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Kasseler Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung Hessische Abendzeitung

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Nummer 294 *

Dienstag, 16. Dezember 1930

20. Jahrgang

König Alfons kämpft um feinen Thron

Vorläufig beherrscht Madrid die Lage / England gegen die Schuldenabkommen / Schwere Krisis in Nordamerika

Revolutionsgefahr in Spanien

Führer der Aufständischen nach Portugal entkommen / Standrecht und Generalstreik

Revision der Schuldenabkommen

Vernünftige Stimmen in England

Madrid, 16. Dezember.

Das spanische Innenministerium teilte den Presse- dertretern mit. daß die Regierung Nachrichten erhal­ten habe, wonach der aufständische Fliegermajor Franco und General Queipo de Lano mit fünf spa-

M

König Alfons XIII. von Spanien.

Nischen Fliegerosfizieren, sowie Francos Mechaniker Rada, in vier Flugzeugen der spanischen Armee auf dem Flughafen Alberoque bei Lissabon gelandet seien und daß sie dort von der portugiesischen Polizei ver­haftet und in das Militärgefängnis von Mafra bei Lissabon überführt wurden. Da es sich um ein Po­litisches Vergehen handelt, kommt eine Auslieferung kaum in Frage.

Ueber die Vorgeschichte dieser Flucht wird gemeldet: Gestern vormittag kreisten mehrere Flugzeuge über der Hauptstadt und warfen Kundgebungen, die zum Aufstande aufforderten und

drohten, die Kasernen der Truppen, die nicht zur Re­volution übergehen würden, mit Bomben zu belegen. Diese Kundgebungen setzten die Bevölkerung in große Aufregung. Die wildesten Gerüchte waren im Um­lauf. Wie es scheint, traten 5000 Mann der Be­satzung des Flugplatzes .Zu den vier Winden", unter dem Befehl des Generals Queipo del Lano und meh­rerer Offiziere, darunter Major Franco, in den Auf­stand. Sie entwaffneten die Wache des Pulvermaga­zins, und füllten einen Kraftlastwagen mit Bomben, die sie an Bord mehrerer Flugzeuge brachten. Eine Abteilung Truppen unter General Orgaz belegte mit Geschützfeuer den Flugplatz, der nach einer halben Stunde die weiße Fahne hißte. Queipo del Lano und Franco flüchte.en darauf.

Havas gibt dazu noch folgende interessante Einzel­heiten: Die aufständiifchen Flieger besetzten die Funk­station der spanischen Telepchonge'sellschaft, die sich in der Rühe des Flugplatzes befindet, nahmen den Di­rektor und die Angestellten gefangen und

ließen die Nachricht verbreiten, daß in Spanien die Republik ausgeruscn sei.

Bei der Beschießung des Flugplatzes durch die Regie­rungstruppen soll nur ein Aufständischer leicht ver­letzt worden sein. Ws die Icurualistcn sich um 2 Uhr nachmittags auf dem Flugplatz -Zu den vier Win­den" begaben, stellten sie fest, daß dort wieder völlige Ruhe herrschte.

Die Madrider Zeitungen veröffentlichten am Nach­mittag Extraausgaben, in denen die Befriedigung über die Wiederherstellung der Ruhe zum Ausdruck gebracht wird. Die Blätter begrüßen es, daß die Re­gierung auf diese Weife Madrid einen Trauertag er­spart habe. Die Monteure, die als Zivilangestellte auf dem Madrider Flugplatz "Zu den vier Winden" arbeiteten, erzählten, sic seien heute früh um 8 Uhr, als sie auf ihrer Arbeitsstätte erschienen, in das Di­rektionsgebäude gerufen worden, wo man sie von der Aufstandsbewegung unterrichtet und jedem von ihnen ein Gewehr in die Hand gedrückt habe. Zahl­reiche Arbeiter hätten sich geweigert, sich der Be­wegung anzuschließen und das Gewehr entgogenzu- nehmcn Sie hätten erklärt, sie seien friedliche Fa­milienväter und wollten nur ihre Arbeit verrichten. Daraufhin seien einige Arbeiter von den Aufsiändi- schen in einer Baracke eingeschlossen worden.

Die Lage i« Barcelona.

Barcctaua, 16. Dezember. Die Lage in der Stadt ist völlig normal. Es sind noch keine Arbeitseinstel­lungen erfolgt. Die von den Behörden vorbereiteten Sicherheitsmaßnahmen brauchten nicht zur Anwen­dung gebracht zu werden. Einige republi­kanisch gesinnte Persönlichkeiten sind verhaftet worden.

