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Kasseler Abendzeitung

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Kreiiag, 10. Juli 1931

21. Jahrgang

Or. LuthersPilgerfahrt"

Von London nach Paris / Besprechungen auch mit Finanzminister Flandin? / Wallstreet lebhaft interessiert / Gerüchte um die Sachverständigen-Konferenz

Oer Reichsvankpräfident in Paris

Eigener Drahtberichl.

th. Berlin, 10. Juli.

Die Reise des Reichsbankpräsidenlen Dr. Luther ziach Loudon und Paris steht selbstverständlich im Mittelpunkte der politischen Erörterungen. Ab­gesehen davon, datz Dr. Luther diese Reise mit einem dichten Schleier des Geheimnisses zu umgeben trach­tete, der natürlich schnell beseitigt wurde, ist man sich in Berlin allgemein darüber klar, datz in Wirtschaft­kicher Hinsicht von dem Erfolg dieser Reise außeror- dentlich viel abhängt. Dr. Luther hat in London mit dem Präsidenten der englischen Notenbank Montagne Norman Verhandlungen geführt und ist mit ihm gemeinsam nach Paris weitergereist, wo er heute yacht eintras und im Laufe des Tages eine Konfe­renz mit dem Präsidenten der Bank von Frankreich haben wird.

Schon das Ergebnis der Londoner Reise ist bedeut­sam genug, denn man spricht davon, daß nunmehr der Rediskont-Kredit, den die Reichsbank bisher ausgenommen hatte, nicht nur verlängert, sondern auf eine runde Milliarde erhöht werden wird.

Im Zusammenhänge damit ist die Tatsache zu verzeichnen, daß die Reichsregierung jetzt in der Lage ist, den sogenannten Ueberbrückungskrevit, der seiner­zeit auf 250 Millionen Mark bemessen wurde, dann aber nur bis zu einer Höhe von 184 Millionen Mark in Anspruch genommen wurde, und der am 16. Juli fällig wird, tatsächlich pünktlich zurückzuzahlen, anstatt ihn. wie es unter anderen Umständen zweifellos not­wendig gewesen wäre, zu verlängern. In dieser Tat­sache erblickt man einen Beweis des neu erstarkten Vertrauens für die deutsche Finanzwirtschaft, und man begrüßt die Tatsache dieser pünktlichen Rück­zahlung des Reichskredits vor allem um deswillen, weil nämlich diese 184 Millionen dem Geldmärkte zu­geführt und zu dessen Entlastung beitragen werden.

Im einzelnen verzeichnen wir folgende Mel­dungen:

Das pariser Programm

Paris, 10. Juli.

Reichsbankpräfident Dr. Luther wurde gestern bei seiner Ankunft in Paris vom Leiter der Wirtschafts­abteilung der deutschen Botschaft, Gesandtschaftsrat Döhle, und dem Leiter der Wirtschaftsabteilun« der Bank von Frankreich. Lacour-Gayet, empfangen. Dr. Luther ist in der deutschen Botschaft abgestiegen.

Der Gouverneur der Bank von England Nor­man, ist mit Dr. Luther zusammen nicht bis nach Paris, sondern nur bis Calais gereist, von wo er sich direkt nach Basel begeben hat.

*

Reichsbankpräfident Dr. Luther und der Gou­verneur der Bank von Frankreich haben heute vor­mittag um 10 Uhr zu konferieren begonnen.

Eine Reise nach Brüssel, von der eine englische Meldung wissen wollte, scheint nach dem bisherigen Dispositionen nicht in das Programm des Reichs­bankpräsidenten ausgenommen zu sein, ver vermutlich schon heute abend nach Berlin zurückrei­sen wird, während eine aus englischer Quelle stam­mende Nachricht besagte, daß er sich von Paris zur Sitzung des Verwaltungsrates der 8nternationalen Zahlungsbank nach Basel begeben werde.

Besprechungen auch mit Flandln?

Wenig freundliche Haltung der Pariser Presse.

