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Wege zur Gesundung und Macht

Versammlung der D.B.P. in Bad Wildungen.

Man schreibt uns:

Zu einem genußreichen Abend wurde die öffentliche Versammlung der Deutschen Volkspartei imB a ye- rischen Hof" in Bad-Wildungen, in der Dr. Hopf-Kassel über das Thema: .FÜege zur Ge­sundung und Macht" sprach. Seine Rede hinter­lief; nachhaltigen Eindruck.

Es sei ein bedauerliches Zeichen der politischen Ein­sichtslosigkeit, daß in diesen schweren wirtschaftlichen Notzeiten radikale Elemente ihr Unwesen trei­ben könnten, die aber nichts Positives für die Gesundung brächten. Nur von einer inneren Geschlossenheit sei Besserung zu erwarten. Diese innere Zersplitterung und Uneinigkeit setze uns weiter in den Augen des Auslandes herab und ver­baue uns die Wege zu vernünftigem Ausgleich und damit unseren Aufstieg. Umsomehr müsse alles ver­mieden werden, was die Staatsautorität untergraben könne, deshalb sei es im besonderen zu begrüßen, daß sich in derietzigen Regierung eine starke Staatsführung von sachlicher Unbeirrbarkeit gegen alle parlamentarischen Kräfte zeige. Viele Fragen harren der Erledigung aber alles in allem betrachtet, schälen sich die großen Probleme heraus, um die sich unser« Not gruppiert, Regelung der Finanzen, Be­kämpfung der Arbeitslosigkeit und Re­vision der bestehenden Verträge.

Redner behandelte den Antrag der Deutschen Volks- partei auf weitere Einsparung von 300 Mil­

lionen im Reichshaushalt von 1931, weil die Deutsche Volkspartei der Auffassung ist, . daß der Reichshaushalt infolge des Niedergangs der Kon­junktur und der Mindereingänge an Steuern bald wieder ein Defizit aufweisen wird.

Mit demselben Nachdruck, der auf größte Sparsam­keit gelegt werden muß, sei das Problem der Arbeitslosigke.it zu behandeln. Redner be­kannte sich zu einem notwendigen Arbeitsdienst« fahr für die Jugendlichen. Wir müsien zu einem Provisorium kommen, vielleicht in Richtung der Ver­kürzung der Arbeitszeit, wobei man sich aber vor Schematisierung zu hüten habe.

Ueberleitend zur Außenpolitik, bekannte sich Redner zu den Forderungen der Deutschen Volkspartei auf baldige Revision der>Vertrage und unter- strich vor allen Dingen die Schwierigkeiten, die unse­ren Unterhändlern bei den außenpolitischen Verhand­lungen entgegenstehen, indem er besonders die letzte Genfer Verhandlung anzog, in der sich Dr. Curtius wacker, tapfer und schneidig geschlagen habe.

Redner streifte dann alle Fragen, die uns heute in unserem nationalen Empfinden besonders quälen, die Frage der Tributlasten, der völlig unmöglichen, wirt­schaftlich wie national unsinnigen Ostgrenzen, die Saarfrage, sowie die Frage der Abrüstung aller Nationen. Aber nationale Politik, die Durchsetzung nationaler Ziele erreicht man nicht mit großen Worten und leidenschaftlichen Versammlungen, sondern im Zusammenwirken aller Volksschichten, in der Schaf­fung einer nationalen Abwehrfront.

Gewinnaurzug

5. Klasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262. Preutz.) Staats-Lotterie

Ohne 'Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Rmnmer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

Die Krau im Leben -er Gemeinde

Wir müssen abrücken vom Ewig-Gestrigen, unsere zurückschauende Haltung verlassen, und den Mut auf« bringen, die Dinge so zu sehen, wie ste sich im heute darstellen. Dann werden wir erkennen, daß auch in der christlichen Gemeinde alles grundlegend anders ge­worden ist, daß auch Kirche und Gemeinde in die all­gemeine Umwälzung mit einbezogen sind. Diese ver­änderte Tag« bedingt auch eine neue Stellung der Frau in der Gemeinde.

Ueber die Frau in dem neuen Leben der Gemeinde sprach Pfarrr Fritsch in Wilhelmshöhe. Er hofft, daß

durch die vielen Austritte aus der Kirche das Leben in der Gemeinde besser wird,

denn sie wird dadurch frei von den Mitläufern, den Namenchristen, die nie rechte Christen waren. Es wird in der Kirche nur Bestand haben, was echt und gesund ist, was wirklich aus Christus kommt. Die Geister scheiden sich Aber Kampfzeiten machen die letzten Kräfte frei und lehren die Hände fallen. Der Einzelne wird gezwungen, verantwortlich zu denken und zu handeln. Die Herrschaft der Zahl ist erschüttert, der Schwerpunkt liegt im Opfer und in der Lieb«, in der Bedeutung des einzelnen in der Eefinnungs- gemeinschaft.

