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Hessische Abendzeitung

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Nummer 191*

Moniag, 17. August 1934

21. Jahrgang

Oie Vorarbeit für das Sanierungsprogramm

7le»e Notverordnungen nicht vor Mist« nächster Woche / Was wir» in Basel? / Englands finanzielle Schwierigkeiten

Snowdens Gparakü'on

iEigener Drahtbericht.)

Oie Bauernschlacht bei On'skany

Von Dr. Paul Rohrbach.

Mondo«, 17. August.

3» einet Unterredung mit dem Bertreter des Daily Herald- äußerte stch Finanzministet Snow­den «bet die Finanzlage Englands und warnte vor allen Dingen vor einet Panik, für die trotz Mer alarmierenderNachtichten keinGrund vorliege, England habe schon andere, weit schwerere Zeiten über­wunden und «erde auch diese Krise überstehen. Trotz­dem sei die gegenwärtige Lage außerordentlich ernst und fordere entsprechende Maßnahme«. Diese würden drakonisch sein. Er ljioffc aber, daß sie jeder willig tra- * gen werde, wenn fie gerecht auf die einzelnen Bevöl- kerungsschichteu verteilt würden. Der Notstand sei nur vorübergehend. England habe enorme Kapital- Reserven, auf die es zurückgreifen könne.

Die augenUickliche Lage des englischen Geldmarktes sei durch die gänzlich unbegründete Rervofität ausländischer Gläubiger hervorgerusen. England müsse daher alles tun, die Befürchtungen zu beseitigen und seine« Gläubigern zu beweise», daß die Lage Englands völlig gesund sei. Er werde alles tun, um den englischen Kredit zu verteidigen.

*

London, 17. August. Macdonald ist am Sonn­tag abend von Schottland nach London gefahren, um an der am Montag nachmittag stattfindenden Sitzung des Sparausschusses des Kabinetts teil­zunehmen. Vor seiner Abreise bezeichnete er nach demDaily Herald" noch die vomSundy Expreß" gebrachte Pieldung über einen n e u e n A u s r u f, der auch von Führern der Opposition unterzeichnet werde und der zu einem zeitweisen AbbauallerLöhne und Gehälter aufrufen sollte, als böswillige E r f< n d u n g. Löhne seien eine Frage der Indu­strie und hätten mit den Kabinettsverhandlungen in dieser Woche nichts zu tun. Es sei daher ein großer Fehler, die Notwendigkeit für einen Haushaltsaus­gleich mit Geschwätz über Lohnabbau zu verwechseln.

Andere Blätter, darunter dieMorniugpost", rech­nen trotzdem mit der Möglichkeit eines gemein­samen Aufrufes aller Parteien, nachdem vielleicht gegen Ende dieser Woche die Regierung mit der Opposition, ihren eigenen Parteigängern, sowie mit den Gewerkschaften eine grundsätzliche Einigung erzielt haben wird. Einen Lohnabbau erwähnt das Blatt jedoch nicht.

Flandins -/Wahrheiten"

Paris, 17. August.

Finanzminister Flau diu gewährte dem Ber­liner politischen Berichterstatter desEcho de Paris" ein« Unterredung, in der er sich insbesondere über das Reparationsproblem und die finanzielle Wieder­aufrichtung Deutschlands äußerte. Was die Zukunft des Uoungplanes angehe und besonders die Wie­deraufnahme der Zahlungen nach dem Ablauf des Hoover-Moratoriums, so betonte der Finanzminister, daß der Ausgleich zwi­schen einem^eil der deutschen Reparationen und den französischen Schulden an Amerika keinerlei Schwie­rigkeiten unterliege. Frankreich werde nie etwas da­gegen einzuwenden haben, wenn Amerika die Ini­tiative für eine Annulierung der Kriegsschulden er­greifen würde. Auf der anderen Seite werde Frank­reich jedoch niemals einen Druck auf Amerika aus- Lben, da es stch bei den amerikanischen Schulden um einen direkten oder indirekten Teil der deutschen Zahlungen handele.

