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Kasseler Treueste Tkackrichlen

Mette, - 1 Seilafft

Dien?»ag, 30. Dezember 1930

Märkte tm Januar

Bi

5. 1. (ft.), Neunkirchen bei Ziegenhain 2. 1. (ft.), Obern­kirchen 27. 1. (Rdv Schw.), Neu-Oldendorf 9. 1. (Rdv Schw.), Poppenhausen, 18 L (ft.), Rinteln, 12. 1. (Rdv.. P., Schw.). Rotenburg a. K 7. 1. (Schw.), Tann, 15. 1. (ft., Schw.),^WabIshausen-Oberaula. 28. 1. (ft.), Wächtersbachs

, ---- 29. 1. norm. (Schw.), Fulda 8. und 22. 1.

(Röv.), Hanau, 7. und 21. 1. (B.) Jeden Sonnabend Bor-, mittag Ferkelmarkt. Heringen, 7. 1. (8t), Hersfeld, 18. 1. (L-chw.j, Hilders, 12. 1. (ft. Schw.), Hünfeld. 8. 1. (Schw.). 20. L (ft. Schw.), Kassel: am 1. und 8. Mittwoch jeden Monats Zuchtschweinemarkt, jeden Montag und Donnerstag SLlachtviebmarkt, r-wt 2. Mittwoch jeden Monats Pserde- "lolit, 13. und 27. 1. (Rdv., Schw.), Sichenrod.

Kriseufürforge für Forst- und Gärtnereiangessellte In einer Entscheidung des Reichsarbeitsministers an den Reichsverband ländlicher Arbeitnehmer wird nach MitteUung der Deutschen Bearntenbund-Korre- spondenz ausgeführt:

Nach Ziffer I 4a des Erlafles über Personen- kreis und Dauer der Krisenfürsorge vom 11. Oktober- 1930 sind aus der Berussgruppe 1/2 des Berufsver­zeichnisses für die Arbettsnachweisstatistik nur die Angehörigen der Landwirtschaft (mit Ausnahme der landwirtschaftlichen Angestellten) grundsätzlich aus der Krisenunterstützung ausgeschlossen. Alle übriaen Angehörigen der Berufsgruppe, also auch die Arbeit­nehmer der Forstwirtschaft und der Gärtnerei, kön­nen dagegen in die Krisenunterstützung einbezogen werden. Bei landwirtschaftlichen Gärtnern wird dabei tm Einzelfalle geprüft werden müssen, ob sie ihrer Bescba,ligung nach der Landwirtschaft oder der Gärtnerei zuzurechnen sind.

Genossenschaft freiw. Krankenpfleger. Prächtig spielte vle kleine, aber feine Kapelle. Nach einer An­sprache und einem Lied, gesungen von Frau Thele, kam der Nikolaus der die Kinder mit Spielsachen bedachte. Auch die arbeitslosen Kameraden wurden nützlich beschenkt. Sodann folgte ein lustiger Zwei­akter von Mitgliedern des Wehlheider Hoftheaters Besonders gut gefielen Herr Maeder und Frau Thele. Auch Frl. Gähne« sand reichen Beifall.

fttifere Heimat

Das Gebiß verfck (urff

Willingshausen. Dienstjubilämn.

Am 28. Dez.

Stehl auf eine

Diensten zurückblicken. Der Jubilar

ist als Mensch

Aus -en Gemein-eparlamenien

auf 275

Glückliches Ziegenhain

Es braucht keine Steuer« zu erhöhe«.

Die Stadwäter setzten den Voranschlag 1930 178 679 RM. fest. Es gelangen zur Erhebung

Rittmannshausen. Ern «utounsav ereignete sich in der S-Kurve zwischen Rittmannshausen und Ne­tra. Der Führer eines holländischen Auws übersah infolge des Nebels, nachoem er die erste Kurve ge­nommen hatte, daß zwanzig Meter vor ihm noch eine Kurve kam. Das Auto fuhr in den Straßen­graben und wurde an den Trittbrettern und Kolfltz- geln stark beschädigt. Durch die Schneeverwehungen wurde der Anprall abqeschwächt. Die Insassen ka­men mit leichteren Hautabschürfungen davon

und daran gestorben.

In Mrichstein hatte ein junger Mann das- geschi<r, beim Essen fein künstliches Gebiß zu ver­schlucken. Die vorgenommene Operation hatte leider keinen Erfolg. Der Tod trat ein, das Gebiß war am Mageneinsang stecken geblieben.

