Seite 3 — 1 Beilage
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Simtshaufen. Die Reichsbahn stellt Zumutungen. Im Interesse einer größeren Freistcht auf der Strecke Marburg—Frankenberg erstrebt die Reichsbahndirektion Kassel die Beseitigung des Uebergangsweges von der Schlagpfütze nach Obersimtshausen, sowie die Beseitigung des Backhauses. Da die Anlieger die Beseitigung des Weges als einen wesentlichen Verlust empfinden, ist es bisher noch zu keiner Einigung zwischen den Beteiligten gekommen. Di« hohen Kosten, die der Reichsbahndirektion durch die Beseitigung des Backhauses entstehen, stehen nach ihrer Ansicht in keinem Verhältnis zu dem gewonnenen Erfolg. Aus der anderen Seite kann man aber auch von der Gemeinde nicht verlangen, daß sie im Interesse der Reichsbahngesellschaft große Opfer brin-
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ringen (DBP.) berichtete in längeren Ausführungen über die Tätigkeit des zur Prüfung der Besoldungsfragen eingesetzten Untersuchungsausschusses. ES wurde ein Antrag der Nationalsozialisten angenommen, die Gehäiter der oberen Beamtengruppen der Provinz an Hand der preußischen BD- soMungsordnung nachzuprüfen. Angeommen wurden weiter Anträge der Sozialdemokraten, der Deutsch - Hannoveraner und der Nationalsozialisten, die darauf abzielen, die Nebenbeschäftigung der Beamten der Provinz zu unterbinden und durch Abbau von Ruhegehaltsempfängern Stellen sreiznmachen.
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gen soll.
Grebenhain. Gründung einer BiehverwertungS- genoffenschaft. Die Landwirte der hiesigen Gegend, welche seither ihr Vieh zu dem Viehmarkt nach Frankfurt brachten, haben sich zu einer Viehverwer- tungsgenossenschaft zusammengeschlossen. Der vorgelegte Satzungsentwurf wurde von Geschäftsführer Schnegelsberger vorgetragen und erläutert, worauf die Annahme des Statuts und die Gründung Genossenschaft für Viehverwertung erfolgte.
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Feuer in Haueda
Brandursache unbekannt.
Am Donnerstag mittag um 12 Uhr ertönte plötzlich Feueralarm in Haueda. Das Haus der Witwe Mathilde Bolte stand in Brand. Die Feuerwehr mutzte sich darauf beschränken, das Uebergreifen deS Feuers auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Die Liebenauer Feuerwehr mit ihrer Motorspritze brauchte nicht mehr einzugreifen, lieber die Brano- ursache ist bisher nichts bekannt.
Der Universitätsbund Marburg, Ortsgruppe Cor- bach, lud am Dienstag zum 4. Vortragsabend im Saale des Waldecker Hofes ein. Privatdozent Dr. Enke sprach über: „Nervöse Störungen und Berüfs- lsbertt.
Mit Hilfe von sogenannten psychologischen Tests — das sind Prüfungen über Eignungen und Fähigkeiten eines Menschen — will man einem jeden den ihm eignenden Beruf geben. Diese Tests wurden besonders in Amerika mit großer Begeisterung ausgenommen. So prüfte man vor dem Weltkriege die Rekruten nur etwa 50 Minuten lang und konnte sie aus Grund dieser Prüfungen den für sie in Frag« kommenden Waffengattungen zuteilen. Aber auch in Deutschland werden solche Eignungsprüfungen durch- gesührt, so z. B. auch in der Klinik zu Marburg. Diese Prüfungen haben nicht nur Bedeutung für den Mediziner, sondern auch für den Rationalöko- nomen. Es ist ja klar, daß man am meisten in einem Beruf erreicht, der einem zusagt. Ist man nicht mit Herz und Seele dabei, so treten fcalb Un- ürstgefühle aus, die zur völligen Apathie führen können. Die Avbeitskraft dieser Menschen würde also verloren gehen, wenn es nicht gelänge, für sie Betätigungen herauszusinden, die ihnen mehr liegen. I m Grunde ist der Mensch nie faul: wenn er in einem Beruf nichts leistet, so hat er eben kein« Eignung dazu. Das schließt aber keinesfalls aus, daß er zu einer anderen Arbeit — dies« liegt ihm dann eben mehr — sehr leistungsfähig sein kann.
Ein Anwesen niedergebrannt
Zn Biedenkopf.
