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1tr.l38 z «non-zwanzigster Zahrgang

Kasseler Treueste Nachrichten

Dienstag, 16.3«ni 1931 /1. AeNage

sicherte die Angehörigen namens der preußische« Staatsregierung auftichttger Anteilnahme.

Die Regierung erhebe aber ihre mahnende Stimme gegen Verhetzung und Gewalttätig­keiten,

die unser Volk nur immer weiter ru Boden drück­ten .und das Schwere nur noch schwerer und Bes­serung unmöglich machten. Die Mäßigung des Staates dürfe nicht zum Gespött werden, sondern entschieden und wenn es nottut auch rück­sichtslos müßten seine Machtmittel eingesetzt werden. Das offen® Grab sei aber auch eine furcht­bare Mahnung an die mit Blutschuld Beladenen. Auch er gelobe, daß die Behörden alles daran setzen werden, solche Opfer in Zukunst unmöglich zu machen. Wenn dies gelinge, sei dieser junge Ka­merad nicht umsonst gefallen. .

Nach einer Ansprache des Oberregierungsrats Heine, des Vertreters des Oberpräsidenten nahm auch der Führer des Berufsverbandes der Pölizeibe- amten, Polizei-Hauptwachtmeister Leinung Abschied. In ergreifenden Worten gedachte er des jähen Todes, wie Kuhlmann noch wenige Tage vorher ahnungslos von den Seinen und seiner Braut Ab- Kameraden schloß seine Ausführungen, bei denen schied genommen habe, und malte dann den tragi­schen Abend am Altmarkt. Das Lied vom guten Kameraden schloß sein® Ausführungen, ei denen nur wenig Augen trocken blieben.

Drei Hand voll Erde, ein Händedruck mit den Angehörigen, dann löste sich die riesige Trauerver- sammlmvg in Stille aus. 8l.

Film -er Anfälle

Glück im Unglück hatte gestern morgen in der Schlachthofstratze ein fünfjähriger Junge, der, nach­dem er bereits am Samstag in ein Postauto ge­laufen aber nicht verletzt worden war, abermals von dem Lieferauto eines Milchhändlers überfah­ren wurde. Auch diesmal kam er mit Hautabschür­fungen und einer Kopfverletzung davon, doch mutzte er von Passanten zwecks Vernähung der Wunde zu einem Arzt gebracht werden.

Kein Kind ist mehr sicher. In der unteren Fuldagasse lockt® ein fremder junger Mann ein 3- jähriges Mädchen in den Hausflur der Milchküche und verging sich an dem Kinde. Erst auf das Schreien der Kleinen wurden Leute aus der Nach­barschaft aufmerksam und eilten hinzu, doch gelang es dem Fremden unerkannt in die Karlsaue zu entkommen.

Meissel und Kurbel. In einer Schlosserei in der Mühlengasse verunglückte ein 17jähriger Lehrling aus Helsa dadurch, daß ihm ein scharfer Meißel in die rechte Hand drang und eine Hauptader durch­schlug. Er wurde nach Abbinden des Armes von der Unfallwache Holzmarkt zu einem Arzt geschafst. Dasselbe geschah mit einem 26jährigen Kraftfahrer aus der Waisenhausstraße, dem beim Ankurbeln des Wagens von der zurückschnellenden Kurbel das Ang« schwer verletzt wurde.

Mewiittte der 3. »laste 37/263. Prcuß.-Tüddevttckc» »lasteuloiterie. Erster Zichungstag, 15. Juni. Vormit­tags-Ziehung: 5000 Mark: 20 921, 256 281. 2000

Mark: 124 963, 295 295, 337 924, 381 794. 1000 Mark:

46 "234, 74 444. 91 083, 180 204, 186 897, 194 083, 195 009,

250 562, 252 777, 275 058, 290 943, 300 316, 339 442, 379144,

398 551. 800 Mark: 18 436, 19 367, 24 438, 32 444, 40 842, 60 912, 77 934. 78 780, 81 844, 121 637, 162 864, 207 566, 219 383, 242 460, 277 815, 280 804, 291 359 294 782, 326 614, 335 937, 345 576, 364 802, 875 346, 380 064. 509 Mark: 11 402, 13 097, 27 132, 73 137, 82 274, 97 566, 112 165, 161 207. 189 884, 194 234, 194 357, 231 001, 282 236, 237 530, 261 244, 278 558, 298 836, 324 866, 388 675, 368 907, 369 153, 380 930. 393 877, 398 248. Nachmittags-Ziehuna: 50 000 Mark: 117 106. 10 000 Mark: 231 870. 5000 Mark: 329 344. 346 397. 3000 Mark: 65 081. 314 423. 360 332. 2000 Mark: 35 035, 252 366. 1000 Mark: 13175, 14 508, 39 865, 64 856, 86 889, 91 991, 154 826, 173 500. 182 953, 239 582, 294 3M, 314 278. 800 Mark: 8020, 13 191, 36 530, 60 403, 127 845, 159 117. 176 650, 182 634. 199 056, 199 809, 205 205, 216 391, 253 586, 326 481, 342 096. 500 Mark: 30 828, 37 489, 60 794, 51 457, 52 866,68 043. 87 970, 93 128, 94 964, 95 021, 99 126, 121 083, 125 640, 136'526, 185 099, 206 727, 207 813, 224 388, 236 909, 242 341, 266 009, 279 511, 325 241, 360 358, 360 856. Ohne Gewähr.

Wettervoraussage bis Mittwoch:

Nach schwacher Bewölkungszunahme und im Nor­den etwas Gewitterneigung abends aufheiternd, lieber Sud nach Westen drehende Winde.

Neues aus Kassel

Kassel, 16. Juni.

Das rasende Motorrad

und sein Todesopfer.

Da» Polizeipräsidium meldet:

Heute morgen um 8 Uhr fuhr ein Personenkraft­wagen von Wilhelmshöhe in mäßigem Tempo die Wilhelmshöher Allee entlang, um nach links in dif Zedlitzftraße eiazubiegen. Als sich der Wagen bereits auf der Etraßenmitte befand, kam aus der Stadt ein Motorradfahrer in übermäßig schnellem Tempo die Wilhelmshöher Allee entlang gefahren, stieß mit dem Rad gegen die rechte Seite des DKW.-Wagens und warf ihn auf die nordwestliche Eehbahn der Wil­helmshöher Allee, Ecke Zedlitzstraße. Der Motorrad­fahrer kam zu Fall und erlitt einen Schädel- und Schlüsselbeinbruch. Er wurde von Straßenpassanten in das Rote Kreuz gebracht, wo er sofort verschied. Es handelt sich bei dem Toten um einen gewissen Carl aus Baake, Kreis Hofgeismar.

Das Motorrad wurde fichergestellt, es ist stark be­schädigt, ebenso der Kraftwagen.

Cluer über den*Wochenmarkt

Großes Geschäft in Erdbeeren heute, die in er­heblichen Mengen im Sonnenschein der letzten Tage gereift sind, delikat und aromatisch wie wenig Obst. Einen Teller Erdbeeren mit Milch wird wohl keiner verachten oder gar mit Schlagsahne? Kein Wunder, daß flott verkauft wurde, denn bei dem Psundprets von 50 Pfg. braucht man sich nicht erst lange zu be­sinnen. Sogar für 40 Pfg. wurden sie nach einigem Handeln abgegeben. Wer sollte jetzt, nachdem auch die Kirschen immer reichlicher werden, noch an aus­ländisches Obst, Bananen, Aepsel und Apfelsinen denken? Nur immer nach Kirschen geht die Preis- fraae und von 35 Pfg. an sind die dicken Witzen- häuser schon zu haben, bis zu 4 5Pfg- für die aller­allerdicksten - Zitronen freilich kann man nicht ganz entbehren, hab-n wir hoch keine deutsche Frucht, die sie ersetzt und so werden für eine Zitronenlimonade am heißen Dommerabend 3 Stück für 25 Pfg. ver­kamt. Stachelbeeren für 15 und 20 Pfg- werden erst teuer durch den erforderlichen Zucker, sind aber doch ein beliebtes Kompott.

Ein Grab und eine Mahnung

Oie Beisetzung des erschossenen Polizeibeamten Kuhlmann

Rasch tritt der Tod den Menschen an, Es ist ihm keine Frist gegeben ....