Alle Flugplätze Spaniens haben durch Vermittlung der militärischen Behörden der Regierung ihre unbe- dinge Ergebenheit versichern lassen. General Berin- guer erklärte gestern abend, daß wegen der letzten Vorfälle zahlreiche Verhaftungen vorgenommen wor­den seien. Ueber Madrid wurde das Standrecht verhängt.

Lleberatt Llnruhen

Madrid, 16. Dezember.

Aus einer amtlichen Mitteilung der spanischen Re­gierung über Unruhen in San Sebastian geht hervor, daß dabei 2 Polizisten getötet worden sind. Bei einem Angriff auf die Garnison in Santander seien zwei Personen getötet worden. Die Bewegung habe kom­munistischen Charakter getragen.

Paris, 16. D-z-mbrr.

Eine bisher unbestätigte Meldung aus Hendaye be­sagt, daß in ganz Spanien der Generalstreik ausge- rufen fei'. Die Sperre an der Grenze werde außeror­dentlich scharf gehandhabt, jedoch fei der Verkehr der elektrischen Bahn zwischen Hendaye und San Seda-' stian der vormittags eine Zeitlang unterbrochen war, zum Teil wieder ausgenommen worden. Eine Havas- Meldung aus Pau besagt, daß gestern abend die aus Spanien kommenden Züge ohne Verspätung eintra­fen. Allerdings seien die Fahrgäste genau untersucht worden, um zu verhindern, daß Personen, die an der Aufstandsbewegung beteiligt waren, über die Grenze nach Frankreich flüchteten. Im französischen Departe­ment Bassee Pyrenöes sei die Grenze auf spanischer Seite gesperrt.

In I a c a sollen gegenwärtig Truppen in Stärke von 6000 Mann liegen, statt wie gewöhnlich 6800. Der Sohn des Gouverneurs von Saragossa ist, wie es heißt, verhaftet worden. Man nimmt in Canfrane an, daß eine Anzahl Zivilisten, die an der Aufstands­bewegung beteiligt waren, versuchen wird, über den Semport-Paß nach Frankreich zu flüchten, da aber dort gewöhnlich der Schnee 60 Zentimeter hoch liegt, ist der Paß kaum passierbar, und bis jetzt soll es auch niemand gelungen sein, auf französisches Gebiet überzutreten.

Berlin, 16. Dezember.

Während der Außenminister Dr. Curtius sich heute in Königsberg aufhält, um sich über die Verhältnisse im Osten genau zu informieren, wird am Nachmittag der Preissenkungsausschuß des Kabinetts zusammen­treten. An diese Sitzung werden in der Oefsentlich- keit vielfach Erwartungen geknüpft, die offen­sichtlich übertrieben find. Zwar nimmt der Reichsbankpräsident Dr. Luther, der preußische Han­delsminister Dr. Schreiber und der Präsident des Deutschen Staatsbundes, Dr. Mulert, an dieser Sitzung des Kabinettsausschusses teil, aber man wird daran festhalten müssen, daß diese Beratungen des Ausschusses immer nur die Vorbereitung für die kon­kreten Verhandlungen sein sollen, die dann vom Er­nährungsministerium und vom Wirtschaftsministerium mit den beteiligten Organisationen der Wirtschaft ge­führt werden müssen. In der heutigen Sitzung wird vor allem die Frage geprüft werden,

welche Markenartikel-Preise gesenkt werden sollen und mit welchen Mitteln dies geschehen kann. Der Reichskanzler hat schon in seiner letzten Reichstagsrede angedeutet, daß die Grenzen der Preissenkungsaktion nahen und daß einige Handelszweige, so z. B. die Groß-Konfektion, das Ziel des Preisabbaues bereits erreicht hätten. Der Kanzler hat aber ebenso darauf hingewiesen, daß die Aktion zur Senkung der Preise in kürzester Zeit entscheidend durchgeführt werden und ihren sichtbaren Abschluß finden müsse. Besondere Be­schlüsse wird man aus der heutigen Sitzung des Ka­binettsausschusses nicht erwarten dürfen, aber in maßgebenden Kreisen ist man davon überzeugt, daß das Kabinett die Preissenkungsaktion jetzt mit größ­ter Beschleunigung und mit allem Nachdruck durch führen wi

London, 16. Dezember.

