Einzelbild herunterladen
 
  

«efie 1 = t Beilage

Donnerstag, 7. Ma? 1931

Unsere Heimat

Aus -en Gemeindeparlamenten

-g nrt ai öe» Strosör

in

11.45:

12.00:

15.20:

In dem Betrieb des Bauunternehmers und Ma­lermeisters Friedrich Knauf zu Ihringshausen kön- ncn 2 Anstreichergehilfen auf eine mehr als Wjährige Tätigkeit zurückblicken. Ter Anstreichergehilfe Hein­rich Eberwein zu Wollerode trat am 1. 10. 1904, der Anstreichergehilfe Gustav Flöther zu Ihringshausen am 1. 5. 1906 in die Dienste der Firma. Diese über V, Jahrhundert dauernde Tätigkeit stellt dem Ar­beitgeber wie den Arbeitnehmern ein gutes Zeugnis aus, das gerade in der heutigen durch Arbcitskampf zerrissenen Zeit besonderen Wert erhält. Der In­haber der Firma, Malermeister Knauf betreibt sein Geschäft seit dem 1. 10. 1903. Er begann mit der Ausführung von Malerarbeiten, um dann im Jahre 1924 seinem Betrieb eine Bauunternehmung anzu­gliedern. Herr Knauf hat es verstanden, sich in den Baukreisen einen guten Ruf zu erwerben. Ein großer Teil feiner Arbeiter hat den Ausstieg des Geschäftes in jahrelanger Tätigkeit miierlebt. Es können in den nächsten Jahren noch eine große Anzahl von Ge­hilfen das Jubiläum ihrer 25jährigen Zugehörigkeit zur Firma Knauf feiern.

letzt wurde. Der Verunglückte ist der älteste Sohn einer kinderreichen Familie, bei der Reichspräsident von Hindenburg unlängst die Patenschaft bei der Geburt des 7. Sohnes übernommen hatte.

Biedenkopf. Neuer Geistlicher. Der hier aller­seits sehr geschätzte «acholischen Pfarrer Dr. Schwickert ist vor einiger Zeit nach Frankfurt versetzt worden. Am Sonntag hielt der neue katholische Pfarrer Weh- ler seinen von der ganzen katholischen Gemeinde ge­feierten Einzug.

Es gibt nur ein Wanfried!

Man schreibt uns:

Das Zubehör zu einer Sommerfrische, wozu in erster Linie Wald, Wiesen und Wasser gehören, findet man selten in solcher Vollkommenheit und lieblichen Mischung, wie in Wanfried a. d. Werra. Das herrlich gelegene und von stolzen, leicht zugänglichen Bergen umrahmte Städtchen ist mit seiner Umgebung so recht geeignet, die gewünschte körperliche Entspannung wie geistige Verjüngung seiner Besucher Herbeizusüh- ren. Dazu kommen sreundliche, den Fremden in jeder Weise entgegenkommende Bewohner. Der Nachteil Wanfrieds, daß es an einer im allgemeinen wenig be-

Oberzwehre«. Silbernes Bereinsjubiläum. Ms erstes der drei großen Fesre, die in diesem Jahre in unserem Orte stattfinden, steigt am Sonnabend und Sonntag das fünfundzwanzigjährige Stiftungsfest des Turn- und Sporwereins. Es haben sich weit über 400 Wetturner zu den mit dem Fest zu veran­staltenden Kämpfen angemeldet. Sonnabend findet ein Kommers statt. Der Sonntag morgen bringt nach ldem Weckruf die Wettkämpfe und Heldenehrung im Helvenhain. Der Nachmittag: Festzug und danach turnerische Vorführungen, Sicgerverkündigung und Volksfest auf der Wiese neben dem Lokal Umbach.

Gudensberg. Im Silberkranz. Am Dienstag, dem 5. Mai konnte das Ehepaar S. Gutheim und Frau

geb. Lilienthal das Fest des silbernen Ehejubiläums bei bester Gesundheit begehen.

