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Seite 3 1 Beilage

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Simtshaufen. Die Reichsbahn stellt Zumutungen. Im Interesse einer größeren Freistcht auf der Strecke MarburgFrankenberg erstrebt die Reichsbahndirek­tion Kassel die Beseitigung des Uebergangsweges von der Schlagpfütze nach Obersimtshausen, sowie die Beseitigung des Backhauses. Da die Anlieger die Beseitigung des Weges als einen wesentlichen Ver­lust empfinden, ist es bisher noch zu keiner Einigung zwischen den Beteiligten gekommen. Di« hohen Kosten, die der Reichsbahndirektion durch die Besei­tigung des Backhauses entstehen, stehen nach ihrer Ansicht in keinem Verhältnis zu dem gewonnenen Erfolg. Aus der anderen Seite kann man aber auch von der Gemeinde nicht verlangen, daß sie im In­teresse der Reichsbahngesellschaft große Opfer brin-

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ringen (DBP.) berichtete in längeren Ausführungen über die Tätigkeit des zur Prüfung der Besoldungs­fragen eingesetzten Untersuchungsausschusses. ES wurde ein Antrag der Nationalsozialisten angenom­men, die Gehäiter der oberen Beamten­gruppen der Provinz an Hand der preußischen BD- soMungsordnung nachzuprüfen. Angeommen wurden weiter Anträge der Sozialdemokraten, der Deutsch - Hannoveraner und der Nationalsozialisten, die darauf abzielen, die Nebenbeschäftigung der Beamten der Provinz zu unterbinden und durch Abbau von Ruhegehaltsempfän­gern Stellen sreiznmachen.

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gen soll.

Grebenhain. Gründung einer BiehverwertungS- genoffenschaft. Die Landwirte der hiesigen Gegend, welche seither ihr Vieh zu dem Viehmarkt nach Frankfurt brachten, haben sich zu einer Viehverwer- tungsgenossenschaft zusammengeschlossen. Der vor­gelegte Satzungsentwurf wurde von Geschäftsführer Schnegelsberger vorgetragen und erläutert, worauf die Annahme des Statuts und die Gründung Genossenschaft für Viehverwertung erfolgte.

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Feuer in Haueda

Brandursache unbekannt.

Am Donnerstag mittag um 12 Uhr ertönte plötz­lich Feueralarm in Haueda. Das Haus der Witwe Mathilde Bolte stand in Brand. Die Feuerwehr mutzte sich darauf beschränken, das Uebergreifen deS Feuers auf die benachbarten Gebäude zu verhindern. Die Liebenauer Feuerwehr mit ihrer Motorspritze brauchte nicht mehr einzugreifen, lieber die Brano- ursache ist bisher nichts bekannt.

Der Universitätsbund Marburg, Ortsgruppe Cor- bach, lud am Dienstag zum 4. Vortragsabend im Saale des Waldecker Hofes ein. Privatdozent Dr. Enke sprach über:Nervöse Störungen und Berüfs- lsbertt.

Mit Hilfe von sogenannten psychologischen Tests das sind Prüfungen über Eignungen und Fähig­keiten eines Menschen will man einem jeden den ihm eignenden Beruf geben. Diese Tests wurden be­sonders in Amerika mit großer Begeisterung ausge­nommen. So prüfte man vor dem Weltkriege die Re­kruten nur etwa 50 Minuten lang und konnte sie aus Grund dieser Prüfungen den für sie in Frag« kom­menden Waffengattungen zuteilen. Aber auch in Deutschland werden solche Eignungsprüfungen durch- gesührt, so z. B. auch in der Klinik zu Marburg. Diese Prüfungen haben nicht nur Bedeutung für den Mediziner, sondern auch für den Rationalöko- nomen. Es ist ja klar, daß man am meisten in einem Beruf erreicht, der einem zusagt. Ist man nicht mit Herz und Seele dabei, so treten fcalb Un- ürstgefühle aus, die zur völligen Apathie führen kön­nen. Die Avbeitskraft dieser Menschen würde also verloren gehen, wenn es nicht gelänge, für sie Betä­tigungen herauszusinden, die ihnen mehr liegen. I m Grunde ist der Mensch nie faul: wenn er in einem Beruf nichts leistet, so hat er eben kein« Eignung dazu. Das schließt aber keinesfalls aus, daß er zu einer anderen Arbeit dies« liegt ihm dann eben mehr sehr leistungsfähig sein kann.