Im Anscksiuß mt die Zahlung der englischen Schul­denrate au Amerika in Höhe von 380 Millionen Mark die auch zum ersten Male durch die B. F. Z. erfolgen soll, weist Daily Hcrald auf die Gefahren des ganzen Schuldenzahlungssystems und seine Rückwirkungen auf die Wirtschaft der Welt hin und fordert dann im Anschluß daran, daß die beteiligten Völker zusammen kommen, um alsbald mit Weitblick und gegenseitigem Verständnis die Lage zu untersuchen, wie es Owen Voung gefordert habe. England werde jeden Heller zahlen, solange die gegenwärtigen Abkommen bestän­den. Abgesehen von den englisch amerikanischen Zah­lungen treten jedoch wesentlich weitere Verwicklun­gen durch die englisch russischen Schadenersatzan­sprüche. durch die französischen Zahlungen und die deutschen Reparationen ein. Daily Herald erinnert daran, daß Dr. Schacht darauf bestanden habe, daß man Deutschland nicht noch für die Dauer von 60 Jahren zu Holum Fahresbeträgen zwingen könne, nachdem man Deutschland schon 140 Milliarden Mark Ab--.:.r.:r.'.cu VX ß

Oie Wirtschaftskrise in Ll S A.

London, 16. Dezember. England betrachtet mit einem mehr als normalen Interesse die Lage in Ame­rika. Man rechnet für den Augenblick kaum mit einer Besserung der Verhältnisse und ist überzeugt, daß die große Walze der Liquidation der Prosperitätsära, nachdem sie nunmehr auch die Kreditstruktur des Landes erfaßt hat, fürs erste weiterlaufen wird.

Nach den hier vorliegenden Meldungen haben die Führer der Neuworker Bankwelt auch den Sonntag über getagt, um zwei andere, größere Institute, die einen Ansturm ihrer Depositengläubiger befürchten müssen, mit den notwendigen Mitteln auszustatten. Besondere Beachtung wird hier der Tatsache geschenkt, daß die großen Wertpapierverkäufe am Sonnabend nicht das Ergebnis von Baissemanövcrn darstellen, sondern auf die zwangsweise Flüssigmachung erstklas­siger Werte hin erfolgten.

Die euglifchen Zeitungen berichten spaltenlang über die in den Vereinigten Staaten zur Zeit herrschende Stimmung. Darnach sind weiteste Kreise der amerika-

Das Zentrum und dieInternationale der Gottlosen".

Auf kulturpolitischem Gebiete ist neuerdings eine Diskussion entstanden, die immer weitere Kreise zu ziehen scheint und die sich an die russisch-kommunistische Bewegung derInternationale der Gottlosen" an­knüpft. Es wurde wiederholt darauf hingcwiesen, daß diese Internationale in Kürze von Moskau nach Berlin verlegt werden soll und diese Mitteilungen haben bereits dazu Anlaß gegeben, daß der Vorstand der preußischen Zentrumsfraktion beim preußischen Ministerpräsidenten Braun vorstellig geworden ist mit der Forderung, eine Niederlassung dieser Internatio­nale in Deutschland unter keinen Umständen zuzu­lassen. DieGermania" berichtet über diese Inter­nationale, daß es sich um eine Neugründung handele, die auf russisch-kommunistischen Ursprung zurückgehe. Dor kurzem habe ein Kongreß derInternationale der Gottlosen" stattgefunden, wobei die kommunisti­schen Freidenker-Organisationen von Deutschland, Po­len, Frankreich, Belgien, Oesterreich, der Schweiz und der Tschechoslowakei vertreten waren. Dort wurde ein Deutscher namens Meins zum Generalsekretär ge­wählt und diese Tatsache gilt als eine Bestätigung der Meldung, daß diese Internationale nach Berlin verlegt werden soll. Die Ziele dieser Internationale find, mit verstärktem Nachdruck die antireligiöse und antikirchliche Propaganda aus Rußland nach Deutsch­land zu übertragen. Es versteht sich von selbst, daß dieGermania" zu

schärfstem Widerstand gegen diese Pläne auffordert, aber auch die Staatspartei hat im Reichs­tag einen Antrag eingebracht, welcher von der Regie­rung Auskunft verlangt, was gegen eine derartige Einmischung einer fremden Macht in innerdeutsche Verhältnisse geschehen soll?

nischen Bevölkerung von dem Bewußtsein durchdrun­gen, daß das Land sich

iu den Klassen einer anhaltenden wirtschaftlichen Depression

befindet, deren Ende vorerst noch gamicht abzusehen ist. Es wirkt besonders niedcrdrückend, daß die viel­gerühmte amerikanische Energie diesen Verhältnissen gegenüber vollkommen versagt hat. Hoovers Kampf mit dem Senat und feine krampfhaften Versuche, ohne Erhöhung der Steuern die entschwundene Pro­sperität wieder herzustcllen, unterstreichen die Schwie­rigkeiten der Lage. Sehr eingehend werden hier die veränderten Lebensgewohnheiten der Volksmassen ge­schildert. Das amerikanische Luruszeitalter ist vor­bei. Eine Welle der Sparsamkeit geht über das Land. Das extravagante Nachtleben Neuyorks ist fast er­storben. Mehr als die Prohibitionsgefetze trägt die Finanzlage zur Bekämpfung der Bootleggers bei. Die Iuwelengeschäfte und Modegefchäste in der Fünften Avenue müssen ihre Prcife herabfetzen, um über­haupt noch Kunden werben zu können.

