Nummer 409*
Moniag, 11. Mai 1931
21. Jahrgang
Hessische Abendzeitung
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Kasseler Abendzeitung
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Kasseler Neueste Nchrichim
Antikirchliche Bewegung in Spanien
Brüning verspricht in 14 Tagen sein Sanierungsprogramm / Abrücken der Linken vom Kanzler? / Der Inhalt des Kirchenvertrages
Schüsse in Madrid
Republikaner gegen Monarchisten
Madrid, 11. Mai.
Am Sonntag ereigneten sich mehrere schwere Zusammenstöße zwischen Republikanern und Mo- parchisten.
Die Menge zog vor das Gebäude der monarchistischen Zeitung.ABC und warf mit Steinen die Fensterscheiben ein. Die Gendarmerie, die das Gebäude schützte, gab auf die Menge einige Schüsie ab, die mehrere Personen verwundeten und eine töteten. Gegen 9 Uhr abends verharrte noch eine große Volksmenge in drohender Haltung vor dem Gebäude der Zeitung. Schließlich hielt der Generalstaatsanwalt vom Balkon des Hauses eine Ansprache, in der er zur Ruhe aufforderte und versprach, daß die monarchistischen Redakteure zur Rechenschaft gezogen werden würden. Der Besitzer der Zeitung ABC wurde von der Polizei verhaftet.
Auf der Lalle de Toledo sind abends drei Waffen- läden geplündert worden. Die gestohlenen Schußwaffen wurden bereits gegen die Gendarmerie gebraucht. Als der Finanzminister vom Balkon des Ministeriums des Innern an die auf der Puerto del Sol versammelte riesige Menschenmenge eine Ansprache hielt, verwundete ein Mann einen neben ihm stehenden durch einen Revolverschuß schwer. Nachdem sich die hierdurch hervorgerufene Panik gelegt hatte, wurde der Täter von der Menge gelyncht, bc.?r Polizei eingreifen konnte.
Die Erregung der Dolksmassen hatte sich auch in den späten Abendstunden nicht gelegt. Zahlreiche Demonstranten durchzogen unter dem Rufe: „Nieder mit den Monarchisten!" die Stadt. Ein zweiter Kiosk der katholischen Zeitung „El Debate" wurde von der Volksmenge niedergebrannt. Im Zentrum der Stadt bildete sich ein Demonstrationszug extremer Elemente, die unter den Rufen: „Nieder mit dem Klerus! Entwaffnet die Gendarmerie!" die Straßen durchzogen. Die Taxichauffeure sind in den Streik getreten, weil ein Taxichauffeur angeblich von Monarchisten tödlich verletzt worden sein soll. Die Straßenbahnen verkehren ebenfalls nicht. Die Erregung hat sich auf alle Stadtviertel ausgedehnt.
Die Regierung veröffentlichte eine lange Note, die die gestrigen Ereignisse schildert, und sagt, daß sie keine Kundgebung und Unruhen mehr dulden werde, und alle diejenigen, sei es von den rechten, sei es von den linken Parteien, die Unruhen stiften, als Feinde der Republik betrachten werde. Der Ministerrat wird heute eine Sitzung abhalten und die notwendigen Maßnahmen treffen.
Die Gesellschaft .Atenes" hielt gestern eine Sitzung ab, in der sie eine Entschließung faßte, die die Aufhebung der Gendarmerie, den Rücktritt des Ministers des Innern und die Ausweisung der religiösen Orden aus Spanien verlangt.
Vor der Genfer Mise
Mon unserer Berliner SchrMeitung.)
Frankreich und Europa
lVon unserem parise r Korrespondenten.)