Die Frau schenkt neues Leben, sie pflegt, erzieht. Deshalb braucht die Gemeinde Mütter, die Ihrer Ver­antwortung voll bewußt sind, Mütter, die spüren, daß sie ihre Kinder in eine dunkle Zukunft hineinerziehen Deshalb rüsten sie ihre Kinder aus im Hinblick auf das einzige, das Bestand hat, auf Gottes Willen und Walten. Sie versuchen ferner, ihnen die richtige Ein­stellung zum Nächsten mitzugeben. Sie müssen lernen.

dem Nächsten mit Ehrfurcht und Liebe entgegenzu- tietcn, denn mit ihm zusammen werden sie ihre Taten vollbringen. Wir müssen den Menschen den Willen zur Tat geben. Wir brauchen heute ein Christentum, bas zur Tat treibt; die Zeiten der BeschauliOeit und des Genusses sind vorüber.

Die Gemeinde braucht Hausfrauen, die ihrem Hauswesen als wahre Christen vorstehen. Di« Frauen sind es, die den Geist eines Hauses bestimmen. Der Mann ist durch sein« Arbeit oft den ganzen Tag außerhalb des Hauses. Oft sicht er seine Kinder kaum. Deshalb ruht die ganze Last der Verantwor­tung auf den Frauen, sie müssen sich ihrer Pflichten voll bewußt sein, sie sind verantwortlich für den Geist der Jugend.

Und neben die Hausfrau tritt immer mehr die be­rufstätige Frau. Für sie muß ein Arbeitsplatz in der Gemeinde geschaffen werden. Und die Gemeinde braucht Helfer, mehr denn je. Alle stehen unter der­selben Voraussetzung und unter demselben Ziel. Alle wollen gemeinschaftlich das Ziel der Gnade Gottes erreichen. Sinn der Gemeinde kann nur der sein, daß jeder des andern Helfer ist, zu diesem Ziel. Es kommt nicht darauf an, wieviel Zeit ein Mensch hat, sonder wieviel Liebe zu seinen Mitmenschen.

Und auf diesem Gebiete der tätigen Liebe liegt die Möglichkeit der allgemeinen Dienstpflicht in der Ge­meinde. Es find Hilfstruppen nötig, die überall ein­greifen, die aufrichten und vor dem Fallen bewahren. Diese Menschen müssen in letzter Verantwortung vor Gott stehen. Durch die helfende Liebe kann jede Not zum Segen werden. H.

15. Fiehungstag 25. Februar 1931

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne

über 400 M. gezogen

3 ®e»tan« tu 26000 W. 70836 . . .

8 ®e»tan« pt 10000 ®. 128301 163994 169982 356011

10 S-winn- ,n 6000 W. 37888 260916 326972 366311 378811

22 Oetohme tu 3000 M. 42642 156956 181551 - 198899 206490 208571 271274 274626 314343 324900 353428

78 G-Wum- |u 2000 «L 1494 6289 7655 10575 16076 60207 60721 62559 63239 66918 86478 86537 86620 113073 138624 141138 143712 156065 182061 182526 214650 218610 224754 243734

244880 261194 262331 268375 273223 293551

310602 340534 354017 357110 367410 358732

371967 378031 390713

114«»inne jn 1000 <Ht. 8728 9773 10092 16557 23292 37684 38088 38490 49213 51535 65808 83326 93099 98131 110924 117647 133207 137135 140183 145201 146127 148460 154030 155174

170534 173070 173204 175417 188252 196096

205777 214555 215878 227065 237313 241703

246413 250617 257222 257774 259950 265251

269279 275201 281420 290499 290978 308082

310629 327664 332076 360609 362672 372274

384763 389967 392804

212 »etoinne 8u 500 HL 3373 4574 4858 5622 6748 8858 21648 22041 23848 24540 27827 29164 33932 34947 37455 39124 39554 40365

