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, Dienstag. 3. Februar 1931

Kasseler fczue|te Nachrichten

Sttic 3 - i r» : -8t

Unsere Heimat

*

14.00:

Unter großer

ein der gut

17.90

18.15:

Oie Erde tut sich auf

Auf dem Marktplatz von Spannenberg.

Eschenstruth. Bildung-- und llnterhaltungsabcnd fir die erwerbslose Jugend. Sogar ältere Leute zei­gen buti' ~ Lehrer !

baden.(KasselBebra D-Zug, BebraFrankfurt E'l- zug FrankfurtWiesbaden Personenzug), Gesamt- enlfernuna KasselWiesbaden 242 Kilometer, ein­facher Fahrpreis 2. Klaffe RM 14,20 Eilzugzuschlag bis Frankfurt RM 3, Etlzugzuschlag bis Bebra RM. 1 zusammen RM. 18,20. Dieser Reisende weiß aber auch nur, daß seine Reise mit D-Zug anfängt und verlangt arglos 1 2. Klasse Wiesbaden über Frank­furt D-siug = RM. 22,20. Er Zahlt e nmal wieder unachtsamcrweise RM. 4 zuviel, das sind 22 Prozent des Fahrpreises. Wenn der Reisende richtig beoient werden will, muß er 1 Personenzug Wiesbaden, 1 Eilzugzuschlag nach Frankfurt, 1 Etlzugzuschlag nach Bebra verlangen. Denn, wie schon oben gesagt, er­geben zwei Eilzugzuschläge einen D-Zugzuschlag Der Reisende bekommt dann 3 Fahrkarten, das laßt sich nicht vermeiden. Was tut man nicht alles, wenn man RM 4 ersparen kann. Die Beispiele sind sämtlich aus der täglichen Praxis herausgegriffen und ließen sich beliebig vermehren. Wieviel Geld durch zuviel ge­zahlte Zuschläge täglich unnütz vertan wird, ist über­haupt nicht zu errechnen. Es durften recht riesige Summen dabei herauskommen.

Dle Zonenberechnung hat zu einer ziemlich großen Verwirrung beim Publikum geführt und auch man­cher Eisenbahnbeamie wird den Erfinder derZuschlage schon dahin gewünscht haben, wo der Pfesser wachst. Wenn er ungewollt eine falsche Fahrkarte herausge- aeben hat. macht ihn das Publikum dafür verant­wortlich. meist aber mit Unrecht.. Auf der anderen Seite kann aber auch vom Publikum nicht verlangt werden daß es bei jeder Reise genau orientiert ist, welche 'Züge es benutzt. Die Unterscheidung von Schnell-, Eil-, beschleunigten Personen- und einfachen Personenzügen ist nicht immer ganz leicht.

Volksmunde gelten heute noch die beschleunigten Personenzügc als Eilzüge, weil Eilzuge früher nicht zuschlagpflichtig waren. Dadurch kommt noch mehr Verwirrung ms Publikum.

Was, wird der Leser jetzt sagen, tarnt ich tun, um mich vor unnützen Ausgaben zu schützen? Die Ant­wort darauf kann nur lauten, kaufen Sie Ihre Fahr­karten im Reisebüro. Das Reisebüro gibt die Fahr­karten bereits eine Reihe von Tagen vor Antritt der Reise ab. Der verkaufende Beamte wird dadurch zwangsläufig gezwungen, den Reisenden genau zu fragen an welchem Tage und mit welchem Zuge er reisen will. Einmal muß er den Tag wissen, damit er die Fahrkarte auf den Reisetag ab stempeln kann, das andere Mal muß er den Zug wissen, um danach die richtige Fahrkarte herauszugcben. Aus diese Art und Weise wird jede Fehlerquelle weitgehend st ausgeschaltet. Es dürfte auch entschieden angenehmer Mn, seine Fahrkarte in größter Ruhe einige Tage vorher zu kaufen und sich mit dem Reisebüro-Be­amten in Ruhe über die beste Reisemöglichkeit zu unterhalten, als in letzter Minute an den Schalter zu Mrzen und in den verkehrsstarken Stunden womög­lich noch schlangenstehen zu müssen.

