Einzelbild herunterladen
 

«Mztkvreis 10 Pfennig

KaMer Neueste Nachrichten

Kasseler Abendzeitung

»TfettttitttsSroeHe: wÜchnrtM sechsmal nachmittag», «bonnernnttepret»; Mht »ee Tt<m*t 8.80 freier 3«. fteUuns «ns Haus, in der Gelchäfisstclle abaeboll 2.10 Jt. Durch die Po« mooalttch 2.30 ausschließlich Zu- «ellunasgebübr. An stallen von höherer Gewalt besteht kein Anspruch aus Sickerung der Zeitung oder aus Rückzahlung de» Bczugsvreises. «erlag. Schriktlei,unrund Druckerei: Kölnische »'nahe 10. - Televhon: Sammelnummer «800 Juri lösche Sprechstunde leben Dienstag von ä bis 7 Uhr Kölnische Straße Rr. l(L

Hessische Abendzeitung

Aruetgenvrrtt«: GeschStt». »nd Kamilien-Anzetgen »te 30 mm • Seite 11 Bfenntg Kleine Anrelgen an» Kassel das Wort 7 4. Auswärtige Kleine Anwigen die SO mm breite Zeile 11 4. Anzeigen im Reklametetl die 78 mm breite Zelle 45 4 Dslertgebühr 25 4 lbet Zustellung 85 41. — Kür das Erscheinen von Anzeigen in bestimmten Ausgaben, au besonderen Plätzen und für telephonisch erteilte Aufträge keine Gewähr. Rech­nungsbeträge innerhalb vo» 5 Tagen zahlbar Gerichisitand Kassel. — Postscheckkonto Krankfurt a. M. 6380,

Rümmer 267*

Donnerstag. 13. Rovember 1930

20. Jahrgang

Kulturpolitische Debatte im Landtag

Dor lebhaften Auseinandersetzungen im Preußenparlament / Doch noch Vordatierung der Gehaltskürzung? / Schweres Einsturzunglück in Lyon

Llm die pädagogischen Akademien

(Don unserer Berliner Schriftleitung.)

i th. Berlin, 13. November.

Jan Preußischen Landtag wird heute eine kulturell besonders wichtige Frage erörtert werden, nämlich die E r r i ch 1 u n g der drei pädagogischen Akademien, die in Berlin geplant sind. Man will bekanntlich eine katholische Akademie in Spandau eine sogenannte weltliche Mademie in Wedding und eine evangelische Mademie in Potsdam errichten. Im prei'ßischen Ataatsministenum ist aestern diese Frage erörtert worden und dabei wurde angeregt,

den Bau von neuen Pädagogischen Akademien einstweilen zu unterlassen.

Man rechnet jedoch damit, daß die preußische Regie­rung in der heutigen Landtagssitzung die drei er­wähnten Berliner Akademien vertreten wird.

Es liegen dazu Anträge der Deutschnationalen und der Volkspartei vor, die vor allem volle Pari­tät zwischen der evangelischen und der katholischen Slkaidemie fordern, wobei der volksparteiliche Antrag noch darauf hinweist, daß neue Akademien überhaupt nicht nötig seien, weil in Preußen eine sehr große Zahl von Junglehrern ohne jede Beschäftigung im Schuldienst ist. Außerdem verlangt der Antrag die genaue Nachprüfung der

rechtlichen Stellung der sogcuannte,: weltlichen Akadeinien,

weil der Artikel 1.74 der Reichsverfassung die welt­liche Schule im Grundsatz nicht zulätzt, und weil die Lehrer, die an sogenannten Sammelschulen ohne Re­ligionsunterricht tätig sind, bis heute an den be­stehenden Akademien vorgebildet werden konnten, sobald es besonderer weltlicher Akademien für diesen Zweck nicht bedürfe.

Diese Anträge werden in der heutigen Debatte Voraussichtlich eine wichtige Rolle spielen, und man nimmt an, daß der Kultusminister auf die Bedenken des S aatsministeriums in finanzieller Hinsicht zu sprechen kommt.