Sielen. Die diesjährige Generalversammlung des hiesigen Spar- und Tarlehenskassenvereins eröffnete Vorsitzender Albert Hofeditz. Die Rechnerin, Frau E. Hofeditz gab die Bilanz bekannt, die einen Rein­gewinn von cirka 300 Mark ergab. Für den aus­scheidenden Landwirt Andreas Hofeditz wurde Albert Hofeditz in den Aufsichtsrat gewählt, während die anderen Aufsichtsräte in ihrem Amte verbleiben.

Reichenbach. Fahrradunfall. Am Montag abend verunglückte der Arbeiter Georg Dilchert aus Rei­chenbach auf dem Wege nach der Arbeitsstätte so unglücklich mit dem Fahrrad, daß er sofort nach Göt­tingen in die Klinik gebracht werden mutzte.

Wolfhagen. Straßensperrung. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten wird der Landweg Nieder­elsungen-Breuna für die Zeit vom 8. bis 20. Mai 1931 für den Verkehr mit Fuhrwerken aller Art ge­sperrt. Umleitung des Verkehr erfolgt über Ehringen Volkmarsen und umgekehrt.

Dransfeld. Fahnenweihe. Am Sonntag, den 17. Mai, findet hier die Fahnenweihe der Ortsgruppe Dransfeld und Umgebung des Stahlhelms statt. Die­selbe hcginnt nachmittags 1,30 Uhr mit einem Fest­gottesdienst in der Kirche unter Mitwirkung der Stahlhelmkapelle Göttingen. Nach Beendigung des­selben wird die Fahne durch den Landesführer Ex­zellenz v. Henning am Kriegerdenkmal geweiht und durch den Ortsgruppenführer entgegcngenommen werden. Nachdem auch der Gefallenen durch Nieder­legung. eines Kranzes gedacht ist. findet anschließend daran ein Werbemarsch durch die Stadt statt, nach welchem die Stahlhelmkapelle am Kriegerdenkmal konzertieren wird. Durch eine Abendfeier mit nach­folgendem Tanz in derKrone" sowohl wie imAn­ker" wird der Festtag beschlossen werden.

Eschwege. Vom Auto überfahren. In der Mit­tagsstunde ereigsiete sich in der Reichensächser Straße ein Unfall, der einen tödlichen Ausgang zur Folge hatte. Der Großhändler L. überfuhr eine 72jährige Einwohnerin. Die Bedauernswerte wurde noch eine Strecke mitgeschleift und starb bald nach dem Unfall.

Frankenhain (Kreis Ziegenhain). Das Kirschblü- tcnfcst unseres Ortes findet am kommenden Sonntag statt. Der größte Teil der Kirschbäume steht jetzt schon in voller Blüte.

Heiligenstadt. Bei Ballspiel vom Tode ereilt. Beim Ballspiel vom Tode ereilt wurde das lOjähr. Söhn­chen des Dachdeckers Robert Conradi Hierselbst. Der Knabe war mit Altersgenossen eifrig in das Ballspiel vertieft, daß er das Herannahmen eines Lastautos mit Anhänger nichr genügend beachtete und bei dem Versuch, einen unter den Anhänger gerollten Ball herauszuholen, zu Boden gerissen und tödlich ver-

Kallel seadet. Henle, Donnerstag, 18,30 Uhr, werben 88e Kasseler Journalisten Paul Wiesner und C. W. F eaw nel über ihre Rivierafahrt plaudern.

Wir geben Auskunft

Briefkasten der K. 7k. 7!.

Patent. Kassel. Wende« Sie sich an bas NeichspuleniaaM

Berlin. Dort werden Sie alles Nähere erfahren.

24000 RMk. fehlen

Der Notctat des Kreises Melsungen.

Wege zur Gesundung und Macht

Dr. Kalle in Niederhessen.

