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3*r- 37 * Cinundzwanzigster Jahrgang

Kasseler Neueste Nachrichten

Krellag, 13. Februar 4991 /4. Dessaus

Kassel schützt sich vor Verunstaltungen

Schulgeldherabsehung von -en Stadtvälern

gl. Rach langer Pause wollen unsere Stadlväter am Montag wieder einmal fleißig sein. Besonders wichtig erscheint uns eine

Aen-erung -es Ortsstatuls zum Eckutz gegen Verunstaltung des Stä-tebil-es

die zugleich eine Vereinfachung bedeutet, da die Bau­ordnung in vielen Punkten heute zum Schutz genügt

Natürlich trifft der Schutz gegen Verunstaltung nur das Allergröbste, sonst müßten verschiedene Vorgänger unserer Stadtbaumeister wegen ihrer Unterlassungssünden bestraft werden, wenn man viele durch bauliche Unmöglichkeiten und (Geschmack­losigkeiten völlig verunstaltete Straßenzüge sieht und feststellen muß, daß es nicht einmal gelungen ist, der Wilhelmsböher Allee in allen Teilen das Aussehen einer repräsentativen Straße zu verschaffen. Und ob manches was dasneuzeitliche Bauen" schuf, einer kommenden Generation nicht auch als Verunstaltung des Straßenbildes erscheinen wird, mich dahinge­stellt bleiben.

Aber wie gesagt, so anspruchsvoll sind wir nicht und freuen uns, wenn es mit Hilfe der Verordnung gelingt, störende Reklame, die wie ein häßlicher Schrei oft die prächtigsten Landschaftsbilder stört, ferngehallen wird.

Es handelt sich in denjenigen Straßen in Kassel, die eine geschichtliche oder künstlerische Be­deutung haben, um die baupolizeiliche Geneh­migung zur Ausführung von Aenderungen und zuletzt um die besonders heiß umstrittene Frage der Geneh­migung bei Anbringung oder ^Verände­rung von Schildern. Schaukästen, Auf­schriften: Betroffen sind:

Milhelmshöher-Platz, Weinbergstraße zwischen Wil- helmshöher-Platz und Erimmstraße, Schöne Aussicht, Friedrichsplaß, Du Rystraße, Tischbeinstraße zwischen Du Rystraße und Fulda, Schlagd, Packhofstraße zwischen Schlagd und Zuchtberg. Zuchtberg, Zeughausstraße, Artilleriestraße. Bremer Straße zwischen Artillerie­straße und Königsstraße, Königsstraße zwischen Bremer Straße und Königsplatz, Königsplatz, Königs­straße zwischen Königsplatz und Friedrichstraße, Bet­tenhäuser Straße, Unterneustädter Kirchplatz, Fahrt­gasse, Waisenhausstraße -wischen Fahrtgasse und Wall­straße, Mallstraße zwischen Waisenhausstraße und Fulda, sowie die von diesem Zug umschlossenen Straßen und Plätze.

Auch die Umgebung besonderer Gebäude wird gegen verunstaltende Veränderungen geschützt. Als Umgebung wird der von den Bauwerken in künst­lerischer Hinsicht beherrschte Stadtteil bezeichnet. Hier werden in dem neuen Ortsgesetz nur noch die evangelische Kirche im Stadtteil Bet­tenhausen, die Kirche im Stadtteil Kirch­ditmold, die Siechenhofkapelle und der M e s s i n g h o f aufgefübrt.

Die Anbringung von Schildern, Schaukästen, Aufschriften

bedarf der Genehmigung der Baupolizeibehörde, wenn sie für ein und dieselbe Firma mehr als zwei Quadratmeter einnehmen, wenn sie mehr als 5 Meter über dem Gelände angebracht werden oder bei schmalen Straßen mehr als 0,60. bei breite­ren Straßen mehr als 1 Meter über die Bauflucht vortreten. Vor der Entscheidung über die vorgesehene Genehmigung muß die Baupolizeibehörde in wichtigen Fällen den zu wählenden Sachverständigen- Beirat anhören.

Gegen die neue Fassung des Qrtsstatuts sind Einsprüche geltend gemacht von dem Einzelhandels- Verband, der Malerinnung und dem Verband der Maler, Anstreicher und Weißbinder.

