Kasseler Abendzeitung
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Kummer 161*
Montag, 13. Juli 1931
21. Jahrgang
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Mr Neueste Nachrichten
Oie Schwierigkeiten der Oanatbank
Das Reich übernimmt volle Garantieleistung für alle Einlagen / Oie Börsen bleiben heute und morgen geschloffen / Maßnahmen gegen Kapitalflucht
Kabinett berät Notverordnung
Von unserer Berliner Schriftleitung.
th. Berlin, 13. Juli.
Unter diesen Umständen blieb der Reichsregierung nichts anderes übrig, als den eingangs erwähnten Weg zu beschreiten. Im Laufe des heutigen Tages wird die Reichsregierung nun die Verhandlungen auf breiterer Basis wieder aufnehmen und zwar sowohl nach der Seite der amerikanischen Kreditaktion, wie nach der Seite der inneren finanziellen Sanierungsmaßnahmen.
Amerikanische Bankiers wollen helfen
(Eigener Drahtbericht.)
tiie Darmstädter- und Rationalbank hat erklärt, daß sie genötigt sei, ihre Schalter am Montag geschlossen zu halten. Diese Ankündigung ist heute vormittag verwirklicht worden.
Die Reichsregierung hat die Darmstädter und Nationalbank zu folgender Erklärung ermächtigt: „Die Reichsregierung wird auf Grund einer im Laufe des heutigen Tages durch eine Notverordnung des Herrn Reichsprästdenten durch volle Garantieleistung für alle Anlagen für eine ruhige Abwicklung der Geschäfte der Danat- bank Sorge tragen."
Die Darmstädter- und Nativnalbank, hat an sämtlichen Geschäftsstelle» ihres Unternehmens eine Bekanntmachung zum Aushang gebracht, in der es heißt: Nach de» starken, stch ständig steigernden Kreditkündigungen und Abhebungen zuerst seitens unserer inländischen, sodann auch «nserer ausländischen Gläubiger sahen wir uns gezwungen, zum Schutze der Gesamtheit unserer Gläubiger, unsere Schalter vorübergehend zu schließen.
Darüber, auf wie lauge Zeit die Danat-Bank ihre Schalter geschloffen halten wird, stnd bestimmte Angabe» nicht zu erhalten.
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Unser Berliner Schriftleitung drahtet uns ferner folgendes: Die am heutigen Montag früh gegen 3 Uhr, nach zehnstündiger Beratung vom Kabinett herausgegebene amtliche Mitteilung über die Reichsgarantie für die Zahlungsunfähigkeit der Danatbank enthielt ferner die Anregung der Reichsregierung, die Börsen Montag und Dienstag zu schließen. Dieser Anregung ist inzwischen bereits durch eine Verfügung des preußischen Handels- Ministers entsprochen worden, der für alle Börsen in Preußen für heute und morgen die Schließung angeordnet hat. Die entsprechenden Behörden der anderen Länder werden selbstverständlich das gleiche verfügen, da die Börsen den Landesregierungen unterstellt sind. Für diese beiden Tage werden also die Börsen gesckstoffen bleiben, und man wird infolgedessen die Aktien derjenigen Unternehmungen, die irgendwie mit der Danat-Dank in Verbindung 'stehen, vor einem schweren Rückschlag bewahren.
Im übrige» wird noch heute eine neue R o t - verordnun» erscheinen, in der das Reich nicht für die Danat-Bank, sondern wahrscheinlich auch für andere Banken eine Garantie übernimmt, um weitere Folge» des Zusammenbruchs der Danatbank zu verhüten. Am Mittwoch werden bereits neue Maßnahmen in Kraft sein, die hoffentlich bewirken werden, daß sich die weitere Entwicklung möglichst ruhig vollzieht. I» dieser Entwicklung spielt bekanntlich» neben de» Kreditplan der amerikanischen Banken, auch eine politische Maßnahme zur Beseitigung der Kapitalflucht und der Devisenabflüsse. eine hervorragende Rolle, und zwar sollen beide nebeneinander hergehen, damit die neuen Kredite aus Amerika nicht etwa wieder gleich durch die Devisenabflüffe an der Börse rasch aufgebraucht werden.