Was den französischen Anteil an den Reparationen angehe, so wiffe jedermann, daß er nicht einmal die Zerstörungen decke, die im Kriege und besonders durch gewollte und systemati­sche Zerstörungen hervorgerufen worden seien (!). Niemand irss'Mankreich habe daher auch nur daran gedacht, da'Wpie französische Regierung auf ein Recht verzichten könne, das nicht nur im Versailler Vertrag verbrieft sei, sondern auch den Willen der Gerechtigkeit (!) zum Ausdruck bringe.

Wenn es sich darum handele, den Kredit wieder herzustellen, so werde man notgedrungen zu dem ein­zig möglichen Mittel, der Wiederherstellung des Ver­trauens, greifen müssen. Wenn es sich jedoch um den Ausbau der Kredite handele, so müsse man durch Bildung neuer Kapitalien helfen, was nur durch Ausgabeneinschränkung der Staaten und der einzel­nen Persönlichkeiten möglich sei. Die Organisierung gegenseitiger Beziehungen setze einen Verzicht auf Wirtschaftskrieg«, Dumpings und die verschiedenarti­gen Behinderungen voraus. Wenn man die Produk­tion dem Verbrauche anpassen wolle oder umgekeh"i. so werde man sicherlich nicht umhin können, neue Kapitalien zu investieren.

Alle diese Maßnahmen könnten jedoch erst d e Folge einer kollektiven Annahme der ele­

mentarsten Wahrheiten des gesunden Men schenverstandes sein, Wahrheiten, die man so viele Male ausspricht, denen nachzukommen aber nicht !m- mer leicht fällt.

Staatseinnahmen rückgängig!

Meldet auch Washington.

Washington, 17. August.

Die Staatseinnahmen haben in den Vereinigten Staaten große Einbußen zu verzeichnen. Allein die internen Einnahmen haben einen Rückgang oon i:-00 Millionen aufzuweisen. Di« Gesamteinnah,nen des am 30. Juni zu Ende gegangenen Rechnungsjahres betragen zufolge einer vorläufigen Vereinbarung des Schatzamts 2428 Millionen Dollar. Die Etnkommcn- steuer erreichte nur 1860 Millionen Dollar, was einen Rückgang von rund 550 Millionen bedeutet.

Englandsahrt desGraf Zeppelin"

Friedrichshafen, 17. August.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist von einer kur­zen Bodenseerundfahrt, trotz starker Westwinde glatt gelandet. Das Luftschiff wurde durch das Osttor in die Halle gebracht und war um 8 Uhr 20 fest ver­ankert.

Am Dienstag früh 7 Uhr wird das Luftschiff nach London fahren. 20 Passagiere werden an der Fahrt teilnehmen, darunter Prinzessin I l e a n a mit ihrem Gatten Anton von Habsburg.

Unter «ttzenvoliiffcher Mitar-eiter, Dr. Pan! Rohrbach, schickt uns 6en ersten Bericht von seiner Studienreise dnrch Amerika. Seine Ausführungen find stark historisch eingestellt, aber wir glanben mit dem Bersasser, daß es gut ist, diese kleine geschichtliche Betrachtung der Tatsachen- schjlderuug voran,nschicken, weil Ne etwas demon­striert. was ionst leicht vergeflen wird: daß nämlich dentsche Kräfte am Anfban dieses amerikanischen Staatswesens bedentnngsvoll mitgearbeitet haben.

Wo liegt Utica? Vielleicht denkt der klassisch ge­bildete deutsche Lehrer erst an den römischen Repu­blikaner Cato, den Gegner Casars, der sich nach der Niederlage mit den bexühmten Worten den Tod gab: So gefiel denn die sieghafte Sache den Göttern, aber die siegte dem Cato!" Ich meine aber Utica (sprich: Jutica!) im Staate Neuyork, das zu­erst als Fort Schuyler an der einstigen Jndianer- grenze gegründet wurde und das die amerikanischen Republikaner nach dem Unabhängigkeitskrieg zu Ehren ihres antiken Gesinnungsgenossen so tauften. Zwanzig englische Meilen von diesem Utica liegt Rome", und der Weg von Utica nach dem amerika­nischen Rom führt über ein Dorf oder ein Städtchen mit dem alten indianischen Namen Oriskany (Ton auf der zweiten Silbe). Hier ist vor anderthalb Jahr­hunderten das Blut von 300deutschenBauern für die Freiheit Amerikas geflossen und hat ihr Fun­dament kräftig kitten geholfen.