Paris. 10. Juli.

Die Pariser Presse begrüßt den Besuch Dr. Lu­thers in Paris nicht gerade freundlich. Man erin­nert insbesondere an die von englischer Seite ge­äußerten Wünsche, wonach Deutschland seinen guten Willen zunächst dadurch bekunden müsse, daß es auf den Bau des zweiten Panzerkreuzers verzichtet. Das »Echo de Paris" erklärt außerdem, daß man in amtlichen französischen Kreisen der Auffassung sei, ein Problem, wie dasjenige eines internationalen Kredits von 1%2 Milliarden Mark erst eingehend studieren zu müssen, ehe man dazu überhaupt Stel­lung nehme. Eine Geste des Vertrauens gegenüber Deutschland könne von französischer Seite überhaupt nicht in Frage kommen, solange Deutschland nicht die Maßnahmen getroffen habe, die Frankreich das Vertrauen wiedergeben könnten.

Der »Petit Parisi en" betrachtet die Reise Dr. Luthers als eine Erkundungsfahrt, die wohl der Vorbereitung der Baseler Zusammenkunft gelte. Erst dort werde der Reichsbankpräsident Notwendigkeiten darlegen, die in Deutschland für die rasche Ausnahme

des Kredites bestünde, um die gegenwärtige Krise zu überwinden.

Die Hilfe für Deutschland, so schreibt das ^our« nal", hänge in erster Linie davon ab, welche poli­tischen Garantien Deutschland abgeben werde.

In gut unterrichteten französischen Kreisen rech­net man damit, datz Dr. Luther am heutigen Vormittag nicht nur den Gouverneur der Bank von Frankreich sehen wird, sondern auch de« französi­schen Finanzminister Fl and in, der außerdem auf diesen Besuch vorbereitet zu sei» scheint.

Neurath bei Henderson

London, 10. Juli.

Der deutsche Botschaft«- Freiherr von Neu^ rath, hatte, wie dieT *- " meldet, am Donners­tag eine Besprechung mit rem englischen Außenmini­ster Henderson. Einzelheiten der Unterredung werde» nicht bekannt gegeben. Sie erfolgte an dem Tag, an dem dieTimes" und derDaily Herald" die französischen Forderungen nach der Einstellung der deutsche» Kriegsfchifssbauten und Aufhebung des deutsch-österreichischen Zollabkommens unterstützt hatten.

London, 10. Juli. Die Berichte der Londoner Presse über den Besuch Dr. Luthers in Loudon wi­dersprechen sich in verschiedenen Einzelheiten.Daily Mail" sagt: Norman war bei der Zusammenkunft in der Botschaft anwesend, was aber mit den von der deutschen Botschaft ausgegöbenen Meldungen nicht übcreinstimmt.Daily Herald" meldet, daß

eine Sitzung der Vertreter der englischen Groß- banken am Donnerstag morgen sich zugunsten einer Hilfe für Deutschland ausgesprochen 'habe, falls Paris mitarbeite. Norman habe darauf Dr. Luther gesehen, und man habe erwartet, daß der Reichsbankpräfident am Nachmittag sich mit einer Reihe von führenden Bankiers treffen werde. Luther habe aber zu verstehen gegeben, daß die Fühler, die man in Paris ausgestreckt habe, ziemlich kühl ausge­nommen worden seien. Man habe dabei zu verstehen gegeben, daß

wenn Deutschland von Frankreich finanzielle Un­terstützungen haben wolle, es sich den französi­schen politischen Forderungen fügen müsse.

Dr. Luther habe darauf hingewiesen, daß der Schlüs­sel der Lage in Paris liege.