In einer aus allen Bevölkerungsschichten besuchten Versammlung in Homberg sprach Reichstagsabgeord- ncter Dr. Kalle über:Wege zur Gesundung und Macht". Davon ausgehend, daß die durch die Ver­tagung des Reichstages eingetretene Pause geeignet sei, einen Rückblick auf die bisher geleistetete Arbeit zu halten, führte Dr. Kalle aus, daß die D. V. P. den Reichskanzler Dr. Brüning als den entschlossenen und hervorragend befähigten Mann anerkenne und unterstütze.

Herr Dr. Kalle besprach im einzelnen Wirtschafts- fragen, wie er überhaupt feststellte, daß eine Auf­wärtsentwicklung nur über eine gesunde, deutsche Wirtschaft gehe. Im übrigen behandelte er unsere innenpolitische Lage mit dem Ergebnis, daß letzten Endes die Entscheidung darin liege, ob es innen­politisch gelänge, die Voraussetzungen zur Milde­rung der schädlichen Auswirkung der Vertragsbestim- mmigcn zu schaffen. Dr. Kalle wandte sich scharf ge­gen die Verwilderung der Sitten und gegen die Ver­unglimpfung des politischen Gegners. Tie Stim­mung der Verwirrung und Leidenschaft müsse endlich der Vernunft weichen, wenn anders eine Besserung nicht erzielt werden würde.

In der anschließenden Aussprache wandte sich Herr Rechtsanwalt Scheele ln sachlicher Weise gegen die seiner Partei gemachten Vorhaltungen, wobei er den Auszug der N. S. aus dem Reichstag aus taktischen Gründen für geboten und ein Verbleiben im Reichs­tag mit Rücksicht auf die geänderte Geschäftsordnung für zwecklos erachtete. Nachdem sich dann noch Herr Studienrat Dr. Bromm-Kassel und der Geschäfts­führer der D. V. P. Leseberg an der Aussprache be­teiligt halten, brachte Dr. Kalle in seinem Schlußwort zum Ausdruck, daß die D. V. P. in Ablehnung jeder Katastrophenpolitik den politischen Kampf unter Ach­tung des Gegners noch immer sachlich führe, wobei sic den Zusammenschluß aller nationalen Kräfte an­strebe, um durch vernünftige Mitarbeit, mit Geduld und festem Willen fortschreitend auf dem Weg der Verständigung mit den Gegnern dem deutschen Volk die Erleichterungen zu verschaffen, die schließlich zur Gesundung führen würden.

Schallplattenkonzert . _ ..

Erziehung und Bildung Pädagogrscher Rnndftnekt Die Landschaftsschule im Kreise Saarburg, Vortrag von Schulrat Krohmann, Saarburg

16.30: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters

18.05: Stunde des Mlms:Die Sprache tat Film".

Rückschau mit Tonfilmvlatten trott Erik Gras m»

H. K. S. Wir nennen Ihnen: Die Kunststein-Jndv- ftrie S. Schirmer G. m. b. ©., Glas: Beton und Eisen Wil­helm Ernst u. Sohn, Berlin W. 8, Wilhelmstr. 90: DaS Betoniverk Sans Marhein«, Berlin SW. 11, Grohbeereu» ft ratz« 1; Ratgeber für das Kunststein- und Stuckgewerbe, Berlin E. 1, Langestraüe 32a.

R. N. Die Frag« ift zur Zeit recht zweifelhaft. SSt raten Ihnen, sich dicserhalb an die Handwerkskammer i» Kaffel zu wenden.

orchcsters

8.30 (in der Pause): Wasserstandsmeldurrgerr ' Werbevortrag:Die Heilwirkungen

Salzschlirf"

