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7!ummer 5*
Mittwoch/ 7. Januar 1931
21. Jahrgang
Nachklänge zum Streik im Ruhrgebiet
Sistierung von 160 kommunistischen Demonstranten in Duisburg / Kritik an Dietrichs Reformvorschlägen / Auch Gandhis Sohn im Gefängnis
Streikende fristlos entlassen!
L Eigener Drahtbericht.
Dietrichs Reformpläne
(Von unserer Berliner Schriftleitung.)
Gelsenkirchen, 7. Januar.
Eine große Anzahl von Arbeitern, die sich an dem Streik beteiligten und mehr, als drei Schichten nicht befahren haben, werden fristlosen Hassen und nur dann wird in Einzelfällen davon abgesehen werden, wenn die Betroffene» nachweisen können, daß sie infolge eines .zwingenden Grundes der Arbeit fernbleiben mußte».
Wie verlautet, werden am Mittwoch morgen ihre fristlose Entlastung erhalten auf der Schachtanlage Bergmannsglück in Buer 100 Mann, auf der Zeche Wefterholt 200, auf Scholven 300, auf Zweckel in Gladbeck 30, aus Jacobi in Osterseld 300 und aus Fürst Leopold 190 Mann.
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Duisburg,7.Ian.Im Duisburg-Hamborner Streik gebiet hat sich die Lage Dienstag abend zu Beginn der Nachtschicht gebessert. Von einer Gesamtbelegschaft von 3800 Mann auf den Thvfsen- Schächten sind etwa 2500 Arbeiter eingefahren. Die Belegschaft auf Schacht II—V erschien vollzählig zur Nachtschicht, auf Schacht III—VII fehlen etwa 200 von 550 Mann, auf Schacht IV—VIII fehlen 450 von einer Belegschaft von 600 Mann. Auf der Schachtanlage in Beeckerwerth sind Dienstag abend 140 Mann und aus Schacht Lohberg die Hälfte der Belegschaft nicht eingefahren. Auf der Schachtanlage Wcntende erschien die Belegschaft vollzählig, in Neumühl sind etwa 50 Personen weniger ungefähren. ' r y • ' '• >
160 kommunistische Demonstranten filiert!
Duisburg, 7. Januar.
Auf dem Dellplatz versammelten sich Dienstag nachmittag kommunistische Erwerbslose. In dieser Versammlung wurden von einigen Seilen Hetz- und Schmähreden gehalten, auch wurde versucht, für den Streik Stimmung zu machen. Die Polizei löste (deshalb die Versammlung auf. Im Anschluß hieran bildeten sich Demonstrationszüge. Als der Aufforderung der Polizei, die Züge aufzulösen, nicht Folge geleistet wurde, schritten die Beamten ein und lösten die Züge leihweise unter Anwendung des Gummiknüppels auf.
Im Verlaufe dieser Aktion wurden etwa 160 Personen zwangsgestellt und der Wache zugeführt, wo sie bis zur Wiederherstellung der Ruhe verbleiben mußten.
Wilder Streik im Düsseldorfer Hafen
Düsseldorf, 7. Januar.
Ein wilder Streik, der aber nur von untergeordneter Bedeutung ist, ist im hiesigen Hafen von radikalen Elementen entfacht worden. Zwischen den Arbeitgebern der Holzgroßindustrie und den Arbeitnehmern waren Differenzen ausgebrochen.
Die Holz- und die Hafenarbeiter sind in einer Gewerkschaft organisiert, und nun haben die Hafenarbeiter die . Arbeit aus Sympathie niedergelegt, soweit sie im Speditionsgewerbe beschäftigt sind. Gestern war ein Schiedsspruch für die Holz- und die Hafenarbeiter gefällt worden, der die Holzarbeiter nicht befriedigt. Die Holzarbeiter stellten sich nun auf den Standpunkt, daß sie in lohnpolitischer Hinsicht genau so behandelt werden müßten, wie die Hafenarbeiter. Da aber am kommenden Montag der Schiedsspruch wahrscheinlich für verbindlich erklärt werden wird, weil bis zu diesem Termin die Erklärungsfrist läuft, kann dann mit der Arbeitsaufnahme gerechnet werden. Die Zahl der Streikenden beträgt etwa 200 bis 30 0. Dte Fabrikbetriebe sind von dem Streik nicht betroffen.