______ A. Berlin, 11. Mai.
Heute wird das Reichskabinett eine lange Sitzung dbihalten, in der lediglich die Fragen zur Sprache kommen sollen, die den Gegenstand der bevorstehenden Verhandlungen im Genfer Völkerbundsrat bilden werden. Die deutsche Delegation wird am Mittwoch nachmittag abreisen und dann werden in Berlin die internen Besprechungen Wer die finanz- und sozialpolitischen Reformplane weitergohen Durch die beiden Reden, die Außenminister Dr Curtius am Sonnabend in Berlin (siche 2 Seite!) und Reichskanzler Dr. Brüning am Sonntag in Cloppenburg in Oldenburg gehalten haben, ist gewissermaßen vor dem Beginn der Genfer Ratstagung noch einmal die gesamte Innen- und Außenpolitik in der OeffenUichkeit Umrissen worden.
Während Dr. Curtius seine Rede auf den Ton derBersöhnlichkeii und Verständigung abstellte, so daß er sich für Genf keinerlei Diskussionen verschüttet hat, schlug der Kanzler wesentlich schärfere Töne an, was ja auch dem Charakter einer Wahlrede, wie er sie angesichts der am nächsten Sonntag in Oldenburg be- vorstchenden Wahlen hielt, besser entspricht. Er hat das außenpolitische Recht der deutsch-österreichischen Zollunion verteidigt, hat aber auch zugleich davon gesprochen, daß die Opfer, die Deutschland in wirtschaftlicher und außenpolitischer Hinsicht dauernd zu bringen hat, im Auslande leider kein Verständnis finden. Er hat ferner die Politiker des Auslandes dringend ermähnt, das Wort „Krieg" überhaupt nicht mehr zu diskutieren, nachdem Briand vor wenigen Tagen in der Kammer davon gesprochen hatte, daß im Zusammenhänge mit diesen Zollplänen verhütet werden müsse, einen Krieg gegen das Nachbarvolk zu führen. Besonders bemerkenswert war
die Ankündigung Les Kanzlers, dass die Regierung in 14 Tagen der Oeffentlichkeit mitteilen wolle, auf welche Weise die Sparmassnahmen durchgeführt werden sollen, die zur Sanierung der Wirtschaft und der Finanzen im Inneren erforderlich sind.
Man kann wohl annohmen, daß diese Frist von 14 Dagen, die der Kanzler in Aussicht stellte, nicht ganz ausreichen wird, sondern daß vielleicht noch eine kurze weitere Zeiffpanne hinzukommt, da Ende Mai der sozialdemokratische Parteitag in Leipzig Msammen- tvitt und da man schwerlich annehmen kann, daß die Regierung schon vor diesem Parteitag in der Lage sein wird, ihre Pläne in vollem Umfange bekannt M geben
Dr. Brüning, der in seiner Rede in Cloppenburg in recht deutlichen Worten von den radikalisierenden Tendenzen der Rechten abgerückt ist, ist nach wie vor auf die stille Unterstützung bezw. Mitarbeit der Sozialdemokraten angewiesen. Im sozialdemokratischen Lager ist aber neuerdings eine gewisse Nervosität und ein gewisses Mißtrauen gegen den Kanzler und seine Politik entstanden, weil sich bei der Aktion der Brotpreissenkung, die nun nur auf 47 Psg., nicht aber auf 46 Pfg. durchgeführt weiden soll, eine Ver
zögerung herausgestellt hat, die man sich nur dadurch erklären kann, daß dem Ernährungsminister Schiele ein sehr weiter Spielraum in seiner zugunsten der Landwirtschaft eingestellten Agrarpolitik gelassen worden ist. Dieses Verfahren hat den Unwillen der Sozialdemokraten hervorgerufen und die linksstehende „Welt am Montags spricht heute bereits davon,
„der Leipziger Parteitag werde die Frage zu prüfen haben, wie weit die Sozialdemokraten noch mit Dr. Brüning gehen können.
