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Nummer 32*

Sonnabend ^Sonntag, Z./8. Februar 1931

21.Jahrgang

Hessische Abendzeitung

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Kasseler Abendzeitung

heOunö^na9^»^ naSmMasS. AVonnementSvreiS: für den Monat 2,30 bet freier rr».

neuunfl in« j>au«, in per Geschäftsstelle abgeholt 2,10 Jt. Durch die Post monatlick 9on * 2.

SfÖunasflebüftr, An Kallen von höherer (Seroalt be llebt kein Aniormb auf auKschlietzlich Zu»

Ruckzoblung deS Bezugspreises. Verlag. $c6rift[eitung ün6 Sruderei:nttoe 5r?a£1,Ö in3c Unfl»0^r.au.f Eammelnummer 6800. Juristische Svrcchftunde leben Dienstag "»»»'s bis " Uhr^VlnisÄ' SttaÄML

Scharfe Kampfansage der Opposition

Sturm im Reichstag? / Obstruktion«»,äne »er Nationalsozialisten v Pari,er Kritik an »en »eutsch-sranzösischen Kre»Itverhan»iung-n

Zuviel Arithmetik

entspricht. Die Nachteile des jetzigen Kalenders, die verschiedenen Längen der Monate, die sich in jedem Jahr gegen das vorangegangene vorschiebenden Da­ten der Tage, die Ungleichheit der Osterzeit u. a. sol­len einer Einteilung des Jahres in 13 Monatemit je vier Wochen weichen, wobei jeder Tag in jedem Jahr auf dasselbe Datum sollen würde, was für jegliche Buchführung, für alle staatlichen und privaten Organisations- und Verwal­tungsmaßnahmen von großem Vorteil wäre. Eine Schwierigkeit würde sich hierbei allerdings durch die Notwendigkeit ergeben, den bei dieser Fortsetzung übrig bleibenden 3 65. Tag in das System einzureihen.

Cotsworth teilte mit, daß diesesEwige Jahr" in zahlreichen Jndustrieunternehmungen Amerikas, auch in den Skoda-Werken in Pilsen, versuchsweise einge- j führt worden sei, und daß man gute Erfahrungen da­mit gemacht habe. Er glaube, daß alle Länder, die er zur Zeit wegen der Kalenderreform studienhalber be­reist, grundsätzlich einverstanden sein würden.

Von hiesiger maßgebender katholischer Seite wurde

Die deutsche Oeffenllichkeit war in den letzten Ta­gen so stark mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt, saß die für uns außerordentlich aufschlußreiche Diskussion, die im englischen Unterhause um eine dieser Grund­fragen geführt wunde, nur wenig Beachtung gefunden hat. Debattiert wurde da nämlich über die Wahl- r ech i s r e f o r«n v o r l a g e, die das Kabinett Mac- donald dem Parlament vorgelegt hatte. Zweifellos waren es taktische Gründe, die das Kabinett zu die­sem Schritt veranlaßte: Die arbeiterparteiliche Regie- rung. wollte sich und die Abstimmung hat ihre

läge die Stimmen der" Liberalen erkaufen, um end­lich einmal aus der Unsicherheit, in oer sie sich als Minderheitsregierung befand, herauskommen. Für uns jedoch ist nur das Grundsätzliche in dieser Dis- kuffion von Bedeutung, und die grundsätzliche Frage, die hier angeschnitten wurde, war das Problem, wie in einem demokratischen Staate dieF ü h r e r a u s - lefe" unb dieeinheitliche Willensbil- diu n g" garantiert werden könnten.

die Stellungnahme aller weltlichen Körperschaften ab­warte.

Pandit Nehrus Verbrennung

London, 7. Februar.

Hunderttausende von Menschen versammel­ten sich am Freitag abend an dem Ufer des Ganges, uul der feierlichen Verbrennung des Hinduführers Pandit Rehru beizuwohnen. Die Leiche war in die Flagge des Kongresses gehüllt und mit Blumen über­schüttet.

1 I Paris, 7. Februar.

~*c Ankündigung von der Auflegung der

deutschen Anleihe hat am Freitag in den Wan­delgängen der Kammer zu lebhaften Ausein­andersetzungen geführt, die schließlich bis zum Finanzausschuß der Kammer vordrangen.

