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Montaq, 2. Februar 1931 /1. Beilage

Itv 27 / Gnundzwanzigster Jahrgang

Kasseler Treueste Nachrichten

Der Kasseler Bodhisattva

Pfarrer Kuhl- Barmen das Wort.

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Seit kurzer Zeit befindet sich im Hessischen Lan­desmuseum als Leihgabe der Herren Dr. Gotthilf und Rechtsanwalt Levison ein etwa 50 Zentimeter hoher Kopf eines Bodhisattva aus der Zeit der Ming- dvnastie (13681644) oder möglicherweise aus noch früherer Zeit. Es handelt sich um einen durchgear- bciteten Eisenguß mit Rostpatina und Spuren von verschiedenfarbiger Bemalung. Infolge ihrer guten Erhaltung und hohen Qualität bedeutet die Plastik eine wertvolle Bereicherung der ostasiatischen Samm­lungen des Museums.

Ebensohäufig wie Buddha selbst sind in der Kunst Qstasiens auch Bodhisattvas dargestellt worden. b._ h. zur Buddhaschafi bestimmte Wesen. Der historische Buddha, jenes zur Erlösung gelangte höchste Wesen, der Erweckte, lebte der Sage nach vor seiner irdischen Verkörperung ebenso als Bodhisattva, als Geistwesen unter den Gottheiten des Tustta Himmel. Ein dem unseren sehr ähnlicher nicht ganz so guter Kopf aus Wohl etwas späterer Zeit befindet sich im Münchener Museum für Völkerkunde. Wahrscheinlich'handelt cs

Sonntag vormittag begann die Arbeitstagunzz mit einem Vortrag von Bundesgauwart Jourdan-Kassel, der in eingehender Weise die Frage

Wo steht der Feind?"

erörterte. Anschließend versammelten sich die Teilneh­mer am Schulungstresfen mit den Mitgliedern der Kasseler Iungmännervereine in der Garnisonkirche zu einem feierlichen Festgottesdicnst, bei dem auch die vereinigten Posaunenchöre von Kassel mitwirkten. In seiner Festpredigt kennzeichnete Bundeswart Pastor I u h l - Barmen das Leben der Jugend, die sich, ge­treu der Iahreslosung des evangelischen Jungmän- nerwerksJugend, die es mit Gott wagt", befleißigt, aus den Tiefen der Religion Kraft und Stärke, Glau­ben und Zuversicht. Liebe und Treue zu schöpfen.

Im Anschluß an den Festgottesdienst veranstalteten

regungen für das weitere Vereinsleben gegeben wurden.

Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl des bis­herigen Vorstandes. Das nächste Kreisverbands­fest findet Ende Mai in Waldeck, das nächste Bezirks- Turnfest im August in Treysa statt.

Der Redner forderte den Mut zur restlosen Wahr­heit im Hinblick auf unser Volksleben. Mit dem Jugendwerk ständen wir vor einer Volksfrage. Nie­mand wisse, was geschehen müsse, der Jugend den richtigen Weg zu zeigen. Denn ein Durcheinander wie in der Jetztzeit habe es noch nie gegeben. Darum gehe durch unsere Zeit eine Rat- und Hilfloirgkeit sondergleichen.

Das wichtigste Problem sei das Arbeits­losenproblem Alle Gegenmaßnahmen seien nur ein Tropfen auf einen heißen Stein gewesen. Die deutsche Jugend sei auseinandergerissen und unter­liege der Macht der Sitten- und Zuchtlosigkeit. Trau­rig sehe es in vielen Familienleben aus. Aber d:e Rot sei für den, der Gott kenne, eine Gnade. Wir müßten zum Erkennen und Bekennen kommen und damit zu dem Lichtpunkt, der aus der Not heraus­führe. Wer an Gott glaube, dem werde das Bewußt­sein der Sicherheit geschenkt, der Jugend ein richtiger Führer zu sein.

Nach diesen mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen gab Bundesgauwart Jourdan- Kassel den Geschäftsbericht. 12 Vereine sino tm ver­flossenen Jahre dem Kurhessischen Landesverband bet- getreten, der insgesamt 63 Mitgliedsvereine zahlt Besonders wichtig sei für die Vereine, sich Eingang in de Kirchenkörperschasten zu verschaffen.