Vorsicht Hochspannung!

Snapp dem Tode entronnen.

Ein Arbeiter des Elektrizitätswerkes Marburg berührte in Neustadt bei Ausbesserungsarbeiten die Starkstromleitung in der Marktstraße und blieb hän­gen. Auf das Hilfegeschrei eilten seine Berusskol- legen herbei und befreiten ihn aus der Lebensgefahr.

Zuschläge den Grundvermögens- und 300 Prozent Gewerbesteuer. Eine Steuererhöhung tritt nicht ein, sodaß die Steuerzahler keine weitere Belastung zu tragen haben. Der seicherige Zuschuß zu der Kraft- pofilinie Treysa-Schwarzenborn wurde weiter bewil­ligt, trotzdem die Stadt Treysa aus dem Garantie- Verband freiwillig ausgetreten ist Auf Vorschlag der SPD. wird der Magistrat ersucht, zur Behebung der Wohnungsnot für minderbemittelte Bevölkerungs­schichten ein Projekt über ein Vierftmiilienhaus nebst Finanzierungsplan auszuarbeiten. Beschlossen wurde aus den zur Verfügung bereitstehe-nden Mitteln für Winterbeihilfen, Sozialrentner einen entsprechenden Betrag bereitzustellen. Der Magistrat wird ersucht, die Vorarbeiten für den Ausbau des Schwimmbades in die Wege zu leiten. Das Kollegium beschloß aus Antrag der Beamtenfraktion, den Magistrat zu er­suchen. mit den GewerbetreibendeO wegen Preisab­bau in Verbindung zu treten. Die im Etat 1930 vorgenommene- Reduzierung von 3000 RM, soll zur Herrichtung des Schulplatzes in 1931 Verwen­dung finden.

Treffurt. Die Stadtverordnete« beschlossen, die Anfertigung von Grabnummersteinen an die Werra- Sand- und Kieswerke und die Firma Sigmund Ge-

Grabfchäaver

Nicht einmal die Toten haben Ruhe.

In den letzten Jahren hat sich auch In Warburg die schöne Sitte eingebürgert, daß Eltern auf vte Gräber ihrer frühverstorbenen Liebling« zu Wech- nachten ein kleines Tannenbäumchen pflanzen, es mit Christbaumschmuck und Kerzen zieren, dre am Weihnachtsabend angezimdet werden. Man sollte jlauben, daß diese Däumchen vor verbrecherischem Zugriff geschützt wären. Doch schon in der heiligen Nacht sind von mehreren Gräbern die Bäumchen mit Schmuck gestohlen worden. Da wünscht man der Po­lizei schnellen Erfolg.

Wolfhagen. Versetzt wurde ab 1. Januar 1931 Katasterdirektor Böhm in Ehrinasnausen *'tm Wolfhager Katasteramt und Kato"erdirektor Kotte- Wolshagen zum gleichen Termin an das Kataster­amt Kassel.

Rauschenberg. Neue Steuern abgelehnt. Die Stadtverordneten befaßten sich zum zweiten Male mit der Erhöhung der Gemeindesteuern infolge der um 20 Prozent erhöhten Kreissteuern. Die Stadt­väter waren der überwiegenden Ansicht, daß neue Steuern für die Steuerzahler nicht tragbar seien. Die beantragte SOProzentige Steuererhöhung wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Für die verlangten erhöhten Kreissteuern ist auf Grund dieses Beschlus­ses keine Deckung vorhandeu.

konn'e der Revierförster Herr Adam . ... _____

40 jährige Forsttätigkeit in von Schwerzell'schen

Steuerlasten erdrücke« die Gemeinden."

In unserem gestern unter dieser Ueberschrift er­schienenen A«ikel muß es in der dritten Zeile statt 9000 Mark richtig 90 000 Mark, in der 26. Zeile statt dieser Steuer richtig den Real- steuern und in der 28. Zeile statt bebaute richtig unbebaute heißen.