42292 45814 49216 53738 54575 57074 64393

68219 72268 87634 89240 91380 91474 92448

93690 93756 94012 100297 105149 114066 125011

128734 137597 143652 145444 149651 152701

152721 160694 161305 162997 170937 174715

182298 182621 183280 185322 190802 198933

206147 217003 219633 222651 222987 224053

232706 245407 247938 248780 248902 251695

254490 255081 256341 265717 266328 270839

272111 277416 280456 288557 291524 295729

300305 304062 308094 309573 312110 315965

316158 322292 330101 331328 335074 337814

339770 339941 352652 354424 355088 357707

377481 379921 386489 386767 389855 391258

396149

ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne Über 400 2R. gezogen

2 «ttuinn» tu 25000 M. 395571

8 »«Wim« tu 5000 M. 21269 187768 252503 395057

12 »etoinne ,U 3000 M. 114348 129101 194422 202045 238421 321552

44 »-winu« tu 2000 M. 33635 72756 88522 94295 106466 141861 142596 149382 182908 209503

214046 254940 292482 303183 316165 318554

335499 335777 347244 367535 377358 380894

98 »-Winne t» 1000 M. 2458 12488 24044 33197 38040 39527 56567 70614 71778 73875 135874 138722 144234 158668 159180 159683 160328

171645 176844 181223 187020 187498 192335

193987 195739 198634 204678 209038 215851

222567 262170 268008 281629 288508 292393

298713 308442 329066 338776 341208 357925

364514 367902 371622 372857 378695 390932

392022 394606

146 D-Winn- su 500 M. 3583 5262 14560 15726 22048 25399 27135 28097 31977 37100 37510 45364 54706 60242 61262 64755 73147 78790 83923 86846 92523 103788 105512 109642 115251 130023 130092 133768 136186 138526 149789

152385 167778 166924 167698 181672 185524

188661 190579 205114 217539 221349 227142

229154 230287 230591 246728 252012 256792

257636 259422 260353 288449 291079 302953

310051 311540 312877 318231 318688 320235

325335 350180 356210 360495 371069 375155

376689 386079 388046 390344 395852 398649

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 600000, 2 Gewinne zu je 500000 2 zu je 300000, 4 ,u je 76 000, 2 zu je 50000 18 zu je 25000, 76 zu je 10000 216 zu je 5000, 486 zu je 3000, 1476 zu je 2000, 2898 zu je 1000, 4578 zu je 500, 14002 zu je 400 M.

r Belke 1 ~ 1 Beilage

Raffelet Neueste Nachrichten

Noch einmal: Neichöbahnschlächierei

Der Landesverband des Kolonialwaren-, Feinkost- und Lebensmittel-Einzelhandels von Hessen-Nassau und Waldeck erließ folgenden offenen Brief an den Präsidenten der Reichs­bahndirektion Kassel:

j Sehr geehrter Herr Präsident Martin!

Wir hatten Sie durch offenen Brief in den Kasseler Tageszeitungen vom 15. und 16. Februar d. I. ge­beten, sowohl als oberster Beamter der Reichsbahn­direktion als auch als Vorsitzender des Eisenbahnver­eins Kassel und Umgebung Stellung nehmen zu einer Reihe von Fragen, bett, die Schlachterei des Eisenbahnvereins. Leider find wir und die Oefsentlichsteit auf diese Fragen bisher ohne Antwort geblieben. Leider ist auch zu den von der Presse, von der Fleischerinnung usw. aufgeworfenen Fragen vom Eisenbahnverein bisher noch nicht Stellung genommen worden. Wir bedauern dies im Interesse des Stände­friedens außerordentlich und erblicken hierin

ein Zeichen für die vollkommene Nichtbeachtung der Belange des selbständigen gewerblichen Mittel­standes.

Künstler vor, die in der zweiten April-Hälfte zur Er­öffnung gelangt. Die Beschickung der Ausstellung, deren letzter Änmeldetermin der 15. März ist, steht den Künstlern des Bezirks Kassel offen, bis auf die Mitglieder der beiden MalergruppenKasseler Sezession" undDie Sieben", nachdem diese Ver­einigungen erst kürzlich eigene Ausstellungen im Kunsthaus durchführten. In Verhandlungen mit der hiesigen Bezirksgruppe des Reichsverbandes b. K. D. wurde vereinbart, daß der Kunstverein die Zulassung zu feiner Ausstellung beschränkt auf Werke der Male­rei und Plastik, während eine gleichzeitige Frühjahrs- Ausstellung in der Alien Akademie Kleinkunst (Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik; Kleinvlastik) umfassen wird. Der Kunstverein hat seinen Ausstel­lern zngestanden, daß diese sich ihre eigene Jnrv wählen, die über die Zulassung der Arbeiten zu der Frühjahrs-Ausstellung zu entscheiden hat.

Die Ausstellungsbestimmungen können im Kunst- Verein am Ständeplatz abgefordert werden.

