■...................... ,„. ...... ................-UM II m ......, II ..............,IWI'WWMMWWWWWWWMW^
Cettr I
««(Feier Neueste Nachrichten
inö.
;icn
Mobilmachung der Gastwirte
roeiSanitilgi.
inten
ftaatbanwalt aira Kenntnis vo
von eiltet
\om
ni
Ito SW. 68:3p.
Wir liefern ab unterer
Koksaufbereitungsanla»« Ihringshausen
S-wttwUtvw-» <5Uk4«i4k4t
i
< - e - ter
be- den Ite- An-
Dnrch diese Maßnahmen sei angeblich bestimmt worden daß ein Verbot des Einschreitens gegen Reichsbannerleute und Kommunisten erlassen wurde, daß die Polizeibeamten nicht gegen die Abreißer von nationalsozialistischen Plakaten Vorgehen sollten,
Schal« and iantmtznßans
ittita fei ?emefen. einen I
Zinderkeks, Zlnderkel*
tett, ob i Ha sei.
Bis Donnerstag abend:
Unbestimmtes Wetter, aber vorerst noch keine grS. fiere Erwärmung wahrscheinlich.
ks, Körnung, 8115 a Zentner RM. 0.6O
__ke, Kör uns* 15 -K a Zentner RSt. 1.10 Mr Hassbrsnd bestgeeignet.
8Wt\ wU Ifr
Rotzunge 1» ä—60 Pf., Setlbntt tu 1 Mk.. Sattfisch zu 60 Vf.. SckelkfifL. Kayeliau und Seelachs zu 40—15 Pf., SnurrSSSnHen zu 40 Vf. und zartes Ktlet von 65—75 Pf.
Also verhungern kann keiner, so er das nttise Kleingeld hat!
Schwerhörige E können selbst in hartnäckigen und veralteten Fallen mit den neuesten ärztlich empfohlenen Exophon-Hörapparaten sofort gut hören I ■
Neu, Klem-Horer. Unauffällig im Ohr tragbar. leder Apparat mit Garantie. Ucbetraschende Reinheit In der Äuitoradie. Viele Dankschreiben. Solide Origlnal»Fabrik«Preise. Unverbindliche Aus« probe von unserem Sahverständlgen in Kassel, Dannerstag, den 99, November im »Hotel Kaiserhof“ am Bahnhof von 11*4 Uhr.
ix|»Ugnator-Ge$ellschaft m. b. H.
ten strafbaren Handlungen begangen haben soll. Der Angeklagte erkannt« di« RichtiMt de« Protokolls an und vrüng.« nunmehr aus Entscheidung über seinen Beweisantrag. Bevor ti aber dazu kommen konnte, stellt« «r den Antrag auf Ablehnung d«S Schöffen Bockemühl, der angeblich dem Lehrer Gwt beim Betreten des Zuhörerraums freundschastlich
Ti« am 17. November 1930 im ..Groß«» StadwürefttaH zahlreich uetliimmelten @ a lt mitte. Konditoren und Getverbeqed elfen Kassels legen aeaen de« jgent MaaMt« bet Stadt SSMesKlagene ÄttzöSU- meiNdebiersteuer und Einfühtun meinb«gettäntefteu«t stammenden P...... . _
vom Maaisirat «mattete Lteuermeütettraa wird sich b«i der G-metadeslerfteu« »ei tollem rotei etgeSen und «ltd Mehr als ausqewoaen durch die Lteläetuna der W»dl »zktrlasien, Ivelche di« Erdobuna der Durfiener im Gelsine Bet. Arbeit Slofia. eit und E.islenzvettUchtunaen werden «intreten. Auch die SinMSkUNa Bet aemeinBefleitätttefteiKt in durchaus kein geeignetes Mittel, die städtischen sviUanzen. zu kanteten. Dioset Steuer stehen arötzt« Lebwietitzteiien bet Bet StheSUna im Weae die sich in den wenizen Städten, tvelche btstze» die Steuern einzesührt haben, in grellstem dichte zeigten. Set a o l! ft 6 n B i a e Artin der davJN betrofjenen Gewsrbe-
w-iteres vor, so das, es keiner besonderen Beweisführung bedürfe. Ter Tberstatsanntolt beantragte die Ablehnung bCl Xa- l'X n'fl «klagte macht«, noch geltenb. datz er die Abstimmung über feinen «ttsHlutz in der Stadtverordnetenversammlung soso« äuge,wettest hab«: trotzdem babe der Stadtverordnetenvorfteber feinen, des Angeklagten, an». 'd'lT*er”c,föfteat»anm<iIt beMLnete diese Stage als etite rechtliche «nss-gung der Kt'chäsisordmtng, über die man den Ttadiverordreienvorsteber und den Oberbürgermellter al» Lackoerftändtgen hüten muffe.