Tumult in der Altstadt. Johlen und Schimpf­worte, als die Polizei erscheint. Er ist nicht leicht, der Dienst der Polizeibeamten. Einer von ihnen war schon schwer verletzt worden. Alarm folgt auf Alarm Kaum finden sie Ruhe. Sie müssen ihre Pflicht tun gegen die Menge und fühlen eine Welle von Abwehr sich gegenüber, Feindschaft derer, die nichts mehr zu verlieren haben, gegen die Repräsentanten der Staatsgewalt. Und doch sind die Leute im Tschako Glieder desselben Volkes, dessen verzweifelte und mißleitete Brüder ihnen gegenüberstehen. Plötzlich ein Schuß ans der Marktgasse: ein junger Beamter sinkt zusammen. Noch ahnt feine alte Mutter in Hanno- versch-Münden nicht, daß sie nach dem Gatten nun auch ihren ältesten Sohn hat dem Vaterland opfern müssen....

Täglich gewiß sterben Söhne, Väter, Mütter. Das ist Schicksal, das keinem erspart bleibt. Und im Kriege sanken Tausende dahin, wie tausende von Müttern den stillen Heldentod ihres Muttertums erleiden müs­sen. Hart aber ist es, wenn mitten im Frieden, mag er auch noch so fragwürdig sein, ein Hüter der Ord­nung sein Leben unter der Kugel eines Volksgenossen hingeben mutz. Wir leben in Notzeiten und wissen nicht, was noch kommen mag, wo nirgends Rettung winkt. Wir müssen die Not alle gemeinsam tragen und dürfen uns nicht dazu verleiten lassen, uns in Verzweiflung selbst zu zerfleischen und uns noch tiefer in Elend und Grauen zu bringen. Das war letzten Endes die Mahnung des gewaltigen Trauerzuges, der gestern den gefallenen Schutzpolizei­beamten in der Weserstadt durch das sommerliche Blühen zur letzten Ruhe geleitete.

Ergreifend die kurze Drauerseier in der Kapelle. Junge Beamte vielten ihrem toten Kameraden die Ehrenwache, während die Kapelle der Schutzpolizei Trauerchoräile spielte. Vertreter der Behörden, Offiziere der Schutzpolizei, Abordnungen der Ka­meraden mit herrlichen Kränzen und erroften schwarz-weißen Schleifen umringen den mit Blu­men geschmückten Sarg. Noch immer sind die An­gehörigen fassungslos, vor allem die alte Mutter des Ermordeten. Ihr, die einst im Kri»ihren Ernährer heraab und nun durch ein so jähes tra­gisches Geschick ihren Aeltesten gleichfalls verlor,

Uni-

gehört das aufrichttge Mitgefühl Tausender, jüngere Bruder, gleichfalls in der schmucken

form der Ordnungshüter, sucht sie aufrecht zu er­halten.

Ihnen Wender sich der Trost des Geistlichen zu, dessen ehrwürdige Gestalt in dem Dämmer, der Ka­pelle an den Sarg tritt. Pastor Wenzel schildert« ihren Sohn als guten Kameraden und treuen Untergebenen, der im Dienste unser aller gestorben sei. Immer müssen Menschen da sein, die bereit sind, sich für ihre Brüder zu opfern. Ter Wert des Menschenlebens darf nicht an seiner Länge gemes­sen werden sondern an seiner Treue und Pflicht- erfüllung. Kuhlmann war ein Mensch, den man lieb haben mutzte. Früh schon hat er nach ewigem Ratschluß vollendet. Aber auch für uns kommt einst die Nacht, da niemand wirken kann . . .