Quer über den Wochenmarkt

Graumümmeliger Regenhimmel, naßkalte Unge­mütlichkeit, glitschige Kopfsteine mit Spritzfontänen am Königsplatz aber trotz allem reger Betrieb. Die kluge Hausfrau schiebt nicht auf den Sonnabend, was sie heute in Mutze erledigen tarnt:--

Wie den Einkauf des extradicken Gänsceis zum sonntäglichen Rührkuchen für 25 Pfg. das Glncken- Fabrikat kostet 1112 Pfg. das Stück und die Man nehme-Butteiration" dazu zu 1,30 bis 1,40 Mark. Für die vornehm gepackelte Molkereibutter sind 1,601,70 Mark anzulegen. Der Schmant tropft schop­penweise zu 70 Pfg. in die hingehaltenen Schraub­deckelgläser, in dem Wettstreit mit süßer Sahne zur Schlagsahne.

Für ein Huhn hat man pro Pfund eine deutsche Reichsmark, auch 1,10 Mark zu erlegen, für einen Täuberich 90 Pfg bis 1 Mark. Tauben-Kroppzeug kostet fogar 1,20 Mark.

Dafür rückt einem dieblutbildende" Spinat- fchüffel mit 30 Pfg. für das Pfund wieder ein Stück näher. Man kann die drei Groschen auch für Spros-

, Donnerstag, 26. Februar 1931 3

senkohl, hochfein und butterweich, an den Manir brin­gen oder sich für 20 Pfg. ein Pfund richtigen hand­festen Grünkohl zu Gemüte führen. Der vornehmere Rosenkohl tut er nicht unter 50 Pfg. Kopfsalat-Stau­den entfalten sich für 30-35 Pfg., Endivien kräuselt sich für 2030 Pfg., eine viertelpfündige Hand voll Nüßchen muß mit 2025 Pfg. bezahlt Werdern Selle- rie zu 20 Pfg., rote Tomatenkugeln zu 5055 Pfg-, Schwarzwurzelgestrüpp zu 40 Pfg-, Meerrettichstan­gen zu 30 Pfg. bereinigen sich mit Weißkohlhäuptern zu 12 Pfg. und Wirsing- und Rotkohlköpfen zu 1518 Pfg. zu anmutigen Stilleben.

Es empfehlen sich vom Fischmarkt: Schellfisch zu 4050 Pfg., Seelachs zu 4045 Pfg., Goldbarsch zu 50 Pfg. Rotzungen zu 60 Pfg., prachtvoller Karbona­denfisch zu 70 Pfg., Kabeljau zu 45-50 Pfg., See­hecht zu 75 Pfg- und ertrazartes Filet zu 6080 Pfg.

Der Süden überschüttet uns weiter mit Apfel­sinen in allen Preislagen, von 25 Pfg. das Pfund an. Prachtexemplare blanker rotbäckiger Aepfel kosten 50 Pfg

Es ist am Königsplatz herrlich eingerichtet, daß bei dem Grünzeua gleich die Bratwurst wächst einen Viertelmeter lang, heiß wie die Hölle und voller Würze wie . . . das passende Beispiel dafür suchen Sie sich bitte felbst.

Wir werden hieraus die Konsequenzen, so bedauerlich es ist, ziehen müssen, machen Sie jedoch für alle etwa eintretenden Folgen ausdrücklich verantwortlich. Als leitender Beamter der Reichsbahndirektion und Vor­sitzender des angegriffenen Eisenbahnvereins wäre es Ihnen sicherlich ein Leichtes gewesen, für Abstellung der Beschwerden zu sorgen. Diele Beschwerden find ja nicht nur von den betroffenen Kreisen selbst, sondern von der ganzen Oesfentlichkeit, soweit wir unterrichtet find, auch von dem Magistrat und der Handelskammer erhoben worden. Ein freies, offenes Wort Ihrerseits hätte alle Schwierigkeiten beseitigen und vollkommene Klarheit schaffen können. Da dieses Wort von Ihnen nicht gefunden wurde, tragen Sie die Verantwortung für die Folgen. Wenn schon zu den aufgeworfenen grundsätzlichen Fragen nicht Stellung genommen wird, jo muß zumindestens

Beantwortung einer Reihe von Einzelfragen verlangt werden. Wir fordern Sie deshalb hiermit auf, auf folgende schon früher gestellte Fragen in einer der nächsten Nummern dieser Zeitung eine klipp und klare Antwort zu geben:

1. $>at fcte Deutsch« Reichsbahngesewschaft Bestimmung«» erlagen, die den War « nh anbei in den Dienst- räumen bei Reichsbahn verbieten« Wenn i«: Warum werden diese Bestimmungen im vorliegen­den Fall nicht beachtet t

8. Trifft es zu. Latz di« Schlachterei des Gdsenbahnvereins aus Mitteln der Direktion. Verwaltung, der Kantinen oder sonstigen anderen Fonds n n t« r st st tz t worden ist?