Der Angeklagte erklärte fleh mit der Anhörung des Dtadtverordneienoorftrher al» Sachverffandtgen eiNverttau- den: die Anbörung des c-berbürgermeuters lehnte er als «ine „unnötige Verteuerung' de» Verfahrens ab.
Nach einer kurzen Unterbrechung begründete der Ange- klag « fodann in längeren «usführitngen feine »troman» träge zu der Anklage wegen V-l«idigung. In diesen Anträgen wurden über M Zeugen dafür benanntz datz die Zuiammenstötze um 18. Suni planmäßig von der Polizei herbetsesührt fein sollen.
daß es unter allen Umständen zu einer Auslösung der nationalsozialistischen Versammlungen kommen sollt« und Satz Bann die Versammlungsbesucher durch Durchsuchung nach Waffen wehrlos gemacht und den vor den Versammlungslokalen war.enden Lrenschenmassen in die Arm« getrieben werden soll« ten. Weiter sei bi« Polizei angewiesen worden, den angegriffenen Nationalsozialisten schütz und Bei* stand zu verweigern.
Die Entscheidung über diese Anträge wurde auS* gesetzt. Dann wurde der ErSfsnunasbeschlutz der* lesen. Et wurde daS Protokoll der stürmischen Stadtverordnetenversammlung vom 23. <?unl verlesen, in der der Angeklagte Vie ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen begangen haben soll.
gung, der Kondltoren-Innung, der Genfer Verbandes, des deutschen Kellnerbuwdes, der Nahrungsmittel- und Getränkeavbeiter sowie der Flaschenbier- Händler. ,
Aus der BegammKtNg heraus ttntto« die Befürchtung laut, daß RegiekungSPrasddent Dr. Friedensburg die Steuern, falls st« von der ÄtLdtveroldneienver- sammlung abgelehnt würden.
auf btm Berordnuugswege entführen
könne. In seinem Schlußwort versprach der Vorsitzende Grenzsbach, hieftrchsld sofort bei dem Regierungs- prästdenten vorstellig zu wevben „Werden di« Steuern eingefüchrt, so werden wir Beschlüsse fasten,
die Steuern sollen sie nicht haben 1"
(Ätstrmtscher Beifall.) Folgende Sntschlie- tzung wurde einstimmig angenommen:
»«»umprai, si- «eursi,
„ (Radiosder in“ (W1. Nr. 313844)
dl# seit fahren bewährten radlumhaittoen BrunnemTebleHen (mit kontroll. Radiumgehalt). Kadi CWaditen ffttef wert. Autofi taten bewirkt reines Radiuftitali Entkalkung der Gefahe und damit eine bessere BltittirtulstibA sowie normale Funktion der tehensWIditiSen örgahe. besonders des Drosensysteme und WiederncrstelluhS qetstieer ufid körperlicher Frisihe. Ortg..RShre Mk. S3c, Orig.-Padrung mit S Röhren Mk. 1b— ÖrigePadtung mit iö Röhrten Mk. 20.—.
ZU haben In allen Apotheken.
Litefitur mit äratllAen Gutachten. kltnjsdien Berlditen und
t von Bett Seefischen in In« 3 Pfund zu i Mk.,
Darauf befaßte man sich mit dem aestsrn vom Auae- klagten aeftSÜten Antrag auf Ladu Na deS SieSte- runssur^oenten Dr. Friedens bur g he- Po izelma« jors Mende und des Remerungsafseffors Q »in k«.