»Tod, wo ist Dein Stachel*, so klang es dann am Grabe, während von grünen Hecken Rosen über das offene Grab nickten. Gebet und Segen, dann ruft Polizeiprädent Dr. Hohenstein dem gefallenen jungen Kameraden warmherzige und eindringlich« Worte des Abschiedes nach. In der Wärme eines Frühlingsabends sei es geschehen. Dunkel sei beut« der Himmel über Deutschlands Fluren. Hader, Un­zufriedenheit und Verzweiflung zerreißen, das Volk. Nicht sachlich bleibe der Kampf, sondern der ver­brecherische Umsturz hebe sein Haupt. »So fiel auch unser Kamerad Kuhlmann als ein Opfer eines heimtückischen Uebersalls, von der jähen Kugel eines ruchlosen Menschen. Alle anständigen Menschen sind sich darin einig, daß man diese Tat ablehnen muß. Aber darüber hinaus legen die Gewalttätig­keiten Hand an den Staat selbst und treiben ihn in Notwehr" An diesem Grabe gelobe er, daß die Machtmittel des Staates voll eingesetzt würden, um eine Sühne herbeizuführen und die Wiederkehr solch blutiger Ereignisse zu verhindern. Kuhlmann sei ein vorbildlicher Mensch gewesen, ein Muster und ein leuchtendes Beispiel für seine Kameraden; ein lauterer Charakter und eine Freude für seine Vor­gesetzten. Wer fein Leben so voll und ganz dem Staate hingebe, der gibt einer Gemeinschaft das Beste, was ein Mensch geben kann. Erschüttert ge­lobe die Polizei, ihm nachzueifern in gleicher Pflichttreue an dem Platze, wohin die Pflicht sie stelle.

Regierungspräsident Dr. Friedensburg ver-

Für Pilzliebhaber ist es Zeit, nach den ersten Steinpilzen suchen zu gehen, da sie heute schon auf den Markt gebracht wurden. Kleine, e, bei denen wenig Abfall ist, muffen mit 70 und 80 Pfg. bezahlt werden, die großen mit 50 Pfg. Auch Matpilze be­kommt man für 50 Pfg. Ganz kleine Pfifferlinge, 2 Zentimenter hoch, dafür aber das zarteste, was man sich denken kann, bekam man auch für 80 Pfg.

Für 50 Pfg. bekommt man schon eine unendlich dicke, lange Salatgurke, die man bestimmt zu einer Mahlzeit nicht schafft, kleinere, aber auch nicht klein, von 30 Pfg. an, hiesige, schmackhafte Ware. Blumen­kohl für 10 Pfg. reicht für eine Suppe aus, für 65 Pfg. bekommt man eine kaum zu bewältigende weiße Rose. Wirsing wird für 30 Pfg. das Pfund ange­boten Obstkohlvaben von 8 Pfg. an. Für 3 Strnnk- chen bezahlt man 25 Pfg., für Salat 5 und 10 Pfg. Suppenspargel bietet man für 10 bis 25 Pfg. an für 60 zarte, dicke Stangen. Wurzeln könnten nun bald größer oder wenigstens billiger werden, denn an ei­nem kleinen Bündchen für 10 oder 15 Pfg. ist immer noch nicht viel dran. Erbsen kosten 18 und 20 Pfg., Saucengrün ein Viertelpfund 10 bis 20 Pfg., 4 lange weiße Rettiche werden für 10 Pfg. angeboten. Radieschen für 5 Pfg. das Bündel, Dill und Schnitt­lauch auch für 5, junge Zwiebeln 2 Bund für 15 Pfg. Tomaten bekommt man für 35 und ca. 65 Pfg., Rha­barber für 10, Suppengrün für 8 bis 10, neue Kar­toffeln für 20 bis 25 Pfg.

Für Butter wurde gefordert: Land: 1,30, Mol­kerei: 1,40 und 1,60. Eier wurden abgegeben Hühner: 8, Enten: 9 Pfg.

Einige Rehe bot man an: Keule und Rücken für 1,20, Matt für 1. und Kochwild für 50 Pfg.

Wer konnte widerstehen, ein paar Rosen für 5 Pfq. das Stück mitzunehmen? Eine billige Gelegen­heit, irgend jemand eine Freude zu machen. Zwei rote Rosen... und das für 10 Pfg. Für Wicken mußt® man schon 25 Pfg. anlegen, für ein Sträuß­chen der kleinen Nelken 10 Pfg.

Sleives Theater.

Das Gastspiel Ludwig Schmitz vom Düsseldorfer Schau­spielhaus findet mit Ausnahme von. Mittwoch, den 17., bis einschließlich Sonntag, den 21. tzuni, täglich statt. Mitt­woch gastiert das Darstellertrio Lottina Baart, E. L. Kran­ken und Kurt Unser mm letzten Mal inLiebe unmo­dern" von Wilhelm Sterck.

