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7ir 301 / Zwanzigster Jahrgang

Kasseler Neueste Nachrichten

Mittwoch/Donnerstag, 24./2S. Dezember 1930 / 2. Beilage

JRunö um -en Rothenberg

Au einem Eingesandt ,£ob und Tadel für die Rothenbergsiedlung- teilt das städtische Presseamt mit:

Die Mieten und Nebcnabgaben der Rolhenbcrg- stedlung eni sprechen den zu Beginn des Bauav- schnitts vom städttjchen Bauami gemachten Angaben; sie sind insofern noch günstiger, als sie die seinerzeit angenomnieue 25prozentigc Mietsjenkung noch über« treffen. Es kommen zur Erhebung 175 Prozent der Friedensrniete, während tn anderen Neuoauien mit rund 230 Prozent Der Friedensmiete gerechnet wird. Ebenso ist die Gebühr für Zentralheizung und Warm­wasserversorgung der Wohnungen niedriger als bei gleichen Anlagen anderer Neubauten. Bei einem Vergleich der Miethöhe und sonstigen Aufwen­dungen in Neubauten ist von gleichartigen Verhält Riffen auszugehen. Neubaumieten können nur mit Neubaumieten verglichen werden und nicht mit solchen Altwohnungcn oder Wohnungen verschie­dener Größe und verschiedenen Verwenduitgszwek- !e>. Dabei ist auch der Bequemlichkeitsfakior und die dadurch erzielte Ersparnis zu berücksichtigen. Da­nach müssen die Mietpreise am Rothenberg als gün­stig bezeichnet werden.

Was die technische,t Bemängelungen anbetrifft, so sei hierzu folgendes bemerkt: Infolge der heutigen leichteren Bauweise ist die Schalldurchlässigkeit bei ollen Neubauten größer als bet den Altwohnungen, jedoch nicht so erheblich, daß sie ein gemütliches Woh­nen beeinträchtigt. Die Beheizung war bisher zu­friedenstellend. Nach Durchführung der neuen Eut- regulterung werden auch die letzten Wünsche befrie­digt sein. Die Zeiten für Warmwasserbelieferung sind auf Wunsch der Mieter wiederholt abgeändert worden. Es muß jetzt bet der bestehenden Einteilung verbleiben. Die Mieter müssen sich den Verhältnissen anpassen, wenn der Betrieb wirtschaftlich geführt und die Versorgung mit Heißwaffer zu dem bisherigen geringen Satz auch weiterhin erfolgen soll. Es sei hierbei nur auf die Ersparnisse an Gaskosten durch die Warmwasserversorgung hingewiesen; in der ge­ringen Waffergedühr sind auch die Kosten für die Bäder einbegriffen.

Zur Erwärmung der Küchen müssen die Heizkör­per genügen; die Anzündung des Gasherdes wird nicht wesentlich zur Erwärmung des Raumes bei­tragen. Der durchschnittliche Gasverbrauch bei den Mietern der Rochenbergsiedlung beläuft auf monat­lich 4 RM.: eine Herabsetzung des Gaspreises ist nicht erfolgt. Nach den Urteilen zahlreicher Haus­frauen am Rothenberg ist die hier durch,^führte Tren­nung von Arbeitsküche und Wohnraum als durch-

ein

Ankere Heimat

in

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Aus den Gemeindeparlamenten

Lteberschuß, trohöem Steuererhöhung

Sonnabend, den 27. Dezember.

Breitenbach sorgt vor.

An die neue» Rnndiunkböierl

sogleich eine Operation vorgenommen werden. Verletzte kann hoffen, die Bewegungssäbigkei

beitrat

11.00:

11.30:

tief baä

Bild überreichen.