Rasche Arbeit im Reichsrat

Der Plan, die Eehaltskiirzung vorzudatieren, besteht weiter.

th. Berlin, 13. November.

Gestern haben am Vormittag, am Nachmittag und spät abends Sitzungen im Ausschüsse des Reichsrats statigefundm. Der Eesamteindruck geht dahin, daß ein großer Teil des Refcrmprogramms rasch und glatt, aber auch mit manchen wich­tigen Aenderungen nach den Wünschen der Länder erledigt wird. Diese Verhandlungen beziehen

Bromberg, 13. November.

Der Prv^fi gegen den Deutschtumsführer, den ehemaligen Sejmabgeordueten Kurt Grübe, der sich vor der erweiterten S.rafkainmer des Brom­berger Bezirksgerichts wegen Hochverrats zu ver­antworten hatte, endete erst Donnerstag gegen 1 Uhr, morgens. Grübe wurde von der Anklage des Hoch­verrats und offizieller Vorbereitungen zum Umsturz froigesprochen und wegen Vergehen gegen § 29 des Strafaesetzbuches ^Verhinderung von Verordnungen von Behörden bezw. der Unmöglichkeit ihrer Aus führungeni zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt Der Angeklagte wurde auf freiem Fuß belasten. Bon der Verteidigung wird sofort Berusuna gegen das Urteil beim Wojetvodschaftsaericht in Posen eingelegt werden. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängnis und zwei Jabre Festung beantragt.

*

Die Anklage hatte Grabe vorgeworfen, als Grün­der und Hauptgeschäftsführer des Deutschtumbun- dcs Anordnungen gegen Verordnungen und Gesetze der Regierung getroffen und ein Unternehmen des Hochverrats vorbereitet zu haben. Es handelt sich hier um die Angelegenheit der Krieger-Ge­denkmünzen, die der Kyffhäuser-Bund an Kriegsteilnehmer gegen Bezahlung abcab. In der Aufstellung von Listen derjenigen Personen die für die Krieger-Gedenkmünzen in Frage kamen, sieht die Anklagebehörde die Registrierung von Mili­tärpflichtigen (!)

Der Zeuge Kreisschulinspektor Klusowski hatte aus gesagt, daß der Deutschtumverband Fragebo-

sich größtenteils auf Einzelheiten, die nicht an die politische Grundlinie des Planes rühren.

Gestern ist unter anderem, wie in einem Teil un­serer gestrigen Auflage bereits berichtet wurde, die Vorlage über die Kürzung der Beamtenge­hälter in zweiter Lesung vom Ausschuß verabschie­det worden, und zwar vorläufig ohneeineAende- rung des Termins vom L April für das In­krafttreten der Kürzungen. Das beweist jedoch nckh nichts für die endgültige Gestaltung dieser Vorlage, denn die Verabschiedung im Reichsrat findet erst am 20. November statt. Voraussichtlich werden die Ver­handlungen über den Anfangstermin der Gehalts­kürzungen außerhalb der täglichen Ausschußverhand­lungen in besonderen Besprechungen von dem Kanz­ler und den Finanzministern der Länder geführt wer­den, und der erste Anlaß dazu wird gegeben sein, wenn Ende dieser Woche bei der Etatsberatung im' Reichsratsausschuß die Frage der Kürzung der 100 Millionen zur Debatte steht, da sich die Län­der diese 100 Millionen nicht abziehen lasten wollen, und da die Versuche, diesen Betrag durch andere Be­rechnungsmethoden aufzubringen, nicht zum Erfolg ge­führt haben. Es

bleibt infolgedessen nach wie vor bei den Erwägun­gen, die Beamtengehaltskürznngen auf den 1. März oder den 1 Februar vorzudatieren, aber darüber wird eine Entscheidung erst in Sonderbesprechuugen bis Mitte der nächsten Woche falle«.

Paris, 13. November.