Zu dem Einspruch des Einzelhandelsverbandes bemerk« der Magistrat, daß eine Milderung der Be­stimmungen für die Genehmigung von Reklamen nicht angängig ist. Die Genehmigung solle allgemein nur iei gröblicher Verunstaltung versagt werden. Für das nach § 1 besonders geschützte Stadigebtet »tüffe Vorbehalten bleiben, daß die Genehmigung auch versagt werden kann, wenn nur eine Beein­trächtigung vorliegt, da dieses Gebiet von besonde­rer künstlerischer und geschichtlicher Bedeutung ist Eine Erweiterung des Sachverständigenbeirats durch zwei Vertreter des Einzelhandels empfehle sich nicht, da rein geschäftliche Gründe für die Beschlüsse des Sachverständigenbeirats nicht maßgebend sein dürs­ten.

Tie Aendernng des § 1 nach Dem Vorschlag Der Malerinnung,' wonach nicht ein ganzer Stadtteil, sondern nur einzelne Gebäude besonders geschützt werden sollen, könne nicht in Betracht kommett, da dieser Paragraph nicht nur für Reklame, sondern auch für Bauten maßgebend ist. Daß bei der Ge­nehmigung von Reklamen auch 'n diesem Gebiet keine unberechtigten Forderungen gestellt werden, durch die die Zusammensetzung des Tachverständigen- beitrats, dem ein Vertreter des Malergewerbes an­gehören soll, gewährleistet sei. An der Genehmi­gungspflicht auch für kleinere als zwei Quadratmeter große Schilder, müsse festgehalten werden, um Ver- iinftaltungen des Orts- oder Straßenbildes zu ver­hüten. Bei kleineren Namensschildern für Aerzte, Rechtsanwälte ' und dergkeichen sollen Ausnahmeit zugelässen werden.

Dem Antrag der Innung, Schilder für Einzel- toaren nur zu zulasten, wenn sie von ortsansäs­sigen Unternehmern angefertigt werden, kann nicht stattgegeben werden, da derartige Erwägungen für den Sachverständigenbeirat und die Baupolizei nicht maßgebend sein dürfen.

Die Bestimmungen über die freie Durchgangs­höhe unter den Schildern, Anpassung an Form und Farbe des Gebäudes und Beseitigung von überflüs­sigen oder verwahrlosten Schildern haben übrigens noch nie zu Schwierigkeiten geführt.

Dem Einspruch des Verbandes der Malermeister dürfte durch die Zusammensetzung des Sachverstän- digenbeirats Rechnung getragen sein.

' So ganz ohne Redeschlacht zum mindesten der Vertreter des Handwerks dürfte im Plenum die Genehmigung der Vorlage nicht zu haben sein.

*

Mehrfach kam in der Stadtverordnetenversamm­lung zur Sprache, daß die

schematische Kürzung der Schulreinigungsgebühren nicht durchführbar sei. Das mutz der Magistrat nun in einer Rachwrderung von 5 340 Mark anerkennen. Erfreulicher ist die Nachricht, wenigstens für die Eltern, daß der Magistrat Der staatlichen

Festsetzung des Schulgeldes

für höhere Schulen auf 240 Mark jährlich folgen muß. Daraufhin wurden auch einige^andere Posten herabgesetzt. In Zukunft kostet das S^ulgeld:

Höhere Schulen: Schulgeld für Einheimische 240 (bisher 250), für Auswärtige 300 ( 312,50);

Abend-Oberrealfchule: Mittelschulen: für Einhei­mische 105,60 (108), für Auswärtige 132 (135);

Handels-'und höhere Handelsschule: an der höhe­ren Handelsschule 240 (250), an der Handelsschule und Verkäuferklasse 141,60 (144), an der Werbefach klasse 168;

Haushaltungs- und Gewerbeschule für Mädchen mit Lehrerinnenbildungsanstalten: Kurse im Hand­arbeiten, Ausbessern, Wäscheanfertigung und Schnei­dern (^-Jahreskurse) 180, Lehrwerkstätte 120, Haus­haltungsschule 228 ( 240), Frauenschule 228 (240), Stüyenkursus 228 (240), Haushaltspflegertnnenkur- sus 264 (276), Höhere Fachschule 264 (276), Seminare 264 (276), Zusatzkursus zur Ausbildung für haus­wirtschaftliche Fachschulen (X -Iahreskursus) 600, Lehrgang für Diätschwestern, Einheimische 360, Aus­wärtige 450, Modefachkursus 240.