Obersta-tsanwalt Wellmann .Med-cholt« ««,£«• f.tse. Dir Borfitzende fmate darauf den Angcklag- bttfi Wiedergabe durch den cbersiaatSünwalt rich- Der Angeklagte erwiderte darauf:
Llm die Hintergründe -es 18. Juni
Rechtsanwalt Dr. Kreisler vor Gericht
Dienstag MittwoH, 18/1«). November IM
Weiiere Lokalnachrichken
Bußtag
.. W^u feiern wir Buh.agi Strömen nicht all- taglt4) die Andächtigen in die dämmernden Kirchen, um im Gebet Zwiesprache zu halten mit i' rem töotu S>eht es uns nicht frei, im stillen Kämmerlein, wie d,e Schrift fordert, um Gottes Beisw"h -u flehen?
zentrales, tiefstes Erlebnis jedcS Christenmenschen ist das Bewutztsem der Schuld. Darum beten wir auch: ,Und vergib uns unsere Schuld', und flehen um Go.tes Hilfe, da wir uns selber aus ser Verstrickung der Schuld nicht losen können. Der fromme Mensch fühlt, wie erst aus dem täglichen Umgang mit dem Göttlichen die Kräfte auf ihn ausstrahlen, die ihn zur Bewältigung der irdischen Aus- gaben befähigen
Nicht alle erfüllt dieses Bewußtsein der Harmonie mit dem Göttlichen. Im iLrang der Geschäfte haben Tausende und Millionen ote Verbindunq mit Gott verloren. Vielleicht geschah diese Trennung mit Willen, vielte cht ohne. Planlos irren sic du'ch die Welt, ohne den Trost und die innere seelische Befreiung je empfunden zu haben, di« wahre Bufiüdnng gewährt.
Einmal im Laufe des Jahres werden auch ste aufgefordert: Tut Butze. Der Buß- und Bettag will ihnen die Pforte w eder öffnen, die zur seelischen Läuterung und Gewiffettsprüfung führt. Nicht der Einzelne nur. ein ganzes Volk wird sich am Bußtag seiner letz en und tiefsten Aufgaben bewußt Die Glockentöne, die durch den düsteren, kalten Novembertag zittern mahnen an letzte Gemeinsamkeiten.
Diese Gemeinsamkeiten gilt es zu erkennen Das, was uns verbindet, und das, worin wir gefehlt haben. Denn Erkenntnis ist der erste Schritt, die erste Voraussetzung zur Buße. Buße aber bedeutet Handeln und Glauben aus dieser Selbstbesinnung, aus dieser Selbstprüfung heraus. Dazu mahnt uns dieser Tag: Bußtag des Menschen — Bußtag des Volkes!
Ein Tumültchen. Di« KPD. veranstaltete gestern abend auf dem Martin-Platz eine Protestkundgebung gegen die neuen städtischen Steuern, an die sich ein DemonstrationSzug durch die Altstadt anschloß. Nach 20,30 Uhr mutzte ein die Wilhelmstratze singend und rufend herausziehender Zug Kommunisten nach dem Standeplatz abgedrängt werden, wo er sich auslöste. Später sammelte sich ein Trupp Kommunisten auf dem Königsplatz an der durch Schreien und Rufen die Ruhe störte, bis die Schutzpolizei die Demonstranten nach der Altstadt zu abdrängte. Beide Mat« wurde vereinzelt vom Gumm'luuhpel Gebrauch gemacht. Rach 21 Uhr war es aber überall wieder ruhig.
Radi6seier!n=Geselis
D» vberstaatssnwalt erwrber» darauf, baß uach der Nirderschvifi UBcr di« Verhandlungen der 8fay« oeror6neleneerfamntlUM die Abstimmung über den AüS- MUtz des Angeklagte!i durKaus ordnUnaSMähig erfvlgt ict. Du der «nseklg« e tzusebe, die SuffirherltnO des Statt* verördnetenv^rfteheis nun Verlaßen des Sa»'«s gehört »u haben, liege der Tatveftanb des Hsusfrtedensbruchs ohne
Sensationelle Erfindung
zur Hautverjflngung fttr Damen!