In der letzten Nacht ereignete sich in Lyon ein schwer es Einsturz Unglück durch den Zusau,- mcnbruch einer Mauer des Hotels „Du Petit Ver­sailles". Aus den Trümmern wurden bisher 60 Tote und etwa die gleiche Anzahl Verletzter geborgen.

Das eingestürzte Hotel war bis aus den letzten Platz Rcfiittt. Das Unglück ereignete sich zu einer Zett, zu der alle Gäste im tieftten Schlafe lagen. Die Katastrophe erstreckte sich zunächst nur auf einen Teil des Gebäudes. Als die Feuerwehr und die Polizei bereits an der Unglücksstätte, aus der das Stöhnen der lebendig Begrabenen heraufdrang, weilten, stürzte auch noch der restliche Teil des Hotels über ihnen I zusammen. 19 Feuerwehrleute und 5 Poli-

gen an die Lehrer versandte, durch die die Zahl der deutschen Familien und Kinder sestgestellt werden sollte. Er erklärte, daß auch Umschulungen vorgenom­men wurden, um den einzelnen Gemeinden die not­wendige Zahl der Kinder für die Erhaltung der deutschen Schulen zu bewahren. Aus dem Material geht hervor, daß der Bund nur solche Ratschläge er­teilt hat. die mit Anordnungen und Entscheidungen polnischer Behörden identisch sind.

Brasilien will nicht zahlen?

Berlin, 13. November.

In einer Zeitungsmeldung aus Neuvork heißt es, daß die Untersuamng der Beschießung des deutschen Dampfers .Baden" im Hafen von Rio die Unschuld der brasilianischen Behörden ergeben habe und die brasilianische Regierung zu keinem Schadenersatz verpflichtet sei. weil die Schuld den Kapitän aetrosfcn habe.

Diese Meldung wird in maßgebenden Kreisen in Berlin für unglaubhaft erklärt. weil klar festgestellt worden ist, daß der Kapitän des Dampfers „Baden" die schriftliche Ausfahrtsgenehmigung der Behörden hatte und die Fons mit der Flagge vorschriftsmäßig begrüßt hat. Es liegt also eine schwerwiegende Ver­letzung des Völkerrechts durch die brasilianischen Be­hörden vor. für die eine Verpflichtung zur Wiedergutmachung vorliegt.

Schwierigkeiten im Reichsrat hat es gestern vor allem bei dem Gesetz über die Begrenzung der Ausgaben für die Jahre 1932 und 1933 gegeben, durch welches den Gemeinden und Ländern verboten worden ist, den Etat von 1931 irgendwie zu überschrei­ten. Die Länder haben darauf aufmerksam gemacht, daß sie für besondere Notfälle selbstverständlich auch Mittel über den Etat hinaus in Anspruch nehmen müssen. Man wird einen Ausweg in der Richtung suchen, daß derartige Ausgaben binnen drei Jahren wieder abgedeckt sein müssen.

„Provokation^

Erneuter scharfer Protest des MetallarbefterverSandes gegen den Schiedsspruch

Berlin, 13. November.

Der Erweiterte Beirat des Deutschen Me- tallarbeitervctbandes befaßte sich gestern mit der durch den Berliner Schiedsspruch geschaffenen Lage. Nach eingehenden Beratungen wurde eine Entschlte- stnug angenommen, die sich scharf gegen den neuen Schiedsspruch vom 8. November wendet, der von den beteiligten Gewerkschaftsfunktionären und Ar­beitern als offener Betrug und von der gesamten Arbeiterschaft als Provokation empfunden werden müsse, umscmehr, als der bisherige Verlaus der PteissenkunSektion einer Verhöhnung der Arbei­terschaft aleia,-komme. Der vom Verbände benannte Unparteiische, Pros. Dr. Sinzheimer, habe durch 'eine Zustimmung zu dem Schiedsspruch die Ver­antwortung für diesen Spruch mitübcrnommen. Der Deutsche Metallarbeiterverband werde allen An- arisjen gegen die Lohn- und Arbeitsbedingungen wie bisher den größtmöglichen Widerstand ent­gegensetzen.

zelbeamte, darunter ein Polizeioffizier, wurden bisher als Leichen geborgen.

