Kasseler Sport-Zeitung
Kasseler Neue st e Nachrichten / Mittwoch, d e n 1. 3 u l i 1931
Oie ersten Meldungen für Kassel
Westdeutsche Leichtathletik-Meisterschaften am 11. und 12. Juli
Si» ao6 10 Tage trennen Hessen-Hannovers Svortge- ateinhe von dem groSen Ereignis, den Westdeutschen Meisterschaften em 11. nnd 12. Juli. Die Vorarbeiten schreiten flott vorwärts, das Rahmenprogramm liegt in allen Einzelheiten fest, nunmehr wird die Organisation und die Abwicklung der Meisterschaften bis anss Sleiufte vorbereitet. Eine neue Einteilung der Zuschauerplätze auf der Samvfbab« wird vorgenomme« werde», die Siel» und Sitzplätze werden gegenüber den Stehplätzen abgeriegelt. Alle Ziel- und Sitzplatzkarteninhaber werden zu ihrem numerierten Platz ohne Schwierigkeiten gelangen küuneu, die vorgenommene Einteilung in Blocks und die hierfür vorgeschriebeueu feftgelegten Ein- nud Zugänge werben den An- nud Abmarsch erleichtern. Der Borverkans ist eröffnet und da die Zahl der Ziel- und Sitzplätze nur beschräukt ist. dürfte rechtzeitige Sicherung einer günstigen Ratte empfehlenswert sein.
Inzwischen stad auch die ersten Meldnngen eingegangen. Der bekannte und führende Westdeutfche Leichtathletikverein der Düffeldorser Svortclnb 180 9, der im »ergangenen Jahr 7 Westdeutsche Meistertitel errang hat seine sämtlichen bekannten Svitzeuleute gemeldet. Kisters, der voriährige 400 Meter-Meister, Lestzbre der 800 Me- ter-Meister. K i l v der 10 000 Meter-Meister, sowie die bei- de» bekannten Hürbenlänfer Kürten und Pollmauns nud die sehr gute, voriährige vier «al 100 Meter-Meisterstaffel werden in Kassel am 11. nnd 12. Juli ant Start erscheinen. Schade, das, Schüller, der vorjährige Meister über beide Svriutstreckeu, nicht mit von der Partie ist. Schüller hat feine ckktive Tätigkeit fast ganz bis auf Staffelwetikämvfe eingestellt. Borausstchtlich wird er ober fein Können in der 4 «al 100 Meterstaffel der 99er dem Kasseler Publikum am 12. Juli zeigen.
Wie die ersten Meldungen beweisen, «erden die Meisterschaftstage zu einem, ia zu dem sportlichen Ereignis für die Svortgevreinde Hessen-Hannovers von übergeordneter Bedeutung «erden. Aber nicht nur in nuferer Heimat, in gesamte» Westdeutschland steht man den diesjährige»
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Abgesagt wurde der Frauen - Leichtath- letikkampf Westdeutschland — Holland. der am kommenden Sonntag im Elberfelder Stadion hatte ans» getragen werden sollen. Ob der Landerkamvs der Herren am 28. August in Münster ftatiftnben wird, ist fraglich geworden.
Henke (Tirivo GStttnaen). 5000 m: Werner («Iten&aufto). 10 000 m Werner MtÄSannal. U0 w Sürdeu: Waweck iReichsbahn», Jacobs (Turn- und Fechtttub Fulda). 400 m vürden: Klans ICT.). 4 mal 100 w: CT. 3 mal 1000 m. CT. 4 mal 40) m: CT, Ho«: Ofile C2to6tolöeiworrLun6 Jacobs (Turn- und 8et6t£lub Äultm), Wttt:Fanger(CT^. Jacobs (Fulda) und Waldeck (ReichsbaHnT «tabtzo
!KÄ!owe.dosss K.fbi
(Corbach) und yaitget j6T.). SchleuderHll: Jacobs IFul- da), Waldeck (Reichsbahn) und Ohle (Ltadtoldendorf).
