Hummer 27*
Montag, 2. Februar 1931
21. Jahrgang
Hessische Abendzeitung
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Kasseler Neueste NachMen
Kasseler Abendzeitung
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Scharfe Zuspitzung der politischen Lage
Parlamentarisch« Erledigung des Etats und de« Oflhüfegaßhe« aussichtslos? / Wieder schwere politische Zusammenstöße / Gandhi noch unnachgiebig
Oie Regierungsbasis wird schmäler
(Von unserer Berliner Schriftleitung.)
th. Berlin, 2. Februar.
Der Wiederbeginn der Vollsitzungen h e K Reichstages, die am Dienstaq nachmittag ihren Anfang nehmen, erfolgt diesmal unter den Anzeichen schwerster Gegensätze und Spannungen. Die Aufgabe des Parlaments ist es, den Haushaltsplan bis Ende März ordnungsgemäß zu verabschieden, aber man kann schon jetzt mit immer wechselnder Wahrscheinlichkeit Voraussagen, daß diese Aufgabe nicht erfüllt werden wird, ». daß sowohl kür den Etat als voraussichtlich auch für das Osthilfegesetz abermals der Artikel 48 angewendet werden must.
Der Reichskanzler beabsichtigt, im Plenum des Reichstages eine Rede zu halten, in der er den Reichstag aufsordern wird, eine parlamentarische Arbeit zu ermöglichen und die Regierung nicht dazu zu zwingen, außerhalb des Parlaments die Entscheidung zu suchen. Voraussichtlich wird dieser Appell vergebens sein, denn die bisherigen Sondierungen des Kanzlers mit den Fraktionen haben ergeben, daß
an der bisher schon sehr schmale» Parteibasis, auf die die Regierung rechnen konnte, noch weitere Absplitterungen
«rfolgt sind. Bisher war es immerhin noch möglich, aus der hinter der Regierung stehenden Gruppe der Mittelparteien und der Sozialdemokraten von Fall zu Fall eine Mehrheit zu bilden, jetzt scheint diese Möglichkeit nicht mehr vorhanden zu sein. Von der Regicrungsgruppe wird das Landvolk absplittern und zwar im Zusammenhang mit der starken Unzufriedenheit des Landbundes. Die DeutscheVolks- partei Hai ihre Zustimmung zum Etat von der Erfüllung des Antrages auf Streichung der 300 Millionen abhängig gemacht. Ihr Führer, der Abgeordnete Dingeldeh, wird heute bereits neue neue Unterredung mit dem Kanzler haben, aber es besteht kaum Aussicht, daß die Regierung auf diesen Antrag eingeht. Die Sozialdemokraten schließlich sind durch die Verknüpfung des Osthilfegesetzes mit dem Etat verstimmt und kündigen schon heute deutlich an. daß sie nicht für den Haushaltsplan stimmen werden, wenn das Osthilfegesetz in der jetzt beabsichtigten Form verabschiedet wird. Wenn man also alle diese Parteien von der bisherigen Regierungsgruppe abrechnet,
so bleiben neben dem Zentrum nur ein Rest im Reichstag übrig,
mit dem der Kanzler parlamentarisch überhaupt nichts anfangen kann. Trotzdem wird er den Versuch der. parlamentarischen Erledigung des Etats bis zum Ende durchexerzieren, aber am Ende dieses Experiments wird zweifellos wieder die Anwendung des Artikels 48 stehen.
Kampfansage des Reichslindbundes
Die Zeugnisse dafür, daß die Verschärfung der Lage immer weitere Fortschritte macht, sind erst gestern wiederi (n bedenklichem Maste vermehrt worden. Es liegt jetzt eine Entschließung des Vorstandes des Reichslandbundes vor, die eine scharfe Kampfansage gegen die gesamte Reichsregierunq einschließlich des Ernährungsministers Schiele darftcllt, und in der der Regierung der Borwurf. gemacht wird, daß sie im Grunde genommen überhaupt nichts für die Landwirtschaft getan habe. Deshalb wird der Rücktrittdes Kabinetts gefordert. Man kann ohne weiteres annehmen, daß die Landvolk-Fraktion im Reichstag stark unter der Entschließung des Landbundes stehen wird.
