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Nummer 304*
Dienstag- 30. Dezember 1930
20. Jahrgang
Radikale Bauernnotbewegung in Bayern
Gegen die alten Gtanöesorganisationen / Lord Cecil zum Abrüstungsproblem / Spanien wählt am 31. März? / Oie neuen Männer in Rußland
„Wir greifen zur Selbsthilfe..
(Von unserer Berliner Schriftleitung.)
Berlin, 30. Dezember.
In SiUSatzern im Jmrtcl, im Chiemgau, im Mangfalsgau und in den angrenzenden Gebieten ist eine nxue, radikale Bauernbewcgung unter Führung des Bauern Altenburger aus Heukwes entstanden, die dem -Lokalanzeiger" zufolge, bereits starken Anhang in kleinbäuerlichen Kreisen gefunden hat.
Die Parole ist: Die bisherigen Standcsorgani- sationen, in Händen politischer Parteien, habe» versagt. Es kann nicht mehr so weiter gehen. Wir greifen z u r S e l b st h i l f e, um nicht Haus und Hof zu verlieren.
In Rosenheim, Alpliug und Miesbach fanden große Kundgebungen der neuen Bewegung statt. Zahlreirlie Diskussionsredner traten für die neue Bewegung ein und erklärten, die Bauernbewegung wäre der Notschrei eines zu Tode getroffenen Standes. Komme keine Hilfe, dann sei der lju- sammenbruch unaufhaltsam. Die Schutzzölle träten »tel zu spät gekommen. Nur ein Abgeordneter der Bayerischen Bolkspattci stellte sich der Bewegung entgegen und sprach sich für die alten Organisationen
Lord Cecil über die Abrüstung
London, 30. Dezember.
Lord Cecil sprach gestern im Rundfunk über das Abrüstungsproblem. Er betonte, daß die Zukunft unserer Zivilisation unter Umständen davon abhängig sein kann, ob die kommende internationale Ab- r ü stungskonferenz zum Erfolg oder zum Fehlschlag führt. Die Konferenz müssezueiner internationalen Vereinbarung kommen.
Die internationale Abrüstung, so erklärte Lord Cecil u. a., gehört zu unseren wichtigsten nationalen Interessen. Wir haben nicht nur einmal, sondern zu wiederholten Malen die Verpflichtung übernommen, die Rüstungen der im Weltkrieg siegreichen Nationen herabzusetzen und zu begrenzen als Ergänzung zu der Abrüstung, die wir unseren früheren Gegnern zur Pflicht gemacht haben. Wir werden jedes Vertrauen in internationale Verpflichtungen zerstören, wenn wir das, was wir versprochen haben, nicht erfüflen. Dabei ist es in meinen Augen von sekundärer Bedeutung, daß wir in diesem Fall auch nichts zu antworten haben würden, wenn unsere früheren Gegner mit der For
derung an uns herantreten, wieder aufrüsten zu können.
Gewisse Nationen werden, so erklärte Cecil weiter, vielleicht aus der Abrüstungskonferenz die Frage an uns richten: „Wenn wir nun abrüsten und angegriffen werden sollten, werdet ihr uns zu Hilfe kom- men?" Wir können einer solchen Mahnung gegenüber uns nicht taub stellen und wenn wir den Frieden durch Abrüstung wollen, so müssen wir auch bereit sein, jedes notwendige Opfer zu bringen, um uns die unendliche Wohltat des Friedens zu sichern. (Es ist erfreulich, daß Lord Cecil die Pflicht zur Abrüstung betont. Aber die schönsten Worte des englischen Politikers können nicht wieder gutmachen, was von ihm gerade während der letzten Sitzung des Vorbereitenden Abrüstungsausschusses verabsäumt worden ist.)
Spanische Wahlen am 1. März?
Madrid, 30. Dezember.
Die Zeitung „Jnformaciones" glaubt zu wissen, daß die Regierung die $5 a'ri'c n für ddn 1 März ausschreiben wolle, und daß General Berenguer alsbald eine bestimmte dahingehende Erklärung unterzeichnen werde.
