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1B' tzK W s» HW M

Donnerstag, T. Mai 1931 /l. BeNaze

Är. 106 / Gnvndzwanzigfier Jahrgang

Aaffeler Reveste Nachrichten

1931 RM.

Neues aus Kassel

Ein Etat -er Notzeit

vergan-

RM. 3900 000 3 900000

den

1886 150

523)000

5 300 000

16000

30000

1931 gegen 1930

SlN-

»m. 11 818 000 11173 000

Fehlbetrag 257 198

Hand in Hand

Kassel, U ntere Königstraße 70

29® 000

1200 000

1930

2 630000

10 000

300 000

960 000

ISA

1925 000

15 000

300 000

960 000

und Beiträge:

825 000 RM. int

410 800 RM. im 426 510 RM. im

219 000 RM. im

Amtliche Bekanntmachllllgea, Holzveüitllie und Lerstelgerungeu

Blaue reinwollene Anzüge eigener Anfertigung schon von 39.- Mark an

mit steter Verbesserung geht unser Streben nach Verbilligung

Vorjahr 819 000

Voriabr 402 300

Vorjahr 423 850

Vorjahr 241 000

1000

6 000 360 000

700 000 300 000 260000

20 000

165 000

Geivcrbekapi talftener AMeiMellcrrjtcuer (doppelter Lande Sjotz)

2120000

925 000 1020 000

1000

7 000 1050 000 270000 475 000 200 000 240 000

30 000 150 000

Wandrrlaserfteuer

Verbrauchsodgavc Mm EMS Bicrftcuer Getränke« euer Grundcrwrrbsteuer Wertzuwachsstcuer Vergnügungssteuer Wirts»astscrlm»bnisst«>er Hundesteuer

steuer 1280 Proz.

schlietzstch Bürgcrfteucr

Durch eigene Anfertigung in unserer vorbildlich eingerichteten Werk® statt sind wir in der Lage, den anspruchsvollsten Käufer zu befriedigen Unsere Frühjahrs-Anzüge und -Mäntel sind der beste Beweis dafür

Jede Preislage, jede Geschmacksrichtung

Gebühren

KanawenntzungSgehühre« Mulla hsuhrgedühren Ltraßenrelnigungsrdsten BerufsschuWciträg« _____

Treppenleitern mit Sicherheitsbeschlag

Stufe MI. 1. Patent-Watrassen (10 Jahre Garant.) Schmidt & Reetl.

(8-4 Uhr.)

Heute, Donnerstag:

Stadtpark: Kaffee-Konzert, 16 Uhr.

Chasfalla-Lichtspiele:Der Tanz geht weiter".

Die wichtigsten Anmerkungen zu den Einzeletats sind hier auch schon gemacht worden. Es bleibt nur übrig, an Hand der unten stehenden Tabelle auf einige wesentliche Punkte hinzuweisen: Die günstigere Ge­staltung des

KonzcffionSabgadc und Reingewinn Veiwaltungstostcu'bciiraig

Straßcnunlcr hattungsbei trag

Dividend« ______

Allgemeine Verwaltung

Gemeinde-Anstalten und -Einrichtungen

Polizeiverwaltung

Bauvsrwaltung

Betriebe und Uintemehmungen

Schulen

Kunst n»d Volksbildung

Wohlfahrtspflege

Finanzverwaltung

Außerordentliche Eimmhmon und Ausgaben

Murhardsche Stiftung

Lenoirsche Stiftung

Zur Deckung früherer FehlbetrLge__

Das Steuerbukett

-es Finanz-ezernenten

ist alles andere als erfreulich, denn trotz der durch die Notverordnungen vorgeschriebene Senkung der Grund­vermögens- und der Gewerbesteuer ergibt sich im gan­zen eine weitere

Erhöhung der städtischen Steuern am rund

645 000 RM.

daß diesen Zahlen ein gro- t. befielt Berechtigung man

Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des SchreinermeifterS Heinrich Teibach in Niederzwehren bei Kassel, Güierbahnbofstratze 1, ist am 5. Mai 1931, 12 Ubr 45 Minuten das Konkursverfahren erösf- nct. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Dr. Ludwig Goldschmidt in Kassel. Erste GlSuDi gcrversammlung am 4. Juni 1931, 12 Uhr. Allgemeiner PrüsungStennin am 18. Juni 1931, 10% Uhr, vor dem Amtsgericht in Kassel, Zimmer 9/10. Anmeldefrist, offener Arrest und Anzeigepflicht bis 1. Juni 193L

Amtsgericht, Abt. 7 Kassel.