Einen großen Menschenckllflauf verursachte Erdrutsch am Marktplatz in Spangenberg. In Nähe des Meurerschen Hauses war Has noch aussehende Pflaster im Laufe der Zeit vollkommen unterspült worden, sodaß ein mittlerer Liefer­wagen. welcher die Stelle passierte, bis zur Achse einbrach, ohne aber Schaden zu nehmen. Nachdem der Wagen mit Winden aus seiner unbequemen Lage befreit war, konnte er die unfreiwillig unterbrochene Fahri fortsetzen und die Ausbesserung der beschädig­ten Stelle konnte sofort in Angriff genommen werden.

Die Meler BrockensamsilM

bittet herzlich um Zuwendung von Kleidung«- ftjicken, Schuhen, Hausgerät aller Art und allem sonstigen Abkömmlichen. Fernruf 1503 »der Postkarte.

watet

12.00: Schallplattenkonzert: Sinfonie-Konzert Werdekonzert l Schallplatte»)

Ofi zahlen Sie zuviel!

Etwas über Schnell- und Eilzugzuschläge

Wir geben Auskunft

Briefkasten -er K R. 7l.

diente Generäle, die aus dem früheren Mainz-Ku- tell-Mündener Pionierbataillon hervorgmgen: Ge­neral der Infanterie Auler starb 76sährtg in Ulm. Er machte im Ingenieur- und Pionierkorps seine militärische Laufbahn durch, war lange Jahre in Mazedonien als Auler Pascha in turkllchen Dien­sten Reorganisator des Pionier- und Gendarm wie- korps und führte im Kriege noch die 3- ch'ndwehr- dwision, mit der er sich in der Osterschlacht 1915 bei Marchöville auszeichnete. Ebenfalls "tsiahrlg verstarb in Wiesbaden der General der Infanterie Ludwig Dingeldein, der gleichermaßen aus dem 11. Bataillon hervorging. Er wurde als Pio- nicroffizier Chef des Stabes. Inspekteur und im Kriege stellvertretender Generalmspckteur. Als sol­cher kam er auch nach Münden zu Besichtigungen von Offiziersanwärterkursen. Noch aktive Mundener Pioniere gibt es nicht mehr viele: Von thuen wurde Major Dr. Speich, der bisher im Reichswehr­ministerium war, als Kommandeur sii das. 6. Preu­ßische Pionierbataillon versetzt. Ein Sohn des früheren Bataillonskommandeurs, des im Vorfahre verstorbenen Generals Gundelach, Oberl. Sunbe« lach wurde ins 2. Pionierbataillon versetzt. Oberst Hesse, der nach dem Kriege mit dem 11. Ba­taillon als letzter Kommandeur verbunden war, trat als Kommandeur des Pionierübungsplatzes Klaus­dorf vor einiger Zeit in den Ruhestand. Die Deutsche Pionierzeitung erinnert in einigen Auf­sätzen an die im Jahre 1904 mit dem deutMen Erveditionskorps nach Edina entsandteEinna- pionrerkompagnie" und stellt fest, daß die Kompag­

nie durch einen Leutnant Frank-Lin d h e i m aufgestellt wurde, der bekanntlich beute al» Oberst­leutnant a. D. in Münden lebt. U. a. war auch Herr Unger mit in China, der ebenso noch hier ""Hedemünden. Die erste Gemeindevertretersitzung. 3um ersten Male trat die kürzlich gewählte neue Gemeindevertretung zusammen Zu dieser öffent­lichen Sitzung waren die Einwohner so stark wie nie zuvor als Zuhörer erschienen. Nachdem die 15 Ge­meindevertreter verpflichtet waren, wurde der Wahl­ausschuß gebildet (Vorsitzender K. Kellerborn, Bei­sitzer E. Karger und F. Rosenthal).

Wolfhagen. Gründung einer Entwässerungsge- noffenschaft. Unter Zustimmung der Stadtverordneten wurde die Bildung einer Entwässerungsgenossen­schaft beschlossen, die den Zweck hat, die Bruchwie­sen troden zu legen, um bessere Ernten zu erz elen.

