03, Georg Hild, aus den Reihen seiner Kamera­den abberuten. Mit ihm ist eine der markantesten Gestal­ten des CSC. 03 dahingegangen. Anderthalb Jahrzehnt stand er in der vordersten Kampffront feines Clubs. Nach­einander als 1. Schriftführer, 2. Vorsitzender, 1. Vorsitzender und Fußhallobmann leiftete er feinem Verein unvergäng­liche Dienste. Im Fußball, Leichtathletik und Handball, überall war er zu Hause. Ganz Tatmensch, wußte er sich und seine Meinung in Entscheidungsstunden durchzufetzen. Richt von allen verstanden, war er doch einer der großen Führer nicht nur in feiner Vereinsarbeit, sondern in der Sportlache überhaupt. Als 2. Vorsitzender des Rasensport­verbandes hat er sich durch seine Mitarbeit ebenfalls einem unauslöschlichen Namen geschaffen.

Sein Tod ist ein nicht zu ersetzender Verlust seines Clubs:Schorsche" Hild wird an allen Ecken und Enden, fehlen. Tie ganze Große seines Fehlens bei seinem Club wird sich erst in der Folgezeit erkennen lasten. Die gewal­tige Wirksamkeit für seinen Club, für die Sportfache, wird nur der ganz ermeffen können, der weiß, wie es ge­sundheitlich um ihn stand. Mit feinem todwunden Herzen, einer Kriegsbeschädigung, hat er eine Schaffenskraft entfaltet, die ohnegleichen ist. Er kannte, obwohl er sie bei feinem ZWtande haben mußte, weder Müdigkeit noch Rasts fein Blick, feine Tatkraft, waren nur darauf gerichtet, Auf­bau- und Erfolgsarbeit zu leisten. Er konnte einfach ob ne feine Arbeit im Sport nicht fein und wenn fein Körper zir streiken vcrfuchte, dann bat er ihn immer wieder mit sei­ner Willenskraft gemeistert, so konnte es nicht ausbleiben, was kam, Schorsche Hild konnte nur in den Sielen sterben.

Todwund fuhr er am Sonntag mit feiner Elf nach M arbur g. Er mutzte bei feiner Mannschaft fein, um durch feine Anwe,enheit ihr einen Halt zu geben. Wie mir spater mitgeteilt, war er schon vor dem Spiele kränker als ie: als er mich rief, war fein Zustand besorgniserregend. Ich habe ihm von dieser Minute bis abends gegen 10 Uhr Pflege- und Hilfsdienst geleistet und habe in diesen bangen Stunden noch einmal die ganze Willenskraft dieses Menschen kennen gelernt. Tann durfte ich nicht mehr bei ihm sein, ein kurzer Abschied, ein nochmaliger Anruf nach seinem Ergehen und mit Besorgnis bestieg ich den Zug. 20 Minuten später, Sonntag abend 11 Uhr, ist er in der Marburger medizinischen Klinik verschieden.

Sein Walten und Wirken bleibt unvergesten!

Ehre seinem Andenken! v

Justus Schmidt, Kaffer, >

"" ' 1. Vorsitzender des CSC. 03. '

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Haufen II. 0:1 (0:0). Rot-Weitz Homberg II. - GrSu-Weltz Sorfcu I. 4:2 (3:1). Holzhause« Rasteuerfurtb 4:2 (1:0),

«ffl Ol.-°ÜMe.l:lI (i7o)!te"ftt H- 3:6 ,3:0)- Zbe--

Kleinenglis I. SB. s.B. Ziegenhain I. 0:3 (0:3). Klei«, euolis II. V. f. B. Ziegenhain II. 3:3 (2:2). Zwesten I.

N"/"ch-« I. 0:8 (0:5). Zwesten II. Neukirchen II.

Sportfreunde Borke« II. Rot-Weiß Homberg IIL ->:3. Gr upve - ch w n a: Oberaula I. (Gaume,- ?§) w^re"J L,2:7 Trema III. Mer,Haufen II. 3:2. Walenbera I. Schrecksbach I. 4:0 (1:0). Wasenberg V. b:1. Zella I. Losbausen I. 4:3. fen rirf 2^ 111 *auf£n 11 »:3. Olberode 1. Röllshau-

Fußball in Waldeck. I. Gau klasse Eorbach 09 II.- Arolsen 1919 II. 7:1. 2. Gauklasse Gruvoe Waldeck- Goddelsheim I. Corbach 09 III. 4:4. »albed.

