Nr. 28*
Dienstag, 3. Februar 1931
21. Jahrgang
Kasseler Neueste NaGHu
Kasseler Abendzeitung JM. Hessische Abendzeitung
Schweres Erdbeben auf Neuseeland
Zahlreiche Todesopfer? / DoX nach den Kap Verdifchen Inseln gestartet / Heute Beginn der ^eichstagsdebatten
Oer Meeresboden senkt sich!
(Eigene Drahtmeldung.)
Wellington, 3. Februar.
Heute vormittag ereignete sich ein heftiges Erdbeben. Im Hawkes-Bay-Bezirk wurde eine Anzahl Brücken und Viadukte schwer beschädigt. Der Meeresboden bei Napier senkt sich; die „North mnberland" und andere Dampfer sind deshalb mtfs offene Meer hinausqesahren. Eine Anzahl Delta n k s in Napier stehen in Flammen; und die Telc- kraphcnlinien sind zerstört.
Eine drahtlose Meldung der Kriegsschalus,t „Vc- rvnica", die vor Napier liegt, besagt: Es ist zu befürchten, daß es in Napier schwere Verluste an Menschenleben gegeben hat. Die Lage ist zweifellos ernst. Einer weiteren drahtlosen Meldung der -LSeronica" zufolge, ist nahezu jedes Steingebäude in Napier z e r st ö r t.
Die Kriegsschiffe „Diomede" und „Danedin" gehen mit Aerztcn, Krankenpflegerinnen und Verbandsmaterial vor Auckland nach Napier in See. Es wird befürchtet, daß Tausende von Einwohnern ohne Unterkunft sind. Lebensmittel sind dringend angefordcrt worden. Die „Veronica" hat Malrosen mit Brechstangen und anderem Werkzeug gelandet.
Oie erste« Derlustziffern
Wellington, 3. Februar.
Die ersten Angaben über die Verluste an Menschenleben, die das schwere Erdbeben gefordert hat, sind nunmehr eingegangen. Im ganzen sind bis!>er 24 Todesfälle gemeldet. Es handelt sich dabei natürlich nur um Teilmeldungen.
Die Stadt H a st i n g s steht in Sin mitt en. Sie ist zur Hälfte zerstört. Aus anderen Städten liegen ähnlich beunruhigende Nachrichten vor.
Do X unterwegs!
Nach den Kap Berdischen Inseln.
Las Palmas, 3. Februar.
„Do. X* ist heute morgen um 8 Uhr mitteleuropäischer Zeit (6 Uhr Ortszeit) von der Eando-Bucht der Insel Gran Canaria nach Porto Prara auf den Kap Berdischen Inseln gestartet. Die Entsernung beträgt 1700 Kilometer. Bor Las Palmas herrschte in den letzten Tagen eine außergewöhnlich große Dünung,
durch welche das Tanken des auf freier Reede liegenden Flugschisses sehr erschwert wurde. „Do. X* rollte daher gestern mit eigener Kraft in 105 Minuten nach der 85 Kilometer von Las Palmas entfernten Gando- Bucht, wo in geschütztem Wasser die Brennstosfauf- nahme beendet werden konnte, und von wo heute morgen der Start erfolgte.
Waffenfuche in politischen Derkehrelokalen
Berlin, 3. Februar.
Im Berliner Polizeipräsidium sind Maßnahmen in Erwägung gezogen worden, mit denen den überhand nehmenden politischen Zusammenstößen entge- gengctreten werden kann. Der Polizei fehlen zurzeit, I worauf von maßgebender Seile ausdrücklich hingewiesen wird, alle Möglichkeiten, vorbeugend zu wirken. Diese Lücke soll im Juteresse der öffentlichen Ordnung und Sicherheit ausgefüllt werden. Die Gastwirtschaften, die sogenannten Verkehrslokale der Parteien, sind gewöhnlich der Ausgangspunkt der Gewalttätigkeiten, sie sind gewissermaßen ein Stützpunkt der Parteiangehörigen. Deshalb wird erwogen, ob etwa ün Wege der Kouzessiouseutziebuuq oder einer Herabsetzung der P o li z e i st u sich e für die betreffenden Wirtschaften die Lage verdefferi werden kann.