Rotenburg. Senkung der Krankenkassenbeitrage. Der Vorstand und Ausschuß der Landkrankenkafse des Kreises haben beschlossen, den Beitrag von 5,5 auf 5 v H zu ermäßigen und die Kassenler-

Asthma

Ehron. Bronchialkatarrh Verschleimung der Atmungsorgane, selbst bei schweren un6 longjShr. Selben, wo häufig andere Mittel versagten, wirkte hervorragend das tausendfach bewährte BreitireuN-Asthma-qvuiver »um Sinnebmen. Aee,risch emyf. Siete tau end Daukschreib. Jed. Leidend, wird bei Stnienb. dieses rznserats eine -probe gratis und unverbindlich d m. Veriand-Apoth. zugesandt, damit er sich vom erfolg selbst überzeugt. (Bestaubt, a. d. fpaag.)

Dreittreug. Berlin SO. 36601.

Orchesters Stuttgart

22.15: Nachrichten, Sportbericht und Wettermeldung

Königsrousterbausen:

12.00: Schallplattenkonzert Furtwängler birigiert

14.00: Schallplattenkonzert

16.30: llcbertragung des NachmtttagskonzertS von Hamburg

20.00: Bon München: UrauffübrungIn den Bergen" für Soli, Chor und Orchester unter teilweiser Verwen­dung von oberbayrischen Volksweisen von Heinrich Kaspar Schmid Gedichte von Frieür. Wild. Kalb Leitung: Hans Adols Winter ,

20.45: Von München:Rund um den Amateur". Zwie­gespräch zwischen Dr. Karl von Halt und Egon von Eglosssrein

21.10: Von München: 70 Minuten Fasching

Neue Tanzmusik aus Schallplatten

Im Reiche Batas, des tschechischen Schuh-Fords. Vortrag von Dr. Oskar Schürer

18.45: Von Mannheim: Mannheim, der subweitdeuische Ge- lrctdehanLelsvlad. Vortrag von Dr. I. P. Butz

19.15: Von Stuttgart: Im Kamps um die höchsten Gipfel der Erde. Vortrag von Prof. Dr. G. O. Dnarensurtb

19.45: In einem oberhessischen Bauernhaus Funkbericht von Anton Bctzner und Paul Laven

20.15:Halali". Ein bunter Jagd-Abend

21.15: Bon Stuttgart: Orchesterkonzert des Philharmonischen

Alle an den Briefkasten gerichteten Änfrase" werden nach hpftpm dtttiTen beantwortet, jedoch üvcineontcn roti 191 EinzUsall k e?» e G - w ä h r für die Richtigkeit der erteA ten Auskünfte. Die Emvfevlung von einzelnen Firmen usw an dieser Stelle müssen wir ablehnen, da Sie diese am besten durch den wirksmiwn Anzeigenteil derK. N. N.

V «. Jk. Der TitelWeihe Rosen" ist bei Gedicht chon' so häufig verwendet worden, daß wir eine nah> 51to.11®. "Ittiol^HMer^tst" Oesterreicher, geb. in Braunau (Oberösterreichs. Deutscher Staatsangehöriger ist er nicht.

C. B. Kassel. Wir ratenLhnen, »ch einmal an die Han­delskammer in Chemnitz t. s-a. zu wenden, die Sötten wiche Strumpswarensabriken sicher namhaft machen kann.

i? Ich. Gemünden. Es gibt so viel N er v enhellan st alten und Sanatorien, datz man ein vollständiges Überzeichn - kaum ausstellen kann. Vielleicht wenden ete Mi aßci: etn» mal mit Ihrer Anfrage an die Medizinische Wochenschrift. Berlin 91. 24, Friedrichstraße 105 B. ..

Volkmarsen. Eine Reihe von Briefkastenansragemdie meitere Erkundigungen verlangen, können erst nach wit Tagen beantwortet werden. Eilige Anfragen sind am besten mit Porto zu brieflicher Antwort zu versehen. ..

Block in B. Rücktritt vom Verlöbnis verpflichtet die Schuldigen zum Schadensersatz wr AmwenLungen mit Rücksicht aus die zu erwartende Ebeschlietzung. Auch ^ohn- aussall gehört hierzu. Hat eine unbescholtene Verlobte ihrem Verlobten bie Beiwohnung gestattet ,o kann sie, auch wegen des Schadens, der nicht Vermügensschade« ist, eine billige Entschädigung in Geld verlangen Die An- spräche vertäbren in zwei Jahren von der Auslosung des

Abende zu gewinnen.