, V/B 1030^ Rommerode Liga-Reserve ..Turn' Staffel 7:3 (4:1). Das erste Punktspiel hat Rommerode in der neuen Griwpenemteiliing erfolgreich burebgefübrt. Das Er­gebnis überrascht, eS kam an sich unerwartet.

Radsport

Fuchsjagd in Großenritte.

Der RadsvortpereinSturmvogel" Großenritte ver­anstaltete am sonntag eine Fuchsjagd. Nachmittags 2 Uhr wurde der Fuchs aus die Strecke geschickt. Ihm folg­ten die Jager 40 Minuten spater. Durch allerlei Irrfahr­ten gelang es dann den Jagern, den Fuchs über Altenritte. Raunsbcrg in Elgershausen in seinem Bau zu finden. Er­gebnisse: 1 Gaulstich, 2. Slrug, 3. Hempel, 4. Siebert, 6. Icke, 6. Schonewald.

Der Mann, der sich selbst verlor

Roman von Henry de Vere Stacpoole

11 IMMHMIHMRMi Liebertragung von Else '

Nach dem Zauibertrunk, den Simms ihm Verab­reicht hatte, verfiel Jones in einen angenehmen Dämmerzustand, halb Schlaf, halb Schläfrigkeit und völlige Glcichgültgkeit, dis TraPfon kam, der zweite Irrenarzt, der nach dem Gesetz den Zustand des Kranken zu Prüfen hatte, bevor dessen Ueberführung in ein Irrenhaus erfolgen konnte.

Jones wurde nach der Haustürc goführt und be­stieg ein Auto. Aber es war ihm ganz einerlei, wo­hin er fuhr. Er wollte nicht gestört werden.

Während einer langen Reise merkte er nur ein­mal, daß irgend jemand ihm etwas an die Lippen hielt, und sank zurück, während der Schlaf sich wie eine Decke um ihn legte. In seinem ganzen Leben hatte er noch nicht so wundervoll geschlafen, sein müdes, gequältes Hirn empfand ein unendliches Wohlbehagen in den kurzen Augenblicken des Halb- bcwußtscin, dann aber sank er von neuem in den Abgrund des Vergeffens.

Er erwachte als ein neuer Mensch, körperlich und geistig, und mit vollkommen klarem Gedächtnis und Bewußtsein. Er erwachte in einem hellen, von der Morgensonne durchfluteten Schlafzimmer, durch dessen geöffnetes Fenster der Gesana der Vögel und da^Rauschen der Bäume tönte. Ein junger Mann in dem schwarzen Schlafrock saß in einem Sessel am Fenster und las ein Buch Er sah aus wie ein besserer Diener. Jones sah den jungen Mann an, der das Erwachen des Schläfers noch nicht bemerkt hatte, und reimte sich die Geschehnisse zusammen, während er ihn beobachtete: Simms, Cavendish, die Tatsache, daß er betäubt worden war, und den jun­gen Mann. Er war hierher gebracht worden, weil sic ihm für wabnsinnia hielten; sic hatten ihn in ein Irrenhaus gebracht, dies war ein Irrenhaus, der junge Mann auf dem Sessel war ein Wärter. Ties alles war ihm klar, aber er empfand weder Aerger noch Ueberraschung. Die Sttuaiion ivar belustigend, denn man konnte ihr ja jeden Augenblick ein Ende macken.

Es kümmerte ibn im Augenblick gar nicht, ob er in den Augen anderer seine Persönlichkeit wieder erlangte: was ihn kümmerte, war nur die Wieder erlangung feiner Persönlichen Freiheit. Aber jeden­falls war Vorsicht geboten.

Ach bitte, sagte Jones.

Der junge Mann am Fenster fuhr leicht zusam­men, erhob sich und trat an das Bett.

»Wie spät ist es?" fragte der Patient.

.Gerade halb neun, Herr", erwiderte der Wärter. ^Hossentlick haben Sie gut geschlafen

Jones stellte fest, daß dieser Diann nicht Mylord

Honander»Lossow / Copyright by Meyer & Jessen-Verieb. München zu ihm sagte. »Geben Sie mir meine Hose, ich möchte aufstehen."