Die rechtsstehnde Presse wiederum stellt sich nach wie vor ans den Standpunkt, daß Dr. Brüning von den Sozialdemokraten geraderzu abhängig sei und daß sich in der Cloppenburger Rede eine starke Resignation gegenüber den noch im März geäußerten Hoffnungen zu erkennen gebe. Besonders unterstreicht man hier, daß der Kanzler auf Grund der Aeuße- rungen, die er gestern getan Hat, anscheinend nicht bereit sei, die Reparationsfrage in den nächsten Wochen international zur Sprache zu bringen. Dieser Vorwurf ist ungerechtfertigt, denn Dr. Brüning hat von Anfang an die Absicht gehabt, bas Reparationsproblem erst dann anzuschneiden, wenn die innere Sanierung Fortschritte gemacht hat. Jedenfalls geht auch aus der Rede in Cloppenburg erneut hervor, daß das Kabinett die Reparationspolitik erst dann in Angriff nehmen kann, wenn das eigene Haus in Ordnung gebracht istund deshalb werden zunächst für die beiden folgenden Wochen die internen Beratungen über die finanz- und sozialpolitischen Reformmaßnahmen fortgesetzt werden, während die deutsche Delegation in Genf auf außenpolitischem Wege Fortschritte zu machen suchen wird.
Berlin. 11. Mai.
Heute vormittag gegen 11 Uhr ist im Preußischen Staatsministerium der Vertrag des Freistaates Preußen mit den evangelischen Landeskirchen unterzeichnet worden. Daran nahmen teil der preußische Ministerpräsident, der preußische Finanzminister und der preußische Kultusminister, sowie die Vertreter der acht evangelischen Kirchen, die im Gebiete des Freistaates Preußen bestehen.
Der Vertrag, der bekanntlich lange Zeit stark umstritten gewesen ist, bildet das Gegenstück zu dem vor zwei Jahren unterzeichneten Konkordat mit der katholischen Kirche. Unmittelbar nach dem Abschluß dieses Vertrages verlangte der Landtag in einer Resolution, daß nun auch mit der evangelischen Kirche verhandelt werden solle ynd das Ergebnis dieser Verhandlungen ist der vorliegende Vertrag, der am 22. April von der General-Synode gutgeheißen wurde.
„ Paris, 10. Mai.
Selbst die parlamentarische Geschichte Frankreichs verzeichnet nur wenig große Schlachten, die in gleicher Verwirrung vorbereitet und ausgefochten wurden wie die letzte Kammerdebatte, wobei es sich nach dem einstimmigen Zeugnis der Presse um das „Schicksal des Vaterlandes" handelte. Es war die nationalistische Rechte, die vor Monatsfrist schon die Interpellationen einbrachte und zugleich auf der ganzen Linie einen wütenden Angriff auf den „Verräter" Briand eröffnete. Dann kam die entscheidende Woche heran: dicht vor der Präsidentenwahl und den wichtigen Genfer Aussprachen über das gesamte europäische Problem mußte ihr in der Tat eine Bedeutung zukommen, die weit über das Palais Bourbon hinausragte. Es fand ein Ministerrat statt, der nach dem Zeugnis aller Beteiligten äußerst stürmisch verlief; mehrere Mitglieder des Kabinetts Laval erachteten es nämlich als unzulässig, unter dem doppelten Druck von Versailles und der Europakonferenz eine Abstimmung herbeizuführen die nach Lage der Dinge als persönliches Urteil über Briand gedeutet werden mußte. Zum lleberfluß betonten auch noch die Briand nahestehenden Blätter, in erster Linie „Matin" und „Petit Parisien": es erweise sich jetzt, wer für, wer gegen die Erhebung des Außenministers zum Präsidenten der Republik sei. . ....
Als der Kampf im Ministerrat seinen Höhepunkt erreicht hatte, griff Präsident Doumergue selber ein, und zwar, wie nach den letzten Ereignissen nicht anders zu erwarten war, gegen Briand, dem er das
Nach der Unterzeichnung wird er heute sofort dem Staatsrat zugeleitet werden und wird von dort an den Landtag gehen. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß beide Parlamente den neuen Vertrag ratifizieren werden
Der Inhalt des evangelischen Kirchenvertrages schließt sich eng aq den Inhalt des Konkordats an. Zunächst wird die Freiheit der Glaubensausübung gesetzlich gewährleistet. Dann wird bestimmt, daß Kirchengesetze dem Kultusminister vorzulegen sind, der dagegen Einspruch erheben kann. Weiterhin wird die Dotation der Kirchen für kirchenregimentliche Zwecke auf künftig jährlich 4,950 000 Mark festgesetzt. Dieser Betrag wird auf die acht in Preußen bestehenden evangelischen Kirchen verteilt.