Schließlich ist mit dem Ende der Prosperität auch der Brauch, Winterfeiertage in Florida, Kalifornien und Wcstindien zu begehen, außer Hebung gekom­men. Die Reedereien d^nstalteu weniger Peranii- «ungrsahrts« als frü». - nach "tz mm, und dem M:r» telmeer. Die Theater machen fchwere Verlustperto- den durch, während die Kinos meistens nur halb ge­füllt find. Vor allem ^werden sehr viel weniger Lu» x'usautos in den Neuyorker Straßen als in den gol­denen Jahren derewigen Prosperität" bemerkt.

Alles in allem zeichnen die englischen Beobachter ein denkbar unerquickliches Bild von den amerikani­schen Verhältnissen. 2

Liegt poincare im Sterben?

Paris, 16. Dezember.

lieber das Befinden Poincarss find in den frühen Morgenstunden des Dienstags die widersprechendsten Gerüchte verbreitet. Während die einen behaupten, Poincars liege bereits in den letzten Zügen, wollen andere wissen, daß fein Zustand unverändert sei. Je­denfalls steht fest, daß sich fein Zustand feit Sonn­abend sehr verschlimmert hat. Gestern abend versuch­ten verschiedene hohe Persönlichkeiten, dem ehemaligen Ministerpräsidenten noch einen Besuch abzustatten. Sie wurden jedoch nicht vorgelassen.

Nach den allerletzten Meldungen ist der Zustand Poincarss so besorgniserregend, daß man das Schlimmste befürchtet. In der Nacht haben außer dem Hausarzt noch zwei weitere Aerzte Poincars besucht. Nur einer von ihnen hat nach geraumer Zeit bas Haus verlassen, während die beiden anderen die ganze Nacht am Krankenbette Poincarss verbrachten.

Ausschreitungen in Frankfurt.

Frankfurt a. M., 16. Dezember. Gegen das Verbot des Polizeipräsidenten versuchten die Nationalsozia­listen gestern abend die angekünd'igtc Versammlung im Zoologischen Garten abzuhalten. Die Polizei schritt ein, um die Abhaltung der Versammlung zu unterbinden. Die Nationalsozialisten zogen fearauf über ine Zeil nach feer Konstabler- und Haiipiwache. Die Polizei griff mit einem starken Aufgebot ein und zerstreute wiederholt die Demonstranten. Bis 22.30 Uhr waren 51 Personen festgenommen worden. Da- * von sind 45 in das Polizeigefängnis eingeliefert wor­den Zwei Verhaftete, die auf der Wache epileptische Anfälle erlitten ,mußten durch feie Rettungswache ins Krankenhaus verbracht werden. Infolge der Unru­hen mußte feer Straßenbahnverkehr im Siafetinncrn umgeleitet werden.

Berlin, 16. Dezember. Das Reichsbanner Schwarz- Rot-Gold veranstaltete in vier großen Sälen Berlins Protestkundgebungen gegen feas Verbot des Remar­que-Films. In der Neuen Welt kam es, als einem Niationalsozialisten wegen beleidigender Aeußerungc^ feas Wort entzogen wurde, zu einer Schlägerei, in de­ren Verlauf der Nationalsozialist Verletzungen erhielt. Zluch in feen Pharus-Sälen entwickelte sich ein Hand­gemenge, diesmal zwischen Versammlungsteilneh­mern und Kommunisten. Doch konnten die Stören­friede bald aus dem Saale gedrängt und die Kund- gebung ubngeftört beendet werden.

Berlin, 16- Dezember. Der preußische Finanzmini­ster hat den preußischen Staatshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1931, nachdem feine Beratung int Staatsrat abgeschlossen ist, dem Landtag zugehen las­ten. Das Gutachten des Staatsrats ist in einer An­lage beigefügt Tie Stellungnahme der Staatsmtui- steriums hierzu soll dem Landtag nachträglich mitae- reilt werden.

Llebeririebene Erwartungen (Don nuferer Berliner Schriftleitung.)