Buch die Linke verstimmt!
Die Sozialdemokraten wiederum haben in einer offiziösen Pressenotiz anqekündtgt, daß sie im Einverständnis mit der preußischen Regierung den Etat der Reichsregierung nicht an nehmen würden. wenn der Plan der Osthilse in der jetzigen Gestalt, nämlich unter Einführung einer An Selbstverwaltung der Landwirtschaft, vom Kabinett verabschiedet werden sollte. Die Sozialdemokraten vermuten hinter der geplanten Zusammenarbeit des Reichsverbandes der Industrie mit der Landwirtschaft eine Art Sondergeschäft, gegen welches sie sehr mißtrauisch sind. Außerdem will die preußische Regierung sich durch die landwirtschaftliche Selbstverwaltung nicht ausschalten lassen.
Damit wird auch die Gefolgschaft der Sozialdemo- ftaten für das Kabinett Brüning äußetst zweifelhrst. Zwar bat der Reichstagsvräsid ent Lobe gestern in einer Rede in Bochum noch einmal ausdrücklich erklärt, die Sozialdemokratie ziehe eine Regierung Brüning einer Rechtsregierung vor und vielleicht wurden die sozialdemokratischen Wähler bald vor der Entscheidung stehen, die Republik zu vertei
digen. Trotz diesem Bekenntnis des Reichstagspräsidenten zum Kabinett Brüning
hält man es doch für sehr zweifelhaft, daß die sozialdemokratische Fraktion im Reichstag dem Kanzler wirAich in kritischen Momenten noch Gefolgschaft leiste» wird.
Der „Vorwärts" spricht seine Meinung und seine Kritik am Kabinett Brüning in den Worten aus, daß es jetzt um mehr als um die Herbeiführung einer parlamentarischen Mehrheit für den Etat gehe. Es handele sich vielmehr darum, daß mit diesem Etat überhaupt eine wirkliche Festigkeit in die Staatswirt- fchaft komme, denn andernfalls würde d e Kreditfähigkeit Deutschlands abermals geschwächt werden
Die Kritik der Rechten am Kabinett Brüning wiederum geht von dem Gedankengang aus, daß das jetzige Kabinett alle seine Handlungen und Entschließungen viel zu sehr von Der Ueberlegung abhängig macht, ob es damit den Wünschen der Sozialdemokratie gerecht wird.
Ltnfinnige Gerücht
Zwischen desen Anschauungen, die so stark im Widerspruch miteinander stehen, ist eine Mittellinie oder gar eine Verständigung durch de» Reichstag
Berlin, 2. Februar.
In der Nacht znm Sonntag kam es in Charlotten- burg zu schweren Zusammenstößen zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten, in deren Verlauf sechs Schüsse abgeseuert wurden. Der 24 Jahre alte Arbeiter Otto Grüneberg wurde durch einen Schuß getötet. Schwere Verletzungen erlitten der 25 Jahre alte Arbeiter Erich Riemenschneider durch zwei Messerstiche im Rücken und der 23 Jahre alte Arbeiter F r i tz L i e r e. Der Tote und die zwei Verletzten gehören zur Kommunistischen Partei. Als das Ueberfallkommando erschien, war der größte Teil der an dem Tumult Beteiligte» bereits geflohen, sodaß nur noch vier Personen feftgenommen werde» konnten
Sonntag früh um 7,30 Uhr war eine Kolonne von Nationalsozialisten damit beschäftigt, die Zeitung „Der Angriff" unter den Passanten in der Gegend des Stettiner Bahnhofes zu vertreiben. Dabei trafen sie auf Kommunisten, die sofort gegen die Zeitungsverkäufer tätlich vorgingen. Der 21jährige Schleifer Reinhold Ahr wurde durch Messerstiche schwer verletzt, sodaß er nach dem Krankenhaus gebracht werden mußte. Ei» anderer Zei^nnasverkäufer wurde leicht verletzt. Als das UebersaÄkommando erschien, waren die Angreifer bereits geflüchtet.