Melsungen. Wäschediebstahl. Eine traurige Ent­deckung machte am Sonnabend morgen ein Anwoh­ner des Spangerwegs. Seine über Nacht m «Teten zum Trocknen aufgehängte Wäsche hatte 'hre Lieb­haber gefunden und war auf Ntrnmerwied-riehen verschwunden. ,

Gensungen. Zur letzten Ruhe.

Anteilnahme der Bevölkerung wurde am Donners­tag nachmittag der Seniorchef der Firma Heinrich Prinz zur Ruhe gebettet. Rach einer Trauerfeier im Landhaus bewegte sich ein langer Zug durch die Straßen des Ortes. Auf Wunsch des Verstorbenen führte sein letzter Weg noch einmal am Fabrikge­bäude dem Lebenswerk des Verstorbenen vorüber. Betriebspersonal und Kriegervereinskameraden tru­gen abwechselnd den Sarg. Kriegerverein, Turn­vereinJahn" uno der Iungdeutsche Orden gaben ihrem toten Mitbruder das letzte Geleit. Ter Kir- chenchor sang bei der Trauerfeier und am Grabe. Eindrucksvoll kennzeichnete Pfarrer Hebel-Felsberg noch einmal das Leben des Toten. Die Liebe zur -fugend hob in seinen Abschiedsworten der Vor­sitzende des Turnvereins .Zahn* besonders hervor. Tcr Fulda-Eder-Gau Der ^T. ließ feinem Wren- mitqlied seinen letzten Gruß entbieten Der .suna- deutsche Orden und Logenbruder aus Kassel und Hersfeld fanden Worte des Dankes für oen Ver­storbenen und widmeten Blumen und Slrd .iie^ P Hann Münden. Ehemalige 11er rurhessische «toik-e des einstigen IKünbener Pionierbataillons. Verstorben sind in der letzten Zeit ztoe. »er-

Was unsere Leser wünschen

ISflr Me unter dieser Rubrik veröffentlichtenEingesandts* übernimmt die Schriitleituna keinerlei Berantworiunqp

Das Amtsgericht Jesberg.

In einer Kasseler Tageszeitung erschien vor kurze« ein Eingesandt" unter der Bezeichnung: Auflösunghes Amts» gerichis Jesberg. Der Herr Einsender ist anscheinend über Oie Gesinnung seiner Mitbürger schlecht lMorunert. Es ist also nickt aut zu begreifen. Last'der Herr Einsender «u Na­mender Einwohnerschaft von Sebbeterode wrechen zu mus. fen glaubt. Ich persönlich und mit mir wohl der giofite Teil der Einwohner von Sebbeterode bin gern damit ein­verstanden, datz Sebbeterodeeine Umschulung öum Amts- aartcktsbezsrk Jesberg" (rote sich der Einsender ou86ru(It) erfährt, benn diese könnte nur Vorteile bringen, Die Ent- sernung zwischen Sebbeterode und Jesberg betragt ungetahr 6 Kilometer, die zwischen Sebbeterode und Trema mehr a ls das Doppelt e. Und die Stratzenverbaltwsiel

Sich selbst gestellt

Nach dem Mordversuch an der Braut.

Der Tischler Engelhardt, der, wie gestern gsmel- dei, in Bründersen, Kreis Wolfhagen, feine $raut anschoß, hat sich gestern nachmittag beim u. Polizei­revier in Kassel gestellt. Er ist vernommen tooioen und gibt zu, oen Schutz auf seine Braut abgegeben zu Hatzen, bestreitet jedoch jede Mordabsicht. Zwisch.n den Heiden bestand feit vier Jahren ein Verhältnis und sic waren sich einig geworden, zu betraten. On- aelvardt war verschiedentlich auswärts tätig uwd er­fuhr. als er vor einiger Zeit aus Düsselo or, zuruck- ;ehrte 0atz das Mädchen nichts mehr von ihm wißen wollte Vorgestern sand eine Aussprache statt, in 'de­ren Verlaus Engelhardt in großer Erregung Jetne Pistole auf das Mädchen gerichtet und einen schütz abgegeben haben will, ohne daß eine Töiungsabsicht beslanoen habe. -

Das Mädchen liegt tm Roten Kreuz und ist noch nicht vernehmungsfähig; jeooch ist die Verletzung nicht lebensgefährlich.

:ch ihre Anwesenheit ein lebhaftes 3ntereffe.