Ein Anwesen niedergebrannt

Zn Biedenkopf.

Zn vorletzter Nacht brannte in Biedenkopf das An­wesen des Hüttenarbeiters Pfalzgraf in der Hain- ttratze vollständig nieder. Die Nachbaigebäude konnten durch Einsetzen der neuen Motorspritze geschützt wer­den. Die Brandursache ist nicht festgestellt. Der Scha­den ist durch Versicherung gedeckt.

Eine solche falsche Berufswahl kann schr leicht zu nervösen Störungen führen, und jetzt mutz der Arzt eingreifen. Ist nur eine Ermüdung der Nerven durch Ueberanstrenguna entstanden, so kann ein Erholungs­urlaub leicht Abhilfe schaffen. Hilft aber solch eine Ausspannung nicht, so ist damit gesagt, daß der Mensch für seinen früheren Beruf nicht geeignet war, er von diesem nicht befriedigt wurde, und nun ist es Aufgabe des untersuchenden Arztes, für seinen Pa­tienten einen passenderen Beruf herauszufinden. Das lätzt sich im allgemeinen viel leichter bewerkstelligen, als man annimmt. Ist der Patient Handarbeiter, so genügt oft schon eine kleine Aenderung im Berufe, um ihm denselben wieder lieb und wert zu machen. Auch hei einem Kopfarbeiter ist eine Berufsänderung möglich; denn der Mensch, der seine Eignung für einen anderen Beruf erkennt, läßt sich durch keine Schwierigkeiten von einem Berufswechsel abhalten. Er wird mit dem neuen Beruf, der ihm zusagt, auch sein früheres Unbefricdigtsein verlieren und nun mit Herz und Seele bei der Sache sein. Durch eine rich­tig« Berufswahl können also viele Störungen rm Berufsleben beseitigt werden.

Selbstmordversuch im Gerichtssaal

Berufungsverhandlung gegen den Kasseler D-Zugdieb

Vor dem Großen Schöffengericht in Göttingen hatt« sich der Kaufmann Karl Siebert aus Kassel im Berufungsverfahren wegen Diebstahls im wiederholten Rückfalle zu verantworten. Siebert ist seinerzeit vom Großen Schöffengericht in Göttingen zu einer Zuchthausstrafe von vier Jahren und zu fünf Jahren Ehrverlust verurteilt wovden, weil er auf der Bahnstrecke BaselHannover bezw. Kassel- Paderborn zahlreiche Eisenbahndiebstähle begangen hatte.

Am 17. Februar 1930 war er auf dem Bahnhof Göttingen auf frischer Tat dabei ertappt worden, als er mit einem wertvollen Pelz und einem Handkoffer den D-Zug Basel-Hamburg verließ, um sofort in den D-Zug nach Kassel umzusteigen, der abfahrtbereit auf dem Bahnsteig 2 im Göttinger Bahnhof stand. Sie­bert war schön lange im Zuge von Fahndungsbe­amten der Reichsbahn beobachtet worden und wurde dann in Göttingen festgenommen. Der 18 mal wegen Diebstahls vorbestraft« Angeklagte hatt« gegen das Urteil Berufung eingelegt. Er versuchte sich damit herauszureden, daß er die gestohlenen Sachen von einem unbekannten Reisenden gekauft und an einen Händler in Kassel, den Roßschlächter Hermanns, wei­ter veräußert habe, der auch seinerseits vom Schöffen­gericht Göttingen wegen gewerbsmäßiger Hehlerei zu einem Jahr Zuchthaus verurteilt worden ist, der aber seine Berufung gegen dieses Urteil wieder zurückge­zogen hat. Wahrend sich das Gericht zur Beratung des Urteils zurückgezogen hatte, machte Siebert in der Anklagebank unbemerkt einen Selbstmord­versuch. Er hatte sich eine Rasierklinge zu verschaffen gewußt und sich damit die Pulsader geöff­net. Ziemlich stark blutend siel er in feie Anklage­bank zurück. Bon einem im Saale anwesenden Arzt wurde Siebert verbunden und dann ins Gerichtsge- fängniS zurückgeführt. Die Verkündigung des Ur­teils, «das di« vom Schöffengericht auSgeworfen« vierjährige Zuchthausstrafe bestätig- t«, konnte erst nach einiger Zeit erfolgen, als der An­geklagte wieder einigermaßen zu sich gekommen war.

Zum Elisabeth-Iubiläum

Die Marburger Elisabethkirche wird instandgesetzt.