1. alle politischen Gefangenen werden amnestiert,
2. alle Sonderverfügungen gegen die Kongreßorganisationen werden aufgehoben.
3. die Ausstellung von Streikposten zur Verhinderung des Verkaufs von ausländischen Tuchen, Alkohol und Rauschmittelgiften wird gestattet, wen» sie einen friedlichen Charakter behält.
3. Während der Verhandlungen mit der Re gierun» wird ein Vorgehen gegen die Salzgesetze gestaltet.
a n d h i erklärte, daß alle Gerüche über Spal- tu. rten innerhalb des Aktionsausschusses nicht zutreffend wären. Solange kein Waffenstillstand mit der Regierung zuftandekomme. würden die Anordnungen für den Ungehorsamkeitsfeldzug nicht zurückgezogen und auch weiterhin mit aller Strenge durchgesührt werden.
Noch immer Ännchen in Brasilien
London, 2. Februar.
Di« Verhältnisse in Brasilien haben sich noch immer nicht konsolidiert. Der Timeskorrespondeut in
sicher nickt zu finden. Das wird aller Voraussicht nach zur Ausschaltung oes Pari am e n t s führen, aber der Gedanke, daß, wie gerüchtweise verlautet, infolgedessen e>n D i r e k t o r i» m eingesetzt werden könnte, ist energisch zurückgewiesen und widerlegt worden. Die Nationalsozialisten haben übrigens in dieser Angelegenheit sogar eine Anfrage im Preußischen Landtag eingebracht.
Wenn auch diese 'Gerüchte weit über das Z el hinausschießen, so ist die Lage doch ernst genug. Der Arbeitsplan der nächsten Tage steht vor, daß am heutigen Montag das Kabinett zusammentritt. um über das Osthilsegesetz zu beraten. Die Be- schlußfaffuna wird allerdings kaum vor Mitte der Woche erfolgen. Außerdem tritt heute der Auswärtige Ausschuß des Reichstags zusammen, der den Bericht des Außenm nisters über Gens entgegennehmen wird. Schon hier wird es voraussichtlich zu sehr lebhaften Auseinandersetzungen kommen, wenn die Nationalsozialisten ihren An- trag auf Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund begründen werden.
Am morgigen Dienstag treten dann die meisten Fraktionen und der Aeliestenrat des Reichstags zusammen, um de Plenarsitzung vorzubereiten, die am Dienstag nachmittag 3 Uhr beginnen soll. Auf ihrer Tagesordnung stehen zunächst nur kleinere G.'genstände. aber nach einer Pause von rusid zwei Monaten kann man, wie üblich, damit rechnen, daß es zunächst zu lebhaften Gesckäftssrduungsdebatten kommen «oirD, in denen sich die bestehenden politischen Gegensätze und Spannungen wieder deutlich bemerkbar machen werden.
In Nagold: 28 Verletzte.
Stuttgart, 2. Februar. Die Ortsgruppe der kommunistischen Partei hatte unter starkem Zuzug aus- ivärtiger Kommunisten im Saale des Gasthauses zur Traube in Nagold eine Versammlung abgehalten, der auch viele Angehörige der nationalsozialistischen Partei beiwohnten. Nachdem der nationalsozialistische Diskussionsredner gesprochen hatte, stimmten die Nationalsozialisten ein Kampflied an und wollten den Saal verlassen. Die Kommunisten sangen ebenfalls ein Kampflied. Da jede Partei die andere überstimmen wollte, entstand plötzlich eine Schlägerei, in Der nicht allein mit Stöcken und Stuhlbeinen gekämpft sondern auch geschossen wurde. Die National- sczialisten verließen den Saal mit starken Verlusten. Auf kommunistischer Seite wurden weniger verletzt.