Lüneberg und Herr Franz, sowie Pfarrer Jtzenhäuser haben sich für diese Bildungsabende zur Verfügung gestellt und verstehen es meisterhaft, durch fesselnde und lehrreiche Vorträge die Jugend für diese

P. V. 21. Grundstücksverträae müsse n. wenn Sie rechtsgültig fei» sollen, notariell oder genchlich »» Protokoll erflärt feilt. $ 313 Bürgerlichen Gesetzbuchs. Wenn die bisher entstandenen Kosten aus Mitveranlassung des Ver­käufers erfolgt sind, müßten diese ersetzt werden.

(5. B. Sofern die Rente aus der Anaesielltenversiche» rung und die Pension aus dem Geschäft den steuerfreien Betrag übersteigt, mutz Einkommensteuer gezahlt werben.

A. A Sofern Sie als Untermieter einen eigenen Haushalt haben, dürste bei Ihrer Erwerbslosigkeit ein Hauszinssteuererlab in Frage kommen.

Rundfunk

Programm des Frankfurter und Kasseler Sender».

Mittwoch, den 4. Februar.

6.15: Von Stuttgart: Wettermeldung Anschließend: Morgengymnastik

7.15: Aus dem Rory-Palast: Krühkonzert aus der Kino»

10.20: Tilmlsunk Deutsche Kinder in der Tfchechoslo-

' Die Eil- und Schnellzugzuschläge werden nicht einheitlich erhoben, sondern entsprechend der Länge der Benutzung der Züge gestaffelt. Dies fährt zu aller­hand Kuriosa. Eine Fahrkarte zweiter Klasse Kassel Hann. Münden wird durch den Zuschlag bei D-Zug- benutzung um 133% Prozent, beim Eilzug aber nur um 33)4 Prozent teurer. Bei einer Fahr­karte nach Königsberg macht der Zuschlag nur 13 Prozent aus. Je länger die durchfahrene schnell- öder Eilzugstrecke ist, desto weniger wirkt sich der Zu­schlag aus.

Die Entfernung von Kassel nach Bochum beträgt laut Tarif 226 Kilometer und der Fahrpreis Zweiter Klasse ohne Zuschlag 13,20 Mark. Wird D-Zug be­nutzt. mutz ein Zuschlag von 8. Mark gezahlt wer­den. Wäre die Entfernung nach Bochum aber nur 225 Kilometer, so würden für den Zuschlag nur 6 Mark erhoben. Der reine Fahrpreis ist tüt 225 und 226 Kilometer gleich. Der Reisende mutz für das eine über 225 Kilometer hinausgehende Kilometer 2 Mark bezahlen.

sias Tollste kommt aber erst: Ein Reisender hot die Absicht, nach Frankfurt am Main u fahren, und zwar ab Staffel 10,42 mit D-Zug bis Bebra und von Bebra mit Eilzug nach Frankfurt. Er hat sich den Zf" selbst aus dem Kursen» berausgesucht und sest- gestellt, datz et von Kassel mit D-Zug iaö-cn muß. Ihm ist nicht weiter ausgefallen, daß er vou Bebra ans nur Eilzug bat Arglos geht er an den Fahr­kartenschalter und verlangt 1 2. Klasse D-Zug Frank­furt, kostet 17,60 Mark. Wenn der Reisende genau orientiert war, mutzte er von dem Sckalterbeimlen folgendes verlangen: 2. Klaffe Eilzug Fr. kfurt am Main = 14,60 Mark, und Etlzugzuschlag bis Bebra Zone I 1 Mark, zusammen 15,60 Mark, er hat aber 17,60 Mark und damit 2, Mark zuviel ge-ablt. Mit zwei Eilzugszuschlägen kann der D-Zug-Zuschlag er­setzt werden, daher die beiden Eilzugzuschlage bis Bebra. Den Beamten am Fahrkartenschalter kann de- Reisende nicht dafür veranwortlich machen, datz er zwei Mark zuviel zahlte. Er kann nicht wissen, mit welchem 9uae der Reisende fahren will. Wenn der Beamte auch manchmal ht Zweifelsfällen danach fragt, so ist es oft einfach nicht möglich, wenn ganze Schlangen von Menschen am Schalter stehen. Der Reisende hat eine D-Zugkarte verlangt und auch be­kommen. n _