Rach weiteren allgemeinen Ausführungen fand noch eine längere Diskussion statt, bei der reiche An-

«RerfWrnnfläfdmti für Rcilcn.de. Wie wir vomLlond- Rcisebüro", Äug. Pechmann, Staffel, Kölmickeitr. 16, Horen, geniesten ab 1. Februar alle Inhaber von Fahrausweisen, die von dem Llovd-Reisebüro bezogen werden, auf den Bahn- und Lchiffsftrecken in Europa °usfckliestlich des heutigen Ruhland gegen BetriebsnmallcrböhienVcr- ficherungsfchutz. Die Versicherung erto flt .oblmatornch mtt der Lösung der Fahrkarten und Fahrscheinhefte zu bahn­amtlich festgesetzten Preisen bei Reisebeginn und wird kostenlos gewühlt.

die vereinigten Posaunenchöre aus dem Königsplatz eine prächtige Kundgebung.

Am Nachmittag sand die Arbeitstagung mit der Besprechung brennender Gegenwartsfragen ihre Fort- setzung. Bundesgauwart Solberg-Salzuflen sprach überDie Arbeit an Erwerbslosen undDie Jungvolkarbeit". An die Borträge schloß sich ein reger Gedankenaustausch.

Dem Kasseler Schulungstreffen schließt sich em Lehrgang für männliche Jugendführuna vom vrs 6. Februar in Trevsa Hephata an: für den 7. und 8. Februar ist ein Schulungstreffen in Corbach vor­gesehen.

sich um einen ziemlich eingebürgerten Typ, über des­sen Häufigkeit sich jedoch schwer etwas Sicheres sagen läßt. Der Münchener Guß zeigt eine mehr ovale spitzere Gesichtsform und ist in der Kinn- und Wan­genpartie weniger durchmodelliert. Beiden Exempla­ren fehlt das Diadem, mit dem angezeigt ist, baß es sich um keinen Buddha, sondern einen Bodhisattva handelt. Die Durchlochung über dem Haaransatz dien­te zur Befestigung dieses Diadems. Wie dieses aller Wahrscheinlichkeit nach geformt war, zeigt ein großer Marmorkopf, der sich ebenfalls in München befindet. Der Ausdruck des jugendlichen Gesichts atmet ganz die wirklichkeitsferne Hoheit asiatischer Götterbilder und zugleich liegt doch besonders in der Weichheit der Malerialbehandlung etwas von dem milden Verstehen buddhistischer Barmherzigkeit. Das sichtbarste Zeichen seiner Buddhaschaft sind die herabgezogenen Ohren, das Svmbol des Allerhörenden. Es ist jene vollkom­mene Ruhe der Versenkung, das Verharren in Me­ditation. das in den ausgeglichenen Proportionen des Gesichts und in der Umrißlinie des Kopses zum Aus­druck kommt. v. L.

Wettervoraussage bis Dienstag abend:

Wolkig, zeitweise auch etwas aufklärend, höchstens vereinzelt leichte Schneefälle, Temperatur um Null, stellenweise leichter Nachtfrost, schwache Winde aus Oft und Süd.

Hohes Gras: Schneehöhe 30 31m., unverändert Tem­peratur 4 Grad, Pulverschnee, Skibahn sehr gut. Herr­liche Wintertandschast,

EinHaus Vaterland" in Miniatur?

Neue plane inOberbayern"

Wohin gehen wir am Dienstag?

Staatstbeatcr:Der Troubadour". 10.30 Uhr.

Kleines Theater:Sektion Rabnftcttcn , 20 Uhr.

Capiiol-Licktfpiele: ..3 Tage Mittelarreft".

Ufa-Theatcr:Einbrecher". ,

Metrovol-Tbeatcr:Tom Mix".Der grobe Diamantcn-

Ticbstahl". _ _____

Heffenland-Pcrle: Kabarett / Tanz. 16 und 20 Uhr.

Heute, Montag?

Bierhaus Meister: Unterhaltungs-Abend, 20.30 Uhr.

Uttrgcrjälc:Die Seeschlacht bei Coronel und den Falk­landinseln".

Stadtdalle sgroher Saals: Chor-Konzert (Safleler Lieder- kranz). 20 Uhr.

Stadtpark (kleiner Saall: Bortrag mit LichtbildernHei­lende Strahlen". 30.30 Uhr.

pm. Am Vergangenen Sonnabend und Sonntag fand ein Schulungstresfen des Westdeutschen Jung- männerbundes statt, das mit einer Vertretertagung des Kurhessischen Landesverbandes seinen Anfang nahm. Mit Spannung und Freude ergriff Bundes-

Vorwärts mit Gott!

Schulungstreffen des Westdeutschen Zungmännerbundes

Husten

gibt es nicht mehr.

Nehmen Sie den reinen, frischen Pre6saft unseres Hutlattichs aus dem groben Laboratorium der Natur, rasch, sicher wirkend. Kann selbst den kleinsten Kindern unbe­denklich gegeben werden.