Kritik an Siegerwald
Esten, 7. Januar.
Nachdem Stegerwalds Bemühungen, die strittigen Lohnfragen durch Besprechungen mit den beiderseitigen Verbänden zu regeln, gescheitert sind, veröffentlicht der Zechenverband Essen eine Erklärung, in der es u. a. heißt: Die Schlichtungsverhandlungen im Lohnstreit des Ruhrbergbaues haben bisher keinenLohnab- b a u gebracht, da sich der Schlichter offenbar unter dem Truck der Regierung nicht entschließen konnte, mit den Stimmen der Arbeitgeber einen Spruch zu fällen, obschon der Zechenverband im Laufe der Schlichtungsverhandlungen mit seiner Lohnabbauforderung schließlich auf einen Satz herunterging, der sogar in den Vorverhandlungen mit der Negierung von dieser als angemessen anerkannt worden war.
Wenn die Regierung jetzt erklärt, keine Zusicherungen gemacht zu haben, so mutz gegenüber dem Dementi
der Regierung festgestellt werden, daß die Preisabbauverhandlungen, an denen allerdings der Reichsarbeitsminister nicht beteiligt war, von der Grundfrage ausgingen, mit welchem Lohnabbau der Ruhrbergbau als Ausgleich des Pre isabb,aues rechnen könne. Nach dem ganzen Ganz der Verhandlungen mutzte der Ruhrbergbau annehmen, daß der Reichsarbeitsminister sich für eine Lohnsenkung von mindestens 8 Prozent ab 1. Januar einsetzen würde und daß er sich dabei im Einverständnis mit dem gesamten Kabinett, insbesondere dem Reichskanzler befände.
Das war jedoch nicht die einzige Enttäuschung, die der Ruhrbergbau in dem gegenwärtigen Konflikt erleben mußte. Im Interesse der Zechen erschien es ratsam, diesen die Kündigung der Gesamtbelegschaft schon am 1. Jan. zu empfehlen, um von diesem Tage ab freie Hand in der Lohngestaltung zu haben. Von dieser Empfehlung sah der Zechenverband auf den dringenden persönlichen Wunsch des Reichsarbeitsministers ab, nachdem Herr Stegerwald erklärt hatte, daß ein verbindlicher Schiedsspruch bestimmt so zeitig erfolgen werde, daß eine Lohnsenkung ab 1. Jan. eintreten würde. Die Erwartung ist wiederum enttäuscht worden. Ein Schiedsspruch liegt nicht vor.
Grippeepidemie in Wien
Wien, 7. Januar.
Nach Mitteilung der Krankenanstalten sind dreißig vom Hundert der Wiener Bevölkeruna grippekrank. Im allgemeinen scheinen die Erkrankungen einen leichteren Verlauf zu nehmen, doch sind auch Todesfälle zu verzeichnen.
th. Berlin, 7. Januar.
Reichsfinanzminister Dietrich hat, wie wir bereits gestern in einem Teil der Auflage gemeldet haben, in einer Rede auf der Landesversammlung der württdmbergischen Demokraten in Stuttgart neue Pläne zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit entwik- kelt. Es handelt sich dabei um den Versuch, aus die schon oft diskutierte Frage, ob die als Unterstützungsgelder bisher gezahlten Beträge nicht besser in produktiver Form der deutschen Wirtschaft und damit auch der Arbeitnehmerschaft zuzuführen seien, eine Antwort, zu finden. Dietrich will offenbar gewissen Wirtschaftszweigen — er spricht von der Ankurbelung der Rohstofsproduktion und der verarbeitenden Industrie, die besonders viel lebenswichtige Rohprodukte verbraucht —Lohngeldbeihilfen dafür bezahlen, daß sie über den bisherigen Stand hinaus Arbeiter neu beschäftigt. Das Endziel ist dann eine Verbilligung und Vermehrung der Produktion.