Turnerinnen: 100 m: Hilde „Schröder. L. Dülfer, L. Stätzling und I. Riemann lalle CT.). 80 in Hürden. Schice,elmilch lRothenditmold). L, Dülfer und H^, «chrv- der (CT.). Hoch: L. Dülfer. H. «ckrsder. 8. schnöder lalle CT.). Weit: Schleselmilch (Rothenditmold). L.^Tül- fer^H. Schröder, L. Schröder lalle CD). Schro
der und L. Dülfer (beide CT.). Speer: L Schröder und L. Dülser lbeide CT.). Diskus: L. Schroder und L. Ml- fer lbeide CT.). Schlag ball: 2. «chroüer und 8. Dülfer lbeide und Schlegelmilch (Rothendrtmold). 4 mal
100 m: CD.
Ardeiier-Tunl' und Eportbund
Handball: Fr.-T. Kassel-Süd — Wassersport 3 :1
Ein Freundschaftstreffen, in dem die Turner stets tonangebend waren, aber trotzdem verloren. Und nur darum, weil sie vergatzen, ihren Angriffen mehr Nachdruck zu geben. Es zeigte sich, datz man mit nur guter technischer Spielweise, und fiter waren die Turner überlegen, nicht gewinnen kann. Daran ändert auch ite Tatsache nichts, datz die Turnermanuschaft nicht komplett war.
Boren
leicht 7:5, 6:3 schlagen. Sri. Krahwinkel steht damit bereits unter den „letzten Bier , ste wird in der Borschlutzrunbe auf die Amerikanerin Jakobs treffen, die fite Ueßer« raschung des Tages lieferte, indem ste Englands große Hon- nung, Bettn R u t b a l Iganz leicht 6:2. 6:3 schlug. In der anderen Hälfte kam Frl. Autzem noch nicht zum Spiel gegen die Schweizerin Paoot, das Treffen wird erst am Mittwoch ausgetragen.
In den Doppelspielen stnd nun die letzten Deutschen ausgeschieden. Frl. B ei tz .unterlag im Geunichten Doppel zusammen mit dem Engländer Gilbert gegen Mitz Feltham/Aoki 7:5. 6:1 .während Edith -ander und ihr fraimösi'cher Partner Bruanon von den Engländern Mitz Heeley/Perrv 8:6. 6:2 afigefertigt wurden. — Im Herr en» doppel war der 8:6, 6:4, 4:6, 7:5 Steg der Engländer Hugges/Perrn über Rogers/H. Satoh bemerkenswert.
Sport in der Heimat
Warbnrger Sportbrief. Handball: Fürs» r g e 6 e int Warburg — „M ark Paderborn 2:7 (1:4). Die nach den „Preutzen" als beste .Handballmannschaft Paderborns bekannte „Mark" erzielte einen einwandfreien Sieg. — Siirfor geheim Warburg — Tv. Dabltz au, sen 6:5 (4:1). In diesem Spiel am Montag gelang den Warburgern nur ein knapper Sieg.
Sporisesi in Wormeln. Die Resultate Rimbeck — Welda 3:1, Menne — Daseburg 1:2, Lütgeneder — Gerntete 4:2, Rösebeck — Kalenberg 1:0. Daseburg — Rösebeck 2:1, Lütgeneder — Rimbeck 4:0; Sieger: Lütgeneder.
Zwischenrunden int Jnaendsntzball für das ßreiStnrn« nud Sportfest des Kreises Warburg. «onenburg - Körbecke 1:0, Svort,r. Warburg 06 T. Jgd. — »vortsr.. Warburg Et II. Jgd. 6:1, Konvikt Warburg — Sorgenfrei* 4:0. Th.
Frauen-Handball
Univerfität Marburg — Kurhessen. / Wllhelmshöhe komb.
Am ßeuiigen Mittwoch trägt die Kasseler Damenmannschaft inM a r b u r g das7Rü«vtel gegen d i« dortige Studentinnenmannschaft an». .DtlsDorsplel ging mit 2'7 für Kassel verloren. Für das Rückspiel in eine stärkere Mannschaft ausgestellt worden, fite rttberiidj ehrenvoller abfchneiden wivd. Di« Kasseler Ä&aT(Ö:; K’ÄT tWÄtz, • ftreaef’iuS. 'Schmidt, Hützne. Grieiing. Dotnng (sämttich Kurhessen). "er‘
Sporlabzeichenprüfmrg.
Heute abend werden auf den Walbauer Wiesen von 19 bis W Uhr Prüfungen für Gruppe II abgenommen. Gr.