In einem Bericht des Washingtoner Berichterstat­ters derTimes" heißt es, datz der Erfolg des Be­suches Dr. Luthers in Paris davon abhäugen könn­te, wie weit Deutschland von sich aus die politischen Forderungen erfülle. Die Pilgerfahrt Dr. Luthers, so meldet der Neuyorker Mitarbeiter desDaily Telogaph", habe in Wallstreet ganz ungeheuer in t e re s s i e r t. Wie verlautet, wird sich die Fede­ralreservebank von Neuyork mit 60 Millionen Pfund (1,2 Milliarden Mark) einschließlich der bereits ge­gebenen 20 Millionen Pfund (400 Millionen Mark) an der internationalen Aktion beteiligen.

Vertagung -er Sachverständigen-Konferenz?

London, 10. Juli.

Der diplomatische Mitarbeiter der »Morningpost" erfährt, daß die Sachverständigenkonserenz möglicher­weise verschoben^ werden muß. Die französische Re- gieruüg habe den Wunsch, zunächst die Einzelheiten der Fragen zu regeln, die nur England und Frank­reich allein betreffen. Einem »Times"-Bericht zufolge wollen die Franzosen die Frage des Garantiefonds in der Hauptsache schon im wesentlichen geregelt wis­sen, ehe sie zur Sachverstündigenkonferenz kommen.

Dem diplomatischen Mitarbeiter des »Daily Tele­graph" zufolge legt London Gewicht darauf, von der französischen Regierung eine Zusicherung zu erhal­ten, daß die französischen Minister an den Schlußver­handlungen der Konferenz teilnehmeu.

Hooverplan bereits in Kraft!

Nach amerikanischer Erklärung.

Neuyork, 10. Juli.

DieNeuyork Times" veröffentlicht eine autorita­tive, offensichtlich von Hoover kommende Erklärung, wonach die Regierung der Bereinigten Staaten das Moratorium als bereits in Kraft befindlich betrach­tet. Hoover bezweifele nicht im geringsten, datz der Plan schon wirksam sei. Bisher haben sich 2 95 Kongretzabgeordnete (70 Senatoren) für de» Plan ausgesprochen, während nur 218 Abgeordnete (40 Senatoren) zur Erzielung einer Mehrheit erfor­derlich find.

DieTribüne" will wissen, datz Stimson als Ver­treter der Bereinigten Staaten ausersehen ist, salls England eine Ministerkonserenz einberuft.

Gegenbesuch Mussolinis in München?

Stimsons Besprechungen mit dem Duce

London, 10. Juli.

Die Pariser Korrespondenten verschiedener Blätter melden, datz Mussolini und Grandi nach der Romreise der deutschen Staatsmänner im August einen Gegen­besuch i» München abstatten werden.

Rom, 10. Juli. Ueber die Unterredung zwischen Staatssekretär Stimson und dem Ministerpräsi­denten M u s s o l i n i, die am Donnerstag abend nach dem Essen in der amerikanischen Botschaft fortgesetzt wurde, ist noch keine amtliche Mitteilung erfolgt. In unterrichteten italienischen Kreisen wird jedoch auf die Herzlichkeit der langen Besprechungen hingewiesen, die Stimson im Laufe des Tages mit Mussolini und Grandi hatte. Es wird hinzugefügt, datz die Bedeu­tung dieser Besprechungen durch die Erklärungen Mussolinis und die Ansprache des Autzenministers Grandi vor den amerikanischen Journalisten gekenn­zeichnet sei.

Bei dem Empfang der amerikanischen Journalisten erklärte Mussolini, datz die Reise Stimsons, wenn ihr auch kein amtlicher Charakter zukomme, von großer Bedeutung sei; denn es handele sich immerhin um Den Außenminister der größten Republik der Welt. Mussolini kennzeichnete Stimson als einen sehr um­sichtigen Staatsmann, der ihm gegenüber einen sehr wichtigen, auch von ihm geteilten Gedanken ausge­sprochen habe, nämlich den, daß, wenn Europa ruhig bleibe, man einem sicheren wirtschaftlichen Aufschwung entgegengehe.