Trendelburg (Kreis elektrischen Lichtanlage

In bedürsttgen Fällen sind auch an Arbeitslosen­unterstützungsempfänger Weihnachtsbeihilsen ausge­geben. Die Schwesternstationen haben nebenher eu* Sammlung veranstaltet. Die bedürftigen Kindern z>» gute kommen soll. So ist im Streife fast unter Aus­schließung der öffentlichen Hand ein Liebeswerk durch­geführt, das von vollem Erfolg gekrönt wurde. Fer- ner ist in Erwägung gezogen, die Wohlfahrtserwerbs- wsen nach öen' Weihnachtstagen als Fürsorg < arbeitet bei den einzelnen Gemeinden etnzustel« len So erhalten dieselben Tariflohn und können die Anwartschaft auf Arbeitslofenuntcrstutzung erwerben.

19.00: Cellovorträge

-20.00: Orchesterkonzert ,

Danach bis 0.30: Tanzmusik (Kapelle Dafos Sela)

Unfall durch scheuende Pferde

Mit dem Spiegel in den Baum geschleudert

In Gombeth ereignete sich ein bedauerlicher Un- glüassali dadurch, daß beim Aufladen von Möbeln die Pferde des betreffenden Fuhrwerks scheuten, so­daß der Fuhimann in hohem Bogen auf die Straße geschleudert wurde und schwere Verletzungen erlitt Gr mutzte dem Krankenhaus Hephata zuge,uyrt wer­den. Der Besitzer der Möbel, ein Arbeiter aus Dtl- lich, kam ohne segliche Verletzung davon, obwohl er mit einem Spiegel im Arm vom Kutschbock auf einem Obff baum und Dann aus den Boden geschleudert wurde.

Königswnsterhaus«»:

Blasmusik

Berühmte Sänger (Schallplattenkonzert) Ans Leipzig Tänze der Nationen Unterhaltungsmusik

Kart Köftlin

Nachmittagskonzert des Rundfunkorchesters

..Vom Sinn des Lebens-', Vortrag von Umversttäts» Professor Tr. August Messer, Gieße»

7.30:

12.20:

13.50:

14.00:

14.30:

16.00:

18.05:

Was höre» wir am Heilige» Abend? Fernempfang: 24.00: Kattowitz (408,7 m): Mitternachtsmesse o!er 9.04: Pretzburg (über die tschechoslowakischen Sender): Muter» nachtsmcssc. Anschließend: Wechnachtssestmusik und Messe über Toulouse oder Barcelona.

12.00:

16.00:

^n der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurde die Biersteuer beschlossen und die Realsteuern um 50 Prozent erhöht. Wenn auch der Etat ausge­glichen ist, sogar noch ein Ueberschuh verbleibt, wurde die Biersteuer und Erhöhung der Realsteuern von der S. P. D. gefordert und mit deren Stimmen angenommen. Die bürgerlichen Parteien stimmten deshalb dagegen, weil noch ein erheblicher Uefeer- schutz zur Verfügung stehe.

Weihnachtsfürsorge tm Kreise Warburg

Was in Warburg alles getan wurde.

Oeffeniliche Fürsorge und Earitas haben so treff­lich im Streife Warburg gewirkt, daß am Weihnachts- fefte kein Fürsorgebedürsiiger Not zu leiden hat. Zum ersten Mal ist in diesem Zähre eine Lebens m it- telsammlung durchgeführt, die überraschend guten Erfolg gezeitigt hat Der Earitasverein, der Vaterländische Frauenverein und die landwirtschaft­lichen Ortsvereine haben sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Es ist erstaunlich, welche hohen Sum­men in kleineren Ortschaften teilweise gezeichnet sind. In erster Linie sind die Bedürftigen des Kreises Warburg mit dem Notwendigsten beliefert. Ein gro­ßer Restposten ist in die Großstädte des In - dustriebezirks gewandert. Nebenher haben Wohlfahrtsamt und örtliche Fürsorgebehörden mit Barunterstützungen ausgeholfen. Alle Wohl- fahrtserwerbswsen haben eine Weihnachtsbeihilfe er­halten. Die Sätze beliefen sich wie folgt: Ehepaare 15 RM., Kinder unter 14 Jahren pro Kind 3 RM., ledige 8 RM. Die Mittel sind durch Kreistag und tn Stadt Warburg durch die Stadwerordnetenversamm- lung nach heißen Debatten zur Verfügung gestellt.

aus vorteilhaft erkannt, sodaß ein Verlangen nach der früheren fogen. Wohnküche nicht besteht_

Dr. Theiß.