Die Regelung gilt ab 1. April.

In der Sitzung dürste der Magistrat darüber Auskunft geben, wie er die dadurch entstandene Etat- belaftuna auszugleichen gedenkt.

Die Notverordnungen haben hinsichtlich der Grunderwerbsfteuerzuschläge

als Grundlage der Bewertung den Einheitswert an­stelle des gemeinen Wertes gesetzt. Im übrigen soll es nach einer Vorlage für 1931 bei 2 Prozent Steuer­zuschlag verbleiben.

*

Ein merkwürdiges Kapitel ist die

3tvoncStreife Anerkennung der Oberrealschule l alsbesonders bedeutungsvolle Anstalt"

Sonst freut man sich in Dieser trüben Zeit über jede Anerkennung, aber diese hier ist für die Stadt mit er­heblichen Kosten Derbunoen uno da hört die Gemüt­lichkeit auf. Hat doch jetzt der Regierungspräsident höherer Weisung folgend, sogar mit der Zwangs­

Oie Revolution der Ernährung

Interessante Vorträge

pm. Dix große Bedeutung der Ernährung ist erst in den letzten Jahren erkannt worden, da inzwischen Entdeckungen von weittragender Bedeutung gemacht worden sind.

In der Bundesgruppe Kassel des Univcrsitätsbun- des Marburg erklärte Privatdozent Dr. Flötzner, die Ernährung sei die lebensnotwendigste Funktion, ohne die kein Leben möglich sei. Wir wüßten, daß unser Körper aus 15 Elementen aufgebaut sei, die mir dem Körper in der Form von ganzen Kampieren wieder zuführen müßten.

Nach Der alten Lehre hätten Eiweiß, Kohle­hydrate, Fette, Salz und Wasser für die Ernährung eines gesunden Menschen bei einem täglichen Ka­lorienverbrauch von ca. 3000 genügt. Trotzdem hät­ten sich schwere Krankbeitserscheinungcn bemerkbar gemacht. Die experimentale Forschung habe inzwi­schen teilweise Klarheit geschasst uhd die alte Lehre ergänzt.

Die neuere Physiologie habe das Verhältnis von Eiweiß, Kohlehydraten usw. zueinander geändert. Als wichtigsten Faktor bezetchnet der Redner die Entdeckung des Vitamins. Man unterscheide bisher vier Arten Vitamine. Wenn man einem kran­ken Menschen Bitantine zuführe, ändere sich Die Situation schlagartig, ein Beweis dafür, daß Vita­min Lebensstoff sei. Vitamin, das sich der Kör­per selbst nicht aufbauen könne, sei hauptsächlich im Pflanzenprodukt enthalten Das Fehlen des Vita­mins A und B verursache Augen- bzw. Nerven­krankheiten. Beim Fehlen des Vitamins E, das vor allen Dingen in der Kartoffel vorhanden sei, stelle

Skorbut ein, während das Fehlen des Vitamins B Rachitis erzeuge

Eiweiß, das nicht synthetisch hergestellt werden könne, sei nicht gleichwertig. Das Fleischeiweiß sei vollkommen, Pflänzeneiweiß dagegen minderwertig. Eiweiß sei durch andere Stosse nicht zu ersehen.

Die Forschungen über den Mineralstoffwechsel und die Wirkungen des Salzes auf den Körper seien noch nicht abgeschlossen. Aus jeden Fall spiele das Koch­salz die größte Rolle im Körper. (Kochsalzspritze bei großen Blutverlusten.) Das Salz beeinflusse die Größe der einzelnen Zellen und Gewebe und regu­liere Blut, Blutleistung und Atmung.

Wie soll der Mensch essen?

