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Ker Feil ««gekommen, und es täglich von Nachmittags z. Lis 5- Uhr wird die Ehre Haven sehen und hören zu lassen , das Entree ist i. fl. Er verspricht sich um so mehr geneigten Zu­spruch, da es schon in vorigem Jahr, seit welcher Zeit er doch viele Verbesserungen davon an­gebracht, an unterschiedenen großen Höfen gnädigsten Beyfall gefunden , auch Herrn Capell­meister Vogler eine besondere Abhanolung darüber Drucken lassen, auf Begehren ist er auch «rbietig es höchst und hohen Herrschaften zu allen Stunden zu produciren.

Es ist vertriebenen Mittwoch Abends, einem verdächtigen Juden ein Kistgen mit etliche» Bouteillen Liqueurs abgenommen worden, wer sich dazugehörig legitimiret, kan es aufun- rerzogenem Amte wieder in Empfang nehmen.

Franckfurt am Mayn den 21, September 1780.

Officium Examinatorium.

Es ist allhier ankommen der Königlich Französchen Academien Wund-Augen und Zahn- Arzt, Girault, welcher bey verschiedenen Medicinischen Collegiis Teutschlands auf und ange­nommen, und von Sr. König!. Groß- Brittam'ischen Majest. in allen Chursil. Hannöveri­schen Staaten privilegiret ist, und.durch seine glückliche und geschickte Cure« von denen vor­nehmsten Personen in Europa sehr wohl bekannt: Er reiniget und heilet alle Schaden der Zähne benebst alle den Mu"b betreffende Kranckheiten, wie auch besonders diejenige der Au» Zen. Seit zwey Monaten hat er 22. Euren Myersons verschiedenen Geschlechts und Alters, welche mit dem Staar behaftet gewesen, mit dem giülcklichsten Erfolg verrichtet, die letztere Cur hat er zu Hessen-Cassel verflossenen Samstag als den i6ten dieses an einem siebe,-zig jährigen Mann, Namens Schmidt Vogeley, welcher 14. Jahren Blind gewesen, glücklich vollendet, derselbe ist an beyden Augen nach der neuen Art durch Herausziehm-g operiert worden, und hat alsogleich alle Gegenstände auf das genaueste erkannt. Die Cur ist öffent­lich in Gegenwart vieler Standes - Personen in der Behaussung des Herrn Maupin auf der Post geschehen. Er wird bey seiner hiesigen Durchreist sich 14. Tagen allhier aufhalten, die­jenige, welche seiner Hülfe bedürftig, können sich in seinem Logis im Hayner-Hof, melden, wo er einem jeden auf die geschwindeste und beste Art heissen wird.

Da man nach der bisherigen ungewöhnlich helfen Witterung, auch hin-und wieder gessür- ten, obwohl nicht ansteckenden Kranckheiten, unter dem Rindvieh, gut gefunden hat, gehö­riger Qrte den nöthigen Rath wegen der zu Abwendung des besorglichen Schadens anzuwenden- den Mittel einzuziehen, solche»- auch dahin ertheilet worden : daß dem Vieh säuberliches Ge- ttâncke, wozu Sauerteig, allenfalls auch Eßig, und andere säuerliche Sachen zugebrauchen, zumal, des Morgens vor dem Weidgang laulicht gereichet , sehr nützlich, und zu Verhin­derung schädlicher Folgen der bisherigen Dürre mehr, als der allzuhäufige Gebrauch des Sal» -es, rathsam, übrigens aber die Reinhaltung der Stätte, und Zulassung frischer Luft de»