In diesem Sinne hat ein verschärftes polizeiliches Vorgehen gegen solche Lokale, die im Verdacht stehen, von politischen Kampfverbünden als Sammelpunkt bei Straßenexzeffen benutzt zu werden, bereits begonnen. In Charlotten bürg, dem Schauplatz der letzten blutigen Zusammenstöße, sind in der vergangenen Nacht von zwe» Durchsuchungskommandos der Abteilung la sämtliche im Bereiche des 125. Polizeireviers belegenen politischen Berkehrslokale nach Waffen durchsucht worden. Es handelt sich um fünf Lokale, die von Nationalsozialisten, und um acht, die von Kommun- nisten als Sammelpunkt benutzt wurden. In einem nationalsozialistischen Lokal in der Hebbelstraße wurde ein Nationalsozialist, der eine Schußwaffe bei sich trug, und drei Nationalsozialisten, die Hieb- und Stichwaffen besaßen, zwangsgestellt und der Abteilung la. zugeführt. In einem kommunistischen Lokal wurde ein herrenloser Dolch sowie ein Schlagring beschlagnahmt.
Dreihundert Millionen...
(Von unserer Berliner Schriftleitung.)
th Berlin, 3. Februar.
Der Wiederbeginn der Reichstagsver- handlungen stellt uns schon am ersten Tage vor eine stattliche Anzahl recht wichtiger Fragen. Es handelt sich dabei nirgends um Kleinigkeiten. Mag man das Schicksal des Parlamentarismus ins Auge fassen, mag man sich die grundsätzliche Frage vorlegcn, ob es innerhalb des Rahmens der Versassung überhaupt möglich ist längere Zeit ohne Parlament zu regieren, mag man das Problem der Aufrechterhaltung eines mittleren Kurses betrachten oder man man schließlich über die Zulässigkeit eines nicht bis auf die letzte Mark ausgeglichenen Haushaltsplanes diskutieren, immer wird man zugeben müssen, daß alle diese Dinge weit größere Wichtigkeit haben als etwa irgendeine einzelne Gesetzesvorlage, über die man in früheren Jahren mitunter in Wochen und Monate lange Krisen hineingeraten ist.
Wenn man die neue Zerklüftung innerhalb der Regierungsgruppe ins Auge faßt, so tritt neben die eingangs erwähnten großen. Probleme noch eine weitere Frage, d e man wohl in die Worte fassen könnte „Finden Sie, daß die Volkspar- tei sich richtig verhält?" Tie Deutsche Vol^k-- p art ei ist zwar gegenwärtig eine der kleinsten Fraktionen des Reichstages, aber,sie spielt vor allem aber wegen der ziffernmäßigen Schlüsselstellung, die sie bet der Frage der Mehrheitsbildung zurzeit einnimmt, doch eine recht bemerkenswerte Rolle. In letzter Zeit wird bekanntlich der Antrag der Deutschen Volkspartei sehr viel erörtert, in dem eine Kürzung des Haushaltsplans um weitere 300 Millionen Mark verlangt wird, damit das Gleichgewicht des Etats bei der Verabschiedung auf alle Fälle sichergestellt ist. Kanzler und Finanzminister haben seit Monaten im Keicksrat und im Reichstag und bei zahlreichen ande- ren Gelegenheiten immer wieder die Notwendigkeit e i n e s restlosen Ausgleiches unseres Etats in den Vordergrund gestellt und sich wieder
holt mit allem Nachdruck dafür eingesetzt, daß dieser Ausgleich erreicht werden muß. Nun ist aber der Finanzntinister in den Beratungen des Haus- haltsausschuffes neuerdings von dieser Linie abgewichen, da er offenbar die Absicht hat, den neuen Haushaltsplan mit einem offenen Defizit von 100 bis 200 Millionen in Kraft treten zu lassen.