Er soll sich satt essen und das Essen muß schmackhaft zubereitet sein. Deshalb sei es nicht nötig, die tägliche Kalorienzahl zu berechnen.

länge es nicht immer, die fortwährenden Reize, die dauernd auf den Menschen einstürmten, fernzuhalten. Und wenn auch nur ein einziges der vielen Organe verstimmt" fei, so könnten auch die anderenIn­strumente" unseres Körpers nicht mehrtonrein" Zusammenspielen, denn der ganze menschliche Or­ganismus sei einem Orchester vergleichbar, in wel­chem auch ein Instrument auf das andere angewie­sen und abgestimmt sei. Wenn demnach ein einzel­nes Organ gestört sei, so leide nicht nur dieses Or­gan, sondern der ganze Körper Es müffe also nicht nur das kranke Organ, sondern der ganze Körper be­handelt werden. Falls es sich nur um ganz gering­fügige Störungen handele, so könne wohl nach Der Couö'schen Methode, durch Glaube und 'Ablenkung eine Besserung erzielt werden, der kluge Mensch je­doch solle sich bemühen, die Organe in ihrer. Tätig­keit nichc zu stören und der Natur die Heilung zu überlasten.

Nach Ansicht des Herrn Engelhardt entstehen die häufigsten Krankheiten aus Ueberfäuerung des Kör­

pers. Nicht nur Ischias, Gicht und die verschiedenen Neuralgien, auch der Krebs sei eine Uebersäue- rungskrankheit. Tie Ursache der deberfäuerung sei übermäßiger Fleischgenuß. Oft genug werde Dann noch das Fleisch in großen Brocken hinuntergeschluckt, so daß der Magen die Speisen nicht verarbeiten könne, sie gingen nun quasi tn Verwesung über und es bilde sich ein Uebermaß an Harnsäure. Obgleich die Ursache der Krankheit nur vom Magen cmsgehe, so werde allmählich doch ein Organ nach dem andern ergriffen, z. B. Leber und Darm, weil ja an dem Verdauungsprozeß ebenfalls mehr oder weniger alle Organe beteiligt seien. Aehnliche Krankhei­ten verbreiteten sich auch von der Lunge aus und so könne man jedes Organ als Ausgangspunkt einer Krankheit bezeichnen. Deshalb sei es also verkehrt, nur e i n Organ zu behandeln, sondern den ganzen Organismus!

Tie Hauptursache des Krankwerdens sei falsche Ernährung und die Ueberjauerungskrankheit könne z. B. nur durch Ernährungsumstellung geheilt wer­den. Deshalb brauche man den Fleischgenuß nicht völlig einzustellen, Fleisch an sich sei gar nicht so sehr gefährlich, nur die Mengen, die genoffen würden, wären vom liebel! Im übrigen könne man für die menschliche Ernährung keine Regeln aufstellen, denn sie sei ganz individuell. Jeder Mensch solle bestrebt sein, sich selbst kennen zu lernen und danach zu handeln. . hn.

Der Appetit sei der beste Regulator.

Natürlich fei der Sättigungswert einzelner Nah­rungsmittel sehr verschieden. (Fleisch Fisch.) Als praktische Forderung für die Nahrung ergebe sich:

1. Die Forderung nach täglich 25003000 Kalorien.

2. Vollwertiges Eiweiß muß fti der Nahrung ent­halten sein, das in Verbindung mit Salz gereicht werden soll.

3, Der Durst ist unbebingt mit Wasser zu löschen.

4. Zellulose muß ausreichend in der Nahrung vor­handen fein.

Pekuniär bedeute die neue Lehre keine Belastung. Die Physiologen lehnten diktatorische Anordnun­gen ab.

^Vn seinen Weiteren Ausführungen forderte der Redner eine wesentliche Steigerung des Fischgenuffes, da in dem Fischfleisch Jod enthalten sei, das vor der Bildung eines Kropfes schütze. Der geringere Sätti­gungswert des Fischfleisches' sei durch Beigabe von Fett auszugleichen. Von Lebensmitteln, die reich an Kohlehydraten seien, seien besonders Brot (aber ohne Kleienbeimischung), Reis, Gemüse und Hülsett- frsichte zu empfehlen.

Die Roggen-Weizenfrage sei mehr eine volkswirtschaftliche als physiologische Frage. Die Hauptsache sei, daß das Brot Zellulose, die als Mo­tor der Darmbewegung diene, enthalte.