Italien wird," so erklärte Mussolini, ,chie Ini­tiative des Präsidenten Hoover voll unterstützen, eine Initiative, die ich als eine der größte» polfti- sche» Taten der Nachkriegszeit betrachte. Zu der be­vorstehende» Abrüstungskonferenz geht Italien mit großer Loyalität und Aufrichtigkeit. Italien ist bereit, die niedrigste Abrüstungszahl anzunehmen, auch wenn ganz Italien nicht mehr als 10 000 Ge­

wehre behält, vorausgesetzt, daß keine andere Na­tion über mehr verfügt. Sonst hieße es, sich mit einem Stock gegen eine Pistole verteidige» wollen.

Zur Abrüstungsfrage erklärte Mussolini dan« weiter:Der Erfolg der Abrüstungskonferenz ift uner­läßlich notwendig, damit die Völker in ihre Regie­rungen Vertrauen haben. Die Völker dürfen nicht enttäuscht werden. Das Datum der Abrü­stungskonferenz darf nicht hinausge- schoben werden. Auf jeden Fall wird in diesem Sinne ein Vorschlag von Italien ergehen, daß es bei dem festgesetzten Datum des 2. Februar 1932 bleibe.

Oie Lateran-Verträge gefährdet?

Rom, 10. Juli. J

Die italienische Regierung scheint den endgültigen Beschluß gefaßt zu haben, zur Kündigung des Konkordats mit dem Vatikan zu schreiten. Wel- ches die Folgen fein werden, läßt sich noch nicht über- blicken. Die italienische Regierung will sich auf die Kündigung des Konkordats beschränken, die u. a. auch die Abberufung der gegenseitige» Botschafter nach sich ziehen und Italien von den Verpflichtungen des reli-- giösen Schulunterrichtes, sowie von den Vereinbarun­gen bezüglich der Auswirkung der kirchlichen Ehe- schließung befreien würde. Im Vatikan läßt man aber versichern, daß eine Kündigung des Konkordats auch als Außerkraftsetzung der Lateranver- träge aufgefaßt werden würde, die der Papst wie­derholt als mit dem Konkordat als verftmpft erflärt hat.

Treten diese Verträge außer Kraft, würde der Staat des Vatikans aufhören zu existiere»; die dem Papst überlassenen Territorien würden wieder untex italienische Obrigkeit kommen und der Papst würde wiederum der Nutznießer der vatikanischen Gebäude und ebenso abermals Gefangener innerhalb der Mauern des Vatikans fein.

Frankreichs Garantiesorderungen

Dr. Pz. Paris, 10. Juki.

Jean Herve schreibt in seinerVictoire" folgen­den Datz:Nach einem vierzehntägigen Feilschen und Kuhhandel hat Marianne endlich dem Vorschlag On­kel Sazns zugestimmt: grantig und enttäuscht, wie eine Bäuerin aus der Auvergne (Ministerpräsident Laval ift Auvergnate), die ihre Kuh verkauft hat und darüber untröstlich ift, weil der Händler ihr nichts für den Strick gab." Das Bild ist ebenso belustigend wie richtig: nur erscheint Marianne im vorliegenden Falle fest entschlossen, sich den Strick auf irgendeine Weise bezahlt zu machen, und zwar selbstverständlich von Deutschland. Pertinax stellte imEcho de Paris" sest, Frankreich 'habe zu 80 v. H. die For­derungen Hoovers erfüllt; diese 80 v. H. müssen in politischer Münze wieder eingetrieben wer­den. Inzwischen ist zwar die deutsche Regie­rung durch das Eingreisen des Botschafters von Hoesch formellen französischen Forde­rungen zuvorgekommen, und die französi­sche öffentliche Meinung hat sich nach dieser Aktion Hoeschs bei Laval ein wenig beruhigt. Aber die Tat­sache des Störungsmanövers bleibt bestehen, und es ist gut, sich mit diesen Dingen ein wenig eingehender zu beschäftigen, weil man, ohne damit in den Ruf eines unverbesserlichen Pessimisten zu kommen, mit einem Wiederaufleben dieser Tendenzen unbedingt rechnen muß.