Mißglückte Rettungsversuche
Man wußte schon seit einigen Tagen, daß diese Sanierungsbemühungen durch die Krise der Danatbank stark erschwert wurden, und die außerordentliche Beschleunigung, mit der zuletzt die Verhandlungen und die Reife des Reichsbankprüstdenten Dr. Luther durchgesührt wurde, hing zum großen Telle mit dem Wunsche zusammen, noch rechtzeitig vor dem Zusammenbruch der Danatbank Hilfe zu schaffen. Auch die amerikanischen Kreditgeber wünschten nicht, daß ihre Kredite zur Wiederaufrichtung ^chlungsnnfähig gewordener deutscher Institute verwendet wurden. Die Großbanken lehnten in letzter Stunde, unter Führung der Deutschen Bank, plötzlich die solidarische Haftung für alle Großbanken ab, durch die auch die Danatbank mit erfaßt worden wäre. So hat schließlich die Krise der Danatbank in der letzten Nacht den Gang der Ereignisse und die Entschließungen der Reichsregierung vollkommen aus ein anderes Gleis abgodrängt. Di« Verluste der Danatbank, die sich insgesamt auf etwa 200 Millionen beziffern, stammen zum Teil aus den Verlusten der Nordwolle und der Karstadt A.-G. her, zum Teil aus anderen langfristigen Investitionen bei notleidenden Betrieben. Man weiß, daß in letzter Zeit wiederholt Anstrengungen gemacht worden sind, eine Sanierung der Danatbank herbeizusühren, aber diese Bemühungen haben nicht zum Ziel geführt. Roch in der letzten Nacht wurde dann der schon erwähnte erfolglose Versuch der Gesamchastung der deutschen Großban- jen gemacht.
Dauersitzungen des Reichskabinetts
Während das Kabinett noch in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag die notwendigen Schritte zur inneren Sanierung beriet, traf die Meldung aus Washington ein, daß die amerikanischen Banken bereit sind, der Reichsbank einen weitgehenden Kredit zu gewähren. Die Bereitschaft der amerikanischen Banken beruht auf einem Appell des Präsidenten Hoover, und dieser wiederum war veranlaßt durch eine Mitteilung, die die Reichsregierung im Laufe des Sonnabend den Botschaftern der in Betracht kommenden Mächte in Berlin über den Ernst der Lage in Deutschland hatte zuteil werden lassen. Selbstverständlich rief die Nachricht von der amerikanischen Kreditbereitschaft große Genugtuung in Berlin hervor, aber man war sich sofort darüber klar, daß diese Kreditaktion allein nicht genügen konnte, sondern daß daneben in Berlin das Hauptgewicht auf die Maßnahmen der Selbsthilfe ge- legtw erden mußte. Deshalb wurde am Sonntag vormittag, nachdem die Beratung vom Sonnabend zum Sonntag bis nachts 2 Uhr gedauert hatten, bereits am Sonntag vormittag um 11 Uhr die Beratungen wieder ausgenommen, abermals in Gegenwart der Vertreter der großen Banken. Am Mittag fand eine Sondersitzung der Bankiers statt. Der Reichsbankpräsident Dr. Luther konnte unter diesen Umständen selbstverständlich seine Reise nach Basel nicht antreten, sondern an seiner Stelle bestieg Reichsrat Dr. Vocke das Flugzeug nach Basel und wird heute an der Sitzung der B. I. Z. teilnehmen.
