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Kasseler Neueste Nachrichten

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Tiummer 82* Oonnerstaq, 9. April 1931 21 Jahrgang

Das Programm von Chequers

Frankreichs vorläufiger Triumph / pariser plane gegen die deutsch-österreichische Zollunion / Verärgerung in London

Vorteil oder Mißgeschick?

Oie wahren Gründe der Verschiebung des Londoner Mjnister-Besuchs

Oie letzten Tage des

'XV

eltkrieges

Interessante Dokumente aus den Kriegs-Erinnerungen des Marschalls Joch

th. Berlin, 9. Aprtl

Der gestrige Besuch des deutschen Botschasters von Reurath im englischen Auswärtigen Amt ha, nun mehr zu der Vereinbarung geführt, daß der deutsche Ministerbesucy in England vom 59. Juni stcutfin- den soll. Bei dieser Besprechung wurde auch schon in großen Umrissen das Programm der Zusammenkunft festgelegt. Die deutschen Minister, die als Elaste der englischen Regierung gelten, werden den ersten Tag ihres englischen Aufenthaltes in London zubringeu. Dann werden zwei Tage auf dem Wocheuendsiy des englischen Ministerpräsidenten Macdonald in Che- qucrs folgen und daran schließt sich ein vierter Tag wiederum in London. Vorgesehen ist neben den offi­ziellen Besprechungen und der intimen Zusammen­kunft in Chequers ein Empfang beim König. Ein Arbeitsprogramm ist für diese Zusammenkunft nicht int einzelnen sestgeleat worden, sondern man hat ver­einbart, daß

alle Themen besprochen werden sollen, die beide Länder interessieren.

Dazu soll in erster Linie gehören die große Ab­rüstungskonferenz von 1932, die Probleme der inter­nationalen wirtschaftlichen Beziehungen im Zusam­menhänge mit den Fragen des Schutzzolles, der in ternatioualeu Kreditgebarung, der Arbeitslosigkeit usw. Aus dieser Themastellung wird sich von selbst auch eine Erörterung der Veränderungen ergeben, die das Reparaüousproblem im Laufe des letzten Jahres infolge der Wirtschaftskrise durchgemacht hat. Ent­sprechend dem rein- privaten Charakter der Zusam­menkunft werden die Minister nicht von einem beson­deren Apparat von Sachverständigen begleitet sein. Endgültig steht die Zusammcnsetziing der deutschen Delegaiion noch nicht fest, aber es wird von der Mög­lichkeit gesprochen, daß sich der Kanzler und der Außenminister von je einem Attache begleiten lassen. Da es sich nach englischem Brauch lediglich um eine Aussprache der Minister untereinander handeln soll, ist es möglich, daß auch der deutsche Botschafter zu den Besprechungen selbst nicht zugezogen werden wird.

Die Festsetzung des Termins auf den 5. Juni d. I. nach der Genfer Ratstagung, weicht natürlich erhev- lich von dem Plan ab, den die englische R-gierung ursprünglich mit ihrer Einladung verfolgte. Diese Einladung sollte s. Zt. den Zweck haben, das Pro­blem der Abrüstungskonferenz, das in Genf auf der .Ratstagung entschieden werden soll, vorher mit den leitenden deutschen Staatsmännern zu besprechen. Es scheint, daß verschiedenetechnische" Unglücksfälle und diplomatische Mißgeschicke zu der Verschiebung beigetragen haben. Als in der vergangenen Woche das englische Auswärtige Amt die zuerst im März ergangene Einladung wieder aufnahm und als Ter­min ein Wochenende in der erste Hälfte Mai vor­schlug, wählte man in Berlin den 1. Mai, weil am 8. Mai der Kanzler und der Außenminister nach ihrem festen Plane in Deutschland in Anspruch ge­nommen waren. Die von Berlin abgegangene In­struktion dürste aber wohl unklar zum Ausdruck ge­bracht haben, daß das innerdeutsche Arbeitsprogramm kein Hindernis für das Zustandekommen der Konfe­renz am 8. Mai sein sollte, falls der englischen Re­gierung der 1. Mai nicht paßte. Tatsächlich war der englische Ministerpräsident vom 1.8. Mai besetzt, aber die Berliner Instruktion ist in London wohl nicht richtig verstanden worden. Jedenfalls >i* das Gespräch, das am dritten Osterfeiertage der deutsche Botschafter von Neurath mit dem englischen Unter­staatssekretär im Foreign Office führte, in einer vom Berliner Gesichtspunkte aus nicht ganz verständlichen Form sich dahin entwickelt, daß die für die deutsche Regierung bestehende Unbequemlichkeit am 8. Mai wichtiger schien als das Zustandekommen der ganzen Konferenz vor der Genfer Tagung überhaupt. In­zwischen waren im englischen Auswärtigen Amt wohl