Jungbrunnen,

2 Opemstrafie 2

Posannen-GotteSdfenst. Der Posaunenchor des Manner. und JünglingsvereinsSt. Martin" veranstaltete tn der alten lutherischen Kirche am Graben einen Posaunen-Got- tesdienst. Unter dem Motto:Hili du uns durch die Setten und mache feit das Her," wurde ein Gang durch das Kir­chenjahr durchgesührt. Der musikalische Teil war zum gro­ben TeU mit Vortragsstücken von Bach und Handel aus- gesiillt. Besonders gut gefiel der Jerickomarsch aus dem Josua" von Händel. Pfarrer Zeidler, der auch, die Liturgie sprach, hielt eine packende Ansprache, über das Johannes- wort:Wir möchten Jesus gerne leien . Ter Redner zeigte klar, wie dieses Wort die Weltgeschichte bis zum heu­tigen Tage bewegt habe. Er fckloh feine Ausführungen nist dem Appell, mit Jesus zu ziehen und ihm nackzutorgen. Rack dem Gesang des Liedes:Nun danket alle Gotl mit Po- fannenbegleitung ichlob die eindrucksvolle Feier,, die sehr gut besucht war. mit dem Posaunennachiviel: Gloria fei dir gesungen!

Gemeindeabend des Bezirks 8nt6etfa6e II. am 25. San. hielt der Bezirk Lutherkirche II einen Gemeindeabeud ab. Der Saal war derartig überfüllt, datz leider viele wieder uentehren mutzten. Pfarrer Velburger begrünte vor allen» die neuen Gemeindemitglieder, die bisher zur Martinsklrme gehörten. Chöre des Mädchenbundes wechselten ab mit einer Kammerfonate für Klavier. Violine. Cello und Flöte und einem Trio für Klavier, Violine und Flöte, welch letz­tere Herr Pfarrer Teichmüller aus Niedermöllrich spielte. Psr. Dellbinger Sielt einen Vortrag überDie dritte Kon- session". Er setzte sich darin mit den Kreidenkern aueetnan- 6er, die in ihren Organisationen etwa -00 000 Mitglieder in Deutschland zählen und sprach über Wesen und Wollen des Kreidenkertums und seinen Kampf gegen Christus und die Kirche auch zeigte er den Weg zur Ucberrotnbuna des Freidenkertunis mit den Walken des Glaubens und der Liebe. Nach »er Kaffeepaufe führte der Madchcnbund unter der Leitung von Frl. Kopp einSpiel vom Kreuz aut. dem alle sichtlich ergriffen laufchten.

Tierschutz!

Der Tierfchutzbilnd Kaffe! e. B. wurde mit dem Hess. Tierschutzverein 1868 ver­einigt zu

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allgemeinen Kriegsschauplatz gegen dte grauen Sorge» des Alltags wird von den Freunden eines gute« Tropfens sicher lebhaft begrüßt werden Wettere Räume werden zu diesem Zweck hergerichtet. Auch 6er breite Durchgang zu dem ehemaligen Konzertgarten heute als Garagen dem Verkehr nutzbar gemacht wird verschwinden. Neue Notausgänge sollen den Er­fordernissen erhöhter Sicherheit gerecht werden Und sonst? Es wird sich ja wohl aus dem Haus in der Bahnhofstraße so langsam ein kleines .Haus Vater­land" entwickeln. Wer weiß...?! Der Oberbayern­wirt von Kassel wird im kommenden Frühjahr einen

3ilialbetne6" in Berlin

eröffnen. 'Im festen Han«, dessen Bestehen der Magi­strat von Berlin für 15 Jahre gesichert hat, soll im Verein mit zwei weiteren Münchener UnternelMern dasMünchener Oktoberfest" nach Berlin verpflanzt werden. Zweimal sechs Wochen im Jahre im Mai und im August wird also ein Kasseler Wirt den Berlinern zeigen, wie man gemütlich sein Bier trinkt auf bayrische Art. Und da rede uns noch einer von finsterer Provinz", wo wir doch... Neue Perspek­tiven für die Kasseler Fremdenverkehrswerbung öffnen sich-..

Was -er Schupo notiert

Ein Hartnäckiger. In der Nacht zum 2. Februar verübten eein hiesiger Arbeiter und dessen Ehefrau vor dem Eingang zur Hessenkampfbahn ruhestörenden Lärm. Als eine Polizeistreife erschien, wurden die Beamten beschimpft. Während der FeMellung der Personalien griffen beide Personen die Beamten tjit- li chan. Nach der Feststellung der Personalien setzte der Arbeiter seine Drohungen fort.