In der fünften' Nachmittagsstunde des Sonntags faßte das Kabinett den Beschluß, zwei Verordnungen, eine zum Schutze des Devisenmarktes und eine für die Garantieleistung herauszugeben, beide begleitet von einem Aufruf der Reichsregierung an die Bevölkerung. In diesem Plan war jedoch das Projekt einer solidarischen Haftung der Großbanken enthalten, und als stch nach langwierigen Beratungen abends in der zehnten Stunde die Großbanken endgültig weigerten .diesem Plane beizutreten, mußte das Reichskabinett für sich allein die Beratungen weiterführen, bis es schließlich in der dritten Morgenstunde zu dem oben erwähnten Beschlüsse kam.
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Auch in Bayern und Sachsen bleiben die Börsen geschloffen
München, 13. Juli
Wie der Landesdienst des Süddeutschen Korre- sponldenzbüros erfährt, wird auch Badern der Anregung der Reichsregierung Folge geben, so daß die bayrischen Börsen am Montag und Dienstag geschlossen bleiben.
Dresden, 13. Juli Wie von amtlicher Stelle mitgeteilt wird, hat die sächstsche Regierung die Schließung der Börsen in Sachsen für Montag und Dienstag angeotchnet-
Aoch keine Beschlüsse!
Berlin, 13. Juli.
Wie verlautet, wird das Reichskabinett heute um 10.30 Uhr vormittags wieder zusammentreten, um seine Arbeiten an den Maßnahmen zur Sicherung der Wirtschaft und des Geldver- kohrs zum Abschluß zu bringen. Die Verhandlungen wurden in der Rächt vom Sonntag zum Montag unvollendet abgebrochen, da sich im Laufe der Rachr noch gewisse Schwierigkeiten in den Verhandlungen mit de» Vertretern der Banken herausgestellt hatten, die im Laufe des Montagvormitiags erst ausgeräumt werden sollen. Es ist daher zum mindesten verfrüht, wenn von anderer Seite bereits Einzelheiten über angebliche Kabinettsbeschtüffe verbreitet werden.
Die Meldung der „Welt am Montag", wonach sich das Kabinett unter anderem auch darüber einig sei, daß Dr. Brüning und Dr. Curtius am Montag vormittag »ach Paris fahren können, wird von zuständiger Stelle als unzutreffend bezeichnt. Die Frage dieser Reise hat in den gestrigen Beratungen keine Rolle gespielt. Man ist der Auffassung, daß zunächst die dringlichsten wirtschaftlichen Fragen geregelt werden müssen.
Reuyork, 13. Juli.
Der Unterstaatssekretär des amerikanischen Schatzamtes Castle gab am späten Abend des Sonntags eine neue Erklärung ab, in der er unter Bezugnahme auf die Zusammenkunft der Notenbankpräsidenten in Brüssel seiner Auffassung dahin Ausdruck gab, daß die amerikanischen Banken, bereit seien, jeden effektiven Hilssplan zu unterstützen. Die amerikanischen Morgenblätter legen diese Erklärung so aus, daß die Federal Reserve Banken eine gemeinsame Hilfsaktion der euro- Päischen Zentralbanken gegenüber Deutschland zu unterstützen beabsichtigen.
In einer am Sonntag in Reuyork abgehaltenen Bankier-Konferenz, an der neben Owen Doung auch der frühere Generalagent für die Reparationszahlungen und jetzige Mitinhaber des Bankhauses Morgan, Parker Gilbert, und der Gouverneur der Federal Reservobank, Harrison, teilnahmen, wurde über eine Verlängerung des am kommenden Donnerstag fälligen Kredits an die Deutsche Reichsbank in Höhe von 100 Millionen Dollar gesprochen. „Tribüne" will dazu erfahren -haben, daß die Hergabe eines neuen 200—300 Millionen Dollar-Kredits erwogen sei. Für eine derartige Krevitbewilligung seien jedoch gewisse Bedingungen unumgängliche Voraussetzung. So soll die Reichsbank sofort eine Kreditbeschränkung durchführen' damit der Markslucht ein Riegel vorgeschoben wird. Von Frankreich wird gefordert, in Deutschland keine Kreditkündigungen ' vorzunohmen. Führende Neuyorker Banken sollen sich, was amerikanische Anleihen angeht, bereits in diesem Sinne verständigt haben.