die Pariser Wünsche sehr nachdrücklich bekannt geworden, die dahin zielten, eine Zusammen­kunft deutscher und englischer Außenminister vor der Ratstagung zu umgehen.

Das Mißverständnis ermöglichte es nun dem eng­lischen auswärtigen Amt, die Verschiebung der Kon­ferenz geradezu als einen Höflichkeitsakt für die deut­sche Regierung vorzunehmen uns das Datum neu zu bestimmen.

Man kann darüber streiten, ob auf weite Sicht die

Sommers angeschnitten werden müßen: das Problem der Abrüstung und der Wirtschaftskrise int Zusam­menhang mit den Reparationen.

Immerhin wird zunächst die französische Politik die Verschiebung der Zusammenkunft als einen Er­folg für sich buchen und Briand wird zweifellos diese Gelegenheit freudig aufnehmen, sein in Paris gesun­kenes Prestige zu stärken.

Freude 'n par s

Paris, 9. April.

Die Presse gibt ihrer Befriedigung über die Ver­legung des deutschen Besuches in London Ausdruck. Die meisten Blätter erklären, vaß damit sie deutsch- englische - Aussprache an Bedeutung verliere. Matin erklärt, es sei klar, daß nach Genf diese Begegnung keinen großen politischen Wert mehr habe. Wenn Brüning und Curtius in London einträfen, würden die Beschlüsse, an die Frankreich denke, bereits ae'allt sein, und die verantwortlichen Minister sämtlicher Großmächte in wünschenswerter Weise miteinander Fühlung genommen haben.

Petit Parisien schreibt: Henderson könne seinen Platz im internationalen Areopag mit der ungebro­chenen Autorität eines unparteiischen Schiodsrichters einnehmen, der nicht vorher den Beschwerden der Urheber des Streits ein williges Ohr geliehen -habe. In Berlin habe man sich von einer Begegnung zu Anfang Mai viel versprochen und gehofft, in Genf energischer auftreten zu können. Die Berliner Blät­ter, sie diese Begegnung als einen Mißerfolg der Po­litik des Quai d'Orsav feierten, hätten jetzt das Nach­sehen. Der englische Außenminister habe schnell das Manöver" erkannt, in das tote deutschen Staatsmän­ner ihn Härten hineinlocken wollen. Di« deutsche Be­such anfangs Juni bringe nicht mehr die gleichen Ungelegenheiten mit sich, und inan weroe sich dann in Chequers vor allem mit der Abrüstungskonferenz be­schäftigen, wie es ursprünglich vorgesehen war.

London, 9. April.

lieber die Ziele der englischen Außenpolitik äußerte sich Henderson in einer Rede in Woolwich. Er er­klärte unter anderem, die Nationen könnten von dem geringen Wert zukünftiger Kriege und von der Not­wendigkeit der Abschaffung des Krieges nur überzeugt werden, wenn auf der kommenden Abrüstungskonfe­renz die stehenden Heere bis zur niedrigsten Grenze herabgesetzt würden, die sich mit der nationalen Sicher­heit vereinbaren lassen. England habe eine Politik gefördert, die in Sicherungen gegen den Krieg bestände. Es habe eine Völkerbundspolitik verfolgt und werde alles tun, um die Abrüstung durch Abmachungen mit anderen Nationen herbeizuführen.