Indes, ich will erzählen, wie ich nach Utica und nach Oriskany kam, und warum gerade dies mein erster Brief aus Amerika sein soll.

DampferKarlsruhe" vom Norddeutschen Lloyd ließ spät abends am 25. Juli den Anker im Hasen

Der Reichsfinanzminisier dementiert

Von unserer Berliner Schriftleitun

th. Berlin, 17. August.

Heute beginnen in Berlin die Verhandlungen des Komites aus Regierungsmitgliedern und Sachverständigen, welches die Bankaufsicht bearbeiten soll, dautit die Reichsregierung in der nächsten Woche eine» entsprechenden Beschluß fassen kann. Außerdem wird die Reichsregierung in den nächsten Tagen die Vorarbeiten an den sonstigen Problemen fortsetzen, die zum Sanierungsprogramm gehören. Es ist daher daniit zu rechnen, daß in dieser Woche und wahrscheinlich auch noch in einem Teile der nächsten Wollte int wesentlichen interne Arbeiten in den Refforts und in den Gachverständigen-Ausschüs- sen geleistet werden, sodaß etwa in der M i t t e d e r nächstcnWoche, also wenige Tage vor der Abreise nach Gens, noch einige Notverordnungen aus dem mit den Ministerpräsidenten in der vorigen Woche besprochenen Gesamtkomplex veröffentlicht wer­de» können.

Dabei spielt die Frage der Beamtengehaltskürzung nach wie vor eine stark umstrittene Rolle, da

vom Finanzministerium immer noch bestritten wird, daß eine Kürzung der Beamtengehälter beabsichtigt sei. Inzwischen haben einige kleinere nord - und mitteldeutsche Länder eine Sonderaftion auf diesem Gebiete unternommen. Am morgigen Diens­tag wird in Oldenburg eine Länderkonfe­renz stattfinden, an der die Vertreter von Thürin­gen, Braunschweig, Mecklenburg, Oldenburg, Lübeck, Anhalt und Lippe teilnehmen. Tann soll die Frage einer

Gehaltskürzung in diesen kleinen Ländern besprochen werden. Der oldenburgische Ministerprä­sident hat auf der gestern abgehaltenen Beamten­tagung in Oldenburg auf Anfrage diese Absicht be­stätigt. Die Pläne der oldenburgischen Regierung gehen dahin, eine Freigrenze bis zu 2000 Mark vorzusehen, dann einen Abzug der Gehäl­ter zwischen 23000 Mark um 4 Prozent, zwischen 3 und 6000 Mark um 5 Prozent, zwischen 6 und 12000 Mark um 6 Prozent, zwischen 12 und 14000 Mark um 7 Prozent und über 14000 Mark um 8 Prozent vorzunehmen. Die Gehälter der Polizeibcamten sol­len nicht gekürzt werden.

Basel macht Gorgen

th. Berlin, 17. August.

_ .e Verhandlungen, die gegenwärtig in Basel über die Stillhalteaktion geführt werden, scheinen sich etwas günstiger zu entwickeln, als man noch/tm Sonnabend besorgen mußte. Man hat den Eindruck, daß die Schwierigkeiten, die stch aus dem Verlangen der an der Stillhalteaktion beteiligten Banken nach einer besonderen Garantie der deutschen Industrie ergeben, überwunden werden kön-

g.

nen.'Endgültiges hierüber ist jedoch vor morgen schwerlich zu erwarten, und da dann von Basel aus der Schlußbericht lediglich an Macdonald erstattet wird, wird man die beteiligten Regierungen müssen also erst von London aus unterrichtet wer­den unter diesen Umständen in Berlin wohl kaum vor Mitte der Woche im Besitz der endgültigen Base­ler Beschlüsse sein. Am gestrigen Sonntag hat daher in Berlin nur eine orientierende Ministerbe- sprechung über den augenblicklichen Stand der Baseler Verhandlungen stattgefunden, über den der deutsche Verhandlungsteilnehmer in Basel Reichs­bankrat Vocke die Regierung unterrichtet hatte.