Ein anderes Beispiel: Eine Fahrkarte 3 Klasse Kassel-Bochum kostet RM. 9,10, Zuschlag für 226 Kilometer. Zone 4 RM. 4, Zusammen RM. 13,10. Verlangt her Reisende diese Fahrkarte zu dem Zuge ab Kassel 13,01 so ist es wieder falsch, denn er kann D-Zug nur bis Schwerte benutzen und hat von da ab nur noch Personenzug. Die Entfernung Kassel- Schwerte beträgt aber nur 190 Kilometer, sodaß er nur Zuschlag Zone 3 RM. 3 ,u bezahlen brauchte Also wieder einmal RM. 1 zuviel. Die Fahrkarte mutzte als Personensahrkarte nach Bochum mit Zu­schlag nach Schwerte verlangt werden.

Roch kurioser wird die Gesch chte bei folgender Fahrkarte: ab Kassel 10,42 Über Frankfurt nach Wies-

stungen zu erhöhen. Die Neuregelung ist mit dem 1. Januar in Straft getreten.

Bebra. Nadelholzverkauf. Die Oberforsterei Ro- tenburg-Ost verkauft am Dienstag, den 10. Februar, 10 Uhr, im Gasthof Rose, Bebra, öffentlich meistbie­tend aus den Förstereien Lüdersdorf, Rautenhauien, Mecklar, Gerterode, Atzelrode und Cornberg Nadel­nutzholz (Fichten und Kiefern). Auskunft erteilt die ~bCrfen.LK$lnHger Streit. Junge Burschen aus Oberlistingen und Herlinghausen gerieten out dem Heimwege in der Nähe von Warburg in ^.ailtchkeiien. Einer von den jungen Leuten mutzte mit einem schweren Schädel- und Armbruch tn das St. Petri- Hospital zu Warburg geschafft werden

Neustadt. Betreuung der Arbeitslosen. Um den vielen Arbeitslosen geistige Anregung zu goocn, werden allwöchentlich zwei Stunden an ledern Tage durch die Lehrer und andere Personen aus der Bür­gerschaft Vorträge gehalten, welche sich 3UJ alle ge­biete des wirtschaftlichen Lebens erstrecken Die Pflicht des Schulbesuchs erstreckt sich auf die lungen Leute von 18 bis 21 Jahren. _ .

Groß-Roppershausen. Bürgersteuer- und Jaffd- pachtoerteilung. Auf Antrag des Landwirts O. soll der Erlös der Eemeindejagd verteilt werden^ d. h. pro Hektar, weil in der Gemeinde ein eigener Jagdbezirk liegt. Diese Verteilung erweckt aber in der Gemeinde selbst Mißtrauen. Weil durch die Verteilung der Etats wieder aufgefüllt werden muh, es aber unmög­lich ist durch die Notverordnung die Grundsteuer zu erhöhen, muß leider zur VLrgersteuer gegriffen wer­den: dies trifft die nichtbesitzenden Burger und die kleinen Besitzer hart. Wenn die Jagdpacht nicht ver­teilt worden wäre, wäre eine Erhebung der Burger- steuer nicht erforderlich geworden.

Relbehausen. Die Maul- und Klauenseuche Ist er­loschen. ~

Lenderscheid. Schlechtes Gewissen. Ein Fremder versuchte angeblich im Auftrage des Metzgermelsters Stolzenbach-Homberg 400 RM. von dem hiesigen Landwirt O. einzuziehen. Die Frau glaubte den Schwindel nicht und sagte dem Fremden, sie wolle nur ihren Mann aus dem Stalle holen, der könne die Angelegenheit erledigen. In der Zwischenzeit machte sich aber der Fremde unerkannt aus dem Staube. _

Marburg. Aufhebung des Wohnungsamtes. Der Reichsbund Deutscher Mieter, Ortsverein Marburg, hatte im Freidhofschen Saale zu einer öffentlichen Mieterversarnmlung alle Mieter Marburgs einbe- rufen. Herr Meißner, Geschäftsführer des Mieter- Vereins Wiesbaden, betonte, datz man noch nicht die Gefahr erkenne, die der Mieterschaft drohe Deutsch­land habe fast noch 1 Million Familien ohne Woh­nung. Allein Marburg habe über 400 Wohnungssuchende. Es sei undenkbar, das Wohnungsamt in Marburg aufzuheben. Er forderte bann alle Mieter auf, sich zu organisieren und der Gefahr entgegenzutreten Es folgte eme freie Aus­sprache, in der man auch darauf hinwies, daß letzt, wo Gehälter und Löhne abgebaut wurden, auch die Mietern zurückgehen müßten. Man nahm dazu einstimmig eine Resolution an, in der man schärfsten Protest gegen die Aufhebung des Woh­nungsamtes in Marburg erhob. Den Vertretern der Mieterfraktion im Stadtparlament, bte aus -spar- grünben für bie Aufhebung des Wohnungsamtes ge­stimmt hatten, entzog man das Vertrauen.