Auch der Marineminister Lord Alexander betonte in einer Rede in Hüll die Notwendigkeit, die Ab­rüstung auf dem Wege internationaler Abmachungen zu erreichen, da England allein nicht weiter abrüsten könne. Ter Erfolg werde davon abhängen, ob die anderen Nationen bereit seien, die englische Politik zu unterstützen. Durch ein europäisches Flottenabkom­men ließen sich die Schwierigkeiten beseitigen, die noch einer offenen Erörterung der Abrüstungsfragen auf der kommenden Konferenz enlgegenstünden.

^Schlechte Manieren^

London, 9. April.

Gan; außerordentlich scharf wendet sich der der englischen Regierung nahestehendeDaily Heralo" gegen die französischen Kommentare zu dem be­vorstehenden Besuch des deutschen Reichskanzlers und des Reichsautzenministers in London. Sie seien takt­los uns zeugten von schlechten Manieren. Es gehe wirklich zu weit, wenn die französische Presse die Ein­ladung Hendersons an die deutschen Staatsmänner als unpassend bezeichnet und wenn sie von einem Rechte Frankreichs spreche, sich durch den Besuch der deutschen Herren -beleidigt zu fühlen. Wenn Paris, dauerns darauf bestehe, baß die englischen Beziehun­gen zu Frankreich viel intimer sein sollen als zu ir­gend einem anderen Lande und die Downing Street nichts ohne die Zustimmung des Quai d'Orsay tun

Wir bringen beute mit Erlaubnis des Berlages R.

9. Roeblei in Leipzig aus den biefer Tage erscheinen­den Sricgeetinnerungen des Marschalls Aach einige Dokumente aus dem Za brr 1918.

Clsmenceau will den amerikanischen Oberbefehls­haber Pershing absetzen.

Während des Rückzuges der beutfcben Truppen im Ok­tober 1918 auf die Anttoerpen-Maas-Ltelluna batte Mar­schall Aoch der amerikanischen Armee unter General Per­shing bie gleiche Selbständigkeit gelassen wie den übrigen Armeen. Ihr fiel die schwierige Ausgabe zu, bie unweg­samen Argonnen von Tud nach Nord zu durchschreiten. Ties ging dem französischen Ministerpräsidenten nicht schnell genug. Er schrieb deshalb noch am 22. Oktober zwanzig Tage vor dem Waffenstillstand an hoch folgenden Brief, ein historisches Dokument, besonders interessant, wenn man bedenkt, bub Frankreich nur durch die Hilfe Amerikas ge­rettet wurde.

Von Tag zu Tag verschiebe ich es, mit Ihnen die Krise der amerikanischen Armee zu erörtern. Ich sage Ihnen ja nichts Neues über den Stand der Dinge, den Sie sicher besser als jeder andere kennen, weil Sie in Ihrer Eigenschaft als Oberbefehlshaber der verbündeten Armeen notwendigerweise am ersten Darunter zu leiden haben.

Sie haben die Entwicklung der Wünsche des Ge­nerals Pershing ganz in der Nähe verfolgt, und die­ser bat dank seines unüberwindlichen Starrsinns lei­der über Sie selbst und Ihre nächsten Untergebenen triumphiert. Tie (Geschichtsschreibung würde das nur mit nutzlosem Bedauern feststellen tonneu.

Sie sieben in der Schlacht, und was früher ge­schehen oder geredet worden ist, gehört nicht hierher. Es handelt sich einzig und allein um die riesige Schlacht, die im Gauge ist, und die Sie so zu führen verstanden haben, daß Sie in die erste Reihe der gro­ßen Feldherren getreten sind.

Ich bin nach der Verfassung der Chef der. fran­zösischen Armee. Das Interesse dieser Armee, liegt nur zu deutlich darin, daß alle die Ihnen unterstell­ten Verbände gleichmäßig organisiert sind.

Es wäre ja ein Verbrechen von mir, wenn ich dulden wollte, daß sie sich unausgesetzt in der Schlacht

rung, was den französischen Interessen wirklich nicht besonders förderlich sein könnte.

Landwirtschaftsblock ohne Deutschland?