Ltnglück beim Christvaumholen

Den Sohn ins Bein gehackt.

8.00: Weihnachtschoräle

8.15: Katholische Morgenfeier .

92iv: Militärkouzert des Mustkkorps des Ansb.- (Hess-k

Ball. 15. Infanterie-Regiment, Marburg-Lay:

11.00: Stunde der Kammermusik. Sonate» für Bwllt

Hofgeismar.) Ausbau der in der Kirche. Das altehr-

Zm Hamburg-Nürnberger D-Zug wurde Deutschamerikaner, der sich auf der Ruckreife von Amerika in seine deutsche £>etmai befand, seiner Brieftasche mit Inhalt beraubt. Der Täter konnte in der Person eines in Den 30er Jahren st-yenden Man­nes auf Dem Bebraer Bahnhof seffgenomtneii wer­den. Obwohl er erst hartnäckig leugnete, konnte er überführt werden. Er war im Besitz großer Geldmit­tel unter denen sich auch mehrere Dollarnoten befan­den Der Festgenommene wurde dem Hersfelder

Was unsere Leser wünschen

(Für die unter dieser Rubrik veröffentlichte»Eingesandts" übernimmt die Schriftleitung keine-'ei Verantwortung.)

Laßt I« Stotel arbeite»!

Unterstützt man das hiesige Bäckerhandwerk in der augenblicklichen schweren Wirtschaftslage, ist das zweifellos sehr gut. Warum aber bekommt man dort die Backwaren so oft in Papier oder Tüten eingevackt, ans welchen die Drucksirme» auswärtiger Druckereien oder Papierverar­beitungswerke glänzen? Wir haben am Ort genügend pa- pierverarbeitendc Industrie, welche sckno monatelang kurz arbeitet und dauernd Arbeiter entlassen mutz. Wenn die Bäcker zunächst einmal der hiesigen Industrie Helse», dann wird deren Arbeiter auch wieder mehr Brot kaufen und den Bäckern acht cs besser. Darum, alle arbeitete itt der Stadt Kassel aussiihren lasse»! A. E.

Eschwege. Ein langgehegter Wunsch der Bevölke­rung tff mit Der Anschaffung einer Motorspritze ür Die Freiwillige Feuerwehr in Erfüllung gegan­gen. Die Abnahme erfolgte im Beisein der städtischen Körperfchasten sowie des Kommandos der Freiwilli­gen Feuerwehr. Die Spritze, ein Modell Goliath 2, hat einen Zweizylinder-Zweitaktmotor mit einer Leistung von 800 Mmutenlitern und einer Starke von 23 PS. Die Motorspritze kostet runo 4000 RM. Zü­chtige haben der Kreis und die Hessische Branbver- icherungsanstalt geleistet.

Eschwege. Aus eine 40fäffrige Tätigkeit als Hebamme konnte Frau Auguste Siegel in Langen­hain zurückblicken. Vom Gemeindevorstand, dem Kirchenvorstand und dem Kreisarzt wurden der Jubi­larin Glückwünsche übermittelt. Ferner gingen auch Glückwunschschreiben des Vorsitzenden des Kreisaus- chusses und des Volkswohlfahrtsministers Hirtsieser ein. Der Kreisausschutz liefe der Jubilarin außerdem einen Geldbetrag und der Wohlsahrtsmimster ein

Das Roden von Weihnachtsbäumen hat in Lüt­geneder (Kreis Warburg) zu einem Unfall geführt, tgin Landwirt hieb beim Abschlagen eines Baumes aus Unvorsichtigkeit seinem zehnjährigen Sohne in das Bein. Der Schnitt war sehr gegangen, sodaß Ueberfübrung des Verletzten tn St. Petri-Hospital Warburg notwendig war.