Geradem eine Umwäbung auf dem Gebiete der Hau'pflege bedeutet ein von deutschem Ar st nach langjährigen Versumen nunmehr der Allgemeinheit 0berge e, es Präparat .um nner- Itdieo Gebrauche in bequemer Draseefomi. deren wirksame Bestandteile nach 2 den sehen Relehepntenten herze. Stellt werden Von deutschem Universltatsipro essor nach exakten Versudien als hervorragend anerkannt. Nach dein unge ähr 3 . Lebensfahre muh die Haut feder Dame > ah» besonders gepflegt Werden. Die b rherlge Anwendung von Salben. Cremes, sog. Teißtwässem U*W. ä ei te nur tut Konset Vierung der Haut, konnte aber niemals Welke H .t t ver|0 gen 1 Das neue Prärarat Walltiä-HörmöniDfagCes Wird äg'idi 2-3mal ein genommen (beq.em in der Handtasche mittunehmen), und w_.WrtnrrM die uh (tönen Falten im Gesicht (Runzeln, Krähen 66e) werden «.„^mnlde Hautn^t ? nach kurier Anwendung tum Verschwind*., gebracht. anttung die Haut n.ditt
Quer über den Wochenmartt
Nun Haben wir die Grade unter Null erreicht. Die Wasserlachen aus den Straßen tragen feine dünne Eisdecken, so datz ein Spatzengewicht schon draus Herumschlittern kann. Unter den Nasen zieht der Atem in kleinen Rauchfähnchen davon, und da» edle Riechorgan selbst steht wie ein Glühbirnchen im kältebleichen Gesicht. DaS ist die ein« Seit« de« Gefrierpunktes. Die andere erosfntt kulinarisch angenehme Per- Siektiven, als da sind Grünkohl in der „W-che des rosteS", Gansbraten, die leckerer werden, je kälter der Wind weht, Hasen, deren Gewicht zunimmt, je mehr wir in den Winter hineinsptuieren.
Darum zeigten die WttS- und AeMgelbändler iedt auS am DienStaa, dr« an sich stauen Murkttaa. eine wahrhaft mggsnbTrqufchsnd« Auswahl: tt« seilest«» Gänse zu 1 ülf. H1S 1.20 Mr., Hübner zu So W. bis 1 Mk., ganz besondere Pr.'ch iiücte zu L20 Mk., Tauben »u 90 Pf., sogar eine Wildente zu 3 Mk. mit ein«« märchetchast schönen Keder- klefd. viel Rehwild zu 1.80 Mk für Blättchen. 1.40 Mk. für »Rücken und «eitle und 45 Ps. fftr Hals mit Kops.
' Die Kollegen vom Dnttersaß und der Eierkötze vräsen- tierten Landbutter zu 1.50 Mk., Süßrahm zu 1.70 Mk. und Eier, garantiert frisch aus -er Kiffe, zu 15 und 16 Pi.
(Semüfe sahen wie die Menschen etwas verfroren aus. Rur der Grünkohl Kitf« ft* — wie «sagt — der Temperatur gewachsen und wechselte ht stattlichen kräftigen Büschen. zum Teil noch mit Eiströpfche« in seiner Krause, «t 15 Ps., auch 2 Pfund zu 25 Ps., in die Körbe der Käuferinnen über. Spin« zu 10 Pf und prachtvoller Rosenkohl von 25—33 Pf. find nicht minder begehrte Gemüse neben Schtvarzwnrzeln z« 80—35 Pf„ Wurzeln zu 6—6 Ps., Blumenkohl von 20 Pf. an und natürlich Krautkövfen i-s-r Art: Rotkohl zu 8 Pf., Seifttrenf su 5 Pf. und Wirsing ,n 10 Pf. Salate find zartbesaitet, Ser Aroft fetzt ihnen sogleich z», datz ft« di« Blatter bangen taffen. $ian konnte deshalb grotze Köpfe Endivien bereits zu 10 Pf,. Kopfsalat zu 5 Pf. kaufen. Rilsichen warb mit 15 Pf. das viertelnfund zuin Mitnehmen, vrdchtige fett« Tomaten zu 70 Ps lTuv- Äntomatert 80—40 Pf.) find ein« winterliche Delikatesse auf dem Abrndtisch. Ye stattlicher und leckerer die Eisbeine szu 90 Pf. bis 1 Mk.i, desto dicker und größer die Meerrettich- ftanatn von 25—4S Ps. das Stück.