Der rechtsradikale Abgeordnete Mandel er­klärte, daß der Finanzminifter sich vor dem Ausschuß der Kammer über die Kreditgewährung an Deutsch­land äußern müsse, ob sie mit Genehmigung der fran­zösischen Regierung erfolge. Im Austvärligcn Aus­schuß der Kammer kündigte der Abgeordnete Frank­lin-Bouillon Verwahrung dagegen an, daß man Deutschland, dem ehemaligen Feinde, eine Anleihe geben wolle. Er kündigte ferner an ba6 er die Regierung am Dienstag oder Mittwoch nächster Wocke in b-r Kammer interpellieren wolle

In den Wandelgängen der Kammer erklärte man in den späten Abendstunden, daß es zwischen Fi­nanzminister und Ministerpräsidenten I zu Meinungsverschiedenheiten gekommen ! sei. Laval habe dem Finanzminister Flawdin den I Vorwurf gemacht, der Kreditgewährung stattgegeben zu haben, ohne dem Ministerrat vorher darüber be- I richtet zu haben. Es scheint sich jedoch dabei in erster Linie um ein politisches Manöver der Kar­tell isten zu handeln, denn der Ministerpräsident erklärte wenig später, daß am Schluffe im Kabinett völlige Einigkeit bestanden habe, und daß der Finanz­minister die Angelegenheit vor dem Finanzausschuß der Kammer eingehend behandeln und erklären werde.

Die neue ^nterberration Franklin Bouillons nach der I des Abgeordneten Dumat von der Marin-Gruppe ist umso erstaunlicher, als gerade heute imPetit Pari- I fien" offiziös darauf hingewiesen worden ist, daß es I sick, aarni*t um eine Anleihe tm eigentli-llen I Sinne des Wortes handelt, sondern um eine einfache Kreditoperation Es verlautet in der Kam­mer, daß das Datum für die Beratung dieser beiden I Jnterpellattonen am Schluß der Dienstagssitzung der Kammer feftgelegt werden soll.

Dasewige Lahr"

Pläne zur Kalenderreform.

Wien, 7. Februar.

Der Sachverständige des Völkerbundes für die ge­plante Kalenderresorm, Direktor Cotsworth, hat hier in einer interministeriellen Konferenz über den gegenwärtigen Stand der K a l e n d e r r e f o r m be- I richtet, zu der im Oktober dieses Jahres in Gens eine internationale Regierungskonferenz endgültig Stel­lung nehmen soll.

'Der Grundgedanke dieser Reform ist, anstelle des für eine ackerbautreibende Welt seinerzeit eingeführ­ten Gregorianischen Kalenders einen Kalender zu I 1 setzen, der den Bedürfnissen der modernen Zeit, des I ' industriellen und wirtschaftlichen Fortschritts mehr j 1

einer 3Cimng eine Anfrage mi.geteilt, daß die letzte Wünsche in Erfüllung gehen lasten- mir dieser Vor- Enttcheldung der Papst treffen werde, der wohl erst läge die Stimmen der Liberalen ertanfen

W. P. Die klassische Zeit des englischen Parlamen­tarismus rst vorbei. Unwiderruflich, seitdem die Wahlrechtsreformen -er Nachkriegszeit der Masse den Zutritt zur Politik, der bis dahin immer noch ein Privilegium bevorzugter Volksschichten war, geöffnet und aus dem alten Zweiparteiensystem ein parlamen­tarisches Spiel zu Drttt gemacht haben! Vielleicht hat man zunächst im konservativen Lager, viel­leicht haben auch die Führer der mächtig vorwärts- strebenüen Arbeiterpartei die Hoffnung gehegt, daß der Rückweg zu demklassischen Parla­mentarismus" nicht für immer versperrt sein würde. Es ist ja ost genug prophezeit worden, daß die liberale Partei in dem Widerspiel der stärkeren Kräfte zerrieben werden würde. Heute sprechen die Propheten mit leiserer Stimme, und in allen Lagern wächst die Ueberzeugnug, daß diese Entwicklung, die den englischen Parlamentarismus vom Zweiparteien- zum Dreiparteiensystem geführt hat, als unab­änderliche Tatsache hingenommen werden mutz. Dok­trinäre sind die Engländer niemals gewesen: Daß den Massen nach dem Kriege das Recht zu aktiver politischer Betätigung eingeräumt werden mutzte, er­kannten sie als Notwendigkeit. Gewiß, diese Erweite­rung des Wahlrechts hat das ideale Spiel der Kräfte, dar sich früher tm englischen Parlament entfalten konnte, empfindlich gestört. Wer damit muß und wird

Rax stöit nichi mehr!