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„Times" bestreitet, daß die Reichsregierung neuerlich ein« Note an die amerikanisch«
Dr. Pz. Paris, 12. Juli.
Paris prangt Im Festesschmucke. Bunte Fahnen, Girlanden, Jlluminationswerke, an allen Ecken und Enden breite Tücher mit der verheißenden Inschrift: „Man tanzt drei Tage und drei Nächte hintereinander !“ Der 14. Juli, das Nationalfest, wird diesmal mit ungewöhnlichem Glanze gefeiert, die ganze Nation soll sich einem wahren Freudentaumel hingeben, der mit der Zerstörung der Bastille natürlich nicht das geringste gemein hat. Im weiten Ehrenhofe der Invaliden marschieren sämtliche Kolonialregimenter auf, die im Laufe der Jahrhunderte Frankreichs überseeischen Ruhm begründeten; ein militärisches Schauspiel von unerhörter Eindruckskraft soll sich mit dem populären Jubel verbinden und eine Stimmung schaffen, die aus selbstsicherer Macht und sorgloser Lebenslust gemischt ist. Vielleicht wird man dabei sogar auch den Kehrreim von der „europäischen Solidarität" fingen und Frankreichs Großmut preisen: der Augenblick ist ja so günstig. . .
Unterdessen beraten die politischen Stellen im Anschluß an die Besprechungen des Reichsbankpräfidenten Dr. Luther eifrigst über die Garantien, die man von der gequälten deutschen Nation fordern soll. Ehe noch darüber irgendwelche Einigkeit erzielt werden konnte, gaben einflußreiche Kreise auf der Rechten und in der Mitte zu verstehen, unter den gegenwärtigen Umständen sei jedes Versprechen Deutsch- lanbs, auch das feierlichste, praktisch wertlos. Denn es trage den Charakter des materiellen Zwanges und müsse somit als die Folge eines Diktates betrachtet werden, das umso nichtiger sei, als Frankreich aller Wahrscheinlichkeit nach dabei völlig isoliert stehe.
Es mehren sich die Stimmen, die eine Art Ba- banque-Spiel befürworten: man soll sich selber mit aller Kraft schützen, »nd Deutschland seinem Schicksal überlassen. Drei einflußreiche Minister verteidigten in einem der letzten Kabinettsräte diese Politik: Andre Tardie», Kriegsminister Magi- not und Marineminister Dnmesnil, gestern noch angesehenes Mitglied der radikalsozialistische» Partei.
Den stärksten Ausdruck hat diese Richtung in einem offenkundig inspirierten Artikel gefunden, der unter dem Titel „Wenn Deutschland bankrott machte . ." in der schwerindustriellen ,L>rdre" erschienen ist; als Verfasser zeichnet ein bekannter republikanischer Führer, Andre Cheradame, der sich öfters schon auch Paul Boncours und Herriots Beifall erfteuen durste. Seine Ausführungen erscheinen
Regierung gerichtet habe. „Tribüne" dagegen will von einer solchen Note wissen und erklär:, feie Reichsregierung habe «darin auf di« Gefahr eines Bürgerkrieges in Deutschland hingewiesen, falls die französischen Forderungen durchgesetzt würden.
Vom Präsidenten Hoover waren auch keine Erklärungen zu erhalten. Der stellvertretende Staatssekretär, der vor Präsident Hoover und feiner Umgebung von Rapidan nach Washington zurückgekehrt war, begab stch sofort nach seinem Eintreften ins Staatsdepartement, wo er eine Besprechung mit dem französischen Botschafter Claudel hatte. Inzwischen wird in Regierungskreisen erklärt, die amerikanische Regierung selbst erwäge keine Aktion. Die Mitglieder der Regierung verfolgten die Entwicklung der Lage aufs aufmerksamste und blieben besonders mit den Finanzleuten in Reuyork in enger Fühlung.