Ihringshausen. Weihnacht der Kriegsopfer. Was war es doch für eine herzevhebenide Weihnachtsfeier, welche die Ortsgruppe des Zcutralderbandes Deut­scher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener am 20. Dezember im Eberhardt'schen Saale abhielt. Nach einleitenden Musikstücken und der herzlichen Be­grüßungsansprache des Vorsitzenden Mpel wurde der gefallenen Kameraden und der verstorbenen Ange­hörigen der Ortsgruppe gedacht. In rascher Folge wickelte sich dann ein schön zusammengestelltes Pro­gramm alb, dessen Pausen durch gemeinsamen Gesang Mtserer schönen Weihnachtslieder ausgesüllt wurden. . Mit den besten Glückwünschen konnte der Vorsitzende Urkunden und Ehrennadeln den Mitgliedern Hem rich Bürger, Gustav FlötHer, Simon ff röter, Wil­helmine Becker, Helene Dietrich, Elise Leichter, M. Mathias, Lina Pfläging und Elise Schäfer über­reichen.

Niederzwehren. Ausgabe von Karten für die Gemeindevertretersitzungen. Da in letzter Zeit die Sitzungen der Gemeindevertretung von anwesenden Zuhörern empfindlich gestört wurden, sollen, um diese zu vermeiden, Ausweiskarten zur Teilnahme ausgegeben werden.

Oberzwehren. An die Zacken des Rübenschneiders geriet der Landwirt Hermann B. Er erlitt dabei eine schwere klaffende Wunde des Handballens, die ihm der Arzt vernähen mußte.

Riederkaujunge«. Au o gegen eine Brücke. Gestern nachmittag zwischen 15 und 16 Uhr fuhr ein aus der Richtung von Kassel kommendes Auto gegen eine Brücke, die beschädigt wurde. Der Wagen konnte nach Reparatur seine Fahrt fortsetzen.

Oberkaufungen. Was unterblieb. In der Fe­bruarsitzung 1930 wurde die Instandsetzung des Ge- meindesportpLatzes tm Beisein des Landrats be­schlossen. Trotzdem hier die Bedingungen für Not- standsarbeit gegeben waren, da fast 100 Prozent Lohnanteil in Frage kommen und der Landrat ver­sprochen hatte, daß in den nächsten Tagen mit den Vorarbeiten begonnen werden kann, warte, dieses Projekt noch heute aus seine Erledigung. Jeder, der diesen Platz kennt, wird die Unbespielbarkeit nach Regenwetter und bei Tauwetter zugeben. In der Iulrsitzung wurde ein von der Freudenthaler Ge­werkschaft vorzelegter Vertrag abgelehnt (betr. Ent­schädigung für Wegschäden) und beschlossen, einen neuen Vertrag den Gemeindevertretern vorzulegen. Bis heute hat man noch nichts wieder davon gehön. In einer Oftoberfitzung wurde angeregt, aus dem Gemeindefportplatz einen. Umfleiberaum mit Bedürs- rrishäuschen zu errichten. Der Bürgermeister wollte sich mit den Dachzieaelwerken unb den Sägewerken zwecks Stiftung oder verbilligter Lieferung in Ver­bindung setzen Bis heute wartet man vergebens barmt). Vorläufig sind bie Gemeinbevertreter zum Nichtstun verurteilt, da durch die Einsetzung des Staatslonmnissars das Parlament in Den Haupt­punkten nicht mehr zuständig ist

nau als bie Mindestforbernben je zur Hälfte zu ver­geben. Die Kosten von 280 RM. wurden bewilligt. Dem Verkauf eines Landgrunbstückes In der Alten Lache an Schmiedemeister Ruppert stimmte die Ver­sammlung zu, ebenso dem Vertrag über die Aufstel­lung von Plakatsäulen in der Stadt.

Obersuhl. Do chnoch Erhöhung der Steuern. In der Gemeindevertretersitzung wurde die Aufnahme eines Hauszinssteuerdarlehns von 8000 Mark für das im Jahre 1926 erbaute Wobnstaus von der Kreissparkasse Rotenburg beschlossen. Nachdem die Gemeindevertretung in der Sitzung vom 23. d. Mts. die Erhöhung der Steuern abgelehnt hatte, wurden beim Kerzenschein eines im Sitzungssaal ausgestell­ten Weibnachtsbaumes und ein paar beherzigenden Worten die Herzen der Gemeindeväter erweicht und sie beschlossen, bie Grunbvermögenssteuer von 250 Prozent aus 278 Prozent unb die Gewerbesteuer von 250 Prozent auf 313 Prozent ab L Januar 1931 zu erhöhen. Die Einführung der Bürger- und er­höhten Bier st euer dagegen wurde abge-

Das Geld, das Geld ...

Das Silber des Eschweger Geldraubes bleibt verschwunden.