Hofgeismarer Kreiskirchentag

Den 9. Kreiskirchentag des Kirchenkreiscs Hofgeis­mar eröffnete Kreispfarrer Hubach mit einer bibli­schen Ansprache und erstattete alsdann Bericht über die kirchlichen und sittlichen Zustände im Kreise Hof­geismar. Auch in unserem Kreise erscheint das kirch­liche Leben schwer bedroht durch die Angriffe der Freidenker- und Gottlosenbewegung. Unbesetzt sind die Pfarrstellcn Hofgeismar-Altstadt II, Heisebeck, Obermeiser und Niedermeiser. Besonders eingehend wurden die auch für die kleinsten Gemeinden wich­tigen Kundgebungen, Beschlüsse und Gesetze verlesen und besprochen. Der Rechnungsabschluß ergab eine im ganzen günstige Finanzlage der Kirchenkreiskasse. Metr. Herwig-Adelsheim, Rendant i. R. Bergmann- Hofgeismar, Lehrer Spengler-Hümme und Amtsge­richtsrat Wiegand-Carlshafen wurden in den Kir- chcnkreisvorstand gewählt. Zu deren Stellvertreter wurden Pfr. Fuchs-Hofgeismar, Landw. Laghuse- mann-Hofgeismar, Lehrer Schützeberg-Grebenstcin. Bürgermeister a. D. Wienand-Hombressen bestellt. Der für die kirchliche Jugend-Wohlfahrts- und Lie- bcsarbeit im Kreise berufene Evangelische Jugend- und Wohlfahrtsdienst wurde gebildet aus dem Kreis- jugcndpfarrer Fuchs als Setter, Pfr. Weitz-Hess. Siechenhaus, Frau Claus-Grebenstein als Vertrete­rin der Ev. Frauenhilfe, Pfr. Gründler-Hümme für die ev. Jungmädchenveretne, Schwester Auguste-Hof­geismar für Gemeindepflege. Pfr. Franke-Hombres­sen für Pressedienst und Studiendirektor Lic. Dr. Neubauer. In den kirchenmustkalischen Ausschutz wurden Pfr. Gründler-Hümme, Kantor Rhode-Hof­geismar und Lehrer Niemeyer-Karlsdorf gewählt.

Treue in der Arbeit

Aus -er Gemeinde Nordshausen

Der Etat angenommen.

In der Gemeindeoertretersitzung wurde^der Etat für 1931/32, der mit 135865 RMk. in Einnahmen und Ausgaben abschließt, angenommen. Zur Bilanzierung werden folgende Steuern erhoben: Grundvermögenssteuer: 120 Prozent Zuschläge vom bebauten Grundbesitz, 230 Prozent Zuschläge vom unbebauten Grundbesitz, 250 Prozent vom Gewerbe­ertrag und 300 Prozent vom Gewerbekapital. Seitens des Kommunisten wurde ein Antrag auf Einführung einer W o h n u n g s l u x u s st e u e r eingebracht. Da im eigentlichen Ortsteil Nordshausen nur wenige Einwohner für diese Steuer in Frage kämen und nur der Ortsteil Gartenstadt Brasselsberg zu derselben veranlagt werden könnte, wurde beschlossen, erst eine genaue Prüfung über den Ertrag einer solchen Steuer zu veranlassen und in einer spateren Sitzung hierzu Stellung zu nehmen. Auch die Berufsschulbeiträge für die Lehrlinge der Gewerbetreibenden sollen in der bisherigen Form (50 Prozent von den Gewerbetrei­benden mit Lehrlingen, 50 Prozent zahlt die Ge­meinde) weiter erhoben werden. Ein Einspruch, der verlangte, datz auch Gewerbetreibende ohne Lehr­linge zu diesen Kosten herangezogen werden sollen, wurde Mrückgewiesen. Angenommen wurde noch ein Antrag der SPD., die Benutzung der Badeanstalt al­len bedürftigen Einwohnern kostenlos zu gestatten.

fahretten Bahnstrecke liegt, dürfte ihm von vielen et* holunzls- und ruhebedürftigen Sommergästen eher als Portes angerechnet werden.