Luther doch nach Basel abgereist!
Berlin, 13. Juli.
Reichsbankpriisident Dr. Luther hat sich heute vor» mittag 10.17 Uhr im Flugzeug nach Basel begebe». .
Aerrßersi ernst?
Botschafter Sackett über die deutsche Lage. "TS Washington, 13. Juli.
Es verlautet, daß Botschafter Sackett in einer Mitteilung an das Staatsdepartement die deutsche Finanzlage als äußerst ernst bezeichnet habe. Sackett soll hinzugefügt haben, wenn es zu einem Zusammenbruch käme, würden die Folgen unübersehbar sein.
in einem solchen Grade symptomatisch, daß sie in ihren großen Linien wiedergegeben sein sollen.
Der Hooverplan stellt, so heißt es da, einen ungeheuren Bluff dar, der das ahnungslose Frankreich im ersten Augenblick täuschte; die amerikanischen Finanzkreise, - die den an sich germanophilen Präsidenten völlig beherrschen, spielen mit Deutschland unter einer Decke, und ihr letztes Ziel geht dahin, Frankreich um feinen gesamten Kriegsgewinn zu bringen. Heute nun ist der „monumentale Irrtum" geschehen: zwei Milliarden sind geopfert. Aber man will noch mehr. Man will Frankreich überreden, es sei in seinem Interesse wie in dem des Weltfriedens, Deutschland' finanziell zu Hilfe zu kommen und feinen wankenden Kredit zu stützen. Darauf müssen Frankreichs Führer mit einem feierlichen und entschiedenen Nein antworten. Denn es soll nicht gesagt werden, daß Frankreich selber sich die Ruten schneidet, womit man es in kurzer Frist schon züchtige» wird. Um jeden Irrtum auszuschließen, müsse man die Ereignisse in Deutschland unter dem Gesichtswinkel zweier Hypothesen betrachten.
Erste Hypothese: Die Krisis in Deutschland ist eine geschickte Täuschung, um die Tributverpflichtungen aufzuheben und zudem neue Kredite zu erpressen. Millionen von Franzosen glauben an diese Ungeheuerlichkeit, für die in der gesamten französischen Presse die „Beweise" täglich zu lesen find; Cheradame faßt fie mit sichtlichem Behagen zusammen und betont die Vorliebe der romantischen Deutschen für gefährliche Mittel, wie sie auch vor. der Anwendung von Giftgasen nicht zurückgeschreckt seien, obschon fie wußten, daß fie den Tod der eigenen Soldaten bewirkten. In diesem Falle darf Frankreich natürlich keinen Centime Kredit gewähren; das „Manöver" wendet sich gegen das Reich selber, und die Leidtragenden sind in erster Linie die Amerikaner, die seit Kriegsende auf die deutsche Karte setzten. Geschieht ihnen also ganz recht, und man könne sich nur darüber freuen: außerdem würde die gebrannte Katze das Feuer scheuen, und die ganze Welt müßte das deutsche „Doppelspiel", den deutschen „Äiiegsroillen“ erkennen. Es erstände gegen die „pangermanistische Gefahr" ein gewaltiger Bund der Völker, und dies wäre Frankreichs Heil.
Zweite Hypothese: Deutschlands Not ist keine Täuschung, die Krisis ist Wirklichkeit.
Cheradame gibt immerhin zu, daß di« Möglichkeit dieser Tatsache besteht, über es ist dann einzig und allein durch die Schuld Deutschlands- Und abgesehen von dieser moralischen Ueberlegungr .Für den europäischen Frieden könnte dies nur voll
„Das unerhörte Glück Frankreichs"
pariser Stimmungen / Garantieforderungen oder Vabanque-Spiel?