Die russische Störung des Deutschlandsenders behoben

Berlin, 7. Februar.

Wie das Reichspostministerium, den Blättern zu­folge. mitteilt, haben die wiederholten Vorstellungen bet der Telegraphenverwaltung der Sowjetunion wc i Ben Abstellung der Störungen des Deutschlandsenders durch den russischen Telegraphiesender Rax den Er­folg gehabt, daß der russische Sender die W e l l e g e - wechselt hat, sodaß Störungen des Deutschland- seuders nicht mehr möglich sind.

Flieger Gruse erzählt

Berlin. 7 Februar. I

Der deutsche Sportflkeger Heinrich Gruse, der, wie gemeldet, aus dem polnischen Gefängnis entlassen I worden ist, ist in Breslau eingctrosfen. Der Flieger schilderte einem Vertreter derNachtausgabe" seine | Erlebnisse u. a. folgendermaßen:

Aus meinem Fluge am vorigen Freitag geriet ich kurz von Bentschen in dichten Nebel, verlor die Orientierung und ging aus 200 Meter herunter, um bessere Sicht zu haben. Ich hatte keine Ahnung, daß ich mich auf polnischem Gebiet befand Ueber Woll­stein setzte infolge Oelmangels der Motor aus. Mir blieb nichts anderes übrig, als eine Notlandung vorzunehmen.

Aus dem Gericht wurde ich von einem Richter und einem Staatsanwalt sehr ausführlich verhört. Auf dem Richtertische lagen u. a. Photographien und Putzlappen. Die Putzlappen waren zu einem Bündel zusammengelegt. Vor meinen Augen wurde das Bündel auseinandergewickelt, und es kam ein photographischer Apparat deutschen

handelt sich also am mehr als hundert Ab- stimmungen, und wenn die Nationalsozialisten de» Plan tatsächlich durchführen wollen, in allen dresen Fällen namentliche Abstimmungen zu verlan­ge», so würde der Reichstag allerdings vor der an­genehmen Aussicht stehen, aus einige Tage hinaus mrt nrchts anderem als mit der immer wiederhol- .e» Abgabe von Stimmzettel» beschäftigt zu sein.

Allerdings bereiten, wie dieD. A. Z." ferner mel­det. ote hinter der Regierung stehenden Parteien Ee- genmaßnahmen vor, um unter allen Umständen zu ver­suchen, sämtliche Anträge zur Genehmigung von Straf­verfolgungen, sowie die Aenderungen der Geschäfts­ordnung heute zu verabschieden. Immerhin ist gerade wegen dieser verschiedenartigen Möglichkeiten mit leb­haften Zusammenstößen und Auseinandersetzungen zu rechnen, so daß für die heutige Sonnabend-Sitzung von allen Seiten ein stürmischer Verlauf vorausgesagt wirb.

.Uch absurden, denn neben diesen Nachteilen er« sich em großer Gewinn: Die Reformen haben die Massen in feste, vertrauensvolle Beziehungen zum Staate gebracht, urab man mag über die heutigen Re- glerungsleistungen des Kabinetts Macdonald denken, wie man will, als staarspolilische Erzieherin ihrer An- banger- unö Wählerschaft hat sich die Arbeiterxarlei zweifellos bewährt. So ober so ähnlich wird die Bi­lanz aussehen, die die verständig und nüchtern rech- nenöen Engländer aus der jüngsten Geschichte ihres Parlamentarismus ziehen, und von dieser Grundlage aus werden sie den neuen Schwierigkeiten des parla­mentarischen Problems, die sich in dernachklassischen" 3ieit ergeben haben, zu Leibe rücken.