Wahrend nun das ferne BeMn und Hamburg seit Jahren die meisten Besucher Wanfrieds liefert, bleibt es übermts merkwürdig, daß die nahe Großstadt Kas­sel ab Bettenhausen etwa 70 Kilometer bisher so wenig S ommerfrifchler nach Wanfried ins idyllisch« Werratal -entsendet! Das saubere Städtchen zählt 2500 Einwo hner und darf sich wie nur wenige Klein* ftädte einer glänzenden vielhunder-tjährigen Vergan­genheit rühmen. Die vielseitig gestaltete Umgebung gestattet selbst bei einem monatlichen Aufenthalt fort-, gesetzt andere und stets lohnende nähere wie weitere Ausflüge. Wer also eine Sommerfrische sucht, welche in jeder Beziehung alle Ansprüche erfüllt, die man billigerweise an solche stellen darf, der wähle einmal das zu jeder Jahreszeit interessante und reizend ge­legene Wanfried. Er wird seinen Entschluß schwerlich zu bereuen haben und mit dem Verfasser dieser Zei­len in dankbarer Erinnerung an die genossene schöne Zeit in diesem herzlichen und landschaftlich ganz ein-, zigartig bevorzugten Abschnitt des Werratales seine Meinung in die wenigen aber trotzdem viÄsagenden Worte zusammenfasben: Es gibt nur ein Wanfried!

ü . K. E.

herangezogen werden sollen. Eine hoffentlich große Anzahl Erwerbsloser wird auch beim

Bau der Lobenhäuser Fuldabrücke beschäftigt werden. Lobenhausen hat diese Brücke un­bedingt nötig, da der Ort bei Hochwasser voll­ständig vom Verkehr abgeschnitten ist. Der Kreis be­willigt zum Bau der Brücke, die eine Höchstlast von 5 Tonnen tragen soll, 2 5 000 RM. Dafür verpflich­tet sich die Gemeinde, die Brücke nach der Fertigstel­lung in den Besitz des Kreises zu geben, ferner di« Landweg« der Gemarkung am linken Fuldaufer zN übernehmen und beim Bau so weit tote möglich er­werbslose Kreisangehörige heranzuziehen. So wer­den die bewilligten 25000 RM. dem Kreise wieder mittelbar zu Gute kommen.

Da die U m l a g e s ä tz e des Kreises schon im vergangenen Jahr« bis an die Grenze der Leistungs­fähigkeit erhöht sind, dürfen sie nach der Notverord­nung keine neue Erhöhung erfahren, lieber einzelne Punkte des neuen Etats sprachen die Vertreter der einzelnen Fraktionen. Beunruhigt war man über ein Gerücht, daß beim

Bau der Nürnberger Landstraße im Kreisgebiet nur Kasseler Arbeiter verwendet tocr= den sollten. Wie sich berausstellt«, entspricht dieses Gerücht nicht den Tatsachen; die Erwerbslosen des Kreises werden in erster Linie berücksichtigt. Die Par­teien stimmten bis auf die Nationalsozialisten dem Etat zu. Die Fraktion der NSDAP, beantragte ver­schiedene Streichungen, so die Streichung der Kreistagsdiäten und der Ausgaben für Versicherung der Kreisausschußmitglieder und Kommissionsmit- alieder. Mit der Annahme des Etats in der vorge­legten Form, wurden die Streichungen mit 18 :3 Stimmen abgelehnt.

Der Kreisausschuß wurde ermächtigt, SreisgrundMcke in Melsungen zu veräußern. Di« Grundstücke bringen dem Kreise nur eine sehr mäßige Pacht ein. Außerdem hofft man durch die Abgabe des Baugeländes den Wohnungsbau in der Kreisstadt zu fördern. Den Käufern wird das Gelände unter der Bedingung überlassen, daß der Bau binnen drei Jahren erfolgt.

