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Sinundzwanzigfier Jahrgang

Kasseler Neueste TiachMken

Mittwoch 1.5(ptt 1931 * 1. Beilage

Fünfzig Jahre Gottschalk & Co., A-G

Das Ende der Post-Elektrischen

vertrauten Strecke

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Phot K. N. N.

Ostern

Pfau-Hut

den flotten

wohl' hatten freundliche Seelen an ihre Wände gekritzelt...

ser bedeutunasvollen städtischen Einrichtung beson­dere Verdienste erworben.

Nun hat auch die Stunde der gelben Post-Elektrischen geschla­gen, die jahrelang den Verkehr zwischen Hauptpost, Bahnpost­amt und Postamt II vermittel­ten. Ab 1 April werden die zwei Wagen aus dem Stratzen- bild verschwinden, der wendigere und schnellere Kraftwagen tritt an ihre Stelle. Gestern mach­ten sie ihre letzte Fahrt. Wim­pel- und blumengeschmückt roll­ten ste zum letzten Male auf der

durch sein ruhiges, ausgleichendes Wesen und seine | Hofes und Vorsitzender der Schlachthof-Kommkssion Sachkunde auf vielerlei Gebieten die Achtung und | hat er sich um die Verwaltung und den Ausbau die- Anerkennung aller seiner Kollegen zu verschaffen ge­wußt. Ms langjähriger Dezernent des Schlacht-

Im Silberkranz. Am 31. März feierten die Ehe­leute Straßenbahnführer Heinrich H e r b o l d und Frau geb. Kunold das Fest der Silberhochzeit.

Am ersten April können die Mechanischen Webe­reien Gottschalk u. Co., A-G., in Kassel ihr fünfzig­jähriges Jubiläum feiern. Rur bescheidene Mittel standen im Jahre 1881 dem jungen Unternehmen zur Verfügung, als es eigene Fabrikation in dem Handweberdorf Eschenstruth aufnahm. Neue Fakto­reien in Elbersdorf, Kreis Spangenberg, und in Diedorf bei Mühlhausen in Thüringen mutzten bald eröffnet werden Vertrauensgemeinschaften mit mechanischen Webereien eröffneten dem Betrieb neue Chancen. Im Jahre 1884 wurde auch in Kassel im damaligen Seilerweg (Schlachthofstratze) ein Grundstück erworben, auf dem im Jahre 1885 bereits

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Stm 1. April 1910 ging das .Stadt. Untersuchungs- ämt Kastel' in das Eigentum der Stadt über, und Dr. P. wurde als Leiter der Anstalt angestellt. Am 15. Dezember 1910 erfolgte die Ernennung des Dr. P. mm Vorsteher des Stadt. Untersuchungsamtes und seine lebenslängliche Anstellung als städtischer Beamter.

Im Jahre 1903 wurde das öffentliche Warenprü- fungsamt für das Teptilgewerbe von Herrn Dr. Paulmann gegründet und dem Untersuchungsamte angeschlossen.

Bei der Ueberwachung des gesamten Lebensmittel­verkehrs und der öffentlichen hygienischen Einrich­tungen unserer Stadt als gerichtlicher Sachverstän­diger, als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes und des Polizeipräsidenten hat Dr. P. sich in langen Jah­ren aufs beste bewährt.

Der Magistrat hat dem Scheidenden den wärm­sten Dank der Verwaltung für seine Lebensarbeit ausgesprcchen. Seit dem Juni 1924 gehört Dr. P. als ehrenamtlicher Stadtrat dem Magistrat der Stadt Kastel an und hat sich auch in. dieser Eigenschaft

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tätig, bis er im Jahre 1921 an das Landeskulturamt in Kastel berufen wurde.

Vor den versammelten Mitglieder« des hiesigen Landeskulturamts widmete der Landeskuliuramtsprä, sident dem Scheidenden warme Worte der Anerken­nung und überreichte ihm den urkundlichen Dank des Herrn Landwirtschaftsministers für treu geleistete Dienste. Auf die guten Wünsche, die ihm bei diesem Anlaß vpn seinen bisherigen Mitarbeitern ausgeipro- chen wurden, erwiderte Oberregierungsrat Zuschlag mit herzlichen Worten. Er gedenkt, seinen Ruheitmd in Kastel zu verleben.

Oberregierungsrat Zuschlag Im Ruhestand

Mit dem heutigen Tage scheidet das langjährige Mitglied des hiesigen Landeskulturamts, der Ober- regierungs- und Landeskulturrat, Geheimer Regie­rungsrat Zuschlag, wegen Erreichung der Alters­grenze aus dem Staatsdienst aus Er hat nahezu 37 Jahre lang im Dienste der landwirtschaft­lichen Staatsverwaltung gestanden, und es war ihm vergönnt, seine verdienstvolle Tätigkeit fast ununter­brochen seiner Heimatprooinz widmen zu dürfen. Zu­nächst war er in Carlshafen und später in Hanau

der Betrieb eröffnet wurde. Die Firma, die 1905 in eine A.-G. umgewandelt wurde, sah sich durch wei­ter steigenden Geschäftsgang bald zu neuen Erwei­terungen veranlatzt. Der Rus der Fabrikate führte zu ständig steigender Auftragszahl, für Militär- und Staatsbehörden wurden eine ganze Reihe bahn­brechender Zeltmodelle geschaffen. Auch ausländische : Militärverwaltungen erkannten die Neuerungen der ' Firma an. Goldene Medaillen und andere erste ! Preise auf zahlreichen internationalen Ausstellungen i begründeten den Weltruf der Firma weiterhin, die heute zu den bedeutendsten Kasseler Industrie-Wer­ken zählt.

Der Mann am Mikroskop

Gtadtrat Dr. Paulmann tritt in den Ruhestand.

Stadtrat Dr. Paulmann, geboren am 9 Aug. 1865. erhielt feine Ausbildung als Apotheker, war von 1891 bis 1894 Assistent am Pharmazeutischen Institut in Marburg, wurde auch dort promoviert und ist seit 1. April 1896 geprüfter Nahrungsmittel- chemiker.

Im Dezember 1894 gründete Dr. Paulmann in Kassel ein _ chemisch-bakteriologisches Laboratorium. Die Stadt überwies ihre sämtlichen Untersuchungen diesem Institut und genehmigte am 1. Avril 1896. datz das Laboratorium die Bezeichnuna .Städtisches Untersuchunasamt Kastel' führen durfte.

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