Deutscher Offizierssieg
im modernen Fünfkampf
Mit einem deutschen O ssi, j e r s s ie g endete der m oTerne 5 ü ns kam p f in Wünsdorf. In Gegenwart des Chefs der Heeresleitung. Gernrai wurde als letzte Konkurrenz der Geläudelaus über 4 km ausgetragen tn dem Oberlt. Strempel vor L berlt. Nauds die beste Zeit erzielte. Im Gestmtcrgebms siegte und^urde RaRke^Sb'T"ffi« » Platz Uuni^ Lcuinaui
Tukktoäki und Oberlt. Har mit je 35 P. Den Landerkampf »ewauu Deutschland überlegen gegen Fmnlaud.
Beginn der „Tour de France“
Tie erste Etappe führte von Paris nach Caen über Silomet«. Die Boulevards 'n Paris waren voller Men^ [eben. Am ontaieüen etart tn BMet hatten ftcbca w uw Zuschauer eingefunSen, Sie den a.etlne6merit fiegetltert J jubelten. Die Etappe war nicht schwierig. und so wurde von »eginn an aus Tempo gefahren und dabet ein Stun dendurchschntit von 33 SWometer krretcht.
aröftte Pechvogel war aber Stocpel. der gleich ?^n Beginn an" über eine Magenverstimmung klagte. D^i Kilometer vor dem Ziel erlitt er autzerdem noch Rerienschaden Ntwt ^i2 besser erging es Metze, der nicht weit von Caen zu klall kam Altenburger, Siegel und Eener nahmen sich tonet an uno führten tim wieder zur Lpttzengruppe!-eran.
Bon den 81 gestarteten Fahrern erreichte «ine,36 Mann starke Gruppe gemeinsam das Siel. Als St«er grng überraschenderweise der Belgier T> a em e r ttnck hervor, der nom auf der Strecke teilweise omen Rückstart von 1000 Dietern zu verzeichnen batte. Miter befanden sich die Deutschen Thierbach . JDi e tz e , Buse, S teton 111 und Olbüter in der Spitzengruppe. Das genaue Er- gebwis: Baris — Caen. 208 Stttom e t c t:
ZN- h ^nIeeTt%ne:n6-:
6-S ti! ‘Siegel 6:102? 48. Nitschke 6:18 53: 50. Geoer 6:19,21; 65. Sroepel 6:20,53. 66. Ussat 6.22L8.
erhard Christoph, start weg die Führu:
fjanbeln.
(Fortsetzung folgt.)
um nis
200 m: , JRteS, 800 m: 1500 m:
konnte. Shines ging mißmutig wieder jus Amt und ffriibelte nach, zu welchem Namen die mhsterwsen Firmenbuchstaben, die er auf dem Umschlag gefunden hatte, passen könnten. Das alte Mittel, auf dem Wege über den Hersteller oder Verkäufer der BritefumschlLge ihren Besitzer zu ermitteln, war ziemlich aussichtslos, da das Papier ebenso wie die Lettern von einer Art waren, wie sie in Dutzenden von Druckereien und Papierfabriken hergeftellt wurden. Wieb also als letzte Möglichkeit der Wog der reinen Kontb-ination.
Meisterschaften «it grober Spannung entgegen. Der Südwestdeutsche Rundfunk bemüht sich einen Teil der Meisterschaften ,» übertragen, eine Einigung mit dem Veranstalter, dem Raseusvortverband ist aber noch nicht erzielt «orden.
Wer war Hardlev gewesen? Zweifellos ent politischer Agent, Er war Amerikaner und war offiziell als Sonderberichterstatter von United Service for Preß Information in Loudon gewesen. Es war auffallend, daß sich die Redaktion, d. h, die Londoner Vertretung noch nicht gemeldet hatte. Svmes ergriff die Offensive und klingelte selbst dort an. Er hörte, nicht sonderlich erstaunt, datz man Herrn Hardley gar nicht kenne, es müsse sich wohl einen Schwindler oder um ein Mißverstiind-
Die moderne junge Frau.
„Hallo! Ist dort das Telefonamt? Hier iff 1347!
Liebes Fräulein, ich möchte meine Freundin besuchen und werde den Hörer auf den Ttsch legen!
Wenn mein Baby schreit, dann rufen Sie mich doch bitte an unter der Nummer 1988!“
(„Berlingske Tidende“.)