Bedient das Empfangsgerät mit der größten Borsicht. Jedes Heulen der Rückkoppelung stört in weitem Umkreis andere Hörer. Erprobt die Leistungsfähigkeit des Gerätes nickst gerade während der Weiünachtsrage: über den Orts­fender ist fo Bielseitiges und Wertvolles zu hören, da» mo« auf Fernempfang gern verzichten kann. Tie Klänge aus dem Lautsprecher find nur leise zu vertragen. Der Ortsfender arbeite: jetzi ganz einwandfrei; Berzerrunge» und Unterbrechungen stammen zumeist vom übersteuerte» Gerät und von defekten Zuleitungen. Oesfnet kein Gerät, sv lange es unter Spannung steht.

. ewegungssähigkeit des

Fingers wieder zu erlangen. Die erheblichen Arzt­rosten werden von einer Krankenversicherung getra­gen welcher der Landwirt zwei Tage zuvor

Würdige Gotteshaus hat in den letzten Wochen außer dem neuen Geläut noch eine weitere Neue­rung erhalten: die elektrische Lichtanlage. Sie wurde von den Firmen A. und H. Silber ausgeführt.

Erksdorf. Zur letzten Ruhe. Im Alter von 80 Zähren wurde der Eemeindegelderheber Johannes Balzer zur letzten Ruhe gebracht. 27 Jahre hat er treu das Amt zur Zufriedenheit der Gemeinde geführt.

Xretifa. Die Erwerbslosen tagen. Im Burgsaal hatten sich die Erwerbswsen zusammengesunden, um Bem Vortrag des Direktors des Arbeitsamtes, Herrn Ludolph, zu lauschen, der über die letzte Notverord­nung der Reichsreaierung und die Auswirkung au: die Arbeitslosenversicherung sprach. Als zweiter Red­ner sprach Parteisekretär Hermann von der S. P. D. über die politischen Fragen und die Gegenwart. Von

18.35: Stunde 6er Arbeit

19.05: Spanischer Sprachunterricht

19.30: Konzert des Poppeschen Lautenchors.

20.30:Wer die Wahl hat ...!* Eine bunte Stunde nm die Schallplatte

31.20: Konzert des Rundf unkorchefters

22.20: Nachrichten, Sportbericht und Wettermeldung

22.4024.00: Bon Berlin: Tanzmusik der Kapelle Ott»

Kermbach

Königswusterbausen:

12.00: Schallplattenkonzert: Deutsche Volkskunst tu Wort und Ton

14.00: Schallplattenkonzert

16.30: Ueberrragung des Nachmittagskonzerts v. Hambnr«

20.00: Aus Hamburg: Blasorcheslerkonzert

6.15: Wetrermeldung

Frübkonzert des RundfunkauintettS Schallplattenkonzert: Bunte Platte» Storungsschallplattc mit Erklärung Werbekonzert (Schallplatte«)

Stunde der Jugend Ausführende: Elsa Pfeiff».

den Arbeitslosen wurde auf Die Not hmgewiesen, dte nach Einstellung der Unterstützung durch Das Arbeits­amt auf diese durch die Gemeinde und Wohlfahrts­amt angewiesen seien. Da der Kreisausschuß eine Reduzierung der Beträge vorgenommen hat, wurde eine Kommission von fünf Mitgliedern ge­wählt, welche mit dem Landrat persönlich verhan-

Ossendorf. Bürgersteuer. Es wurde kurz vor den Weihnachtsfesttagen beschlossen, die Bürgersteuer ein­zuführen. Die Bürgersteuer soll in zwei Raten am 10. Januar und 10. März 'S31 erhoben werden .