Mit der Rohkostbewegung wären die Phy­siologen einverstanden. Wenn der Mensch nur tierische Nahrung zu sich nähme. Die gekochte Speise habe gegenüber der rohen den großen Vorzug, daß Bazil­len abgetötet seien.

*

Das Leben verläuft nicht nach physikalisch-chemi­schen Gesetzen, sondern nach seinem eigenen Gesetz. Tas berücksichtigen wohl die wenigsten Menschen, denn sonst gäbe es nicht so viele Vorträge über Ernährungslehre", die in ihrem häufigen Wider­spruch schließlich nur Verwirrung der Anschauungen und des entsprechenden Handelns bewirken.

Trotzdem:

Gesundheit, Krankheit, Ernährung

Wird stets eins der aktuellsten Themen der Gegen­wart bilden und es fand auch bei der Febrnar-Ta- gung der

Vegetarischen Gesellschaft"

durch Schriftsteller G. Engelhandt eingehende Behandlung. Ausgehend von der Geburt des Men­schen, der durch die jeweilige Sternkonstellation schon eine gewisse kosmische Prägung erhalte, über die Angabe der drei Quellen (das Körperliche, das See­lische, das Kosmische), die das harmonische Zusam­menspiel der Organe im menschlichen Körper beein- fluffen, führte der Redner aus, daß es vor aflcm Darauf ankomme, eine lebendige Vorstellung des Körpers zu haben. Eine Vorstellung vom Aufbau, vom Lebensprozetz, vom physiologischen Geschehen.

Was sei Gesundheit?

Gesundheit fei Stimmung!

Das Stimmungspendel int Menschen schlage hin und her. Nach der Lust- wie nach Der Unluftfeite. Was mau auch tue, nichts geschähe, um nicht ein gewisses Lustgefühl zu erzeugen. Tas Leben strebe fortwäh­rend nach Ausgleich, nach Gesundheit. Trotzdem ge­

etatisierung gedroht, sodaß der Magistrat sich Wohl oder übel entschlossen hat, nachzugeben. Die Stadtverord- neten Werden allerdings einige kräftige Töne reden, Wenn sie hören, daß .. .

Dies hat zur Folge, daß der künftige Direktor der Schule nach der Besoldungsgruppe Aid besoldet Wird, mit einem im Endgehalt um 600 RM. höheren Jahreseinkommen als in der BesoldungsgruppeA2b + 1200 RM. Amtszulage und daß auch der Ober­studienrat dieser Schule statt der bisherigen Amts, zulage von jährlich 600 RM. eine solche von jährlich 1200 RM. erhält, ebenso, daß der in den Ruhestand versetzte Oberstudienrat Siegel das um jährlich 480 RM. höhere Ruhegehalt erhält. Die Mehrausgabe beträgt für die Zeit vom 1. 10. 1927 bis 31. 3. 1931 zusammen 3300 RM., vom 1. 4. 1931 ab jährlich 1680 RM.

Der gegen die Anerkennung als besonders bedeu­tungsvolle Schule erhobene Einspruch hatte keinen Erfolg. Die Rechtslage ist so eindeutig, daß ein ZWangsetatisierungsversahren der Stadt nur unnötige Kosten verursachen würde.

Zur Sprache kommen schließlich unter anderem zwei Eingaben der Vereinigung städtischer und ge­nossenschaftlicher Mieter wegen der Instandsetzung der Häuser Q u e l 1 h o f e 3541 und bessere Herstellung der Straßen in der Quellbofsiedelung. Punkte, denen man trotz aller Finanznot, erhöhte Aufmerksamkeit zuWendbn sollte, denn die Quellhofer haben mit ihren Klagen keineswegs Unrecht.

Svanderuna des Auiillaebirasvcreins atn 15. debrttar: Treffpunkt 11 Uhr Niederzwehren, Endstation der Linie 7. Gefanaenensrichhos Felsensarten Dittershausen Dennhausen Waldau Kassel.

Wettervoraussage bis Samstag abend.

Veränderliche Bewölkung, einzelne Niederschläge vielfach in Schauerform. Tagestemperatur über Rull, nachts vereinzelt leichter Frost, meist südliche bis west­liche Winde.