Als besonders bemerkenswert ist aus den Baseler Verhandlungen die Tendenz hervorzuheben, für Deutschland neben der auf sechs Monate berechneten Stillhalteaktion auch eine Verlängerung des Repa­rationsfeierjahres zu erzielen. Dieser Gedanke eines eventuellen zweiten Hooverjahres ist ja auch vom Reichskanzler in seinem Interview bei der Daily Mail", das von unterrichteter Seite aller­dings alszwanglose Unterhaltung" bezeichnet wor­den ist, angedeutet worden.

*

Aus Basel selbst wird über die Verhandlungen des Finanzkomitees folgendes berichtet: Das von Al­bert H. Wiggin präsidierte Finanzkomitee für die Prü­fung der Finanzlage in Deutschland hielt Sonntag eine überaus lange Sitzung ab. Die Beratungen dauerten bis 20.40 Uhr. Daneben nahmen die Ver­handlungen der verschiedenen Bankiergruppen, welche im Stillhaltekomitee vereinigt find, ihren Fortgang. Das Finanzkomitee nahm in erster Linie Kenntnis von den im Stillhaltekonsortium aufgetauchten Schwierigkeiten, speziell, was die Frage der ausländischen Markguthaben in Deutschland betrifft. Weiter setzte das Finanzkomitee die Beratungen des von Sir Walter Lay ton erstatteten Berichtes fort. Der Bericht befaßt fich speziell mit der Frage der Ge­währung neue« Kredite an Deutschland, .sowie der Umwandlung kurzfristiger in langfristige Kredite. Be­schlüsse wurden noch nicht gefaßt. Die entsprechenden Entschließungen sollen erst heute in einer Sitzung, die auf 16 Uhr angesetzt ist, dürchberaten werden.

Die Experten haben endgültig auf den Plan einer Reise nach Berlin verzichtet.

Noskes Besuch bei Hindenburg. Don zuständiger preußischer Seite wird erneut darauf hingewiesen, daß der Besuch des Oberprästdenten Noske beim Reichspräsidenten ein rein privater Besuch gewesen ist. Wie weiter von amtlicher preußischer Seite mit­geteilt wird, wird die preußische Regierung, falls die Darstellung der Presse über die Behandlung der Pressenotverordnung durch den Oberpräsidenten zu- triift, aus ihrer Mißbilligung kein Hehl machen.

des kanadischen Halifax fallen, und von da brachte mich eine zwanzigstündige Fahrt nach Neuschottland und Neubraunschweig, nach der alten französischen Hauptstadt von Kanada: Quebec. Hebet Quebec hat bis zum Jahre 1759 die Fahne mit den Lilien dem königlichen Frankreich geweht. Bei der Abire- tung an England zählte das ganze französische Kanada 60000 Einwohner heute leben dort fast drei Mil­lionen Menschen französischen Bluts und französischer Sprache, und diese Menschen gehören noch heute zu den kinderreichsten, die es auf der 'Welt gibt. Quebec hat 110 000 Einwohner, davon sind 100 000 Franzosen. Es ist so denkmalreich wie nur eine ' Stadt in Frankreich sein mag: Entdecker, Generale, Bischöfe bevölkern seine Plätze, und auf der großen Bastion über dem St. Lorenz steht das Monument Cartiers, des Vaters der heutigen kanadischen Bun­desverfassung, mit der Inschrift:

Pour assurer notre existence il laut nous cramponner a terre, ä la langue des nos ancetres et la proprietd du soll** Cramponner. Sich anklammern an die Erde, an den Boden und an die Sprache der Vorfahren! Die Liebe zum Boden sitzt den französischen Kanadiern so fest im Blut, wie ihr Kinderreichtum und ihre Sprache. Das Bekenntnis zur Loyalität, das der Earl Grey einmal nach dem Kriege im Rathaus zu Quebxc proklamierte, hat die Stadtverwaltung von Quebec; in dem Park über dem St. Lorenzstrom, an der Stelle, wo der Marquis de Moncalm die SchlaO um Quebec gegen den englischen General Wolfe ver­lor, in Blumenschrift in den altfranzösischen Spruch Übersetzt:De bon vouloir servir de roy!"