Schweinsberg. Durchgehende Pferde. Durch ein entgegenkommendes Auto scheuten die Pferde eines Landwirts auf der Ohmbtücke und raffen in die Stabt wobei der Führer herunterfiel. Das Gespann blieb an dem eisernen Ständer am Bahnhof hängen, wobei die Deichsel abbtach und die Pferde stürzten. Die Tiere konnten später in der Stadt eingefangen roeSäweinsber6. Diebstahl. Während der Abwesen­heit einer Hausfrau auf kurze Zett wurden thr aus dem Zimmer 20 M. entwendet. Der Verdacht fiel auf eine bettelnde oder hausierende Person.

Amöneburg. Notstandsarbeiten. Um dte große Zahl der Erwerbslosen zu reduzieren, laßt dte Stadt Notstandsarbeiten ausführen, . und zwar aus Mitteln der produktiven Erwerbslofenfurforge, in den stadti- chen Steinbrüchen und im Stadtwald.

Von der Gaslaterne zur Bogenlampe

»5 Jahre Elektrizitätswerk in Marburg.

Am 23. Dezember 1905, also vor 25 Jahren, wurde das Marburger Elektrizitätswerk dem Betrieb über­geben. Schott zwei Jahre später traten anstelle Der Gaslaternen in einem Straßenzug der Altstadt die eMtrischen Hängelampen, die jetzt die ganje Stabt umfassen. Auch die Straßenbahn macht sich letzt gut bezahlt, denn sie besördert layritch etwa 2 300 000 Personen. Die wetteren Jahre brachten für das Elek­trizitätswerk viele Erweiterungen, z. B. den Bau einer Hochspannungsleitung nach Lollar, das Ueberlandwerk usw. Erzeugung und Strombezug stellten sich im letzten Jahre auf 4500 000 Kilowattstunden. *

Marburg. Zum Bau der Pr«vtnzialLungenheil ffätte. In den letzten Tagen wu-de beretzs der erste der langgestreckten Bauten unter Dach gebracht. Bet dem günstigen Wetter erfuhren die Arbeiten keine Unterbrechung. ,, ,

Marburg. Fleisch wird billiger! Abermals hat die Fleischerinnung die Fleischpreise um em Wesent­liches gesenkt.

Die Kirchhainer Sievern

Das neue Stadtparlament arbeitet.

Die neugewählten Stadtverordneten wurden durch Bürgermeister Metzlar in ihr Amt eingefufert. Als Stadtverordnetenoorsteher wurde Sparkassendirektor Franz Lang wiedergewählt Er bekleidet bas Amt be­reits zehn Jahre. Besckwssen wurde mit Rücksicht auf die neuen Kreissteuern von 20 Prozent, eine Erhöhung der Gemeindesteuern von 50 Prozent und zwar der Realsteuern mit 9 gegen 5 Stimmen. Da­gegen stimmten die Landwirte, während die Vertre­ter des Handels und des Gewerbes erklärten, daß die Steuerzahler an der Grenze ihrer Letstungssähig- leit angekommen feien. *

Rauschenberg. Aus dem Stabtparlament. Infolge der Erhöhung der Kreissteuern um 20 Prozent fand eine Sitzung der Stadtverordneten statt, die sich mit der Kreisumlage befaßte und zu keiner Befchluff- faffung kommen konnte, da die erhöhten Ausgaben nicht getragen werden können, zumal eine weitere Be­lastung mit Gemeindesteuern nicht tragbar ist. Die Sitzung verlief ohne Beschlußfassung.

Lastwagen nicht überlasten!

Die Lehre vom Sanbcrsfeänfer Berg.