Im ganzen gab es 28 Verletzte, darunter drei Schwerverletzte. Bo» den Rationalsozialisten mußte ein Teilnehmer mit zwei schweren Bauchschüssen und einem Oberschenkelschuß nach Tübingen transportiert werden, wo er hoffnungslos darniederliegt. Die Polizei fand in dem Saale sechs geladene Pistolen. Einige Personen wurden verhaftet.
Ein Marineoffizier, der von der provisorischen Regierung zum Kommissar dieses Staates ernannt und mit ausgedehnten Machtbefugnissen auf dem Gebiet der Verwaltung und Gesetzgebung ausgestattet worden war, ist durch einen Staatsstreich der Staatsmiliz abgesetzt worden. Die eifersüchtige Abneigung gegen die Bundesregierung, die in den nördlichen Staaten herrschte, wurde anscheinend dadurch auf die Spitze getrieben, daß der Norden glaubt, bei Zuweisung maßgebender Beamtenstellen vernachlässigt worden zn fein.
Der Korrespondent fügt hinzu: Die entscheidende Rolle bei der gegenwärtigen Lage wird wahrscheinlich General Juarez Tavora spiele», der im Norden besonderes Ansehen genießt. Tavora war bei dem Ausstand gegen die Regierung Washington Luis hervorragend beteiligt. Im neuen Kabinett hatte er das Verkehrsministerium übernommen, dieses aber bereits nach einem Tage wieder aufgegeben, um nach dem Norden zurückzukehren. Jetzt scheint die Regierung den General ersucht zu haben, die nördlichen Staaten zu beruhigen und sie zur Unterstützung feer Bundesregierung zu veranlassen.
Diplomatie
Von unserer Berliner Schrrftleitung.
Dr. Th. Eine der Illusionen, die in der Revolutionszeit eine große Rolle spielte, die aber besonders schnell verflogen ist, war die Forderung nach Abschaffung der EeHeimdiplomatie. Dieser Gedanke war vor allem darauf zurückzuführen, daß die im Kriege unterlegenen Nationen bei der Frage nach dem Ursprung ihres Unglücks häufig von der Auffassung ausgingen, daß das politische Ränkespiel, welches int Sommer 1914 zum Ausbruch des Weltkrieges führte, nicht möglich gewesen wäre, wenn nicht in der Vorkriegszeit dieses System der jeder parlamentarischen Kontrolle entzogenen Eeheimdiplomatie besonders in Blüte gestanden hätte. Nun hat man zwar durch die umfangreichen Akten-Veröffentlichun- gen vieles über die Tätigkeit der Herren Sassonow, Iswolski usw. erfahren, und über das weitverzweigte Netz der Fäden, aus denen sich die Einkreisungspolitik gegen Deutschland zusammensetzte, ist manches in die Oeffentlichkeit gedrungen, was tatsächlich zu einem sehr abschreckenden Urteil über die damaligen Methoden berechtigte. Ebenso sind manche diplomatischen Fehler, die in Berlin und Wien begangen wurden, nachträglich der öffentlichen Kritik, besonders in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen, unterworfen worden. Es hat sich dabei in vielen Fällen herausgestellt, daß das auf die Kabinettspolitik der absoluten Herrscher des 18. Jahrhunderts zurückg-hrnde diplomatische System in mancher Hinptyc verhängnisvolle Wirkungen gehabt hat. Trotzdem mußte man sich schon damals darüber klar sein, daß es auf d i e, Dauer nicht gelingen würde, das System zu beseitigen. Selbst wenn das Deutsche Reich nach der Staatsumwälzung die Absicht gehabt hätte, von sich aus mit den Methoden der sogenannten Eeheimdiplomatie völlig zu brechen, das heißt also, alle außenpolitischen Schritte in allen Einzelheiten von einer vorherigen parlamentarischen Genehmigung abhängig zu machen, würde man sich mit einem solchen Systemwcchsel lediglich in eine verhängnisvolle Isolierung begeben haben, denn die anderen Großmächte, die ja der deutschen Regierung auch auf dem Wege der Oeffnung ihrer Archive nur. zum kleinen Teil gefolgt sind, dachten ja gar nicht daran, irgendwelche Aende- rungen in ihren diplomatischen Methoden eintreten zu lassen. Der erzwungenen militärischen Entwaffnung Deutschlands würde man also nur eine freiwillige politische Entwaffnung zur Seite gestellt haben, und man würde dadurch die ohnehin schwierige internationale Lage Deutschlands nur noch schwieriger gestaltet haben.
