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Extraordinairer Anhang No. 27. 1779.

AVERTISSEMENTS.

Herr Ren?, Chymicus, ist von Rom in dieser Stadt anzelangt, und besitzt folgend«« vewundernswerth« Geheimniß: Eine Art Pommade, di« die Haar« wachsen und d:ck«r macht, auch solche vor dem Ausfallen sichert, durch deren Gebrauch man sich d,ck«Aug'.nbraun«n v«r» schaff n, un " von d-r«n Tuq«nd man sich durch den ausserordentlichen Ueberfluß seiner eige» nen Haare vrrstchrrn kan. Da aber «in gechrtes Publicum vielleicht schon durch solch« Arten Pommade hint-rgangen seyn möcht«, so gi«bt Herr René die sinnige bekannten Personen auf die Probe. Zu Bordeaux stieg er ans Land, girng von da nach Lion, Brüssel, London, Haag, Amsterdam, W en, Prag u"d Hamburg, von welchem letztern Ort« erjetzt kommt. An al» len d esen Ortm, auch in andern grossen Städten, hat seine Pommad« di« erffaunenswer» Dffen WMllltM, wovon «r die b-stsn Zeugnissevvrz<ig«nckay, herborgebracht. Run will «r nach Paris, sich aber doch auch hier einig« Zeit ausha-'ten, um von den vortr«ffich«n Ei» genfchastra dreier Pom-nsd« urtheilen zu lassen. Diejenigen, di« derselben bedürfen möch!«n, «rs:cht er, eine so schöne Gelegenheit nicht zu verlieren. Herr René will auch, um sich vor aller Kritik ru Sichtrheck zu sitze», den größten Theil feiner Komposition bekannt machen; sie besieht aus «in«r aus Schwutzerischen Kräutern gezogenen Wundessevz, Bärenfett, Oehl von süßen Mandrin/ Ochsenr?arck, Hrrschtrls, Eidexeuöhi, plvveristrtrn getrockneten Bie« neu wöBukn aMr»» Oehlen und fettigen Mat-rien , deren B«:"«iv:viß Herr René allein zu -^»«^N^ sich sch veichelt. Jun^e» L uleu, die sich ferner Pommade dedir.cea, wachfendi« Haa» r« in zwey, Alteren aber in drey Monaten.

Gebrauch dieser Powmad«.

So wie man sich jeder «ewönlichen Pommade bedient, gebraucht man auch di«r«, doch so, daß deren Wirckung biS auf di- Haut du-chdringrn sonne. Gi« nähret und fd rft di« Haarwurzeln ohne den gkrinxsten Nachtheil füv>di« zarteren Fiber». Zur B queml cdk« t des Publikums verkauft er birst Pommade in Töpfen zk «nein Ducatrn, einen Convent onstha» ler, und zu i. st 12. kr. Dies« Töpfe sind vrstrgelt, beschrieben und gezeichnet mit feinet Hand, um die darin ent-asiene âchtr Pob-ade von der vorg-bkich nachgemachten zu unter­scheiden. ^« älter di-se Pommade ist, je kräftiger sind ihre W rckunßen.

Herr René ist des Morge-S von 8 b-s 12. und Nachmittags von 2. biS 5. Uhr in fei« nem Quartier anzut»ff«n. Zu L«uk«n von Distirwtivn wird er, wenn sie ihm ihr« richtige Ad» / drsssk schicken, ins Haus kommen. Er logikt auf der 3<il bey Herrn W egel, gegen dem re« â«n Hauß über No. 203.

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Es flehet dir vormahls Gkngnisifchen Popxiermühle, welche nächst Hombura vor D«r Höhe bey Köppern geleger-, aus einem a ten eröffnn Bau mit noch einigen Gr^ätbichaften zum Paxpier machen, w:e auch e n Holländer, so dann auch noch eu ander geb ur^s Houß mit risikr Stube, Küche und Keller auch Scheuer, ferner auch einen neuen Wasserfall und