Polnische Maximen und Methoden lassen sich nicht ohne weiteres von einem Lande in ein anderes über« tragen. Darüber muß man sich vor allem im Klaren sem, wenn von dem traditionsreichen und traditions- govundenen englischen Parlamentarismus die Rode ist. immerhin: Es ist für uns, die wir um die Ge­staltung unseres politischen und staatlichen Lebens ringen, doch nützlich, zu untersuchen und zu prüfen, wie esdie Engländer machen". Denn zwei­fellos verfügt dieses Volk, das unter dem parlamen­tarischen System groß geworden ist, über einen Schatz oon ßrrabrungen, <bie für uns Neulinge auf diesem Gebiete rrotz aller völkerpshchologifchen, historischen und ssaatspolitischen Gegensätze und trotz aller Unterschiede m der Problemstellung von Wert fein können.

In Deutschland ist während der letzten Wochen nich Mo>late,/nach Methoden regiert worden, auf die man nidjVju Unrecht die Bezeichnungkleine Diktatur" an» gewendet hat. In feiner letzten Rede vor dem Reichs­tag aber hat der Kanzler die Rückkehr zur Parlamen­tarischen Regierungsform proklamiert. Die Rück­kehr . . .? Wir haben es bereits vor einiger Zeit an dieser Stelle mit aller Deutlichkeit ausgesprochen, daß eine Rückkehr zu jenem früheren Zustand, der uns als Parlamentarismus angepriesen wurde, der aber in Wirklichkeit nichts anderes als eine Dikta- lur des Parieiismus war, niemals in Er­wägung gezogen werden darf. Der Parteiegois­mus, der jeden Führerwillen erstickte, Hal bei uns den parlamentarischen Gedanken in Mißkredit gebracht, und wenn es überhaupt noch möglich ist, diesem Ge­danken,nach der schweren Vertrauenskrise Geltung zu verschaffen, dann kann das nur durch eine völlige A b- kehr von der Vergangenheit und durch eine mutige und gründliche Nachprüfung der Grundprobleme des Par­lamentarismus geschehen.

bowmßdieD. A. 3 zu berichten, daß die Na- t.onalsoztaltsten gestern eine Besprechung abgehalten hÄäfen 9nS bek Wncn beschäftigt und bis in die spaten Abendstunden gedauert habe. Wie das JÄS? ?itte?Een die Nationalsozialisten und Deutschnationalen bei allen Anträgen, auch bei ." 3a9.Ireiden Anträgen auf Aushebung der Fmmu- Nltat einzelner Abgeordneter, namentliche Ab- stlmmung verlangen. Die beiden Rechtsparteien hoffen habet auf die Unterstützung der Kommunisten.

In Zweiter Lesung wird bekanntlich beim Etat über alle Titel einzeln abgestimmt und bei der Re- form der Geschäftsordnung sind ebenfalls eine große 3abl einzelner Abstimmungen vorhanden, ganz abge- fehen dmton, daß hiermit auch die zahlreichen Anträge auf Aufhebung der Immunität von Abgeordneten ver­bunden sind, gegen die ein Strafverfahren schwebt. Es

500 Million n Mark Schaden in Neuseeland

London, 7. Februar.

Die Rettungsarbeiten im Erdbebengebiet von Neuseeland machen gute Fortschritte, sodaß die Re­gierung die zwangsweise Räumung der Stadt Napier wieder aufgeben konnte. Die Angaben über die Zahl der Toten gehen noch weit auseinander. Der Times" zufolge wurden in Napier 60 Leichen gebot» gen. Man vermutet, noch ungefähr 40 zu finden. An­dere Meldungen geben die Zahl der Toten in Hastings mit 130 und in Napier mit 200 an.