8. Sind Mittel «u8 6«r landwirtschaftlichen Rot - Hilfe, soweit sie zur Preissenkung Verwendung finden sollen, dem Sisendahnverein zur Verfügung gestellt worden?

Trifft es zu, dutz die Reichsbahndirektion Kaflel dem Eisenbahn-Verein für Zwecke der Schlachterei einen Raum flogen ein« JahreSmiet« von All M.. einichkietzlich aller Nebenkosten, wie elektr. Strom usw., zur Versügung ge­stellt hat?

L. Entspricht es den Tatsachen, Hatz Me von dem Eisen- bahnverein Kastel herausgebrachten Plakate in der amtlichen Druckerei der Reichsbahnbirektion ge­druckt worden sind? Ast dem Eisendahnverein für die Drucklegung der Plakat« ein Air suatz m « v r «i s ein­geräumt worden oder bat er überhaupt nichts dafür be-

8. Entsprechen die ht Betrieb genommenen Raum« allen gesetzlichen Anforderungen in technischer, hygienischer und gewerb-po tizc:sicher Beziehung?

S. Wird den sich wirtschaftlich betätigenden Eisenbahn- beamten während der Dauer der wirtschaft, lieben Betätigung von der vorgesetzten Dienststelle Urlaub erteilt?

-. Hat der Eisenbatznverein von vornherein die Anmeldung seines Betriebes bei der Steuerbehörde vorgenommen, oder ist dies erst nachträglich auf Veranlassung von dritter Seite geschehen?

9. Trifft es zu, Satz die Anschlagbretter für amtliche Be­kanntmachungen in den Diensträmnen für Plakate des Eisenbahnvereins, hie die Aufforderung zum Bohkott der jelbständigen Gewerbetreibende» enthielten, zur Verfügung aestellt worden sind?

Die seitherige Einstellung des Eisenbahnvereins dient nicht dem Wirtschaftsfrieden, sondern fördert den Kampf aller gegen alle, der schließlich alle ruiniert. Das sollte auch von dem Eisenbahnverein eingesehen werden, besonders, nachdem der größte Teil der nicht zur Reichsbahn gehörigen Beamtenschaft deutlich von dessen Maßnahmen abgerückt ist. Was nützen alle Ver­handlungen der Spitzenorganisationen der Wirtschaft mit denen der Beamtenschaft, zur Herbeiführung eines schiedlich-friedlichen Verhältnisses, wenn man bei ein­zelnen Verwaltungen mit Hilfe der oberen Stellen einen eigenen selbständigen Warenhan­del organisiert und sich in geradezu selbstherr­licher Weise über alle Bedenken und Beschwerden der OeffentliOeit und der betroffenen Kreise hinwegsetzt.

Es muß restlose Klarheit geschaffen werden! Dazu haben Sie das Wort, Herr Präsident!

Hessisches Kunstschaffen

Frühjahrsfchau im Kasseler Kunstverein.

Wie hier vor einiger Zeit kur, mitgeteilt, bereitet der Kunstverein eine Frühjahrs-Ausstellung hessischer

All«

Reserviert fürleonhardTietzAt-G.

Geschäfts-Inhaber, Sie bas Bestreben haben, au Seit weitesten Schich­ten Ses Publikums zu sprechen, werben Sieses Ziel leicht durch Ber- ndfttlung Ser Kasseler

Neuesten Nachrichten erreichen können. Die Kasseler Neuesten Nach­richten find in allen Schichten Ser Bevölke­rung beliebt unS we­gen ihres interessanten, von keiner Partei be» einsluhtcn Inhaltes ge­schätzt. Unsere Ge- schäftsfreunbe finS Sa- Her auch mit Sen Surch nufere Zeitung erziel­ten Erfolgen allgemein aufrieben. Man ver-. säume nicht, bei jeder sich bietenben Gelegen­heit sich 6er Kasseler

Neuesten Nachrichten au bebienen.

Preisabbau

I Wb. rote Kngelkai« M. 2.60, 9 Pid. tote r-feltös« Mk. 2.60. 9 Psd. Lils. 0-rmkäse 2.60. 200 speckige Har» ler Mk. 3.10. VA Bsd. Sugel unb 100 Herzer M. 2.95 freibl. ab hier Nachnahme. H. Kroa» mann, Nortorf (W* stein, 88.