Unter den QdftbektSnden neben aufreizend avvefitliche» Weintrauben zu 70—90 Pf., OualttStsäofeln von 80—15 Pf., saftigen Birnen vo« 80—40 Pf„ Apfelsinen zu 20 Ps. das Stück und Bananen zu 30—35 Pf. noch Immer ein« Kiste lockend roter Preitzelbeeren zu 55 Pf.
Di« Fufdasifche haben vor der Külte' die Rase in den Schlamm gesteckt, nur ein paar Hechte zu 1.20 Mk. und eine Anzahl vorwitziger Barben zu 80 Ps. haben sich er-
Arterienverkalkung
ihre Vorbeten en« «eeieiterieheinungen, wie: hoher «ratereek,. «temnot, »enwlndelanrail«, Her»be«chwer«eh, Sthianollgltllt, Gicht, Blteume
Wohin gehen wir am Mittwoch?
Siadtballe: ButztagskonzeA des LtaatStheaterS, 20 Uhr.
Steines Tüeater: „John Gabriel Borkman^, 20 Mr.
Reftnura»? "»/«ttdraea ^Äne: Grotzer Prei«skat,l«llhr.
Restanrant Heitmann sKatzensvruna): GeldpretSskai, 15 Uhr Restaurant Belvedere: Geistliches Äonzeri
Metrovol-Theater: „Mit Sven Hedin durch Astens Wüsten* Beiprogramm.
Sie werden um viele Jahre jugendlicher aussehen. Abso'ut unsd>4dlish. im Geg-nleil für den gesamten Organismus »tigerst wohltuend. Die Farbe der Haut wird ferner. Das Alterspigment (welkt Haut) versdtwlndet atu. IntefesMdte BrosÄtlrc mit vielen Bildern Über alles Wissenswerte Wird kostenlös versand in versdilössenem DoBßej.
we.4M|ä«X I« leerteegee, Sande« wir
eine Probepackung umsonst.
Wir fegen 4ie P^ep^^n= Pta>Wo^iltegt>
dlskr« M. Eine eevrtAto.Bj.h». S!
Nach dem Prozeß gegen bte , Kasseler Pest" verhandelte das Grotze Schössengericht w.ederum unter dem Vorsitz von Landgertchtsdirekior Kulenkamp gegen Rrchtsanwali Dr. Roland ftteUIet, der deS Hausfriedensbruchs und der Beleidigung des Polizeipräsidenten Dr. Hohtnstein und deS Schupokoul- msndeurs Oberstleutnant Schulz angeklagt war. Auch an dieser Verhandlung nahm Regierungspräsident Dr. Friedensburg als Vertreter des preußischen Staaismintsteriums teil.
Der Verteidiger des Angeklagten, sein Bruder Dr. Oswald FreiSler, hielt sich zwar im Saal aus, nahm aber seinen Platz nicht ein, denn der Angeklagte wollte sich zunächst allein verteidigen
Roch vor Eintritt in die Verhandlung stellte der Angeklagte den Antrag, den früheren Kommandeur der Schutzpolizei, Oberstwach.meister a. D. von Buch als Sachverständigen dafür zu laden, daß die Anordnungen der Kasseler PollzeUeftung am 18. Juni allen Anforderungen widersprochen haben die sonst in der Verwendung polizeilicher Kräfte üblich “* Für den Fall der Annahme dieses Antrages nannte der Oberstaatsanwalt seinerseits sofort Im Saal anwesenden Polizeimajor Mende vom gierungsprästdium als Sachverständigen. Der geklagte erklärte, datz er diesen Herrn sofort als Zeugen laden lasten werde.