Die Mitglieder für die für die Amtsgerichtsbe­zirke Melfungen, Felsberg und Spangen­berg bestehenden Kommifsionen zur Aus­wahl der Schöffen und Gefchworenen wurden einstimmig wiedergewählt In die Kommifsion für Spangenberg tritt für den verstorbenen Hege­meister Gisset Förster Heinrich S ch u ch a r d 1 - Span­genberg ein.

Der Landrat konnte den Kreistag gegen 1 Uhr schließen. Er wiederholte nochmals feine Hoff­nung, daß das Defizit des Kreifes spätestens im Herbst durch das Eingreifen von Reich und Land gedeckt werde.

Abgelshnt wurde ein Austrag, der dahin-ziÄte, die Gehälter der Gemeindobaiiiensteten abzubauen, -da nach einem Runderlaß der vorgesetzten Behörden die Gemeindebildiensteten von Nvrdshauscn nicht unter die gesetzlichen Abbaubeftiinmuuigen fallen. Ebenfalls wurde ein Antrag des Konrmunisten abgelehnt, bei den Staatsbehörden Kredite Mr Förderung «es Woh-, nungsbaues zu verlangen, da in Nordshausen keine Wohnungsnot vorhanden sei, sondern eine An­zahl Neubauwohnungen leer stehen, für die keine Mieter (trotz Herabsetzung der Mietpreise!) zu findest seien. Dagegen wurde dem Antrag der SPD. zuge- ftunint, die Staatsregierung zu ersuchen, Kredite für Wegebauten bereitzustellen, um alsbald Arbeitsgele­genheiten für die große Zahl dar hiesigen Erwerbs-« losen Arbeit beschaffen zu können.

Steuern ohne Ende

Verdoppelung der Biersteuer in Oberkausunge«. 1

In der am Dienstag abgehaltenen Dringlichkeit^ sitzung wurde der 1. Punkt der Tagesordnung über Beschlußfassung der Verdoppelung der Biersteuer von 5 auf 10 Mark mit 4:4 Stimmen (die Stimme des Bürgermeisters entschied) bei 6 «Stimmenthaltungen angenommen. Der Bürgermeister führte dazu aus, daß die Regierung die eventuellen Staatszuschüffe! immer wieder davon abhängig macht, daß sämtliche Steuerauellen restlos erschöpft werden, wozu nach der Notverordnung vom 1. 12. 30 auch die Verdoppelung der Biersteuer gehört. Der Bierkonsum ist seit der letzten Biersteuererhöhung bereits um ein Drittel zmt rückgegangen und wird bet der jetzigen Erhöhung abermals um ein Beträchtliches zurückgehen, sodaß also von einem Mehreingang der Biersteuer nicht ge­sprochen werden kann. Für das ausscheidende Mit­glied der Wohnungskommission Ludwig Roß wurde Friedrich Jäger neu gewählt. .

, ch»,.

Rundfunk

Wir höre« am Freitag, bat 8. Mak:

Frankfurt-Kasses:

7.188.16: Von Bad Neuenahr: Krühkonzert des Äuew

Melsungen, 6. Mai.

Im Kreistagssitzungssaale des Melsunger Schloß- gebäudes sand Mittwoch morgen der

Etatkreistag des Kreises Melfungen

statt. Zum ersten Male ist es dem Kreisausschutz nicht gelungen, eine Deckung für den gesamten Etat zu finden. Die eigenen Steuereinnahmen des Kreises und die Reichssteuerüberweisungen sind stark zurück- gegangen, dagegen sind die Wohlfahrtslasten untragbar gestiegen. Da die gesetzlich vorgeschriebene fingierte Bürgersteuer als neue Einnahmequelle den Einnahmeausfall auch nicht im entferntesten zu decken vermag, verbleibt schliehlich im Wohlfahrtsetat ein ungedeckter Fehlbetrag von 74 000 RM. Reich und Land müssen für diesen Fehlbetrag eintreten, denn wenn weiter in jedem Jahre ein derartiger oder wahrscheinlich noch höherer Betrag ungedeckt bleibt, ist eine geordnete Durchführung der Kreisgeschäfte unmöglich.