Am Montag traf ein Kriminalbeamter mit dem 21 Jahre alten August Schmidt bet sich bereits in Kassel in Untersuchung befindet, in Eschwege ein, uno vegav sich mit tym tm Auw nach oem Kachart neu berg, wo der funae Schmidt mit seinem Vater den Raubüberfall ausgeführt ha Sie suchten dabei auch die Stelle ab, wo die beiden Räuber die Akten­tasche mit dem Silbergelbe weggeworfen haben Wol­len. Doch wurde weder bie Aktentasche noch das Geld gesunden. Es bleibt nur bie Möglichkeit übrig, daß das Geld von Leuten gesunden worden ist, zu­mal bie .Räuber es bicht an bem Walbwege, ben sie zur Flucht benutzten, weggeworfen haben wollen.

und erfahrener Forstmann beliebt und geschätzt.

Neustadt. Bom Weihnachtsmarkt. Wegen des Zu­sammenfallens mit bem Scherzmarkt in Treysa, war ber heurige Weihnachtsmarkt nicht so reich besucht wie früher. Die Inhaber der Marktstände dürften schlechte Geschäfte gemacht haben.

Kirchhai«. Posteinstellung. Die von Kirchhain nach Marburg verkehrende Autopost wird ab 1. Ja­nuar eingestellt, weil bie hiermit verkehrenben Ar­beiter arbeitslos geworben sind.

Kirchhain. Einbruch. Bei dem Kaufmann Karl Figge wurde nachts eingebrochen und Geld und Waren erbeutet. Die Diebe waren durch den Hof- raum in den Laden gelangt. Die Polizei ist ben Tä­tern auf ber Spur.

Bauerschwend. 25 Jahre treue Dienste. Dienst­knecht Heinrich Rohr konnte am Weihnachtsfest sein 25jähriges Dienstjubiläum bei dem Lanbwirt Otto Eisländer feiern.

Ruppertenrod. Preisgekrönter Geflügelzüchter. Geflügelzüchter A. Maus erhielt auf der Landes- fchau in Gießen 8 Auszeichnungen mit gut unb sehr gut. Auf ber Ausstellung in Nieder-Obmen fielen ihm 5 erste Preise zu sowie ber Soedler-Erimie- rungspreis unb ber Kammer-Ehrenpreis.

Niedenstein. Gründung einer freiwilligen Feuer­wehr. Der 2. Weihnachts ag war neben dem 100- jährigen Bestehen der beruflichen Feuerwehr, zü­gle.ch der Geburtstag einer freiwilligen Feuerwehr, die nun die 10. freiwillige Feuerwehr im ff reife Fritzlar ist. Der Ertrag der Gründungsfeier war für Anschaffung der Uniformen für die tapferen Feuerwehrleute bestimmt.

ftörle. Weihnachtsfeier ler Schule. Sm 1. WeihnachtS- fekttage war in dem großen Saale des Gastwirts Adam Zülch II am Bahnhof, eine große Weihnachtsfeier Ser Schule zu Körle. Hauvtlehrer Stober eröffnete den Abend, Lurch eine zu Herzen gehende Ansprache. Bon den Kleinsten bis zu Len Größten all- trugen ihre Weihnachtsgedichte unü Wechnachtstheaterstücke ausgezeichnet vor, wie man mit der grüßten Freude verfolgen tonnte.

Wabern. Zusammenkunft alter Soldaten. Der KreiskriegerverbaWd Fritzlar hielt im Hotel »König ?on Preußen- seine Herbstdelegiertenversammlung ab. Gutsbesitzer Metz-Zennern wies auf den Ernst ber Zeit hin, die baut angetan sei, sich in Freud und Leid engstes zusammenzuschließen, wie es einst auch in der schweren Kriegszeft gewesen fei. Erste Auf­gabe der ffriegervereine sei eS, die ol e Sobdaten- treue. die in Blut und Eisen geschmiedet worden sei. ntch jetzt weiter zu pflegen durch engen Zusammen- Kitt unb diese alte Treue unb das stolize Pflichtbe- vnßtscin eines Soldaten in das Berufs- und Wirt- chaftsleben hineinzutragen. Jugend Pfleger Jünger- Kassel hielt einen Vortrag über die Jugendpflege- u. Bewegung im ffyffbäuferbund. Für Jugendpfleger wirb an den Mingsitagen 1931 in Frankfurt a. M. ein besonderer Lehrkursus durch den ffhffhäuserbunb und ff urhessischen Kriegerverband abgehalten, dessen Teilnahme den einzelnen Vereinen empscchlen wnrve. Ium Kreisjugeniftei er des ffreislriegerverbandes ,rrWfar wurde einstimmig Lehrer Feuerlein-Ge" smar gewählt. Beschlüssen wurde das nächstjährige Kreis- kriegerverbaubsfest in Fritzlar ahznhalten.