Zn vorletzter Nacht brannte in Biedenkopf das Anwesen des Hüttenarbeiters Pfalzgraf in der Hain- ttratze vollständig nieder. Die Nachbaigebäude konnten durch Einsetzen der neuen Motorspritze geschützt werden. Die Brandursache ist nicht festgestellt. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.
Eine solche falsche Berufswahl kann schr leicht zu nervösen Störungen führen, und jetzt mutz der Arzt eingreifen. Ist nur eine Ermüdung der Nerven durch Ueberanstrenguna entstanden, so kann ein Erholungsurlaub leicht Abhilfe schaffen. Hilft aber solch eine Ausspannung nicht, so ist damit gesagt, daß der Mensch für seinen früheren Beruf nicht geeignet war, er von diesem nicht befriedigt wurde, und nun ist es Aufgabe des untersuchenden Arztes, für seinen Patienten einen passenderen Beruf herauszufinden. Das lätzt sich im allgemeinen viel leichter bewerkstelligen, als man annimmt. Ist der Patient Handarbeiter, so genügt oft schon eine kleine Aenderung im Berufe, um ihm denselben wieder lieb und wert zu machen. Auch hei einem Kopfarbeiter ist eine Berufsänderung möglich; denn der Mensch, der seine Eignung für einen anderen Beruf erkennt, läßt sich durch keine Schwierigkeiten von einem Berufswechsel abhalten. Er wird mit dem neuen Beruf, der ihm zusagt, auch sein früheres Unbefricdigtsein verlieren und nun mit Herz und Seele bei der Sache sein. Durch eine richtig« Berufswahl können also viele Störungen rm Berufsleben beseitigt werden.
Selbstmordversuch im Gerichtssaal
Berufungsverhandlung gegen den Kasseler D-Zugdieb
Vor dem Großen Schöffengericht in Göttingen hatt« sich der Kaufmann Karl Siebert aus Kassel im Berufungsverfahren wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu verantworten. Siebert ist seinerzeit vom Großen Schöffengericht in Göttingen zu einer Zuchthausstrafe von vier Jahren und zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt wovden, weil er auf der Bahnstrecke Basel—Hannover bezw. Kassel- Paderborn zahlreiche Eisenbahndiebstähle begangen hatte.
Am 17. Februar 1930 war er auf dem Bahnhof Göttingen auf frischer Tat dabei ertappt worden, als er mit einem wertvollen Pelz und einem Handkoffer den D-Zug Basel-Hamburg verließ, um sofort in den D-Zug nach Kassel umzusteigen, der abfahrtbereit auf dem Bahnsteig 2 im Göttinger Bahnhof stand. Siebert war schön lange im Zuge von Fahndungsbeamten der Reichsbahn beobachtet worden und wurde dann in Göttingen festgenommen. Der 18 mal wegen Diebstahls vorbestraft« Angeklagte hatt« gegen das Urteil Berufung eingelegt. Er versuchte sich damit herauszureden, daß er die gestohlenen Sachen von einem unbekannten Reisenden gekauft und an einen Händler in Kassel, den Roßschlächter Hermanns, weiter veräußert habe, der auch seinerseits vom Schöffengericht Göttingen wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt worden ist, der aber seine Berufung gegen dieses Urteil wieder zurückgezogen hat. Wahrend sich das Gericht zur Beratung des Urteils zurückgezogen hatte, machte Siebert in der Anklagebank unbemerkt einen Selbstmordversuch. Er hatte sich eine Rasierklinge zu verschaffen gewußt und sich damit die Pulsader geöffnet. Ziemlich stark blutend siel er in feie Anklagebank zurück. Bon einem im Saale anwesenden Arzt wurde Siebert verbunden und dann ins Gerichtsge- fängniS zurückgeführt. Die Verkündigung des Urteils, «das di« vom Schöffengericht auSgeworfen« vierjährige Zuchthausstrafe bestätig- t«, konnte erst nach einiger Zeit erfolgen, als der Angeklagte wieder einigermaßen zu sich gekommen war.
Zum Elisabeth-Iubiläum
Die Marburger Elisabethkirche wird instandgesetzt.