Die genaue Zahl der Opfer steht noch nicht fest, da noch immer Tote und Verletzte unter den Trüm­mern liegen.

Macdonald in Nöten

Hitzige Debat e auf der Weftre'chskonferenz.

London, 13. November.

Die Erörterungen auf der Welt- re i ch s ko n f e r e n z über die wirtschaftlichen Fra­gen war, wie die „Morningpost" zu melden weiß, in den letzten 48 Stunden außerordentlich hitzig. Die Dominions beschwerten sich bitter über die Art, wie sie in der Frage der Weizenquote entgegen den ursprünglichen englischen Plänen behandelt worden seien. Die Bemerkung eines englischen Vertreters, daß diese Pläne fallen 'gelassen worden seien, hatte ernste Vorstellungen seitens der Dominions zu Folge, die sich hinter das Licht geführt glaubten.

Macdonald hat daher, wie das Blatt berich­tet, in letzter Minute eine verzweifelte Anstrengung gemacht, um wenigstens nach außen hin die Konferenz zu retten, soweit wirtschaftliche Fragen in Betracht kommen. Es soll ein Antrag zur Erörterung gestellt werden, nach dem die Marktbe­dürfnisse der Dominions garantiert, gleichzeitig aber auch den englischen Wünschen Rechnung getragen wird. Sollte sich dieser noch etwas nebelhafte Vorschlag als brauchbar erweisen, so soll die Ausarbeitung der einzelnen Vorschläge den Sachver­ständigen jiberlaflen, während die Vorschläge auf einer neuen Konferenz Int nächsten Jahre erörtert werden. Diese dürfte dann wahrscheinlich auf Ein­ladung des kanadischen Premierministers in Kanada stattfinden.

Dor dem Ende der belgischen Regierungskrise

Brüssel, 13. November.

Die liberalen Abgeordneten aus Kammer und Senat haben den größten Teil des gestrigen Nach­mittags zu einer Besprechung der Lage benutzt, die soeben mit einer Vertrauenserklärung für die zurück- getrerenen liberalen Minister endete. Die Versamm­lung sprach sich ferner für eine weitere Zusammen­arbeit mit den Katholiken in der Regieruugstoali'ion aus. Nach diesen Beschlüssen der liberalen Abgeord­neten dürfte die belgische Regierungskrise als beseitigt angesehen werden können.

Am ninfren Tisch

(Von unserem Korrespondenten.) "'I London, 13 November. ’ Mittwoch wurde im Oberhaus die Round-Table-, die „Tafelrunde"-Konferenz durch König Georg feier­lich eröffnet. Für die Dauer von drei bis vier Mo­naten wird das indische Problem mit seinen gewaltigen Ausmaßen den ersten Platz in der englischen.Politik einnehmen. Alles andere wird dahinter zurücktreten müssen, selbst so wichtige Fragen wie die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Abhaltung von Neuwahlen, die in bedenkliche Nähe ge-ückt sind. Man wird auf englischer Seite alles damn setzen, um die Round-Table-Konferenz zu einem Erfolge zu gestalten. Ein Zusammenbruch der Konferenz, so nachteilig er sich auch immer für In­dien auswirken würde, für England würde er er­heblich unangenehmere Folgen haben. Seine jetzt schon reichlich schwierige Stellung in Indien ließe sich bei einem Wiederanschwellen der nationalistischen Welle nur noch mit Hilfe englischer Bajonette und Maschinengewehre aufrechterhalten, eine Grundlage, die kaum von langer Dauer sein könnte.