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Paris, 30. Dezember. Wie Havas aus Madrid berichtet, veröffentlicht das amtliche Organ des Kriegsministeriums die Liste der Fliegeroffiziere, die wegen der letzten Aufstandsbewegung zur Disposition und vor ein Kriegsgericht gestellt werden. Die Liste umfaßt 5 Kommandanten und 21 Subalternoffiziere.
Wie weiter bekannt wird, ist der Vorsitzende der Rechtsrepublikanischen Partei Sola verhaftet worden.
Zoffres Erkrankung
Paris, 30. Dezember.
Als am Montag nachmittag gegen 19 Uhr der ärztliche Bericht mitteille, daß Marschall Jo ff re in den letzten Zügen liege, rechnete man damit, daß der Tod von Minute zu Minute eintreten würde. Wider Erwarten öffnete Joffre um 23 Uhr die Augen und war wieder völlig bei Besinnung. Nachdem er einige Worte mit den Merzten gewechselt hatte, denen er mitteilte, daß er sich besser fühle, verlangte er zu essen und sank kurz darauf in einen tiefen Schlaf.
Oie alte Lenin-Garde verschwindet!
(Von unserem Korrespondenten.)
5U4 b«m «roßen Revirement letzt ft* der Rat »et Volkskommissare der Sowieinnion wie folgt zusammen: Vorsitzender: Molotow, stellvertretende Vorsitzende: Kuidnschew, Anireiew, Rudsutak, Aen- betes: Lttwtuow, Finanzen: Grntko- Fustiz: ftnrefi, «ubeuhnudel: Rosengol,. Versorgung: Mikoiau, Krieg und Marine: Woroschilow. Oberster Bolks- wirtschaftsrat: £ rdsbouikidke. Arbeiter- und Baueru- mspeknou: Andrejew. Landwirtschaft: Jakowlew, Verkehr Ruckimowitsch. Arbeit: Zychon. Staatlicher Plauausschutz: »nrbuichew. G P. U : Meuibinski. I» dem nachfolgenden Artikel schildert unser Sott- derberlchterstatzer die Hintergründe des Kabiuetts- wechsels und die neuen Männer der «owietregieruug.
Moskau, Ende Dezember.
Mit 6er Amtsenthebung Rhkows vom Posten des Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare der Sowjetunion ist der letzt« Vertreter der alten Lenin- Garde aus der Sowjetregierung ausgeschicüen. Lauter neue Männer, zum Teil sogar solche, die nicht einmal in den letzten Jahren irgendwie hervorgeire- ten sind, sind an die Spitze der einzelnen Volkskom- missariate gestellt worden. Das große Revirement in ven Spitzen der Sowjetverwaltung, das bereits seit eiuttti Jahre andauert und nunmehr anscheinend zu einem vorläufigen Abschluß gelangt ist, ist, will man westeuropäische Begriffe auf das bolschewistische Rußland anwenden, nichts anderes als ein Kabinetts- Wechsel.
Als erster verschwanv der Literat und Schöngeist Lunatscharski aus dem Volksbildungskommissa- riat der RSFSR, dem er seit der Machtergreifung durch die Sowjets im Oktober 1917 Vorstand. An seine Stelle trat ein Militär, Bubnow, Leiter der politischen Aufklärung der Roten Armee. Diesen Personenwechsel begründet man mit der Notwendigkeit, die Leitung der kulturellen Angelegenheiten des Sowjetstaates in die Hände eines Mannes zu legen, der Schule, Universität und andere geistige Dinge de»
„harten Erfordernissen des angespannten Kampfes um den sozialistischen Aufbau" anpassen könnte.