Aus Eschwege und Umgebung

Eschwege. Für SSjährige Mitgliedichaft bet dem Männergesangvereiufiteberltttnj würben 21. Steg­mann, I. Peter, A. Müller und F. Hofmeister durch Ueberreiäung der silbernen Gedenkmünze geehrt.

Großburschla. Von einem schnellen Tode wurde der Handelsmann Christian Herwig ereUt. Mor­gens sanden ihn seine Angehörigen im Bette lie­gend entseelt vor. Ein Herzschlag hatte tn der Nacht bem Leben des noch rüstigen 57iahrigen Mannes ein ra^hünda^ Der^unverantwortliche Leichtsinn eines fremden Wagenführers hatte am Sonntag em Ocher gefordert. Der Fahrer hatte seinen Wagen vollbesetzt sind hatte außerdem einen Passagier auf dem Trlit- brett stehen. Von einem der entgegengesetzten Seite kommenden Personenwagen wurde dieser erfaßt und mit einer schweren Beinverletzung zu Boden ge­rissen.

Don der Transmission erfaßt!

Beachtet die Unsallverhütungsvorschristen!

In Schwaney bei Warburg geriet ein älterer Ar­beiter durch einen unglücklichen Zufall in eine Trans­mission und wurde von dem Treibriemen her^mge- schleudert. Arbeitskollegen vermochten den Betrieb stillzuleqen und den Verunglückten aus seiner qual­vollen Lage zu befreien. Man brachte ihn zum nächsten Ärzt, der mehrere Knochenbrüche und innere Verletzungen seststellte. Der Unfall ist durch Nicht­beachtung der Unfalloerhutungsvorschtlften entstanden.

*

Warburg. Die Standesbeamten tagten. Die Stan­desbeamten des Kreises Warburg tagten mt Gasthof Hermes Auch die Bürgermeister Dissen-Warburg und Kukuk-Borgentreich nahmen teil. Der Vertreter der Regierung Minden, Regierungsrat Dr. Zens, hielt -bie Begrüßungsansprache. Es folgten Vor­träge vom Vorsitzenden des Reichsbunües der Stan­desbeamten, Stadtrat Schiffke und von stadtoberin- spektor Brinkmann, Wetier a. d. Ruhr, über ben er­sten Teil bcs neuen Standesbeamtenhanibbuches.__

Marburg. Zn der Generalversammlung der San­gervereinigung des Eggegebirges würbe beschlossen, das Bundesfest nach Rimbeck zu verlegen Wegen der allgemeinen schweren Wirtschaftslage sollen alle äußerlichen Feierlichkeiten zurücktreten und haupt­sächlich der Gesang der einzelnen Vereine den Festtag aU1®arbürg. Dieb erwischt! In Volkmarsen wurde kürzlich vom Hausflur bei gellem Zage ein neuer Anzug entwendet. Der Verdacht richtete sich au einen Tippelbruder, der im Laufe des fraglichen Tages in Volkmarsen gefochten hatte. In der Her­berge zu Warburg kam den revidierenden Beamten ein Heimatlofer zu Gesicht, auf den die Betreibung des Gesuchten paßte. Bei seiner Vernehmung gab er den Diebstahl zu und förderte das Korpusdelikti zu- ta6$ßatburg. Gewerbeausstellung. Das Handwerk der Stadt Warburg beabsichtigt, mit bet Reichshand­werkswoche eine Gewerbeausstellung zu oerbmben. Die Durchführung ruht in den Händen des Marbur­ger Meistervereins.

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Lutherstrase 1.

15.20: Stunde der Jugend _ .

16.30: Von Bremerhaven: Bordkonzert vom DampferGe­neral von Dieuben" des Norddeutfchen Llopd