Die Marburger Elisabethkirche wird für das Eli- sabethjahr instandgesetzt. Mit den äußeren Arbeiten hat man schon vor einger Zeit begonnen. Unter ande­rem soll hierbei der Dachreiter, der bei vor 60 Jah­ren ausgeführten Erneuerungsarbeiten im Gegensatz zu den Kirchtürmen Stilwidrigkeiten erhalten hat, wieder seine ursprüngliche Form erhalten. Die Ar­beiten an dem äußerem Teile der Kirche dürften bis zum Ende nächsten Monats beendet sein, im Gegen­satz zu den Jnnenarbeiten, die, da das Kirchemnnere vollkommen neu ausgemalt werden soll, längere Zeit in Anspruch nehmen werden. Da sie kaum bis zum Elisabechjubtläum fertig sein werden, wird man sie Wohl aus spätere Zeit zurückstellen. Eine der Hauptarbeiten wird bann die Wieder­herstellung des Elisabethschreins sein, der bekanntlich vor etwa 10 Jahren durch frevelhafte Beraubung stark beschädigt wurde. Die Kosten für die gesamten Bauarbeiten werden aus dem Patronats-Baufonds und aus Mitteln der staatliche» Denkmalspflege bestritten.

Marburg. Anläßlich des 700. Todestages bet heiligen Elisabeth erwartet Marburg starken Besuch von außerhalb. Die Nachfrage nach Prospekten und die Anfragen an das Verkehrsamt nehmen immer größeres Ausmaß an. Das Katholische Pfarramt in Hildesheim plant, aemeinsam mit Hannover in die­sem Sommer eine Fahrt nach Marburg zu unterneh­men, bet der etwa 500 Teilnehmer mitfahren.

Marburg.Privatklinik St. Elisabeth". Die Alte Privatklinik,* die im ganzen Bezirk wohl be­kannt ist, konnte in dem alten Gebäude nicht mehr weitergeführt werden. So hat man sich entschlossen, in diesem Jahre an der Lakmstraße einen Nestbau zu errichten. Da nun der Neubau im Jubiläumsjahr der hl. Elisabeth errichtet wird, soll der neue Name Privatklinik St. Elisabeths fein.

Marburg. Fleischerei-AuSstctlung. In den näch­sten Tagen wird ein Fleischerkursus der Osnabrücker Fleischerschule stattfinden, an dem 16 Herren und 8 Damen teilnehmen werden. Am kommenden Sonn­tag werden bann die Arbeiten der Kursusteilnehmer in einer Ausstellung zur Schau gestellt werden.

Besoldungsfragen

Im hannoverschen Provinziallandtag.

Zu Beginn der gestrigen Nachmittagssitzung wurde die Beratung der Etatspositionen zu dem Kapitel BesoldungSorbnung vorgenommen. Abg. Jung-Göt-

entem ausgebildeten Ersthelfer und dem nötige« Ver­bandszeug versehen.

Aus Eschwege und Umgebung

Eschwege. Fit, reif befunden. Am Reform- realgymnasium erhielten folgende 2 9 Schüler das Reifezeugnis zugefprochen: Helmut Albig, Charlotte Blachert (Bad Sooden- Allendorf), Helmut Bödicker, Gudrun Döhle, Gerda Ehrentreich, Maraa Freudenthal, Helmut FühriNg (Waldkappel), Werner Eüntherodt, Otto Klebe (Burghofen), Hans Krexa, Helmut Krieger, Beutel Lehmann (Wanfried), Otto Licht, Heinz Lorenz (Grotz- töpfer), Bernhard Lützen, Hans Mahlmann (Bad Sooden-Allendorf), Karl Mench, Heinrich Metzler, Andreas Müller (Schwebda), Wolfgang Müller, Fritz Pfusch (Frieda), Walter Quentel, Karl Reinemann (Foisthaus Schlierbach), Lothar Schäfer, Reinhatt, Thiele (Oberhone), Ingeborg Tolle, Ferdinand Trübe­stein (Berneburg), Annemarie Weyman, Helmut Wett­läufer.

Eschwege. Arbeit am heimischen Obstbau. In der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins hielt Lehrer Bettenhausen einen Lichvbildervortrag über die Obstbaumschädlinae und ihre Bekämpfung. Der Ver­ein hat vier Apparate zur Bekämpfung der hier stark austretenden Wühlmaus erworben. Zum Vorsitzen­den des Vereins wurde Lehrer Aulepp gewählt.