lieber diese Pläne des Reichsfinanzministers, die aus ein neuartiges System der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hinauslaufen, sind inzwischen noch keine weiteren Einzelheiten bekannt geworden, da die
amtlichen Stelle» i» Berlin offenbar selbst noch ^-icht aber aue Einzetyeücu des umfassenden
Projektes unterrichtet
sind, und da der Reichsfinanzminister Dr. Dietrich ebenso wie der Reichskanzler, erst in der nächsten Woche wieder nach Berlin zurückkehren. Man wird deshalb vorher mit neuen gundlegenden Erörterungen bezw. Veröffentlichungen in dieser Materie nicht
Benesch kandidiert
für den Vorsitz auf der Allgemeinen Abrüstungskonferenz
London, 7. Januar.
Der Antrag, die Abrüstungskonferenz im Jahre 1932 abzuhalten, wird, wie der diplomatische Korrespondent des „Daily Telegraph" erfährt, auf der Sittung des Bölkerbundsrates von Henderson gestellt werden.
Die Wahl des Präsidenten der Konferenz, für die man bereits Benesch in Aussicht genommen hatte, wird der Konferenz selbst Vorbehalten bleiben.
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Aus Gens wird uns dazu ferner gemeldet: Der vorbereitende Abrüstungsausschuß hat bekanntlich den deutschen Antrag, der Ausschuß möge dem Rat den 5. November 1931 als Datum empfehlen, abgelehnt. Aus der Aussprache gewann man den Em- druck, daß die Mehrheit des Ausschusses eine Einberufung der Konferenz vor Februar oder März 1932 nickt wünschte. Entsprechend einem Wunsche von englischer Seite scheint eine Zweiteilung der Konserenz geplant zu sein, und zwar derart, daß nach einer Generaldebatte und der Bildung der Kommissionen die Konserenz für zwei bis drei Monate vertagt wird. Eine Unterbrechung wird auch mit Rücksicht auf die Völkerbundsversammlung, die alljährlich im September fast einen Monat tagt, gewünscht.
Es bestätigt sich, daß die bisherigen diplomatt- schcn Sondierungen eine Mehrheit für den tscheslowakischen Außenminister Benesch als ersten Vorsitzenden und den dänischen Außenminister Munch als Vizepräsidenten ergeben haben. Wie man hört, sollen sich die Vereinigten Staaten mit Benesch einverstanden erklärt haben, während Rußland, das ebenso wie Amerika, dem Völkerbund nicht angehörl. mit der Wahl Bencschs nicht ohne weiteres einverstanden sein soll.
San Sebastian als Tagungsort?
Paris, 7. Januar.
Außenminister Briand empfing am Dienstag den in Paris weilenden spanischen Außenminister Herzog von Alba, mit dem er eine längere Unterredung hatte. Man darf annehmen, daß sich die beiden Minister über die Möglichkeit unterhielten, San Sebastian als Tagungsort für bie allgemeine Abrüstungskonferenz vorzufchla- gen. Die französisch-spanischen Handelsvertragsverhandlungen dürsten ebenfalls besprochen worden sein.
Frankleich und die Revisionsfrage
Parts, 7. Januar.