1930 RM.

Prima Rollschinken stinken Pfd. 1.20, mage«n Bauchfpeck Pfd. 0.90, prima Salami u. Cervelatwurst Pfd. 1 JO, harte Salami u. Cervelatwurst Pfd. IS), Schmier-Mettwurst u. rohe Krakauer Pfd. 1.10, Mett­wurst Berliner Art Pfd. 1.10, Knacker (100 gr.) Pfd. 1.20, ff. Leberwurst, Preßkopf u. Fleischwurst Pfd. 0.90, prima Jagdwurst, Bierwurst, Kochfalami und hart« Krakauer Pfd. 1.10 empfiehlt nur gegen Nachnahme,

Wurstfadrik und Versand

Carl Wlle!,LeobschiM.-S.,Merstt.K

Ton-Theater(TheaterohneAamen)

Rommcr, Evelyn Holt, Wolfgang Zilzcr und Hans Hände übcrgegangenen Apollo-Theaters. Erst das Publikum soll den endgültigen Namen bestimmen und wir können schon jetzt verraten, daß bei dem demnächst stattstndenden Preisausschreiben eine ganze Menge wertvoller Geld- und Sachpreise winken.

MitAscherwittwoch" bringt die neue Leitung einen Gustav-Althoff-Tonfilm heraus, der im Offi­zierskorps unseres alten Heeres spielt. Wir hören die alten flotten Märsche und Soldatenlieder, sehen das Leben und Treiben auf dem Kasernenhofe und bei der Felddienstübung und erleben das Schicksal eines jungen Offiziers, der aus Wuchererhänden von seinem besten Freunde befreit, im tollen Karncvals- treiben den Lockungen der Frau dieses Freundes er­liegt und sein Vergehen durch seinen Freitod sühnt. Ascherwittwoch! Derb drollige Szene echten Soldaten­humors mildern die Tragik der Handlung. In den tragenden Rollen Hans Stüwe, C. L. Diehl, Claire Nommer, Evelyn Holt, Wolfgang Zilzer und Hans Iunkermann. Der zweite Film: .Die Bram wider Willen" ist ein richtiger Wildwestschlager mit allen den üblichen spannenden Kampf- und Verfolgungs­szenen. Ein netter Kulturfilm, der in die engere Heimat unseres großen plattdeutschen Dichters Fritz Reuter führt, schließt das reichhaltige Programm.

Man muß anerkennen, 1

her Optimismus innewohnt, «v,,... .......

recht unterschiedlich beurteilen wird. Auch wir neigen

Aufforderung.

Gläubiger des am 22. 4. 1931 verstorbene« Kaufmanns

Arthur Böhme

Mel. NurhaMW 3, hl

werden hiermit auf gefordert, ihre Ansprüche geltend zu machen.

»affet, den 6. Mai 1931.

Der Nachlatzverwalter:

H. Reis, Hermannftr. 8. J

Konkursverfahren.

lieber das Vermögen des Sautmwms Richard Moscbach jun., in Firma Hessisches Warenmagazin in Kassel, Wolfsschluckst 3, ist am 6. Mai 1931, 12 Uhr 55 Minuten, das Konkursverfahren eröffnet. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Dr. Wcidemanu in Kassel. Erste Gläubigerversammlung am 4. Juni 1931, 12ii Uhr, allacmciner Prüfungstermin am 18. Juni 1931, 11 Uhr, vor dem Amtsgericht in Kassel, Zimmer 9/10. Anmeldefrist, offener Arrest und Anzeigepslicht bis 2. Ium 1931.

Amtsgericht, Abt. 7 Kassel.

1 881 310

Städtische Steuer«:

GrundvermSgensteurr

382 5 Proz. Zuschläge zur staatlichen Steuer vom laudwirtschaftlicheu usw. Grundbesitz und 425 Proz. Zuschläge vom übrigen Grundbesitz

50 Proz. von Neubauten, die vor dem 1. Aprtt 1928 bezugsfertig geworben sind

Gewerbesteuer

500 Proz. Zuschläge zu dem Gowevbeer- tragslcuergrundbeträgen einschliesslich Zweigstellen und Schankgewerbe-

Alle

Geschäfts-Inhaber, die das Bestreben haben, zu den weitesten schich­ten des Publikums zu sprechen, werden dieses Ziel leicht durch Ver- mitUung der Kasseler Neuesten Nachrichten erreichen fönnen. Die Kasseler Neuesten Nach­richten ssud in allen Schichten der Bevölke­rung beliebt und we- gen ihres interessanten, von keiner Partei be» einfluftten Inhaltes ge- schätzt. Unsere Ge- schüftsfreunde ftttb da­her auch mit den durch unsere Zeitung erziel- ten Erfolgen allgemein zufrieden. Man ver- säume nicht, bei feier sich bietenden Gelegen­heit ssch der Kasseler Neuesten Nachrichten in bedienen