Früh krümmt sich . . . Am 31. Januar wurden zwei Schüler in einem Kaufhause in der Oberen König­straße dabei angetroffen, als sie einige Sachen entwen­deten. Diese konnten dem Inhaber wieder ausgehän- dist werden.

Diebe im Bäckerladen. Am 31. Januar, nachts, wurde in einem Bäckerladen in der Kölnischen Straße eingebrochen. Die Täter gelangten vom Hofe aus tn die hinteren Räume und entwendeten zirka 100 Tafeln Schokolade und mehrere Brote. Außerdem wurde eine im Nebenraum befindliche Kassette aufgebrochen. Die Täter sind nicht bekannt.

Verjagt. In der Nacht mm 1. Februar wurde die Schaufensterscheibe eines Schneidergeschäfter in der Wolfsschlucht eingeschlagen. Beamte der Wach- und Schließgesellschast kamen hinzu, worauf die Väter, ohne etwas zu entwenden, die Flucht ergriffen.

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Gemeinnützige Sanatorien

Den Zeitverhältnissen entsprechend, wurde kürzlich, wie wir schon mitteilten mit dem Sitz in Frankfurt am Main eine Gesellschaft unter dem TitelK l i s o lGemeinnützige Gesellschaft klinisch geleiteter Sana­torien Deutschlands m. b. H.) gegründet. Die Grün­dung erfolgte durch Sanatorien-Direktor Böcking. Dieser hat auch gleichzeitig die Generaldirektion der Klisa übernommen. Die Aufgaben der Klisa sind: a) die Unterhaltung klinisch betriebener Sanatorien auf gemeinnütziger Grundlage b) die klinische Arbeit der Sanatorien auf möglichst hohem ärztlichen Niveau zu erhalten, c) solche Sanatorien, welche für die Ge­sundung Kranker, für das Ansehen der Sanatorien tn Deutschland und für bestimmte Badeorte bedeutsam geworden find, zu erhalten, d) die Vorzüge einer spezial klinischen Behandlung und sachgemäßer Trink- und Badekuren auch solchen Patienten jeglicher Kon­fession zu ermöglichen, die unter den heutigen wirt­schaftlichen Verhältnissen dazu nicht mehr tn der Lage sind. Der Klisa gehören zur Zeit folgende Sanatorien an'Sanatorium Ällee-Kurhaus. Baden-Baden. Sana­torium v. Dapper-Saalfels, Bad Kissingen, Dr.E o ß- manns Sanatorium. Kassel - Wilhelms- Höhe, Dr. Gersons Diät-Sanatorium, Kassel - Wilhelmshöhe, Kurhaus Dr. Rohrbach, Kassel - Wilhelmshöhe, C. von Roorden-Klinik, Frankfurt a. M. Tie ärztliche Lei­tung bleibt in den gleichen Händen wie bisher.

Neues aus Kassel

Kassel, 2. Februar.

Film der Anfälle

Eine schwere Benzinexplofion ereignete sich am Sonnabend mittag in der Waschküche des Hauses Wil- helmshöher Allee 81. Dort hatte die Waschfrau ein Kleid mit Benzin gereinigt und auf eine Kiste neben dem Ofen zum Trocknen ausgebreitet. Im gleichen Augenblick fingen die Benzindämpfe Feuer und explo­dierten mit solcher Gewalt, daß die Fenster­scheiben herausgeschmettert wurden. Aber auch die Waschfrau stand in hellen Flammen. Es ge­lang zwar, die Flammen sofort zu ersticken, doch hatte die Frau erhebliche Brandwunden im Gesicht und am Unterarm erlitten.

einem Radfahrer angefahren wurde in der Schonfelder Straße eine 79jährige Frau aus der Wil- helmshöher Allee. Sie erlitt erhebliche Gesichts- und Handverletzungen und wurde durch die Arbeitersama­riterkolonne in ihre Wohnung transportiert. Das­selbe geschah mit einem 53jährigen Arbeiter aus der Fiedlerstraße, der am Pferdemarkt ebenfalls durch einen Radfahrer angefahren wurde und durch den Sturz sich einen Bruch des rechten Fußgelenkes zuge­zogen hatte.

Sportunfalle. Auf den .Maldauer Wiesen" brach ein junger Fußballspieler aus der llnterneustadt den Unterschenkel und wurde durch die Unfallwache Holz- markt dem Marienkrankenhaus zugefiihrt. Ebenfalls einen Beinbruch zog sich ein junger Mann beim Fuß­ballspiel auf dem Sportplatz Niederzwehren zu. Er wurde durch seine Sportgenossen in seine Wohnung befördert.