Die Marburger Elisabethkirche wird für das Eli- sabethjahr instandgesetzt. Mit den äußeren Arbeiten hat man schon vor einger Zeit begonnen. Unter anderem soll hierbei der Dachreiter, der bei vor 60 Jahren ausgeführten Erneuerungsarbeiten im Gegensatz zu den Kirchtürmen Stilwidrigkeiten erhalten hat, wieder seine ursprüngliche Form erhalten. Die Arbeiten an dem äußerem Teile der Kirche dürften bis zum Ende nächsten Monats beendet sein, im Gegensatz zu den Jnnenarbeiten, die, da das Kirchemnnere vollkommen neu ausgemalt werden soll, längere Zeit in Anspruch nehmen werden. Da sie kaum bis zum Elisabechjubtläum fertig sein werden, wird man sie Wohl aus spätere Zeit zurückstellen. Eine der Hauptarbeiten wird bann die Wiederherstellung des Elisabethschreins sein, der bekanntlich vor etwa 10 Jahren durch frevelhafte Beraubung stark beschädigt wurde. Die Kosten für die gesamten Bauarbeiten werden aus dem Patronats-Baufonds und aus Mitteln der staatliche» Denkmalspflege bestritten.
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Marburg. Anläßlich des 700. Todestages bet heiligen Elisabeth erwartet Marburg starken Besuch von außerhalb. Die Nachfrage nach Prospekten und die Anfragen an das Verkehrsamt nehmen immer größeres Ausmaß an. Das Katholische Pfarramt in Hildesheim plant, aemeinsam mit Hannover in diesem Sommer eine Fahrt nach Marburg zu unternehmen, bet der etwa 500 Teilnehmer mitfahren.
Marburg. „Privatklinik St. Elisabeth". Die „Alte Privatklinik,* die im ganzen Bezirk wohl bekannt ist, konnte in dem alten Gebäude nicht mehr weitergeführt werden. So hat man sich entschlossen, in diesem Jahre an der Lakmstraße einen Nestbau zu errichten. Da nun der Neubau im Jubiläumsjahr der hl. Elisabeth errichtet wird, soll der neue Name „Privatklinik St. Elisabeths fein.
Marburg. Fleischerei-AuSstctlung. In den nächsten Tagen wird ein Fleischerkursus der Osnabrücker Fleischerschule stattfinden, an dem 16 Herren und 8 Damen teilnehmen werden. Am kommenden Sonntag werden bann die Arbeiten der Kursusteilnehmer in einer Ausstellung zur Schau gestellt werden.
Besoldungsfragen
Im hannoverschen Provinziallandtag.
Zu Beginn der gestrigen Nachmittagssitzung wurde die Beratung der Etatspositionen zu dem Kapitel BesoldungSorbnung vorgenommen. Abg. Jung-Göt-
entem ausgebildeten Ersthelfer und dem nötige« Verbandszeug versehen.
Aus Eschwege und Umgebung
Eschwege. Fit, reif befunden. Am Reform- realgymnasium erhielten folgende 2 9 Schüler das Reifezeugnis zugefprochen: Helmut Albig, Charlotte Blachert (Bad Sooden- Allendorf), Helmut Bödicker, Gudrun Döhle, Gerda Ehrentreich, Maraa Freudenthal, Helmut FühriNg (Waldkappel), Werner Eüntherodt, Otto Klebe (Burghofen), Hans Krexa, Helmut Krieger, Beutel Lehmann (Wanfried), Otto Licht, Heinz Lorenz (Grotz- töpfer), Bernhard Lützen, Hans Mahlmann (Bad Sooden-Allendorf), Karl Mench, Heinrich Metzler, Andreas Müller (Schwebda), Wolfgang Müller, Fritz Pfusch (Frieda), Walter Quentel, Karl Reinemann (Foisthaus Schlierbach), Lothar Schäfer, Reinhatt, Thiele (Oberhone), Ingeborg Tolle, Ferdinand Trübestein (Berneburg), Annemarie Weyman, Helmut Wettläufer.
Eschwege. Arbeit am heimischen Obstbau. In der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins hielt Lehrer Bettenhausen einen Lichvbildervortrag über die Obstbaumschädlinae und ihre Bekämpfung. Der Verein hat vier Apparate zur Bekämpfung der hier stark austretenden Wühlmaus erworben. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Lehrer Aulepp gewählt.
.Reichensachsen. Die älteste Einwohnerin, die Witwe Fanny Goldschmidt, geb. Kahn, beging am Sonnabend ihren 90. Geburtstag. Sie ist körperlich und geistig noch sehr rüstig und beschäftigt sich noch mit leichten Handarbeiten.