Wihcnhauseu. Stubenbrand. In einem Haufe am Marktplatz entstand ein Stubenbrand, der durch eine heruntergefallene Kerze verursacht wurde. Durch schnelles Eingreifen des Wohnungsinhabers konnte das Feuer glücklicherweise gelöscht werden, ehe es größeren Schaden anrichtete.

Laudenbach. In glücklicher Zusammenarbeit. Die Leitung des Basaltwerkes Köhler, Bransrobe am Meißner hatte seine Beleaschaftsmitgvieder zu einer Weihnachtsfeier nach Weißenbach eingeladen. Alles was zu einer gesegneten Weihnach sfeier gehört, wurde geboten. In längeren Ausführungen dankte die Verwaltung der Belegschaft für die flute Mit­arbeit. Aus dem Kreise der Belegschaft wurden der Direktion innige DankeKworte als Antwort gezollt. Die Leitung betonte, daß infolge des fleißigen Zu- lammenarbeitens das Werk einen großen Aufschwung genommen ha» und in der Lage war, mehr als 100 Arbeitern und ihren Familien Brot zu geben, trotz ''er verzweifelten Wirtschaftslage und Arbeitslosigkeit Weiter betonte die Leitung, daß auch für das nächste Jahr die gleiche gute Beschäftigung gesichert sei.

Warburg. Sylvester wird vom Turm geblasen. Das historische Blasen vom Turm in der Sylvester- nacht ist feit dem vorigen Jahre wegen der hohen Kosten eingestellt worden. Nun erklärte sich ein Brauereibesitzer aus Freude . er die Nichteinfüh­rung der Biersteuer bereit, 20 Mark für die Musik zu stiften. Nachdem ein Landwirt weitere 20 Mark übernommen hatte, brachten die übrigen Mitglieder die noch fehlenden 16 Mark anteilmäßig auf. Auf diese Weise hat Warburg auch in diesem Jahre wie­der feine traditionelle Musik.

Eifenroth. Der letzte Veteran. Im Alter von 84 Jahren wurde der letzte Veteran von 1870-71, der Bergmann Wilhelm P i n st o ck zur letzten Ruhe ge­bracht. 50 Jahre war er Bergmann; bem Kirchen- borftanbe gehörte er 21 Jahre an.

Neustadt. Abschied bet Lehrerin. Jrn Klassenzim­mer der Volksschule fand die feierliche AbschiedSfeier für die am 1. Januar in ben Ruhestand tretende Leh­rerin Fräulein Maria Braun statt.

Kirchhain. Bürgermeister a. D. Prediger *h Im Alter von 78 Jahren starb der frühere Bürgermeister Johannes Prediger, welcher von 1899 bis 1911 die Geschicke der Stadt leitete.

Kirchhain. Neujahrsmarkt. Am 30. Dezember findet der sogenannte Neujahrsmarkt statt, wobei das junge Landvolk nach alter Sitte sich ein Stell­dichein gibt.

Die Neuregelung der Hypothekenauswtttuiig macht in vielen Fallen eine sogenannte Umschuldung ober wenigstens eine Prolongation der Auswertungshypo- thelen notwendig. Der Zentraioerband Deut­scher Haus- und E. undbef itzervereine hat, wie man uns mitteilt, mit dem Reichsver­band Deutscher Makler (R.D.M.) für Im­mobilien Hypotheken und Finanzierungen e. 33. ein Abkommen getroffen, das eine Zusammenarbeit der örtlichen Organisationen beider Verbände in obiger Angelegenheit sichert und den Hausbesitzern Die Arbeit des erfahrenen und fachkundigen Immobilien­maklers in ber schwierigen und volkswirtschaftlich so notw-ndigen Umschuldungsattion sichert.