In Voraussicht 6er Genfer Ratsverhandlungen über die deutsche Beschwerde gegen Polen versolgt man hier die sogenannten Vorberei
tungen der deutschen Regierung zum Aufmarsch in der Völkerbundsstadt mit gespanntem Interesse und in allen Einzelheiten. Es zeigt sich deutlich, daß die linksgerichteten Politiker die Beratungen in Genf als den Ausgangspunkt einer unvermeidlich gewordenen sranzösisch-deutscheu Auseinandersetzung über das R e v i si o n s p r o - b l e m betrachten und der französischen Diplomatie den Rat erteilten, sich nnyt taub und blind gegenüber den deutschen Wünschen zu verhalten.
Das Blatt „L e So t r", das momentan als Regierungsorgan angesehen werden kann, weist aus die Reise des Reichskanzlers Brüning hin und unterstreicht die Tatsache, daß ganz Deutschland in dem Streben, die unhaltbaren territorialen Bestimmungen des Diktatfriedens zu beseitigen, einig wäre. „Wir erwarten eine nützliche Aussprache in Genf/ schreibt ber Leitartikler bes Blattes.
Im „Temp s", ber sich mit ber Rede des Zen- rrumsfiihrers Kaas beschäftigt, wird zwar mit Genugtuung festgestellt, daß Prälat Kaas den Vergleich Deutschlands mit einem Samson etwas abgeschwächt hat, ober auch dirses Blatt unterstreicht die Einigkeit Deutschlands in der Revisionssrage. „Wir Franzosen sind weit . davon entfernt,“ meint der „Temps", „Deutschlands Zusammenbruch zu wünschen. Wir wissen, daß sich daraus für Europa eine viel schwerere Katastrophe ergeben würde, als die bei Bolschewismus in Rußlanb hervorgerufen hat. Wir wollen Deutfchlanb helfen, vor allem finan- z i e 11.“ Dafür möchte aber ber „Temps" Deutschlands Verzicht auf bie Revision eintauschen, eine Illusion, bie nur beweist, baß man in Frankreich noch immer nicht ben untrennbaren Zusammenhang zwischen ber schweren politischen unb wirtschaftlichen Krise in Deutschland erkannt hat. Die Lösreißung Ostpreußens vom Reich, bie wirtschaftlichen Verhältnisse im deutsch-polnischen Grenzgebiet lassen sich nut durch eine Revision beseitigen.
Gandhis Sohn verurteilt!
London, 7. Januar.
Der Sohn Gandhis wurde am Mittwoch in Surat zu sechs Monaten schweren Gesäng- n i s verurteilt. Er hatte nach Verbüßung seiner ersten Strafe die Propaganda sofort wieder ausgenommen und ist am 19. Dezember wieder aufs neue verhaftet worden.
In Bombay sand gleichzeitig der Prozeß gegen den Präsidenten des für ungesetzlich erklärten indischen Rationalkongresses. Patel, statt. Er wurde zu neun Monats» Gefängnis ben^teüt.
z» rechnen haben. Infolgedessen ist es auch vorläufig kaum möglich, zu der fachlichen Seite dieses Problems in allen Einzelheiten Stellung zu nehmen.
Demgemäß hat sich auch die Berliner Presse bisher ziemlich weitgehende Zurückhaltung auferlegt Von den Stimmen, die gestern abend und heute früh dazu laut geworden sind, ist im wefentlichen zu berichten, daß die rechtsstehende Presse sich skeptisch und ablehnend verhält, einige Blätter ber Mitte den Gedanken des Finanzministers begrüßen und dabei hervorheben, daß hier überhaupt einmal ein entschiedener Wille znm Beschreiten neuer Wege vorhanden ist, und daß schließlich die Linke sich ebenfalls sehr skeptisch verhält Besonders interessant ist es allerdings, daß
auch aus den Kreisen der Industrie eine ab- M lehnende Meinung laut geworden ist, obwohl doch der Plan des Finanzministers im Grunde genommen — wenn auch Dr. Dietrich die» nicht zugeben will — auf eine Subventierung der Industrie hinausläuft. Aus den Kreisen des Reichs- verbanbes ber Jnbustrie wurde ebenfalls durch das Nachrichtenbüro mitgeteilt, daß dort Bedenke» herrsche«, und datz bie Industrie die Gebankeu- gänae be« Mnanzministers ablehne. Vor allem wird in diesen Kreisen darauf hingewieftn. daß einstweilen
noch nicht abzuseheu sei, wie der Finanzminister seine Vorschläge mit der schwierige» Finanzlage des Reiches in Einklang bringen wolle, sodaß man befürchten müsse, daß derartige einstweilen noch nebelhafte Projekte das-Vertrauen zur Finanzwirtschaft erschüttern könnten..