Sofort, Herr. Ihr Bad ist bereit", erwiderte der Wärter, ging an den Kamin, drückte aus eine elektrische Klingel und holte Jones Kleider.

Das Schlafzimmer hatte zwei Türen. Nach einer kleinen Weile öffnete sich die eine, die in das Bade­zimmer führte, und eine Stimme fragte:Heiß oder kalt?"

»Heiß", sagte Jones.

Heiß, sagte der Wärter.

Heiß", sagte die uitstchtbarc Person im Bade- Zimmer, als wollte sie sich die Weisung einprägen. Dann hörte man das Rauschen von Wasser, und gleich darauf sagte die Stimme:Tas Bad ist be­reitet." i

Jones badete, und obwohl die Tür des Bade­zimmers geschlossen worden und niemand anwesend war, hatte er immerfort das Gefühl, daß jemand ihn beobachtete. Als er völlig angekleidet war, öffnete der Wärter die andere Tür und schob ihn in ein Wohnzimmer, wo auf einem kleinen Tisch im Fenster das Frühstückgedeck bereitstand.

Er hatte die Wahl zwischen Eiern, Schinken und Wurst. Während er auf die Eier wartete, blickte er aus dem Fenster, wo er zwei Herren in Weiß Cro- quet spielen sah, während ein jüngerer Mann auf einem Gartensttthl dabei saß, Zigaretten rauchte und dem Spiel zusah. Jones hielt diese Herren für Mitgefangene, aber sie sahen sehr zufrieden und glücklich aus. Nachdem er das festgestellt hatte, setzte er sich zum Frühstück. Er bemerkte, daß sein Messer stttmpf und klein war, eine Kehle konnte man nicht damit durchschneiden, aber er kümmerte sich nicht darum. Er hatte an anderes zu denken.

Ein Diener brachte ihm die Zeitung, er nahm sie und zündete sich eine Ziaarette an. Aber als er die Tagesneuigkeiten durchflog, überkam ihn ein eigen­artiges Gefühl. Der ganze Inhalt dieser Zeitung bezog sich auf das Tun und die Gedanken freier Männer, die ausgehen konnten, wann sie wollten. Von diesem Hause sah man die Welt wie durch Git­terfenster. Er erhob sich und ging im Zimmer auf und ab. Der Frühflückstisch war abgeränmt worden, der Wärter hatte das Zimmer verlassen und besand sich im angrenzenden Schlafzimmer. Jones näherte sich leise der Türe, durch die ein Dienstmädchen das Gcsckirr hinausgetragen hatte, und öffnete sie ge­räuschlos. Draußen befand sich ein Gang, und er wollte eben hinausgehcn, als eine Stimme hinter ihm ihn veranlaßte, sich umzudrehen. ______

Wünschen Sie etwas, mein Herr?" Das war der Wärter.

»Nein", sagte Jones,ich wollte nur sehen, wohin diese Tur führt". Er kehrte in das Zimmer zurück. Er wußte jetzt, daß jede seiner Bewegungen beob­achtet wurde. Er setzte sich und nahm die Zeitung wieder vor, während der Wärter in das Schlaf­zimmer zurückkehrte.

Jones hatte sich beim Erwachen gesagt, daß ein geistig gesunder Mann, den man als Irren einge- Iperrt hatte, ja immer die Freiheit erlangen könnte, wenn sich seine geistige Gesundheit herausstellte. Die­sen Gsdanken verfolgte er jetzt weiter und begann, Pläne zu entwerfen.

Es dauerte nicht lange, bis er einen gangbaren Weg gefunden hatte, und fein Einfall erschien ihm selber hervorragend. Er ließ sich Zett, ihn in allen Einzelheiten zu durchzucken, und rief dann den Wär­ter. ^Zch möchte den Herrn sprechen, der in diesem Hause die Leitung hat."

Dr. Hoover, Herr?"

^Ja, bitte."

»Ich werde ihn rufen lassen". Er klingelte ein Mädchen erschien und wurde beauftragt, Dr. Hoover zu holen.