Dann verlangt« der Angeklagte Aufklärung über die Anwesenheit des Regierungspräsidenten, den er nicht kenne und von dem er nicht Wiste, was er eigenckich in der Verhandlung wolle. Der Vorsitzende wies diese Bemerkungen zurück. Es entwickelte sich der erste Zusammenstoß zwischen dem Angeklag: und dem Vorsitzenden, so daß der Angeklagte einen Antrag aus Ablehnung des Vorsitzenden wegen Besorgnis der Befangenheit stellte. Die beiden Schössen Bockemühl und Fräulein Hagedorn lehnte er deshalb ab, weil B. tätiges Mitglied der Sozialdemokratischen Partei und well Fräulein Hagedorn Angestellte des sozialdemokratisch regierten kreisausfchustes in Mtzenhausen sei.
Nach längerer Beratung lehnte das Gericht ent. sprechend dem An.rag des Oberstaatsanwalts die Anträge ab, well der Vorsitzende sich in einer dienstlichen Erklärung nicht für befangen erklärte und weil bei den Schöffen die Zugehörigkeit zu einer Partei nicht als MlehnungSgrund gelte. Ueber den Antrag auf Ladung eines Sachverständigen behalte sich das Gericht die Entscheidung noch vor.
Darauf beantragte der Angeklagte weiter, den im Saal anwesenden l egiernngspräsidenten Dr. Friedens bürg und die in seiner Begleitung befindlichen Herren, Polizeimajor Mende und Regierungsassessor Quinke, als Zeuge« zu laden. Diese Zeugen sollen angeblich auch am 18. Juni an den Besprechungen teilgenommen haben, in denen im Kasseler Polizeipräsidium die Maßnahmen gegenüber den Nationalsozialisten sestgelegt worden seien.
Iivciz- ifi nach EMehima toter Steuer nicht mcdt »Pzu- Mlttn. Wi« der Ma lftrat tose »fcta&en mit de« Staftre» üunqcn avf Btirberiin« d«S. Kremden'.erlehrs verezwvaren will, ift uni unserftäniltta. Tiefe rteuern bringt man aui- aerkckmet zu hem Aeltpunkt ein, wo alle behördlichen Stellen eitle wtvieiuunfteeiniB« nut®aüteh WSW». Bedenkt matt auch, datz diele Steuern ein MiNd«kaufk»mmen an R«lchr- itnb Sem«:nb«fteu<th, vst allem an. Gewerbefiemtn vernk- tacheyH titt an »c liieren in letzter Stund« an di« HtaStverordttetert, isichen mwtögfichen SteuekSSktagert ihre sttftlntniuna tu vertagen.
dienstlichen Erklärung 8«8 AeglerangsprrffdaMa».
datz er ntenlate an einer von dem Anseklasfen behaupte» ten BefprechUrth. teft66nomirten bade.
Der An ««kl aste erklärte darauf, da» et n<6 davon überzeugt habe, M Polizeimaior Mende und Regte- rungaffeffor Dr. Qrtinke nicht an den fraSlichtN B». Handlungen tetlgenomrrtm Ssb-rt. Sr ziehe daher 6en Antrag auf Ladung diefek Seiden Herren zurück, ftedsch mähte er auf Vernehmung 866 Regl6rungsprafi8«ns«n bestehen: er werde iedich auch darauf,.verzichten, wenn et wtffe, wie sich das Schicksal feiner weiteren «ewetastitrüge geflalten
„d<6 sprech« MU de« ®ta6te«n*«It nicht, Ich »erd« mi» spater äitetiel*
Der Cbetfiaatkanroall kam. M,,d»n ErSedrtis, dstz die düng der Zeugen nicht etwrdMtch lei. Pingegen bean-
Verantwortfich kür den volitlfchen Teil: Dr. Saite» P«hnf, für das steuilletdn: German M B » n a u; für lokalen und Heimatteif: Dr. Hans Joachim Glotzer: für Handel: Dr. Vans s a n »e n b e r g: für Lvariietl: Herbert Sprich: Pbofo-Nedakteur: Eduard Schul,» 6 «Ueli für den Anzeigenteil: flourod W a ch i m a n it. — Beniner SSrfftielturä: Dr. S a ftet 3; 6u m Ver. (In 88. 68. — Druck und eertaft: Äaffeler Neuefte Nachrichten (S. M. 6. H.. Raffet Sölnifche Sttate ich
zugenickt habe. ,
Auch dieser Antrag verfiel der Ablehnung, worauf der Angeklagte sofort den Antrag stellte, nunmehr auch den Lehrer Quer als Zeugen zu laden.