Die Jung-Lntherifche Arbeitsgemeinschaft hält ihre Ta­gung in Kaffel - Wilbe 1 m 8 b 6 6 e unter Leitung von D. Erich Stange ab und hat sich für Las kommende Jahr als gemnnsame Aufgabe gestellt:Die lutherische Haltung zu Staat und Volkstum (tm Blick aus die gegenwärtige Stellung der Kirche zu den nationalen Bewe­gungen ringsum". Studenten . Pfarrer Gerhard ftunze^Seipzig, Domvrediger Arndt von Kirchbach-Dresden und Pfarrer Li«, von Randenborgh-Jserlobn werden über Staat und Volkstum sprechen. Bekanntlich hat die Jung- Lutherische Arbeitsgemeinschaft ihre Eigenatt dattn. baß sie unter Ausfcha'tung kirchenvobitischer Kragen brennende Ge­genwartsaufgaben der Kirch« von lutherischer Grundhaltung aus in kleinen zwanglosen Arbeitsgemeinschaften bearbeitet, für die die jährliche Tagung der Bettrauensmänuer ein- beitliche Richtlinien entwirft.

Der Biebfenchenftand in Heffen-Rassan am 15. 12. 1980. Bet der Maul- unb Klauenseuche ist gegenüber dem Stande vom 30. November ein erfreulicher Rückgang fesizustellen. Am 15. Dezember waren in der Provinz Hessen-Nassau 216 befallene Gehöfte gemeldet, darunter 102 neubefallene, ge­genüber 254 bezw. 178 am 80. November. Die verseuchten Gehöfte lagen in folgenden Kreisen: Hofgeismar 78 (25), Homberg 1 (1), Kassel Stadt 2 (1), Kassel Land 121 (70), Witzenbausen 1 (1), Wolsbagen 2, Twistekreis 1 (1), Main- Taunuskreis 2 (1), Ohertaunuskreis 4, Rheingaukreis 4 (2). Schweineseuche und Schweinepest herrsch en ebenfalls in vermindertem Umfange. Befallen waren 10 Gehöfte, da­von 6 neu. gegenüber 19 bezw. 9 am 30. November, und »war in folgenden Kreisen: Schlüchtern 1, Frankfurt/M. Stadt 1 (1), Limburg 1, Matn-TaunuskreiS 1, Obertaunus, kreis 1, Nnlerwesterwaldkreis 5 (5). (Die eingeklammerten Zahlen bedeuten bie neubefallenen Gehöfte!). Andere er. hebliche Viehseuchen waren am 15. Dezember aus Hessen- Slastau nicht gemeldet. (Nachdr. verb.) H. St

Brand in Bomrod

Ei«e Hofrrite eingeäscherl.

Durch ein Schadenfeuer würbe die Hofreite beS Händlers Adolf Klein, Wohnhaus, Scheune und Stallung in Asche gelegt. Trotz aller Anfttengungen der Wehren auS den Nachbarorten war nichts zu rei­ten. Das Nachbargebäude wurde ebenfalls schwer be­schädigt, wurde aber doch gerettet.

Scherzmartt in Treysa

Der Scherzmarkt hatte auch diesmal nichts von seiner alten AniziehunflÄraft eiugebüßt. Aus dem weite» Schwalmgrunde, bis zum Knüll unb aus bem Stei­natal waren die SchwAuier in ihrer malerische« Lanbesttachi erschienen. Der Markplatz vor dem Rathaus war mit Buben aller Art übersüllt I« vier Tanzlokalen wurde eifrig bem Tanze gehuldigt. Die Schwälmer hatten den Burgsaal des ehemaligen Schlosses bei Grafen von Ziegenhain belegt. In dem Gedränge konnte kein Stein zur Erbe fallen. Dte Vertreter der Trachten aus dem östlichen unb nörd- lichen Kreis Zivgenhatn gaben sich ihr Stelldichein in den Gastwirtschaften Möller und Weltlauser. Ma« konnte die Feststellung machen, baß manches Ange­binde für das zarte Geschlecht gekauft wurde. Für die Geschäftswelt Treysas bedeutet der Scherzmarkt, verbunden mit Tanzgelegenheit eine gute Einnohme- guelle. Für die Teilnehmer aber bietet der Besuch manche schöne Erinnerung in den jetzt einsetzenden Dpinnstuben, wo er den Stoss zur Unterhaltung ab- gehen wird.