Treffurt. „ES geht nicht, wie man es wünschte". Die Reichsbahndireftion Erfurt gibt uns den Grund an, weshalb die Personenzüge zwischen Wartha und Treffurt nicht rascher fahren können. Sie schreibt: „Auf der 29,3 Kilometer langen Strecke Wartha- Treffurt können wir di« Geschwindigkeit der Personenzüge von 40 auf 50 km/Sld. nicht erhöhen, da sich hier allein 27 Wegübergänge ohne Schranken befinden. Es müßten sonst alle Züge, die mit mehr als 40 km/Stb. fahren, an den Ueberwegen mindestens auf diese Geschwindigkeit abgebremst werden. Hierdurch würden Wohl wesentliche Mehrausgaben entstehen, nennenswerte Fahrplanverbesserungen aber nicht erzielt werden. Dagegen ist es uns möglich geworden, di« Züge vom 15. Mai ab zwischen Eisenach und Treffurt mit anderen Lokomotiven zu befördern und aus diesem Grunde die Geschwindigkeit zwischen Eisenach und Wartha von 60 auf 75 dn/Std. zu erhöhen und den Aufenthalt in Wartha — ausgenommen bei zwei Sonntagszügen — auf 6 Minuten zu kürzen, soweit dies mst Rücksicht auf Anschlüsse möglich war.
Riederzwehre». Liederabend des Aelt. MSnneraesana- »ereins. Dieser Tage veranstaltete der Aelt. Männergesangverein Niederzwehren unter Leitung des Chormeisters Wambach im Saale des Gasthauses Sichler einen Liederabend, der dem Gedächtnis Mozarts und Kreutzers gewidmet war. Während Mozart nur mit Liedern vertrete» war, die von Annemarie Messing mit tiefster Einfühlung und beseeltem Vortrag dargeboten wurden, war Äonrabin Kreutzer mit 9 Chören vertreten, die im 1. Teil den Gefallenen, im 2. Teil den Lebenden gewidmet waren. Es war durchaus verdienstlich und der Anerkennung wert, daß es stch der Aelt. Männergesangverein Niederzwehren angelegen sein ließ, diesen umfassenden Ueberblick über das chorische Schaffen dieses etwas vergessenen Meisters zu übermitteln. Dem Cbormeister mutz bei so trefslicher Cbor- auSwahl und bei so gründlicher Einstudierung schwerer Chöre besonders gedankt werden. — In der Nachfeier sprach der 1. Vorsitzende des Mitteldeutschen Sängerbundes, Mit- telschullehrer E. Echzell, anerkennende Worte über die vor- trefsliche Leistung des Vereins. -e-
Cberlaufungen. Die Detaillisten-Bereinigung bet Bezirke Witzen Haufen, Oberkaufungen, Lichtenau, Großalmerode hielt Generalversammlung. Der Vorsitzende Kaufmann Wachsmuth-Großalmerode gedachte der verstorbenen Mitglieder, ebenso der gefallenen Helden. Die Wahl des Vorstandes ergab die einstimmig« Wiederwahl. Die Hevbsttagung soll in Wickenrode stattfinden. Diplom-Kaufmann Leihner-Kaflel hielt einen Vortrag über die augenblickliche Wirtschaftslage. Vorstandsmitglieder der Edeka-Äassel behandelten das Genossenschaftswesen.
Grifte. Nächtlicher „Schulbesuch". Der Schule wurde ein nächtlicher Besuch abgestattet. Diebe hausten in den Kellerräumen der alten und neuen Schule. In der alten Schule entwendeten sie ein Fahrrad und Wäsche, in der neuen Schule fiel ihnen nur ein neuer Werkzeugkasten in die Hande.
Dörnberg. Der Kriegerverein hielt unter dem Vorsitz des Landwirts Jakob und im Beisein des Kreisverbandsvorsitzenden i. R. Schneider feine Generalversammlung ab. Die Versammlung faßte den Beschluß, dem Kreiskriegerverband und somit dem KyfMuserbund wieder beizutreten.
Hann.-Münden. Forderungen des HauSbesitzes. In der Generalversammlung des Haus- und Grund- besitzervereins sprach der Syndikus des Provinzialverbandes der Hausbesitzervereine, Bürgervorsteher Niebuhr-Hannover, über „Die kalte Sozialisierung des Haus- und Grundbesitzes". Er forderte völlige Aufhebung der Wohnungsämter. Die Organisation des Haus- und Grundbesitzes erhebe immer wieder die Forderung, sämtliche drei Zwanaswirtfchaftsge- setze aufzuheben und befristete Uebergangsbestimmun- gen zmn Schutze der Mieter zu erlassen. Zum Schluß verlangte der 3tebner einen raschen Abbau der Hauszinssteuer, soweit sie nicht für den Wohnungsbau Verwendung finde. Hinsichtlich der Vergebung der Hauszinsstouer-Hypotheken müsse eine Bevorzugung der Baugenossenschaften gegenüber dem privaten Baugewerbe nachdrücklichst bekämpft werden.