Obwohl also die Aufgaben der deutschen Diplomatie nach dem Kriege im Hinblick auf ihren sachlichen Inhalt ein vollkommen anderes Gesicht gewonnen haben als in der Vorkriegszeit, in der Deutschland die Rolle eines der ersten Staaten im Konxrrt der Mächte spielte, mußte man bald genug einsehen, daß es vollkommen unmöglich gewesen wäre, in den Methoden der diplomatischen Arbeit eine Aen- berung eintreten zu lassen. So kommt es, daß auch heute noch um das Auswärtige Amt in Berlin der gleiche Schleier des Geheimnisses schwebt, mit dem sich die Wilhelmstraße schon in der Vorkriegszeit umgab, und der heute wie immer den Quai d'Orsay, das Foreign Office und alle anderen Außenministerien der Welt einhüllt. Genau so wie jeder Geschäftsmann Wert darauf legt bei der Vorbereitung größerer Unternehmungen nicht vorzeitig aus der Schule zu plaudern, ist es im vergrößerten Maßstabe bei zwischenstaatlichen Verhandlungen erst recht notwendig, das Geheimnis und die Vertraulichkeit oftmals über lange Zeiträume hinweg zu bewahren, um das künftige Ergebnis derartiger Verhandlungen nicht zu gefährden. Denn wenn unberufene oder gar gegnerische Kreise von derartigen Unternehmungen erfahren, so lange sie noch nicht abgeschlossen find, ist ihnen natürlich die Möglichkeit von Störungen jederzeit gegeben. Schon diese äußerst einfache Feststellung genügt, um die Abschaffung der Eeheimdiplomatie als das erscheinen zu lassen, was sie in Wirklichkeit ist und immer bleiben wird, eben als eine Illusion. Der überwiegend vertrauliche Charakter aller diplomatischen Schritte bringt es aber mit sich, daß die Träger dieser Vertraulichkeit, die Berufsdiplomaten, eine aus dem Kreise der übrigen Politiker herausgehobene besondere Stellung ein« nehmen. Es ist etwas ganz anderes, ob zwischen Fraktionen in irgendeinem Parlament über die Neubesetzung eines Ministerpostens Besprechungen schwo. beit, oder ob die Absicht eines Personalwechjels bei einer ausländischen Mission besteht. Bei allen Dingen, die nach dem Auslande hinüberspielen, ist man auf weit größere Vorsicht und zugleich auf weit größere Rücksicht angewiesen, denn es müssen dabei nicht nur die sachlichen Notwendigkeiten, sondern zugleich die bei anderen Völkern häufig ganz anders gearteten geistigen Voraussetzungen, Empfindlichkeiten und sonstigen sogenannten Imponderabilien in Rechnung gestellt werden.
Alle diese Momente treten in verstärkte« ZT«%C
Immer wieder politische Schlägereien
lEtgene Drahtmeldung.)
Indiens Friedensbedingungen
Eigener Drahtbericht.
London, 2. Februar.
Der nationale Ausschuß des indischen Ra ional- kongreffes hat am Sonntag beschlossen, die F r i e- densverHandlung en mit der englischen Regierung nur unter folgende» Bedingungen zu eröffnen:
Neuyork weiß zu melden, daß der Gegensatz gegen feie prcwisorische Regierung Brasiliens, der in einigen der nördlichen Staaten seit feem Sturz des Präsifeen- ten Dr. Washington Luis im Oktober vorigen Jahres latent ist, im Staate Piguhi tatsächlich zu einem offenen Aufstand geführt hat.