Dann ging S e rn a s ch k o, der Gesundheitskom- rnissar, ebenfalls einer der dienstältesten Mitglieder der Sowjetregierung und Lenin seinerzeit persönlich eng verbunden. Der langjährige Arbeitskommissar Schmidt, ein Deutschrusse, Freund Lenins und Leiter des Kommissariats seit den ersten Jahren des Sowjetregimes, folgte. Sein Nachfolger wurde Ugla- now, der jedoch nach kurzer Zeit wegen .rechtsoppositioneller Abirrungen" abgesetzt und durch einen völlig neuen Mann, Zychon, ersetzt wurde. Kry - s ch a n o w s k i, einst einer der engsten Mitarbeiter Lenins und Urheber der Elektrifizierungspolittk. mußte die Leitung des Staatlichen Planausschuffes, des Gosplan, abgeben und wurde stellvertretender Leiter dieser Behörde, an deren Spitze er seit langen Jahren gestanden hatte.
Sein Nachfolger Kuibuschew trat seinen bisherigen Posten, den Vorsitz im Obersten Volkswirtschaf.srat der Sowjetunion, der höchsten Jndustrie- behörde Rußlands, an Ordshonikidse ab, an den engsten Mitarbeiter und Landsmann des Parteidiktators Stalin, der auch als Nachfolger Rvkows in das Politbüro der Partei nachgerückt ist. Ords- hontkidse, der neue Herr der Sowjetindustrie, war bis dahin Volkskommissar der Arbeiter- und Bauerninspektion und Vorsitzender der Zentralkon- trollkommission der Kommunistischen Partei, somit der „Großinquisitor" des Sowjetregimes. Ihm ist in seinen Regiernngs- und Parteiämtern ein :uer Mann, Andrejew, gefolgt. Andrejew ist gleich- zei > zum stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare ernannt worden, eine über
raschend schnelle Karriere für einen bis jetzt völlig unbekannten Mann. Es scheint ülchaupt zu den politischen Methoden 2 Darteidiktators zu gehören, völlig neue Männer, Partei- und regierungspoNüsch unbeschriebene Blätter, in höchst Staatsstellungen einrücken zu lassen, um feinen an sich f*on dominierenden Einfluß auf die Geschicke des Landes noch zu stärken. Stalin bat übrigens im Rahmen des großen Revirements auch zum erstenmal fett dem Bestehen des Sowjetregimes ein Regierunasamt übernommen und rwar als Mitglied des Rates für Arbeit und Verteidigung.
Ein neuer Mann ist auch der Nachfolger Brjuchanows in der Leitung des Finanzkommiffariats, der Ukrainer G r i n k o. Im Rahmen der Reorganifation der Leitung der russischen Wirtschaft ist noch die Teilung des Handelskommissariats der Sowjetunion in ein Außenhandelskommissariat und ein Versorgungs- fommiffariat zu erwähnen, wobei an die Spitze der neuen Volkskommissariate der frühere russische Geschäftsträger in London Rosengolz und der bisherige Handelskommissär Miko ja n, ebenfalls ein Landsmann Stalins, getreten sind.
Der neue Vorsitzende des Rates des Volkskommissariats der Sowjetunion Molotow hat sich bisher nahezu ausschließlich in der Kommunistischen Partei
betätigt und zwar in seiner Eigenschaft als Sekretär der Partei als unmittelbarer Mitarbeiter Stalins. Bekannt geworden ist fein Name im Auslande, als er der Nachfolger Sinowjews in der Leitung der Kommunistischen Internationale, der Komintern, wurde.
In diesem Amt hat er die gesamte Tätigkeit der Komintern in den letzten Jahren maßgebend beeinflußt und ist einer derjenigen gewesen, die die Theorie Sinowjews von der „Stabilisierung des Kapitalismus" in der nichtrussischen Welt stets auf das schärfste bekämpft hatten. Es ist interessant, daß, während Molotow bei feiner Ernennung zum Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare aller seiner bisherigen Parteiämter entbunden wurde, von feinem Rücktritt von der Leitung der Komintern noch nichts verlautet. Sie Machtvollkommenheiten Molotows sind durch die Bildung des neuen Kontrollorgans, des Vollzugsausschusses beim Rat der Volkskommissare, im Vergleich zu denjenigen seines Vorgängers Rykow stark erweitert worden. Aus den Aeußerungen der Sowjetpresse ist zu ersehen, daß sie in Molotow den starken Mann sieht, der die durch die schwankende Halttmg RYkows hervorgerufene Unsicherheit beseittgen soll.