Oer 7. Kreis bei den
Westdeutschen Volksturnmeisterfchasten
Zu den am 11. un6 12. IM in Lüdenscheid sbatt- ftnöenben westdeutschen Bolksturn-Msisterschafteu fiat der Oberweier- Kreis folgende Teilnehmer gemeldet:
manchen Dingen nicht — Habern Sie vergessen, wer die Leute hier auf die Ieffers aufmerksam machte? Haben Sie das Brüsseler Paket vergessen? Ich habe für Sie — hören Sie, meine Liebe — für Sie habe ich Ray Ieffers unschüdlich gemacht — ich pflege mir meine Bezahlung selbst zu nehmen, wenn ich dazu in der Lage bin — Sie verstehen mich?
O ja. sie verstand ihn, sie verstand Herrn Sel- fride vollkommen. Sie stützte den rechten Ellbogen auf die Tischplatte und lächelte Selfvide über ihre Hand hmweg an: _
.Ich bin ganz im Bilde, und eine Bestätigung war wahrhaftig nicht notwendig! Verzeihen Sie mir meine Offenheit, Herr Selfride, Ich denke, Sie werden mich verstehen —* .
.Sie sind noch ehrgeizig, E>scher Raleigh, baha. sehr gut — aber ich nehme es Ihnen wirklich nicht übet Haben Sie schon gehört —?"
Und nun begann er von Hardleys Tod zu erzählen. Er war ein glänzender Erzähler. — Esther erinnerte sich bei seinen Worten an Burg. Da saß der Bruder Siegfried Burgs, dieser Bruder, dessen Geschäft das fürchterlichste war, das man erdenken konnte; und siehe da. er erzählte.
Er plauderte von Hardley, wie man von einem Fremden plaudert. Erwähnte, daß es Hardley gewesen sei, der Esthers Flucht auf seine Anordnung durchgeWhn habe, ia, ia, er war ein tüchtiger Junge, nur ehrgeizig, verdammt ehrgeizig, verstehen Sie, Miß RaHeigh? Er wollte mehr tun, als man ihm auftrug — natürlich, die meisten Menschen übersMtzten ihre Kräfte und trauten sich sttviel zu. — Ehre seinem Andenken! Er kam dann in eine dumme Zwickmühle — man hätte begreifen können, menschlich begreifen, daß er Angst bekam, vielleicht umkehren wollte; man ist in solchen Fällen leicht geneigt, beim bisherigen Gegner Schutz zu suchen — nun, es wurde ihm erspart, in womöglich lange und schlimm« Gefahren zu kommen. —
.Sie haben ja erfahren, daß er getötet wurde. Ermordet. Er war ein guter Mitarbeiter — nur, wie gesagt, leider — manchmal zu eifrig!*
Selfride schwieg und starrte Esther an, die seinen Blick, ohne mit enter Wimper zu zucken, erwiderte. Tabei hatte sie Mühe, ihm nickt mit der Faust ins Gesicht zu schlagen. Dieser Schuft! Deshalb also die Geschichte! Jawohl, Hem- Selfride liebte, wie es schien, didaktische Prosa!
Es war ein« Warnung, die er ihr da zu kommen ließ, eine einigermaßen ernste Warnung; und es war noch sehr liebenswürdig von Herrn Selfride, diese Warnung so zu verbrämen, wie er es tat.
Esther löste chren Blick aus dem seinen und
fragte ihn, ob man nun gehen könne, und welche Borschläae er für die nächste Zeit habe. Er zog zwei Theaterbilletts aus der Tasche und fragte sie, ob sie Zeit habe, mit ihm zu gehen; man könne sich ja nach dem Theater noch irgendwo htnsetzen und ein wenig plaudern. Er hab« Nachrichten, die evtl, für die Russen sehr interessant sein konnten. Esther nahm an. und sie erhoben sich beibe, um ms Thea- ^^InsPektor^ Shmes hatte in Ghelmessord nach Kenntnisnahme des Polizeiprotokolls die Leichen der Heiden Wageninsassen und danach das zertrümmerte Auto genau untersucht. ES zeigte sich, datz das Polizeitelegramm ein wenig ungenau gewesen war. Das Auwmobil war nickt im eigentlichen Sinne explodiert, sondern gegen einen Chausseestein gefahren und in Brand geraten. Nach dem Befund schien es, datz der Benzintank sogleich am« gerissen worden war, so daß das Benzin ausfloß und mit offener Flamme verbrannte, ohne zu vergasen und zu detonieren. Die Habseligkeiten der Toten, deren Kleider und Körper von dem Brande ergriffen worden war, boten kaum Anhaltspunkte. Man batte alle Sachen auf einen Asch gelegt, wo Symes sie Stück für Stück prüfte. Seine Sorgfalt wurde belohnt, denn auf der Manschette eines blutbesudelten abgerissenen Hemdärmels fand er mit Kopierstift ein Wort, das er trotz der Berschmrerl- heit der Zeichen entziffern konnte. Es war der Name Hardley.