Dabei kam es zu einem weiteren Zwischenfall, denn der Angettagle formulierte sofort eine« neuen Ablehnungsantrag gegen den Schöffen, der angeblich bei der Formulierung des ^Aniraaes gelacht haben soll. Der Schösse erklärte deshalb gelacht zu haben, toeU dieser Antrag des Angeklagten nach seiner Meinung nickt ernst gemeint sei, son- dern nur dazu dienen sollt«, den Lehrer Quer aus dem Zuhörerraum zu entfernen.
Mit dieser Begründung stützte der Anaeklaate sofort einen neuen Ablebnungsantrag, der indessen auch der Ablehnung verfiel. Es folg!« ein neuer Ablehnungsantrag gegen den Vorsitzenden,, der ebenfalls abgelehnt wurde. Daraus wurde ein Ablehnungsantrag gegen das gesamte Gericht, der wegen seiner summarischen Formulierung jedoch nicht zu- gelassen wurde. Prompt gab «S einen spezialmer- ten Antrag aus Ablehnung der «mzelnen Richter. Als auch dieser Antrag vom Gericht zuttickgewtasen worden war, verlangt der Angeklagte wiederum Ent- scheidung über einen Ablehnungsantrag gegen den Vorsitzenden. „ , ... „ .,
Das Gericht zog sich wiederum längere Zelt zu- rück und verkündet« dann die Ablehnung des Antra- ges wegen Unzulässigkeit. Man habe sich überlegt, ob das Verhalten des Angeklagten nicht als U n g e- bühr vor Ge-kicht ausgelegt werden könne. Nur die grotze Erregung des Angeklagten habe das Ge- richt von der Verhängung einer Ordnungsstrafe absehen lassen. Mit Rücksicht auf diese grotze Erregung des Angeklagten brach Darauf der Vorsitzende die Verhandlung ob und vertagte sie auf Dienstag früh 9 Uhr. *
Zweiter Tag im Freisler-Prozeß
Der Voksitzende verlas eine längere Erklärung deS AngMtzZien. Bte sich mit feinen gestrigen NblchnungSaii- iräge" SeMte. Er erkannte die Richsitzk«! der »en Sntfcksiduugen an, betonte aber: bart er den schmiert Pocke m ü hl megiti feiner zur Lchae> gHragenen Einstellung nickt als Mchter anerkennen könne, Ter Vorsitzende msse nunmelrr an den Schonen di« Frag« richten, ob er sich nicht sür betartgen halt« . fu,r
iLntsprechend dem Wunsch des Angeklagten richtete der Borsigende an den Schössen die Frage, oi« dieser sofort
«1t» lima- -ber-
ivcrE^c
Zu 6er Anklage wegen Hautzsrtedensbruch« erftSrt der Anatklagt«, datz fein AuSschlutz au« der -rtadtverordneten- oertammlung nicht 6t6n un g» in atz i « «rittet sei. Ttt »tadtocrordnetenvorlleber habe über den DuSschlun nickt entsprechend der Gef-dstsordtinnS abstitnmen lassen. Aiitzer- det« tbar Sie Sitzung nach der Niederschrist ber, Verhandlungen von dem Ifadtverordnetennorlteber gefchfofse« und nicht unterbrochen morden. Di« WiedettrSftnung derSit- ' '-i alfs eigentlich der Veginn einer neuen Sitzung t. In dieser nemm Ultzung habe er, der Angeklagte. Ordnungsruf erhalten, so datz auch kein AuSsSlu« aus der Sitzung erfolgen konnte. Der Angeklagte überreichte in diesem Zusammenhang mehrere VeiveidarttrS«.
Bei Lieferungen frei vör’s Haus erhöhen Sich obige Preise um RM, 0.30 pro Zentner.
iMmiNfimMüÄW Ihringshausen
Medensllrasnehe Streße
Talephon Amt Kassel Nr. te*.