Welche Aussichten bestehen nun für die Konferenz? Objektiv gesehen, sind die Chancen für einen befriedigenden Abschluß nicht allzu glänzend. Die Konferenz krankt vor allem daran, daß sie überhaupt keine Round-Table-Konferenz dar­stellt, da ein wichtiger Teil des Volkes nicht in Lon­don zugegen ist. Die maßgeblichsten Vertreter des na­tionalen Indiens, die einzige gut organisierte Partei, der indische Kongreß, fehlen auf der Londoner Kon­ferenz. Solange die einflußreichsten Führer des indischen Volkes in den Gefäng­nissen sitzen, kann von einer wirklich repräsenta­tiven „Tafelrunde" nicht die Rede sein. Die Gegen­propaganda des Kongresses gegen die Round-Table- Konferenz, gegen die indische Regierung-, sucht man dadurch unschädlich zu machen, daß man die Kongreß­führer massenhaft in die bereits überfüllten indischen Gefängnisse schickt, daß man alle nationalen Organi­sationen verbietet, kurzum, mit Repressalien aller Art gegen den Kongreß arbeitet. Auf Grund dieser Tak­tik ist es der englischen Regierung gelungen, der Lage in Indien mehr oder weniger wieder Herr zu wer­den. Nur ein Erfolg der Jndienkonserenz würde diese scharfen Maßnahmen der Regierung nachträglich recht­fertigen können.

Zahlreiche gemäßigte Inder, die als Delegierte an der Round-Table-Konferenz tcilnehmen, haben wie­derholt die Gewährung des Dominions- status als die Mindestforderung bezeich­net, die sie an England stellen werden Ist England nun bereit, diese Minimalforderung der indischen De­legierten zu erfüllen? Bisher hatte sich die Regierung in Schweigen gchüllt. Zur Genugtuung der Konser­vativen und Liberalen war das Wort Dominions­status von feiten der englischen Regierung nicht ge­fallen. Nun hat Premierminister Macdonald zur all­gemeinen Ueberraschung auf einem Bankett beim Lordmayor in der Euildhall am Montag sein Ver­handlungsprogramm umrisscn und dabei das gefähr­liche Wort „Dominionsstatus" ganz unbefangen aus« gesprochen. Zu der Möglichkeit einer Indien-Krise auf der Konferenz tritt also die Gefahr einer schweren innenpolitischen Krise in Eng­land mit dem Ausgangspunkt Indien, denn für Kon­servative wie für Liberale gleich rmaßen ist es eine ausgemachte Sache, daß Indien keinen Anspruch aus Selbstverwaltung hat.

Dem Druck dieser Konstellation wird sich allerdings auch Macdonald kaum entziehen können, und viel­leicht hat er den indischen Delegierten das Zauber­wort „Dominionsstatus" nur als Ermunterungsprä- mie für gutes Betragen auf der Konferenz vorge­sprochen, vielleicht auch um ihnen geg nüber den zu Hause gebliebenen radikalen Kongreß-Leuten den Rücken zu stärken. Zunächst wird man versuchen, an­dere Fragen in den Vordergrund zu schieben, die mit der indischen Unabhängigkeit di­rekt noch nichts zu tun haben.

So betrautet man in vielen englischen Kreisen den Zusammenschluß Britisch-Indiens mit den selbständigen indischen Furstenreichen zu einem einzigen Staate nach dem Muster der Ver- c'niaten Staaten als die Hauptaufgabe der Round- Table-Konferenz. Will man diese Idealvorstellung von einem großen indischen Reirbe verwirklichen, io muß aus die Interessen und Wünschen der lelbstan- digen Fürsten große Rücksicht genommen werden. Eine solche Rücksichtnahme bedingt ledvch wieder an­dererseits, daß man den Forderungen der nationa­len Inder in Britisch Jndien keine allzu großen Konzessionen macht, daß eine starke Zentralregierung n Briftsch-Jndien aufrechterhalten bleibt, da nur sse allein die Garan ie für die Wahrung der Inter­essen der indischen Potentaten darstellt. Unter einer •‘‘arten Zentralregierung — oder Bundesregie­rung, wie sie spä er heißen soll — verstehen die meisten Engländer und natürlich auch die indischen Fürsten eine bauvftächlicd englische Erekutive, einen Pizekönig mit großen Befugnissen und Rechten, so-

polnische Justiz

Eigener Drahtberichi.

60 Toie bei einem Hoieleinsiurz

Nächtliche Tragödie in Lyon