Möhr allerdings ließ sich auch bei sorgfältigster Suche nicht ermitteLn, aber Symes betrachtete diese Entideckung als eine nicht unwichtige Bestättgung seines Verdachtes. Die genaue Untersuchung der Wagenrefte war durch den Zustand der Trümmer außerordentlich erschwert. Wenn der Inspekwr mit seiner Vermutung recht hatte, so mußte in dem Wagen entweder eine Höllenmaschine eingebaut gewesen sein, oder es mußte sich tn ihm zum mindesten eine Vorrichtung befunden haben,, welche zur Ursache des Unfalles geworden war. Sein Suchen war vergeblich^ Das einzige, was ihm auffiel, ihn aber um feinen Schnitt weiterbrachte, war die Tatsache, daß von den Resten der zerschmetterten Auwuhr ein einzelner elektrischer Leitung sdraht, der mit einem Kontakt versehen war, herabhing. Aber selbst die anstrengendste Prüfung des übrigen Metallgewirres ließ ihn nicht einmal ahnen, was es mit diesem Draht für eine Bewandtnis haben könne.
Er fuhr nach London zurück und bemühte sich nun, den Wohnort und die.Tätigkeit der beiden getöteten Italiener zu ermitteln. Ein Besuch in ihrem leeren Quartier, den er am nächsten Tage vornahm, führte zu nichts. Der einzige Anhaltspunkt, der aber reichlich dürftig war, bestand darin, daß ihm ein altes Weib, das in derselben Straße wohnte, mitteilte, die beiden Italiener hätten zweimal Besuch eines auffallend dicken und großen Mannes gehabt, den die Frau aber nicht näher beschveilben
Zwischen 2 Zigaretten
-Tabletten
Sie fragte Dangen, ob er noch weiter« Auskünfte brauche, oder ob sie nun wieder für ein paar Stunden Ferien habe. Er lachte, bat sie wegen der Mühe, di« er ihr mit dieser neuen Sache gemacht habe, um Entschuldigung und begleitete sie hinaus. In der Tür fragte sie noch ganz beiläufig:
.Wann kann denn die Verhandlung in der Sache TsunHerdemerten fein?"
.Wir wollen diese Dinge jetzt immer so sehr wie möglich beschleunigen, ich deute, im Laufe des nächsten Monats oder spätestens in acht Wochen."
Ein erneuter Versuch Esthers, Selfride zu erreichen, glückte, ste verabredete, ihn vom Hotel abzuholen und ging die wenigen Schritte — sie hatte von der Post in der Französischen Straße aus telephoniert — in den Kaiserhof. Selfride war bereits in der Halle. Er sah sie schmunzelnd an:
.Na, ist Ihnen der Flug gut bekommen? Ich habe mir inzwischen erlaubt —*
.Ich weiß. Ich danke Ihnen —*
Er bemerkte natürlich ihre Mißstimmung.
.Ist Ihnen etwas nicht recht? Wollten Sie Rah Ieffers, die Ihren Freund — ?“
.Nein, ich danke Ihnen wirklich Es ist nur — es ist ein bißchen beängstigend, wie Sie — Woher wußten Sie denn, wo die Frau wohnte?"
.Es gibt nicht sehr viele Hotels in dieser Gegend, in denen man ohne Anmeldung ein paar Tage wohnen kann, ohne aufzufallen. Ich kenne zufällig drei. Es war nicht sehr schwer, herauszube- kommen, wo sie sich aufhielt. Ich bin ia hier nicht allein — glücklicherweise bekam ich die Meldung von Ihrem Flug gerade noch zum Umbruch in die Zeitung — dann überwachte ich die drei Hotels. Mittags hatte ich Ray Ieffers ermittelt und ein« halbe Stunde später war die Sach« in Ordnung."