Besonders wichtig ist die Bestimmung, daß zum Vorsitzenden einer Behörde der Kirchenleitung pder einer Kirchenveewaltungsbehörde niemand ernannt werden darf, von dem nicht die zuständige Kirchenstelle durch Anfrage bei der preußischen Staatsregie- rung festgestellt hat, daß Bedenken politischer Art gegen ihn nicht bestehen. Weiterhin werden Bestimmungen Wer die Vorbildung und die Einstellung der Geistlichen getroffen. Es wirv verlangt, die deutsche Reichsangehörigkeit, das Reifezeugnis und ein dreijähriges theologisches Studium an einer deutschen Staatshochschule
Für die wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen bleiben die evangelischen theologischen Fakultäten an den preußischen Universitäten bestehen. Politisch' wichtig ist ferner daß darin gesagt wird, daß etwa entstehende Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung dieses Vertrages auf .freundschaftliche Weise" beseitigt werden sollen. Ueber die Schul- und Pfarrhäuser ist in diesem Vertrage nichts enthalten.
Das politisch bemerkenswerteste Moment dieses neuen Vertrages liegt, wenn man ihn mit dem katholischen Konkordat vergleicht, vor allem in der sogenannten politischen Klausel, nämlich in der Notwendigkeit, bei der Besetzung höherer kirchlicher Stellen das Einverständnis des preußischen Staates durch die Rückfrage nach evtl, politischen Bedenken einzu-. holen. Hier unterscheiden sich für den Fall von Meinungsverschiedenheiten die beiden Verträge insofern, als die katholische Kirche sich (obwohl der preußische Staat dieses Recht nicht anerkennt) vorbehält, ein internationales Schiedsgericht anzurufen. Die evangelische Kirche, als eine innerstaatliche Organisation kann das natürlich nicht tun und im evangelischen Vertrag ist vorgesehen, daß Staat und Kirche, wenn sie sich darüber einigen, eine Schiedsinstanz anrufen können, diese wird aber nur Tatsachen seststellen können, während die politische Bewertung dieser Tatsachen lediglich der preußischen Regierung Vorbehalten bleibt.
Kirchenvertrag unterzeichnet!
kigener Drahtbericht.
(„Verharren int Irrtum" und die völlige Ergebnislosigkeit seiner europäischen Politik vorwarf. Briand antwortete mit scharfen Worten und bestand erneut auf einer sofortigen Aussprache in der Kammer, die sich für oder gegen ihn entscheiden müsse. Inzwischen waren die Mehrheitsparteien stutzig geworden; das Kabinett Laval konnte sich in einem solch entscheidenden Augenblick nicht von Briand trennen, ohne den schwersten inneren Konflikt heraufzubeschwören, und eine Ministerkrisis mußte aus Gründen der äußeren Politik verhängnisvoll werden. Dies waren die mehr als zweideutigen Voraussetzungen, unter denen die große Kammerschlacht begann; der Sozialist Blum, sonst ein vortrefflicher Beobachter, hatte unrecht, das Ende der „großen Heuchelei" zu prophezeien. Sie dauert bei der gesamten Rechten, dem Kern der Regierungsmehrheit, unvermindert weiter und wächst sich in diesem folgenschweren Augenblick bei der Machtstellung Frankreichs geradezu zum europäischen Verhängnis aus.