Man wird vielleicht einwenden, daß diese Summen nur 1 bis 2 Prozent des Gesamthaushaltes ausmachen. Immerhin ist zu beachten, daß die Politik des Reichskanzlers Brüning von Anfang an die grundsätzliche Seite aller Beschlüsse und aller programmatischen Unternehmungen, oder wenn man so sagen will, das moralische Moment der Staatspolitik stark m den Vordergrund gestellt hat und unter diesem Gesichtswinkel gewinnen auch 100 Millionen ein ganz anderes Gewicht. Tenn zweifellos ist das Problem eines restlosen Ausgleiches unseres Etats vor allem im Hinblick auf die Vertrauenskrise zu bewerten, in deren Ueberwindung das Kabinett Brüning eine seiner vornehmsten Ausgaben sah.
Eine Frage für sich ist es freilich, ob die volksparteiliche Fraktion ihren Antrag in allen Stücken zweckmäßig vertreten hat. Es ist, wie selbst die mit der Volkspartei befreundete „Kölnische Zeitung" erklärt hat, bedauerlich, daß die Angabe der Einzelheiten des oolksparteilichen Sparantrages noch a u s st e h t. Freilich ist in offiziösen Aeußerungen der Partei einiges angedeutet, was in diesem Sparprogramm stehen könnte. Dahin gehört vor allem der Rat, die Ueberweisungen an die Länder bedeutend zu kürzen. Es liegt aber auf der Hand, daß ein solcher Weg für den Kanzler zu schweren innerpolitischen Konflikten führen würde. Was an sonstigen Sparvorschlägen in Betracht kommen könnte, liegt vor allem auf dem Gebiete der Verwaltungsreform und der Einzelabstriche an allen möglichen Titeln und Fonds der verschiedenen Reichsressorts.
Dabei kommen aber schwerlich die erforderlichen Summen zustande, die die Volkspartei abstreichen
will, und wenn der Finanzmitlister eingewendet hat, daß man zur Durchführung dieses Sparantrages auf den Reichswehretat zurückgreifen müßte, so werden gerade auf diesem Gebiet selbstverständlich wieder starke Polit.sche Hemmungen bestehen. Der Finanzminister würde natürlich den Etat sofort aus- gleichen können, wenn er etwa die Umsatzsteuer erhöhen oder die Beamtengehälter noch weiter kürzen wollte. Damit würde aber das oberste Prinzip der Finanzpolitik Brünings auf den Kopf gestellt werden.
Das Kabinett wählt also das kleinere Uebel, indem es für den Augenblick auf den Ausgleich der lebten Spitzenbeträge im Etat verzichtet. Die Volkspartei jedoch drängt vor allem im Hinblick auf die deutsche Kreditfähigkeit im Ausland auch weiter auf den vollen Ausgleich. Die Verhandlungen des Reichstages werden also neben allen anderen schwierigen Auseinandersetzungen über Osthilse und Agrarfragen stark unter dem Zeichen des Gleichgewichts im Haushaltspläne stehen.
Beim Beginn dieser Debatten ist eine Voraussage über ihren Ausgang um so weniger möglich, als ja im Hintergründe dauernd die Wahrscheinlichkeit einer außerparlamentarischen Lösung steht.
Etatverkrüppelung?
Von großem Interesse ist aber, was der Etat- sachverständige des Zentrums, der Reichstagsabgeordnete Professor Dr. Schreiber, in einem
Artikel in der „Gcrmani a" zu diesem Thema sagt. Schreiber weist darauf hin, daß Ser jetzt vorliegenoe Etat bereits in vielen Punkten stark zusammengestti- chen ist, und er fährt dann fort: „Man ist nun mit der Forderung hervorgetreten, daß die Reichsregte- rnng diesen gestutzten Etat noch einmal um einige hundert Millionen Mark beschneide.