Der Landeshauptmann teilt mit:

In den letzten Monaten haben die Ä. N. N. wie­derholt Veranlassung gehabt, sich mit schweren Krast- wagenunfällen am Sandershäuser Berg zu beschaftl- geii. Es ist bei dieser Gelegenheit auch die ytage aufgeworfen worden, ob die Straßendauverwaltung und die Verkehrspolizeibehörde hinsichtlich der Siche­rung der Straße ih:e Pflicht erfüllt haben. Was bte Unterhaltung anbetrifft, so ist die Straffe eine der technisch am besten ausgebauten Straffen im Bezirk überhaupt. Die Beschilderung der Straffe ist von der Bauverwaltung erfolgt nach Auflage der Verkehrs­polizeibehörde, die die erforderlichen Warnungsschil- der im Benehmen mit der Verkehrswacht festgesetzt ^'iDie Unfälle werden dadurch veranlaßt, baff die Wagen in d:m drei Kilometer langen Gefalle m der Richtung nach Sondershausen zu eine erhebliche Ge­schwindigkeit gewinnen, die sie am Fuffebes Berges, an dem das Gefälle zudem am stärksten ist, nicht mehr

Die Kraftfahrkiuie Kaffel-Naumburg-Walbeck lagt ab Donnerstag die Fahrten zwischen Naumburg und Waldeck bis auf weiteres ausfallen.

Harleshausen. Weihnachtsfeier. Den Reigen der Weihnachtsfeiern eröffnete Der Gesangverein »Frei­heit" Der SoliNtagnachmittag war den Kindern ge­widmet, wo sie eine reiche Bescherung durch den Weih­nachtsmann überraschte. Am Abend sand eine schlichte Feier für Sänger und Sängerinnen und deren Ange­hörige statt. Ein guter Preis wurde dem zuteil, der die meisten Gefaitgstunden im verflossenen Jahre be­sucht hatte. Tie Veranstaltung wurde dann noch durch einige Theateraufführungen berfdiönett

Weimar. Fröhliche Weihnacht! Es ist zur schonen Sitte geworden, baff die Schule mit ihrer Äinberfffear am letzten Sonntag vor Weihnachten bte -slternfdjaft zu einer Weihnachtsveranstaltung einlabet. Diese fanb am vergangenen Sonntag in dem schonen Stoffen Saale desGasthauses zum Dörnberg statt. Gross­artig waren die Leistungen der Allerkletnsten, die alle volkstümlichen Figuren und Personen aus bekannten Märchen auf der Bühne sichtbar werden Iteffen Dte größeren Jahrgänge brachten Ausführungen mit teils heiterem, teils ernstem-Inhalt.

Münchehof. Der Gesangverein Mönchehos veran­staltete am Sonntag einen Unterfealtungsabend. ~e musikalischen Darbietungen standen unter der Leitung des Dirigenten Lehrer Krug. Tie Gesänge des Man­nerchores wiesen recht gute Leistungen aus. Ein Ter- zeu erntete wohlverdienten Beifall. Die Veranstal- tuna, die im Saal der Gastwirtschaft Stüfeneweg stattfand, war gut besucht. Zum Schluß bot der Man­nergesangvereinHohenkirchen", der als Gaff des Nachbarvereins wellte, noch einige Lieder.

Altenritte. Glück im Unglück hatte der Landwirt H. dem beim Schneiden junger Schweine mit einem Rasiermesser plötzlich durch einen Schlag des Tieres das Rasiermesser in den Daumen fuhr und Dte Sehnen durchschnitt. Im Roten Kreuz mußte »in» Overaiion botaenommen werden. Der

abbremsen können. . . .

Es verdient jedenfalls festgestellt zu werden, daff es sich bei den Unfällen bisher durchweg um Lastzüge gehandelt hat. Nach den Zeitungstlotizen find sie schwer überlastet gewesen und die Bremsen ha­ben angeblich versagt. Inwieweit gegen polizeiliche Vorschriften bei der Bedicnung der Bremsen verstossen worden'ist ist nicht bekannt. Jedenfalls spricht alles dafür, baff bie Unfälle nur möglich waren bet erheb­licher Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften.