Gewinnauszug

5. Klasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262. Preuß.) Staats-Lotterie

Ohne Gewähr Nachdruck verboten

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden

Abteilungen I und II

3. Ziehungstag 11. Februar 1931

In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 ®«hnnne |U 200000 M. 33980

8 ®ea>inne »u 1OOOO OIL 13118 21697 54544

274190

4 D«w,nn« au 5000 M. 337306 347529

14 »etoinn« au 3000 M. 58232 80268 297948

311299 316942 326593 332908

52 ®etoiime au 2000 M. 5355 25447 56458 60057 87436 96012 105872 134400 134565 139383 148615 172028 184414 199598 204160 206861 244544 246688 252735 282022 310764 320960 363649 371352 373423 373710

102 »eroinne je 1000 9R. 5350 6561 10815 26717 32211 35392 38262 50503 54340 55924 64165 67314 70352 75563 88767 95809 97432 101547 110107 112585 113421 118355 120698 126756

158006 161815 166713 180349 190664 191681

191861 192817 216871 221163 224243 229454

253370 257926 258653 261720 286417 310578

325339 333193 340044 359839 364602 375627

380429 386979 397697

160 »etoinne au 500 M. 21895 26091 29354 33582 35105 37501 38360 39704 50493 52059 60956 61808 80213 82022 86332 91415 93806 97718 124006 125589 133976 136291 146003 151036

151438 153172 160267 161228 168001 168476

171407 172917 175899 177122 180303 180778

181673 195691 211540 218475 258606 264482

266342 266754 268268 274137 276193 277951

280910 283579 289306 292894 294262 296192

296197 301775 310571 318258 319808 321460

323601 325143 326450 332312 335420 340308

345886 347183 348964 358612 360744 363285

366711 373123 375660 378334 381244 386323

393317 398427

Im Gewinnrade verblieben: 2 Prämien zu je 500 000, 2 Gewinne zu je 500000 2 zu je 300 000, 4 zu je 100 000, 6 zu je 75000, 10 zu je 50 000, 24 zu je 25 000, 172 zu je 10000 444 zu je 5000, 906 zu je 3000, 2686 zu je 2000, 5370 zu je 1000, 8874 zu je 500, 26680 zu je 400 M.

4. Ziehungstag 12. Februar 1931

3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen

2 Ärwinne au 100000 M. 346669

2 ®eh>inne au 50000 M. 133555

2 D-Winne au 10000 AI. 274464 2 ®etoinne au 5000 M. 280916

22 eetutnne zu 3000 M. 2862 26955 56448 94175 138944 205625 225480 234499 252492 348269 391257

56 «etoinne au 2000 M. 51615 60117 76837 106900 110199 149352 149957 160141 182194 191493

195879 202246 219428 260518 266504 281934

295289 307304 307662 313633 315722 325655

332108 353587 362025 365430 375642 389048

120 »etoinne au 1000 M. 16 8689 9394 9438 18551 19894 22430 37023 49721 50719 58190 58252 69328 71429 83468 91352 106152 115886 116801 118177 126550 126993 135109 139218 149127

149558 165645 169936 175545 179294 188603

192971 196914 203289 204349 211057 213291

214089 220682 233828 240507 249374 249530

283925 290852 294003 300445 305450 324815

329533 330120 330712 338221 343848 349192

351015 364738 384593 388722 393165

218 eetmune au 500 M. 4753 6188 9481 19878 23140 29118 33362 34272 43113 44720 47243 52279 57336 64075 64173 64544 65972 73248 76545 81290 89594 93958 99484 100350 101478 108629 117002 119794 123598 125482 128669

129782 133897 139422 139718 142579 147143

147953 162697 163164 163436 163823 165706

181631 187196 189886 190012 191754 192203

196113 197709 198422 200354 211132 212722

215558 222609 227116 243856 249690 252101

253323 258129 260927 263577 265997 266560

266870 268521 270665 275929 279622 283569

288165 291289 291358 292857 295187 295291

297050 298681 299227 300116 301356 305416

305451 315558 324411 328566 332299 338237

344294 345634 349862 351565 352391 354487

355278 360225 364389 365358 366940 375301

378433 380220 382911 390655 394852 395934

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