Bon ber anderen Seite ber politischen Front ist die Stellung dec Sozialdemokraten bemerkenswert, bie selbstverständlich das größte Gewicht darauf legen, baß die Arbeitslosenfürsorge in ihrer jetzigen Gestallt nicht erschüttert werden darf. Zunächst glaubten die Sozialdemokraten offenbar, baß mit der Verwirklichung des neuen Planes des Finanzminisiers die Arbeitslosenun'erstützung- bezw. Versicherung überhaupt aufhören sollte. Das ist selbstverständlich nicht beabsichtigt, sondern es sollen nach dem Plane Dietrichs bekanntlich solche Mittel, die bisher zur Arbeitslosenunterstützung verwendet wurden, künftig für bie Wiederetnstellunz ber Arbeitslosen in ben Produktionsprozeß verwendet Werben. Der .Vorwärts" begnügt sich infolgedessen damit, die Forderung aufzustellen, daß die zusätzlichen Maßnahmen zur Wiebereinreihung von Arbeitslosen in den Arbeitsprozeß keineswegs die finanzielle Sicherung der Unterstützung der Arbeitslosen gefährden dürften.
Keine Veränderungen im Kabinett?
Wenn man also heute noch nicht in ber Lage ist, die sachliche Seite des Problems genau zu überblicken. so ist doch ans der Rede des Finanzmimsters ein Satz hervorzuheben, der in politischer Hinsicht von besonderer Bedeutung zp sein scheint, nämlich bie Feststellung, daß die Regierung nicht daran dentze, das Heft aus der Hand zu geben. Diese Redewendung ist zweifellos mehr als eine bloße Redensart, und man
erblickt darin in politischen Steifen in Berlin eine Bestätigung ber bei dem Kanzler bestehenden Absicht, bie Regierunasge schäfte ohne eine grunblegenbe Aenderung des Kabinetts- bestanbes und ohne Ausrollung ber Koalitionsfrage in ber bisherige» Weise weiter zu führe».
Bekanntlich ist in letzter Zeit eine Reihe von Anregungen im Sinne einer Erweiterung der Regierungsbasis nach rechts ergangen. Ebenso ist gefordert worden, daß der Kanzler die Vertrauensleute ©er Rechten in ©as Kabinett aufnehmen ober auch nur auf die beiden z. Zt. unbesetzten Ministerposten neue Männer berufen möge. Der Reichskanzler hat aber offenbar die Absicht, derartige Veränderungen bis auf weiteres nicht vorzunehmen, weil durch jede Einzelmaßnahme das Gesamtproblem ber Kabinett sumbildung sofort ins Rollen gebracht wenden könnte.
Das Reichskabinett muß ohnehin mit ©er Wahrscheinlichkeit rechnen, ©atz die nächst wichtigsten Ausgaben, so ;. B. die Inkraftsetzung des Haushaltsplans nutz zweifellos auch — falls es dazu kommt — bie Verwirklichung des von Dr. Dietrich angekündig- ten neuen Projektes, nicht aus parlamentarischem Wege durchgeführt wenden können, fowdern datz bie Regierung wohl noch mehrere Male vom Artikel 48 Gebrauch machen muß. Dadurch ver- stärkl sich die Vermutung, daß der Reichskanzler zv» nächst keinerlei Aenderungen am Bestände seines binetts vorzunehmen gedenkt.