Paris, 9. April. In der gesamten französischen Presse wird der gestrigen Unterredung zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Laval und dem Außenminister Briand große Bedeutung beigemessen. Laval und Briand sollen vor allem das österreichisch- deutsche Abkommen erörtert haben. Briand wolle jetzt versuchen, dem Abkommen durch die Vorbe­reitung wirtschaftlicher Organisationspläne zu parie­ren, die seiner Ansicht nach das deutsch-österreichische Abkommen zum Scheitern bringen ober wenigstens in seinen gefährlichen Folgen einschränken sollen. Zu diesem Zwecke würden Vertreter des Außen-, des Finanz-, des Landwirtschafts- und des' Handels­ministeriums in dieser Woche miteinander Fühlung nehmen. Namentlich würde geprüft werden, ob Frankreich den Agrarländern Mittel- und Osteuropas Vorzugszölle bewilligen könne, auch wenn deshalb mit dem Svstem der Meistbegünstigungsklausel ge­brochen werden müßte.

Sensationeller deutscher Theaterersolg in London

London, 9. April.

Das deutsche Lustspiel ,^Jm weißen Rößl" wurde gestern in London in genauer Wiedergabe der von Charell revueartig inszenierten Berliner Aufführung zum ersten Male gegeben. Das Londoner Publikum nahm das Lustspiel mit stürmischem Beifall auf. Die Londoner Morgenpresse stellt tote Aufführung als Ta­gesereignis für die Londoner Dhcaterweli dar. So sagtNews Chronwle", daß es auf einer Londoner Bühne niemals eine so vollkommene Vorstellung ge­geben habe.Tally Expreß- schreibt, daß das Weiße Rößl" monatelang das Tagesgespräch von London fein werde, währendMorning Post" von demErfolg des Jahvhunoerts" spricht. Der deutsche Regisseur Erik Cbarell, der bereits in seinem eigenen Lande als Genius gefeiert werde, so erklärtTailv Sketch", wird in London seinen Ruf noch verbessern.

auf reibt, ohne daß alles geschehen wäre, um bie ver­bündete Hilfsarmee zur Erfüllung ber ihr zu gewie­senen militärischen Aufgabe instand zu setzen.

Die französische und Die britische Armee liefern, ohne es je überdrüssig, zu werden, seit drei Monaie-n tägliche Kämpfe und nützen sich dabei in verhängnis­voller Weise ab, gerade jetzt, wo eine unmittelbare Ergänzung unserer Kopfstärken ausgeschlossen ist- Diese beiden Armeen werfen den Feind durchein­ander mit einem Elan, daß die Welt staunt, aber unsere lieben amerikanischen Bundesgenossen, die darauf brennen, sich zu schlagen und einstimmig als große Krieger anerkannt werden, die treten seit dem Absprung am ersten Tage auf der Stelle und kontmen trotz schwerer Verluste gar nicht dazu, das ihnen als Ziel gesetzte Gebiet zu erobern. Niemand würde zu­geben können, daß diese schönen Truppen unbrauch­bar wären, es wird bloß kein Gebrauch von ihnen gemacht.

Man braucht durchaus kein Fachmann zu fein, um zu verstehen, daß das Stocken Ihres rechten Flügels Ihren Absichten nicht entsprechen kann, und daß wir, so günstig die sonstigen llmftänbe stehen mögen, bie Vorteil« des Bewegungskrieges verloren haben. Daß nicht marschiert werben konnte, ist Schuld bet Füh­rung. Ich weiß, wie grotze Müh« Sie sich gegeben haben, um den Widerstand bes Generals Pershing ^u überwinden. Gerade weil Sie kein Mittel gescheut haben, um ihn zu.überreden, kann'ich mich der Pflicht nicht entziehen, mich zu fragen, ob nicht nach dem er­gebnislosen Scheitern aller Verhandlungen die Stunde gekommen ist, wo wir die Methode wechseln.

Wenn sich General Pershing geweigert M, Nren Befehlen zu gehorchen, so können Sie sich an den Präsidenten Wilson ivenden. Aus Gründen, Denen Sie den Vorrang zuerkannien, haben Sie diese Lösung des Konflikts hinausgeschoben, wohl weil Sie einen aufsehenerregenden Gegenschlag fürchteten, dessen Tragweite Ihnen schwierig abzuschätzen er­schien.