Die Ablieferungen der Städtischen Werke A.-E. sehen im Vergleich mit dem Voranschlag des genen Jahres wie folgt aus:

Schuletats

erklärt sich aus einer gründlichen Ueberarbeitung des Voranschlags und durch die erheblich gesenkten Bei­träge der Stadt zur Landesschulkasse, die wieder ihre Erklärung durch die gesetzlich vorgeschriebenen Ee- haltssenkungen finden. Die Verschlechterung beim Kapitel

Getriebe und Unternehmungen"

kommt von den verminderten Ablieferungen der Städtischen Werke A.-E. Der Voranschlag des Wohl­fahrtsamtes hat sich um 886 304 RM. verschlechtert, obwohl man sich alle erdenkliche Mühe gegeben hat, beträchtliche Einsparungen zu machen.

Daß an den Richtsätzen für die Unterstützungs­empfänger nicht gerührt wirb, darf wohl als fest­stehende Tatsache angesehen werden; hingegen will man aber bei den außerordentlichen Sonderleistuu- gen tatsächlich Einsparungen vornehmen.

Ein betrübliches Kapitel ist auch die

Vermögens- und Schuldenverwaltung-.

Soweit das Vermögen der Stadt hier verwaltet wird, ergibt es eine Einnahme von 3 201600 RM.; ihr stehen aber Ausgaben für Verzinsung und Tilgung von Anleihen ufw. gegenüber, die in diesem Jahre 649 695 RM. gegen 63 069 RM. im Vorjahr betragen. Der Umstand, daß rund 4,6 Millionen RM. neue lang­fristige Anleihen im Etat erscheinen, erklärt sich wohl daher, daß man auf diesem Wege die ungedeckten Fehlbeträge der früheren Jahre auf diese Weise fun­diert hat. Im übrigen zahlt der Finanzdezernent in diesem Kapitel für kurzfristige Darlehen und Kassen­kredite zusammen 980 000 RM. jährliche Zinsen!

So sieht der Voranschlag in seinen Endzahlen aus:

Hoiann

Psychologe und Heilkundiger Ur-Magnetismus JägerstraBe 15,1. Sprechside. 9-12,3-6 Kostenfreie Auskunft

1 Wohin gehen mir am Freitag?

Staats idealer:Der Herr mit dem Fragezeichen". 20 Uiff.

Kleines Theater:Stopf in der Schlinge", 20 Uhr.

Cavitol-Vicktfpiele:Die lustigen Weiber von Wien", x Unioerfnm-Lichtspiele:Die Königin einer Rächt".M Ufa-Theater:Alraune".

Metropoi-Tbeater:Proftitution, Ursachen, Gefahren, No» kärnviung".

Hessenland-Perle: Kabarett / Tanz, 16 und 20 Uhr.

Stadthalle: Jobanu Strauss mit seinem Wiener Orchester Der Wiener Walzer! Die Wiener Operette! Das Wiener Lied!"

Hessssches Landesrnnsen« lWilh. Platz): Ausstellung »&arö» Zeichnungen alter Meister".

Mehr LiA « 5-e mal hellere rifch. betend)tung, ober 4|5 Stromersparnis. Patzt »ns jede Glühlampe. RW.2. ttnb 1,50.

TW. StiffllÜR.GOpel Frankfurter Strasse 17. Sichtbar im Schaufenster

Ostburr--Veranstaltungeu

Franen-Nachmiitag.

In das Zeichen des "Muttertages hatte man rote alljahr- lich einen Frauennachmittag gestellt, an dem die altmt Mütter des Bundes als Ehrengäste aus der Bereinskasse mit (Jaffee und Kuchen bewirtet und auch mit geistigen Genüssen gespeist wurden. Nach warmherziger Begrüssung durch Frau Wirth, der 1. Vorsitzenden, sang Frau Christoph mit sumvathischer Stimme und gutem Vortrag der Mutter geweihte Lieder. Im Anschluß daran richtet« der 1. Vorsitzende. Pfarrer Pelz, einen Appell an die deut­sche Frau und Mutter.