Angesichts der sinkenden Steuererträge kann man verstehen, daß diese Forderung mit allem Ernst geprüft werden muß. Etat für Etat sollte noch einmal durchgerechnel werden, aber es sind hier gc wisse Grenzen, die respektiert werden müssen. Sonst geraten wir in eine Etaiverkrüppelung.
Eine Großmacht, die Außenpolitik treibt und eine Wirtschaftsmacht, die wieder ansteigen will, braucht ein Existenzminimum an Hilfsmitteln, Apparatur und Sachverständigen, das unentbehrlich ist. Sonst wird der Wettbewerb in der Weltpolitik, im Welthandel und in der Weltwissenschaft illusorisch. Im Etat spiegeln sich nicht nur wirkliche Ziffern, sondern darin äußert sich auch staatlicher Lebenswille, Autorität und Staatshoheit".
Nationalsozialisten
für Heichstagsauflösnng
Berlin, 3. Februar.
Die nationalsozialistische Reichstagsfraktion hat im Reichstag einen Antrag eingebracht, der den Reichs. Präsidenten ersucht, den Reichstag gemäß Artikel 25 der Reichsverfassung sofort aufzalösen.
Krankreich und der Osten
(Von unserem Korrespondenten.)
Dr. Pz. Paris, 3. Februar.
Als Pierre Laval seinen Freund Andre T a r - dien um dessen Mitarbeit bei der Regierungsbildung anging, antwortete ihm der „Löwe von Belfort" : „Glauben Sie nicht, daß ich Ihnen viel nützlicher fein kann, wenn ich außerhalb des Kabinetts bleibe?" Sozusagen als getreuer Eckhart, der die Angriffe von links abwehrt, denn die Rechte besitzt den rednerisch hochbegabten radikalen und sozialistischen Führern gegenüber nur sehr wenige Meister der Tribüne, von unzuverlässigen Außenseitern wie Marin, Mandel, Franklin-Bouillon abgesehen. Da soll Pierre Laval das entscheidende Argument vorgebracht haben: „Und wen stelle ich innerhalb des Kabinetts gegen Briand?"
Wenige Tage vor dieser Unterredung hatte Tar- dieu für die Wochenschrift „L'Illustration" einen Artikel geschrieben, der die Bilanz einer zehnjährigen französischen Außenpolitik ziehen will. Die Darstellung soll sachlich erscheinen, ist jedoch in ihrem Geiste nichts als eine völlige Verurteilung des Bri- andschen Lebenswerkes, so wie es in Frankreich und auch sonst fast allgemein aufgefaßt wird. Unternimmt man nämlich wie Tardieu den Versuch, zwischen 1919, 1921, 1923, 1926 und 1931 eine ununterbrochen fortgesetzte politische Linie herzustellen, so bleibt nur mehr der eine zwingende Schluß: die ganze Briandsche Politik der Verständigung, Annäherung und europäischer Organisation unter Ausschaltung aller Siegerziele ist nichts als ein ungeheurer Betrug und eine Heuchelei, wie sie in solchen Ausmaßen die Geschichte nicht kennt. Diesen Bärendienst hat Tardieu dem Herrn vom Quai d'Orsay außerhalb des Kabinetts geleistet; wie er seinen „guten Freund Bri- anb“ als Ministerpräsident unterstützen will, das zeigte jene berüchtigte Kammerrede im Monat November 1930 über den Völkerbundsartikcl 19, dessen Inkrafttreten gleichbedeutend fei mit kriegerischer Verwicklung!