Man griff zunächst also das Versprechen des Reichs­kanzlers an Amerika auf, wonach Deutschland seine militärischen Ausgaben im salzenden Jahre nicht er­höhen werde, und knüpfte daran eine ganze Menge wenig schmeichelhafter Bemerkungen. So etwa schrieb der offiziöse St. Brice im Journal", eine solche Zu­sage, wenn sie auch Frankreich gegenüber wiederholt werde, genüge durchaus nicht: Deutschland müsse ge­zwungen werden, ,wiel positivere",reale­re" Garantien zu liefern und er wies auf den Panzerkreuzer hin, und dieGeheimrüstunzen". Im Petit Bleu", der sich bester Beziehungen rühmt, spottete Oulman:Deutschland verspricht, seine Rü­stungen nicht zu vermehren. Was wollen wir da noch weiter? Wir können ruhig schlafen. Denn wir wis­sen ja, mit welcher Gewissenhaftigkeit es seinen Ver­pflichtungen nachkommt." Der Ton war überall der gleiche: Bloße Beteuerungen find ohne Wert, wir können uns »damit nicht zufrieden geben. Fast wie­derholte man das Wort von Leugreifbaren Pfän­

dern", wenn man nicht fürchtete, den Geist des großen Lothringers hcraufzubeschören. Der Sozialist P <"> l Boncour rief seinPolitizue d'abord":i t und vor allem Politik", das man sonst nur in .ucr royalistischen ,-Action Francaise" findet.

Paul Boncour ist feit längerer Zeit schon, und heute mehr denn je, Anwärter auf den Quai d'Orsay.Frankreich hat keinen Außen­minister mehr!", stellt die gesamte Rechts unter dem verlegenen Schweigen der letzten Brtandanhänger fest, uw die letzten Verhandlungen haben bewiesen, daß dem wirklich so ist. Paul Boncour braucht nur noch aus der sozialistischen Partei auszutreten, we­nigstens um der Form willen, und er gibt einen aus­gezeichneten Delcasse ab. Ein Dalcasse des Sieges natürlich: forderte er doch in seiner letzten Rede von Moreuil, daß Frankreich endlich aufhören solle, nach Art der Krämer immer nur von Geld zu sprechen; politische Garantien müsse es fordern, den Verzicht auf den Anschlüßen Ostlocarno, die Ver­ringerung der deutschen Militärausgaben. Was da- mit eigentlich im Zusammenhang mit dem Hoover­plan gemeint ist, muß noch im Einzelnen ausgeführt werden. Zunächst: Solange Deutschland aus den neuen finanziellen Bestimungen irgendwelchenNut­zen" zieht, dürfe sein Militärhaushalt keinerlei Ver­mehrung erfahren. Dies gilt also nicht nur für das kommende Jahre 1931/1932, sondern mindestens auch noch für das nächste, und da man auch in französi­schen Kreisen sich keinerlei Illusionen über die wei­tere Entwicklung macht, forderte man für Deutschland vireft ein verschärftes Versailles, zu Was­ser wie zu Lande. Was dies zu 'bedeuten hat, wird erst dann klar, wenn man sich vergegenwärtigt, was Frankreich nicht alles unter deutschenRüstungen" versteht. Jede neue Straße, jede Eisenbahnlinie trägt strategischen Charakter"; jede Entdeckung oder Ent­wicklung in der chemischen Industrie ist eine direkte Bedrohung, jede kameradschaftliche Zusammenkunft eine Provokation. Man lese etwa ein Werk es ist unter Dutzenden herausgegriffen das bei Tallan- dier erschienen ist und den sensationellen Titel trägt: Einem neuen Charleroi entgegen?" Tasneue Charleroi", die Niederlage Frankreichs wird dies­mal durch rne deutsche Luftflotte hervorgeru- sen, der Frankreich nichts Gleichwerfiges entgegen-, stellen könne. Die nächste Forderung wird also dahin gehen, daß der deutschen Luftschifiahrt wieder Fesseln