.Reichensachsen. Die älteste Einwohnerin, die Witwe Fanny Goldschmidt, geb. Kahn, beging am Sonnabend ihren 90. Geburtstag. Sie ist körperlich und geistig noch sehr rüstig und beschäftigt sich noch mit leichten Handarbeiten.

Treffurt.ES geht nicht, wie man es wünschte". Die Reichsbahndireftion Erfurt gibt uns den Grund an, weshalb die Personenzüge zwischen Wartha und Treffurt nicht rascher fahren können. Sie schreibt: Auf der 29,3 Kilometer langen Strecke Wartha- Treffurt können wir di« Geschwindigkeit der Perso­nenzüge von 40 auf 50 km/Sld. nicht erhöhen, da sich hier allein 27 Wegübergänge ohne Schran­ken befinden. Es müßten sonst alle Züge, die mit mehr als 40 km/Stb. fahren, an den Ueberwegen mindestens auf diese Geschwindigkeit abgebremst werden. Hierdurch würden Wohl wesentliche Mehrausgaben entstehen, nennenswerte Fahr­planverbesserungen aber nicht erzielt werden. Da­gegen ist es uns möglich geworden, di« Züge vom 15. Mai ab zwischen Eisenach und Treffurt mit anderen Lokomotiven zu befördern und aus diesem Grunde die Geschwindigkeit zwischen Eisenach und Wartha von 60 auf 75 dn/Std. zu erhöhen und den Aufenthalt in Wartha ausgenommen bei zwei Sonntagszügen auf 6 Minuten zu kürzen, soweit dies mst Rücksicht auf Anschlüsse möglich war.

Riederzwehre». Liederabend des Aelt. MSnneraesana- »ereins. Dieser Tage veranstaltete der Aelt. Männerge­sangverein Niederzwehren unter Leitung des Chormeisters Wambach im Saale des Gasthauses Sichler einen Lieder­abend, der dem Gedächtnis Mozarts und Kreutzers gewid­met war. Während Mozart nur mit Liedern vertrete» war, die von Annemarie Messing mit tiefster Einfüh­lung und beseeltem Vortrag dargeboten wurden, war Äon­rabin Kreutzer mit 9 Chören vertreten, die im 1. Teil den Gefallenen, im 2. Teil den Lebenden gewidmet waren. Es war durchaus verdienstlich und der Anerkennung wert, daß es stch der Aelt. Männergesangverein Niederzwehren angelegen sein ließ, diesen umfassenden Ueberblick über das chorische Schaffen dieses etwas vergessenen Meisters zu übermitteln. Dem Cbormeister mutz bei so trefslicher Cbor- auSwahl und bei so gründlicher Einstudierung schwerer Chöre besonders gedankt werden. In der Nachfeier sprach der 1. Vorsitzende des Mitteldeutschen Sängerbundes, Mit- telschullehrer E. Echzell, anerkennende Worte über die vor- trefsliche Leistung des Vereins. -e-

Cberlaufungen. Die Detaillisten-Bereinigung bet Bezirke Witzen Haufen, Oberkaufungen, Lichtenau, Großalmerode hielt Generalversammlung. Der Vor­sitzende Kaufmann Wachsmuth-Großalmerode gedachte der verstorbenen Mitglieder, ebenso der gefallenen Helden. Die Wahl des Vorstandes ergab die einstim­mig« Wiederwahl. Die Hevbsttagung soll in Wicken­rode stattfinden. Diplom-Kaufmann Leihner-Kaflel hielt einen Vortrag über die augenblickliche Wirt­schaftslage. Vorstandsmitglieder der Edeka-Äassel be­handelten das Genossenschaftswesen.

Grifte. NächtlicherSchulbesuch". Der Schule wurde ein nächtlicher Besuch abgestattet. Diebe hau­sten in den Kellerräumen der alten und neuen Schule. In der alten Schule entwendeten sie ein Fahrrad und Wäsche, in der neuen Schule fiel ihnen nur ein neuer Werkzeugkasten in die Hande.

Dörnberg. Der Kriegerverein hielt unter dem Vorsitz des Landwirts Jakob und im Beisein des Kreisverbandsvorsitzenden i. R. Schneider feine Ge­neralversammlung ab. Die Versammlung faßte den Beschluß, dem Kreiskriegerverband und somit dem KyfMuserbund wieder beizutreten.