Die WelipolM an der Jahreswende
2. Politik im Südosten
Budapest, Ende Dezember.
Die politische Geschichte des vergangenen Jahres verlief im europäischen Südosten im Zeichen der wachsenden wirtschaftlichen uuidg finanziellen Schwierigkeiten. Die Staaten des Süd oste ns, von einer primitiveren Struktur als die des Westens, fast gänzlich ohne bedeutende Reserven, standen unter einem erhöhten Druck. In dem Maße, als sich die Weltwirtschaftskrise vertiefte und besonders die Preise für die Erzeugnisse der Landwirtschaft immer weiter sanken, wandte sich das allgemeine Interesse auch in diesen Ländern den wirtschaftlichen Fragen zu. Die auffälligste Erscheinung in dieser Richtung war die Lockerung der politischen Bin- düngen, die drei Staaten der Donaugruppe, die Mitglieder der kleinen Entente, aneinanderknüpften. Politisch war die KleineEntente stets eine rein negative Angelegenheit. Der Inhalt der erst 1929 zeitlich einander angepaßten Verträge bestand aus der einzigen Verpflichtung, die durch die Friedens- Verträge geschaffene Neuordnung im Donautale zu schützen und zu garantieren; positive Bindungen und Verpflichtungen waren in diesen Verträgen nicht enthalten. Die Versuche des tschechischen Außenministers Dr. Benesch, die gegenseitige Annäherung der Verbündeten in wirtschaftlicher Richtung einzuleiten, erlitten Schiffbruch an dem tiefen Strukturunterschied im wirtschaftlichen Aufbau der Verbündeten, der durch politische Kombinationen sich nicht angleichen liefe. Dagegen gelang es 1930 fast mühelos, die poli- ttschen Gegensätze, die zwischen Ungarn und feinen beiden südöstlichen Nachbarn bestehen, in überraschend kurzer Zeit zu überwinden, sobald sich aus der Verbindung der drei Agrarstaaten handgreifliche wirtschaftliche Gewinne erhoffen ließen. Es wäre indessen verfehlt, zu weitgehende Kombinationen an das Zusammenarbeiten der Agrarstaaten des europäischen Südostens zu knüpfen. Die gemeinsamen Interessen jedoch systematisch zu einer praktischen Zusammenarbeit zu führen, ist eine schwierige Aufgabe. Die Zollfriedenskonferenz in Genf, wo der erste handelspolitische Vorstoß der südöstlichen Agrarstaaten unter rumänischer Whrung erfolgte, führte zu nichts mehr als zu einer protokollarischen Festlegung der Wünsche des Agrarblocks, die darauf hinauslaufen, dem starken Getreideüberschuß in den europäischen Industrieländern Absatz zu verschaffen, wo heute die amerikanische Einfuhr eine drückende Konkurrenz dar- stellt.