Deutsche Frauen deutsche Treue"

hiess bas Thema feiner Ansprache. Er gedachte im Hinblick auf den Sinn des Muttertages der deutschen Mutier als der Hüterin des deutschen Familienlebens, guter deutscher Litte, Erzieherin der Kinder und damit des ganzen Volkes. Als leuchtendes Vorbild für die Frauen unterer so schwe­ren Zeit wies er auf den ebenso schweren Lebensweg der Königin Luise, den Dornenpfad der letzten deusschen Kai- ferin Auguste Viktoria bin, die echt deutsche und vor allem treue Frauen gewesen sind trotz aller Prüfungen. Ihnen solle die deuttche Fran und Mutter nacheifern. Sie solle nicht nur im Stillen wirken, nein, auch in der Oefsentlich- keit, wenn es fein müsse, den Schäden der Zeit entgegen­treten. Mit dem Gedenken an die fchwer kämpfende« Frauen und Mütter im Osten schloss er seine Ausfüh­rungen.

Mit einem urdrolligenKaffeeklätfchchen" aus den neun­ziger Jahren tarn dann zum Schluss auch der Humor st seinem Recht.

Vortragsabend.

Die Abendveranstaltung wurde eingeleitet durch erneu von Sri. Schröder gut vorgetragenen VorsvrnchOber- fchlesien an Deutschland". Ehrenvorsitzender Lehrer Boul dankte allen, die die Bestrebungen des Ostbundes unter­stützen und gedachte der Männer, die bei der Befreiung Oberfchlefieus ihr Leben zum Opfer gebracht haben. Dante entwarf Dr. med. Strassmann an Hand eigener Erlebnisse ein erfchütterndes Bild von dem herben Leidensweg der deuttehen Minderheit in den zu Polen gekommenen ober« fchlesischen Gebieten. Was helfen alle Beftimmungen der Genfer Eonventton die Deutfchen sind rechtlos! Aus allen Stellungen werden sie verdrängt, mit Hilfe der Po­lizei geprügelt und gefangen gefetzt. Die deutschen Schulen werden geschlossen, die Lehrer verjagt und alle Klagen an den Völkerbund mit neuen Repressalien beantwortet. Eine einzige Anklage bilden die furchtbaren Einzelheiten dieser systematischen, brutalen Unterdrückungsvolitik. Doch der volnische Rattonalstolz strebt noch weiter. Unterstützt von Frankreich streckt er seine Hand ans nach dem Rest non Oberschlesien und nach Ostpreussen. Darum darf sich Deuttchland nicht durch inneren Hader schwächen und jeder fo schloss der Redner mutz eingedenk sein der Schil- lerschen Worte:Ans Vaterland. ans teure, schliess dich an".

Gute musikalische Darbietungen murahmien die ein­drucksvolle Beranstattung.

Äolonncntag aller ehemaligen Infanterie- and Mrtillerie-Munitivnskolonnen 9.10 Mai in Kassel. Man schreibt uns: Die Festtage rücken immer näher. Herrliches Frühlingswetter ist eingetreten. Die Kas­seler Kameraden, die Tag für Tag gearbeitet haben, sehen dem großen Kolonnentag entgegen. Zahlreich sind die Anmeldungen eingelaufen, weit aus dem Westen und dem Süden. Trotz der trostlosen schweren Zeit ein Bild echter Kameradschaft, Treue und Liede zu den Kameraden und seiner Feldformation. Das Programm des Kolonnentages sieht vor: Sonnabend abends 8 Uhr im großen Saal der Restauration Lesch, Hohenzollernstraße, den großen Kommers. Sonntag 8 Uhr Jahreshauptversammlung der einzelnen Ko­lonnen in den verschiedenen Lokalen. 11% Uhr große Weihestunde zu Ehren der Gefallenen mit dem Red­ner Pfarrer Thup im Saal der Restauration Lesch. Darnach Hauptversammlung aller Kolonnen und Gründung des Waffenringes ehemaliger deutscher Munitionskolonnen. 1% Uhr gemeinsames Essen, abends 8 Uhr Bunter Abend und Abschiedsfeier. Alle Kwlonnenkameraden, und dies gilt besonders für die Kasseler Kameraden, haben sich unbedingt in der Meldestelle, Restaurant zur Neuen Post, Hohenzollern- straße 25, anzumelden.

Segelsiugtage

Da sich die Segelflugtage unserer Kasseler Segelflieger von Jahr zu Jahr größerer Beliebtheit erfreuen, will derNiederhessische Verein für Luft­fahrt in diesem Jahre zwei derartige D e r a n st a l - Zungen abhalten, die er in Anbetracht der für Se­gelflüge günstigeren Wetterlage in das Frühjahr und den Herbst gelegt hat. Der erste diesjährige Segelflug­tag auf dem Dörnberg die 4. Veranstaltung dieser Art wird am Himmelfahrtstag, den 14. Mai, 3 Uhr nachmittags stattfinden. Vorgesehen sind Gleit- und Segelflüge auf sämtlichen zur Verfügung stehenden Maschinen des Vereins, Pafiagierflüge mit zwei Doppelsitzern, der Start des bekannten Leistungs­flugzeugesKassel" und der RekordmaschineMax Kegel", auf der Oberleutnant Hentschel kürzlich seinen 11-Stundenflug durchführte. Zum ersten Male werden auch Fallschirmabwürfe vom Segelflugzeug aus erfolgen.