Ein fvmpathisch aussehender Herr trat bald daraus cm, stellte sich als Dr. Hoover vor und begrüßte seinen neuen Gast. Jones ging fast unmittelbar auf fein Ziel los.Ich habe Sie bitten lassen, Herr Doktor", begann er,weil ich Ihnen etwas mitzu- teilen habe. Daß man mich hierher gebracht hat, habe sch durch einen dummen Scherz verschuldet, dessen Tragweite ich im ersten Augenblick nicht über­sehen konnte. Ich bin als Vietor Jones ans Phi­ladelphia zu Ihnen gebracht worden, tatsächlich bin ich aber Lord Rochester aus London. Nur aus Spaß habe ich meinen Angehörigen erzählt, sie hätten mei­nen eigenen Doppelgänger vor sich". Während Janes sprach, fühlte er unentwegt die Augen des Irren­arztes auf sich gerichtet, und je länger er seine Rede fortsetzte, um so verlegener wurde er. Er begann sich zu wiederholen und schwieg schließlich, ohne die Gewißheit, den Arzt überzeugt zu haben. Dieser hatte mehrmals ernschaft mit dem Kopf genickt und begann nun alle möglichen kleinen Fragen zu stellen, ob Jones glaube, daß er moralisch berechtigt sei, solche Späße zu machen warum er nicht gleich gesagt habe, daß es nur Spaß gewesen sei, als er die Sache bis zu einem gewissen Punkt getrieben batte ob sein Gedächtnis noch ebenso gut fei wie früher ob er innerlich fest überzeugt sei, Lord Ro­chester zu fein, und ob er genaue Angaben machen könne für den Fall, daß sein Anrecht auf diesen Titel etwa angefochten werden sollte.Nehmen Sie an", sagte Dr. Hoover, Jmtz ich Ihnen den Titel ftreitig machen wollte und etwa sagen würde: Sie stnd Herr Jones, unb ich bin Lord Rochester, wie wollten Sie Ihren Anspruch beweisen? Ich frage nur, um fest zustellen, ob das, was Sie für einen Spaß halten, nicht tatsächlich eine Art Gedächtnis-

ichwund bei Ihnen war, eine kleine Geistesstörung, wie sie durch Ermüdung oder Ueberurfbeitung leicht hervorgerufen werden kann, und die bisweilen wo­chenlang ihre Wirkungen geltend macht. Sie wer­den zugeben, daß ich berechtigt bin, Sie um einen Beweis zu bitten, daß Sie nicht Herr Jones sind, nicht wahr?

Allerdings!"

Also dann führen Sie Ihren Beweis", sagte der Arzt freundlich.

Wie kann ich das?"

Wenn Sie Lord Rochester sind, werde ich Ihr Gedächtnis auf die Probe stellen: Wer ist Ihr Bankier?"

Coutts."

Contts."

Hoover wußte nicht, wer der Bankier Rochesters war, aber die Promptheit der Antwort befriedigte ihn. Die Raschheit war ein Zeichen von geistiger Gesmidheit. Er ging jetzt auf ein Gebiet über, auf dem er Bescheid wußte.

Und wie viele Geschwister haben Sie?"

Das war eine verhängnisvolle Frage. Jones Augen wichen Hoovers Blick aus.

Es hat feinen Zweck, diese lächerlichen Fragen zu stellen, das weiß doch jeder."

Aber ich muß Ihnen beweisen", sagte Hoover liebenswürdig,daß Ihr Gedächtnis, das in acht Ta­gen lieber wieder auf der Höhe fein wird, noch etwas angegriffen ift Sagen Sir mir also, wie lange es her ist, feit Sie den Titel führen das ist nur eine Gedachmtsprobe".

Das lvußte Jones nicht Er sah, daß er verloren t»ar, und daß er sich in eine Sackgasse verratmt hatte. Wenn man ihn einsperren wollte, bis sein Gedächt­nis, Fragen beantworten konnte, von denen er nichts wußte, mußte ihn für immer einsperren. Da faßte er den großen Entschluß, den Rückzug anzutreten, denn Hoover schien ja ein Mann von gesundem Menchenverstand zu sein.

(Fortsetzung folgt.)

Im Atelier.

Wie gefällt Ihnen mein neues Gemälde?" Wundervoll! So natürlich! Man möchte Li« Frucht gleich anbeißen!"

Eine untergehende Sonne anbeißen?"

Oh Verzeihung ich dachte, es sei ein Pfirsich!"

36« R-gattve kopiere ich ohne preisaufschtag mit hem reuen PapierSeide, welche« die Glangitttter so strahlend und die Schatten |0 lebendig erscheinen läßt.

Optiker Hess, Schloßplatz.