Die Staaten des östlichen Agrarblocks sind in hohem Maße auf auswärtige Kapitalhilfe angewiesen. Denn die Umstellung der östlichen Landwirtschaft, die nur durch intensive Kapitalisierung, aufgeben der intensiven Getreideproduktion, Einführung moderner Methoden auf dem Gebiete der Geflügelzucht usw. möglich ist, wird überall im ganzen Tonautale als dringendste Aufgabe angesehen. Nur so kann man die Handelsbeziehungen nach dem Westen erweitern. In wie engem Rahmen sich dieser Verkehr heute abspielt, ergibt sich aus dem bedeutenden Rückgang des deutschen Handels mit den übrigen mit- teleuropäischen Staaten, gemessen am Gesamtvolumen des deutschen Außenhandels. Die beiden Industrieländer des engeren mitteleuropäischen Raumes, Oesterreich und die Tschechoslowakei, bieten keinen genügend aufnahmefähigen Markt für die Erzeugnisse der Agrarwirtschaft des Donaugebietes; cs
müßte daher eine vollkommene Neuorientierung des mitteleuropäischen Raumes eintreten, um den wechselseitigen Warenaustausch zwischen den Agrarländern und den industriellen Verbraucherstaaten intensiver zu gestalten. An diesem Punkt versagt aber die Kraft der wirtschaftlichen Faktoren. Sie reichte bloß dazu aus, um den ersten Versuch einer Zusammenarbeit zwischen den, verschiedenen machtpolitischen Ein-, flüslsen unterworfenen, drei Staaten: Ungarn, Jugoslawien und Rumänien zuwegezubringen. Um jedoch den Einfluß Frankreichs und der von ihm verkörperten statischen Richtung zurückzudrängen, müßten ein viel höherer Druck, bedeutend größere wirtschaftliche Not, die Revolutionierung der östlichen Bauern-- massen auftreten.
Vorerst lassen sich die Einflüsse der französischen und italienischen Politik östlich von Wien klar verfolgen, und von diesen beiden divergierenden politischen Linien unabhängig beginnt sich auch die wirtschaftliche Linie allmählich durchzuringen. Diese Duplizität osteuropäischer Politik trat während des verflossenen Jahres besonders stark zu Tage. Italien einerseits und Frankreich andererseits haben die Entwicklung im Donautal mit verschiedenen Gefühlen beobachtet. Italien würde durch einen Sieg der Wirtschaft über die Politik um die Früchte einer mehr als fünfjährigen diplomatischen Kampagne gebracht werden; ein Zusammenschluß der Agrarstaaten im Donautal würde auch allzu sehr auf die wohlwollende Mitwirkung und Unterstützung des Deutschen Reiches angewiesen sein, um politisch in unabhängiger Stellung von Frankreich zu bleiben. Paris versucht nun, die sich allrnählich heraus- bildende Gruppe mit finanziellen Mitteln an sich zu binven. Italien vermag das nicht, es ist allzu sehr mit den eigenen Sorgen beschäftigt. Die Tschechoslowakei verfolgt ebenfalls mit gemischten Gefühlen die Neugruppierung an ihren südlichen Grenzen. Der Zusammenschluß der drei Agrarstaaten würde mit einem Schlage Prag aus seiner leitenden wirtschaftlichen Stellung verdrängen. Oesterreich allein ist willig, an dieser wirtschaftpolitischen Neubildung mitzuwirken. Die österreichische Industrie erwartet, und allem Anschein nach mit Recht, eine Befestigung der Verbindungen, die es seit Jahrhunderten an die übrigen Tonauländer knüpfen. Die Wirtschaftliche Suggestion, die der agrarischen Blockbildung entströmt, erwies sich als stark genug, um auch noch Bulgarien in den Bannkreis dieser Idee zu ziehen, trotz den tiefen Gegensätzett, die dieses Land von Jugoslawien und Rumänien trennen.
Wie gesagt, die handgreiflichen, wirtschaftspoliti- fd?cn Erfolge der Agrarkonferenzen im europäischen Süvosten sind vorerst noch sehr gering, politisch ist aber ihr Einfluß außerordentlich hoch eiuzuschätzen. Heute find diese Staaten mehr oder minder von der politischen Protektion Frankreichs oder Italiens abhängig; ihre wir tschaftliche Zusammenarbeit würd in überraschend kurzer Zeit zu ihrer politischen Unabhängigkeit führen, die gleichbedemend wäre mit einer Anlehnung an die deutsche und österreichische Wirtschaft. Aus die Wichtigkeit, die in diesem Zusammenhang der weiter-» Gestaltung der deutschen Innenpolitik und der Cat: Wicklung der deutschen Wirtschaft zukommt, nicht besonders hingewieseu zu wereew.