Großalmerode. „Glück auf!" Neben dem einzigen Bergwerks-Verein des Meißnergebietes in Wickenrode wurde von der Belegschaft der Zeche „Glück auf“ am Hirschberg ein weiterer Knappen-Verein ins Selben gerufen. Umfassend die Werksangehörigen aus Großalmerode, Rommerode, Epterode, Friedrichsbrück, Walburg, Velmeden und Laudenbach kam die Grün- dungsverfammlung in Rommerode zur Durchführung. Mit der Einzeichnung von annähernd 50 Mitgliedern ist ein guter Grundstein gelegt worden. Die Wahl der Leitung hatte folgendes Bild: 1. Vors.: Aufseher Ziegerach, Epterode; 2. Vors.: A. Traube, Großalmerode; 1. Schriftf.: H. Ackermann, Großalmerode; 2. Schriftf.: Gg. Brencher, Rommerode; 1. Kass.: H. Bauer, Rommerode; 2. Kaff.: Fr. Pfaffenbach, Großalmerode. Die Namensbezeichnung des Vereins ist mit ,^Sergwerksknappen-Verein Glück auf* vorgesehen.
Dransfeld. Rätselhafter Antobraud. Durch Feuer bis auf das Untergestell zerstött wurde in letzter Nacht zwisechu 12—1 Uhr ein Fordwagen, der sich, von Göttingen kommend, der Stadt näherte. Auf unaufgeklärte Weise geriet der Wagen in der sog. Opsergrund in den Landstraßengraben, in dem er stundenlang sest- lag, und ging in Flammen auf. Auffallend war die Feststellung des Landjägers, datz der Führer nicht auszufinden war.
Wolfkptgen. WiederholungskursuS für Ersthelfer. Nachdem die Heflen-naffauische landwirtschaftliche De- rufsgenoffenschaft Kassel tat Jahre 1929 für den Kreis Wolshagen 40 Personen in der ersten Hilfe bei Unfällen hat ausbilden lassen, ist vor einigen Tagen in Wolshagen ein Wiederholungskursus durchgeführt unter Leitung des Sanitätskolonnenarztes Dr. Schmidt, Zierenberg, und unter Mitwirkung des Kolonnenführers Göbel und einzelner Mitglieder der Sani« täiskolonne Zierenberg. Die Gemeinden des Kreises Wolshagen sind nunmehr sämtlich mit mindestens
Die Kanalbenutzungsge-bühren für 1931 wurden auf 3 Prozent der Friedensmiete für Wohnungen festgesetzt. Des weiteren wurden mehrere Kaufverträge für Grundstücke im Siedlungsgelände an der Trfftstraße genehmigt. Im vorigen Jahre hat die Gemeinde durch den Ankauf von Ländereien ein Siedlungsgelände geschaffen. Es sind dort 28 Bauplätze vorhanden, von denen schon 12 vergeben sind. Ein Doppelhaus ist im vorigen Herbst errichtet worden. Mehrer« Bauten sollen jetzt in Angriff genommen werden, sodaß mit der Zeit ein neues Wohnviertel mit einer eigenen Straße entstehen wird. Ferner wurde die Gemeinderechnung für 1929/30 bekannt gegeben. Einer Einnahme von 162 037,76 RM. stehen Ausgaben in Höhe > ----- - —
über. Der Kaffenbestand beträgt 1713,31 RM. Da damit die Finanzen für vas Geschäftsjahr 1929/30 in Ordnung sind, braucht eine Nacherhebung von Steuern für das Geschäftsjahr 1929/30 nicht Vorgenom-
Wir geben Auskunft
Briefkasten der K. R. 7l.
Nlle an den Vrtefkasten »ertöteten Anfragen werden na» beitem Wissen beantwortet, jedoch übernehmen rott tm Eimelfall keine G e w ä b r für die Rtöttakett der erteilten Auskünfte. — Die Empfehlung von einzelnen Firmen usw. an dieser Stelle müssen wir ablehnen, da Ste diese am betten durch den wirksamen Anzeigenteil der „K. N. N. ersabren.