Landrat R o e l l e führte zu Beginn der Sitzung das neue Kreistagsmitglied, Steinarbeiter Johann Heinrich Hain- Ostheim ein. Dann wurde sofort in die Beratung über den wichtigsten Punkt der Tages­ordnung, den

Rotetat 1931/32

eingetreten. Der Landrat konnte die erfreuliche Mit­teilung machen, datz das Rechnungsjahr 1930 (un­gerechnet des Fehlbetrages von 1929) ohne jeg­lichen Fehlbetrag abschließen, daß sogar ein kleiner Ueberschutz verbleiben wird. Unerträglich seien im vergangenen JUhre die Wohlfahrtslasten ge­stiegen; Hauptunterstützung beziehen heute noch 171 Erwerbslose gegen 24 am 1. April 1930. Da die Lasten für den Kreis nicht mehr zu tragen sind, wenn Reich und Land nicht eingreifen und helfen, wurde eine Entfchließung angenommen, wonach der Kreisausschuß beim Staatsministerium eine

anderweitige Regelung der Wohlfahrtslasten

durch Reich und Land beantragen fall. Das Alters- und Fürforgeheim Elbersdorf hat sich er­freulich entwickelt. Der Kreiszuschutz konnte von 8000 RM. auf 3500 RM. herabgesetzt werden. Die Landesversicherungsanstalt belegte das Heim mit 101 Versicherten, und zwar nach den Angaben der L. V. A. mit gutem Erfolg. Für die Landwegeunter- Haltung wurde wieder ein Betrag von 140 000 RM. eingesetzt, der nach Beurteilung der zuständigen Stel­len unbedingt erforderlich ist. Als Notstandsarbeit wurde der zweite Bauabschnitt der Gruppen- wasserwerke Heiligenberg und Stell-' berg durchgesührt. Der Kreisausfchuß plant auch im neuen Rechnungsjahr eine Reihe von Notstands­arbeiten, zu denen die Erwerbslosen des Kreises

Wilkenburg __

18.45: Aerztevortrag:Die Wahrheit über die BknitrauS» fuftatt

19.15: Bon Karlsruhe: Neue Tanzmusik

20.00:Das Theater und die junge Generation", H. SoW trag von Bernhard Blume

20.30: Bon Karlsruhe: Zitherkonzert

21.00: Aus dem Festsaal der Liederhalle Stuttgart tantofa lich der Tagung Kultur und Schallplatte" tog Württemberg): Konzert des Philharmonischen Or- mesters

22.00: Zeitangabe, Wetterbericht, Tagesnachrichte«, ©Port« bericht

22.20: Komvositionsstunde Ego» Kornauth, Wien 22.5024.00: Aus dem Lass Wilhelmsbau: Unterhalt« ugs< mustk der Kapelle Clemens Spindler

Königswulterbausen: 19.30: Die Arbeiterfrau« Aus Dichtung und Biographie. 20.00: Raum und Mensch im Ruhrgebiet (Prof. Dr. Most). 20.3022.15s Sinfoniekonzert. <> Königsberg-Heilsberg: 20.103 Kleists Tod". Romantische Tragödie in 5 Szenen voq Werner Ackermann und A. Weckerle. 21.00: Sinfowie- konzert. <$> Langender g: 20.00: Stäubchen und Sere­naden. <$> Wien: 20.00: Opernaufführung:Die Läster­schule". Komische Over in 3 Akten von Rudolf Stephan Hoffmann: Musik von Paul v. Klenau. 21.50: Abend- konzert. <$> London-Re g.: 19.30: Orchester- und Chor­konzert. 20.30: Orgelkonzert. 21jOO: Zeitgenössisch« Musik. <$> Rom: 21.05: Sinsoniekonzert.

MAGGI*Suppen in nur noch IV

In Qualität nach wie vor erstklassig -

Zlefher

Pfg*