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5)er Herr Carlis von Modena, nachdemc er die vornehmste Städte der Schweitz durch­reißt, und viele andere mehr, wo er seine Wisseuschafft an Tag gelegt, thut zu wissen, daß er ein sehr bewährtes Mittel besitze, die Huneraugen vollkommen zu vertreiben. Er glaubte seiner Pflicht nicht gemäß zu handeln, wenn ers nicht aud) hier kündbar machen thäte. Die Hüneraugen werden weggenom-. men ohne den geringsten Schmertz zu verursa­chen. Und, um dem bösen Argwohn oorzu- beugen, da es sehr viele giebt, Welche den Leuten nur suchen das Geld aus dem Sack zu schwatzen, so begehrt er eher keine Bezah­lung, bis man selber sagen muß, man seye curirt. Hat man Nägel an den Füssen Welche in das Fleisch gewachsen, oder sonsten Schmer- tzen verursachen, so bringt er sie auch wieder zurecht. Er kan auch verschiedene ce:n fi at» aufweisen, welche er von Personen hohen Standes erhalten die er curirt har. Die Cur von jeglichem Hâneraug kostet 8. Batzen, wenn er ins Haus kommt, geht man aber zu i^m so ist es nur 4. Batzen. Will man sich aber seines Mittels selbsien bedienen, so ver­kauft er bas Lâdlein 4. Batzen. Man nimmt halb- warmes Wasser, wirft eine Handvoll Kleyen drèin , badet die Fuß darin, hernach muß das oberste Hâutlcin des Hânerauas weggehoben werden, das Pflaster auf ein Etücklein Leder gestrichen, aufgelegt; und ^so dreymal die Woche. Er logirt an der are- fen Hauptwach Lit. E. No. 21. bey dem Be- «kermeister Krumb.

Margaretha Franckenreutern aus Frensin- gen , ist diese Messe abermals mir einer Par­tie von denen englischen beliebten Nachtlich­tern angekommen, und verkauft 365, Stück auf ein gantzes Jahr mit Meßing a 48. fr. 100. a 14. und auf Holtz a 40. kr. per Jahr und 100.12. kr. Logut in der Graupengaß dey Bendermeifter Schmidt.

Man will denen Liebhabern hiermit ave^ tiren , daß hier in Ccmmißivn zu haben ist eine ansehnliche Parthie von allerhand Ge­wehr bestehend in Flintenlaufen 24. â 25. hundert Stück, Pistohlcnläufen, 2. tausend Stück, 50. â 60. Husaren - Caravitterläuf , 700. Stück Reuter - Palasch ohne Scheiden, 5. a 6. hundert Degen mit meßingen Gcfâ- sen, 2000. Flintenschloß, und viele Pistolen­schlösser, 20c0. Schloßschrauben , 200. Stück Degen > Wolfsrimgen , viele Palaschklingen ohne Gefâß, und dergleichen mehr um bil­ligen Preiß. Ausgeber dieses saget wo.

Jm Creutzgang neben die Herrn Artaria, Kupferstich Händler, ist diese Messe zum ersten- Utahl zu haben: das so berühmte als bc- <oäbrte Orientalische Somtnerfiecken-Wasser, welches Stefe in kurzer Zeit gänzlich hinweg­nimmt , und hat man ferner daselbst die be­kannten Tusche von 12. Farben in Kästgens ächter Chinesischer Tusch, Schweitzer Pastell- Farben und andere d rr., Chinesischen Thee, Italiänische feine Chokolade , Augspurger Balsam, Seifen - Spiritus, l'eaude lavande Melissen - Geist re.

Wilhelm Ernst Spiegel, Wachstuchma­cher asthier in Franckfurt, machet den Herrn Fremden bekannt, daß er seinen Laden im Creutzgang hat wo die Frau Hildin ihren Laden gehabt hat , er verkaufft allerhand Sorten Wachstücher, glatt, grün und blau, wie auch blümerant, extra ft in Hut-Wachs­tuch , grün und gelb marmorirtes Wachs­tuch , allerhand Sorten schwartze Pack- Wachstücher im billigen Preiß, allerhand Sorten feine und grobe Parabknye im billi­gen Preiß, er erbittet sich geneigten Zuspruch aus.

Dey Wohler, Buchhändler aus Ulm auf