Wettervoraussage 618 Mittwoch abend:
Wolkig 618 bedeckt, zunächst noch kalt bet südlichen Winden, später auch Neigung zu Niederschlägen.
Die heutige Nummer umfaßt 16 Seiten
JT DeS Lutz, und BettageS wegen «scheint die nächst« Ausgabe der Raffelet Neuesten Nachrichten" am Donnerstag nachmittag. *
Das Urteil gecen die „^affeler Post"
200 Mark Geldstrafe.
In dem Prozeß gegen den Hauptschriftleiter der „Kasteler Post", Heinrich Walter, über bin wir bereits gestern berichtet haben, verhängte dar Große SchWengericht entsprechend dem Antrag deS Oberstaatsanwalts gegen den Angeklagten eine Geldstrafe non 200 Mark. Der Angeklagte habe keineswegs nur die Auffassungen des Reichspräsidenten wiedergegeben, sondern es handele sich um eine selbständige Meinungsäußerung, in der die im Briefe des Reichspräsidenten aufgeführten Tatsachen in unzulässiger Weise übertrieben und verzerrt worden sind, so daß sich daraus eine Beleidigung d s preutztschen Ministerpräsidenten ergab. Der Angeklagte habe die freie Meinungsäußerung in straffälliger Weise überschritten.
Oeffentliche Belobiguttg. Der Kaufmann Rolf vom Hagen. Kassel, hat am 3. August 1030 bei der Rettung des Malers Eduard Meigt und der Verkäufer n Elisabeth Stelling In Kassel, die bei einer Bootfahrt auf der Fulda ins Wasser gefallen waren, mit Mut und Entschlossenheit erfolgreich mitgewirkt. Hierfür spricht ihm der Regierungspräsident öffentliche Anerkennung aus.
pm Fn letzter Minute hatte der Wirteverein für Kassel und Umgebung seine Mitglieder zu einer Pro- testverfammlung einberusen, um gegen die vom Ma- gistrai der ®taöt Kassel geplante Erhöhung der Bier- sieuer sowie Einführung der Gemeiiride-Getränkesteuer Stellung zu nehmen. Der Swidtpark war dicht besetzt.
Der Vorsitzende, Stadtverordneter Grenzebach, stellt« fest, daß daS GastwirtSgewerbe am Ende seiner Existenzfähigkeit angelangt sei. Mit den Sowdersteu- ern muffe Schluß gemacht werden Ein Gsftwlr<s« betrieb nach dem awderen gerate in Zahlungäschwie- rigkeiten. Me Wirte fordern eine Reichsstsuerreform, eS sei genug der Erperimente mit einzelnen Berufen.
Syndikus Dr. Hoffmann hielt das Haupirese- rat Das Gastwirtsgewerbe habe neben den allgemeinen Steuern erhebliche SorOetlteuern aufzubringen Die Bier- und Getränkesteuer habe Reichskanzler Brüning noch im Früchsahr 19M wegen der wirtschaftlichen un» moralischen Schaden als undiskutabel bezeichnet. Wenn der Magistrat an eine Mehreinnabme von 360 OOO M alauüe, fo brrückfich- tlge er nicht den drohenden weiteren Konsumrück- gan.g und damit die Steigerung der Ärbeiislosigkeit und Vernichtung der Eristenzen.
Es sei wenig bekannt, daß am 1. Cf ober 70 Gastwirte in Kassel ihren Betrieb hätten aufgeben müssen, von denen ein großer Teil jetzt vom Wohlfahrtsamt unterstützt werde.
Sn Hamburg weigerten sich die Angestellten, die teuer einzuziehen Dresden habe di« GemeiMe- Getränkesteuer wegen der gswaltigen Schäden Wieser aufgehoben. Die ganze Steuerpolitik sei Steuek- uniug. Soviel Sieuerobjekte, soviel Widersprüche, und das im Zeichen der PreissenkunzSaks tion, Sie von vorne herein zum Scheuern verurteilt sei. Glaube der Magistrat, mit ,olchen Steuern Fremdenwerbung treibe« zu können?
Naä.orücklich wurden die Ausführungen des Redners unterstützt von Vertretern der Brauereiveremt-