Hann.-Münden. Forderungen des HauSbesitzes. In der Generalversammlung des Haus- und Grund- besitzervereins sprach der Syndikus des Provinzial­verbandes der Hausbesitzervereine, Bürgervorsteher Niebuhr-Hannover, überDie kalte Sozialisierung des Haus- und Grundbesitzes". Er forderte völlige Aufhebung der Wohnungsämter. Die Organisation des Haus- und Grundbesitzes erhebe immer wieder die Forderung, sämtliche drei Zwanaswirtfchaftsge- setze aufzuheben und befristete Uebergangsbestimmun- gen zmn Schutze der Mieter zu erlassen. Zum Schluß verlangte der 3tebner einen raschen Abbau der Haus­zinssteuer, soweit sie nicht für den Wohnungsbau Verwendung finde. Hinsichtlich der Vergebung der Hauszinsstouer-Hypotheken müsse eine Bevorzugung der Baugenossenschaften gegenüber dem privaten Baugewerbe nachdrücklichst bekämpft werden.

Großalmerode.Glück auf!" Neben dem einzigen Bergwerks-Verein des Meißnergebietes in Wickenrode wurde von der Belegschaft der ZecheGlück auf am Hirschberg ein weiterer Knappen-Verein ins Selben gerufen. Umfassend die Werksangehörigen aus Groß­almerode, Rommerode, Epterode, Friedrichsbrück, Walburg, Velmeden und Laudenbach kam die Grün- dungsverfammlung in Rommerode zur Durchfüh­rung. Mit der Einzeichnung von annähernd 50 Mit­gliedern ist ein guter Grundstein gelegt worden. Die Wahl der Leitung hatte folgendes Bild: 1. Vors.: Aufseher Ziegerach, Epterode; 2. Vors.: A. Traube, Großalmerode; 1. Schriftf.: H. Ackermann, Großalme­rode; 2. Schriftf.: Gg. Brencher, Rommerode; 1. Kass.: H. Bauer, Rommerode; 2. Kaff.: Fr. Pfaffenbach, Großalmerode. Die Namensbezeichnung des Vereins ist mit ,^Sergwerksknappen-Verein Glück auf* vorge­sehen.

Dransfeld. Rätselhafter Antobraud. Durch Feuer bis auf das Untergestell zerstött wurde in letzter Nacht zwisechu 121 Uhr ein Fordwagen, der sich, von Göt­tingen kommend, der Stadt näherte. Auf unaufge­klärte Weise geriet der Wagen in der sog. Opsergrund in den Landstraßengraben, in dem er stundenlang sest- lag, und ging in Flammen auf. Auffallend war die Fest­stellung des Landjägers, datz der Führer nicht auszu­finden war.

Wolfkptgen. WiederholungskursuS für Ersthelfer. Nachdem die Heflen-naffauische landwirtschaftliche De- rufsgenoffenschaft Kassel tat Jahre 1929 für den Kreis Wolshagen 40 Personen in der ersten Hilfe bei Un­fällen hat ausbilden lassen, ist vor einigen Tagen in Wolshagen ein Wiederholungskursus durchgeführt un­ter Leitung des Sanitätskolonnenarztes Dr. Schmidt, Zierenberg, und unter Mitwirkung des Kolonnen­führers Göbel und einzelner Mitglieder der Sani« täiskolonne Zierenberg. Die Gemeinden des Kreises Wolshagen sind nunmehr sämtlich mit mindestens

Die Kanalbenutzungsge-bühren für 1931 wurden auf 3 Prozent der Friedensmiete für Wohnungen festge­setzt. Des weiteren wurden mehrere Kaufverträge für Grundstücke im Siedlungsgelände an der Trfftstraße genehmigt. Im vorigen Jahre hat die Gemeinde durch den Ankauf von Ländereien ein Siedlungs­gelände geschaffen. Es sind dort 28 Bauplätze vorhanden, von denen schon 12 vergeben sind. Ein Doppelhaus ist im vorigen Herbst errichtet worden. Mehrer« Bauten sollen jetzt in Angriff genommen werden, sodaß mit der Zeit ein neues Wohn­viertel mit einer eigenen Straße entstehen wird. Ferner wurde die Gemeinderechnung für 1929/30 be­kannt gegeben. Einer Einnahme von 162 037,76 RM. stehen Ausgaben in Höhe > ----- -

über. Der Kaffenbestand beträgt 1713,31 RM. Da damit die Finanzen für vas Geschäftsjahr 1929/30 in Ordnung sind, braucht eine Nacherhebung von Steu­ern für das Geschäftsjahr 1929/30 nicht Vorgenom-

Wir geben Auskunft

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Nlle an den Vrtefkasten »ertöteten Anfragen werden na» beitem Wissen beantwortet, jedoch übernehmen rott tm Eimelfall keine G e w ä b r für die Rtöttakett der erteil­ten Auskünfte. Die Empfehlung von einzelnen Firmen usw. an dieser Stelle müssen wir ablehnen, da Ste diese am betten durch den wirksamen Anzeigenteil derK. N. N. ersabren.