Die Landesverwaltung verhandelt übrigens zur Zeit mit dem Regierungspräsidenten wegen

Einrichtung einer Polizeistreife, die mit Hilfe von transportablen hydraulischen Wa­gen die Gewichte von Lastzügen schnell und einwand­frei feststellen kann. Es ist zu erwarten daff mit dem Verschwinden der Uebeilajtungen bte Unfälle auf- horen werben.

Klavier . .

12.00: Von Leipzig: Tänze der Natione«. Konzert de» Leipziger Sinfonieorchesters

14.00: Stunde der Jugend: Die Teufelche« attf oer $« melswiese, oder: Der tletne sapperlot. Märchenoper

15.00: Schallplattenkonzert: Die Comedia» HarmontstS singen!

16.00: Konzert des Kurorchesters Wiesbaden

18.00: Ein deutsches Weitznachtsspiel. Nach alten Weih­nachtsspielen und Liedern elngertchtet und ergänzt

19.00: Morler ^zur^ Weihnachtszeit

20.00:Meine Schwester und ich Ein musikalisches Spiel in zwei Akten von Berr und Berneuil Bühnenbearbeitung, Gesangstexte und Musik von Ralph Benatzkn Spielleitung: Carl «meber Musikalische Leitung: Hans Rosbaud

22.00: Nachrichte:., Sportbericht und Wettermeldunge» 22.2024.00: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchester».

Leitung: Walter Caspar

Wie ihn die Heimat empfing

Raufe im D-Zug.

Amtsgericht zugeführt.

Rundfunk

Programm des Frankfurter und Kasseler SenderG. Donnerstag, den 25. Dezember.

7.00: Bon Hamburg: Hasen ko nzcrt »rtrfmfr.

8.15: Orgelkonzert Werke von Dietrich Buxtehude

10.00: WeihnachrsgotteSdiensi, veranstaltet von der Evange­lischen Landeskirche

12.00: Aus Freiburg: Alte Wechnachtsmustk

13.00: Aus Stuttgart: Kleines Kapitel der Zeit

13.10: Schallplattenkonzert

14 00" Das laviere schneidertet« . Et» . welbnachtlicheS Funkmärchen für Kinder und solche,.die.es «2lieben sind, von Curt Elwenspoek -Spielleitung: Curt

15.00: EborkonÄ des SingchorS des WSrtt. Laudes-

15.45: Nachmlltagskonzert des 3lunifuitfortbcfter8

18.00:Der Traum Gottes Erzählung von Gnsta»

18.30: it)ritti<S®e6urt - Aus de« WeihnachtS-Orawri«» nach Schristworten und deutschen Dichtungen für Sott, Streichauintett und zwei Flöte» von Heinrich

19.15: Elsässische Weibnachtsstun^

20.00: Volkstümliche Mnnk deullcher Meist«

21.30: Drei heitere Einakter Spielleünng. Karl Köstlm.

1 Das Lotterielos. Eine szcne nach Anton Tsche­chow von Karl Kostlin II. Hinüber-Hernber. Posse von Joh Nestrou 111. Die Notleine. Eine Szene von Nud. Grein, und Karl Söstli» - Dazwischen musikalische Einlagen ... .

22.25: Blasmusik des Philharmonischen Blasewrchester, 23.1524.00: Unterhaltungsmusik aus Schallplatte»

Königswusterbausen:

11.00: AuS dem Bach-Saal: Orgelkonze«. Wilhelm Sem«. Unter Mitwirkung von Mana Tost

12.00: Mittagstonzert

15 00 * Weiteres

152)0: Aus Königsberg: Unterhaltungskonzert,

19 00: Aus der Staatsoper Unter den Linden,woa

\ Oper in vier Akten von A. Gbislanzoni Deutsch von Zulins Schanz. Musik von Giuseppe Berdi Dirigent: Generalmusikdirektor L^- Bl^

20.00: Aus Stuttgart: Orchesterkon^rt: Deutsche Meist»» Leitung: Emil Kahn , _.u

21.05: Aus dem Nationaltheater München: 3. Akt auS .,D« Meistersinger von Nürnberg von RlckMrd Wagner Pitisikalische Leitung: Generalmnstkdirektor Han» Knavvertsbusch

Freitag, den 26. Dezember.