Ich habe mir erlaubt, anderer Ansicht zu sein als Sie. Es stand Ihnen frei, zu denken, daß ich zu schnell auf eine radikale Löfung des Problems los­gehe. Sie haben gewünscht, daß der Versuch verlän­gert wird.

Trotzdem kann ich jetzt, wo ich erfahre, daß Sie die unmittelbare Führung der Truppen des Generals Pershing in die Hand genommen haben, nicht um­hin zu glauben, daß dieser Versuch ber letzte fein muß, den wir unternommen haben. Ich wünsche leb­haft, daß er Erfolg hat. Das ist aber nur möglich, wenn Sie das Wunder fertig bekommen, die Sonder- führung einer einzelnen Armee mit der allgemeinen Oberleitung nach den Gesamtplänen zu vereinigen.

Ich glaube nid)., baß es sehr lange Zeit erfordert, bis Sie in dieser Hinsicht zu einem endgültigen Ent­schluß gekommen sind. Wenn sich General Pershing enhlich zum Gehorsam bequemt, wenn er die Vor­schläge bewährter Chefs annimmt, deren Anwesen­heit bei ihm er bis zum heutigen Tage nur geduldet hat, um ihren Rat in den Wind zu schlagen, so sollte mich dies außerordentlich freuen.

Aber wenn dieser neue Versuch, zwischen zwei ent­gegengesetzten Mtschauungen zu vermitteln, nicht zu den glücklichen Trfolgen führt, die Sie erwartet ha­ben, dann muß ich Ihnen sagen, daß kein Aufschub mehr möglich ist. Dann würde tatsächlich die Stunde bestimmt gekommen fein, wo Präsident Wilson bie Wahrheit, bie ganze Wahrheit über bie Lage der, amerikanischen Truppen gesagt werben muß. Tenn Weber Sie noch ich haben bas Recht, ihm biefe Wahr­heit zu verbergen.

Ich habe es für meine Pflicht gehalten, Ihnen biefe Bemerkungen vorzulegen, Weil unter diesen Um­ständen die Verantwortlichkeit der französischen Re­gierung und des verfassungsmäßigen Chefs der fran­zösischen Armee nicht weniger unmittelbar in Mit­leidenschaft gezogen ist, als die Ihrige. Sie würden Über das Gefühl, das mich befeelt, nicht im Irrtum fein können, wenn Sie meinen Absichten ebenso Ge­rechtigkeit widerfahren lassen könnten, wie ich den Ihrigen.

gez. Clsmenceau."

Matschall Foch wies die Angriffe Clemenceaus zu­rück. General Perfhing blieb Oberbefehlshaber.

Die Oberbefehlshaber ber feindlichen Armeen beraten am 25. Oktober die Bedingungen für einen evtt.

Waffenstillstand.

Um die Ansichten der oerbünbeten Oberbefehlshaber kev- nettiulernen. berief ich diele für den Rackmittag des 25. Oktober in mein Hauptouartter nach Lentis (ber Ehe! de» Genero'ftabes der beletftben Armee traf infolge ber Ent­fernung nickt rechtzeitig ein), und ich ersuchte sie, ber Reihe nach ihre Wafsenftillftanbsbebingnngen -tu erläutern.

Als erster sprach Marschall Haiq. Er erklärte, baß feiner Meinung nach bas deutsche Heer in seiner

großen Probleme übrig bleiben, bi#.im Lause bei rare erzeugten bei Englan« ein Gefühl der Lerärge-

Critrfc, so würden hierdurch die Ziele der englischen Politik zunichte gemacht. Die französischen kommen

Verschiebung des Termins nicht manchen Vorteil mit sich bringen wirb. In der ursprünglichen Form wäre die Zusammenkunft allerdings die Vorbereitung der Genfer Ratstagung gewesen, während jetzt, nachdem in Genf die Fragen der aktuellen europäischen Politik vorher erledigt werden, für die Zusammenkunft bie

Englischer Abrüstungswille

Eigener Drahtbericht.

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