Briefkafte». ES kommt in Ihrem -Fall auf die Hau», ordnung des Mietvertrages oder aus die polizeilichen Be- stimmungen von dort an. Da» Klopfen innerhalb der Wohnung ist dem Klovsen auf dem Hof aletözustellen. Hier in Kassel darf die» an jedem Tag von bis 11 Uhr geschehen und Sonnabend» außerdem noch von 8 bi» 6 Uhr. Erkundigen Sie stch aber nomals dort bet der Poltzetbe- Hörde, sofern ein Mietvertrag nicht besteht.
W. 100. Es kommt auf bas Alter Ähre» Sohnes au. Denn dieser volljährig war, so dürfte die Rechtslage für Sie nicht ganz günstig sein. Wenn der Betreffende den Gegenstand durch eine unerlaubte Handlung in Besitz bekommen bat, so kommt § 848 BGB. in Krage. Eine unentgeltliche Rückgabe kommt aber nicht in Krage. Nach 8 932 BGB. wird der Erwerber auch dann Eigentümerwenn di« Sache nicht dem Veräußerer gehört, es sei denn, daß der Erwerber nicht im guten Glauben war. Der Erwerber ist nicht im guten Glauben, wenn ihm bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt ist, daß die Sache dem Veräußerer nicht gehört.
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Tb. C. SB. Ihre Frage ist nicht gut verständlich. Es gebt nicht daraus hervor, ob die betreffenden Firmen bte Arbeiten liefern oder abnehmen sollen.
SB. ®. Durch Herausreißen von Seiten aus den Sie* serbischem verliert dieses die Beweiskraft.
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Telegrammaufgabe durch Münzfernsprecher. Die Tageszeitungen haben vor kurzem eine Meldung „Telegrammaufgabe durch Münzfernsprecher" gebracht, nach dem die Ober- vostbirektion Berlin jetzt neue Münzfernsprecher in Hern- svrechzellen verwendet, die nicht nur die Kühlung von Orts- aesprächen, sondern auch von Gesprächen im Schnell- und Kernverkehr sowie die Aufgabe von Telegrammen gestatten. Die Oberpostdirektion Ä alse l teilt uns mit, daß auch in ihrem Bereich die neuen Münzfernsprecher bereits bei den Selbstanschlußämtern Sanau und Bergen (Str. Hanaus im Betrieb sind und demnächst bei den Selbstanschlußämter« Kulda, Hersfeld und Corbach in Betrieb genommen werden. In Kassel selbst können die neuen Münzfernivrecher erst eingeschaltet werden, wenn der Selbstanschlußamtbetrieb für da» gesamte Ortsnetz Kassel eingerichtet ist.
Rundfunk
Wir höre« am Sonnabend, den 7. Mär« Krankfurt-Kassel:
6.15: Wettermeldung; antöt. Morgengymnastik 7.15: Krühkonzert auf Schallvlatten
10.20; Schulfunk: AuSlandsdeutschtum: „Ein Tag tri» deutscher Student unter amerikanischer Jugend", Vortrag 12.00: Wagnerkon,ert aus Schallplatten
14.00: Werbekonzert
15.20: Von Stuttgart: Stunde der Jugend
16.80: Von Stuttgart: Nachmittagskonzert
18.05: Die russische Tonfilmervedition bei den Juden tu Birvbidjan (Ostasiens, Vortrag von Otto Heller
18.30: Oberschiesten. Vortrag von Siemen» Taesler 18.55: Der Himmel im März und Avril — Wohin geht unsere Reise im Weltenraum? Vortrag von Professor Edmund Sittig
18.25: Spanischer Sprachunterricht
19.45: Von Köln: Lustiger Abend
22.00: Nachrichtendienst
22.20—24.00: Tanzmusik
Königswusterhausen: 19.30: Ludwig Kinkh lieft eigene Dichtungen. — 20.00: Unterhaltungsmusik. — 21.10: Was bringt Die Abendzeitung? <$> Königsberg-Heilsberg: Fetras-Stunde. — 21.10: Kabarett: Was bringt die Abendzeitung? — W.30—0.80: Aus Berlin: Tanzmustk. Kapelle Dato» Bela. ♦ Langenberg: 19.45: Lustiger Abend. — 28.80: Meister des Jazz. Wien: 20.00: Schwedische Dichtung und Lied. — 20.80: Neue Jugend, Schauspiel in fünf Akten von Thor Hebberg. <$> London Regional: 22.00: Kammermusik; Havdn: Quartett d- moll; Lieber: Brahms: Quartett a-moll. <8> Rom: 20.45a Opern Übertragung au» dem Teatro S. Carlo.