Im Namen einer Politik der Wahrheit kann nicht genug betont werden: sämtliche Blätter der Rechten, von der schwerindustriellen „Ordre" bis zu den beiden „Ami du Peuple" Cotys, von der „Nation" Marins bis zur „Liberte" und dem ,Figaro" hatten sich mit den heftigsten Worten nicht nur gegen den deutsch- österreichischen Zollpakt, sondern auch gegen jede europäische Aktion ausgesprochen, worin Briand den Zollpakt „ertränken" will. Immer wieder hoben sie hervor, daß dieser vielgerühmte Europaplan ein „Hirngespinst" sei, eine Schimäre, ein lebloser Popanz, der weder in Berlin noch in Wien Furcht einjage; daß ihm die Kleine Entente nur gezwungen zugestimmt habe, auf einen unerträglich starken Druck des Quai d'Orsay hin; daß sowohl Italien wie England sich mehr als kühl verhalten; daß es unmöglich sei, ihn in die Praxis umzusetzen, und daß in seinem Schatten der wirtschaftliche Anschluß zwischen Berlin und Wien sich ungestört vollziehen könne; daß im besten Falle Frankreich die Kosten tragen müsse, die finanziellen sowohl wie die wirtschaftlichen, und vielleicht sogar die politischen: denn Deutschland fei ungleich besser ausgerüstet, im Rahmen selbst dieses Planes die Balkanvölker, Frankreichs Verbündeten, zu sich heranzuziehen, und „unter der Ideologie Frankreichs marschiere man der Hegemonie Deutschlands entgegen".
Wirtschaftlich gesprochen erscheint immer klarer, daß die herrschenden Kreise Frankreichs auch nicht ein Mindestmaß der Opfer bringen wollen, die eine europäische Hilfsaktion großen Stils zur Voraussetzung haben müßte. Dies weis Aristide Briand besser als jeder andere, und deshalb fehlte in seiner polemisch unvergleichlichen Rede der aufbauende, positive Teil. Wer außer einer machtlosen, kleinen Minderheit will in Frankreich etwas von Zollabbau, von Vorzugsbehandlung oder gar von Freihandel das Geringste wissen? Kein einziger Redner fand sich in der vier- undzwanzigstündigen Aussprache, der darüber irgendetwas mitgeteilt hätte; und es ist mehr als bezeichnend, daß ein Politiker wie Herriot, den keinerlei Bande mit der Großindustrie verknüpfen, in [einer schwungvollen Rede rein negativ eingestellt war: „Deutschland darf nicht. . Oesterreich darf nicht. die Verträge müssen heilig gehalten werden. Nebenbei bemerkt: Der ehemalige Ches des Linkenkartells ist jüngst einer nationalistischen Vereinigung beigetreten, die in Versailles, in St. Germain und Trianon den europäischen Frieden erblickt. Da widersprach selber BriaW, indem er den „Frieden" von Versailles unverblümt als tot erklärte.
Cs ergab sich klar aus den Darlegungen der meisten Redner, daß Frankreich nicht so sehr den deutsch- österreichischen Zollpakt an sich fürchtet, als vielmehr dessen Ausbreitung und Verallgemeinerung durch den Beitritt anderer Staaten. Das vielgebrauchte Schreck- wort „Mitteleuropa" ist nicht anders zu verstehen; gelänge es der französischen Politik, die deutsche Wirtschaftsaktion, militärisch gesprochen, im Süden und Osten abzuriegeln, so wäre mit einem Schlage der Widerstand viel geringer. Aber man ist sich im Grunde wohl bewußt, daß es unmöglich erscheint, auf die Dauer gegen die Lebensinteressen gewisser Staaten erfolgreich anzukämpfen; man weiß auch daß mit finanziellen Mitteln allein nicht geholfen ist, zumal sie unter solch schweren Bedingungen wie an Rumänien und gestern eben an Jugoslawien bewilligt werden. Dazu erstreben die nationalistischen Kreise zweifellos eine offene Demütigung Deutschlands, dem auf diese Weise die Lust vergehe, weitere politische oder wirtschaftliche
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