7.45: Glockengelänte vom Franksurter Dom

Hessenwerbung

Unter Mitwirkung des Verkehrsverbandes für Hessen unb Waldeck hat soeben bie Retchsbahnzen- trale für den Deutschen Reiseverkehr in Berlin Das Hesi 7 Der Denlschen Verkeürsbücher: .Kassel, Hessen, WeserberglanD" herausgegeben. Das Hesi ist mit einem schmucken Einband geziert, der angenehm von anderen verfehlten, übermodernen Versuchen absticht Das Titelblatt zeigt in farbiger, geschmackvoller Aus­führung den Herkules mit dem Riefenfchloß.

Das Büchlein ist mit einer Anzahl guter Bilder anSgeftattet. In recht übersichtlicher Weise sind die Sehenswürdigkeiten, die Unterkunstsverhältnisse der einzelnen Orte des großen Gebietes behandelt. ?luch dem Verkehr und dem Spon sind bei der Beschrei­bung jeden Ones einige Zeilen gewidmet.

Das Büchlein enthält am Schluß eine vorzügliche Uebersichiskarte, aus der sich der Fremde schnell crientieren kann. Das Hesi ist vornehmlich für die Werbung im Ausland bestimmt. Es wird sicher mit dazu beitragen, Heffen und Waldeck weiter bekannt zu machen.

Wie wird das Wetter im nächste» Jahr? Josef Schäffler, Oberwölz, hat einen neu.n Wetterkalender für 1931 herausgegeben, auf dem man nachsehen tarnt, wann man es riskieren darf, die Wäsche im Freien zu trocknen, und ob man es noch wagen kann an diesem oder jenem Herbsttag mit dem Bauen zu beginnen, ohne in den Frost hineinzukommen. Für jeden Tag ist das Wetter ausgezeichnet, unb hoffentlich richtet sich Petrus banadj. rgr.

Bürgerstsuer in Niedervellmar

Außerdem Steuererhöhungen.

In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung wurden eine Eingabe und Anträge der Wohlsahrts- uud Jnvalidenempsänger auf Winterbethilfe behandelt. Eine Unterstützung, die in der Ausgabe von Gutscheinen besteht, wurde beschlossen. ES wurde über die schlechten Lichtoerhältnisse in her Kasseler- und der Triftstraße gesprochen. Um sie ab­zustellen, dürfen während der Abendstunden elek­trische Mowre nicht benutzt werden. Die Einführung der Bürger ft euer, die Erhöhung der Bier­steuer, der Grundsteuer um 20 Prozent, der Gewerbeertrags st euer um 150 Prozent unb der Gewerbekapitalsteuer um 300 Prozent würbe beschlossen Der Voranschlag über ben Aus­bau ber Kasseler st raße ist um 6000 über­schritten. Der Sprecher der Bürgerlichen führte diese Ueberschreitung auf ungenaue Prüfung ier Kostenanschläge und ungenaue Ausmessungen des Äreisbauamtes zurück. Wegen besserer Saufeerhal­tung der Straßen soll der Gemeinderat paffende Maßnahmen ergreifen.

100 Prozent Realsteuer-Erhöhung

in Weünar.

Die Gemeindevertretung hatte sich mit der Deckung eines durch den Wofelfahrtsetat entstandenen Fehlbe­trags im Gemeindehaushalt zu befassen. Nach län­gerer Debatte wurde ein Antrag der S. P. D., der eine Erhöhung der Grundvermögenssteuer unb der Gewerbesteuer um je 100 Prozent verlangt, angenom­men. Zur Auszahlung an Hilssbedürstige als Wtn- terbeifeilfe wurde ein Betrag von 500 Mark bereitge­stellt, deren Verteilung einer Kommission überantwor­tet wurde.