Der durch das Erdbeben hervorgerufene Gesamt­schaden wird auf 500 Millionen Mark beziffert. Nach Ansicht der Sachverständigen ist der Wiederauf­bau von Napier unmögliche - -

l Ursprungs von der Größe 4,5 mal 6 Ztm. zum Vorschein. Auf den Kopf wurde mir zugesagt, daß dies mein Apparat fei, was jedoch falsch war, da ich meinen Apparat in Schneidemühl zurückgelaffen hat­te. Man legte mir eine Photographie von der Größe 4,5 mal 6 Ztm. vor und beschuldigte mich, mit diesem Apparat die Aufnahme gemacht zu haben. Dieses Bild stammte jedoch gar nicht von mir. Dann wurde ein Haftbefehl ausgeschrieben, und ich wurde nach Lissa transportiert. Bis Donnerstag blieb ich im Gefängnis. Dann rief mich der Staatsanwalt her­über und erklärte, daß sich meine völlige Unschuld herausgestellt habe. Mir wurde aufgetragen, Polen auf schnellstem Wege zu verlassen.

Der Slrenenrus der Fremdenlegion

Berlin, 7. Februar.

In den letzten Wochen hat die Zahl der jungen Deutschen, die versuchten, die bayerische Grenze in ber Südpfalz zu überschreiten, um sich zur Fremden­legion anwerben zu lassen, wieder erheblich zugenom­men. Allein im Bezirk Neulauterburg wurden im Monat Januar 29 junge Deutsche durch die Grenzpolirei zurückgeholt, als sie nach dem Elsaß fliehen wollten, um sich zur Fremdenlegion, zu yteldm

Die Londoner Blätter sprachen in ihren Kommen- I laren von zwei Möglichkeiten der Demokratie: Die eine Möglichkeit ist in dem bisherigen englischen Wahlrecht verkörpert. Dieses Wahlrecht fleht eine Einteilung «des Landes in rund 600 Wahlbezirke vor; in jedem Wahlbezirk wird ein Abgeorsneler und zwar mit r e I a t i b e r^ Mehrheit gewählt. Also zweifellos | ein ungerechtes System, bas die Stimmen der Min­derheit rücksichtslos unterdrückt. Bei den Untechaus- wahlen 1929 erreichten, um ein konkretes Beispiel zu | nennen, «die Konservativen 8.6. die Arbeiterpartei 83 und die Liberalen 5,3 Millionen Stimmen: diese Liimmenzahl brachte aber öen Baldwinleulen 260 öen Arbetterparteilern 289 und den Mannen um Llovd ®eorge nur 58 Mandate ein, so daß die Arbeiterpar- c.\ "ur 29 000 Stimmen, die Konservativen sckon 34 000 und die Liberalen gar 90 000 Stimmen für ein Mandat brauchten. Die Ungerechtigkeit des Systems wird durch diese Zahlen bewiesen, aber so mangel» bart dieses Wahlrecht auch fein mag, den großen Vorzug hat es: Es erleichtert die Mehr- heit^sbildung außerordentlich, und es betont bet «er Fuhrerauslese den Grundsatz der Persönli. chen Eignung.

usster den Ungerechtigkeiten dieser Mechoden tUJle(Uöen' uattirlich geneigt, ->en Ge

>?le Allgemeinheit von dieser B.machtcik- gung per oder jener Partei hat, geringer einzuschätzen,

- tk. Berlin, 7. Februar.

®en? Reichstag steht heute eine sehr interessante und mogltcherwelse stürmischeSitzung bevor die 6°"^ gegen die sonstigen Gewohnheiten den Sonn- abeich-Nachmittag und -Abend voraussichtlich in An- nehmen durfte. Es handelt sich zunächst um den Abschluß der Debatte über den Etat des Reichs- feSrf.mh* b^ebe bes Reichskanzlers, und dann bte Abstimmungen über den Etat und über bte Mißtrauensanträge, die gegen die Regierung vor- kregen. Vor allem aber wird der Kampf um die ? e ® 5 m b e r Geschäftsordnung geführt wer» ben, für bte von den Regierungsparteien inzwischen bte notwendigen Anträge eingebracht worden sind.

Die Rechts-Opposition hat offenbar die Absicht gegen diese Dinge Sturm zu laufen, und wie man .r °"em bei de» Nationalsozialiste» gewtffe Plane, in der heutigen Sitzung alle Mittel der sogenannte» Obstruktion anzuwenden.

Kein Kredit für ehemalige Feinde!

Franklin-Bouillon kündigt eine Interpellation über die deulsch-franzSfischen Kreditverhandlungen an

ssm »ie Reform »er Geschäftsordnung

CBon unserer Berliner Schriftleitung.)