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W. 100. Es kommt auf bas Alter Ähre» Sohnes au. Denn dieser volljährig war, so dürfte die Rechtslage für Sie nicht ganz günstig sein. Wenn der Betreffende den Gegenstand durch eine unerlaubte Handlung in Besitz be­kommen bat, so kommt § 848 BGB. in Krage. Eine un­entgeltliche Rückgabe kommt aber nicht in Krage. Nach 8 932 BGB. wird der Erwerber auch dann Eigentümer­wenn di« Sache nicht dem Veräußerer gehört, es sei denn, daß der Erwerber nicht im guten Glauben war. Der Er­werber ist nicht im guten Glauben, wenn ihm bekannt oder infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt ist, daß die Sache dem Veräußerer nicht gehört.

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Telegrammaufgabe durch Münzfernsprecher. Die Tages­zeitungen haben vor kurzem eine MeldungTelegrammauf­gabe durch Münzfernsprecher" gebracht, nach dem die Ober- vostbirektion Berlin jetzt neue Münzfernsprecher in Hern- svrechzellen verwendet, die nicht nur die Kühlung von Orts- aesprächen, sondern auch von Gesprächen im Schnell- und Kernverkehr sowie die Aufgabe von Telegrammen gestatten. Die Oberpostdirektion Ä alse l teilt uns mit, daß auch in ihrem Bereich die neuen Münzfernsprecher bereits bei den Selbstanschlußämtern Sanau und Bergen (Str. Hanaus im Betrieb sind und demnächst bei den Selbstanschlußämter« Kulda, Hersfeld und Corbach in Betrieb genommen werden. In Kassel selbst können die neuen Münzfernivrecher erst eingeschaltet werden, wenn der Selbstanschlußamtbetrieb für da» gesamte Ortsnetz Kassel eingerichtet ist.

Rundfunk

Wir höre« am Sonnabend, den 7. Mär« Krankfurt-Kassel:

6.15: Wettermeldung; antöt. Morgengymnastik 7.15: Krühkonzert auf Schallvlatten

10.20; Schulfunk: AuSlandsdeutschtum:Ein Tag tri» deut­scher Student unter amerikanischer Jugend", Vortrag 12.00: Wagnerkon,ert aus Schallplatten

14.00: Werbekonzert

15.20: Von Stuttgart: Stunde der Jugend

16.80: Von Stuttgart: Nachmittagskonzert

18.05: Die russische Tonfilmervedition bei den Juden tu Birvbidjan (Ostasiens, Vortrag von Otto Heller

18.30: Oberschiesten. Vortrag von Siemen» Taesler 18.55: Der Himmel im März und Avril Wohin geht unsere Reise im Weltenraum? Vortrag von Pro­fessor Edmund Sittig

18.25: Spanischer Sprachunterricht

19.45: Von Köln: Lustiger Abend

22.00: Nachrichtendienst

22.2024.00: Tanzmusik

Königswusterhausen: 19.30: Ludwig Kinkh lieft eigene Dichtungen. 20.00: Unterhaltungsmusik. 21.10: Was bringt Die Abendzeitung? <$> Königsberg-Heils­berg: Fetras-Stunde. 21.10: Kabarett: Was bringt die Abendzeitung? W.300.80: Aus Berlin: Tanzmustk. Kapelle Dato» Bela. Langenberg: 19.45: Lustiger Abend. 28.80: Meister des Jazz. Wien: 20.00: Schwedische Dichtung und Lied. 20.80: Neue Jugend, Schauspiel in fünf Akten von Thor Hebberg. <$> London Regional: 22.00: Kammermusik; Havdn: Quartett d- moll; Lieber: Brahms: Quartett a-moll. <8> Rom: 20.45a Opern Übertragung au» dem Teatro S. Carlo.