Briefkasten

Alle an ben Briefkasten gerichteten Anfragen werben no4 bestem Willen beantwortet, jedoch übernehmen wir ick Einzettall keine G e n> ä b t für die Richtigkeit der ertew ten Auskünfte. - Die Empfehlung von einzelnen Firmen usw. an Liefer Stelle müllen wir ablebnen da Sie diese am besten Lurch Len wirksamen Anreigentell derft. N. N.

erf

ft. 100. Nach 5 907 Bürgerlichen Gesetzbuchs kann bet Eigentümer eines Grundstücks verlangen, daß auf bem N achbargrund stück nicht Anlagen berge fielt ober gehalten werben, von denen mit Sicherheit vorauSzusehen ist, baß ihr Bestand ober ihre Benutzung eine unzulässige Einwir­kung auf fein Grundstück zur Folge bat. Sie müllen dar Ansinnen also ablehnen. Bäume und Sttäucher gehören nicht zu ben Anlagen im Sinne dieser Vorschriften. Daß die Arbeiten von Ihrer Seite aus vorgenommen werden, brauchen Sie nicht zu dulden, wenn die Möglichkeit beftebt. daß bie Arbeiten von der eigenen Seite aus ausgeführt werden können. 8 910 Bürgerlichen Gesetzbuchs besagt, datz der Eigentümer eines Grundstücks Wurzeln eines Bau­mes ober Strauches, die von einem Nachbargrundstück ein» gedrungen sind, abschneiden und behalten kann. Das Gleiche gilt von herüberhängenben Zweigen, wenn der Eigentümer dem Besitzer des Nachbargrundstücks eine an­gemessene Frist zur Beseitigung besttmmt hat und die Be- feitigung nufit innerhalb der Frist erfolgt ist. Dem Eigen­tümer steht dieses Recht aber nicht zu. wenn die Wurzeln ober die Zweige bie Benutzung LeS Grundstücks nicht be­einträchtigen.

E. H. 21. Sie wollen bitte unter Borlage Ihres Miet­vertrages in der juttstischen Sorechstunde leben Dienstag von 57 Uhr vorsprechen.

8. ft. Im Fall des Todes Ihres MamteS steht Ihnen die Witwenrente zu, sofern Sie da» 65. Lebensjahr voll- endet haben oder infolge von Krankheit ober anderen Ge­brechen dauernd invalide sind. Eine Prüfung der Bedürf­tigkeit kommt nicht in Frage. Wenn nun, wie in Ihrem Fall, bie Witwe selbst Anspruch aus eigenen Beiträgen bat. fe erhall sie entweder die höhere (eigene) Invalidenrente ober bie Witwenrente. Die niedrigere Rente wird zur Hälfte daneben gezahlt.

8. $>. Nckch 8 8 de» Einkommensteuergesetze» sind bte Bersorgungsgebührnille. die auf Grund einer infolge be» Krieges erlittenen Dienstbeschädigung nach der Minderung der Erwerbsfähigkeit gewährt werden, einlommenfteuerfret.

D. 18. 544 000 PM. Betrugen 106,08 RM. Soweit der Erwerbsvreis nicht in Reichsmark berechnet ist, wird er ge­mäß den Bestimmungen des § 2 des Aufwertungsgesetze» vom 16. Juli 1925 nach feinem Godmarkbetrag berechnet. Dem Erwerbsvreise sind hinzuzurechnen bie nachweislich aufgewendeten Erwerbskosten einschl. einer etwa gezahlten Vermittlungsgebühr. An Stelle der nachweislich aufgewen­deten Erwerbskosten wird auf antrag des Veräußerers ein Betrag von 6 v. H. des Lrwerbsvreises als Erwerbskoften angenommen. In diesem Falle fällt die Anrechnung der Erwerbskosten einschl. Vermittlungsgebühr fort

Langjähriger Abonnent. Eine Heirat ist unter gewissen Bedingungen und nach einer gewissen Zeit immer möglich.

A. 88. Der Tod der Vermieterin änbert an bem schrift­lich geschlossenen ©ertrag nichts.

ft. 8. Ob Sie als Untermieter Wallergeld zu zahlen haben, kommt lediglich auf die Vereinbarung mit Ihrem Vermieter an. Das Wallergeld wird vom Hauswitt beim Mieter durch prozentualen Zuschlag zur gesetzlichen Miete oder aber auch Lurch besondere Umlage erhoben.