Von der Straßenbahn angefahren. Am Lutherplatz wurde gestern abend ein ZOjähriger Arbeiter aus der Hohenzollernstraße durch eigene Schuld von einer Straßenbahn angefahren und mußte, da er sich außer Kopfverletzungen auch eine Gehirnerschütterung zuge- zogen hatte, von der Sanitätshauptwache in das Marienkrankenhaus geschafft werden.

Zwei Schornsteinbrände. Am 1. Februar entstand durch den nicht in Ordnung befindlichen Küchenherd in der Wohnung einer Witwe in der Hohenzollern­straße ein Schornsteinbrand. Die Feuerwehr löschte das Feuer in kurzer Zeit, bevor ein größerer Schaden entstehen konnte. Am selben Tage entstand in der Wohnung eines Pächters in der Häußerstraße durch Ueberheizung des Küchenherdes ebenfalls ein Schorn­steinbrand. Das Feuer wurde durch die Feu«wehr in kurzer Zeit gelöscht.

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Mit dem Beginn des Fasching-Monds haben neue Künstler ihren Einzug in die Hochburg des Frohsinns und der Gemütlichkeit insOberbayern" gehalten. Die Oberlandler-Kapelle Marti Jäger weig. was sie dem Prinzen Karneval schuldig ist. Sie konzertiert mit Laune, Humor und Ausdauer und die Stim­mung ist denn auch bald allgemeinlusti und ge- müatli". Lebhaften Beifall findet das Tirol er Quartett mit seinen volkstümlichen Ge,äng In. Fritz Klaeffer-Pickardt.ein Ensemble von beachtlichem Format, bringt Lustiges aus derguten alten Zeit", vom preußischen Soldaten. Ist das wirk­lich schon so lange her? ....schön war's doch!", sagen sie nach ihrer tollen Instruktionsstunde. Und dann, wenn ,hie Liese, das Rennpferd...", doch das muß man selbst miterleben! Kein Wunder, daß das Haus vom Lachen widerhallt. *

Georg Reiß, der ebenso liebenswürdige wie unter­nehmungslustige Herr des Hauses, hat neue Pläne. In Kürze soll Oberbayern" eine wesentliche Vergröße­rung erfahren, die auch begrüßenswerte Verbesserungen mit sich bringen wird. Eine .Tiroler Weinstube", ab­seits vom Lärm der Großstadt vielmehr von dem

Um zielklare Lebensgestaltun g

grehenten für Abiturienten.

Lebensgestaltung liegt als Aufgabe jeder jungen Gene, ration ob. Zweifellos wird ne der heutigen Generation durch die Zeitumstände nickt immer erleichtert. Dap Sinter den oft allzu zudringlichen Wegweilern vielfach Eigennutz steckt, kann gesunde Jugend spuren Es ist nickt verwun­derlich, wenn ne dann initinktiv ablehnt. Auch dafür hat ne wohl eine feine Witterung, öak ott »am sicher zur ^chau getragene Meinung, die Gefolgschaft heischt, auf tönernen ""Ccktcr^Dienst wird der jungen Generation nur dort er­wiesen, wo Manner gereifter Ueberzcugung sich kamua-- schaftlich mit ihr zusammen finden, um auf Grund ciaenen Kämpfens weiter zu helfen zu gelunder Lebensgestaltung.

Es ist zu begrünen, dan nck m Kassel einige führende Männer, die auf bemüht evangelifchem Boden. Neben, zu­sammen gefunden haben, um Sreizeiten mr Avt t u r i e n t e n zu veranstalten. Die Abiturientenfreizeit soll von 19.23. Mär, in Los ha Uten stattfinden. Dort sollen in ungezwungenem Zusammenleben und gemelnfamen Austausch Kragen des modernen Menschen erörtert werden. Kür die weltanschaulichen Referate und Aussprachen haben sich u. a. Stadtrat Dr. med. Rohrbach. Dr. ins. «»wenk- Hagen, Liz. Schäfer zur Verfügung gestellt. Der schwer- punkt soll aber nickt einfeitig in Referaten liegen, londern in regem Gedankentaustau,ck. Dan die Tagung lebens­nahen und jugendnahen Charakter haben wird, scheint durch eine erfreulich starke aktive Mitarbeitvon @ In­denten gewährleistet. Diese Studenten wollen an den Abenden in ihr Leben und Treiben und allerlei Hochickul- fragen einfübren. Das Zusammenleben bekoumit durch Sport, Spiel und Gesang einen frischen Ton. Die vorbe- reitende Arbeit liegt in den Händen von P. Haus Getz. Kaffel-W Koblenstrabe 346.

für ihr

Kind

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