Esther schauerte plötzlich zusammen, ent kalter Wind schien durch die Hotelhalle zu fegen. Wie erbarmungslos arbeitete dieser Mann vor ihr, wie ging er, bar feder menschlichen Empfindung, über einen zur Strecke gebrachten Menschen zur Tagesordnung über! Esther haßte Ray von ganzer Seele — aber es schmerzte sie, daß diese stolz« und schöne Frau von Selfride wie ein Huhn gefangen wordm war, das man mit Körnern aus der bunffien Stallecke hervorlockt. Sie hatte einen häßlichen Geschmack im Munde — und unvermittelt fragte fie Selfride:
.Dongen bat die kopierten Gasprotokolle natürlich nicht finden können, weil —*
Ihr Gegenüber setzte sich gelassen zureckt und sah Esther mit einem kalten Blick an:
.Lassen Sie sich an dem genügen. Escher Raleigh. was man Ihnen bietet! Ich ftage Sie nach
_ Turner: 100 m: Kraft und Machol, (CT.). Kvast, Machst, und Röller (ET.). 400 m: Va
Rüppel, Gonnermann und Schürte (alle CT.). Ries und Bach (CT.), Heute (Tuipo Göttingen).
Hfir hmmiinha Koinnf Roman von Michael Corvin L» B I B I 11111 «JF I I |\Q||||J I Copyright by Meyer und Jessen. Vertrieb, München
Wimbledon
Frl. Krahwinkel in der Borschlußrunde des Damen-Einzels.
Das Interesse an öen Lllenglanös-Meisterschaften in Wimfilebon steigert sich jetzt mit dem Matze, mtt dem man stch den Entscheidungen nähert. Am Di en Stag wohn- ien den Bierielsinals im Damen-Einzel 30 000 Zuschauer bei. Gleich im ersten Spiel gab es für das deutsche Tennis eine freudige UeberrmSung. Hilde Krahwinkel konnte die starke Engländerin Mitz Round vechaltnismätztg
Für den Ruderoerein am Realgymnasium II Kassel ftano die Beteiligung an der diesiahrigen 80. Regatta des Schülerruderverfiandes Berlin-Niederichvnewetde fest, da er den im vorigen Jahr erstmalig dort ausaffabrenen und von ih^ gM0nn?nen Preis der Stadt Berlin lerne wert- mar dadurch gegeben, datz der Ruderclub K u r h eTt e n, ®afiel entgegenkommend und echt loortkameradichaiiltch feinen Gigachttr für mehrere Trainingsfafirten.zur Verfügung stellte Auf Grund der Ergebnisse des TrainmgS führen die Kasseler Schüler mit chrem Protektor und Trainer zuver- W8u d"em tubU'aumsachter, der erstmalig auSge- schrieben war, hatte» die besten Berliner Schulen, dazu auswärtige Vereine aus Landsberg an der Warthe^ und Kassel gemeldet, in der Reifieufolge der auSaelosten Startplätze waren es: 1. Ruderabteilung <mt nasium Berlin, 2. Ruderriege an der Friedrichs-Werder- schen Schule. 3. Ruderverein „Lore (Luisenstäbtuche Oberrealschule), 4. Ruderverein amR eal g nmna ft unrll Kassel. 5. Ruderverein an.ker KöniguadtifLen Obet- realschule. 6. Schülerruderverein Wlking-Landsberg. Als Favoriten galten die Boote 3 und 6 als kräftig gebaute, gut arbeitende Mannschaften^ 4 wegen fetnet guten Zusammenarbeit und seines Schwingens. Beim start der •jonfi fffi-pfpr Street c f ie*bfte bex bei r>Soic »Die
andern kEn gut abl trob Gegenwindes und Wellen- aanaes Boot 1 führte vor 6 und 4. Nach 200 Meter hatte ^as^l knavve Führung, um die es, nachdem die andern 4 Boote__ unter ihnen ole wleiet aufbolende „Lore «u-
Kasseler Stadtmannschaft gegen Boxclub „Heros" Erfurt.
Eine Kasseler Stadtmannschaft folgt am Freitag, den 3. Juli, einer Einladung des BorclubS „H e r o i“ Erfurt, um dort gegen den Gastgeber im Reichshallentheater zu starten. Die Ersurter, die über eine der stärksten Kamvs- mannfchaften Deutschlands verfügen, werden von den Kasselern wohl nicht geschlagen werden. Immerhin sollten sich hie Kasseler ehrenvoll aus dem Kampfe ziehen.