Von Quebec nach der Millionenstadt Montreal fährt man einen halben Tag im Schnellzug immer weiter durch französisches Land, und vom Mont Royal, demKönigsberg", steht man nach der einen Seite auf die Wolkenkratzer und vornehmen Wohnstraßen der . Weststadt, wo 350 000. englisch sprechende Kanadier wohnen, mit wenigen Kin­dern, und nach der anderen auf die armen Straßen und die Menge der Kirchen in der Oststadt, die 650 000 Franzosen mit vielen Kindern zählt. Und diese rücken vor! Auch in den großen Getreidepro­vinzen von Westkanada, die erst durch den Bau bet kanadischen Pazifikbahn aufgeschlossen wurden, bilden sich jetzt französische Einwanderungsgebiete, und diese haben, trotz des englischen Widerstandes, ihr Recht auf französische Schulen durchgesetzt.

Von Montreal nach Utica im Staat Newyork fuhr ich von Morgen bis Nachmittag durch eine spärlich be­wohnte Wald- und Seeregion, die einstweilen in der Hauptsache den östlichen Großstädtern als Sommer­frische, Jagd- und Fischrevier dient. Kurz vor Utica wird die Gegend fruchtbar und bevölkert; man kommt in das breite Tal des Mohawkflusses, der zum Hudson geht. Am Anfang des 18. Jahrhunderts, als hier noch reines Jndianergebiet war, kamen Pfälzer Ein- wanderet an den Mohawk. Es hatten fich ihrer 14 000 aus der Pfalz auf den Weg über Holland nach England gemacht, um den englischen König zu bitten, er möge ihnen ein Stück Land in Amerika geben, lieber 1000 starben in England, 4000 wurden in die Leinewebereien in Irland gesteckt, andere Tausende heimgesandt, und vielleicht ein Viertel kam nach Ame- rika. Zwei Menschenalter später war das ganze Mohawktal eine deutsch-pfälzische Region, und aus der Gegend um Fort Schuyler, dem heutigen Utica, konn­ten allein tausend wehrfähige Männer aufgeboten werde«. Um die Stätte und das Denkmal ihrer Waffentat im amerikanischen Unabhängigkeitskriege zu sehen, wollte ich «ach Utica.

Ich kam an und sah auf dem Bahnhof über der Tür zu einem Raum, in dem eine alte und eine junge Dame saßen, die einladende Aufschrift: .Travellers aid", Reisendenhilfe. Aha, dachte ich. dies ist die rechte Schmiede für dich, denn auf der Bahn hatte mir nie­mand sagen können, wie man von Utica nach Drins« kany tarne. Die alte Dame sie hieß Mrs. Julia S. Saxe, und ich möchte ihren Name« nennen, weil sich mir in ihr wieder einmal eine der schönsten Seiten des amerikanischen Charakters verkörperte, die Hilfsbe­reitschaft meinte, ich mutzte Wohl am besten ein Taxi nehmen, es seien 7 oder 8 englische Meilen bis Oriskany; im übrigen habe fie von einem Schlacht­feld und einem Denkmal dort noch nie etwas gehört, und erst recht nicht, daß es eine deutsche Schlacht gewe­sen sei. Ich erwiderte, ein Taxi würde ich nicht be­zahlen können, ich hätte zwar einen deutschen Kredit­brief, aber den wollten mir die Banke« wegen der Krise üt Deutschland nicht honorieren, und meine Dollars seien vorläufig alle, ich bekäme erst in Neu­york wieder welche. Darauf freundliches Anerbieten, ie wolle mir die Dollars leihen. Ich mache darauf aufmerksam, daß ich ihr doch ein ganz fremder Mensch ei, ob nicht noch eine andere Verbindung existiere? Ja, die Straßenbahn nach Rome käme in die Nähe,