Lassen wir nun Tardieu, um das Problem von einer andern Seite her anzupacken. Es wurde schon mehrfach auf den Feldzug des „Republique"-Redak- teurs Kayser hingewiesen, der in dem radikalen Blatte eine aufsehenerregende Artikelsolge über seine Eindrücke im Osten veröffentlichte, dazu in den Pariser „Societes Savantes" Vorträge hielt und gegenwärtig Süddeutschland bereist. Zu gleicher Zeit erschien in der Wochenschrift „Rotte Temps" ein „Manifest für den Frieden und die deutsch-französische Verständigung", das von 186 französischen Intellektuellen aller Richtungen unterzeichnet ist und die Forderung erhebt, Frankreich müsse „offen mit der Machtpolitik brechen und vor aller Welt erklären, das neue Europa und dessen Stützpfeiler, die deutsch - französische Verständigung, könne nur aus frei abgeschlossenen Verträgen geboren werden". In derselben Richtung arbeiten, wenn wir nur von den bürgerlichen Kreisen reden wollen, die von Robert Lange geführte radikale Richtung, und die christlich-demokratjjche j^artei, der
es wiederum gelungen ist, ihren parlamentarischen Führer Champetier de Ribes in das Kabinett Laval zu bringen.
Zusamm e nf aff end läßt sich iiber die ganze Ange- legenhett nach der heutigen Lage der Dinge sagen: Es gabt jetzt schon eine große Zahl politisch denkender Franzosen, die von der gänzlichen Unvereinbarkeit der Siegerverträge mit jeder wirklichen Frie- denspolitik überzeugt sind; verschieden sind mir die Ansichten übet die Möglichkeit einer Revision. Die einen sagen: Praktisch hat Tardieu recht, denn sobald man an einen Grenzpfahl rühr«, wird das Chaos, der Krieg die Folge fein. Lassen wir also die Grenzen, wie sie sind, reden wir nicht mehr davon und bemühen wir uns, sie durch Verständigung und wirtschaftliche Organisation zu -de- valorisieren". So etwa meint heute der Mann auf der Straße, dessen Sprachrohr ein Blatt wie die -Oeuvre" ist. Andere behaupten: „Pan-Europa" allein kann Helsen. Richten wir alle untre Bemühungen auf Paueuropa! Ist es einmal zustande gekommen, so läßt sich weiter sehen. Der Geist der Völker ist dann ein andrer geworden, uüd was heule zur Katastrophe führen müßte, läßt sich vielleicht schon nach wenigen Jahren auf sreundschasliche Weise ordnen". In diesem Lager befinden sich die begeistertsten Anhänger B r i a n d s, von denen allerdings die meisten behaupten, zwischen ihm und Tardieu herrsche vollkommene Sinnesgemeinschast; Laval selber kann dieser Richtung zugerechnet werden.
Eine dritte Gruppe endlich kämpft offen für Revision der' Verträge als Grundlage und Vorbedin- gang jeder Verständigung, jeder wahren Friedenspolitik, jeder europäischer Neuordnung. Zu ihr zählen die -Iungtürken" unter den Radikalen, Daladier feto et Cot, Kayser, doch natürlich weder Herriot noch Caillaur; dagegen erhalten sie von den christlichen Demokraten her Zuwachs, die ihre Ansprüche auch im Kabinett vertreten. Die Entwicklung in dieser Richtung ist unstreitig durch die Ereignisse in Gens beschleunigt worden; angesichts des taktischen Zusammengehens von Rom und Moskau wird die wirtschaftliche und politische Organisation von Europa unmöglich angesehen, es sei denn, Deutschlands nattonale Forderungen werden zum Dell wenigstens erfüllt, so daß ein Versagen dieses wichtigen Gliedes nicht mehr zu befürchten wäre. Briands Aeußerung kurz nach dem Schluß der Genfer Ratssitzung über die gemeinsame, von Osten her drohende Gefahr ist nicht anders zu verstehen; es ist längst ein csf.-nes Geheimnis, daß der Q u a i d' O r s a y sich in dieser Hintsicht mit großen Plänen trägt, deren treibende Kraft weniger Briand selber, als Philippe Berthelot ist. Gerade in den Blättern, die dem eiiislußreichen Tirek or nahe stehen, kann man hie und da als Ausdruck schlechter Laune, aber doch mit offenkundigem Vorbedacht hingesetzt, die Bemerkung lesen, „fein Poilu würde seine Haut um des polnischen Korridors willen zerfetzen lassen".
Am Tage nach der Kaasrede in Trier schrieb der ausgezeicAtei unterrichtete Bainville in der „Liberte",