H. H. Sofern Sie noch mehrere Gläubiger haben, dürfte er wohl am praktischsten sein, wenn Sie noch nachttäglich Len ftonkursantrag stellten. Das Verfahren wird wegen Mangel an Maffe ja eingestellt, sofern eine diesbezügliche Nachprüfung dies ergibt. Pfändungsttei sind monatlich 195.00 RM. und soweit er diesen Bettag übersteigt, ein Drittel des Mehrbetrages. Ist. einem Ehegatten, Kindern usw. Unterhalt zu gewähren, so erhöht sich der unpfänd- bare Teil für jede Person um ein Sechstel, höchstens jedoch auf zwei Drittel des Mehrbettages insgesamt.

8. 864. Auf Eingehung der Ehe kann nicht geklagt wer­den. Rücktritt vom Verlöbnis verpflichtet den Schuldigen zu Schadensersatz für Aufwendungen mit Rücksicht auf die zu erwartende Eheschließung. Eventuell käme noch § 1300 Bürgerlichen Gesetzbuchs in Frage. Die Ansprüche verjäh­ren in zwei Jahren von der Auflösung Les Berlöbnisies an. JR. M. Die Invalidenrente setzt sich zusammen au» 166 RM. jährlichem Grundbettag, 72 RM. jährlichem Reichs- zufchitß und einem Sieigerungssatz für jede ordnungsmäßig verwendete Marke, welche für bie einzelnen Wochenbeiträgs verschieden ist. Die in der Zeit vom 1. Oktober 1921 bis 81. Dezember 1923 geleisteten Beiträge steigern die Rente nicht Sie haben nur Wert in Bezug auf die Wartezeit und anroarttoaft

ft. M. Der Arzt, ber Sie krank geschrieben hat, dürfte doch für Sie infowett maßgebend fein, als Sie sich von die­sem bestätigen lasten muffen, daß er Sie krank geschrieben bat Wenn Sie auf Anfordern der Krankenkasse durch einen Kreisarzt untersucht worden und auch gesund getrie­ben sind, so steht doch auch fest, datz Sie ber ft affe Ihre Krankmeldung übersandt haben, denn sonst wäre niemals der Vertrauensarzt zu Ihrer Untersuchung aufgeforiert worden und einer Gesundschreibung bedurfte es nicht. Stel­len Sie dem Oberversicherungsamt die Sache nochmals klar vor und Sie werden zum Ziel kommen.

3. 8 II. Familienznschläge sind nur für solche Ange­hörigen des Arbeitslosen zu zahlen, die einen familienrecht­lichen Unterhaltsanspruch haben und sofern Sie, hier Ihre Muller, diese ganz ober überwiegend unterhalten haben.

Rundfunk

Programm des Frankfurter und Kasseler Senberl Mittwoch, den 8L Dezember.

6.15: Wettermeldung, Morgengymnastik

7.30: Frühkonzert auf Schallplatten

12.20: Schallplattenkonzert: Luftiges Jahresende

14.00: Werbekonzert (Schallvlatten)

15.00: Jugendstunde:Die Bootlegger» oder bie amerifa» nischen Llkoholschmuggler" 15.25:Acht Wochen auf einem Fischdamvfer in der Nordsee und tm Wei­ßen Meer"

16.00: Blasmusik be» Musikkorps be» Ausb.-Batl.. In- santerie-Regiment

18.05:Der Simmel im Januar und Februar: Die Aus. baueinbeit im Gebäude der Well', yertrag von Pro­fessor E. Stttig

18.35: Esperanto-Unterricht

19.00: Bon Stuttgart: Evangelische Jahresabschlußfeier

19.45: Bon Stuttgart: Erösfnungsabend Les neuen Stutt­garter Bergnügungsvalaftes Metropolis Funk- reportage

21.00:Man nehme .. .* Hörspiel von Paul Schiller unb Leo Krasa Musik von Walter Goehr Leitung: Emst Schoen

22JO: In ber Stammkneipe der Hamburger Zimmerleute Reportage von Paul Laven

23.00: Der WeltsenLer tunkt! Eine Sttoefter-Revue von Hilarius

23.40: Des Jahre» letzte Stunde

24.102.00: Bon Berlin: Tanzmusik

ftSuigswukerhausen:

12.00: Schallplattenkonzert Des Jahres letzte Stunde

14.00: Schallplattenkonzert

16.30: Nachmittagskonzert von Hamburg

16.30: Bon Berlin: Kunkvotvourri

21.15: Aus Königsberg: Unterhalttingskonzert

23.00: Aus der Volksbühne: 9. Sinfonie mif Schltttzchor über Schillers OdeAu die Steube* von ItuvW ean Beethoven