Sämtliche Vorführungen werden wie im vorigen Jahre durch Lautsprecher angesagt und erläutert werden. In den Pausen findet Konzertübertragung statt. Alles in allem verspricht ein Himmelfahrts­ausflug zum Dörnberg in diesem Jahre einen beson- dern Genuß.

zu der Auffassung, daß man der Steuerkraft der Kasseler Bürgerschaft mit diesen Zahlen entschieden zu viel zutraut. Aber man mußte das tun, denn Reich und Staat behandeln die Städte eben schlecht! Das läßt sich jetzt einwandfrei durch Zahlen bewei­sen: Die Ueberweisungen aus Reichs- und Landes­steuern mutzten auf Grund der bisherigen Berechnun­gen auf der ganzen Linie vermindert eingesetzt wer­den, und zwar statt 8 928 000 RM. nur 6 662 000 RM., also 2 266 000 RM. weniger. Im einzelnen sieht das u. a. so aus: Einkommensteuer 2 380 000 RM. gegen 2 870 0000 RM, im Vorjahr, Körperschaftssteuer 250 000 RM. gegen 400 000 RM., Hauszinssteuer 1360 000 RM. gegen 3 000 000 RM.

Bei dieser .Zursorge" von Reich und Staat blieb natürlich nichts anderes übrig, al; die Gemeinde­steuerschraube noch einmal anzuziehen. Hoffentlich kommt es bei den öffentlichen Etatberatungen ein­deutig zum Ausdruck, daß damit nicht nur die Grenze erreicht, sondern erheblich überschritten ist und daß Kassel einer durchgreifenden Hilse des Reiches und des Staates nicht mehr entraten kann!

Die wesentlichen Umrisse des Voranschlags der Stadt Kassel haben wir bereits hier veröffentlicht. Es handelt sich also nur noch darum, daß der Bürger erkennen kann, was ihm an öffentlichen Lasten abge­nommen und neu auferlegt worden ist.

Erfreulich ist die Bilanz im ganzen nicht. Denn bei Einnahme von 38 732 540 RM. und einer Ausgabe von 38 989 738 RM. ergibt sich ein ungedeckter Fehl­betrag von 257 198 RM., dessen Deckung trotz eifrigster Arbeit der Sparkommission und trotz Verdoppelung der Bürgersteuer nicht zu erreichen gewesen ist. Im Vorjahr balancierte der Voranschlag mit rund 43 300 000 RM. Plan hat also diesmal

die Abschlnßziffern nm rnny 4 300 000 RM. verkürzen

können. Und zwar hat das im wesentlichen seine Be­wandtnis damit, daß entsprechend den gesetzlichen Kürzungen die Hauszinssteuer sür den Wohnungsbau nur mit 1 360 000 RM. gegen 3 000 000 RM. im Vor­jahr vereinnahmt wird und daß außerdem die Ablie­ferungen der Städtischen Werke A.-E. um rund 700 000 RM. vermindert werden müssen.

Grundvermögens- und Gewerbesteuer sind zwar Sätzen nach gesenkt worden, aber der Ertrag soll sich nach den Voranschlagsziffern nicht beträchtlich ändern. Man sieht die Bier- und die Bürgersteuer früher nur als Nebensteuern gedacht als die Säulen des Steueretats. Im einzelnen gedenkt man der Kasseler Bürgerschaft folgendes aufzuerlegen:

Einnahme

Ausgabe

Zulchutz

Ueberfchutz

günstiger

lmgütrFg

256983

1146 522

889 539

_

104146

203 868

824 219

620 351

59 653

176 270

883 274

707 004

--

93 204

1569 491

2 485 330

915 839

2955

5 937 785

4 403 052

1 534 733

683194

2 349 310

6 755 922

4 406 612

627 389

8 795

170 464

161669

13 099

2 544 257

11188 214

8643 957

886 304

25 516 941

10 895 638

14621303

376577

200 000

20 000

23 000

91263

68 263

1037

1

125 840

125 840

1.000 000

38 732 540

38 989 738

16 413 234 16156 036

1795180

2052378