Es starten für Kassel: Fliegengewicht: Studtenroth (08) Bantamgewicht: Paul (03), Federgewicht: GlobeS (Kurfiessen), Leichtgewicht: Llscheid (Kurhessen). Weltergewicht: BauerSfeld (03), Mittelgewicht: Jacobs (03). Mittelgewicht: Langeselö (03), Halbschwergewicht: Hunold (Kurhessen), Schwergewicht: Knauf (03).
Schwimmen
Ehrung der neuen Gaumeister.
Da di« Kasseler Schwimmer leider in Dudersiadt am vorigen Sonntag beim Gauschwimmfest keine Zett mehr hatten, um abends der Preisverteilung beizuwohnen, da die Absahtt nach Kassel so stütz angesetzt war, wird die Breisverteilung und Siegerehrung am onntag, den 5. Juli, abends 7 Uhr, im Casseler Schwimmveretn am Fuldadamm nachstäglich vorgenommen. Die neuen Gaumeister-Sieger bei den Gaum«i. sterschasten aus Kassel werden gebeten, sich zu der angesetz- teu Zett im Casseler Schwimmvereiu einzufinden. e-e.
S « S» «ßgSS Brandenburg, verlor im Staatsvierer (tchwere Ableilung) gegen diesen Gegner, wurde allerdings aus der nto behindert Die zweite Mannschaft der Herschelichule konnte sich nicht durchsetzen. Wiking Landsberg errang m der leichten Abteilung des Staatsvierers noch eltlen zwstten Siea Zweimal siegreich war auch die Oberrealschule $o8t"$ d am'" Bon Berliner Schotte? Ahlten das Luisen- ftäötifdie ^ealöurnn-aiium, öaö Andreas-Realgymnasium. Aahn Lichienb?rg und HÜmboldtschule Tegel je einmal zu den Siegern.
Kaffeier Schüler-Ruderer erfolgreich!
Oer iru-erverein am Realgymnasium II siegte in Berlin-Grünau
Schmeling-Strib-ing
Die Radio-Uebertragung gesichert.
Erst «ach langwierige« Perhandlunge» «ar eS möglich, int Weltmeisterschaftskampf t» Cleve land zwischen Mar S ch « e l t - g und Sonng Stribling die Rundfunk- Ueoertragnng z« sicher«. Die Uebertragnng wird direkt vom Ring ans erfolgen nnd ans de« Kurzwelleu-Sender Sbenectadv geleitet werden. Po« dort übernehme» die d e » t s ch e a Sender de« Bericht ««d werde» ihn in der Rächt von Freitag a«f Samstag z«ifche« 3 und 4 lut i« ihre« Sendegebiet verbreiten.
Rivgrichter im Sch«eki«g - Stribling- Kampf um de» Weltmeiftertttel im Schwergewichtsbore» wird George Blake sei», der wegen seiner Zuverlässigkeit großes Ansehen genießt. Die Nachrichten, die aus de» beide« Trainiagslager» in letzter Mi«»te komme», laute» dahi«, datz Schwelt»« «It größter Zuversicht de« Kampf eutgegeusieht, während Stribling etwas nervös geworden ist.
rückfallen, mit den LandSbergern käuwfte. Ergebnisse: 1. f?Hie"flW6ttb35e^6««6teiL? ' amMrichsrLm. ?Lum 4:R^4. si-R anH'MdrichMrdeffchen Schule. 5. RB an der Königstädtlichen r.tzerrealichule, 6. Lore.
-fm Doppelvierer (1000 m Strecke) waren im Ge- gensttz zu den 6 Booten des Vorjahres nur zwei Wiw Verein« al» Gegner angetreteu, allerdings die^schanstcu
Gerbarö C b ri st o o h. Steuermann Otto He in itz vom ttm*«» Ate i^üüruna und fi(0L ohne ffÄ auszug^oen, mi?rbr^%änge®to^%eliBe°n anderen B°°te -esern sich -inen harten Bo^^n-B°-d-K°mv^f Rs^rns ein am' Kdnigstä^ischen Realgvmnasium 4:21, 3. RR. am Realgymnasium Berlin-Treptow 4:22.
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