65 Jahre alt

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Frau Konradine Karl, Hohentorstraße 24, die während des Krieges Kochschwester gewesen ist, feiert heute ihren 65. Geburtstag. Wir gratulieren herz­lich.

Am Waldrand sprudelt ein Quell

Die Prinzenquelle im neuen Kleid.

DM

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Am Mittwoch nächster Woche, nachm. 4 Uhr, gedenkt der Verschönerungsverein Kassel sein neuestes Werk an die Oessentlichkeit zu übergeben: Die wiederer­standenen Anlagen der Prinzenquelle. Möchten sich alle einfinden, die dieses Plätzchen lieb haben und die dem Verein dankbar sind, daß er sich seiner Verwahrlosung erbarmt und ihm ein schlichtes neues Kleid geschenkt hat!

Unberührt steht der Hochwald um das Brünnlein, Epheu klettert an den Stämmen hinauf, Rosenhecken säumen den Waldrand. Es ist alles das geblieben, was Eichendorfs so oft einereizende Verwilderung" nennt. Verschwunden ist nur, was schon einmal von Menschen an der Stelle aufgestellt war zur Freude des Nächsten, und was eben dieser Nächste im Laufe der Jahre hat verwahrlosen und verkommen lassen, sei es aus Zerstörungswut, sei es aus Gleichgültig­keit, sei es aus Geldnot. Was jetzt dort steht, wird der Zeit zu trotzen wissen.

Aus einer kupfernen Tülle springt lustig der starke Quell in ein steinernes Becken, vor dem sich ein zwei­tes, kleineres zum Tränken von Tieren befindet, da­mit auch in dieser Beziehung eine reinliche Scheidung gewahrt werden kann. Eine hohe Stirnwand, die bald vom Epheu überwuchert sein wird, sowie zwei nie­drigere Stützmauern zur Rechten und Linken, die zum Rasten laben, umgürten den stillen Platz. Stufen führen zur nahen Ochsenallee am Waldrand. Die ganze Anlage ist aus heimischem Tuffstein geschaffen. Wer vor der Quelle steht, blickt über weite Wiesen,

Pbot. Eberth.

über den Rammelsberg, über die reizvolle Ried­wiesensiedlung und die westlichen Ausläufer der Stadt zu den blauen Heffenbergen.

Das Wasser bedarf keiner Filtrierung, wie sie beim Druselwaffer seinerzeit durch eine technisch recht harm­loseFilteranlage" am Druselturm angestrebt wurde. Es tritt in köstlicher Frische, als unberührtes Gottes- eent unmittelbar aus dem Erdenschoß ans Tages« . Und das Wasser wird in Verbindung mit der schönen Natur weiterhin jeden erquicken und laben, der sich verläßt auf die stärkende Kraft dieser beiden Dinge und dessen, der beide gemacht hat, wie ein bekannter Zeitgenosse einmal gesagt hat.

Mit einem Kostenaufwand von annähernd vier­tausend Mark hat der Verschönerungsverein mutig diese Anlage zu neuem Leben erweckt. Denn nichts trägt mehr Leben in ein Landschaftsbild als leben­diges Wasser. Der Verein hat der Stadt Kassel die Ausführung zu treuen Händen anvertraut; Stadt­baurat Rothe fertigte den Entwurf Maurermeister Schmidtmaun führte die Arbeiten aus, zum Teil unter Hinzuziehung von Erwerbslosen. Dem Ver­schönerungsverein aber und seinem rührigen Leiter, Herrn Architekten Franz Zahn gebührt der Dank aller, die noch Sinn für verträumte, still® Plätzchen in Waldeinsamkeit haben, und wir alle können diesen Dank nicht besser zum Ausdruck bringen, als durch das kleine Opfer der Mitgliedschaft in einem Verein, des­sen Ziel einzig und allein ist, Freud® in die trübe Zeit hineinzutragen. Wilhelm Ide.

Mhtig;ubtmttt(38Itinuten gekocht) schmeck ter Kathreiner

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Unb tabei kostet öas gmyepfunöpaket ioch nur----50 Pfg/